Ausgabe 
18.10.1932 Erstes Blatt
 
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Obecheffen.

Keine spinale Kinderlähmung mehr in Grünberg.

Gallusmarkt voraussichtlich am 9. und 10. November.

+ Grünberg, 17. Ott. Schrecklich« Ge­rüchte wurden dieser Tage, zum Teil aus durch­sichtigen Gründen, über die spinale Kinberläh- nnrng in Grünberg verbreitet. Die durch mini­steriell« Verfügung al- Vorsichtsmaßnahme an» geordn«t« Verschiebung des diesjährigen Gallus- marktes auf den 9. und 10. November zeitigte erst recht e:ne groß« Aufregung. Kein Wunder, erkannt« man doch mit Recht in der Verlegung dieser für «inen großen Teil Oberhessens be­deutsamen Veranstaltung ein« Maßnahme von außergewöhnlicher Bedeutung. Mittlerweile ist nun «ine Erklärung des Kreisgesunb- heitSamts Gießen erschienen, die zur A klärung und Beruhigung wesentlich beigetragen hat und auch den, anscheinend von interessierter Seit« d«rbreiteten, zum Teil sogar in di« Presse lancierten Uebertreibungen den Boden entzieht. Dies« Erklärung lautet:

..Auf Anfrag« bestätigt das Kreisgesund­heitsamt Giehen, daß sich zur Zeit kein an Kinderlähmung erkrankt ge­meldetes Kind mehr in Grünberg befindet. Di« wilden Gerüchte, die in der Umgebung umhergeben und die Grünbera zu «in«m äußerst gefährlichen Seuchenherd stem­peln, sind somit unverantwortliche älebertreibungen. Wenn kein neuer Fall von Kinderlähmung mehr auftritt, wird der alljährliche Gallusmarkt am 9. und 10. No­vember stattfinden, da zu diesem Zeitpunkt be­stimmt damit gerechnet werden kann, dah eine Weiterverbreitung der Kinderlähmung durch Ansammlung großer Menschenmengen, wie es gewöhnlich beim Gallusmarkt der Fall ist, nicht mehr möglich ist."

Hoffen wir, dah nach dem Sprichwort: ..Ende gut, alles gut!" der erfahrungsgemäh auch in schlechten Zeiten allseits beliebte Gallusmarkt trotz diesem bedauerlichen Zwischenspiel nun erst recht einen schönen und erfolgreichen Verlauf nimmt.

Ehrenchormeister Bechtolsheimer f.

= Ba b-Rauheim, 16. Oft. In Giehen, wohin er sich zur Behandlung eines schweren Leidens begeben hatte, ist gestern im Alter von 62 Jahren Oberreallehrer und Ehrenchormeister Wilhelm Bechtolsheimer gestorben. Der Entschlalene war über 40 Jahre hier als ge­schätzter Lehrer tätig, zuerst an der Stadtschule, bann an der Ernst-Ludwig-Schule, und hat dar­über hinaus als -Stadtrat und Genossenschaftler auch im öffentlichen Leben unserer Stadt eine verdienstvolle Tätigkeit entfaltet. Weit über un­sere Stadt hinaus bekannt geworden aber ist W. Bechtolsheimer durch seine Verdienste um die Sache des deutschen Männergesangs. Er gehörte zu den ersten, die vom Hessischen Sänger­bund mit der Verleihung des Titels eines Ehrenchormeisters ausgezeichnet wurden. Fast 41 Jahre war er ununterbrochen Dirigent des hiesigen GesangvereinsFrohsinn", der aus Anlah des 40jährigen Dirigentenjubiläums dem verehrten Chormeister im vergangenen Jahre besondere Ehrungen erwies. Als W. Dechtols- heimer vor einigen Wochen das Dirigentenamt aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, er­nannte ihn der dankbare Verein zum Ehrendiri- gcnten. Der Entschlafene hat den Chor auf eine hohe Stufe reifen Könnens geführt, das bei den bekannten Konzerten de^ Vereins auf der Kur­haus erraffe öfters die höchste An k.n u gmusik- txi itäiU.ig.r Kreise au» alten Teilen des Reiches und des Auslandes fand. Als Organist war W. Bechtolsheimer über 40 Jahre hier tätig und hat sich auch in diesem Amte große Ver­dienste um das musikalische Leben unserer 'Bade­st adt erworben.

Bad-Nauheim

erhält ein Kriegerehrenmal.

WSN. Bad-Nauheim, 17. Oft. In der jüng­sten Stadtratssitzung wurde die Errichtung eines Kriegerehrenmals am Fuße des Iohannesberges beschlossen. Damit geht ein von der Mehrheit der Bevölkerung seit langem gehegter Wunsch in Erfüllung. Der Entwurf zu dem Denk­mal stammt von Regierungsbaurat Metzger, nach dessen Plänen auch das Kerckhoff-Herzforschungs- Institut erbaut wurde.

Landkreis Gießen.

* Großen-Duseck, 17. Oft. Am Sonntag wurde in den Gemeinden Großen-Duseck und Op­penrod unter sehr großer Beteiligung der Ge­meindeglieder das Erntedankfest gefeiert. Im Festgottesdienst in Großen-Buseck wirkte der Posaunenchor mit, der unter Leitung feines Diri­genten Nikolai zwei Stücke sehr ausdrucksvoll zum Vortrag brachte. Alm 19 Alhr fand in Großen-Duseck eine liturgische Erntedankfestfeier statt, in der die Konfirmanden ein Erntedankfest- spiel zur Ausführung brachten. Ein Schülerchor unter Leitung von Rektor Indertal verschönte durch Vortrag von Liedern die Feier. Am Schluß ze.gle ter Ortsgeistliche, P arrer Müller. Licht­bilder über das Thema:Alnfcr täglich Brot". Die Kollekten in beiden Gemeinden ergaben den Detrag von 74.85 Mark. Wie alljährlich wurde auch diesmal in Großen-Duseck und Oppenrod ein« Naturalsammlung für das Evange­lische Schwesternhaus in Gießen veranstaltet.

Großen-Duseck, 18. Oft. Am fommenben Sonntag findet in der Kirch« zu Großen-Duseck | das diesjährige Dekanatssest für Innere \ Mission statt. Redner: Pfarrer Naumann auS Alten-Duseck, Dekan Guhmann aus Kirch- I

berg und Pfarrer Bönning aus Rödgen. Der Posaunen- und der Schülerchor wirken mit

Kreis Friedberg.

Friedberg, 17. Oft. (WSN.) Der Wagner- meister Heinrich Knäbel in Steinfurth ver­schwand vor fünf Jahren plötzlich. Alle Nachfor­schungen nach ihm erwiesen sich fast ein ganzes Jahr lang ergebnislos. Endlich erfuhren" die Angehörigen von seinem Eintritt in die Fremdenlegion. Nun ist Knobel, der 1927 sich für die Legion an­werben ließ, wieder zurülkgekehrt. Er will sich jetzt wieder seinem Beruf widmen.

Krcts Alsfeld.

-er Homberg, 17. Oft. Mit Wirkung vom 1. November wurde der praktische Tierarzt, Herr Dr. Buhl, nach Gießen verseht. Im Bezirk Homberg hat er zehn Jahre zur größten Zu­friedenheit der lanbwirtschaftl.chen Kreise gewirkt. Durch die Einrichtung von Prämienmärkten suchte er, besonders in Homberg selbst, die wirtschaft­liche Lage günstig zu beeinflussen. Die Bevölke­rung sieht Den freundlichen, pflichtbewußten Arzt nur ungern scheiden. Sein neuer Wirkungsort ist Gießen, wo er eine Stelle an der geburts-

(knilastung der Aeichsbank.

Berlin, 18. Oft. (WTB. Funkspruch.) Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Ok­tober hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 179,6 Mil­lionen auf 3232,1 Millionen RM. verringert. Jrn einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks uml62,3 Millionen auf 2747,2 Millio­nen RM., die Bestände an Reichsfchatzwechseln um 7,9 Millionen auf 30,5 Millionen RM. und die Lombardbestände um 9,4 Millionen auf 92,1 Mil­lionen RM. abgenommen.

An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zu­sammen sind 98,3 Millionen RM. in die Kassen der Reichsbank zurückgeflossen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbanknoten um 99,3 Mill, auf 3519,0 Millionen RM. verringert, derjenige an Rentenbankscheinen um 1,0 Millionen auf 400,7 Millionen RM. erhöht. Dem- entsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 26,4 Millionen RM. er­mäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 366,9 Mil­lionen RM. eine Abnahme um 45,3 Millionen RM.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen haben sich um 0,8 Millionen auf 932,0 Millionen RM. erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 0,4 auf 796,8 Millionen RM. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen. um 0,4 Millionen auf 135,2 Millionen RM. zu- genommen.

Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am 15. Oktober 26,5 v. H., gegen 25,7 v. H. am Ende der Dorwoche.

Das neue Oevisenabkommen mit Italien.

Berlin, 18. Ott (CNB.) Funkspruch.) Mit Italien ist ein neues Devisenabkom- men geschlossen worden, baß am 16. Okto­ber 1932 in Kraft getreten ist. Mit diesem Zeitpunkt sind die von der italienischen Regie­rung verhängten Sperrmaßnahmen für Zahlungen nach Deutschland aufgehoben wor­den. Das neue Abkommen unterscheidet sich von dem im Juni abgeschlossenen Abkommen vor allem dadurch, daß nunmehr ein bestimmtes Verhältnis zwischen der deutschen Ausfuhr nach Italien und der italienischen Einfuhr nach Deutschland vereinbart worden ist. Diese neue Bestimmung ist deshalb von besonderer Bedeu­tung, weil damit die Aktivität der deut­schen Handelsbilanz gegenüber Italien f e ft g e I« g t ist.

Berlin abbröckelnd.

Berlin, 18. Oft (WTB. Funfspruch.) Die Zurückhaltung, die schon am Vormittag vorgeherrscht hatte, hielt auch an der Börse wei­ter an. Es lagen zwar an einigen Märkten kleine Kauforders des Publikums vor. doch waren sie ehr niedrig limitiert. Die, Spekulation, die vom Samstag iroch Ware übrig hatte, zeigte dagegen eher Neigung zu Glattstellungen, und «s soll auch noch aus alten Lombards etwas Ware heraus- icfommen sein. Im allgemeinen waren die Alm- ähe sehr gering, und die Kurse bröckelten um 0,50 bis 1 Proz., zum Teil bis 1,5 Prozent ab. Die gestrige Rede des Zentrumsführers K a a s wurde verschieden beurteilt doch mahnte dies infolge ihrer Stellungnahme gegen die Re­gierung zur Zurückhaltung. Der matte Schluß der gestrigen Neuhorker Börse verstimmte natürlich, während besonders anregende Momente eigent­lich nicht Vorlagen. Der Reichsbankausweis für bie zweite Oktoberwvche bracht« ein« normale Ent­lastung, die gesamt« Kapitalanlage hat um 179,6 Millionen Mark und der Notenumlaus um 99,3 Millionen abgenommen,. während die Gold- und Devisenbestände um 0,8 Millionen und die Deckung um OB PrvA. zuaenommen haben. Die Besserung des Kunstselbegeschäftes blieb auf diesen Markt ohne Einfluß, ebensowenig konnte sich der De- chluh der belgischen Regierung, von der Kentin- gentierungspoiitik abzugehen, wie man angenom­men hatte, auf den Montanmarkt auswirken.

Stärker abgeschwächt waren BMW., Dort­munder Alnion, Deutsche Atlanten. Rütgerswerke und Allgemeine Lokal und Kraft, die bis zu 2,5 Prozent einbüßten, während Stöhr, Eisen-

hilflichen Veterinärklinik bekleidet. Der praktische Tierarzt Karl S ch w ö b e l wird fein Nach­folger fein.

Sechs Monate Gefängnis für den Falschmünzer Reineck.

WSN. Dillenburg, 17. Oft Dor der Gro­ßen Ettafkammer in Arnsberg hatte sich der EeelbacherHöhlenmensch" Wilhelm Reineck zu verantworten. Reineck, der seit 23 Jahren bei Seel­bach in einer Höhle gehaust hatte und weit unb breit als der Höhlenmensch bekannt war, war vor wenigen Monaten unter dem Verdacht der Falschmünzerei verhaftet worben. Mit ihm hatte sich noch der Dreher Albrecht Sol m s zu verant­worten wegen Diebstahls und Beihilfe zur Falschmünzerei. Die Anllage warf Reineck Ver­brechen gegen das Münzgesetz vor. Beide Ange­klagten waren im großen und ganzen geständig. Solms gab zu, aus einer Papierfabrik Metall ent­wendet zu haben. Aus diesem Metall hat Reineck Formen für 50 Pfennig- und Zweimarkstücke her­gestellt und Falschgeld fabriziert. Solms brachte das Geld in Almlauf. Das Gericht ver- urteilte Reineck zusechsMonatenGefäng- n i s. Solms erhielt wegen Diebstahls und Bei­hilfe sechs Monate einenTag Gefäng­nis. Die Verhandlung fand unter Ausschluß Ser Öffentlichkeit statt.

bahnverfehrsmittel, Laurahütte und Metallgesell­schaft etwas fester lagen. Deutsche Anleihen zeigten wieder ziemlich schwache Haltung, vor allem gab Altbesitz erneut um fast 1 Prozent nach, auch Reichsschulbbuchforderungen und Schutz­gebiete lagen schwächer. Das Interesse für fest­verzinsliche Werte scheint im Moment etwas geringer geworben zu sein, nur für Bereinigte Stahl-Obligationen hielt es weiter an.

Im Verlaufe bröckelten bie Kurse zunächst weiter leicht ab, boch konnte sich später eine leichte Erholung burchsetzen, die bis 0,5 Prozent betrug. Allgemeine Lokalbahn gaben aber bei kleinem Angebot weiter um 2,5 Prozent nach, währenb RWE. nach unveränderter Er­öffnung 1 Prozent anziehen konnten. Später ließ das Geschäft vollkommen nach, so daß ein Teil der Erholungen wieder verloren ging.

2lm Geldmarkt konnte man heute wieder, obwohl bie Sätze unverändert blieben, eine Ver­steifung fest stellen; neben rein saisonmäßigen Gründen spricht auch der Steuertermin vom 20. Oktober und vor allem wohl ein gesteigerter Dedarf der Banken im Zusammenhang mit dem Wirtschaftsprogramm der Reichsregierung mit. Tagesgelb stellte sich an der unteren Grenze auf 4,4 bzw. 4,25 Prozent, Monatsgelb auf 5 bis 7 Prozent. Am Privatbiskontmarkt war eher Angebot festzustellen, boch bürfte die heraus- kommende Ware glatt ausgenommen werden. In Reichswechseln per 15. Januar und Reichsschah­anweisungen per 15. März war kaum Geschäft.

Frankfurt schwächer.

Frankfurt, 18. Ott. (WTB. Drahtmeldung.) Die schon am heutigen Dormittag etwas fchwä- chere Stimmung -setzte sich zu Beginn des amt­lichen Verkehrs fort. Unter dem Eindruck der gestern weiter schwachen Neuyorker Börse, sowie der weiter ungeklärten innerpolitischen und auswärtigen Lage konnten sich die relativ günstigen Nachrichten des Publikums nicht auswirken. Hinzu kam, daß das Publikum immer noch Zurückhaltung übte und auch die Spekulation keine größeren Abschlüsse tätigte.

Der Umsatz war recht gering. Die Abschwächungen hielten sich meist im Rahmen von 0,50 bis 1 v. H. Am Montanmarkt lagen Phönix 0,39 und Stcchl- oerein 0,13 v. H. schwächer, während Buderus un­verändert einsetzten. Am Elekttomarkt waren AEG. und Siemens bis zu 0,75 v. H. niedriger, Dagegen blieben Bekula gut behauptet. Don Chemiewerten gaben Rütaerswerke 1,25 und JG.-Farben 0,50 o. H. nach. Auch Aku büßten 1,25-v. H. ein. Eine Ausnahme machten Holzmann, die 0,50 v. H. fester eröffneten. Ebenso tendierten Tietz und Süddeutsche Zucker gut behauptet. An den übrigen Marktgebie­ten herrschte völlige Geschäftsstille. Auch der Ren­te n ni a r f t wies allgemein schwächere Verfassung auf. Neubefitzanleihe eröffneten 0,25, Altbesitz 0,65 o. H. niedriger. Das Geschäft in Reichsfchuldbuch- forberungen war weiter eingeschränkt, spgte Schuld­bücher lagen 0,25 v. H. schwächer. Von Auslands­renten waren Zolltürcen auf etwas niedrigerer Basis gesucht, dagegen konnten Anatolier 0,25 v. H. gewinnen. In Goldpfandbriefen, sowie Kommunal­obligationen konnte sich kein größeres Geschäft ent- wickeln, lediglich Rheinische Hyp.-Liquidationspfand- briefe waren gefragt.

Im Verlaufe vermochten sich auf dem gesenkten Niveau zunächst leichte Erhöhungen durchzusetzen, diese konnten sich aber später nicht mehr behaupten, so daß das Anfangsniveau meist wieder erreicht wurde.

* Versammlung der Inhaber von Frankfurter Schatzanweisungen. Nach­dem die Genehmigung des Regierungspräsidenten zur Einberufung Der Versammlung der Inhaber von Frankfurter Schatzanweisungen eingetroffen ist, hnt die Stadt Frankfurt den Termin für diese Ver­sammlung auf den 8. November festgesetzt. Zur Teil- nahm« an der Versammlung sind Diejenigen In­haber von Schatzanweisungen berechtigt, die ihre Schuldverschreibungen spätestens bis zum 5.11. bei einer der vorgesehenen Hinterlegungsstellen hinter- legt haben. Die Hinterlegungsbescheinigung ist zum Nachweis der Hinterlegung jum Termin mitzubrin- gen. Auf Veranlassung Des Magistrats sind sämtliche Bankhäuser, die bei der Emission Der Schatzanwei­sungen mitgewirkt haben und die auf den Schatz­anweisungen selbst vermerkt sind, als Hinterlegungs. stellen zugelassen worden.

Wirtschaft.

rs.A.-Gpori.

Ergebnisse der Berbandsspiele im Gau Gießen-Wehlar.

Bezirksklass« II: WeilburgSC. Wetzlar 4:1; LöhnbergAßlar 1:3 (abgebrochen wegen Regen); OberbielEhringshausen 0:2; Bissen­bergSD. Wetzlar 2 (SV. Wetzlar nicht an- gctreten); BiskirchenSteinbors (ausgefallen); LollarDaubringen 9:1; ButzbachLeihgestern 6:0 (1:0); SteinbergEttingshausen 7:0.

Gau klasse I: AllinHolzhausen 1:0 (wegen Regenwetter abgebrochen); HirschhausenWeil­burg 2 (Weilburg nicht angetreten); Butzbach 2 Wieieck 3:1; Großen-BuseckGarbentech 2:2; DutenhofenLich 3:5; SteinbachHeuc^lhcim 4:3; DillingenWrtterselb 2:1; Geilshausen Allrchstein (ausgefallen); FlensungenGrünberg

Gauklasse II: LeunStockhausen 2 9:0; TiefenbachAUm 2 (Allm nicht angetreten); Bon- babcnBurgsolms 3 2:1: PhilippsteinOber­biel 2 2:2; DerghausenKölschhausen 6:0; Bech­lingenBüblingshausen 3:6; Lollar 3Krofdorf 6:1; 1900 Gießen 4Dutenhofen 2 3:1; Stein­bach 2Bieber (ausgefallen, Schiedsrichter nicht angetreten); Butzbach 3Garbenteich 2 (Garben- tech nicht angetreten); Leihgestern2Hochweisel 8:1; Lich 2Steinberg 2 2:4.

Die Spiel« in der I. Bezirks klasse der Gruppe Lahn brachten folgende Ergebnisse:

VfB1900 1:1 (1:0); WetzlarDottenhorn 2:1; BreidenbachFrohnhausen 3:3.

Buntes Allerlei.

31. Vertretertag des kyfshäuferbundes.

In den letzten Tagen sand auf dem Kysshäuser der 31. Dertretertag des Deutschen Reichskriegerbundes .Khsfhäuser" statt. Die Tagung eröffnete der erste Präsident, General der Artillerie a. D. v. Horn. Er hob hervor, baß der Ausllärungsfelbzug bcs Dunbes im letzten Jahre vor allem der Wehr- und Sicherheitssrage gegolten habe. Darauf wurde eine Entschließung angenommen, in ber es u. a. heißt: .Die Millionen-Organisation bes Kysf- häuserbundes ist Mitverkünber des A u s b r u - ches der Nation und der wahrhaft volksver­bundene Träger des deutschen Gedankens. Datz alte Soldatentum kennt als höchsten Dienst nur den Dienst am Staate und an der Gesamt­heit der Nation. Die Schaffung eines einheitlichen geschlossenen Willens in den Schicksalsfragen der Nation ist bei der überwälttgenden Mehrheit des Volkes Tatsache geworden Das bisherige vater­ländische Programm soll, muh und wird bestehen bleiben. Im Vordergrund unseres Freiheitskamp­fes steht das Ringen um Gleichberech­tigung und nationale Sicherheit.

Die Grüße der Reichsregierung überbrachte als Vertreter des Reichsinnenministers Ober» regierungsrat Erbe. Der Reichspräsi­dent, der Ehrenvorsitzender des Kysshäuser- bundes ist, hatte auf ein Begrüßungstelegramm folgendes geantwortet:Für Ihr und der Ver­treter der Landeskriegcrverbände freundliches Meingedenken sage ich Ihnen herzlichsten Dank. Das Gelöbnis Ihrer stets bewährten Treue nehme ich besonders dankbar entgegen. Mit meinen besten Wünschen für die Tagung verbinde ich meine kameradschaftlichen Grüße an Sic alle."

Der Leiter des 400 000 Mitglieder zählenden Kysfhäuserverbandes der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, Major a. D. G o e d i ck c, Berlin, schilderte die Rückschläge, die das Versorgungs- und Fürsorgerecht durch die Not­verordnungen und Sparerlasse erlitten habe. Demgegenüber wurde die Schaffung der Son­derstellung derKriegsopferals Grund­lage einer gerechten Versorgung gefordert.

Furchtbare Bluttat indischer Amokläufer. 17 lote.

Times" meld«! aus Dudhata in der indischen Provinz Punbschab: Aus Erregung über bas Verschwinden einer Kuh, bie angeblich von Mo» hammebanern gestohlen und geschlachtet worden ist, haben drei Sikhs eine furchtbare Bluttat begangen, bie siebzehn Tobesopfer for­derte. Mit Schußwaffen ausgerüstet, liefen sie in den Straßen von Dudhata Amok und schossen auf jeden Mohammedaner, der ihnen begegnete. Acht Personen büßten auf diese Weise das Leben «in, neun wurden verwundet. Sie Rasenden liefen dann in ein zwei Kilometer entferntes Dorf und e r s ch o s s e n dort neun Menschen.

Neuyork in finanziellen Schwierigkeiten.

Die ^abt Neuyork ist unfähig. Die Gehälter für bie städtischen Beamten und Angestellten am 1. November auszuzahlen. Die Neuyorker Bankiers haben ein erneutes Kreditgesuch Des FinanzDirektors Der Stadt abgelehnt. Die Hergabe von neuen Krediten wird davon abhängig gemacht, daß Die von Dem früheren Bürgermeister Walker versprochenen Sparmaßnahmen Durchgeführt wer­den. Dazu gehörten neben drastischen Gehaltskür­zungen Die Abschaffung der Futterkrip­penwirtschaft sowie eine Konvertierung Der Stadtanleihen. Die Lage der Stadt ist um so ernster, als für die Erwerbslosenfürsorge im kommenden Winter sehr hohe Summen benötigt werden.

DieSibirjakoff-Expedilion geglückt.

Der Leiter ber Expebition bes sowjet- russischen EisbrechersSibirjakosf", Schmibt, melbet, baß bie Expebition bie von ber Sowjetregierung gestellten Aufgaben erfüllt habe. Zum ersten Male ist es einer Expebition geglückt, längs ber Rorbküste ber Sowjetunion, ohne zu überwintern, aus bem Weißen Meer in ben Stillen Ozean zu gelangen. Trotz der Havarie, bie ber Eisbrecher infolge bes beharrlichen Kampfes gegen bie Elemente unter­wegs erlitten hat, erreichte er mit Segeln bie Deringstraße.