S.Jl.-d?pott
Herbst-Regatta-Startverlosung.
16 Vereine, 60 Boote, 295 Ruderer.
3m Bootshaus des Vereins Rudersport 1913 fand gestern abend die Startverlosung für die am 28. August stattfindende Herbstregatta des Lahnregatta- Verbandes statt. In Anbetracht der Zeitverhältnisse, dürfe, so führte der 1. Vorsitzende des Vereins Rudersport, Herr Leoermann, nach kurzer Begrüßung aus, das Ergebnis noch als günstig bezeichnet werden. Mit mehr als der Teilnahme von 15 Vereinen habe man nicht gerechnet. Die Zahl sei erreicht worden. Leider sei aber für den Großen Achter keine Meldung abgegeben worden, so daß das Rennen ausfallen müsse. Sodann nahm Landgerichtsdirektor Kramer als Unparteiischer die Startverlosung vor.
Zur Regatta haben folgende Vereine gemeldet:
Limburger RE.
RV. Rüsselsheim Gießener RE. Hassia RG. Germania Frankfurt Dortmunder RG.
Wetzlarer RC.
Limburger RG. Limburger RV. Saar Saarbrücken Weilburger RV. Mainz-Kastel RG. Offenbacher RV. FV. Freiweg Frankfurt Gießener RG.
Mainzer RV.
Verein Rudersport Gießen.
Von den 20 ausgeschriebenen Rennen wurden zu 19 Wettbewerben Meldungen abgegeben. Allerdings müssen drei weitere Rennen ausfallen, da nur je eine Meldung dafür oorlaa. Es fallen Lahn-Jung- mann-Vierer, der Iugend-Gigoierer und der Lahn- Einer aus. Für den Herbst-Vierer starten 7 Boote. Für den ersten Lahn-Vierer 2 Boote, Kurzstreckenrennen 4, Jungmann-Vierer 2, Jungmann-Einer 8, Damen-Dierer 3, zweite Vierer 5, Altherrn-Vierer 2, Staatspräsidenten-Vierer 2, Herbstachter 2, An- fänger-Vierer 2, Junior-Vierer 3, Lahnachter 2 (hierzu hat der Gießener RC. Hassia seinen Achter gemeldet, der gegen den Limburger RV. im Rennen liegen wird), Herbst-Vierer 2 (Kurzstreckenrennen), Jungmann-Vierer 3, Ermunterungs-Vierer 3 Boote.
Karl^euieristnicht^.Zwölfkampfsieger
Wie aus der neuesten Ausgabe der Turnzeitung des Mittelrheinkreises hervorgeht, ist in der Reihenfolge der Zwölfkampfsieger eine Aen- derung eingetreten. Rach dieser Aenderung ist nicht Karl Reuter vom hiesigen Turnverein 1846 erster Zwölfkampfsieger, sondern der Turner Gg. Göbig vom Mombacher Turnverein. Göbig erzielte 207 Punkte. Karl Reuter steht zusammen mit dem Turner Groh von Wiesbaden mit 206 Punkten an zweiter Stelle.
Gauschwimmfest in Frankfurt a. M.
Der Gießener Schwlmmverein mit gutem Erfolg beteiligt.
Am vergangenen Sonntag fand in Frankfurt das alljährliche Gaufest statt. Durchgeführt vom Er st en Frankfurter Schwimm-Club nahm es in dessen eigenen Rad einen, in Hinsicht auf die Erfolge, recht guten Verlauf, aus dem der gastgebende Verein mit sieben Siegen vor „Mönus" Offenbach mit 6 Siegen als bester im Gau hervorging. Das in einem stillgelegten Ha- fcnarm gelegene Bad erwies sich für die Abwickelung eines derartigen Festes für ziemlich ungeeignet. Allein durch die Wassertemperatur von 26 Grad wurde das Schwimmen der Ortsfremden stark ungünstig beeinflußt, während man den EFSCern den Vorteil des gewohnten Wassers deutlich anmerken konnte.
Der Gießener Schwimmverein hatte 2 Lagenstaffeln und 5 Einzelwettkämpfe gemeldet. Sn den Lagenstaffeln der Klassen 1b und 2a mußte er dem EFSC. beide Siege überlassen. Auch in den Brust- und Freistilrennen konnte er sich gegen die starke Konkurrenz nicht durchsetzen. Einen sicheren ersten Preis holte sich Mar S ch ü - ler-Gießen im Kunstspringen. Mit 6 durchweg exakt ausgeführten Sprüngen blieb er mit 63/» Punkten Vorsprung Erster vor Schmitt, EFSC., obwohl die Sprunganlage durchaus nicht den erwarteten Voraussetzungen genügte. Einen weiteren Sieg für Gießen konnte Schaum im 100-Metcr-Herren-Rückenschwimmen der Klasse 1b mit 1:22,6 Min. über Frank, EFSC., davon- tragen.
$($. „Teutonia"Wahenborn-G>ieinberg
F. L. „Teutonia" I — Hermannstein I 2:1 (2:1).
Die 1. Mannschaft hatte Hermannstein im Pokalspiel auf eigenem Platze zum Gegner. Die Gäste, die den Teutonen unterlegen waren, versuchten durch eine außergewöhnlich harte Spielweise den Sieg an sich zu reißen. Während das Spiel in der ersten Halbzeit noch im Rahmen des Erlaubten durchgeführt wurde, artete es in der zweiten Halbzeit reichlich aus. Der Schiedsrichter war daran nicht ganz unschuldig.
Die zweite Mannschaft trug in Steinbach ein fälliges Gesellschaftsrückspiel aus, das ein Schiedsrichter vom Platzverein pfiff. Das Ergebnis lautete 4:4.
V. f. R. Lich.
Vom Wetter begünstigt, hielt der VfB. am Sonntag sein Fußballturnier ab. Das Turnier selbst wurde schon Samstag abend mit einem Treffen der Ersten gegen Rieder-Ursel I eröfnfet, das die spielerisch und sportliche Gästemannjchaft des Süddeutschen Verbandes knapp aber sicher mit 2:1 für sich entscheiden konnte. Am Sonntag begannen die Vorspiele. Zu dem Turnier hatten acht Mannschaften gemeldet, so daß die Meister in der A= und B-Klasse durch Punktwertung ermittelt werden konnten. Da morgens noch feine Entscheidung fiel, mußten die weiteren Spiele auf den Mittag verschoben werden. Rach einem Propagandamarsch aller Teilnehmer durch die Straßen der Stadt begannen die Entscheidungsspiele, die zahlreiche Zuschauer fanden. Anschließend fand in der Turnhalle die von Musikvorträgen der Freiw. Feuerwehrkapelle und Chören des MGV. „Cäcilia" umrahmte Preisoerteilung statt. Der Vertreter des WSV., Herr H. H e n - k e l (Gießen), wies in einer kurzen Ansprache auf die Bedeutung des Fußballsportes hin und überreichte dann den Vereinen Preise und Diplome. Sieger in Klasse A wurde der SC. Nieder-Ursel- Franksurt a. M. vor Großen-Buseck und Garbenteich. Als Preis erhielt der Sieger eine vollständige Mann- schaftsbekleidung. In Klasse B blieb der VfR. Sieger vor Garbenteich, Wieseck, Villingen. Leihgestern und Garbenheim. Der VfR. verzichtete aber zugunsten des Zweiten (Garbenteich) auf den Pokal. Die
Vierieljahresbilanz der Reichspost.
Aus dem soeben veröffentlichten Bericht der Deutschen Reichspost über das erste Viertel April bis Juli des Rechnungsjahres 1932 ergibt sich, daß der Verkehr in allen Zweigen gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres zurückgegangen ist, so im Schnellnachrichtenverkehr: 5,4 Millionen Telegramme gegenüber 7,2 Millionen im Vorjahr und 556 Millionen Gespräche gegenüber 628 Millionen.
Im In- und Auslandsverkehr des Post- und Fernmeldewesens, im Flugpost- und im Seefunkverkehr konnte eine Reihe von Verkehrs- und BetriebSverbefferungen eingeführt werden. Im Funkauslandsverkehr wurden im Berichtsvierteljahr 470 000 Telegramme befördert, außerdem wurden im Seefunkverkehr 18142 Telegramme ausgetauscht und 214 Ferngespräche vermittelt.
Die Zahl der Postscheckkonten ist im Berichtsvierteljahr um 1828 auf 1 016 841 gestiegen. Die rund 177 Millionen Buchungen machten zusammen mehr als 26 Milliarden Mark aus, von denen rund 21 Milliarden bargeldlos beglichen wurden. Die Zahl der Rundfunkteilnehmer betrug Ende Juni 4 119 531. Die Gesamteinnahmen im Berichtsvierteljahr werden mit rund 406 Millionen Mark, die Gesamtausgaben mit rund 400 Millionen Mark ausgewiesen.
Frankfurter Abendbörse knapp behauptet.
Frankfurt a. M.. 17. Aug. Rach der teilweisen starken Aufwärtsbewegung an der Mittagsbörse zeigte sich im Abenvbörsenverkehr eine -gewisse Ermüdungserscheinung, zumal von den Auslandbörsen keine Anregung ausging und auch das Publikum heute abend nur schwach vertreten war. Die Tendenz war indessen als b e h a u p t e t airzusprechen. Lediglich Deutsche Erdöl waren mit plus 0,75 Prozent noch etwas gefragt, während im übrigen gegen den Berliner Schluß -keine nennenswerten Veränderungen eintraten. J.-G.-Farben neigten aber eher zur Schwäche, da wieder einiges Angebot herauskam. Im Verlaufe bröckelten die Kurse infolge der Geschäftsstille meist leicht ab. J.-G.-Farben gingen auf
Spiele selbst wurden durchweg in ritterlicher Weise durchgeführt, so daß die beiden vorzüglichen Schiris, Herr Kunze (Gießen) und Herr I o x (Ettingshausen), ein leichtes Amt hatten.
Handball im Gau Hessen (O.T.)
To. Großen—Linden I — Jnf.-Regt. 15 Gießen, 3. Komp., 8:8 (4:4).
Am Samstagabend standen sich in Grohen- Linden diese Mannschaften in einem Freundschaftsspiel gegenüber. Beide Mannschaften führten ein schönes und faires Spiel vor, das nach spannendem Kampfe unentschieden endete. — Am Sonntag weilte der Tv. Großen-Linden mit feiner 1. und 2. Elf in Klein-Linden. Die 1. Mannschaft mußte eine knappe 5:4-Riederlage einstecken. Die 2. Mannschaft spielte mit zahlreichem Ersah und unterlag 3:10. Die Schüler hatten Dornholzhausens Schüler zu Gast und siegten 11:3.
Europa-Rundflug 1932.
Das Ergebnis der sechs technischen Prüfungen.
Am Mittwochabend gewann man allmählich ein Bild von dem Stand der technischen Prüfungen beim Europarundflug, da die größte Zahl der Teilnehmer nunmehr alle sechs Prüfungen (Ausrüstung, Auf- und Abrüsten, Motoranlassen, Oe- ringstgeschwindigkeit, Starten und Landen) erledigt hat.
Bei dem bisherigen Wertungsergebnis schneiden die deutschen Teilnehmer, wie zu erwarten war, noch verhältnismäßig schlecht ab, und zwar ist dieses schlechte Abschneiden nur auf die schlechte Bewertung der Ausrüstung und des Aufbaus der Maschinen zurückzuführen. In den fliegerischen Hebungen stehen die deutschen Teilnehmer nicht schlechter da als die anderen Teilnehmer. Die Punkte verteilen sich:
Colombo-Italien 222; Zwirko-Polen 222; Lom- bardi-Jtalien 217; Miß Spooner-Cngland auf der italienischen Dredamaschine 216; Donati- Jtalien 215; Stoppani-Jtalien 213; Karpinski- Polen 213; Suster-Jtalien 211; Poß -Deutschland 204; Freh-Schweiz auf der deutschen Klemm- Maschine 204; Hirth -Deutschland 203; Bajan- Polen 198; de Angeli-Jtalien 196; Iunck - Deutschland 195; Morzik -Deutschland 194.
Am Freitag findet die D r e n n ft o f.f ü e r - brauchsprüfung über eine Strecke von 300 Kilometer statt.
89,50 Prozent zurück, nachdem sie mit 89,90 Prozent eröffnet hatten. Auch an den übrigen Marktgebieten hörte man etwas ermäßigte Kurse. Im freien Verkehr lagen Dekula mit 100,50 Prozent gegen den Mittagskurs um 0,75 Prozent niedriger.
Der Rentenm ar-kt blieb sehr still bei unveränderten Kursen. Reubesihanleihe 5,39, Alt- besitzanleihe 48,75, Schuhgebietsanleihe 3,45, Reichsban-k 126,25, Buderus 34,39, Kali Aschersleben 100,25, Phönix 18,25, Rhein. Braunkohlen 175, Aku 42,25, AEG. 34,39, Zement Heidelberg 46,75, Daimler 15,50, Deutsche Erdöl 74,50, Dt. Linoleum 39,50, Licht & Kraft 81, J.-G.-Farben 89,90, Gesfürel 66,39, Hoch- und Tiefbau 60, Holzmann 48,50, Lahmeyer 96, Rütgerswerke 37,50, Siemens 131, Zellstoff Aschaffenburg 21,50, Reichsbahn-VA. 78, Hapag 16,25, Rordd. Lloyd 16,50.
Schwere Strafen wegen Landfriedensbruches.
Marburg, 16. Aug. (WSR.) Am Rachmittag des Reichstagswahltages kam es in der Knutzbachsiedlung am Rordausgang unserer Stadt zwischen Bewohnern dieser Siedlung und einer SA.-Abteilung zu einer größeren Schlägerei, wobei verschiedene SA.-Leute Verletzungen durch Stockschläge und Steinwürfe davontrugen. Die Schlägerei entstand dadurch, daß in der Siedlung wohnende Kommuni st en einen S A.- Dl a n n bedrohten, der dann zu seinem Schutze eine Abteilung von etwa 15 bis 20 SA.-Leuten herbeiholte. 16 Bewohner der Knutzbachsiedlung, darunter 7 Frauen, sahen nunmehr unter der Anklage des schweren Landfriedensbruches auf der Anklagebank. Sie behaupteten, von den SA.-Leuten angegriffen worden zu fein, während die Beweisaufnahme ergab, daß die Knuhbach- bewohner zuerst von Knüppeln Gebrauch machten bzw. Steine schleuderten. Das Urteil lautete wegen schweren Landfriedensbruches und Körperverletzung für die Arbeiter Heinrich Trier und Konrad Trier auf je 9 Monate, für die Arbeiter H. Hentrich, Gust. Deusing, A. Friebertshäuser, H. Hildebrand,
Wirtschaft.
K. Schwarz und Frau Trier auf je 6 Monat- Gefängnis. Die übrigen Angeklagten wurden mangels Beweises freigesprochen. Die zu 6 Monaten Verurteilten erhielten, da sie noch nicht vorbestraft sind, Strafaussetzung mit dreijähriges Bewährungsfrist.
GrafZeppelinkommtzurGoeihe-Woche
WSR. Frankfurt a. M., 17. Aug. Dr. Hugo E ck e n e r hat dem Arbeitsausschuß für das Goethe- jahr mitgeteilt, daß er gerne mit dem Luftschiff „Gras Zeppelin" über Frankfurt a. M. erscheinen möchte, um zu der Huldigung Deutschlands für Goethe beizutragen. Das Luftschiff „Graf Zevpelin" wird daher vorausfichtlich am Sonntag, 28. August, dem Haupttag der Frankfurter Reichsgoethewoche, die vom 21. bis 28. August stattfindet, am Vormittag über Frankfurt a. M. erscheinen. Das Luftschiff wird voraussichtlich mittels Fallschirm einen Lorbeerkranz abwerfen, der dann am Goethedenkrnaj niebergelegt werden soll. Diese Teilnahme des Luftschiffes „Graf Zeppelin" unter Führung von Dr. Hugo Eckener an der Frankfurter Goethefeicr wird ein besonders eindrucksvoller Beitrag zur Goethe- ehrung sein.
Großseuer in Laasphe
WSR. Dillen bürg, 16. Aug. Die Holzwarenfabrik L. Koch & Sohn in Laasphe ist' am Dienstagmorgen durch ein Großfeuee vollständig zerstört worden. Große Mengen Halb- und Fertigfabrikate sowie die meisten Holzbearbeitungsmaschinen sind ein Raub dev Flammen geworden. Das Feuer verbreitete sich derart rasch, daß bei der Ankunft der Feuerwehr nichts mehr zu retten war. Das Unternehmen stellte in der Hauptsache Möbelhölzer und Holz- utenfilien für die Druckereibranche her. Der Gesamtschaden wird auf über 100 000 Mk. geschäht und ist nur zum Teil durch Versicherung gedeckt. Die Entstehungsursache ist noch nicht aufgeklärt. Der Firmeninhaber Koch und ein Angestellter namens Wagner erlitten bei den Rettungsarbeiten schwere Drandverletzungen.
Abschlußprüfung
der Hessischen Höheren Bauschule.
* Bingen, 15. Aug. In der Zeit vom 1. bis 6. August fanden an der Hessischen Höheren Bauschule zu Bingen die schriftlichen Abschlußprüfungen des Sommersemesters 1932 statt, denen dann am 8. und 9. August die Begutachtungen und mündlichen Prüfungen folgten. Der Prüfung unterzogen sich insgesamt 46 Prüflinge, die alle bestanden, und zwar mit der Note „Ausgezeichnet bestanden" 5, mit der Note „Gut bestanden" 18, alle übrigen mit der Note „Bestanden". Damit schließt die Hessische Höhere Bauschule zu Bingen in erfolgreicher Arbeit ihr 70. Semester. Das kommende Wintersemester beginnt mit seinen Aufnahmeprüfungen am 10. Otto-, ber 1932.
Um auch in dieser Notzeit strebenden jungen Menschen des Bauhandwerks die Möglichkeit zu bieten, sich zu einem tüchtigen Bautechniker als Voraussetzung zum Architektenberuf und zur späteren deutschen Baumeisterprüfung auszubilden, wurde das Schulgeld für das kommende Wintersemester wesentlich herabgesetzt.
Aus Oberhessen, aus unserer engeren Heimat, konnten die Schüler Heinrich Becker (Mainzlar), Heinrich Groh (Dirlammen, Lauterbach), und Werner Heinrich (Lollar) die Prüfung bestehen. Die Genannten hatten sich für das Fach „Hochbau" entschieden und qualifiziert.
Vezirtsschöffengericht Gießen.
* Gießen, 17. Aug. Ein Geschäftsmann, der in Konkurs geraten ist, hat sich gegen d i e Konkursordnung vergangen, indem er seine Bücher nicht ordnungsmäßig geführt und keine Bilanzen gezogen hat. Da es sich um einen unbescholtenen Mann handelt und das Hauptverschulden den Prokuristen trifft, gegen den erst später verhandelt werden kann, nahm das Gericht mildernde Umstände an und erkannte auf eine Ge 1 dstrafe von 200 Mark.
Ausgesetzt wurde die Verhandlung gegen einen vielfach vorbestraften Gefangenen in Butzbach, der sich wegen Beleidigung des Gerichts zu verantworten hatte. Sein Auftreten erweckte den Verdacht der Unzurechnungsfähigkeit. Es soll eine gerichtsärztliche Untersuchung und Begutachtung stattfinden.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen
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Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskant 5 o H. Lombardzinsfuß 6 o. H.
Frankfurt a. M.
Äerttn
Jrantiun a.M.
Berlin
Schluß!. Abend- börs-
Schluß!. Mittag« bärsc
Schluß- kurs
Schluß« iure
Schlnß- kurs
Gchlußk. Abend- börs-
Schluß« knrs
Schluß». Mittag- börtc
Datum
16.8.
17-8-
16.8.
17.8.
Datum
16-8.
17.8.
16-8.
17.8.
6% Dcupche iKetrfjsanleibe o,192. 6% ehcm. 7 %Dt. Reichsanl. v.1929 6Vi% Boung-Anlethe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös^Schuld mit AuSlos ^Rechten......
Desgl. ohne AuSlos.-Rechte . .
6% ehem 8%.£>eii. BolkSNaat 1929 lrückzahlb. 102%)......
Oberhetzen Provtnz-Anleihe mft Auslos^Rechten......
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1......
6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Banl Golovte. 15 unkündbar bis 1935
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpte 16 unkündbar bis 1936
5’/i% ehem. 4 Yi% Franks.Hyp^ Bank Liqu Psandbriese . . .
6y2% ehem. 4 >4% Rheinische Hup.-Bank-Ligu.-Goldpse. . .
6% ehem. 8% Pr. Landespsand- briesanstau Psandbriese R. 19
6% ehem. 7% Pr. Landespsand- btiefanflali Pfandbriefe R. 10
4% Oesterretchische Goldrenie . . 4,20% Oesterretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente . . . . 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/1% desgl. von 1913.....
6% abgest. Goldmexllaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
Serie 1..........
4% desgt. Serie li.......
6% Slumän. veri inh. Renke v. 1903 4/,%Rumäna,ereinh.Reniev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente ?%% Anatolier .
62 68,75 61,5
47,25
45
69,5
69
77,9
78,6
67,5
68
10,5 1,05 6,13
6,75
6
3,2
3,4
3,4
8,9
4,3 17.3
61,5 68,75
61,5
48,75
5,4
53
47,5
46,5
69,25
68,75
78
78,25
67,5
68
10,5
1,25
6,05
6,4
6,5
3,3
3,45
3,4
9,35
4,3
17,65
61,75 68,9 61,5
49,1
5,6
45,5
10,75
6,2
6,3
6
5 9
4,4
17.3
59,75
68,75
61,65
48,9
5,4
46,75
67,5
10,4
6,15
6,3
5,4
6,5
3,35
3,35
9,25
4,4
17,4
vamdurg-Amerua Pau:. . . l
Hamburg-Südam. Dampsschiss. 0 Hansa Dampsschiss . . . <
Norddeutscher Lloyd.....<
A.G. für Verkehrswesen Mt. . 0
Berliner Handetsgesellschast . 4 Commerz, und Prtvai-Bank. o
Darmstädter und National-ank 0 Deutsche Bank und
Diseonto-Gesellschast... o
Dresdner Bank...... o
Reichsbant........j
A.E.G............Q
Bergmann..........
(Helft. LieserungSgesellschast. 6 Licht und Kraft...... e
Felten & Guilleaume .... o
Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... 4
Rheinische Elektrizität . . . SB
Schuckerl S Co....... 0
Siemens & Halile..... 9
Lahmeyer LCo.......10
Andern- . .........4
Deutsck>c Erdöl.......6
Gelsenkirchener.......8
Harpener..........0
Hoesch Eisen.........6
Ilse Bergbau.......10
Ilse Bergbau Genüsse.....
iklöcknerwerte.......6
Mannesmann-Röhren .... 8
Mansfelder Bergbau.....0
Lberschles. AokSwerke .... 8
Phönix Bergbau......4'/,
Rheinische Braunkohlen... 10
Rheinstahl.........6
16
16,9
41
88
75
126,25
34
81,25
45
65,5
74
71,5
131,5
33
74
36,5
59
24,25
42
15
17,75
174,5
54.5
16,25
16,5 41
88
75
126,25
34,4
ü
66,4
74
71,5
131
96
34,4
74,5
35,5
59
24,25
41,75
18,25
175
53,5
16
20,5 16,75
40
88 53,5
75 61,75 126,5
33,25
67,5 81
45,25
65,4
73 71,75 131,5
92
33 74,25 36,75
59 28,9
131
95 25,75 41,4
16 33,75 17,9 174,5
54
16,5
22 16,9 40,5
88
53,5
75 61,75 126,75
34,65
69,5
81
46
66,65
74,13
71
130,75
96,5
34,25 73,75 35,75
59 30,25
94,75
26,75 43,9 16,25
35,25 18,25 175,75
54,65
Arant,un a. M.
25erlm
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
Schluß- kurs
Schlugt. Abend- bdrfr
Schluß« kurs
Schluß!. Mittag- börse
18.August
17.August
Amtliche Notierung
(^rld | 23rief
Amtliche Noiierunq
Geld | Brie
Saturn
16.8.
17.8.
16.8.
17.8.
Helstngfor» . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo.... Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aire» Neuyork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spante» . . Danzig. . . Japan . . . Rio de Jan.. Jugostawten. Lissabon . .
6,304 51,95
12,465
3,057 169,78
73,43 78,22 75,32
14.68 0,878 4,209
58,40 21,55 16,49 82,01
33,92 81,97 1,029 0,324 6,693
13,36
6,316
52,05
12,485
3,063
170,12
73,57
78,33
75,48
14,72 0,882
4,217
58,52
21,59
16,53
82,17
33,98
82,13
1,031
0,326 6,707
13,38
Banknoten
Riebell Montan......7,
Bereinigte Stahlwerke . . . . 0
Otavt Minen....... 0
Kaliwerke Aschersleben ... 6
Kaliwerke Westeregeln ... 6
Kaliwerke Salzdetfurth ... 9
3. G. Farben-Industrie ... 7
Scheideanstalt.......ic
Goldschmidt.........0
Rütgerswerke........0
Metallgcsellichaft.......0
Philipp Holzmann......0
Zementwerk Heidelberg. ... 4
Cementwerk Karlstadt.....0
Wayß & Freytag......0
Schultheiß Patzenhofer ... 0
Aku (Allgemeine Kunstseide) 0
Bcmbcrg......... 0
Zellstosf Waldhof..... 0
Zellstoff Aschaffenburg ... 0
Dessauer GaS........7
Daimler Motoren......0
Deutsche Linoleum.....0
Crcnflcin & ftoppel.....0
Leonhard Tietz.......6
Svenska..........0
Chade..........12
Frankfurter Maschinen . . . . 0
Britzner..........0
Matnkraslwerke Höchst a. M.. . 4
Süddeutscher Zucker .... 8
14,5
14
104,75
172
89,5 139,65
20,5 37,75 30,75
47,75 43,5
4,25
41,5
35
35
19^5 14,75 38,75
40
175
109
14
14
100,25
104,75
173
89,9
139,5
23
37,5
32,5
48,5
46,75
4,5
42,25
40,5
35
21,5
15,5
39^5
40
172,5
108
14
14
101
106
171,75
89
20,65
37,4
30,25
47,5
58,25
41,5
36,5
34,5
19,5
87
15,4
38,25
30,5
43
174,25
14,5
1,5
101
106
172,25
90
22,75 37,5 32,5
49
59,25
42,75
39,5
35,5
21,5
89
16
40,13
30
44,5
172
19
108,25
51,95 12,465
3,057 169,78
73,23 78,02
75,07 14.61
0,878 4,209 58,39
21,56
16,49
81.98
33,87 81,97
1,019 0,324
6.693 13,
6,296 52,05
12,485
3,063 170,12
73,37 78,18 75,23 14,65 0,882 4,217 58,51
21,60 16,53 82,14 33,93 82,13 1,021 0,326
6,707 13,36
oerlin, 17-August
Geld
Amerikanische Belgische Not Dänische Note Englische Notl Französische Holländtjche ST Italienische 91 Norwegische 9 Deuisch-Oeste Rumänische 9 Schwedische 9 Schweizer No Spanische No Ungarische No
Noten.......
'N.........
4,20 58,23 77,84 14,57
16,45 169,41
21,52 73,05
2,49 74,90 81,80 33,73
4,22
58,47
78.16
14,63
16,51
170,09
21,60
73,35
2,51
75.20
82,12
33,87
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weich, i 100 Schilling oten........
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' hatten. Mcen d veraieichilcy gut veM M EntwMng bi8 eine Suttoidlung, bi reiz bot, unter D bedingungen sowie Zusagen in Wilsons Kolonien weazunehn stand nichts Darüber i. nicn verlieren müsse lich zu, daß D e u t Ionien nicht angel sailler Vertrag ist, 1 sagen und Dedmgui weggegangen, um schamloser Lügen Deutschland das Re' koloniale Tätigkeit wurde die Schamlos soweit getrieben, der auszuteilen, denn sie Kolonien als Austrc machte zu verteilen, schon über einen Kol Geviertkilometer. De teilung der Erde ui gekommen war, hatt vergessene Landgebic ouszuschliehen. Rui Problem für Deutsä vor dem Kriege, ers wo unter dem Druc koloniale Krie gesetzt wurde. Diese i ' land verdächtigte, das [ einer Ache von Miss bestanden hätte, ist ja ■wbe \o, wie die ni Nt \db\t.
Leibn treibt die & koloniale TchutMze i noch ihr Unwesen. I selbst von Macbvr ten Völker bie ßrit kolonialen SchuM so nützt dies Deutsä unmittelbar b ; werden. Deutsch! teils als Rohstoffqu als Siedlungsgebiet chlecht. Wenn in $ * an Deutschlan M der Besitz von j wische Gefahren «is-twa fnung nicht < Ebertracht durch di holt worden. Der Ae viele machtpolitisc Z^echt unter den L ^chen m Uebersee i ^e spielen. Selbst vorhanden wären, setz
. hten, so wäre nirfi
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