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jedoch bald wieder nach vorne und Balser hatte Ge­legenheit, seine Geistesgegenwart zu beweisen. Lip­pert gab später einen scharfen Ball in die linke un­tere Ecke. Der VfBcr hielt hervorragend gut. Die Grünweißen rückten vorübergehend stark auf, muß­ten die Führung im Feldspiel aber bald wieder den Plotzbesitzern überlassen. Arnold verschoß einen Strafstoß aus aussichtsreicher Position an der Strafraumgrenze. Die 1900er hatten auch weiterhin verschiedene Torchancen, die allerdings nicht ausge­nützt wurden. In der 20. Minute kamen die VfBer durch Lehrmund zum zweiten Tor. Lehrmund ver­wandelte in entschlossenem Nachschuß, vorbei an Schlarb, der sein Tor verlassen hatte, zum zweiten Erfolg. Wenig später entwickelten sich aber vor dem VsBer-Tor einige höchst kritische Situationen; die Verteidigung klärte aber immer wieder. Die 1900er drückten weiter, waren aber verschiedentlich unbe­greiflich hilflos und ließen sich immer wieder die Bälle nehmen. Bald darauf gab der Schiedsrichter einen Elfmeterball für 1900, der von Henrich gut getreten wurde. Balser berührt das Leder wohl, es entglitt ihm jedoch und ging ins Netz. Die Blau- weißen strengten sich für den kurzen Rest der Spiel- zeit noch einmal an, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr. Etwas matt klang das Spiel aus.

Kritik der Mannschaften.

Das Spiel hat die Verteidigung des VfB. gc- wonnen. Balser, Bingel und Leuthcuser standen wie eine Mauer, gegen die die 190er immer wieder und meist vergeblich anrannten. Balser war im Tor aus­gezeichnet. In der Läuferreihe gefielen besonders Kreß und Knaus. Kreß wurde wenig angegriffen. Knaus war eifrig, dabei verhältnismäßig sicher. Im Sturm gefiel Haupt durch seine technische Arbeit, die immer mehr Aufbauarbeit war. Seibel war sehr aktiv und ging energisch vor. Einheitliche Arbeit war allerdings im VfB.-Sturm selten zu sehen. Lehr- mund, Ritter und Wagner teilen ihre Pflicht. Das, was an Technik fehlte, wurde von der Mannschaft durch anhaltenden Eifer ersetzt. Das gab, wie schon erwähnt, den Ausschlag.

Die 1900er gefielen weniger gut. Vor allem be­reiteten sie ihren Anhängern eine schwere Ent­täuschung. Wenn sie sich auch im Feldspiel eine stetige leichte Ueberlegenheit sichern konnten und den gegne­rischen Tormann immer etwas mehr beschäftigten, so ließen sie doch vieles von dem vermissen, was man zu sehen von der Mannschaft gewohnt war. Bedenklich litt das Spiel darunter, daß Heilmann bald nach Beginn sieb wieder eine Verletzung am Fuß zuzog und ziemlich ausfiel. Im Tor brauchte Schlarb nicht allzuviel zu beweisen. Zeiler und Jäckel boten nichts Außergewöhnliches. In der Läuferreihe war Glitsch sehr gut. Henrich war nicht so, wie sonst.

Im Sturm versagte Arnold fast vollständig. Hier war ' Goebel der Beste. Lippert war auch nicht auf ge­wohnter Höhe. Er mußte auf drei verschiedenen Plätzen Dienst tun.

Eine Lehre brachte das Spiel: Die Mannschaften scheinen sorgfältigeres Training nötig zu haben. Es genügt nicht, daß die Mannschaften Sonntag für Sonntag von Wettspiel zu Wettspiel eilen. Wettspiel kann Training nicht ersetzen. Die Unsicherheit am Ball wirkt sich über das ganze Spiel aus. Die Kom­bination fußt auf der Ballbehandlung. Eine größere Zuschauergemeinde, eine Sportgemeinde, die nicht nur zum Lokaltreffen kommt, kann nur durch bessere Leistungen gewonnen werden. Solange es nicht anders wird, müssen die Vereine mit 400 Zuschauern pro Sonntag zufrieden sein.

Günther Groenhoff erhält den Nehring-Gedächtnispreis.

Der vom hessischen Staatspräsidenten Ade­lung im vergangenen Jahre zur Förderung des deutschen Segelflugwesens und zu Ehren des be­kannten Darmstädter Fliegers Johannes R e h - ring an dessen Todestag gestiftete Wanderpreis Aehring-Gedächtnispreis" wurde heute, am 16. April, dem Tage, an dem vor zwei Jahren Johannes Rehring den Tod fand, zum erstenmal vergeben. Aach der Ausschreibung der Rhön- Aossitten-Gesellschaft ist der Preis für denjenigen deutschen Flieger bestimmt, der im letzten Jahre die höchste anerkannte Höhe über dem Start mit einem motorlosen Flugzeug erreicht hat. $>cr Ehrenpreis, eine schöne Arbeit des Darmstädter Bildhauers Adam Antes, wurde dem bekannten Segelflieger Günther Groenhoff zuerkannt. Staatspräsident Adelung beglückwünschte Groenhoff in einem Schreiben herzlich zu dem Preis, den er durch hervorragendes Können und unermüdliches Streben den zahlreichen Ehrungen der letzten Monate angereiht habe.

Bezirks-Geräteweitkampf in Heuchelheim.

Bei dem Winter-Geräte-Wetturnen, das der 2. Be­zirk des Gaues Hessen am Sonntag zu Heuchelheim durchführte, errangen den ersten Sieg in der Turner, stufe im Neunkampf Karl Seipp, Tv. Großen- Linden, in der Jugend-Oberstufe im Achtkampf Kurt Faber, To. Großen-Linden, und Heinrich Rinn, Tv. Heuchelheim, in der Jugend-Unterstufe im Sie­benkampf Otto Röhrsheim, To. Krofdorf, in der Schülerstufe im Siebenkampf Hermann Sch arge, Tv. Großen-Linden.

Wirtschaft.

Oer Reichsbankstaius Mitte April.

Berlin, 18. April. (WTB. Funkspruch.) Aach dem Ausweis der Reichsbank vom 15. Avril hat sich in der zweiten Aprilwoche die gesamte Kapitalanlage der Dank in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 151,7 Millionen auf 3 486,6 Millionen Reichsmark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -Schecks um 150.0 Mil­lionen auf 3020,6 Millionen Reichsmark, die Reichsschatzwechsel um 0,4 Millionen auf 3,3 Millionen Mk. und die Lombardbestände um 1,3 Millionen auf 99,1 Millionen Mk. abgenommen.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 89,0 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurückgeflos­sen, und zwar hat sich der Umlauf an Reichsbank­noten um 85.3 Millionen auf 4000,4 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 3,7 Millionen auf 402,6 Mill. Mk. verringert. Dem­entsprechend haben sich die Bestände der Reichs­bank an Rentenbankscheinen auf 24,6 Millionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 384,4 Millionen Mk. eine Zunahme um 14,2 Mill. Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devisen haben sich um 32,7 Mil­lionen auf 987,8 Mill. Mk. vermindert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 19.0 Millio­nen auf 859.8 Mill. Mk. und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 13,7 Millionen auf 128,0 Mill. Mk. abgenommen.

Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 24,7 Prozent ge­gen 25 Prozent in der Borwoche.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Am Roggenmarkt war das Geschäft in deutschem Roggen am freien Markt infolge des knappen Angebots zwar nicht groß, doch wurden höhere Preise bezahlt, als die amtliche Notiz mit 225 Mark per Tonne anzeigt. Beim Roggen hält

man die Versorgung bis zum Ende des Wirtschafts, jahres für ausreichend, falls natürlich nicht etwa hier eine besonders starke Verringerung der zweit- händigen Bestände eingetreten ist.

Am Braugerstenmarkt beschränkte sich das Geschäft »weiter nur auf kleine Abrufe der Braue­reien. Die Tendenz muß jedoch als fest bezeichnet werden; die Notiz erhöhte sich um 5 Mark auf 195 bis 200 Mark per Tonne. In Futtergerste blieb das Geschäft , lebhafter, und man zahlte bei­nahe dieselben Preise, wie für Braugerste.

Die stetigere und. festere Grundstimmung am Hafermarkt hielt weiter an. Der Haferpreis blieb bei mäßigem Angebot und guter Konsum- Nachfrage mit 162,50 bis 170 Mark per Tonne un- verändert.

Das M e h l g e s ch ä f t hat in der abgelaufenen Woche keine besondere Belebung erfahren. Das Roggenmehlgeschäft war stetig, jedoch bei etwas nachgebenden Preisen. Es notierten in RM. per dz: Weizenmehl südd. Spez. 0 mit Austauschweizen 39,25 bis 40,25, do. Sondermahlung 37,50 bis 38,50, Weizenmehl Niederrhein. Spez. 0 mit Aus- tauschweizen 39,25 bis 40, do. Sondermahlung 37,50 bis 38,25, Roggenmehl, 70prozentige Ausmahlung, 29,25 bis 30,25.

Der Kartoffelmarkt lag [ef)r ruhig und die Preise um 10 bis 15 Pf. per Zentner niedriger. Industriekartoffeln hiesiger Gegend per 50 Kilo­gramm bei Waggonbezu^ 3,15 bis 3,20 Mark.

* D i e Indexziffer der Großhandels­preise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 13. April berechnete Großhandelsindexziffer ist mit 98,5 gegenüber der Vorwoche fast unverändert. Die Indexziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 94,9 (plus 0,2 o. H.), Kolonialwaren 88,3 (unver­ändert), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 89,3 (minus 0,2 v. H.) und industrielle Fertigwaren 119,7 (minus 0,1 v. H.).

Frankfurt still und uneinheitlich.

F r a n t f u r t a. OT, 18. April. (WTB. Draht- meldung.) Die erste Börse der neuen Woche eröffnete

in meist etwas schwächerer Haltung. Der schwache Schluß der Neuyorker Börse blieb fast ohne Einfluß; dagegen verstimmte die Zahlungseinstellung des Deutschen Kreditvereins. Vom Publikum lagen keine Orders vor, auch sonst fehlte es an Momenten, die die Börse hätten anregen können. Die Spekula- tion übte starke Zurückhaltung- wohl auch im Hinblick auf die bevorstehenden Preußen- wählen. Bei sehr kleinem Geschäft war die K u r s- g e ft a 11 u n g gegenüber dem Wochenschluß u n regelmäßig. Auf einigen Marktgebieten kam Angebot heraus, das nur zu ermäßigten Kursen untergebracht wurde. Vor allem waren IG. offeriert und 2,5 v. H. niedriger. Anscheinend hat der nur 7-v. H.-Dioibenbenoorschlag und der geringe Rückkauf von eigenen Aktien beim Publikum Verkaufsneigung ausgelöst. Am Elektromarkt war die Kursbildung sehr uneinheitlich. Während Elektrische Lieferungen 3 v. H. anzogen und Licht & Kraft gut behauptet waren, gingen Siemens um 2,5 v. H., AEG. um 1,75 o. H. und Schuckert und Gesfürel um je 1 v. H. zurück. Montanaktien lagen im großen und ganzen ziemlich unverändert. Von Braunkohlenwerten ver­loren Rhein-Braunkohlen 5 v. H. Laurahütte erschie­nen mit Plus-Plus-Zeichen. Schiffahrtswerte hatten Veränderungen um Bruchteile eines Prozents nach beiden Seiten. Von Nebenwerten zogen Süddeutsche Zucker 0,5 v. H. an, Holzmann und Waldhof blieben gehalten, Reichsbank lagen unverändert.

Am Anleihenmarkt gingen Altbesitz erneut, um 1 v. H. zurück. Von fremden Werten zogen Ru­mänen leicht an. Gold- und Liquidationspfandbriefe waren weiter gefragt und höher. Von Industrie­obligationen blieben Stahlverein behauptet.

Nach den ersten Kursen stellten sich, ausgehend vom Elektromarkt, überroiegertb kleine Besserun­gen ein, die jedoch im Verlaufe nicht behauptet blieben. IG. gingen von 86,75 auf 86 zurück. Reichs­bank gaben 1 o. H. und Gelsenkirchen 0,75 v. H. nach. Elektroaktien konnten sich dagegen behaupten. Die Umsatztätigkeit ging auf ein Minimum zurück.

Berlin schwächer, dann uneinheitlich.

B e r l i n, 18. April. (WTB. Funkspruch.) Der erste Tag der neuen Woche brachte an der Börse eine etwas schwächere Tendenz, da die Schalter­schließung der Deutschen Kreditoerein AG., Berlin, einige Unsicherheit ausgelöst hatte. Die Wirkung zeigte sich in einer Jtärferen Zurückhaltung der Spekulation, zumal die Unternehmungs­lust durch das enttäuschende Farben-Communiqus und den matten Schluß der Neuyorker Samstag- börse an sich schon gelitten hatte. Auch die Ende der vorigen Woche erlassene Verordnung über das Effet- tengeschäft mit dem Auslande wirkte geschäfts­hemmend. Im Publikum scheint sich aber trotz des ungewissen Ausganges der Preußenwahlen etwas Kaufneigung zu erhalten, und beson­ders die Nebenwerte und reinen Kaffapapiere lagen auf kleine Anschaffungen ziemlich freundlich. Nur vereinzelt waren an diesen Märkten Verluste von mehr als 1 v. H. festzustellen, während Farben, Sie­mens und Kaliaktien 2 v. H. und etwas darüber oer- loren. Rheinische Braunkohlen gaben sogar um 3 vH. nach. Im Verlaufe war die Kursgestaltung unein­heitlich. Schultheiß hatten bei etwas lebhafterem Geschäft eine Aufwärtsbewegung um 3 v. H. zu Der- zeichnen, konnten sich aber dann nicht behaupte^ und gingen um 2 v. H. unter den höchsten Stand zurück. Farben und Siemens konnten sich um 1 bis 1,5 v. H. erholen, während Rheinische Braunkohlen erneut 1 v. H. einbüßten. Im übrigen betrugen die Ver­änderungen nach beiden Seiten nur bis zu 1 v. H. Der Reichsbankausweis für die zweite Aprilwoche beeinflußte die Haltung der Börse in wenig gün­stigem Sinne. Die Verminderung der Gold- und De­visenbestände um 32,7 Millionen verstimmte, da dies eine Verschlechterung der Deckung gegen die Vor­woche um 0,3 v. H. auf 24,7 v. H. zur Folge hatte, denn die Notenrückflüsse betrugen nur 89 Millionen Reichsmark.

Deutsche Anleihen waren etwas schwächer, be­sonders Altbesitz gingen um mehr als 0,5 v. H. zurück. Ausländer waren ziemlich unverändert, Ana- toller lagen schwächer. Pfandbriefe waren nach ruhiger Eröffnung etwas angeboten und leicht ab­bröckelnd. Industrieobligationen gaben im Einklang mit den Aktienmärkten überwiegend etwas nach. 8-v. H.-Hoesch-Obligationen eröffneten 3 v. H. höher. Reichsschuldbuchforderungen blieben gut behaupte!.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 18. April. Die Frankfurter Getreidebörse eröffnete die neue Woche in recht fefter Tendenz. Das Angebot in Inlandbrot- getreibe war weiter knapp, was besonders am Wei­zenmarkt zu beobachten war. Hiervon ausgehend konnten auch die übrigen Märkte leicht anziehen. Die Mühlen traten etwas stärker als Käufer auf, da sie weitere Deckungen vor der Veröffentlichung der Ver­mahlungsquoten vornehmen. Am Mehlmarkt war das Geschäft ruhig, die Preise für Weizenmehl (Son­dermahlung) haben eine Erhöhung von 1 Mark er­fahren. Futterartikel lagen zwar ruhig, aber recht fest.

Es wurden notiert: Reizen 267,50270, Roggen 225, Sommergerste für Drauzwecke 195200, Ha­fer 165172,50, Weizenmehl, süddeutsches Spe­zial 0 mit Austauschweizen 39,2540,25, Son­dermahlung 38,2539,50, Weizenmehl, niederrh. mit Austauschweizen 39,2540, Sondermahlung 38,2539,25, Roggenmehl 2930, Weizenkleie 10,8511, Roggenkleie 11-11,25, Erbsen 26-35, Linsen 2452, Heu 55,25, Weizen- und Rog­genstroh, drahtgpreßt 4,75, gebündelt 4,75, Treber, getrocknet 12,2512,75. Tendenz: stetig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 18. April. Auftrieb: 1332 Rinder; darunter 325 Ochsen, 110 Bullen, 476 Kühe, 360 Färsen. 686 Kälber, 43 Schafe, 4530 Schweine. Es notierten: Rinder. Ochsen: voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts: 1. jüngere 32 bis 35, 2. altere 28 bis 31, sonstige vollfleischige (jüngere) 24 bis 27; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 27 bis 31, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 23 bis 26; Kühe: jüngere, voUfleischige, höchsten Schlacht- Werts 25 bis 27, sonstige Vollfleische oder aus- aemästete 22 bis 24, fleischige 16 bis 21; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, aus­gemästete, höchsten Schlachtwerts 32 bis 35, voll­fleischige 28 bis 31, fleischige 24 bis 27. Käl­ber. Beste Mast- und Saugkälber 40 bis 44, mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 39. ge­ringe Kälber 30 bis 34. Schweine. Bollflei­schige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 38 bis 40, vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 36 bis 40, vollfleischige Schweine von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 36 bis 40, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebend­gewicht 33 bis 38. Marktverlauf: Rinder mäßig rege, nahest ausverkauft, Schweine ruhig, aus­verkauft, Kälber und Schafe mittelmäßige ge­räumt.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M., 16. April. Obgleich die Zufuhren von frischen Eiern weiter im Zunehmen begriffen sind, machte sich in den ersten Tagen der abgelaufenen Woche im Hinblick auf die am 18. d. M. in Kraft tretende Handelsklassenver­ordnung, die bekanntlich die Stempelung Vorsicht, von seiten des Groh- und Einzelhandels verstärkte Rachfrage bemerkbar, weil die Vorräte noch zu alten Bedingungen verkauft werden dürfen. Am Ende der Woche war es jedoch wieder merklich ruhiger, da der Absatz an den Konsum -weiter schwach blieb. Deutsche Frischeier lagen 0,25 Pf. höher, im übrigen blieben die letzten Preise un­verändert. Es notierten ab loco Frankfurt per Pfennig je Stück: Bulgaren 5,75 bis 6, Jugo­slawien 5,5 bis 5,75, Rumänen 5,5 bis 5,75, Holländer 5,5 bis 7, Dänen 5,5 bis 7, Flandern 6 bis 6,25, deutsche Landeier 6,60 bis 6, deutsche Frischeier 5,75 bis 7,25.

Aus dem Mainzer Siadirat.

Fortsetzung des Theakerbekriebes. Zusammen­schluß der Mainzer und Wiesbadener Gaswerke angenommen.

Mainz, 16. April. (WSN.) In der heutigen' Stabtratssitzung mürbe die Fortfüh­rung be 5 Theaterbetriebes in allen Svielgattungen für bie Spielzeit 1932/33 beschlossen unter der Voraussetzung, daß aus städti­schen Mitteln kein höherer Betrag als 350 000 Mk. zur Verfügung gestellt zu werben braucht. Der-» Bürgermeister und ber Intenbant wurden ermäch­tigt, bie ersorberlichen Verträge obzuschließen.

Dem Zusammenschluß der Mainzer und ber Wiesbabener Gaswerke stimmte der Stabtrat gegen vier Stimmen zu. Der Vorsitzende des Finanzausschusses Appel führte zu diesem Punkte aus, bie gemeinsame Arbeit hätten Mainz und Wiesbaden dazu geführt, alles Tren­nende beiseite zu lassen und selbst durch die Ueberfpringung ber Lanbesgrenzen in gemeinsamer Zusammenarbeit Vorteile für ihr Wirtschaftsgebiet herauszuholen. Durch bie Zusammenarbeit würden 1,3 Millionen Mark erspart, ber G a s p r e i s könne um 3 Pfennig gesenkt werden.

Rundfunkprogramm.

Dienstag, 19. April.

7.20: Frühkonzert auf Schallplatten. 12.00: Kon­zert der Kapelle Berndt Buchbinder. 13.00: Von Köln: Mittagskonzert. 15.20 bis 15.50: Haus- frauen-Rachmittag. 17.00: Musikalische Jugend­stunde des Philharmonischen Orchesters Stutt­gart. 18.25:Zum 50. Todestag von Charles Ro­bert Darwin", Vortrag von Dr. Ernst Müller. 18.50: Mannheim:Ein Sportarzt gibt Aus­kunft". 19.30:Der Mann ohne Ausweis." Eino Erzählung aus dem Berliner Rorden. Von Der- nard von Brentano. 20.00: Streifzug durch Alt- Frankfurt. Zwischen Gestern und Heute. 21.00: Modest Mussorgsky. 22.45 bis 24.00: Nachtmusik.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe ber zuletzt beschlossenen Diyibenbe an. Reichsbankbiskont 5,5 v.H., Lombardzinsfuß 6,5 v.H.

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Datum

16.4.

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16.4.

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156

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Bereinigte Stahlwerke .... 4

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Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln . . . io

Kaliwerke Salzdetsurth ... 15

I. G. Farben-Inbustrie ... 12

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yp.-Bank Goldpse ir bis 1935 .... yp.-Bank Goldpse is 1936 Serie 16 .

Hyp.-Bank 2iqu^

Scheideanstalt.......10

Goldschmidt.........0

RütgerSwerke........5

Metallgelellichast.......6

Philipp Holzmann......8

Zementwerk Heidelberg.... 7

Cementwerk Karlstadt.....7

SLayb & Freytag......0

Schultheis Papenhoser ... 15

Aku (Allgemeine Kunstseide) 0

Bemberg......... 0

Zellstoff Waldhof.....12

Zellsiosj Aschassenburg ... 6

Dessauer Gas........9

Daimler Motoren......0

Deutsche Linoleum.....6

L renltein & Koppel.....0

Leonhard Tietz.......8

Svenska.........1b

Chade ..........

Frankfurter Maschine« . . . . 0

Grihner.........o

Mainkraftwerke Höchst a.TL. .6

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Devisenmarkt Berlin Jrantfurf a. M.

Banknoten.

16. April

18. April

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Bries

Geld

Bries

Helsingsor» .

7,343

7,357

7,343

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Wien. . . .

49,95

50,05

49,95

50,05

Prag . . .

Budapest . .

12,465

12,485

12,465

12,485

60,94

61,06

62,94

63,06

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

170,68

171,02

170,68

171,02

Oslo. . . .

80,32

80,48

79,92

87,01

80,08

Kopenhagen.

86,76

86,94

87,19

Stockholm .

78,67

78,83

78,17

78,33

London. . . Buenos Aires

15,87

15,91

15,90

15,94

1,048

1,052

1,048

1,052

Neuyork . .

4,209

4,217

4.209

4,217

Brüssel. . .

59,01

59,13

59,01

59,13

Italien. . .

21,63

21,67

21,63

21,67

Paris . . .

Schwei, . .

16,61

16,65

16,60

16,64

81,86

82,02

81,82

81,98

Spanten . .

32,42

32,48

32,67

32,73

Danzig. . .

82,62

82,78

82,62

82.78

Japan . . . Rio de Ian..

1,389

1,391

1,389

1.391

0,274

0,276

0,279

0.281

Jugoslawien.

7,423

7,437

7,423

7,437

Luicchoo . .

14,44

14,46

14,49

14,51

Berlin, 16. Avril

Geld

Bües

Amerikanische Roten.......

4,20

4,22

Belgische Noten.........

58,85

59,09

Dänische Noten.........

86,58

86,92

Englische Noten.........

15.83

15,89

Französische Noten........

Holländische Noten ........

16,57

170,31

16,63

170,99

Italienische Noten.......

21,81

21,89

Norwegische Noten........

80,14

80,46

Deutsch-Oesterreich. » 100 Schilling

Rumänische Noten . .......

2.49

2,51

Schwedische Noten........

78,49

81,68

32,43

78,81

Schweizer Noten. ........

82,00

32^7

Spanische Noten.........

Ungarische Noten ........