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verlaufe dieser Ferienjahre schon Bilder unb

läge zur Kurzsichtigkeit verschlimmert sich in

radezu eine typische Form von Schullurzsichtig

Hessische Hygiene-Ausstellung.

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des Beckner W^1, im schlich geschmückt

^cndesversicherungsanstalt Hessen, für die Her- inoringung dieses Aufklärungsmittels und gab Hoffnung Ausdruck, daß die allgemeine Z klksgesundheit in unserer Stadt durch die Aus- fteilung günstig beeinflußt werde. 3m Rarncn Aerztlich^n Kreisvereins Gießen sprach Dr. Arurnann-Spengel, der gleichfalls die Der- Mallung begrüßte und dabei betonte, daß die

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Aus der Provinzialhauptstavt.

Gießen, den 18.April 1932.

Schule und Auge.

Don Or. med. Hermann, Äerlin.

Die schönste und längste Ferienzeit unserer Kleinen, die ersten sechs Lebensjahre des goldenen Kinderzeitalters, ist mit Beginn des neuen Schul- ILihres für Hunderttausende ABC-Schützen end­gültig vorbei, und es heißt nun mit allem Ernst, das Büschen in Bechen- und Lesefibel stecken und lich das erste Wissen für den späteren Lebens- k«mpf aneignen. Wohl haben die Kleinen im

ter Kurzsichtigkeit auf- oder gar hintenan zu halten.

Sobald nach den ersten Schulwochen die Kinder ,iic der Lage sind, Zahlen und Buchstaben lesen }ii können, sollten die Eltern nicht versäumen, Mt Kleinen dem Augenarzt vorzustellen, damit beginnende Sehstörungen rechtzeitig erkannt und Io durch sachgemäße Behandlung vermieden wer­den können.

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niigemutet worden, und manche versteckte, krank­hafte Anlage des Augapfels, besonders die der Kurzsichtigkeit, wird erst mit Beginn der eigent- ltchen Schulzeit den Lehrern und den Eltern offenbar. Eine bestehende Weitsichtigkeit der Kinder ist dagegen für die Eltern leichter fest- zustellen, da diese meistens mit mehr oder weniger starkem Einwärtsschielen verbunden ist.

Bei nicht allzu hochgradigen Formen des Schie­lens wird der Augenarzt dieSchönheitsopera- tlon nach Möglichkeit hinauszögern und den Kindern in den ersten Lebensjahren die zur Kor­rektur notwendige Brille verordnen, die mit ihren Konvexgläsern den gewünschten Entspannungs- UAisgleich herbeiführt. Ls ist ein weit verbreiteter Irrtum, daß sich Kinderaugen noch nicht exakt DTÜfen lassen. 3m Gegenteil, mit modernen

gelangt 3^:

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da ihre Sprache im Ausland ebensogut wie im Sn« lanö verstanden werde und der internationalen Der- siündigung diene. Die Zuführung guter Musik an die breiteste Maste zum geringsten Eintrittspreise sei schließlich auch eine ausgezeichnete So- zialpolitik. Staatssekretär Zweigert über­reichte dann Generalmusikdirektor Dr. F u r t - »angler die Goethe-Medaille. Ober- Bürgermeister Dr. S a h m stellte mit Genugtuung fest, daß durch die letzten Magistratsbeschlüste die Zukunft des Orchesters als gesichert angesehen wer­den könne. Im Anschluß an den Festakt dirigierte Dr. Furtwängler die Neunte Symphonie ron Beethoven.

Marga von Etzdorf in Siam abgestürzt.

Die Fliegerin Marga v. Etzdorf ist über dem irlugplatz Donmuon bei Bangkok abge- >lürzt. Ihr FlugzeugÄieck-in-die-Welt" ist völ- ligzertrümmert. Die Fliegerin selbst hat nur leichtere Verletzungen, Verstauchungen »nd Schürfungen, erlitten. Das Flugzeug war eben geftartet und befand sich noch in geringer Höhe, rls der Motor aussetzte. Es gelang der Fliegerin zwar, die Maschine wieder auf die Start- Jache aufzusetzen, doch überschlug sich der Apparat. In Bangkok erhielt die Pilotin, die Ich bekanntlich auf dem Rückflug nach Deutschland befindet, ärztliche Hilfe.

Line Frau wandert durch die Welt.

Die Amerika-Wanderin Margarethe Geist, die stn jahrelangen einsamen Fußreisen Bord-, Mittel-und Südamerika durchstreift hat, letzt nach zweieinhalbjährigem Aufenthalt in Bre­men ihre Wanderungen durch Europa fort, »m diese wahrscheinlich über den Balkan »nd Klein-Asien nach Persien hin aus- zudehnen. Augenblicklich befindet sich Fräulein Geist auf dem Wege durch Berlin. Don hier aus geht es zunächst nach Dresden. Fräulein Geist führt im Bucksack etwa 80 meist selbst aufgenom- rr.ene Lichtbilder mit, um unterwegs Vor- träge halten zu können.

Bestrebungen, die in dieser Schau »um Ausdruck kämen, in Liebereinstimmung stünden mit dem von der Aerzteschaft vertretenen Geist der Wis­senschaft und der wissenschaftlichen Medizin. Mit Anerkennung wies der Redner weiter auf die klare volksbelehrende Lenden» der Ausstellung hin. Rektor Beul brachte das 3nteresse des Stadtfchulamts Gießen und der Lehrerschaft an der Ausstellung zum Ausdruck und teilte mit, daß die Oberflaffen der Schulen die Missteilung besichtigen würden. Präsident Dr. h. c. Reu­mann von der Landesvcrsicherungsanstalt Hes­sen sprach sodann über die Beweggründe und Ziele, die für die Landesversicherungsanstalt bei der Veranstaltung dieser Ausstellung maßgebend sind, die in dem Aussatz aus der Feder von Präsident Dr. Reumann im »Gießener Anzeiger" Rr. 82 vom 8. April bereits zum Ausdruck kamen.

Die Besichtigung dieser Ausstellung ist jeder­mann angelegentlich zu empfehlen, da sie eine Fülle aufklärenden und belehrenden Materials enthält. 3m Dorraum des Ausstellungssaales hat man zunächst Gelegenheit, die Heilanstalten in Hessen durch eine Reihe belichteter Bilder in großen Zügen kennenzulernen. 3m Saale selbst trifft man gleich rechts vom Eingang zuerst auf die Krebsabteilung, die nach den Angaben des Dorsihenden des Hessischen Landesverbandes für Krebsforschung, Llniversitätsprofessor Dr. von 3 a s ch k e (Gießen), hergerichtet wurde. Anschlie­ßend kommt die Tuberkulose-Abteilung, in den verschiedenen Krankheitsarten bargestellt, sodann lenkt die Abteilung »Gesundheit und Hygiene" die Aufmerksamkeit auf sich. Sehr beachtenswert ist eine Anzahl von Präparaten, an denen man die verheerenden Wirkungen der Tuberkulose und des Krebses erkennen kann. Aufschlußreiche Be­lehrung und zugleich eindringliche Mahnung bie­ten dem Besucher weiter die Abteilungen Ge­schlechtskrankheiten, Krüppelfürsorge, Säuglings­pflege, Derfehrsordnung, Sport, Wohnungswesen, Zahnpflege und Ernährungswirtschaft. Üeberall wird erstrebt, durch Plakate, Photographien, tabellarische Liebersichten, Modelle und Präpa­rate usw. dem Besucher den Anschauungsunter­richt und die Ruhanwendun^ daraus für seine Lebensgestaltung so eindringlich und überzeugend wie nur irgend möglich zu machen. Wer mit Auf­merksamkeit die verschiedenen Abteilungen durch­wandert, wird zweifellos von dem dargebotenen Material vielfältigen Ruhen für seine Gesund­heitspflege mitnehmen können.

Vornotizen.

Tageskalender für Montag. Mittel- standsvereinigung, 20.15 Uhr, Eafs Leib, Vortrag von Prof. H o r n e s f e r überDer Geist des neuen Staates". NSDAP., 20.30 Uhr, Turnhalle am Oswaldsgarten, öffentliche Kundgebung; Redner Abg. (9raf Solms und Herr v. G r a e w e. Einhorn-Saal, 11 bis 19 Uhr, Hess. Hygiene-Aus­stellung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der Sieger '. Wiesecker Lichtspiele:Der Kongreß tanzt".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 19. April, 20 Uhr, Erstaufführung des SchauspielsDer Graue" von Friedrich Forster, unter der Spiel­leitung Peter Fassotts. Diese Schülertragödie ist das erste Werk des Autors. In der Gießener In­szenierung spielt die Titelrolle Raimund Schel - ch e r. Seine beiden Gegenspieler sind Frau Maria Koch und Wolfgang Kühne. Die Vorstellung gilt als 27. Vorstellung im Dienstag-Abonnement zu gewöhnlichen Preisen. Ende 22.30 Uhr.

Eine astrologische Veranstaltung findet am morgigen Dienstag, 15.30 und 18 Uhr, im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, statt. Der Vor­tragende, der Astrologe Erich Wiesel wird sich, wie man uns mitteilt, insbesondere mit Fragen der Zukunft beschäftigen. Film und Lichtbilder werden den Vortrag unterstützen. Näheres ist aus der heu­tigen Anzeige ersichtlich.

** Ministerialpersonalie. Der Ober­studiendirektor an der Liebigs-Oberrealschule in Darmstadt Dr. Otto Kammer wurde mit Wirkung vom 30. März ab zum Vortragenden Rat im Mi­nisterium für Kultus und Bildungswesen mit der AmtsbezeichnungMinisterialrat" ernannt.

,e Sterbefälle in Gießen. 3n der Zeit vom 1.15. April verstorben in Gießen: 1. Peter Paul Dortants, Kaufmann, 50 3ahre, Rord- anlage 24. Charlotte Güngerich, geb. Pfannmüller, 76 3ahre, Ludwigstrahe 72. 2. Gustav Hartbrod, Formermeister, 57 3ahre, Licher Straße 57. 3. Helene Heßler, geb. Weiß, 63 3ahre, Bahn­hofstraße 29. 4. Dietrich Born, Gerichtsvollzieher i. B, 81 3ahre, Ludwigstraße 35. 5. Luise Hein, geb. Martin, Witwe, 79 3ahre, Schottstrahe 17. 7. Margarete Wilhelm, geb. Simon, 67 3ahre, Licher Straße 21. 3ulius Bräutigam, Werkmeister i.B., 82 3ahre, Weserstraße 82. 9. Wilhelm Amend, ohne Beruf, 66 3ahre, Bahnhofstraße 73. 14. Friedrich Dauer, Apothekenbelitzer, 66 3ahre, Frankfurter Straße 4.

3u na deutscher Orden. Man berichtet uns: Die Bruderschaft Gießen des 3ungdeutschen Ordens hielt am vergangenen Dienstag einen Konvent für Schwestern und Brüder ab. Der Abend stand ganz im Zeichen des Ausgangs der Reichs- Präsidentenwahl. Bruder C l o tz gab zunächst einen Lieberblick über die Arbeit und Stellung des Ordens im Kampf um den Reichspräsidenten, so­wie über die notwendigen Folgerungen und Erfah­rungen für den weiteren Derlauf des jungdeutschcn Kampfes. »Die Einstellung des Ordens für Hin­denburg war ein Gebot der Treue und ein Gebot unseres Bekenntnisses zur Dolksgemeinschaft. Wir 3ungdeutschen sehen in der überparteilichen Per­sönlichkeit des Reichspräsidenten das 3deal der Dolksgemeinschaft." Hindenburg sei nicht nach links oder rechts gerückt, oder hinabgestiegen in den Hader der Parteien, sondern er habe weite Kreise des Dolkes zu sich emporgezogen und sie mit einem Staatswillen erfüllt, den diese vorher nicht kannten. Der verflossene Wahlkampf habe Freunden und Feinden des Ordens die Stärke der 3ungdeutschen Bewegung deutlich gezeigt. Allein von Gießen aus seien dauernd zirka 30 jung- deutsche Redner in den Versammlungen des Hin­denburg-Ausschusses eingesetzt worden, die in Hunderten von Versammlungen auf Grund ihres positiven jungdeutschen Gedankengutes für den Weg der stetigen Entwickelung und des Aufbaues unter Hindenburg sich eingesetzt haben. Auch die Wanderabteilungen (WA) seren als Klebekolon­nen Tag und Rächt unterwegs gewesen und hätten Heldferdienste geleistet. Die jungdeutschen Schwe­

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Harburg.

Kreppen in Harburg der Harburger Vamps. Sonntag morgen gegtr.

der Besatzung rch Einatmen von

Am Samstagnachmittag wurde im Saale des früherenEinhorn" am Kirchenplatz die He s - ner äwu»»7's^ ^ lösche Hy g i en e - Au sst e l l u n g, die bis .» das »in L* Einschließlich 1. Mai hier gezeigt wird, rn Gegen» .-jfenen, bis er 1 wart zahlreicher geladener Gäste eröffnet. Bür- rteiebte- tt: germelfter Dr. Seid begrüßte im Rainen der

hie gevod^^j Ö labttxrtoaltung die Veranstaltung dieser lehr-

wird. 21^ rechen Schau in unserer Stadt und betonte die 1 .,fn(ii war. Mjfj-b.ohc Bedeutung des durch diese Ausstellung

Reich Staat unb 6kü Hntersuchungsapparaten ist dies durchaus möglich, eiae'ri überbrachte'! Ebenso notwendig wie in den ersten Schul- Wwnt unb Reichsreg» >»ochen eine Llntersuchung der Kinderaugen auf 1 führte er aus, des Weitsichtigkeit ist. ist auch die Feststellung, ob ef ressortmäßig au«: bei den ABC-Schühen nicht auch eine Anlage zur

lifi trieben; btnn r1 Kurzsichtigkeit vorhanden ist. 3m Gegensatz zur nilima aeacben. Sie w Weitsichtigkeit ist die Augenachse beim kurz- t Außenpolitik sichtigen Kinde, mit dem normalen Auge ver- glichen, zu lang, und hie meist angeborene An-

AnnhrftflÜffen. schnellerem oder langsamerem Tempo mit dem

YUN Ablauf der einzelnen Schuljahre. Es gibt ge-

erfefcr bisher faft ow- rabeju eine typische Form von Schulkurzsichtig- Men ausrechterha-lL j>jc dadurch beginnt, daß die Augen der atfug eine viel bM gchüler durch zu langes Lesen überanstrengt toer- j. hxr Außenwelt ho, ben, und der gleichmäßige Druck der geraden eUq iU seiner M Augenmuskeln, die außen an der Lederhaut des

Mßen aussteigt, werk Mgapfels anliegen, bedingt eine stetige Aus-

> aus drahiloskmD^ dahnung des Augapfels nach hinten, durch die : x damit cs Ao w iederum das Maß der Kurzsichtigkeit vergrößert Alle nur erber'1 mird.

k M nnaeaeben. u-c Nicht minder wichtig wie der Brillenausgleich 1 m-ftissen. Aärenfallr. beim weitsichtigen, schielenden Kinde ist die recht- ? #nnn auch eilige Verordnung der ausgleichenden Gläser ,u^Ch»rhirbt und beim kurzsichtigen Kinde, um das Fortschreiten

sLrn von Alaist der Kurzsichtigkeit auf- oder gar hintenan zu S lo öiel hnen oer 3atuI.

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iung Die eine labmenbt | Märchenbücher in die Hände bekommen, schauen gane hatte unb husten. § u.nd begreifen gelernt und sich wohl auch schon zen verursachte, nahm r bemüht, in den eigenartigen schwarzen Lettern Jn. Die Ursache war.! und Ziffern herumzubuchstabieren. Doch sind den e, Die bei nördlichem 1 Augen bisher noch keine besonderen Leistungen j Harburg.Wil- .... - - .... -

n Niederschlag aus dem Metallteile aus dem Ising, und finpferleile, en Schicht Über­mittlungen ungeteilt des Gasgeruchs nicht

f L'frWts 1928,20 lcBt - Dos Ȋs

göße Bedeutung des durch diese Ausstellung gebotenen Anschauungsunterrichts für die Ge- 'u-ndheitspflege und die soziale Fürsorge. Er Sanfte der Veranstalterin der Ausstellung, der

stern unterstützten durch eifrige Mitarbeit die Or­ganisationsarbeit des Ausschusses, dessen Leitung in Händen eines Ordensbruders lag. Jedoch fei die wertvolle Llnterstützung seitens anderer hin- denburgtreuer Kreise auch besonder- gewürdigt, die in ebenso selbstloser Weise Zeit und Kräfte opferten. An den Bericht de- Großmeisters (Dr. E l o tz) schloffen sich ergänzend an die Be­richte der Kolonnenführer, der Redner und der anderer Mitarbeiter. 3m Anschluß daran ent­wickelte sich eine Aussprache über die bevorstehen­den Ausgaben; in großer Einmütigkeit wurde die Führung des Hochmeisters M a h r a u n erörtert und anerkannt, wie sie schon anläßlich des Reichs­komturkapitels am 21. März ihren Ausdruck sand.

Handarbeit gegen Maschinen­arbeit. Am Freitagvormittag wurde im Licht­spielhaus Bahnhofstraße ein Werbefilm besonde­rer Art gezeigt. Die Austria- und Perusa- G- m. b. H. München, lieft nach dem Drehbuch ihres Verkaufsdirektors Grözingcr einen Film Herstellen, in dem zwei 3deen veranschaulicht wurden. Es handelt sich darum, die Maschinen­arbeit wieder durch Handarbeit zu ersetzen, einen Teil der Menschen, die bisher der Erwerbslosig­keit anheimgefallen sind, wieder in den Produk­tionsprozeß einzugliedern. Die Perusa-Zigaretten» fabrik in München hat den Weg dazu bereits beschritten, viele Arbeiterinnen zur Herstellung der Zigaretten eingestellt und so den ersten Hand- arbeitsgroftbetrieb geschaffen. 3n anschaulicher, zum Teil auch heiterer Form schilderte der Film die Entwicklung der 3oee aüs der ersten bc- schließeuden Sitzung bis zum durchgeführten Plan und dem Aufmarsch der Arbeiterinnen. Konform mit diesem Gedanken der Llmstellung von der Maschine zur Handarbeit geht eine zweite 3dee, die das in letzter Zeit reichlich ausgewachsene Zugabewesen ablösen soll. Durch die Gründung der sogenanntenFedag", der Feriengemeinschalt beutfefter Arbeitnehmer, soll erreicht werden, daß den Arbeitnehmern die Möglichkeit gegeben wird, eine Serienreife zu machen. Die durch den Weg­fall übersteigerter Reklame und des Zugabewesens eingesparten Mittel (der derFedag" angeschlos­senen Firmen), sollen der»Fedag" zur Verfügung gestellt werden, damit den Sammlern der Fedag- marlen nach einer bestimmten Zeit und auf Grund einer bestimmten Anzahl gesammelter Marken eine 14tägige Serienreife finanziert werden kann. 3n geschickter Weise verknüpfte der Autor des Films außerdem die 3ntereffen des Tabak- spe^ialhandels mit seinen 3deen, indem er diesen Geschäftszweig zum Mittler zwischen Konsu- mentenfchaft und der Fedag macht. Der technisch und filmisch geschickt angelegte Bildstreifen wurde von den zahlreichen Besuchern mit Aufmerksam­keit verfolgt.

** Der Garten und seine Blumen. Die Gießener Hausfrauenberatung hatte für Donnerstag abend zu einem Vortrag des Gießener Garten- architekten Schwarz eingeladen, der über das ThemaDer Garten und feine Birnen" sprach. Der Redner wies darauf hin, daß Gartenkultur schon Jahrtausende alt sei; er erinnerte an die hängenden Gärten der Semiramis, sprach von den Gärten der Karolingerzeit und betonte, daß gerade Deutschland durch seine zentrale Lage in Europa vielen fremd­ländischen Einflüssen ausgesetzt gewesen sei. Lange Zeit habe sich eine spezifisch deutsche Gartenkultur nicht entwickeln können, denn es seien englische, italienische und französische Formen in der Anlage des Gartens bevorzugt worden. Heute könne man indessen von einer rein deutschen Gartenbaukunst sprechen, die führend in der Welt und vorbildlich geworden sei. Der Sinn des deutschen Gartens liege in der Haupt- fache darin, erweiterten Wohnraum darzustellen unb eine Stätte des Friedens und der Ruhe zu sein. Diesem Gedanken gerecht zu werden, sei heute die Ausgabe der Gartenbaukunst. In seinen weiteren Ausführungen wies der Redner an Hand von vielen instruktiven Lichtbildern die vielerlei Geftaltungs- möglichkeiten nach, die für den Garten gegeben sind. Cr zeigte die Anordnung der Blumen, der Blumen- sträucher, der Hecken, den Ausbau des Gartens zur Landschaft in sich selbst, die Verwendung von Fels und Stein im Zusammenhang mit der Pflanze, die Plastik, die Treppenanordnung, den Steinplatten­weg, den Rasen, das Wafserbassin im Rahmen des Gartenbildes u. a. m. Schließlich machte er feine Zu- Hörerinnen in bunten Bildern mit der vielfältigen Schönheit der Blumen bekannt, die in einem Gar­ten untergebracht werden kann. Der Vortrag dürfte den Zuhörerinnen manche wertvolle ideelle und praktische Anregung gegeben haben. Der Vortra­gende fand für seinen lehrreichen und unterhalt­samen Darlegungen verdientermaßen dankbare An- ertennung.

Schweinef suche. Das Polizeiamt teilt mit: Unter dem Schweinebestand der Wirt- fchaftsabteilung der Verwaltung der Llniver- fitätskliniken ist die Schweineseuche feftgcftellt. Gehöftsperre ist angeordnet.

30000 M. Korstgelder unterschlagen.

WSR. Wetzlar, 17. April. Das hiesige Er­weiterte Schöffengericht verurteilte den fefemali- gen Forstkassenrendanten von Krofdorf. Gast­wirt und Metzger Friedrich Freund, wegen fortgefetzten Verbrechens im Amt unter Zubilligung mildernder Umstände zu z w e i 3ahren Gefängnis. Freund hatte der Kasse nach und nach etwa 30 000 Mark unter­schlagen und das Geld für sich verwandt. Seine Verfehlungen hatte er durch falsche Bu­chungen zu verdecken versucht.

Oberheffen.

Gememderat in Grünberg.

4- Grünberg, 16. April. Der Gemeinde- r a t beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung zunächst mit der Erhöhung der Grund­steuer für Gebäude und Bauplätze auf den Landesdurchschnittssatz. Der hiesige Ausschlag be­trägt 25 Pfermig von 100 Mark Steuerwerk, gegenüber 38 Pfennig des Landesdurchschnitts- satzes. Bei den anderen Realsteuern liegen die Ausschlagslähe sämtlich über dem Landesdurch­schnittssatz. Für 1931 kann diese Erhöhung nur noch für das letzte Vierteljahr beschlossen werden und würde bei einem Aufkommen von schätzungs­weise 1000 Mark etwas zur Minderung des durch die stark angeschwollene Wohlfahrtslasten entstandenen Defizites von etwa 15 000 Mark beitragen, dessen restlose Deckung aber auch durch einen kürzlich erhaltenen Verwaltungskostenbei­trag von 2100 Mark und eine etwaige Zuwendung

aus dem AuSgleichsfondS beS Reiche- nicht ge­lingen würde. Rach längerer Aussprache tourbe die Erhöhung für 1931 mit St imrnengleiH- heit abgelehnt. Auch die Erhöhung für 1932 verfiel der Ablehnung, trotzdem da- Kreisamt diese empfohlen und sogar ihre zwangs­weise Verfügung in Aussicht gestellt hatte, sofera nicht ein ausgeglichener Voranschlag zustand­käme.

Al-dann beschäftigte man sich mit einem Rach, trag zum Ortsbaustatut. Hier hatte man in| letzten 3ahre auf mehrere Eingaben von Aw» licgcrn neuer Straßen, die sich gegenüber dey Bewohnern älterer Straften benachteiligt fühlte^ einschneidende Aenderungen beschlossen, die da» hin gingen, daß man die Kosten deS HaupckanalL der sie ganz belastete, und die Kosten der Strafte« Herstellung, des Gossenpflasters und des Gelände» erwerbeS, die sie zu einem Drittel zu tragen hatten, auf die Stadt übernahm. Diese Aenderung hatte nicht die ministerielle Genehmigung gefun­den. Der nun vom Bürgermeister vorgelegt- Rachtragsentwurf sieht folgendes vor: Die An­lieger tragen zum Hauptkanal pro laufenden Meter 4 Mark bei, zu den Kosten der Strafte« Herstellung und deS GofsenpflasterS werden ftt mit je einem Drittel herangezogen. Außerdent wird bei Einrichtung der ersten Straßenbeleuch­tung jeder Anlieger, dessen Grundstück einest Ausgang zur Straße aufweist, auf eine Ent­fernung von je 50 Meter nach beiden Seiten voq der Lampe, mit 6 Mark Kostenanteil herange» zogen. Der Gemeinderat stimmte zu.

Landkreis Gictzcn.

OO Klein-Linden, 17.April. In unsere» Kirche hielt am Freitagabend ein Vertreter bet Basler Missionsgesellschaft einen Vortrag übet 21 er3t lieft e Mission". Der Vortragende, bei bis zum Iahe 1929 als Missionar auf dem in» bischen Archipel wirkte, sprach über die Lebensge» wohnheiten der Malaien, über die Fürsorge des ärztlichen Missionars für das leibliche Wohl dieser Naturmenschen, die keinerlei Äranfenpflege kennen unb über bie Seelsorge ber ärztlichen Missionare,

I Eberstabt, 17. April. Unsere einklassig» Volksschule hat im neuen Schuljahr eine Klas­senstärke von 58 Schülern: 36 Knaben und 22 Mäd» tften. Die Klassenstärke bleibt im Vergleich zuN» Vorjahr unverändert, da 1 Knabe unb 1 Mädchen entlassen unb 2 Mädchen neu ausgenommen wurden.

Kreis Schotten.

O Wohnfeld, 17. Avril. Der hiesige Ge­meinderechner Konrad Frth feierte dieser Tage bei bester Gesundheit seinen 8 0. Geburt - tag. Das Rechneramt wurde ihm bereits im 3ahre 1896 von der Gemeinde übertragen, das er nun schon feit 36 3ahren mit vorbildlicher Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit verwaltet.

Kreis Lauterbach.

WSN. Lauterbach, 16.April. In der Näh« des Kreisortes Ilbeshausen ist ber mit feinem Wohnwagen dort weilende Julius Herbst aus Rauschenberg beim Holzsuchen länas des Schwarz- batftes in bas Wasser gesturzt und er­trunken. Der bedauernswerte Mann litt an Epilepsie, von der er anscheinend während des Holzsuchens am Wasser überrascht wurde und da» durch in den Bach fiel.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Z Groß-Rechtenbach 17. April Auf ein« 25jährige Tätigkeit an ber hiesigen Volksschule kann Lehrer Messerschmidt von hier zurückblicken. Aus diesem Anlaß fand gestern abend eine Ehrung des Jubilars im Schulsaale statt, an welcher ber Gemeinbevorsteher, bie Gemeindevertretung, ber Schulvorstand, Vertreter der Kirchengemeinde, der GesangvereinLiederkranz" und der Posaunenchor teilnahmen. Gemeindevorsteher Krill würdigte in einer Ansprache die Verdienste des Lehrers um die Schule unb überreichte als Geschenk der Zivil- gemeinde eine Standuhr. Für die Kirchengemeinde sprach Pfarrer Harth (Klein-Rechte,^ ich), ber das gute Verhältnis zur Kirchengemeinde unterstrich, die 23erbienfte des Jubilars als Organist und Recy- ner ber Kirchenkasse heroorhob unb ebenfalls ein Geschenk in Gestalt eines wertvollen Buches über­reichte. Lehrer Messerschmibt dankte für bie ihm zuteil geworbenen Ehrungen. Im übrigen wurde bie Feier burch Gesangoorträge des Gesangvereins Liederkranz" und durch Posaunenvorträge des Posaunenchors verschont.

Wettervoraussage.

Im Bereich kühler Luft ist bereits wieder Tem­peraturrückgang eingetreten, der namentlich im öst­lichen Deutschland noch begünstigt durch Bewälkungs. abnaftme die Tiefsttemperaturen während der ver­gangenen Nacht stellenweise bis unter den Gefrier- punkt brachte. Auch bei uns wird zunächst bie Wol- kenbecke zeitweise zur Auflösung kommen, woburch ber nätfttliche xemperaturrürfgang im Flachlanbe bis zum Gefrierpunkt unb etwas barunter fortschrel- ten wirb. Nieberschläge sinb vorerst keine zu er­warten. Jedoch dürste sich später mit dem Vor­dringen wieder feucht-kühler Luft an der Rückseite ber Finnlanbstorung etwas wechselhaftes, im ganzen kühleres Wetter mit einzelnen Niederschlägen üoer Deutschland einstellen.

Aussichten für Dienstag : Neblig-wollig und dunstig mit Aufheiterung, zunächst trocken, bei nächtlichem Aufklaren Abkühlung bis um den Ge­frierpunkt.

(Schluß des rebaflioneUen Teils.)

Wie erreichen Sie schnell das gesunde Gewicht?

Ein Fabrikdirektor Herr L. in T. hat fol­gende Erfahrung gemacht: Sein Gewicht war durch eine ernsthafte Erkrankung bis auf 103 Pfund ge­funden. Sein Arzt verordnete ihm schließlich Ovo- maltine. Der Patient trank sie täglich unb schon nach wenigen Wochen war sein Gewicht wieder um 8 Pfund gestiegen. Er trank Ovomaltine weiter unb brachte es bis auf 138 Pfund, also das normale Ge­wicht eines kräftigen Menschen. Das ist nur einer von den vielen tausend Fällen, in denen Ovomaltine geschwächten Personen rasch zu neuen Kräften ver­halfen hat. 3029V

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