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löfit Lazu durch den Abgeordneten Hinkel erklären, daß diese „Enthüllung" von A bis 3 frei erfunden ist. Weder Adolf Hitler persönlich noch die RSDAP. noch ein Beauftragter derselben hat jemals von Ivar Kreuger oder einem Beauftragten des Zündholzkönigs irgendeinen Geldbetrag erhalten. Alle dies
bezüglichen Veröffentlichungen sind erlogen. Als ebensolchen Schwindel bezeichnen wir alle sogenannten „Kombinationen", die darauf hinauslaufen, den Eindruck oufkommen zu lassen, der englische Oelkönig Deterding finanziere die RSDAP.
Die Besprechungen in Genf beginnen.
Oer Reichskanzler besucht den amerikanischen Staatssekretär Stimson.
Genf, 17. April. ($11.) Die mit großer Spannung erwarteten Besprechungen der in Genf anwesenden leitenden Staatsmänner der Großmächte haben am Sonntag begonnen. Reichskanzler Dr. Brüning begab sich in den frühen Morgenstunden zur Messe in der deutschsprachigen Kirche St. Donifazius und machte alsdann einen längeren Ausflug in die Umgebung Genfs, von dem er erst in den Rachmittagsstunden zurückkehrte. Um 17.30 Uhr stattete der Reichskanzler gemeinsam mit Staatssekretär von Bülow Staatssekretär Stimson und dessen Gattin einen Besuch ab, der sich bis 19 Uhr hinzog. lieber diese erste Unterredung, der weitere folgen werden, wird von deutscher Seite keine amtliche Mitteilung veröffentlicht.
Das Programm des Reichskanzlers für die nächste Woche ist sehr umfangreich. Eine große Anzahl von Einladungen liegen bereits vor. Ferner wird der Reichskanzler mehrfach die leitenden Staatsmänner bei sich sehen. Am nächsten Samstag veranstaltet der internationale Genfer Presseverband das traditionell gewordene Pressefrühstück. Die Verhandlungen der Abrüst umgskonferenz beginnen nach einer mehrtägigen Unterbrechung am Montagvormiltag im Hauptausschuß mit der Aussprache über die mit dem Artikel 1 zusammenhängenden grundsätzlichen Fragen.
In Beantwortung des scharfen Vorstoßes von Tardieu und der durch die Grandi-Rede und die amerikanischen Vorschläge gekennzeichneten Richtlinien wirb nunmehr auch von deutscher Seite Stellung genommen werden. Die Rede, die Botschafter R a d o l n h im Hauptausschuß als zusammenfassende Darstellung der deutschen Abrüstungspolitik halten wird, ist bereits ausgearbeitet. Der Zeitpunkt für die Rede steht jedoch noch nicht fest. Der Reichskanzler hat vorläufig nicht die Absicht, im Haupt - ausschuß selbst das Wort zu ergreifen: ebenso ist es noch ungeklärt, ob der Reichskanzler überhaupt an den Sitzungen des Hauptausschusses teilnehmen wird, solange nicht die Anwesenheit von Tardieu und Stimson und der sachliche Verlauf der Verhandlungen ein unmittelbares Eingreifen des Reichskanzlers doch im Interesse der deutschen Abrüstungspolitik unerläßlich macht. Die Woche kündigt sich als e i n e politische Woche ersten Ranges an. Sämtliche großen internationalen Fragen, die Tribut- und die Donaufrage, die Entscheidung über die Abrüstungsfrage, die internationale Wirtschaftskrise und die deutsch-französischen Beziehungen werden in vertraulichen Besprechungen der Staatsmänner behandelt werden.
„Das Geschäst muß im Gange bleiben."
Or. Schacht wirbt in einer Rundfunkrede an Amerika um Vertrauen für Deutschland.
Berlin, 16. April. (TU.) Bei der Eröffnung der deutschen Vortragsreihe des „International Radio-Forum" in Berlin am 16. April hielt Der frühere Reichsbankpräsident Dr. Hjalmar Schacht eine Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: Als ich im Herbst 1930 meine amerikanischen Hörer zum ersten Male in aller Oeffent- lichkeit auf die katastrophalen Folgen der sinnlosen Rachkriegspolitik für das gesamte Geschäftsleben der Welt und insbesondere für die deutsche Wirtschaft aufmerksam machte, stieß ich vielfach noch auf Verwunderung und Unglauben. Die Ereignisse der letzten 18 Monate haben mich voll gerechtfertigt. Wenn ich damals pessimistischen Empfindungen Raum gegeben habe, so glaube ich heute in etwas zuversichtlicherem Tone zu Ihnen sprechen zu können. Richt, als ob ich irgendwo in der Welt eine materielle Besserung des Geschäftslebens entdecken kann. Aber ich bemerke doch an vielen Stellen eine psychologische Wandlung zum Besseren.
Der ökonomische Wahnsinn des Krieges ist überall erkannt. Jetzt wird es immer klarer, daß die internationalen Rachkriegsverträge vielfach nur eine Verewigung dieses ökonomischen Wahnsinns bedeuten und deshalb in vielen unhaltbar sind. Richt nur Deutschland und die Länder, die mit ihm im Kriege unterlegen sind, sondern auch eine Reihe der Liegerländer und neutraler Länder haben ihre ökonomischen und finanziellen Reserven ganz oder beinahe aufgezehrt.
Zwei Momente spielen dabei mit: 1. daß ohne ein gedeihliches geschäftliches Leben auf die Dauer kein Staat existieren kann, weil die Steuern sonst ausbleiben, die die Fincmzen des Staates tragen, und zweitens, daß eine Welt, die nur von politischen, aber nicht von ökonomischen Bestrebungen geleitet wird, d e n i n - ternationalen Kredit außer Funktion setzt, und das ist das besondere Signum der jetzigen weltweiten Depression. Das Geschäftsleben Deutschlands und folglich eines großen Teiles der übrigen Welt steht still. Es scheint nur Anerkennung zu verdienen, daß angesichts dieser Umstände das deutsche Volk dennoch einmütig entschlossen ist, alle seine privaten Schulden zu bezahlen, einerlei, ob die Schuldner Ge- schästsleute oder Staaten sind. Ich habe die feste Ueberzeugung, daß es dazu auch imstande sein wird.
Es mag sein, daß auch für die fundierten privaten Schulden noch einmal vorübergehend Abmachungen über einen Aufschub nötig werden. Aber letzten Endes wird kein Inhaber deutscher Anleihen zu Schaden ko m- m e n. Vorbedingung freilich hierfür ist, daß d i e jetzige Stillhaltepsychose überwunden wird. Das laufende Geschäft darf nicht daran zugrunde gehen, daß man die für den Umsatz nötigen Kredite im Eis konserviert. Je länger der kurzfristige Umsatz stockt, um so mehr gefährdet man die fundierten Anleihen.
Das Rächstliegende wäre gewesen, rechtzeitig ein bloßes Transfer- Moratorium auszuspre-
Frühling auf dem Hochmoor.
Von Leon Freiherrn v. Campenhausen.
Irgendwo in dem unfaßbar komplizierten Zellenstaat des menschlichen Körpers steht eine Weckuhr. Das ist gewiß. Man braucht sie nicht aufzuziehen, noch zu stellen. Man nimmt sich beim Einschlafen vor: Punkt halb eins. Und man erwacht. Ich fahre aus dem Schlaf, entzünde die Kerze. Es ist vierundzwanzigeinhalb.
Um ein Uhr besteige ich die Brettdroschke. Daß man die in Deutschland nicht kennt! Es gibt nichts Besseres. Ein langes federndes Brett auf vier Rädern. Unter dem Brett läuft ein Lederriemen, der auch bei stärksten Stößen das Brechen des Brettes verhindert. Tiefer, rechts und links, je ein schmales Brett für die Füße.
Ich steige auf, setze mich rittlings auf dos Lederpolster, das auf das Brett geschnallt ist. „Vorwärts, Mascha."
Zwanzig Jahre ist die kleine, braune Stute alt. Sie hat ihre Erfahrungen. Wenn sie in der Frühlingsnacht an die Brettdroschke gespannt wird, weiß sie, wohin es geht. Man braucht auf den Weg nicht zu achten. Man kann daran denken, wie schön es gestern war, und wie schön es heute sein wird. Acht Kilometer durch Dick und Dünn. Leichter Nachtfrost hat eine dünne Kruste über den Schlamm gebreitet, durch den Mascha eifrig einherstampft. Der Weg wird trockener, sie fällt in Trab.
Am nordischen Sternhimmel blitzt und flimmert, leuchtet und glüht es.
Der große Birkenwald wird durchquert. Die riesigen weißen Stämme mit den mächtitzen Kronen stehen gespenstisch im silbernen Sternschem. Schwarz und drohend ragt ein ungeheurer Espenstamm. Hier verlasse ich den Weg. Mascha rutscht in den Graben und klettert heraus. Hopp, die Brettdroschke wippt, springt aus dem Graben und rollt weiter, lieber Aecker, Wiesen und Weiden, durch Wälder, durch schlammige Löcher, über Stock und Stein.
Halt. Eine Kiefer steht einsam am Rande des riesigen Hochmoors. Mascha reibt ihre Nase an der borkigen Rinde. Sie kennt den Platz. Ich binde sie an, breite eine Schaffelldecke auf ihren Rücken und schleiche in das Dunkel der Nacht. Tief zum Boden bück: ich mich und sehe einen schwarzen Haufen vom Himmel sich abheben.
Er ist es. Der Birkhahnschirm. Ich eile hin, schlüpfe hinein und setzte mich auf das Heidekraut, das ich auf seinen Boden gebreitet habe. Ich habe noch viele SchirUe m dem weiten Gebiet, aUg selbst gebaut,
Erlenstangen geben das Gerüst, Fichtenäste die 23er- kleidung.
Noch ist es Nacht. Ein Waldkauz ruft. Irgendwo in der Ferne bellt ein Hund. Ein Stern blitzt zwischen den Aesten in den Schirm herein. Da rauscht es hoch oben durch das Dunkel dahin. Als brandeten schäumende Wogen gegen sandigen Meeresstrand. Weiter, unaufhaltsam weiter ziehen Zugvögel dem Norden zu. Dort der Stern, eben funkelte er noch in goldigem Schimmer, jetzt schrumpft er, verblaßt. Und hier und hier, es ist, als glitten die Sterne zurück in das unendliche All. Ihr silbernes Licht ermattet, verlöscht.
Von Osten her weht weißlicher Schein über den blauschwarzen Himmel. Eine Lerche erhebt sich, noch eine. Leise, zaghaft beginnt ihr Triller.
Einen Augenblick später rauscht es heran. Hier und dort und dort. Und wieder rauscht es vom Hochmoor her, wieder und wieder. Sie kommen, sie kommen! Von überall her. Sie fallen ein. Rings um den Schirm. Hier drei, dort fünf, dort zwei, dort sieben. Und dort abseits einer. Sie sind alle da.
Totenstille. Nicht eine Feder rührt sich. Da klingt es leise, fragend: „Tch — ch?" „Tschuhui!" zischt ein anderer. Und wieder einer, und noch einer. Sie zischen, springen hoch, zischen wieder. Einer beginnt zu kullern. Dort noch ein zweiter.
Das fahle Licht vom Osten zieht weiter, dehnt sich über den Himmel, senkt sich zur Erde. Milchige Dämmerung breitet sich über dünne Nebelschleier, die leise über den Boden ziehen. Sie balzen. Es kocht und brodelt. Die Luft ist erfüllt vom Rodeln der Hähne.
Jetzt sieht man sie deutlich. Ein altes und doch stets neues, herrliches Bild. Ein Bild, das man nicht vergißt, weil man es mit feiner Seele gesehen hat. „Ko, kö, arr —" dort kämpfen zwei. Dort balzt einer, zwei Schritte vom Schirm entfernt. Der Hals gesenkt. Weiß leuchtet der Stoß zwischen schwarzen zitternden Sicheln.
Dort drüben der einsame Hahn, was der nur hat? Er steht, lang und schmal, und sichert zum Hochmoor hin. Von dort her, über das unendliche ebene Moos kommt es heran. Riesige Schwingen rudern und wuchten, schlagen im Rhythmus die diesige Luft.
Kraniche.
Vier Kraniche, grau, über dem braunen Moor. Sie erheben sich, schwenken im Halbkreis, verhalten, lassen die langen Ständer hängen senken die Hälse und — fallen mitten zwischen den Birkhähnen ein.
Alles ist verstummt. Die Kraniche sichern — es sind keine zehn Schritte bis zu meinem Schirm. HyM jchen sich an, der dritte wendet des dem
Das Tabakgewerbe in der Wirlschafiskrisis.
Reichsfinanzminister Dietrich gegen ein Tabakmonopol.
Berlin, 16. April. (ERB.) Bei einer Kundgebung' der Reichs-spihenorganisation des Großhandel mit Tabakwaren nahm Reichsfinanz- minister Dietrich zu den Wünschen des Tcrbak- großhandcls Stellung. Bei den indirekten Steuern habe man Fehler gemacht. Das habe man besonders bei der Bier steuer erlebt, die man notgedrungenerweise wieder habe ermäßigen müssen. Hoffentlich würde der Konsum dadurch wieder gesteigert werden. Beim Schnaps stehe man vor einer ähnlichen Situation. Die Regierung habe, als die Lage in der Zigarettenindustrie sich zuspitzte, eine Aenderung der Steuer vorgenommen. Run sehe man einen gewaltigenRückgang im Verbrauch der Zigarren. Daß auch die Rauchtabakindustrie in eine schwierige Lage geraten sei, komme chm unerwartet. Er habe aber auf eine Belebung gerade auf diesem Gebiete durch die Abwanderung des Zigarettenverbrauchs zum Rauchtabak hin gerechnet. Er werde aber die Sachlage erneut untersuchen lassen, und sei selbstverständlich gern bereit, alle Wünsche im einzelnen nachzuprüfen.
Allerdings werde es nicht möglich sein, Aenderungen bei der Umsatzsteuer für das Tabakgewerbe zu machen, denn durch eine zu komplizierte Gestaltung der Steuer würde man die Schwierigkeiten nur erhöhen und müßte den Derwaltungsapparat wieder vergrößern. In der Frage der Ausgleichs st euer sei die Regelung nur provisorisch, man werde erst die Erfahrungen abwarten müssen. Eine große Sorge könne er heute dem Tabakgewerbe abnehmen: Er denke nicht an ein Tabak- mo nopol. — Abgesehen davon, daß es in der heutigen Zeit ganz unmöglich sei, ein solches
Monopol durchzufuhren, würde man im Höchstfälle 100 bis 200 Mill, mehr Einnahmen darauf erreichen können, dafür aber unzähligen Menschen die Existenz vernichten. Die Tabaksteuer sei zweifellos das beste Stück in den Reichsfinanzen. Die Regierung denke nicht daran, hier durch die Einführung des Monopols störend einzugreifen. Man habe auch einen Auslandsachverständigen um ein Gutachten über die Monopolfrage gebeten. Auch dieser habe erklärt, daß im gegenwärtigen Augenblick dem Deutschen Reich kein Tabakmonopol empfohlen werden könne. Damit habe man sich den Rücken gedeckt gegenüber denen, die vielleicht versuchen möchten, mit Hilfe des Auslands Deutschland ein Tabakmonopol zu oktroyieren.
Oie Senkung der Branntweinsteuer.
Berlin, 16.Aprile (VDZ.) Nach dem Absatz- bericht der Reichsmonopolverwaltung für Branntwein für die Zeit vom 1. Januar bis 31. März ist der Absatz von Trinkbranntwein auf 46 726 hl gegenüber 87 764 hl in der gleichen Zeit^des Vorjahres gesunken. Das bedeutet ein fast völliges StockendesTrinkbranntweinabfatzes. Im gleichen Quartal des Betriebsjahres 1928/29 wurden noch 223 873 hl abgesetzt. — Das Reichsfinanzministerium hat die Vorarbeiten jetzt abge- schlossen, so daß das Reichskabinett in einer feiner nächsten Sitzungen über die Ermäßigung der Branntwein st euer beschließen kann. Geplant ist eine Senkung der Hektolitereinnahme v o n 4 RM. a u f 2,50 RM., was eine Herabsetzung des Verkaufspreises der Monopolverwaltung von 6 a u f 4 R M. zur Folge haben wird.
chen. aber gleichzeitig die Möglichkeit vffenzu- laffen, daß der deutsche Schuldner in Reichs- ma r k auf einem deutschen Konto zahlte. Der Transfer aber konnte einem späteren geeigneten Zeitpunkt Vorbehalten bleiben. Die Folge eines solchen Vorgehens wäre sicherlich gewesen, daß die ungeheure Erschütterung des deutschen Bank- und Dorsenwesens vermieden wurde und daß das Geschäft im Gange blieb.
Vie Schwierigkeiten des Transfers werden in den nächsten Monaten sicherlich zunächst noch steigen. Was aber nicht steigen darf, ist die weitere Lahmlegung des G e - s ch ä s t s. Das deutsch Volk hat hierüber jetzt klare Einsicht gewonnen. Darum bin ich fest überzeugt, daß Deutschland in kürzester Zeit wieder ein vertrauenswürdiges Glied der internationalen wirtschaftlichen Gemeinschaft sein wird.
Die Ausländer sind leider oft geneigt, in Deutschland ein Erwachen chauvinistischer und selbst militaristischer Gefühle zu sehen. Richts ist falscher als dies. Die derzeitige Bewegung in der deutschen öffentlichen Meinung ist vielmehr der A u s - druck eines wachsenden Verantwortungsgefühls und des Wunsches, durch größere eigene Initiative zur Wiedergesundung der Welt und zur Wiederherstellung eines gesteigerten friedlichen internationalen Verkehrs beizutragen.
Eine Oankeskundgebung -es Reichspräsidenten.
Berlin, 16. April. (WTB.) Der Herr Reichspräsident gibt folgendes bekannt: Anläßlich meiner Wiederwahl zum Reichspräsidenten sind mir aus allen Teilen der Bevölkerung sowie von Ausländsdeutschen so zahlreiche Glückwünsche zugegaygen, daß ich unmöglich jedem einzelnen zu danken vermag. Ich bitte daher alle, die meiner in diesen Tagen durch Telegramme, Briefe oder durch sonstige Aufmerksamkeiten gedacht haben, auf diesem Wege
Moore zu, und der vierte stelzt mit langem Schritt noch näher an den Schirm heran.
Die Birkhähne streichen ab. Einer nach dem andern. Räumen den Platz.
Plötzlich laufen alle vier Kraniche durcheinander. Sie springen, weiten die Schwingern jagen sich im Liebesspiel. Dann streichen sie ab. Wieder schlagen die grauen Schwingen, weiter und weiter, sie flimmern durcheinander und verrinnen im bläulichen Morgendunst.
Ich verlasse den Schirm. Der Osten rötet sich, die Sonne naht. Der Moorschneehahn, der am Hochmoorrand in den Krüppelweiden sein heiseres Balzgelächter erschallen ließ, ist verstummt. Kiebitze taumeln über den Sumpfwiesen, in der Ferne ruft Der Ringel- tauber.
Ich kehre zu Mascha zurück. Ueberall flöten die Singdrosseln, fingen die Lerchen. Die Erde dampft. Die gelbe Bachstelze ist auch schon da. Sie trippelt am Wassergraben entlang und wippt mit dem Schwanz. Ich besteige die Brettdroschke und fahre heim, während der kupferrote Sonnenball über dem endlosen Hochmoor aufsteigt.
Kleine Scherze.
Ein englischer Geistlicher befand sich in den Tagen der jüngsten spanischen Revolution im Lande Don Quijotes. In einem Restaurant setzte man ihm hier zum zweiten Frühstück einen Milchkaffee und einen Teller mit Champignons vor. Diese Mahlzeit schmeckte ihm so gut, daß er eine Wiederholung wünschte. Aber wie sollte er dies dem Wirt begreiflich machen, da er nicht ein Wort spanisch sprach? Kurz entschlossen, griff er zu Papier und Bleistift und zeichnete zwei Pilze und eine Kuh auf. lind der Erfolg? Dienst- beflisfen brachte der Wirt zwei Regenschirme und ein Dillet für den Stierkampf herbei.
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Max Klinger, der große Künstler, diente 1876 in Leipzig sein Jahr als Einjähriger ab. Aus dieser Zeit hat uns einer seiner Kameraden eine hübsche Geschichte aufbewahrt. Bei einer Musterung entging es dem Sergeanten nicht, daß die Patronentasche des Einjährigen Klinger der vorschriftsmäßigen Blankheit entbehrte. Grollend lieh er seinen Blick mehrmals von der Patronentasche bis zur Helmspitze und dann wieder zurück- toandern, bis er endlich seinem Herzen in den verächtlichen Worten Luft machte: „Und das nryrlt lich Maltzrmretzrr!"
meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen und überzeugt zu sein, daß jedes Zeichen der Verehrung und Anhänglichkeit gerade in dieser schweren Zeit meinem Herzen aufrichtig wohlgetan hat.
Reichspräsident v. Hindenburg.
"/ ~ Aus aller Welt.
Gaswolke über Harburg.
Auf dem bei den CajjDungstreppcn in Harburg liegenden Dampfer „Courier" Der Harburger Dampf, schiffahrtsgesellscyaft wurden Sonntag morgen gegen 7 Uhr sieben Personen der Besatzung und ein Passagier durch Einatmen von Gas unwohl. Die Erkrankung, die eine lähmende Wirkung auf die Atmungsorgane hatte und Hustenreiz und starke Kopfschmerzen verursachte, nahm keinen ernsteren Charakter an. Die Ursache war eine starke (Basmolfe, die bei nördlichem Winde aus Richtung Harburg-Wilhelmsburg kam und ihren Niederschlag auf dem Dampfer fand. Sämtliche Metallteile auf Dem Dampfer, besonders die Messing, und Kupferteile, waren mit einer weißen Schicht überzogen. Obwohl sofort Ermittlungen angestellt wurden, konnte die Ursache des Gasgeruchs nicht festgeftellt werden.
50 Jahre Berliner Philharmonisches Orchester.
Das 50jährige Bestehen des Berliner Philharmonischen Orchesters wurde im festlich geschmückten Oberlichtsaal Der Berliner Philharmonie durch einen Festakt gefeiert. Anwesend waren u. a. die Witwe des ersten Dirigenten des Philharmonischen Orche- fters, Frau v. Bülow, die diplomatischen Vertreter Englands, Frankreichs, Oesterreichs und Bel- giens, ferner Vertreter von Reich, Staat und Stadt Berlin. Staatssekretär Zweigert überbrachte die Glückwünsche von Reichspräsident und Reichsregie, rung. In launiger Ansprache führte er aus, daß die Philharmoniker, um es ressortmäßig auszudrücken, gute Innenpolitik trieben; denn sie hätten sich eine eigene Verfassung gegeben. Sie verfolgten aber auch eine gute Außenpolitik,
Flugzeug erseht Hundeschlitten.
In Alaska, wo der Verkehr bisher fast ausschließlich durch Hundeschlitten ausrechterhalten wurde, hat jetzt das Flugzeug eine viel bessere und engere Verbindung mit der Außenwelt hergestellt. Bevor ein Flugzeug zu seiner Reise durch diese weiten Schneewüsten aufsteigt, werden die verschiedenen Stationen auf drahtlosem Wege angefragt, was sie brauchen, damit es ihnen das Flugzeug bringen kann. Alle nur erdenklichen Bedürfnisse werden dabei angegeben, u. a. verlangt man nach falschen Gebissen, Bärenfallen, Diolinsaiten usw. Das Flugzeug kann auch Rah- rung mitnehmen, die schnell verdirbt, und auf diese Weise den einsamen Siedlern von Alaska Genüsse verschaffen, die ihnen der so viel langsamere Hundeschlitten nie liefern konnte. Natürlich sehen die Hundeschlittenposten in diesem schnelleren Konkurrenten der Luft eine Geschäftsschädigung und suchen ihnen das Handwerk zu erschweren. Davon erzählt einer der bekanntesten Piloten von Alaska, Crosson, der in vier Jahren Wege von mehr als 4000 Kilometer, die früher nur von Hundeschlitten zurückgelegt wurden, überflogen hat, in der „Rew Vorker Herold Tribüne". Ein Flieger, der in den Wüsten des sogenannten 40°Meilen-Gebietes zu einer Zwangslandung gezwungen war, muhte fast das Doppelte dieser Entfernung zu Fuß zurücklegen, bis er ein sogenanntes „Weghaus" erreichte. Das ist eine primitive Unterkunftsstätte, die gewöhnlich von einem Siedler unterhalten wird. Als er glücklich an diesem Rettungsasyl angelangt war, da konnte er ein Plakat lesen, das heutzutage in Alaska nicht ungewöhnlich ist und das lautete: „Unterkunft und Verpflegung 2 Dollar den Tag. Flieger werden nicht ausgenommen!" Diese wenig gastfreundliche Haltung erklärt sich daraus, daß die Postbeförderung mit dem Flugzeug sich billiger und sicherer gestaltet als mit dem Hundeschlitten, der bis vor einiger Zeit der einzige „Briefträger" in Alaska war. Im Verlauf eines Fluges von etwa 300 Kilometer geht das Post- flugzeug 26 mal herab, um entweder Postsachen abzuliefern oder anzunehmen. Durch Die Flugzeugverbindung werden Gegenstände in diese Einöden gebracht, die früher niemals hingelangten So werden Bergwerksmaschinen nach entfernten Dergwerkslagern transportiert; kürzlich wurden bei einem solchen Transport Maschinen im Gewicht von 60 Zentner glücklich nach dem hohen Rorden gebracht.
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Die schönste und Kleinen, die ersten sc Kinderzeitalters, ist jahres für Hundert' gültig vorbei, und e das Naschen in Aeä sich das erste Wisse kamps aneignen. 2 Verlaufe dieser Fe: Märchenbücher in di und begreifen gelerr bemüht, in den eigi und Ziffern herumu Augen bisher noch nugemutet worden, i hafte Anlage des A Kurzsichtiakeit, wird lichen Schulzeit den offenbar. Eine M Kinder ist dagegen f: Mellen, da diese weis Wem Einwärtsschlei
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Ebenso notwendio Wochen eine Unterst Weitsichtigkeit ist, i bei den AAC-Schühl Kurzsichtigkeit vorhc Weitsichtigkeit ist f'chtigen Kinde, mii guchen. zu lang, ur “9C Jut Kurzsicht Mellerem oder la Maus der einzeln radezu eine typische keU.die dadurch b Achuler durch zu [Qr y. und der gleie Augenmuskeln, die Agapsels anliegen dehnung des Auga!
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