Ausgabe 
17.11.1932 Erstes Blatt
 
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die 3/3 Pfg-Zigarette

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S)as hat nochjeder Z igaretten-Raucher empfunden, deR» zum ersten Male die

Zigarette probierte. Und das ist januR» natürlich: es muss doch spürbar sein, wenn eine Zigarette aus genau demselben echt ma- cedonischen Tabak gemacht wird, der früher für eine 5 Pfg- Zigarette eingekauft wurde!

Oie Eieuerguischeine.

Zweckmäßigste Verwendung zur Neubelebung der produktiven Wirtschaft.

Hause Neuenweg 14 dn Herren-Friseurgeschäst. Am 1. Oktober 1928 wurde das Geschäft nach dem Haufe Neuenweg 22 verlegt und gleichzeitig ein Damensalon angegliedert. Der Gründer führt fein Geschäft zusammen mit feinem Sohn noch heute und erfreut sich der Wertschätzung und des Vertrauens feiner Kundschaft.

Konzert in der 2!ervenklin 1 r. Am vorigen Sonntag wurde den Patienten und oem Personal der Aniversitäts-Rervcnklinik von dem Musikchor der Reuapostolifchen Gemeinde Gießen ein wohlgelungenes Konzert in religiösen und weltlichen Liedern und Musikstücken dargeboten.

Gewährung langfristiger ge­werblicher Kredite. Don der Industrie- und Handelskammer wird uns geschrieben: Die bisherige Deschränkung der Gewährung gewerb» licher Kredite auf das Osthilfegebiet ist fort­gefallen. Die Dank für deutsche Industrie» cbligat on:n (Industriebank) vergibt nunmehr zur (jotucrung der Ertragsfähigkeit der deutschen Wirtschaft langfristige Kredite an gewerbliche Betriebe, insbesondere an solche kleineren und mittleren LImfangs. Die Kreditanträge sind bei der Bank für deutsche Industrieobligationen in Berlin W 8. Schinkelplah 3 4 einzureichen, welche auch nähere Auskunft über die Voraussetzungen für Gewährung. Höhe, Dauer, Verzinsung und Tilgung des Kredits erteilt

** Ungültiger Polizeiausweis. Das Polizeiamt Gießen teilt uns mit: Der Dienstausweis Nr. 123 des Kriminalinfpektors Sambaß, aus­gestellt am 1. September 1930 vom Polizeiomt Worms ist verloren gegangen. Er berechtigte gleich­zeitig zum Führen von Schußwaffen. Der Dienst- ausweis wird für ungültig erklärt

** Gefchästsjubiläum. Am 16. November vor 35 Jahren eröffnete der Friseurmeister Ferdi- nand Wißner. ein gebürtiger Gießener, im

Meck-leb!

annahmen Immerhin blieb der preußische Be­such nach übereinstimmenden Beobachtungen von verschiedenen Seiten her, hinter dem Ausmaß des Vorjahres zurück, wohl unzweifelhaft eine Auswirkung der aUgcmchen W rtschaftsnot. Aus anderen hessischen Städten in -der Rachbarschaft Preußens werden die gleichen Beobachtungen berichtet.

Bode-Gymnastik und Industrie-Film bei der Hausfrauenberatung.

Die Sj a u 9 f r a u e n b e r a t u n g hat es sich un­gelegen fein lassen, den Gästen durch die Vorfüh­rung der Bode-Gymnastik im Rahmen der Ausstellung im Cafs Leib ein Gebiet nahezubrin­gen das den Hausfrauen ferner liegt und oftmals überflüffig erscheint, da manche Hausfrau der Mei­nung ist, sie habe im allgemeinen genug Bewegung und Gymnastik durch die Arbeit tm Haushalt. Die­ser Meinung entgegenzutreten bzw. eine andere Auffassung von Bewegung zu vermitteln, hielt zu­nächst stud. Heil (Butzbach) einen eingehenden Vortrag, in dem er das Gebiet gymnastischer Be­tätigung umriß und die wesentlichsten Grundsätze der Bode-Gymnastik darlegte. Das Ziel der Bode- gymnaftik sei die Beseitigung aller durch falsche Be- wegeungsgewohnheiten dauernd gewordenen, die Elastizität des Körpers und den Ablauf der Be­wegung störenden Muskelspannungen. Ferner gehe es um die Wiederherstellung der natürlichen Elasti­zität des Körpers, die in dem federnden 21 uffangen des ganzen Körpergewichts durch Fuß-, Knie- und Hüftgelenke besteht Ziel ist weiter die Schaffung eines einheitlich geformten Ablaufs der Bewegung durch Ausschaltung aller isolierten Bewegungen und durchgreifende Mitwirkung der Rumpfmuskeln. Außerdem wird bei der Bode-Gymnastiks noch bie Ausbildung der für berufliche, oder künstlerische Tätigkeit notwendigen Zielbewegungen erstrebt. Der Redner befaßte sich eingehend mit den geistigen Grundlagen für die Arbeit der Bode-Gymnastik. Die Zuhörerinnen folgten mit gespannter Aufmerk­samkeit. Was im Vortrag theoretisch behandelt wurde, setzte Fräulein Dora Schulze' mit einigen Schülerinnen der Bode-Schule in die Praxis um, und zeigte eine Reihe von Bewegungsübungen, Danz, Leistungsübungen, Sprünge ufro., die den Besucherinnen den Sinn der Gymnastik klar wer­den ließen Die Darbietungen bedeuteten gleichzeitig einen hohen ästhetischen Genuß.

Grundsätzlich anderer Art in seiner Ausgestaltung war der dritte Mittwochabend. Er stand im Zeichen der Maggi-Werke. Es war Gelegenheit ge­geben, im Film ei ss der bedeutendsten deutschen Nahrungsmittelwerke, die Maggi-Werke in Singen am Hohentwiel, zu sehen und den komplizierten Arbeitsgängen zu folgen, denen die Erzeugnisse die­ser Firma unterworfen sind. Man sah in schönen Bildern die Landschaft um den Hohentwiel, das Städtchen Singen im Tal, dessen Bild von den Werken bestimmt wird, man wurde im Geiste hin­ausgeführt auf die Weiden und Güter, zu den Vieh­herden und auf die Aecker. Bilder aus dem auf das modernste eingerichteten Mühlenbetrieb, in dem große Mengen von landwirtschaftlichen Erzeugnissen ihren Umwandlungsprozeh erfahren, ohne daß sie eines Menschen Hand berührt, interessierten allge­mein. Man sah die vielen Maschinen im ehernen Rhythmus mischen, preßen, formen, packen, und man bewunderte dabei gleichzeitig den Siegeszug der Technik, der sich hier offenbarte. Im Laufe des Abends, wie auch während der Vorführungen am Nachmittag wurden Kostproben von Magai-Erzeug. nisten ausgegeben. Herr Koch (Gießen) sprach als Dezirksoertreter der Maggi-Werke einige einfüh­rende Worte. Frau Kalbfleisch wartete wieder mit Vorführungen auf und zeigte diesmal die Her­stellung von Schaumgebäck.

Don der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns geschrieben:

Die großen wirtschaftlichen Ziele, welche^ dte Ver­ordnung des Reichspräsidenten vom 4. eeptember d. I. verfolgt, können so wird in einem «chrei- ben des Reichsbankdirektoriums an den Zentral- verband des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes ausgeführt nur bann erreicht werden, wenn

die Steuergutfcheine, bas Kernstück des Wirt- sthaftsprogramms der Reichsregierung, die zweckmäßigste Verwendung im Sinne einer 7leu- belebung bet produktiven Wirtschaft erhalten.

Um eine solche Verwendung sicherzustellen, hat die Reichsbank weitgehende Mobilisierungs­möglichkeiten für die Steuergutscheine vor­gesehen. Im normalen Diskontoerkehr werden die Steuergutscheine insofern eine nicht unerhebliche Rolle spielen, als sie, wie andere Wertpapiere auch, unter Verwendung als Sicherheiten bei der Reichsbank Mängel Ausgleichen können, die den zum Diskont angebotenen Wechseln nach der Quali­tät der Unterschriften anhaften mögen. Ferner wird die Reichsbank eine Erweiterung der Kre­ditmöglichkeiten der mit ihr im Diskontver- kehr stehenden Firmen zulassen, soweit Steuergut­cheine bei ihr fjintMegt werden; es können also gegen Hinterlegung von Steuergutscheinen über bie bestehenden normalen Kreditsazilitäten hinaus w e i- tere Kredite bei der Reichsbank genommen werden, soweit sie nach Zweck und Ausmaß ver­tretbar sind. Die Bewertung der Steuergutscheine als Grundlage für die zusätzliche Kreditgewährung wird von der Reichsbank intern zu Sätzen vor- genommen werden, welche die Börsenkurse nicht unerheblich überschreiten. Diese Sätze betragen für die erste Serie 95 0. H. und stufen sich für jeden späteren Jährgang um 5 v.H. ab; ihre Aenderung bleibt Vorbehalten. . ,

Außer den Handelswechseln wird die Reichsbank unter den gleichen Voraussetzungen, d. h. gegen volle Bedeckung durch Steuergutscheine zu den von der Dank intern vorgesehenen Kursen, für Um­schlags- oder Betriebskredite auch Debitorenwechsel unb zur Mobilisierung ber Steuergutscheine ge- schaffens Finanzwechsel vor firebitinftituten herein- nehmen. Die Reichsbank wirb auch in geeigneten Einzelfällen gegen Prolongationen dann nichts ein« wenden, wenn der Ablauf des dem Wechsel zu­grunde liegenden wirtschaftlichen Voraanges dies rechtfertigt. Sow«t eine Verwertung der Steuer- qutscheine im Wechselgeschäft nicht beabsichtigt ist, hat sich bie Reichsbank bereiterklärt, bie Steuergut­scheine ber Gruppe II, b. h. solche im Nennbeträge von 100 RM. unb barüber, zum Lombarbverkehr bei ber Reichsbank, unb zwar in Klasse I, beleihbar bis zu 75 v.H. bes sich auf Grund ber amtlichen Notiz ergebenden Kurswertes zuzulasten. Hinsicht­lich ber Laufzeit ber auf Steuergutscheine entnom-

Buntes

Beim Landstreicher-Figaro.

Auch Vagabunden Wollen nicht völlig auf die Errungenschaften des modernen Gesellschafts­menschen verzichten unb sich hin und wieder von den allzu lästigen Bartstoppeln befreien lassen. Dieses Bedürfnis der Landstraße hat ein Pariser Vagabund ausgenuht, der seit Jahren obdachlos ist und seinen Unterschlupf unter einer der vielen Drücken der Seine gefunden hat. Dieser Figaro eröffnete einen Barbier-Laden unter freiem Himmel. Cs ist begreiflich, daß seine Kunden nicht mit einem allzu großen Kom­fort rechnen durften. Alles, was er für sein Geschäft besah, war ein Siegel Haushaltsseife und ein Rasiermesser, das früher einmal bessere Tage gesehen hatte. Das Master lieferte ihm der Kanal, der unter seiner Schlafstelle, dem Pont de Pantin, im Bezirk von Billette fließt. Das Kanalufer diente afe Sessel für seine Kun­den, aber dafür waren seine Preise durchaus zeitgemäß, denn er rasierte für 2 Sous, also wenig mehr als einen Pfennig. Doch nicht alle seine Kunden wurden von ihm zu ihrer Zu­friedenheit bedient. Ein anderer Vagabund, der sich bei ihm rasieren ließ, schimpfte, weil er lange warten muhte, und sein Zorn stieg noch höher, als er, nachdem et P!ah genommen, durch einen ungeschickten Pinselstrich eine wenig schmackhafte Mischung von Kanalwasser und Seife in den Mund bekam. Auf seine Beschwerden erwiderte der Figaro der Landstrahe, für einen Pfennig könne man nicht mehr beanspruchen. Ein Wort gab das andere, und der Disput endete schliehlich damit, daß der Kunde in den kalten Wassern des Kanals verschwand. Wie er später behauptete, war er von dem Barbier hineingestohen worden. Die Polizei, die ihn herausf'.schte. hat jedenfalls den Landstreicher- Friseur verhaftet und unter Anklage wegen ver­suchten Mordes gestellt.

Trüffel-Jahrmarkt.

In der schönen alten Stadt Alba in Piemont hat der alljährlicheTrüffel-Jahrmarkt" statt- gesunden, zu dem mehr als 50 000 Besucher aus Turin und anderen Städten der Umgegend herbeiströmen. Es findet hier ein eifriges Trüffel­suchen statt, bei dem die besten Leistungen preis­gekrönt werden, und bann ein schwunghafter Verkauf der lederen Pilze. Innerhalb von wenigen Stunden war der ganze Vorrat von mehr als 450 Pfund zu stattlichen Preisen ab­gelebt. Wenn man bedenkt, welch würzigen Ge­ruch schon ein Trüffelstückchen einem Gericht ver­leiht. so kann man sich vorstellen, welch ein starker Dust die Stadt und ihre Umgebung er­füllte. In diesem Lahr war die Trüffelernte besonders gut infolge des vielen Regens im Sommer und der Aufforstung mancher Wälder,

menen Lombarddarlehen unb hinsichtlich ber Höhe der in Anspruch zu nehmenden Lombarbkredite hat bie Reichsbank gegenüber ben im allgemeinen Lorn- barbverkehr bestehenden Beschränkungen Erleichte­rungen vorgesehen. Die Kurspflege ber an der Börse notierten Steuergutscheine von 100 RM. auf­wärts wirb von einem unter Leitung ber Reichs­bank stehenden Kursregulierungs-Konsortium vor- genommen.

Die Steuergutscheine von 50 R2TI. und darunter sowie die Awischenscheine werden von ben Lanken, Sparkassen und Genossenschaften jam jeweiligen rechnerischen Durchschnittskurse der fünf Notierungen mit einem kleinen Abschlag angekauft, in der Provinz zum Durchschnitts- kurse des lehtvergangenen Lörsentages.

Angesichts dieser weitgehenden Mitwirkung an einer Belebung des Neugeschäfts legt die Reichs- bank den wirtschaftlichen Verbänden dringend nahe, ihrerseits die von der Reichsregierung im Gesamt- intereffe der deutschen Wirtschaft getroffenen Maß­nahmen nach Kräften zu unterstützen.

Eine gewisse wirtschaftliche Anregung kann auch darin liegen, daß bie Empfänger der Steuergut- scheine diese als Liquiditätsreserve im Portefeuille behalten unb daburch Guthaben unb sonstige Aktiven, die sie bisher als Liguiditäts- ficherung zurückbehalten hatten, zur Erteilung von Aufträgen ober zur Tilgung von Schulben frei be­kommen Keinesfalls aber sollten bie Steuergut- scheine für eine übermäßige Reservehaltung ocr- wendet werden. Auch die unmittelbare Hingabe der Steuergutfcheine an Zahlungs Statt oder zur Schul­dentilgung verträgt sich noch mit dem mit der Aus­gabe ber Scheine verfolgten Zweck; bagegen ist es unerwünscht, wenn große Firmen ober Verbände Bestellungen ober bie Erteilung von Aufträgen von ber ganzen ober teilweisen Zahlung bes Kaufpreises in Steuergutscheinen abhängig machen. Eine Der- ftänbmsDoUe Unterstützung seitens ber Verbände bei ber Abwehr solcher Praktiken würbe ber Sache besonbers bienlich sein.

Die Steuergutfcheine würden den mit ihnen be-bsichtigten Zweck völlig verfehlen, wenn sie in Prolongationsfällen oder bei anderen (Be­legenheiten von den Kreditinstituten lediglich zur Verstärkung der Sicherheit für bereits ge­währte Kredite herangezogen werden.

Eine solche Verwendung würde nach den Inten- Honen der Reichsregierung als ein Mißbrauch der Steuergutscheine und als Versuch ber Vereitelung der mit ihnen beabsichtigten Zwecke anzusehen sein. Die Verwertung ber Steuergutscheine als Srebit- unterläge ist so erleichtert, baß die Eigentümer an einen Verkauf erst in letzter Linie denken sollten.

Die Direktion der Klinik dankt auch aus diesem Wege dem Masikchor der Reuapostolischen Ge­meinde sür die schönen Darbietungen, die bei den Patienten unb dem Personal große Freude er­weckten.

kirchliche Jiocbricbfen.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 19. November. Freitag abend 4 10 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags 4.45; Sabbatausgang 5.25. Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 4.30 Uhr.

Heute nachmittag finden unter dem vielverspre­chenden TitelAus 1 mach' 8* weitere Kvchvor- führungen statt. Die Ausstellung wird heute um 19 Uhr geschlossen.

Dem Bericht über bie Ausstellung, den mir am Dienstag veröffentlichten, ift nachzutragen, daß dort auch die Finna Löwer & Bechstein mit einer reizvollen Schau kunstgewerblicher, wie auch rem praktischer Erzeugnisse der Porzellan- unb Glas­industrie vertreten war.

Gictzcncr ^ochenmarttprcisc.

Gießen, 17. Rov. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Pf-, Landbutter 130, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, Wirsing 6 bis 8 (pro Zentner 4 bis 4,50 Mk.), Weißkraut 5 bis 6 (pro Zentner 2,50 Mk.), Rottraut 8 bis 10 (pro Zentner 5 Mk), gelbe Rüben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15, Tomaten 35 bis 40. Kürbis 5 bis 6, llnterkohlrabi 5 bis 6, Zwiebeln 8 bis 10, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat 80 bis 100, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3 (pro Zentner 2,50 Mark), Aepfel 15 bis 30 (pro Zentner 12 bis 25 Mk.), Birnen 10 bis 20, Dörrobst 30 bis 35, Rüsse 35, Honig 40 bis 45, Enten 80 bis 90, Gänse 65 bis 75, Suppenhühner 60 bis 80, junge Hähne 70 bis 90 Pfennig pro Pfund; Tauben 50 bis 60, Eier (ausländische) 12 bis 14, Eier (inländische) 14, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 10 bis 15. Oberkohlrabi 5 bis 8. Lauch 5 bis 10. Sellerie 10 bis 35, Rettich 8 bis 10, Käse 5 bis 10 Pf. pro Stück; Radieschen 10 Pf. pro Bund-

Bornotizen.

* lagestalenber für Donnerstag. Gießener Konzertoerein: 19.30 Uhr, Stadttheater, Symphoniekonzert. Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr, Aus­stellung. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: 20.15 Ühr, Neue Aula, Lichtbilderoortrag über Reisen in Angola". Hausfrauen-Beratung: Cafö Leib, Dor-Weihnachts-Ausstellung. DHV.: 20.30 Uhr, im Heim, Monats-Hauptoersammlung. Kriegeroerein Gießen: 20.30 Uhr,Postkeller", Fa­milienfeier mit Lichtbilderogrtrag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Der blond- Traum". Astoria- Lic'tspiele, Seltersroeg:Lord Aldini, der Schrecken der Verbrecher" undDie Sünde der Lisiy Kraft".

Allerlei.

die während des Weltkrieges zerstört worden waren. Der Preis war etwa 20 Lire für das Kilo, aber das sind die Engrospreise, und wenn dann die Trüffel nach den fernen Großstädten gelangt, ist sie sehr viel teurer geworden, und ihr Gewicht wird fast mit Gold ausgewogen. Der Jahrmarkt ist ein uraltes Volksfest, bei tem man den weißen und roten Weinen von Alba sehr fleißig zuspricht. Die Sammler der besten Trüffeln wurden wie stets mit Preisen ausgezeichnet, die von einer goldenen Medaille bis zu ein paar Liren hinabgehen.

Lieber den Ursprung des Bridge-Spiels.

Das Erscheinen eines neuen Gesetzbuches des Bridge, da dieses in den letzten Jahrzehnten zur Weltherrschaft gelangte Spiel umgestaltet, lenkt das Interesse auf die Frage nach der Stätte seiner Geburt und nach den ersten Spielern, die ihm gehuldigt haben. Die ältesten gedruckten Spiel­regeln, die sich erhalten haben, nennen Konstan­tinopel als den Ursprungsort »hye aber nähere Angaben zu machen. Diese werden nunmehr von dem englischen Major O. H. Van-Millingen auf Grund des Berichtes eines der ersten Bridge- Partie angehörigen Mitspielers in einem Lon­doner Blatt gegeben- Cs war dies der Dolmet­scher der italienischen Botschaft zu Konstantinopel, Edouard Graziani, den der britische Offizier wäh­rend der Besetzung Konstantinope's im Jahre 1918 als Neunzigjährigen kennenlernte. Rach ihm stand der erste Bridgettsch im August 1873 in der Villa Coronio in Buyutdere am Oberen Bosporus, wo ein Rumäne namens Serghiadi seinen drei Mit­spielern, darunter dem Chevalier Graziani, die Regeln des neuen Spiels darlegte. Die Begeiste­rung, die er damit erweckte, war so groß, daß die Teilnehmer einen geplanten Mondschein- spaziergang in der zauberischen Landschaft des Bosporus aufgaben und sich an den Spieltisch fesseln ließen, während ringsum neugierige Zu­schauer gespannt den ersten Bridgepartien zusahen. Ende des Jahres wurde dann das neue Spiel in dem Orientalischen Sportklub einge'übrt, und bald daraus arbeitete ein zu diesem Zweck eingesetztes Komitee des Cercle dOrient die Regeln des Bridge aus. 3m Jahre 1899 erfuhren sie einige Qlenberungen. Kaum aber hatte das Dridgespiel in Konstantinopel festen Fuß gefaßt, als es sich auch in den Spielerkreifen von Kairo einbürgerte und von dort aus seinen Siegeszug über die Ri­viera nach Paris, London unb der übrigen Welt antrat _____________K. $.

Schöne weiße Zähne

erhallen Sie bei täglichem Gebrauch von Chlorodonf, bet : Zahnpaste von höchster Qunlitäjt. Sparsam im Ver­brauch. Tube b0Pf.unb80M. Verlangen Sie nur Lhlorooom unb Leisen Sic jeden Ersatz dasür zurüL