Ausgabe 
15.8.1932 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

^drückte;h .

Mer Don ot,nem b ZrK UB "den de 1 n°.pk-Ähw°S< d leine An-,» er; . unq d°, 5ner,cnnuna i 4 für

LQrbeit, die ürb?,ls t?

Stet

n'tyi bestellen.

bDn 61 er ^uckenschwj^,2 . auf dem^ t * S°nne ist nffZ . L lee geht auf. r. I u r begibt sich I Ht sich die Deutsch' *«»« Mttrülti ° .

*,f y su plagen.

PQ* l)lhnchia gebrat

C.

^'bch nicht gclar- ,b^?hrt seit der Lftr E'g und erfolgreich >

Man stelle sich > >ber der USA.^annld): polten. Phantastisch! ische Helena, hcrtvood und hat in de ^Meler.Aäijenlchirir Aber sie ist Erfolge gt rer Zeit ist sie ein befoi lecika so beliebten Scho? >e nicht nut eine Silber aille zu erhalten bfie; wahrhaft .vielseitig" . hön sein, man muh au: schwimmen können.

! Vuitemarkl.

, 13.2Iug. Trotzdem m: der Preise um 4 Mt blieb das Geschäft >che außerordentlich fi> nung Sen Absatz ungünh-; ftyreile des Srohhand.- ! nnen): $olfönl>ifd)c Au: Dutter, beste QuaM.^

Wissenschaft.

familie Lode.

usmerkjam gemacht, dotz" lie Lcrlcihung des wot? nfofern ein Irrtum umr N in Hanau lebende Er nicht Großvater) von M ft Professor Leopold Sfc> jler von schwind, sondm ; Professor Steinte gewese tioman-SiMiolhet H

itääs ine Setmaine,

»Ä« Äj IS

51.95 12.465

3,057 169,73

73,23 78.07 75,07 14,^ 0,878 4,209 58,39 2i.y 16,48 81.« 33.

81-97 1,069 0,32 6,693 13,34

6^« Ä

3,00 'S 78,fl 75, 14,675 0,18 4,217 58,61 21-57 16« ß,0l 33,93 82-13 1,071 £ 6.7W 13.3«

Seid 1 c-

jraoffort_^L ---iUÜB

mg

296 ,05

485

,063 0,07

3.37

8,08 5.18 14,66 0,88

4,2 7 58.

21-55 16.52

6,08

33,98 6,13

1,081 0,326

6,70 13.36

M

58.23 77,89 '!Ä 's!:« 73,05 2^49 74.9« 81- 33,73

M.

-X 58.<7 78,21 14.655 16.» 'S 73.»

1.5 L »>

Nr. 190 Erstes Blaff

182. Jahrgang

Montag, 15. August 1952

Erscheint täglich,außer Sonntags und Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Gies'ener Familienblätter Herrn at im Bild - Die Scholle

Monat, vezugrprelr: T7ft 4 Beilagen RM. 1.95 O'hne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 A uch bei Nichterscheinen »Dn einzelnen Nummern ir(folge höherer Gewalt.

Kernsprechanschlüsse MtierSammelnummer 2251. Tlnschrist für Drahtnach­richten: Anzeiger Sieben.

poftscheettonfo: zcanfsurt am Main 11686.

GiehenerAnzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühl'sche Univer^iütr-Vuch' und SleindruSerei 8. Lange in Sieben. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7.

Annahme von Anzeige« für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für R Klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzvorschrist 20°/, mehr.

Chefredakteur:

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange/ für Feuilleton vr.H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen.

Das Kabinett Popen vor der Aufbauarbeit.

Informationen der Berliner presse über die nächsten plane des Reichskabinetts.

Berlin, 15. Aug. (67123.) Offenbar anknüpfend au die Ausführungen des Reichsinne nmini- st'ers anläßlich der Verfassungsfeier und bie Aeußerung des Reichspräsidenten 0. Hinden­burg über die Ririwendigkeit beschleunigter Lrledi- gung der zur Behebung der Arbeitslosigkeit ci^orderlichen Maßnahmen ergehen sich die Mon- litgsblätfer in Vermutungen über die Einzelheiten des kommenden Regierungsprogramms.

Vie2U 0 n f a g <t p 0 ff berichtet, dah bereits heute eine Reihe oon RIinislerbesprechungen und fiabinettsfifjungen beginnen solle.

Der2H onfagmorgen glaubt in der Lage Zu sein, Einzelheiten über das Kabinettsprogramm mitteilen zu können. Er will erfahren haben, dah dieses Programm, m,il dem die Regierung am 30. August vor den Reichstag treten wolle, im we­sentlichen vier punkte umfassen werde: In einer Gesetzesvortage über die Rcichsreform solle »eben Vereinheitlichung des Ve rwal- lungsapparates zwischen Reich und prcu- fj e n die Frage der Wahlreform enthalten sein. Ebenso werde der Gedanke einer E r st e n Kam­mer verankert fein. Dann werde der Reichstag Stellung zu nehmen habett zu den Gesehen über die Arbeitsbien st pflicht, über eine neue Finanzreform und endlich über Vorschläge zur Wirtschaftsreform, Siedlung und Arbeitsbeschaffung. Die Reichsregierung werde, wie derTUontagiuorgcn weiter vermutet, jeden dieser Programmpunkte mit der Ver­trauensfrage verbinden.

DerMontag glaubt diese Konjekturen durch TTIiffei,ungen ergänzen zu können über Schwie­rigkeiten, die sich in der Finanzierungs- fragc der Arbeitsbeschaffung ergeben

Hitlers Standpunkt.

teilte halbamtliche Mitteilung.

Berlin, 15. Aug. (OB. Funkspruch.) Zu den Vorgängen, die fich in den Unterredungen desi Reichspräsidenten und örs Reichskanz­lers mit Hitler am Samstag abgespielt haben, erfahren wir von unterrichteter Seite, es sei be­dauert worden, bah die Reitionalsozialistische Partei sich nicht zur Verfügung (teilte, obwohl sie von der Reichsregierung genug Ent­gegenkommen erfahren habe. Herr Hitler habe nicht nur die Führung der Reichsregierung, sondern auch die gesamte Staatsgewalt für sich in Anspruch nehmen wollen. Dcir Reichspräsident habe ihm daraufhin erklärt, dah er nicht gewillt und in der Lage sei, die Staatsgewalt einer bestimm­ten Partei zu überlassen. Ls sei sch»m vor der Un­terredung erklärt worden, dah der Reichspräsident die Linie einer autoritären Regierung, unabhängig von jeder Partei, ft r i M e innefjal- t e n werde. Dah die ftationalfojiaßjfen sich nicht darauf eingelassen haben, fei auheeordentlich be­dauerlich wie wir weiter von unteirichteter Seife erfahren, hat Hitler wörtlich etflärt, er werde die Stellung für f i ch in Anspruch neh­men, die Mussolini nach dem Marsch auf Rom genommen habe.

Vas Gerücht, als fei die Reichsvegierung nicht bereif, den Reichstag einjuberufen, geht, wie von unterrichteter Seife erklärt wird, auf eine wihverffändliche Darstellung der Unterredung des Reichskanzlers mit den Zentrumsfühnern 3 0 0 s und Bolz zurück. Es wird uns ausdrücklich erklärt, dah die Regierung selb st verständlich vor den Reichstag treten wird.

Oie SA. beurlaubt.

Berlin, 15.2Iug. (TU.) Wie derMontag" be­richtet, hat Adolf Hitler noch vor seiner Abreise aus Berlin nach einer Führerbesprechung die S A. auf acht Tage beurlaubt.

Urteile der Berliner presse.

Berlin, 14. Aug. (TU.) Das Scheitern der Ver­handlungen des Reichskanzlers und des Reichsprä­sidenten mit Adolf Hitler über die Beteiligung der NSDAP, an der Reichsregierung wird von den Berliner Blättern eingehend gewürdigt.

Oie Rechte.

DieDeutsche Zeitung" lammt zu dem Schluß, daß sich die Regierung Papen zwestellos darüber klar sei, daß sie im Reichstag keine Mehr­heit finden würde. Mit einer Reichstagsauflösung allein sei die Lage nicht zu verbessern. Wie die Dinge auch liefen, die Lage sei jetzt einblütig dahin geklärt, daß die Zeit des Parlamentarismus end­gültig vorüber sei.

DerLokal-Anzeiger" bemerkt, es sei durch das Scheitern der Verhandlungen zwischen Reichspräsident und Reichskabinett auf der einen, Adolf Hitler auf der anderen Seite eine gewisse

hätten, da die R e i ch s b a n k die notwendigen Kredite zu geben sich geweigert habe und ein anderer weg der Geldbeschaffung so gut wie aus­geschlossen sei. Das Blatt will wissen, dah Verhand­lungen zur Behebung dieser Schwierigkeiten zu Beginn dieser Woche zwischen der Reichsregierung und der Reichsbank ausgenommen werden sollen. Das wirfschaftsprogramm sehe u. a. eine organi­satorische Umgestaltung der Erwerbs- lofenfürforge, eine Ankurbelung der Wirtschaft durch Erteilung von Aufträgen und eine Lockerung der Tarifpolifik vor.

Verordnung zur Sicherung der Herbstdüngung.

Berlin, 13. Aug. (WTB.) Der Herr Reichs­präsident hat heute eine Verordnung zur Siche­rung der Herbstdüngung unterzeichnet, wo­nach der Reichsminister der Finanzen ermächtigt wird, für Forderungen aus Düngemittellieferungen an landwirtschaftliche Betriebe für die Herbstdüngung des laufenden Düngemitteljahres Bürgschaft bis zur höhe von 14,2 Millionen Mark zu übernehmen. Auf Grund dieser Verordnung hat der Reichsminister der Finanzen den Düngemittel- syndikaten gegenüber eine Bürgschaft in höhe von 14,2 Millionen Mark in gleicher Weise wie es An- fang dieses Jahres für die Frühjahrsdüngung ge­schehen ist, übernommen. Die Bedingungen Vor- wegübernahme eines Ausfalles von 10 v. h. seitens der letzten Verteilungsstelle, Begrenzung der Ga­rantie auf 25 v. h. des Umsatzes der einzelnen Ver­teilungsstellen, Uebernahrne einer Teilgarantie durch die Düngernittelsyndikate sind die gleichen, wie bei der Frühjahrsdüngung. Ein Pfandrecht an den Früchten der Ernte kommt aus dem Grunde nicht in Betracht, weil die Ernte herkömmlich aus den Erträgen der vorhergehenden Ernte abgedeckt wird.

deutschen Geschichte. Das Blatt hofft, daß der Par­lamentarismus in keiner Form wieder auflebt, und bringt darüber hinaus den Bedenken des Reichsprä­sidenten gegen die Uebertragung der absoluten Staatsführung an eine Partei Verständnis ent­gegen, deren glühender Idealismus der stärkste und für Deutschland wichtigste Faktor der nationalen Bewegung sei, deren überaus rasche Entwicklung und Jugend aber noch nicht die hundertprozentige Ge­währ für die volle Staatsführung zu bieten ver­möge.

Sie ..Kreuz-Zeitung" bedauert es lebhaft, dah der nationalsozialistische Führer durch sein Verhalten gegenüber dem Angebot des Reichs- Präsidenten den Versuch zerstört habe, der Reichs­regierung durch eine besonders innige Verbin­dung mit den Kräften der nationalsozialistischen Partei eine überaus wertvolle Stützung zu geben.

Auch die »Deutsche Tageszeitung" be­dauert, dah der Versuch der Heranziehung der nationalsozialistischen Kräfte zur Teilnahme an der Verantwortung einstweilen nicht zum Ziel ge­führt habe.

DieD A Z" schreibt, die Szene, die sich Samstag im Hause Wilhelmstr. 77, in den Räumen des Für­sten Bismarck, abgespielt habe, zeige Hindenburg wieder als den Mann, der mit den Verven von Tannenberg an die ihm gestellten Ausgaben her­antrete und nur die größten, die rein vaterlän­dischen Gesichtspunkte gelten lasse. Hitler sei von den verschiedensten Seiten davor gewarnt worden, sich dieser öffentlichen Abfuhr auszusetzen Er habe nicht auf diese Warnungen gehört und unbedingt auf seiner Berufung zum Reichskanzler beftan- den. Was der Reichspräsident und Reichskanzler v. Papen Herrn Hitler angeboten hätten, sei nicht wenig gewesen und könne keinesfalls als ein , faules Kompromih bezeichnet werden.

Oas Zentrum.

DieGermania" schreibt, der Empfang Hit­lers am Samstag habe das eine Gute gehabt, er habe in der offiziellsten Form, die es im Staats­leben gebe, dem Führer der nationalsozialistischen Bewegung zum Bewuhtsein gebracht, dah die Ra­tion mehr sei als die Vationalsozialistische Partei, und dah die Verantwortung, die der Reichspräsi­dent vor seinem Gewissen und vor dem deutschen Volk trage, noch schwerer wiege, als die partei­politischen Sorgen einer noch so grohen Bewegung. Hitler habe am Samstag die Möglichkeit gehabt, seiner propagandistischen Leistung den ersten Ver­such einer positiven Leistung hinzuzufügen. Ob ihm die Zukunft dazu noch einmal Gelegenheit geben werde, stehe dahin. Das Zentrum habe in den letzten Tagen seine Forderungen auf zwei Punkte hin konzentriert, auf eine Klarstellung der politischen Verantwortlichkeiten und auf eine un­bedingte Innehaltung der Verfassung. Diese For- derungen seien so grundsätzlicher Art, dah sie auch von dem Ausgang der Verhandlungen vom Sams­tag und ihrer Geltung in keiner Weise berührt würden.

Oie Staatspariei.

DieDvssische Zeitung" meint, man brauche das Scheitern der Verhandlungen nicht zu bedauern, denn die Eingliederung der Ratio- nalfozialisten in den Rahmen deS Kabinetts von

Spannung cingetrcten. In den Kreisen der Reichs­regierung werde scharf betont, daß sich diese allen Eventualitäten voll gewachsen fühle, und man lasse durchblicken, daß im Notfall der militärische Aus­nahmezustand verhängt werden würde.

DieBerliner Börsenzeitung" bezeichnet den 13. August 1932 als einen schwarzen Taa in der Papen hätte keine wirkliche Lösung geschaffen. Die Initiative gehe jetzt auf die Parteien über.

Oie SpO.

DerVorwärts" fordert unter Hinweis auf Preuhen, dah das Unrecht, das wegen des ver­unglückten Experiments an der republikanischen Bevölkerung verübt worden sei, wieder gutge­macht werde.

Was das Ausland sagt.

Englische Kommentare.

London, 14. Aug. (WTB.) Die gesamte Presse bringt in großer Aufmachung die Unterredung Hitlers mit Hindenburg. Vor allem her­vorgehoben wird des Reichspräsidenten Bemerkung, daß er cs weder mit seinem Gewissen noch mit seiner Pflicht dem Vaterlande gegenüber verein­baren könne, Hitler die Macht auszuliefern.

Der Berliner Korrespondent oesO b f e r * ver" erklärt u. a.: Ganz Deutschland, sofern es nicht durch persönliche, politische und crireme Ansichten übermäßig erregt ist, sieht auf Reichs­präsident v. Hindenburg heute als auf einen Mann, der in großartiger Weise ganz den Vor­stellungen von seiner Präsidentschafts­pflicht lebt.

"Z i in e s" nimmt das Ergebnis als etwas Unabwendbares hin. Der Reichspräsident, meint das Blatt, hätte gefühlt, dah die Auslie­ferung der Kontrolle über das Schicksal Deutsch­lands an eine Partei, die nur etwas mehr als ein Drittel der Ration vertritt und von der für die Rechte und Interessen der übrigen Volks­teile nur wenig Verständnis erwartet werden könne, mit der Verantwortlichkeit eines unpar­teiischen Staatsoberhauptes nicht zu vereinbaren sei. An die Gefahr eines Auf­standes glaubtTimes" nicht, da ihrer An­sicht nach die Regierung anscheinend die Lage beherrsche und überdies anzunehmen sei, dah Hitlers Aussichten und die Zukunft seiner Partei nicht durch einen so verzweifelten Schlag aufs Spiel gesetzt werden dürfen.

Morning Post" schreibt u. a.: Reichspräsi- deut von Hindenburg habe durch seine feste Haltung weiter seine Entschlossenheit bekundet, das

lieber die Gegend von G a r m i s ch ging dieser Tage ein mit Hagelschlag vermischter schwerer Wolkenbruch nieder. Die Wassermassen waren so gewaltig, daß der Bahnhof Garmisch-Partenkir­chen 25 bis 30 Zentimeter unter Wasser stand. Der Zugverkehr von Garmisch nach München ist unterbrochen. Durch das Unwetter wurde ein Einfahrtsignal weggerissen und die Telephonleitung unterbrochen. Erst wenn das Wasser abgelaufen ist, wird der angerichtete Schaden festzustellen fein. Die Partnach führt jetzt starkes Hochwasser. Der Ausberg ist völlig von den Hagelschloßen be- deckt. Die Gleisanlagen auf dem Bahnhof Gar- misch-Part^nkirchen sind durch das Unwetter Der­artig vermurt, daß die Abfertigung der Züge sich als unmöglich erwies, da die Wei­chen nicht mehr gestellt werden konnten. Der Zug­verkehr konnte nur bis zu den Garmisch benach­barten Stationen durchgeführt werden. Für den Rest der Strecke wurden Autobusse eingesetzt. Ein Sonderzug mit Landespolizei, der von Garmisch angefordert wurde, ist dorthin abgegangen.

Die Materialschäden im Bahnhof Garmisch-Par­tenkirchen sind nach einer späteren Milteilung der Rcichsbahndirektion nach ununterbrochenen Auf - räumungsarbeiten, an denen sich auch 60 Mann Militär und Polizei beteiligten, inzwischen zum größten Teil behoben worden. Sowohl der Verkehr in der Fahrtrichtung München als auch der Durchgangsverkehr nach Innsbruck konnten wieder aufgenommen werden.

Gewitter über dem Schwarzwald.

In der Rächt von Samstag auf Sonntag gin­gen schwere Gewitter über dem Schwarz­wald nieder, die auch grohen Brandscha­den anrichteten. In Schönwalde schlug der D l i tz in das Anwesen des Landwirts D us s ne r und zündete. Das Anwesen brannte bis auf die Grund- mauern nieder. Zur gleichen Zeit wurde in Gem- melsbach ein großes landwirtschaftliches An­wesen durch Blitzschlag vollkommen eingeäschert. Der Sachschaden in beiden Fäl- len ist bedeutend.

Opfer des Rheins. - Sieben Tote.

Düsseldorf, 15. Aug. (WTB. Funkspruch.) Der riesige Badebetrieb am gestrigen Sonn­tag hat nicht weniger als sieben Todes-

Gleichgewicht irn Wirbel des Partei- Haders zu bewahren. Seine Haltung zeige, daß er die Zügel noch immer so fest in den Händen hat wie je. Die Samstagbesprechung könne sich durchaus als Wendepunkt des Hitlerschcn Glückes erweisen. Hitler habe sich in ein fast hoffnungsloses Dilemma hincinmanöoeriercn lassen. Er habe seine Bewegung ständig auf den Gedan- ken der Rebellion trainiert, und doch könne er sich niemals entschließen, zu rebellieren. Im allzu großen Vertrauen auf einen Wahlsieg habe er seit Monaten erklärt, er würde die Macht nur durch legale Mittel ergreifen. Nunmehr, da die Wahl­urne versagt habe, drohten die Kräfte, die er in Bewegung gesetzt habe, sich seinem Einfluß zu ent­ziehen.

Im Gegensatz hierzu hältDaily T e l e arap h" einen Versuch der Nationalsozialisten, die Macht durch Gewalt zu erlangen, und zwar mit oder ohne Billigung ihres nominellen Führers, keineswegs für ausgeschlossen. Gegen die National­sozialisten könne die gegenwärtige Regierung nur unter direkter Verletzung der Verfassung fortbe- ftehen.

Der Korrespondent desDaily Expreß" leitet seinen Stimmungsbericht mit der Frage ein, ob Feldmarschall von Hindenburg einen roei» teren Tannenbergsieg für sein Vaterland errungen habe.

Hitler findet seinen Meister",Die Hindenburg- linie hält", so lauten die Schlagzeilen in derM 0 r- n i n g - P 0 ft", deren Berliner Berichterstatter u. a. schreibt: Während Hitler zum Reichspräsidenten spricht als der Vertreter von 13% Millionen Wählern, kann dieser nicht nur mit seiner per- s 0 nlichen' und offiziellen Autorität antworten, sondern mit dem Gewicht 0 0 n 2 0 Tt i l- Honen Wählern. Hitler ist von der Flutwelle seiner eigenen Propaganda zu Forderungen ge­trieben worden, die ihm eine scharfe, wenn auch höflich abgefaßte Ablehnung einbrachten. Hitlers einzige Hoffnung, an die Macht zu gelangen, ist im Augenblick, zu einem Abkommen mit dem Zentrum zu kommen.

Oie Ansichten in Paris.

Paris, 14. Qlug. (WTB.) Einen historischen Tag nenntTemp s" den 13. August, an dem Hitler selber die Tür zugeschlagen habe, durch die er auf regulärem Wege zur Be­teiligung an der Regierung zu gelangen hoffen konnte. Dieses Ereignis sei von Bedeutung nicht nur für die innerpolitische Entwicklung Deutsch­lands, sondern sogar für die europäische Ordnung. Wenn Hitler an die Regierung ge­kommen wäre, sei es auch in Form einer einfachen Beteiligung an einem Präsidialkabinett, das dem Einfluß der Rationalsozialisten weitgehend hätte Rechnung tragen müssen, wäre dies innen-, wie außenpolitisch in jeder Hinsicht verhängnisvoll gewesen. Dem Wesen ihrer Vergangenheit ent­sprechend, in dec die absolute Doktrin und die

0 p f c r gefordert. Am Leuchtenberger Ort er­trank morgens ein junger Mann. Wenige Zeit später ereilte ein junges Mädchen das gleiche Los, das einen Schleppkahn besteigen wollte. Auch bei Möchenwerth fanden beim Baden ein Ibjähriger Iunge, ein Maler und ein anderer Mann den Tod in den Wellen. In der Rähe des Dappelwäldchens kenterte kurz vor dem Aus­bruch eines Gewitters ein Paddelboot, in dem sich zwei Damen befanden. Ein Spaziergänger sprang den beiden Frauen nach und brachte sie auch ans Ufer. Als er dann versuchte, auch das Paddelboot zu bergen, ging er unter. Schließlich ertrank noch bei Kaiserswerth ein 27jähriger junger Mamr.

In der Gegend von Vettweiß (Rheinprovinz) richtete heftiger H a g e l s ch l a g auf den Feldern und in den Gärten bedeutenden Schaden an. Auch .in der Gegend von DroveKreuzauSöller wurde der größte Teil der Obsternte ver­nichtet. In Kreuzau war der Hagelschlag so stark, daß die Fensterscheiben eines Treibhauses vollständig zertrümmert wurden. Die Fernsprech­verbindungen mit den im Untoettergebiet lie­genden Orten sind unterbrochen, so daß man sich von dem Umfang des Schadens noch kein genaues Bild machen kann. Durch das Unwetter wurde stellenweise der Verkehr behindert. Ein von Düren nach Euskirchen fahrender Zug mußte seine Fahr­geschwindigkeit erheblich verringern, da die Gleise auf weite Strecken überschwemmt waren. Heber Düsseldorf ging ein heftiges, von einem wolkenbruckartigen Regen begleitetes Gewit­ter nieder, das ein Todesopfer erforderte. Auf einem Tennisplatz im Stadtteil Grafenberg wurde ein Wärter vom Blitz getroffen und getötet.

Unwetter über Ost-FrieSland.

Heber ganz Ost-Friesland gingen schwere Gewitter nieder, die großen Schaden anrich­teten. In verschiedenen Ortschaften wurden ins­gesamt sieben Wirtschaftsgebäude und verschie­dene Wohnhäuser vom Blitz getroffen und brannten bis auf die Grundmauern nieder. Dabei kamen zahlreiches Vieh und große Ernte- vorräte in den Flammen um. Auf den Feldern wurde vielfach das weidende Vieh vom Blitz getroffen und getötet. Eine große Anzahl Telephvnleitungen wurden zerstört.

Das Echo des schwarzeuGamstag.

Schwere Unwetter über Deutschland.

Hagelschlag, Hochwasser, Brandschaden. - Mehrere Todesopfer.

Wolkenbruch über Garmisch.