zu leisten ist. Pro Stunde sollen tZ Pf.
werden. Die Beschäftigungsdauer richtet sich nach der Stärke der Familie. Ledige Wohl- fahrtsarbeiter werden grundsätzlich nur im Akkord, meist mit Steineklopfen, beschäftigt, pro Kubikmeter 4,50 Mark. Die Wohlfahrtsarbeiter werden von der Stadt freiwillig bei der Krankenkasse versichert. Der Gemeinderat erhebt scharfen Protest dagegen, daß man seitens des Reiches und Staates die Gemeinden völlig ihrem Schicksal überläßt und sie nicht in letzter Stunde vor ihrem völligem Zusammenbruch rettet.
Die städtischen Fuhren sollen von den zehn interessierten Fuhrleuten abwechselnd ausgeführt werden. Es werden vergütet für Zweispänner 1,40 Mark, für Einspänner 90 Pf. bzw. 85 Pf. im Winter.
Für das am 5.3uni stattfindende große Motorradrennen „Rund um Schotten" wird seitens der Stadt ein städtischer Ehren- Wanderpreis und ein größerer Geldbetrag zur Verfügung gestellt.
Landkreis Gießen.
r Großen-Linden, 14. April. Rachdem Regierungsrat Dr. Dues vom Arbeitsamt Gießen hier einen Vortrag über den freiwilligen Arbeitsdienst gehalten hatte, beschäftigte sich nunmehr der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung mit dieser Angelegenheit. 115 Arbeitswillige haben sich gemeldet. Eine Anzahl ist bereits im Steinbruch tätig, wo sie Steine für den Wege- bau brechen, für den ebenfalls Arbeitswillige herangezogen worden sind. Demnächst soll auch das Schwimmbad in Angriff genommen werden, das mit 16 000 Mark Kosten veranschlagt ist, zu denen aber der Staat einen Zuschuß von 8000 Mark gibt, da die Arbeiten im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes ausgesührt werden. — Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt dieser Tage ihre Generalversammlung unter der Leitung des Vorsitzenden Johannes L e u n IX. ob. Oberrevisor Hartmann (Gießen) schilderte die gegenwärtige Lage des Geldmarktes. Aus dem Vorstand schied 3ohs. Velten I. aus: an seine Stelle wurde Hch. Weiß V. gewählt. Für Ludwig Faber V. wurde Emil Schwarz in den Aufsichtsrat gewählt, PH. Rau mann wurde wieder gewählt. Der Rechner ßubtoig Pirr gab sodann den Geschäftsbericht bekannt. Die Bilanz schließt mit einem Reingewinn von 3725,20 Mark ab. Es gelangen 12 Prozent Dividende zur Verteilung. Die Mitgliederzahl betrug am Ende des Jahres 1931 insgesamt 209 Personen.
• Grvhen-Buseck, 14. April. Der hiesige Schuh - und Polizeihunde-Verein veranstaltete am Sonntag seine erste Zucht- und Schuhhunde-Prüfung. Als Richter war Herr Lauch, Frankfurt a. M, tätig. Als Schutz- hunde waren 6 deutsche Schäferhunde gemeldet. 1. Preis (vorzüglich) „Bärbel v. d. Strupmühle 361 147 ', Besitzer und Führer Wilh. Weiß, Gro- Hen-Duseck: 2. Preis (sehr gut) „Gerlind vom Dusecker Schloß 405 710“, Besitzer und Führer Alfred Hahn, Großen-Buseck: 3. Preis (sehr gut) „Gerulf v. Dusecker Schloß 405 706", Besitzer Ludwig Straub, Grünberg, Führer Alfred Hahn, Großen-Buseck: 4. Preis (sehr gut) „Frowin v. Dusecker Schloß 405 703“, Besitzer und Führer Karl W. Wagner, Großen-Buseck: 5. Preis (sehr gut) „Frowalt v. Dusecker Schloß 405 702", Besitzer und Führer Willi Wagner, Großen- Buseck: 6. Preis (gut) „Claus v. Busecker Schloß 377 419", Besitzer und Führer Karl Pfeiffer, Großen-Buseck. — Als Zuchthunde (An- fangsprüfuna) waren 1 Doggenrüde und 3 deutsche Schäferhunde gemeldet. Die Tiere erhielten folgende Preise: 1. Preis (vorzüglich) deutsche Dogge „Astor v. Dusecker Tal 20 037", Besitzer und Führer Fritz Ger lach, Großen-Buseck: 2. Preis (sehr gut) „Gretel v. Dusecker Schloß 405 712", Desitzer und Führer H. Zecher, Grv- ßen-Duseck: 3. Preis (sehr gut) „Giltrud vom Dusecker Schloß 405 711*, Desitzer und Führer Heinrich Dergauer: 4. Preis (sehr gut) „Edwin v. Dusecker Schloß 394 214", Desitzer Karl M e l i o r, Großen-Buseck, Führer H. Henkel, Großen-Buseck. Alle Schäferhunde stammten aus der Zucht von Alfred Hahn, der Doggenrüde aus der Zucht von Fritz G e r l a ch. Am Samstagabend fand ein Dortrag unter reger Beteilt- gung der Mitglieder statt. Der Preisrichter W. Lauch gab über Ausbildung, Führung und Pflege der Hunderassen lehrreichen Aufschluß. Rach Aussagen des Richters ist das Hundematerial der Vereinsmitglieder als erstllassig zu bezeichnen.
s. Trais-Horloff, 14. April. Kürzlich fand eine Ersatzwahl zum Kirchenvorstand unseres Kirchspiels statt, da der Kirchenvorsteher Ludwig D ö ch e r von hier verstorben ist. Die Kirchengemeindevertretung wählte einstimmig Dürgermeister Ludwig 3 ödet in den Kirchenvorstand.
Kreis Büdingen.
* Ridda, 14. April. Dei einem Preis- reiten des hiesigen Reitervereins erwarben sich die Mitglieder Wilhelm Bähr, Heinrich Eck und Martin Weber von hier, Heinrich Koch von Kohden und Karl Hahn von Hof Dauernheim das Deutsche Reiterabzeichen in Bronze.
h. D o r s d o r f, 14. April. Der Landwirt Robert Schneider von hier hat einen praktischen Karrenpflug erfunden und für diesen von dem Patentamt in Berlin den Gebrauchsmusterschutz bekommen.
Kreis Schotten.
# Freiens een, 14. April. Zu dem heute hier abgehaltenen Frühjahrsmarkt waren 127 Ferkel und Läuferschweine aufgetrieben, die zum größten Teile abgeseht wurden. Es kosteten 6 bis 8 Wochen alte Tiere 20 bis 23 Mk., 8 bis 10 Wochen alte 23 bis 27 Mk., ältere entsprechend mehr.
± Groß-Eichen, 14. April. Am Dienstag wurde hier der diesjährige Frühlingsmarkt
So setzte sich der alte preußische Landtag zusammen
MITTE
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O DEUTSCHE FRAKTION 21 Sitte Mi DEUTSCHNAT.V.P 73 S. S3 bei keiner Partei 5 Sitte
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Am 24. April finden die Landtagswahlen in Preußen statt, bei denen mit einer beträchtlichen Verschiebung der Stärkeoerhältnisse der einzelnen Parteien zu rechnen ist. Unsere Darstellung gibt einen Heber- blick über die Sitzordnung der Abgeordneten beim Zusammentrttt des alten Landtags im Jahre 1928. Freilich verschieben sich die Sitzverhältnisse bei all den kleinen Splitterparteien noch immer fast in jeder Woche da mehrere Abgeordnete inzwischen ihre Parteien gewechselt haben.
abgehalten. Trotzdem es vom frühen Morgen an schneite, waren doch bis zu 100 Ferkel aufgetrieben worden, auch waren viele Kränrer mit Auto und Wagen erschienen. 3nfolge des andauernden Schneegestöbers war es jedoch unmöglich, einen Ferkelwagen zu öffnen, oder einen Krämerstand aufzuschlagen. Der Markt hätte ein klägliches Ende gefunden und die Marktbesucher hätten unverrichteter Sache wieder heimkchren müssen, wenn nicht unsere Turnhalle gewesen wäre, die der Turnverein für den Markt zur Verfügung stellte. Alles zog nun vom Markt- platz in die geräumige Halle, wo sich dann ein lebhaftes Geschäft entwickelte. Es wurden Preise von etwa 20 bis 25 Mark pro Ferkel erzielt. Die Turnhalle hat also auch in diesem Falle ihre Zweckmäßigkeit bewiesen und gezeigt, daß sie in Rotfällen auch als Markthalle Verwendung finden kann. 3n Zukunft braucht sich also niemand durch schlechtes Wetter vom Besuche des Groß-Eichener Marktes abhalten zu lassen.
V Gedern, 13. April. 3m BergwirtshauS fand dieser Tage eine Delegiertenversammlung zum Preiswertüngssingen des Gesangvereins „Liederkranz" statt, das am 12. 3uni aus Anlaß des 90jährigen Best ehensdeSVereins veranstaltet wird. Der Chor des Vereins (Leitung Chormeister Riedel) sang eingangs zwei Lieder. Der Ehrenvorsitzende, Postverwalter G. S e u m, leitete die Versammlung. Das Preiswertüngssingen soll im Grunde kein Wettstreit sein, es sollen lediglich die gesanglichen Leistungen gewertet werden, und die Vereine sollen dadurch Anvegungen zu neuer Arbeit erhalten. Besonders soll den kleineren Landvereinen Ansporn gegeben werden. Es wurde beschlossen, die Meldefrist bis zum 1. Mai zu verlängern. Es soll in drei Klassen gesungen werden. 3n Klasse A singen Vereine von 35 Sänger und mehr, in Klasse B Vereine von 23 bis 34 Sänger und in der Klasse C Vereine bis zu 22 Sänger. 3eder Verein erhält eine Urkunde als Preis, aus der seine Leistungen ersichtlich sind. 3e ein Klassenpreis gelangt für das tfüt den meisten Punkten bewertete Volkslied zur Verteilung. Den Ehrenpreis erhält der Verein, der die höchste Punktzahl für die beiden zum Vortrag gebrachten Chöre erzielt. 3n der Klasse C soll den Dirigenten Gelegenheit gegeben sein, mitzusinaen. 3n bezug auf die Preisrichter wurden noch besondere Beschlüsse gefaßt.
Kreis Alsfeld.
—er. Homberg, 14. April. Heute wurde hier die Einführung des freiwilligen Arbeitsdienstes in die Wege geleitet. 20 Mann haben sich bisher gemeldet, die mit Kulturarbeiten beschäftigt werden. Zu diesen Leuten kommen noch fünf Mann, die im Auftrage der Stadt arbeiten. Die freiwilligen Arbeitskräfte erhalten einen täglichen Lohn von 2 Mark.
ss Grebenau, 13. April. Dei der öffentlichen 3agdverpachtung im 3anuar wurde auf die 350 Hektar große Wald- und Feldjagd der Gemeinde Udenhausen kein Gebot abgegeben. Dieser Tage fand noch einmal eine öffentliche Verpachtung statt, wobei Hofrat H o e b e l und Heinrich Schmidt, beide zu Grebenau, den Zuschlag erhielten. Der jährliche Pachtpreis beträgt 260 Mk.
Rheinhessen.
Einbruch in eine Spar- Oarlehnskaffe.
WER. Spiesheim (Rheinh.), 14. Avril. 3n das Dureau der Spar- und Darlehns- lasse wurde ein Einbruch verübt und aus dem Kassenschrank, ein Betrag von 8000 bi s 9000 Mark ge'stohlen. Der Kassenschrank wies keinerlei Beschädigungen auf. Der Rechner der Spar- und Darlehnskasfe wurde f e st - genommen und dem Amtsgericht Wörrstadt zur Vernehmung vorgeführt, am andern Morgen ober wieder aus der Untersuchungshaft ent
lassen. Die Kassenbücher wurden beschlagnahmt und werden einer Revision unterzogen.
Preußen.
Kreis Biedenkopf.
£ Gladenbach, 14. April. Gestern fanden spie, lende Kinder in einem alten Bergwerks st ol- len der Burgruine Blankenstein bei Gladenbach ein in Packpapier eingewickeltes t o t e s K i n d. Es handelt sich anscheinend um ein ausgetragenes, neugeborenes Kind, das vor etwa acht Tagen ausgesetzt worden ist. Ob das Kind tot geboren ist oder vor der Aussetzung gelebt Hatz muß die eingeleitete Untersuchung noch ergeben. Man glaubt, der unnatürlichen Mutter bereits auf der Spur zu fein.
Kirche und Schule.
Landkreis Gießen.
rGroßen-Linden, 13. April. In diesem Jahre wurden hier 16 Mädchen und 17 Knaben konfirmiert; in die Schule wurden 45 Kinder (25 Knaben und 20 Mädchen) neu ausgenommen.
8 Alten-Buseck, 14. April. Am Montag kamen hier 32 Kinder in die Schule. Da am Ende des Schuljahres nur eine geringe Anzahl Kinder zur Entlassung kam, hat die Schülerzahl eine bedeutende Zunahme erfahren.
s. Ll tphe, 14. April. Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde die Lehrerin Frl. Eidenmüller, die bisher unsere zweite Schulstelle versah, nach Heuchelheim (Kreis Gießen) verseht. Die hiesige Stelle wurde Lehrer Dauer aus Schwalheim (Kreis Friedberg) übertragen. Hier wurden an Ostern 9 Kinder neu in die Schule ausgenommen und 3 entlassen.
Kreis Friedberg.
WER. Bad-Rauheim, 13. April. Zum 25jährigen Bestehen der hiesigen evangelischen Dankeskirche wurden im vorigen 3ahre drei Chorwandteppiche gestiftet, die nach einjähriger Arbeit nunmehr vollendet worden sind. Die Teppiche stammen aus der kirchlichen Kunstwerkstatt von Professor Dr. Rudolf Koch in Offenbach, wo sie entworfen und zum Teil ausgeführt bzw. begonnen wurden. Sie sind ganz von handgesponnenen, gewebten und gestickten, nur mit alten Raturfarben gefärbtem Leinengarn gefertigt und' werden manche 3ahrhunderte überdauern. Die Art der Darstellung ist dem Herstellungsmaterial angepaht, möglichst schlicht und einfach in Stilanlehnung an die älteste christlichgermanische religiöse Kunst. Die beiden die Evangelisten darstellenden Teppiche haben für die evangelische Gemeinde dadurch besonderen Wert erhalten, daß eine Anzahl Frauen und Mädchen auS der Gemeinde sie ausgestickt haben.
Kreis Schotten.
V Gedern, 13. April. Zu Beginn des neuen Schuljahres wurden in unsere Volksschule 36 Kinder (20 Knaben und 16 Mädchen) neu aufgenommen. Die Gesamtschülerzahl unserer fünf» klassigen Volksschule ist damit auf 291 gestiegen.
* Eichelsdorf, 13. April. Mit der De- wohnerzahl unseres Dorfes ist auch die Zahl der Schüler unserer dreillassigen Schule in der Rachkriegszeit starkgestiegen. Da nur sieben Kinder zur Entlassung kamen, jedoch 24 ausgenommen wurden, hat unsere Gemeinde im neuen Schuljahre 172 schulpflichtige Kinder.
Kreis Alsfeld.
--er. Homberg, 14. April. Zu Beginn des neuen Schuljahres wurden hier 37 Schuler neu ausgenommen. Es erfolgte gleichzeitig eine R e u - einteilung der Klassen insofern, als die zwei ersten Schuljahre (75 Schüler) die dritte Klasse bilden, das dritte, vierte und fünfte Schuljahr (65 Schüler) die zweite Klasse und das sechste, siebente und achte Schuljahr (57 Schüler) die erste Klasse.
^inoer zu Pferde.
Seit Jahren gibt es in allen größeren Städten Kinder- und Jugend-Abteilungen der Reitervereine. So hat auch das hiesige Universitäts-Reit- Institut unter der Leitung des Universitäts-Stall- Meisters Ludwig S ch ö m b s bereits vor zwei Iah- ren mit der Abhaltung von Reitkursen für jugendliche Pferdefreunde begonnen. Diese Kurse pflegen während der Ferien stattzufinden und erfreuen sich dank dem äußerst niedrigen Preis steigenden Zuspruchs. In vielen Fällen ist die Aussicht, reiten lernen zu dürfen, ein Ansporn für die Kinder, sich um ein gutes Zeugnis zu bemühen; und sobald der Unterricht wieder beginnt, sucht jeder Kursteilnehmer den Anforderungen der Schule gerecht zu werden, damit ihm die nächsten Ferien wiederum die Möglichkeit geben, zu reiten. So greift eins ins andere. Und noch ein Punkt sei erwähnt, der wohl auch nicht gerade von untergeordneter Bedeutung ist. Durch das Reiten werden die Kinder von früh auf mit den Pferden, also mit einem Stück Natur, vertraut. Ohne Zusammenhang aber mit der wirklichen lebendigen Natur vermag der Städter nicht zu leben und darf es nicht, wenn er sich vor Ein- seitigkeit bewahren will. Wenn die Kinder einmal soweit sind, daß sie mit hinaus dürfen in Feld und Wald, dann werden fiezeinen Begriff bekommen von der inneren Freude und Lust, die den Reiter erfüllt; sie werden die Wahrheit des alten Reiterspruches am eigenen Leib ersahren, der mit großen Lettern im Stall unserer Kaserne' stnnd: „Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde."
Am Freitagnachmittag fand in der Bahn des Reitinstituts eine öffentliche Prüfung der Schü- ler des Ofterkursus statt. 16 Schüler und Schülerinnen zeigten den Eltern und den erschienenen Gießener Reitfreunden das in den drei Wochen Gelernte. Dabei wurde deutlich, daß das Reiten viel mehr als man gemeinhin anzunehmen geneigt ist, ein wichtiges Gebiet der Leibesübungen ist. Die Kinder führten zunächst Turnübungen vor, die zur Beweglickmachung des Körpers, zur Lockerung der Gelenke dienen. Die sechs Buben und Mädchen der Anfängerabteilung A, die im Höchstfall erst zehn Unterrichtsstunden gehabt haben, ritten in den ver- schiedenen Gangarten um die Bahn, aus deren Mitte Herr Scyömbs die Kommandos gab; sie faßen im Ganzen^recht gut auf den Pferden und führten die Freiübungen ordentlich aus. Die sieben Schüler der Anfängerabteilung B, die durchschnittlich ein wenig älter sind, zeigten ebenfalls zunächst eine Anzahl Leibesübungen, die die große Beweglichkeit des Kinderkörpers erkennen ließen. Ihre Hebungen zu Pferde zerfielen in zwei Teile: Reiten und das in letzter Zeit immer beliebter werdende Voltigieren. Beim Reiten wurde deutlich, daß einige von ihnen gute, vielleicht sogar sehr gute Reiter zu werden versprechen. Sie saßen im Trab und Galopp fest und sicher mit gelockertem Körper. Die Freiübungen auf dem Pferd wie Schere, Arme- und Beinspreizen im Stehen auf dem Sattel usw. wurden von fast allen schön ausgeführt. Nun folgten zwei schon etwas ältere Gymnasiasten, die außer Konkurrenz ihr Können vorführten. Sie ritten beide ohne Bügel und sprangen ebenso über ein kleines Hindernis; obwohl sie erst 10 Reitstunden gehabt haben, sah man sofort, daß sie den inneren Kontakt • mit ihren Pferden gesunden hotten und dementsprechend sicher und in guter Haltung saßen. — Im zweiten Teil, dem Voltigieren, zeigten die sieben ersten Schüler der Abteilung B und ein Mädchen die Gelenkigkeit und Geschmeidigkeit jugendlicher Körper. Sie sprangen aus das galoppierende, an der Longe geführte Pferd und wieder ab; in der Schluß- Übung sogar je zu dreien. Wirklich ein schönes Bild, als die drei Kinder hintereinander mit seitwärts gestreckten Armen auf dem galoppierenden Pfcid faßen. Die Zuschauer kargten denn auch nicht mit ihrem Beifall.
Den Abschluß der Prüfung stellte die Preis- , Verteilung durch den Vorsitzenden des Gieße- nerReiteroereins dar. Im Interesse der Heranbildung reiterlichen Nachwuchses hatte der Verein eine Anzahl Preise ausgesetzt; zwei Damen und zwei Herren des Vereins wohnten als Richter den Vorführungen in der Bahn bei. Die ersten Preise waren im Reiten in beiden Abteilungen je ein Buck, im Voltigieren in der Abteilung B ein Pferdebilo. Es konnten verliehen werden: in der Abteilung A ein 1., 2. und 3. Preis, in der Abteilung B im Reiten ein 1., 2. und 3. Preis, im Voltigieren ein 1., 2., zwei 3. Preise und ein Sonderpreis.
Im ganzen betrachtet darf man sagen, daß diese Prüfung die Richtigkeit des Gedankens, schon das Kind aufs Pferd zu setzen, erwiesen hat. Das Ergebnis war so gut, daß die Hoffnung gerechtfertigt ist, es möchte keine Ferienzeit mehr ohne .Linder zu Pferde" geben. Dr. W.
Kunst und Wissenschaft.
Geheimrat Dr. Gustav Adolf Reuber f.
Geh. Sanitätsrat Dr. med. Dr. phil. h. c. Gustav Adolf Neuber, der Begründer der aseptischen Wundbehandlung, ist im Alter von 82 Jahren in Kiel g e ft o r b e n.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Die beliebte hessische pferbemarft-Cotterie zieht am kommenden Mittwoch, dem 20. April. Eine Anzahl Geldgewinne wird außer den Pferden verlost, aber auch die Pferdegewinne werden auf Wunsch mit geringem Abzug in bar ausbezahlt. Lose sind noch in allen Verkaufsstellen zu haben.2821V
Kaufen.bevor Sie die neuesten Modelle der führenden Marken hörten1 Lassen Sie sich diese vor fuhren bei Radio-Ruhl,Giessen.PlocM
293 *D
Schönheit und Jugend • . .
bewahren und erreichen Sie durch tägliche Pflege Ihrer Haut mit Pfeilring-Lanolln-Selfe und -Creme. PfeHring-Erseugnisse sind
etwas ganz Besonderes,
denn sie allein enthalten das dem Hautfett nahe verwandte und seit altersher zur wirksamen Haut- und Schönheitspflege mit Erfolg angewandte Pfeilring-Lanolin, dessen Hauptbestandteil, Cholesterin, die Haut zart und geschmeidig macht und der Faltenbildung entgegenwirkt. Pfeilring-Lanolin-Seife enthält neben dem Pfeilring-Lanolin noch Palmöl und andere edle Pflanzenöle und Ist nicht zu verwechseln mit zahlreichen unverpackten Seifen, deren Herkunft und Zusammensetzung In den wenigsten Fällen bekannt sind._______
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