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; vsrhanden. Die Kessel seien nicht als Maschinen unt t»urer# W aizusehcn, sondern als notwendiger Bestandteil ÄaN^ jeder Seifensiederei. Kühl- und Mischmaschine Gastliche D«' bienten zur Llntcrstützung der Handarbeit, fo dah * Dl* ehlte ul®-un'* 1-18 deren Vorhandensein nicht auf einen fabrik- der tu-fo uif mäßigen Betrieb geschlossen werden könne, nes", l^iÄt dcr Das Äreiiamt Schotten hatte durch De-

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Der scher Lage

Weibliche Zugend und Frauenbewegung.

Allgemeine Deutsche Frauenverein (Deut-

StaotSbürgetinnenverband) hatte dieser zu einem Vortrog von Frl. Anneliese

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an maschinellen Einrichtungen eine Kühlmaschine. ,Dei Schnitzelmaschinen und eine Mischmaschine

d-m Standpunkt, dah der Betrieb der Firma Sa- imiel als fabrikmäßig anzusehen sei. Das Out- achten des Gewerbcaussichtsamts befaßte sich sehr ciigehend mit der Streitfrage. Es betonte zum Schluffe, daß das GcwerbcaufsichtSamt anfangs Loeifel an der Zugehörigkeit des Unternehmens Simuel zu Fabrikuntcrnchmen gehabt habe, dah

Kalbfleisch über »Die Stellungnahme einer Vertreterin der jüngeren Generation zur Frauen- bewegung" geladen. Die Wahl des LhemaL üble «ine starte Zugkraft aus. Der Saal im Hotel Hindenburg" wies eine erfreulich große Menge auch jugendlicher Zuhörerinnen auf. Die Red­nerin führte ungefähr folgendes aus:

..Die Tatsache besteht, dah die jüngere Frauen- generation in ihrer großen Mehrheit der Frauen-

sieht man, daß das, was in bezug auf äußere Befreiung, auf die Rechte der Frau, innerhalb eines Dreiviertcl-ZahrhundertS erreicht wurde, sehr viel ist. Wenn man also davon ausginge, müßte einem die Stellungnahme der jüngeren Frauengeneration, die doch als erste unbeschwert die Frächte dessen genießt, was in der Kampf­zeit der Bewegung geschaffen wurde, merkwürdig erscheinen. Stell: man aber dieser äußeren Entwicklung einmal die innere gegenüber, so erkennt man, dah dir Frauenbewegung, z. T. durch die Verhältnisse von der geistigen Linie abgedrängt, nicht voll der ihr von den Kün- bennnen und Verfechterinnen vovgeschriebenen Idee folgen formte. Diese Grundidee ist die

beweaung gleichgültig oder gar ablehnend gi genübersteht. Bei einem geschichtlichen Hebet61 i

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Aus Oer PromnxiolbauDtftoOt

Gießen, den 14.März 1932.

provinzialauSschuß'Gihung.

Fabrik- oder handwerksmäßiger Betrieb.

Der Provinzialausschuh hatte sich in feiner öffentlichen Sitzung am SamStag mit einer interessanten Gewerbeangelegenheit zu befassen. Die Firma 3. Samuel, Seifenfabrik in Gedern, erhob gegen den Eintrag in 6 ie Hand- werkSrolle Einspruch mit der Begründung, daß ihr Betrieb nicht mehr handwerlsmäßig ge­führt werde, daß es sich vielmehr hier um einen modern eingerichteten Fabrikaetrieb handele, der »vn dem öintraa in die HandwerksroUe und mit­hin von der Zahlung der HandwerkSkammer- bti träge zu befreien fei. Sämtliche Arbeits­vorgänge im Betrieb würden mit Maschinen, reiche an die Kraftanlage (Elektromotor) ange- '4Ionen seien, ausgeführt. Die Beheizung der Kessel erfolge durch einen Dampfkessel und nicht iriehr, wie die- früher im handwerksmäßigen Be- tiieb der Fall gewesen sei, durch direkte De- drizung des Kessels mittelst ilntcrfeuerung. An Hand einer Aufstellung über die vorhandenen Maschinen und Siedekessel, sowie über die Lei­stungsfähigkeit de- gesamten Betriebs, die durch ? i- Vorhandensein einer modern eingerichteten Kühlanlage noch bedeutend gesteigert werde, Der- wat die Firma ihren Standpunkt.

Die Hessische Handwerkskammer vertrat dagegen den Standpunkt, dah der Betrieb der Firma Samuel als handwerksmäßig anzusehen u-ib der Einspruch abzulchncn sei 3n dem Be­lm eb sei ständig ein gelernter Seifensieder be­schäftigt. Besitzer und Frau arbeiteten Hand- Derllich mit. Auch bestehe die Möglichkeit der Lehrlingsausbildung. Außer einem Seifenkoch- teffel und einem Kessel für Seifcnpulver leien

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Im Paris, tschwieriglkitk«. Der Tod -reugm Ueberralchung, wenn vorgeruscn, Änugcri inzösischen Untemt- 2Irl zu fein. mittag auf diese 8«> ift bas ßtrüd)i in )e <5taatXre^ llionenstran. MiWerir Man;- datz dieser Eerücht Die Lchwierigleii-n n zurülkzuführen, die ibe, die seit den Dch r i c n 3U erklären ge- lbft habe in 6ng- rika deshalb Bank- ebmen(|fn. Krach, |o \W nkreich ober die fron, r ollem die a m c r I je wurden die un- i haben.

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jjjal Ausschuß wurden die Vertreter der 2 rma, der Industrie- und Handelskammer Fried- b <rg, des Gewerbeaufsichtsamts Gießen, sowie der Jägerin Handwerkslanrmer gehört. An -^and von Unterlagen vertraten der Vertreter der Handelskammer und des DewerbeaussichtsamlS

diese Zweisel jedoch bei der weiteren Behandlung dec Sache völlig geschwunden seien. Die Inhaber seien Großkaufleute, welche in einer BetriebS- anlage mit den neuesten Mitteln ihrer Art, unter Heranziehung von verschiedenen Hilfskräften bi« zur technisch heute möglichen Grenze Waren im großen erzeugten. Ein Vergleich mit Mühlen­betrieben könne hier nicht gezogen werden, weil diese-nicht zur chemischen Industrie gehörten.

Der Provinzialausschub wie- die Klage dar Hand­werkskammer al- unbegründet kostenpflichtig zurück. Streitwert 500 Mark. Die Firma Samuel (Gedern) ist, fall- diese- Urteil nicht in der Be- rusungsinstanz aufgehoben wird, al- Fabrik anzusehen und demnach von den Beiträgen zur Handwerkskammer befreit.

Der Provinzialau-schuß befaßte sich ferner mit bet Klage de- Han- D r e u (Dad-Rauheim) gegen ben Beschluß de- KreiSamtS Friedberg vom 15. Januar lt>32 wegen Versagung der Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft im Hause Wald- strahe Rr. 20 zu Dad-Rauheim. Die Klage wurde kostenpflichtig Aurüc^ctoiefen. Streitwert 2^00 Mk.

Weiter wurden koslenpflichtig zurückgewiesen die Klagen

1. de- BezirksfürsorgeverbandcS KrciS WormS gegen den DezirkSfürsorgeverbanb Kreis Giesien wegen Erstattung von Pslegekosten für daS unehe­liche Kind Smst Helmut Iansohni

2. des DFD. Stadtkreis Bielefeld ge­gen den Dezirlssürsorgeverband Friedberg in Sachen Unterstunung des Konrad Padberg-

3, deS Bezirkslürsorgererbandes Schlüchtern ge­gen ben Bezirkssürsorgeverband Fr edberg In Sachen Pflegekosten für das Kind Slltiede Herber aus Ulmbach.

den schien: bet anderen Gelegenheiten erfolgte er­neute Füblungnahme mit ihren Sond erungen und Richtigstellungen. Sip tragische- Drama, nicht da« eines Mannes, sondern das einer Generation, der Generation der Vorkriegszeit, der KriegSzcit und der Rachkriegszeit, die zwischen ollen biden Ge- genfähen bi» jetzt noch nicht ihr Gleichgewicht fin­den und sich noch nicht anpaffen konnten

3<b sehe Briand im Mittelpunkt diefes Dramas. Es kam vor, daß ich nicht der gleichen Ansicht war wie er, ohne daß dadurch jedoch das Ver­trauen unserer Freundschaft verdunkelt wurde. 2o niedergedrückt die Menschheit gegenwärtig fein wag, so steht sie doch vor folgendem gebieterischen Dilemma: Entweder für einen dauerhaften und garantierten Frieden die notwendigen Bedingun­gen zu vereinbaren, ober fich mangel« solcher Be­dingungen darein zu schicken, eine« Tages wieder ben Derwüstungen bringenden Krieg zu erleben. Daß Briand durch kühne Vorwegnahme an An­näherungen dachte, die nicht ausschließlich von Frankreich abhängen, dah man über das Aus­maß dieser Vorwegnahme diskutieren kann, all das ließ er in seinem maßvollen Urteil Wohl ge­wiß selbst zu. Aber die allgemeine Organisierung des Friedens, der er sich verschrieb, ist doch die Frankreichs. Zu keinem Augenblick und in kei­ne er Hinsicht hat Briand irgendeine Derzichtlei- stung von ben Ministern der nationalen Vertei­digung verlangt. Zunächst einmal Sicherheit. daS war sein Drunbsah. Davon ging er nicht ab. Er war der Mittelpunkt einer der mächtigsten Be­strebungen einer schmerzlichen Epoche Deshalb beweint ihn bas Dolk auch wie einen Apostel.

Rach der Rede Tardieus erfolgte der Vor­beimarsch der Truppen und der Lei­ch e n z u g (etite sich in Bewegung Vor dem Lei­chenwagen schritt eine Abordnung der ehemaligen Frontkämpfer. Hinter dem Leichenwagen schrit­ten nach den Mitgliedern der Familie die Wür­denträger de» Staate-, darunter die Mitglieder der Regierung, ferner die Mitglieder der aus­ländischen Regierungen, alsdann da- Diplo­matische KorpS, darunter auch Botschastcr von Hoe sch, ferner die Delegierten der französi­schen und ausländischen Pressevereinigungen. Der Zug nahm seinen Weg über ben OuaibOr- s a y nach der Eoncordien-Drücke, über ben Eon- cor dien-Platz nach ben LhampS-Slysee und von da aus nach dem Trocadöro-Platz, wo der Zug sich auflöste.

ES ist aufgefalten, daß Aristide Briand ein kirchliches Lcichenbe jdno n i S erhalten hat, obgleich er seinerzeit als Berichterstatter für das Gesetz über die Trennung von Kirche und Staat ipso facto exkommuniziert worden ist. AuS der Umgebung deS Kardinalerzbischoss von Paris wird erflärt, daß man Briand die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und dem Vatikan und auch bad Gesetz über die religiösen Orden verdanke. Der Kardinalerzbischof habe überdies ausgezeich­nete De-iehungen zu Briand unterhaltcm. Auch liege von Briand ein Schriftstück vor, in dem er um kirchliche Beerdigung gebeten habe, der fran­zösische Ministerpräsident sei in diesem Sinne beim Erzbischof vorstellig geworden.

anär»- (WTB.) Von 8 bi» 11

Uhr konnte heute nochmal« das Volk von Par _> an der im Uhrensaal de» Ouai d'Or- say aufgebahrten Leiche Briand« voruberziehen. Auf schwarzem Erepe, das den Sarg bedeckt, ruht ein Kruzckir Um 11 Uhr wurde der Roum, in dem sich der Sarg befindet für das Publikum geschloffen und die Vorbereitung gen zur Errichtung bet Tribüne im ©arten de-Außenministerium». wo d e Trauer- feer stattfindet, getroffen. 3n den Straßen, die zum Außenministerium führen, flauen sich bereit« am Vormittag die Massen, und zahlreiche Post- kartenverkäufer bieten an ben Untergrundbahn- ausaangen Ansichtskarten mit dem Bilde de« Ver­storbenen an. Die öffentlichen Gebäude haben Halbmast geflaggt, und auch zahlreiche Kauf­häuser haben fchwarz umflorte Zahnen auf Halb­mast aufgesteckt.

2m Uhrensaal be» Quai b Orsay, der nur 250 Jterfonen Platz bietet, versammelten sich gegen 13.30 Uhr Präsident Doume r. die Mitglieder der sranz.sischen Regierung und die Vertreter der Staatsoberhäupter, die an der BeisetzungSsciet teilnehmen. Einige Minuten vor 14 Uhr erschien Jet Erzbischof von Pari«. Kardinal verdier, und nahm die religiöse Zeremonie Me nur kurze Zeit dauerte, vor. Unter benÄlan- aen be« Ehopinschen Trauermarsche« begann dann Me offizielle Zeremonie Sech» Männer trugen den mit der Trikolore bedeckten Sarg au« dem Gebäude auf ben vor dem SingangSgitter zum Garten cr- 7ichteten Katafalk. Von der gegenüber dem Kata­falk errichteten Tribüne au» hielt

Ministerpräsident Tardieu

dann die Trauerrede. 3mHamen Frankreich« prüfte ich vor ben Vertretern von 57 Rationen unb Kor dem französischen Volk bie sterblichen Reste Aristibe Briand«. Er war der Franzose, der zu seinem Ruhm und aus seine Gefahr dem Stieben«- gedanken seinen ungekürzten Gehalt zu geben unb in ihm da« Streben unserer Zeit nach einer neuen Ordnung zu konzentrieren wußte. Sr war seiner Zeit voraus. Er lernte auch daS bittere Gefühl ber ungerechten Riederlagen kennen, er nahm da- mit ouSgeglichenem Herzen auf sich.

Dor dem Krieg erblickte Briand in der inne- nn Entspannung die Vorbedingung für die gro­ßen Dflichten, bte Frankreich nach außen hin zu erfüllen hatte. Rach bem Kriege wollte er bie internationale Entspannung. Initiator einer SanktionSpolitik im Jahre 1921. Vertreter einer Versöhnung-Politik seit 1925, ging Briand acht Oahre lang erst als Ministerpräsident, bann al» Außenminister seinen Weg durch die Strömungen und Gegenströmungen ber öffentlichen Meinung in seinem Lande und in der Welt, ohne da« Ziel' cm- dem Auge zu verlieren. Auf dieses Ziel strebte er zu. wie der Wanderer im asrikanischeni Sanbmcer, ber drei Schritte vorwärts macht und bann wieder zwei zurück und zufrieden ist. wenn et auch langsam cm Abend seine Etappe er» reicht hat. In gewissen Stunden erlebte Btianb Sie grausame Enttäuschung, beispielsweise im Sommer 1930. al« die edelmütige Geste der Ge­schichte Frankreich« so schlecht verstanden zu wer-

Oie Trauerfeier für Briand.

Ministerpräsident Tordieu spricht am Sarge des ehemaligen Außenministers.

nes . Iu» M M' Das KreiSamt Schotten hatte ourw .oe- Jd vieUE xiLc« fc6Iuf) üom iz Oktober 1931 dem Einspruch ber >n» hit(t>PCI? Firma Samuel entsprochen und die Kosten des

nt> ist, UNV Herfahrens der Handwerkskammer zur -Last gebrochen gdegt

< nßeiten Gegen diesen Beschluß erhob die Handwerks- i Ängeiesten^jMehr fammer Klage beim Provinzialausschuß. In der waltet ober > )U< inündlichen Verhandlung vor dem P r o v i n - Ä..........

Durchdringung der Welt auch mit dem weiblichen Ptinziv. wie es Helene Can 9* n ben Worten geprägt hat: ..Darauf kommt es an, daß bie Frau aus der Welt des Mannes eine Welt schafft, die das Gepräge beider Geschlechter trägt. Statt dellen ift die Frau, z. T. bedingt durch die sprunghafte Entwicklung, die die Bewegung durch Kr.cg und älmstur> genommen und die ihr keine Gelegenheit gelassen hatte, organllch in die Idee hineinzuwachfcn, zu sehr in die Le­bensformen des Mannes gezwungen worben, oder hat, besonders in den Jüngeren, wohl vorüber­gehend ihre Londerart aufgegeben, statt sie ber Welt aufzuprägen Dies Aufgehen in männ­lichen Lebensformen ober bedeutet eine Ver­gewaltigung weiblichen Wefen«. die nur zu leicht zu einer Reaktion führen konnte. Dazu brachten e« die wirtschaftlichen Verhältnisse mit sich daß die Frauen ganz notgedrungen in ben Kampf um die Existenz hineingezwungen wurden, und fo bildete sich zu Unrecht bie Meinung, al« fei bie Frauenbewegung ein Konkurrenzkampf gegen den Mann. löste somit ganz selbstverständlich auch in Frauenkreisen, die an fich der Bewegung fern- Schanden hatten, eine Abwehr dagegen aus. und ie nationalsozialistifche Bewegung sammelte diese Kräfte, die sich gegnerisch zur Frauenbewegung einstellten. S« gilt daher jetzt wieder, die ur­sprüngliche Idee Nar herauszuftellen. unb die Ausgabe, die uns Jüngeren dabei zusällt. ergibt sich von selbst. Rachdeiii die äußere Befreiung zum großen Teil gelungen ist. kommt es letzt darauf an. dieUrkräfte der Frau", ihre spe­zifisch weiblichen Geistes- und Geelenkräftc. erst einmal wieder zu wecken und dann zu freier Wirllamkeit nach außen zu bringen. Unb gerade in dieser Zeit ist unsere Ausgabe leicht zu er­kennen - empsinden wir doch alS Rolwendigkeit. dieser Welt des krassesten MateralismuS. dieser Welt de« Halses, des unverhüllten Egoismu« unsere Werte entgegenzusetzen dies aber ist die Bestätigung für die Berechtigung dessen, was Frauenbewernrng im letzten Grunde will."

Der flar auf gebaute Vortrag, der. wenn auch aus dem persönlichen Empfinden der Rednerin geboren, doch das Denken und Fühlen weiterer Kreise ber weiblichen Iugenb toicbcrgab, löste lebhaften Beifall aus, bem Frau Paula Seib. die Vorsitzende, in herzlichen Worten Ausdruck gab. In der angeregten Aussprache traten noch viele Anregungen unb Gedanken zutage, daß die Absicht, im Laufe des Sommer- wieder eine Ver­treterin ber Jugend um einen Vortrag zu bitten, dankbar begrüßt wurde.

Gleiberg'Äui-gwift Gebaffian Aiebergall f.

In ben Morgenstunden de» vergangenen Sams­tag» verstarb im Evangelischen Schwesternhaus in Gießen Durgwirt Sebastian Riebergall im Alter von 74 Jahren. Mit ihm ist eine weithin bekannte unb geschätzte Persönlichkeit au« bem Leben geschieden, lieber fünf Jahrzehnte war ber Verstorbene auf Burg Gleiberg ansässig. Am 1. Oktober vorigen Jahre« konnte er auf eine 50jährige Tätigkeit als Kastellan zurückblicken. In diesem halben Jahrhundert hat er seine Kräste in hohem Maße in ben Dienst der Burg und be« DleibergvereinS gestellt. Er leistete nicht nur bie ersten äußerst umfangreichen Aufräu- mungsarbeiten, bei denen u. a. daS Drund- gemauer beS bi« bafcin unbekannt gebliebenen viereckigen Bergfriede« freigelegt wurde, son­dern er erschloß die Ruine immer mehr, indem er in jahrelanger Arbeit den Schutt ber 1646 zerstörten Mauern auS den Räumen und Gän­gen entfernte. Sein unermüdlicher Fleiß und feine Rechtlich kett gewannen ihm da« Vertrauen der Dorfbewohner, er bekleidete lange da« QImt eine» Gemeindeverordneten, dem Pre-byterium gehörte er bis zu seinem Tode an. Dem Gast- wirte-Derein Krofdors-Rodheim unb ilmgegenb war er lange ein Vorsitzender, der das Ver­trauen ber Mitglieder im höchsten Maße genoß. Die Achtung all derer, die öfters mit ihm in Be­rührung kamen, gab Zeugnis davon, daß fein redliches Wirken anerkannt wurde. Mit seiner vor ihm Heimgegangenen Gattin konnte er im vorigen Jahre die goldene Hochzeit feiern. Se­bastian Riebergalls Rame wird für alle Zeiten mit der Geschichte der Burg und be« Gleiberg- verein« auf« engste verbunden bleiben. Die Be­erdigung findet am morgigen DienStagnachmit- tag statt. Die Teilnehmer aus Gießen wird der OmnibuS. der sonst nur Samstags und Sonntag- nach Bedarf fährt, am Dienstag 14.50 llhr (ab Oswald-garten) nach Gleiberg (bi- zur Linde) bringen.

Bornotizcn.

Tage-kalender für Montag. Schützenverein Gießen: 20.30 llhr. IahreS-Haupt- Versammlung. Singsaal deS Realgymnasium-: 19.30 lthr. Schüler-Vorspiel mit Amalie Holz­apfel. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: ..Stürme der Leidenschaft".

AuS dem Stadttheaterbureau wird un« geschrieben: Die für heute abend ange­kündigte geschlossene Vorstellung ber .Tollen Lola" fällt wegen eine« Tobe«falle« in ber Familie eine« Hauptdarstellers au«. Die gelösten Karten behal­ten ihre Düttigkeit. Morgen. Dienstag, 19.30 Uhr. al« 22. Vorstellung im Dicn«tagabonnement Wie­derholung von Zuckmayer« deutschem Märchen .Der Hauptmann von Köpenick'. Die Spielleilung de« Intendanten Dr. Rolt P r a s ch läßt da« Stück in einer ungekürzten Folge von 18 Bildern vor- überziehen. Peter Fassott spielt die Titelrolle. Beginn 19.30 Uhr, Ende nach 23 äthr. Mittwoch. 16. März, Wiederholung de« großen Luftspiel­erfolges .. . . Vater sein dagegen fehr!" Beginn 20 2hr.

Schüler-Konzert von Amalie Holzapfel. Die Musikschule von Amalie Holzapfel veranstaltet am heutigen Montag. 19 30 älhr, im Singsaal de« Realgymnasiums ein Schüler-Konzert, zu dem Frl. Waltraut S ch ä 11 - 1 c r und Mud. Helmut Roloff ihre Mitwirkung zugesagt haben. Vorträge für ^wei Klaviere, Geige-. Klavier- und Solodarb'.elungen werden den Abend au-süllen. Zur Ausführung gelangen Kompositionen von Mozart. Beethoven, Schu­mann unb Reger. Der Reinertrag ber Veran­staltung kommt den Anstalten von Bethel zugute. 2kähcreä, ift au« der Anzeige vom Samstag er­sichtlich.

" fDlilitärperfonalicn vom Infan­terie-Regiment 15. Der Kommandeur des 15. Znf.-Regts., Generalmajor von Schickfus und Neudorfs scheidet mit dem 31.Mär; aus dem Heeresdienst aus. Zum Kommandeur des 15. Jns.^Rgts. wurde Cberiticutnant Kienitz, jetzt Kommandeur des 3. Bataillons Inf. Reats 18, er­nannt. Kommandeur des 3. Bataillons Znf.-Regts. 15 wurde Oberstleutnant vonApeil, setzt beim Stabe

der 6. Division, der jetzige Kommandeur de» 3. Va. taillon, Ins -Regt». 15, Oberstleutnant G a d k e . trat zum Stabe des Int Regt» 15. Oberstleutnant Roth. Kommandeur de» 2 Bataillon» Inf -Regt» 15, würbe zum Kommandanten de» Truppenubung»platzes Ohr­druf ernannt. Zum Kommandeur de» 2. Bataillon» Inf -Regt». 15 wurde Major Behlchnitt, jetzt beim Stabe be» Artillerie-Führer» V. ernannt

" 25 Jahre treuer Mitarbeiter. Am morgigen Dienstag kann der Bullaniseur 3atob Muller au« Lützellinden auf eine 25jährige Tätigkeit bei ber Firma Gießener Stempel- unb Farbenfabrik. Joseph Ärcutcr. zurückblicken. Dem Jubilar wurden von seiten der Firma, de» Bureaupersonal« und seiner Arbeitsfollegen zahl­reiche Ehrungen zuteil

Geschäfts- unb M i e t j u b i l ä u m. Am morgigen Dienstag kann Frau Mathilde Spier, geb. Rachmann, auf ein 35|äbtige« Be­stehen ihre» Putz- unb Modewarenaeschastes im Haufe des Herrn Karl Roll. Bahnhofstraße« wrüdbliden. Die Inhaberin hat es ixrftanben. sich in ihrem au»gebehnten Kundenkreis alles 'Ver­trauen zu erwerben unb da« Geschäft auf beacht­liche Hohe zu bringen Gleichzeitig feiert Frau Mathilde Spier da« Mielerjudiiaum über ben gleichen Zeitraum.

" Zwei Tage Fuhrverkehrssperr« in ber Liebigstraße Das Poltieiamt Gie­ßen teilt mit: Wegen Umlegung der Bedienung»- stelle für tue Schrankenanlage am Bohnüberaang in der Liebigstraße wird die Liebigstraße zwilchen Frankfurter Straße und Ludwigstraße am Diens­tag, 15 März, und'Mittwoch. 16. März, in der Zeit von 7 bi« 17 älhr für den Verkehr mit Fuhr­werken aller Art gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch die Dilhelmftroße bzw. Alicenftraße.

"DerReichsbahn-Turn-undSport- verein hielt seine Iahreshatlptverfaminlung im Hotel Kobel ab. Der vorn geschäft-führenden Vorsitzenden. Oberbabnhossvorsteher Heinzes- mann. erstattete Geschäftsbericht zeigte, daß die Dereinstätigkeit und der Sportbetrieb im vori­gen Jahre erfreuliche Fortschritte machten. Eine Mannschaft der Kleinkaliber-Schießabteilung er­rang bet dem Pokalschiehen in Marburg mit 433 Ringen die höchste Punktzahl und damit den ersten Preis. Auch die zum Gaufrauenturnei, nach Butzbach entsandten Turnerinnen konnten mit Preisen bedacht heimkehren De>n von dem Vereinsrechner. ReichSbahnsekrelär Schütz, vor­getragenen Kallenbeticht war zu entnehmen, baß bie finanziellen Verhältnisse be« Verein« gesund sind. Im Auftrage der Kossenprüfer würdigte ReichSbahnsekretär P a u l h die übersichtliche Kassenführung unb beantragte Entlastung de» Kassierer« unb be« Gesamtvorstande«, die ein­stimmig erfolgte. Der vor kurzem in« Leben ge­rufenenAlte-Herrenriege" wurde lebhafte« In­teresse entgegengebracht. Don der Einweihung ber Turnhalle soll mit Rücksicht auf die schlechten Zeitverhältnisse zunächst Abstand genommen werden.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Während in unserem Gebiet durch den Einfluß hohen Drucke« nächtliche Fröste auftraten, die bis in bte Morgenstunden andauerten, wird Mittel- unb Süddeutschland von Warmlult der skandi­navischen Störung gestreift. Hier lagen die Mor­gentemperaturen 2 bis 4 Grad über Rull, der Himmel zeigte stärkere Bewölkung unb mehrfach traten Riedetichläge auf. Der Einfluß ber Stö­rung dürfte sich noch weiter südwärts ausdehnen, fo baß auch bei un« ber Rachtfrost langsam ab­flaut und zeitweise Bewölkung aufkommt.

Aussichten für Dienstag: Milderung und Rückgang de« Rachtfroste«, zeitweise stärker bewölkt, keine ober nur vereinzelt geringe Rie­derschläge.

Aussichten für Mittwoch: Wechselnd wolkig mit Aufheiterung, weitere langsame Mil­derung wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 13. März: mittag» 3,9 Grad Celsius abends2,4 Grad: am 14. März: morgens 5,7 Grad. Maximum 4,7 Grad, Minimum6,2 Grad. Crdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. März: abends0,2 Grad: am 14. März: mor­gens 0,2 Grad Celsius. Sonnenjcheindauer VA ctunben.

Der richtige Weg zur Erlangung schöner weißer Zähne

hätzli«oesLrbic, 3o6nbelage» ist folgender: Trüden Sie einen Strong Qlorobonl» Zahnpaste auf bieSoden« lHlorvdom-Zahnbürste (SoeMdürst« mit Qttcßntem Borftrnfchniv), dürften Eie Ihr 6thü| nnn nach allen Testen, auch mm unten nach oben, tauchen 6u erst |twi bie Bürste In Wasser unb fpClen Eie nrti Chforodont.Munbwc-ster unler Durgeln gründlich nach. Ter^rloig wirb Sie überraschen! Der rnWarbfre .-;aqn3tlag ist vrrlchwunbrn unb ein herrllche» Erfühl ber Frische bleibt pirüd. Hüten Sie sich vor minbci* wenigen, billigen Nachahmungen unb »erlangen Eie drüsstch «hlorodembZahiwaste. Unter-Lockries»prekse.