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der Reichsbezugsscheine bis spätestens 15. Januar mit Rechnung cinzureichen, da bei späterer Vor­lage eine Vergütung nicht mehr erfolgen kann.

** Herabs ehung Der Gebühren f ü r Kraftfahrsachverständige. 3m Rahmen der allgemeinen Preissenkungsaktion hat der

Fleischverbilligungs-Abschnitte 3 und 4 sofort abliefernl Das Wohl­fahrtsamt fordert durch Bekanntmachung im heu­tigen Anzeigenteil sämtliche F'eischverkäufer in Giehen auf. die von ihnen für abgegebenes Frisch­fleisch in Zahlung genommenen Abschnitte 3 und 4

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i) Derts^echoslovakilche Vertreter des.Oeuvre man Europa wirt« n könne. Die peW ALS "f

Strafkammer Gießen.

Gießen, 8. 3an. Am 19. September 1930 Myr ein Kraftfahrer von Friedberg nach Hom­burg. 3n der Rahe der Ackerbauschule in Fried­berg sah er vor sich einen Bulldogg mit einem Wohn- und einem Gerätewagen eines Karussells in derselben Richtung fahren. Um die Wagen liefen einige Kinder, teils auf der Fahrbahn, teils auf dem Bankett. Gr bremste das Auto etwas ab, gab öfters Signal und fuhr dann wieder an, als er sah, daß alle Kinder auf dem Bankett waren und nur ein Junge auf der Fahr­bahn neben den Wagest herging. Als er dann 23 Meter von dem Buben entfernt war, machte dieser plötzlich eine Drehung und einen Schritt nad) links, und schon hatte ihn das Auto erfaßt. DaS Kind wurde über 3 Meter weit mitgeschleift und nicht unerheblich verletzt. Das Amtsgericht Friedberg hatte den Autofahrer freigespro­chen. Es war der Auffassung, daß ter Junge dem Fahrer so plötzlich in den Wagen gelaufen sei, daß dieser ohne Verschulden nicht habe so- fort halten können. Auf die Berufung der Staats­anwaltschaft hob die Strafkammer diese Entschei­dung auf und verurteilte den Autofahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung und ikbertretung kraftfahrpolizeilicher Vorschriften zu der bean­tragten Geldstrafe von 7 0 Mark. Der Fahrer hätte sich zunächst davon überzeugen müssen, daß die Kinder, insbesondere der auf der Fahrbahn befindliche Junge, bei dem großen durch den Motor des Bulldoqgs und das Ras« sein der Wagen verursachten Lärm seine Signale auch wirklich gehört hätten. Dann hätte er mit Rücksicht auf die geringe Breite der für ihn zum Vorbeifahren an dem Jungen und den Karussellwagen zur Verfügung st^enten Fahr­bahn und in Erwartung unbesonnenen Verhal­tens der Kinder so langsam fahren müssen, daß er seinen Kraftwagen nötigenfalls auf der Stelle hätte zum Stehen bringen können. Das habe

Wenn dann die Mitte des 3anuars herankommt und wenn uns ein paar klare Tage beschert wer­ken, dann erst werden wir gewahr, daß die Sonne doch schon früher aus ihrem Wolkenbett herauskommt. daß sie mittag- ein wenig höher als gewöhnlich steht und daß sie sogar am Rach- niittag etwas zögert, ehe sie uns wieder im Dunkel der Rächt läßt. 3eden Tag ein bißchen länger nur, aber schon nach einer Woche macht das etwas aus, und nach einem Monat gar erscheint es uns bei­nahe unwirklich, daß wir noch vor kurzem den Mangel an natürlichem Licht beklagt haben.

Wunder des Lichts! 3n wie hohem Maste der Mensch vom Sonnen- oder Tageslicht abhängig it. das spürt er erst richtig, wenn es ihm eine 3cit fang gefehlt hat. Wie düster, unfreundlich und gereizt konnte die Stimmung des sensiblen, emp- s ndlichen Menschen werden, wenn immer nur I Hweres Wolkengrau den Himmel verhängte, wenn in das an sich schon dunkle Zimmer kein Sonnen­strahl mehr hineinkam. Run, da die Sonne sich wieder in unsere Zimmer wagt, ist uns doch , _ yut

tro&Ier zumute. Sonne, belebende Sonne, soviel Reichsverkehrsminister die den amtlich anerkann- kennen wir davon gebrauchen für unsere Seele. \ ten Sachverständigen Anstehenden Gebühren für

Aeue Kämpfe mit Banditen.

London, 13. 3an. (TU.) Die chinesischen Banditen entwickeln, wie japanische Be­richte besagen, überall eine fieberhafte Tätig­keit und brachten den japanischen Truppen große Verluste bei. Bei Hsinlintun kam es zu einem neuen Gefecht, bei dem eine halbe Kavallerie- schwadrvn von den Banditen vernichtet wurde. Zwei japanische Offiziere und 30 Mann wurden getötet. Entlang der Tahuschan- und der Tungliao-Eisenbahnlinie griffen die Banditen die japanischen Besatzungen mit großer Uetermacht an und konnten d i e meisten Eisenbahnstationen erobern. Zu einem heftigen Kampf kam eS westlich deS Liao-Flusses, wo mehrere japanische Truppen- dbteilungen ganz oder teilweise durch chinesische Banditen vernichtet wurden. Die Banditen sollen sehrgutauSgerüstet sein. Sie haben die Eisenbahnlinien an verschiedenen Stellen zer­stört, um die Zufuhr von Verstärkungen au un­terbinden. Auch bei Mukden, Tsitsikar und Kint- schau sanden Gefechte statt.

Aus oder Welt.

Königin Sophie von Griechenland f.

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seit die Frage, ob M ani angelegt borden Annahme, da die Dirc!« enstagabend eine Post« 'in Unbekannter ankün« he »Unternehmen solle. Das lange uerwehr wird damit em Recht zuerst immer werden muh, die für tändig ist. Der 3it« cchemerGebiet. Die konnte also erst nach Zu« >ener Oberbürgemeister- Zustimmung des Stadl« 'pen ist ohne weitere- er«

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Die ehemalige Königin von Griechenland, boreye Prinzessin So. ' ' , *

Schwester deS ehemaligen deutschen Kaiser-, ist am Mittwoch um 23 Uhr in der von Roordenschen Klinik zu Frankfurt a. M., wo sie sich einer Operation unterzogen hatte, ge­worben. Königin Sophie war am 14. 3uni 1870

in Potsdam geboren. 3m Oktober 1839 heiratete sie Den König Konstantin von Grie­chenland und trat im 3ahre 1891 zum ortho­doxen Glauben über. Rach der Abdankung tm Fahre 1922 nahm das Königs paar seineniWr>hnsih in Florenz, wo König Konstantin bereits im 3anuar 1923 starb. Aus der Ehe sind sechs Kinder, drei Söhne und drei Töchter, hervor­gegangen.

Die Sprengkapsel In Kinderhänden.

In Mastershausen (Hunsrück) spielte der 13jährige Sohn eines Landwirts mit einer Sprengkapsel, die plötzlich zur Explosion tarn und Dem Jungen sämtliche Finger an beiden Händen a b r i ß. Durch Splitter trug der Junge Verletzungen am Kinn und am Becken davon. Ein weiterer Splitter drang in ein Auge, das sofort auslief. In bedenklichem Zustand wurde der Knabe dem Krankenhaus zugeführt. Bisher konnte noch nicht er­mittelt werden, wie er in den Besitz der Spreng­kapsel kam.

Zuchthaus für Berliner Juwelenräuber.

3n Der BerufungsverhanDlung tourDen der Kaufmann Rönner und der Tischler B e h - renS zu je sechs Jahren Zuchthaus und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt. ES handelt sich um die Sühne für den Einbruch in die Wohnung des Kaufmann- Reinermann in der Fasanenstraße, bei welcher Gelegenheit den Verbrechern eine große Beute an 3u- welen in die Hände fiel.

3m Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen.

3m Wiederaufnahmeverfahren gegen d n Bäcker Hermann Pohl, Der am 4. Oktober 1929 auf Grund von 3nDizlenbeweisen wegen Tot­schlags an dem Straßenmädchen Luise Schulz aus Breslau zu zehn 3ahren Zuchthaus und zehn 3ahren Ehrverlust verurteilt worden war, wurde der Angeklagte als unschuldig auf Kosten Der Staatskasse freigesprochen. Der Staatsanwalt hatte Freisprechung wegen Man­gels an Beweisen beantragt.

Warnung vorGeldvermittlern". Da- Kreisamt Schotten veröffentlicht eine beachtenswerte Bekanntmachung, in Der folgendes mitgeteilt wird: Gegenwärtig bieten in aufdring­licher Weise auf dem Lande sogenannteGeld­vermittler" schriftlich und mündlich ihre Dienste an. Vor Dem Treiben dieser Leute kann nicht ein­dringlich genug gewarnt werden. Regelmäßig stellt sich am Ende heraus, daß Geld nicht herbeige­schafft werden tarnt, oder doch nur unter solchen Bedingungen, die zweifellos alsbald zum voll­ständigen wirtschaftlichen Untergang des Dar­lehensnehmers führen müssen. Es gibt augenblick­lich keine Möglichkeit, billiges Geld zu beschafsenk Wir möchten deshalb nicht versäumen, die Be­völkerung auf dieses Treiben aufmerksam zu machen und sie zu warnen.

** Städtische Brennholzversteige- r u n g. Bei der gestrigen Drennholzversteigerung aus Den WalDungen Der Stadt Gießen (Försterei Rödgen) wurden im Durchschnitt folgende Preise erzielt: Eichenscheiter per Raummeter 8,60 Mk, Duchenknüppel 9,20 Mk., Eichenknüppel 6 Mk., Kiefernknüppel 6,60 Mk., Fichtenknüppel 5 Mk., Eichenreisig 1. Kl. 2 Mk., Eichenreisig 2. Kl. per 100 Wellen 17 Mk., Kiesernreisig 2. Kl. 12 Mk., Fichtenderbstangen 1. Kl. per Stück 1,20 Mk 2. Kl. 0,95 Mk., 3. Kl. 0.63 Mk., Fichtenreis- ft an gen 4. Kl. 0,25 Mk., Eichenderbstangen 3. Kl. (Deichseln) 1,60 Mk., Eichengartenpfosten, 2,20 Meter lang, per Raummeter 10 Mk.

auf daß ste wieder fröhlicher gestimmt fei, und auch für unseren Geldbeutel, auf daß er ein wenig Entlastung von den Lichtrechnungen spüre.

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Abrüstungs-Werbewoche des Gtaatsbürgerinneri-Derbandes.

Der StaatSbürgerinnenverband beabsichtigt wie unS von der hiesigen Ortsgruppe mügcteill totrö eine Werbewoche für den Ge- D onten Der Abrüstung zu veranstalten. Da Die Veranstaltung über Den KreiS deS Staats­bürgerinnenverbandes hinouSgreisen soll, wurde ein Ausschuß gebildet, der die Werbeaktion in großem Stil unter dem RamenDeutsche Kund­gebung zur Abrüstungskonferenz" vorbereiten und durchführen soll. Dem engeren Arbeitsausschuß gehören bisher an: Dr. Gertrud Bäumer, Or. h.c. Helene Weber. Frau Elli Heust- Knapp. Frau Clara Mende und Dr. Else W e x. Der Arbeitsausschuß wird noch erweitert durch die Hinzuziehung von Männern, Die Den verschiedensten Richtungen angehören. so Daß also schon in Dieser Zusammensetzung eine Gewähr für Die Erfassung weiter.BolkSkreise zu erblicken sein dürfte.

Gicßcner TSochenmarktpreise.

Gießen, 14. Jan. Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter das Pfund von 80 Pf. an. Butter 100-110, Matte 25-30 Pfennig das Pfund, Eier 1112 Pf. Da« Stück, Käse 10 Stück 50-120 Pf., Wirsing 812, Weißkraut 7-8, Rotkraut 8-12, Gelbe Rüben 810, Rote Rüben 8-10, Spinat 20-25. Un­ter-Kohlrabi 5-6, Grünkohl 810, Rosenkohl 20 bi- 25. Feldsalat 80-100, Tomaten 50- 60, Zwie­beln 1012, Meerrettich 3060, Schwarzwur­zeln 2535, Kartoffeln 4. Aepsel 810, Birnen 810. Dörrobst 3035, Honig 40-50, Rüsse 35 bis 40, Enten 90100, 3unge Hähne 8090, Suppenhühner 8090. Gänse 90100 Pf. Da8 Pfund, Tauben 5060, Blumenkohl 2060. En­divien 810, Ober-Kohlrabi 810, Lauch 510, Rettich 10-15, Sellerie 1040 Pf. Das Stück, Kartoffeln 33,50, Weißkraut 45, Wirsing 7 bi- 8, Rotkraut 78 Mk. per Zentner.

Vornotizen.

Tage-kalender für Donnerstag. Oberhessischer Geschichtsverein: 20.15 Uhr, Kunst» wissenschaftliches 3nstitut, Ludwigstrahe 34. Vor­trag von Stadtbaurat Gravert überReue Forschungen über Die älteste StaDtanlage Gie- henS". Universität, Hörsaal 40 : 20.15 Uhr, öffentlicher VortragSoziale unD antisoziale Triebkräfte im modernen Menschen". Spiel­vereinigung 1900 : 20.30 Uhr,Postkeller". Or­dentliche Generalversammlung. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Douaumont". Astoria-Licht- fpiele:Der Schrei aus dem Tunnel" undDer neue Weltmeister".

Aus Dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Freitag, 15. 3a- nuar, _ 20 Uhr, Wiederholung der erfolgreichen Zeitstückes von Peter von Preradovic:Ver­stehen wir uns?" unter Der Spielleitung von Pe­ter F a s s o t t. Die Rolle Der Großmutter spielt als Gast Frau Auguste Prasch-Greven- berg. Ende 22 Uhr. Am Sonntag, 17. 3a- nuar, 15.45 Uhr, als Fremdenvorstellung zu er­mäßigten Preisen WieDerholung Der allseitig mit größtem Beifall aufgenommenen Märchenauffüh­rungenDie Wunterlarnpe", Weihnachtsmär­chen von Werner SchmiDt unter der Spielleitung von Karl Dolck, unDDie Puppenfee", Ballett von Gaul und Hahreiter, Musik von Daher. Spiel­leitung Karl Heyser, tänzerische Leitung: Ewald Däulke. musikalische Leitung: Fritz Cuje. Ende: 18.15 Uhr.

Ne Prüfung von Kraftfahrzeugen, Kraftsahrzeug- führern, Fahrlehrern, Lehrwagen und Lehrmittel herabgesetzt. Die Gebühren sind im allgemeinen um 10 v. H., die Gebühren für die Prüfung von Kleinkrafträdern unD für gewisse Führerprüfungen um 20 v. H gesenkt worden. Der bisherige Zu­schlag bei Prüfungen außerhalb Des Wohnsitzes der Sachverständigen ist unverändert geblieben, da bei den Reisekosten der Sachverständigen eine Aenderung nicht eingetreten ist.

Die Bruderschaft Dießen des I u ngdeutschen Ordens hielt dieser Tage einen Konvent für Schwestern und Brüder ab. Rach ber Behandlung von Organisationsfragen gab Dr. Seipp einen Ueberblid über die politische Lage. Rach ihm hielt Dr. Weiß einen Dor­trag überMöglichkeiten der deutschen Außen­politik im Westen des Reiches". Er erklärte u. a.: Die Erörterung eine« deutsch-französischen Bünd­nisses auf nationaler Grundlage kommt angesichts der vernichtenden Goldpolitik Frankreichs nicht in Frage und ist durch dessen unnachgiebige Hal­tung einfach unmöglich. Trotzdem sind Die Mög­lichkeiten der deutschen Außenpolitik im Westen nicht erschöpft. Große Bedeutung kommt der be­völkerungspolitischen Lage 'Frankreichs zu. Die französische Landbevölkerung zieht in zunehmen­dem Maße in Die Städte. Weite Strecken Lan- de- liegen brach. Die Geburtenquote des Fran- zosentumS hat die zur volklichen Erhaltung not­wendige Höhe nicht. Ausländer, besonDers Po­len und Tschechen, bilden zu einem großen Teil die 3nDustriearbeiterschaft I So ist Lille schon heute diepolnische Stadt" Frankreichs. 3m Rhone­tal und in anderen landwirtschaftlichen Gebieten, besonders im Süden des Landes, siedeln starke italienische Dolksteile. Die Versuche der sran- zösischen Regierung, sie zu französieren, sind trotz großen Aufwandes erfolglos. Eine ebenso große Gefahr bilden Die nationalen Minderheiten Srrant- reichs, die sich in einem Zentralausschuß zu­sammengefunden haben. 3eDer 8. französische Staatsbürger gehört einer nationalen Minder­heit an. Die elsaß-lothringische Heimatbewegung ist ein weit über Frankreichs Grenzen bekannter Brennpunkt. Von teils direkter, größtenteils aber indirekter Bedeutung für Frankreich ist Die flä­mische Rationalbewegung in ihrem Kamps gegen Französierung und Die Oberherrschaft DeS bel­gischen Staate« unD Der Wallonen, Des anDeren belgischen Volk-teils. Die Tendenz dieser Bewe­gung ist staatssprengend, eine Zerreißung Bel­giens bedeutet aber eine Verdrängung und Ver­minderung der Einflußsphäre Frankreichs. 3n dieser Hinsicht bildet das reine, germanische Dolksbewußtsein der Flamen, ihre Sympathie für Deutschland einen nicht zu unterschätzenden Fak­tor. Letzten Endes brauche aber Deutschland eine Rückendeckung im Westen,einen nationalen Frieden am Rhein", um Den Blick frei zu haben gegen Osten zur Abwehr der heranbrausenDen Welle Des Bolschewismus In einheitlicher Volks­front, bereit vorzustoßen, wenn Diese Welle zu- rückflutt.

" Bund der Lahnfreunde. Man be­richtet unS: Eine stattliche Anzahl Mitglieder deS WantervereinsBund der Lahnfreunde" traf sich am Sonntag am Oswaldsgarten zur ersten Wanderung im 3ahre 1932. Bei lachendem Son­nenschein ging es Der Lahn entlang über Die Wißmarer Brücke nach Wißmar, wo kurze Ein­kehr gehalten tourte. Von Wißmar führte Der Weg über Die Höhe Durch KrofDorf nach dem Endziel Gleiberg. Prächtige Aus- und Rückblicke erfreuten unterwegs Das Auge und gaben erneut Kunde von Der Schönheit unserer engeren Hei­mat. Bei Gesang und Vorträgen ernsten und heiteren 3nhaltS vergingen allzu rasch die fröh­lichen StunDen, bis die eintretenDe Dunkelheit zum Aufbruch mahnte. Don der Höhe des Hardt­hofs grüßte im Lichterglanz Gießen, da« man nach Der erfrischenden WanDerung gegen 18 Uhr erreichte.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, Den 14. Januar 1932.

Das Wunder des Lichts.

Die Wintersonnenwende im letzten Drittel des Dezember soll eigentlich schon die Wiederkehr des Lichtes in unsere nordeuropäische Heimat bringen. Theoretisch ist das auch richtig, und wer in der Lage wäre, auf die Minute genau den Sonnen­aufgang und Untergang zu überwachen, würde sogar seinen Glauben an das zunehmende Licht bestätigt finden. Aber wir anderen Menschen spü­ren von der Lichtzunahme zunächst noch nichts. UnS erscheinen die Sage um die Weihnachtszeit r:nd bis m Den 3anuar hinein noch immer als besonders dunkel und unfreundlich: morgens ver- vnissen wir das Tageslicht sehr schmerzlich: für Den Rachmittag haben wir uns aber schon eher Daran gewöhnt, Daß zu sehr srüher StunDe Die künst­liche Beleuchtung gutmachen muh, was Die Sonne uns noch verweigert.

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er aber nicht getan und sich deshalb strafbar gemacht.

Ein auswärtiger Reisender hatte Ende 1929 einem hiesigen Ehepaar für etwa 400 Mk. Wäsche und andere Sachen verkauft unD zum Ausgleich für Die al« teuer bezeichneten Preise zwei Ma­tratzen als GratiSzugabe versprechen. Seme Firma lieferte jedoch die Matratzen, die auch nur auf Der Dem Käufer ausgehändigten Durchschrift des Bestellschein« standen, nicht, und Der Reifende tourDe schließlich wegen Betrugs angeklagt. Da« Amrsger.cht Gießen verurteilte ihn zu 1 5 0 M k. Geldstrafe. Es hielt seine Angabe, er habe Die Matratzen nicht al« GratiSzugabe verspro­chen. durch die glaubwürdigen Angaben der Ehe­leute für widerlegt. Die Strafkammer bestätigte das Urteil.

Ein Metzger auS dem Vogelsberg batte Fett fetlgebalten und verkauft, dessen Herstellung allen Forderungen Der Hvgiene geradezu Hohn sprach. Das Amtsgericht Schlitz hatte deshalb auf 200 Work G e l d st r a s e und Publikation Des Ur­teils erkannt. Die Strafarhöhung bezweckende Be­rufung der Staatsanwaltschaft war insoweit von Erfolg, als auch auf Einziehung des Herstel­lungsgeräts des Fettes erkannt wurde: im übri­gen wurde die Strafe als ausreichend erachtet.

Die Wetterlage.

Sprechstunden der Redaktion.

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Abt. Wertreklame

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Qwolkenlos. ® neuer. ® naib bedeckt ® woixig. G bedeckt e ftegt^ Schnee a Graupeln. a hebet KGcwiiter.(§)windsblie.«O» «V «ifhter O$t y «lässiger Südsüdwest q Stürmischer «tordwejk Oie Heue fliegen mn dem Winde Die beiden Stationen stehenden zo ten geben die Temperatur an. Die Linien Verbinden Orte mit gleichen» auf neeresmveau umgere<hnei«n Luftdruck

Wettervoraussage.

Neuerdings steigt der Luftdruck vom Süden her wieder an, aber gleichzeitig wird Deutschland von milder ozeanischer Lust überflutet. Die Wetterlage, die somit im Grenzbereich zwischen maritimer Luft' des nördlichen Tiefs und dem hohen Drucke liegt, wird dadurch keine Beständigkeit annehmen. Teil- tpeife geht die Bewölkung zurück, so daß bei nächt- kichern Äufklaren auch die Temperaturen sinken. Anderseits dringt neue Warmluft von Westen her nach dem Festlande vor, unter deren Einfluß tags­über wieder Bewölkung mit vereinzelten «Weber- schlagen vorüberzieht. Die Temperaturen schwanken und liegen durchweg für die Jahreszeit zu hoch . AussicktenfürFreitag: Anfänglich leicht wolkig mit Aufklaren, nachts kühl, dann wieder wech. selnd wolkig und bedeckt, mild, vereinzelt leichte Nie- derschläge.

A u s s i ch t e n f ü r S a m s t a g : Für die Jahres- zeit mildes und wechselnd wolkiges Wetter, noch ver­einzelt etwas Niederschlag.

Lufttemperaturen. Am 13. Januar mittag« 4,8 Grad Eelsius, abends 4,9 Grad. Am 14 3a- nuar morgens 5,3 Grad. Maximum 5,6 Grad. Minimum 4,6 Grad.

Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tief«. Am 13. 3anuar abenDS 2,0 Grad. Am 14. 3anuar morgens 2,6 Grad. - RieDerschläge 2,6 Milli- meter. Sonnenscheindauer 2 Stunden.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinden.

Israelitisch« Religlonsgemeinde. Gottesdienst in Der Synagoge (Südanlage). Samstag, 16. Ja­nuar 1932. Vorabend: 4.45 Uhr: morgen-: 9.00 Mr- Abends: 5.05 und 5.45 Uhr.

Israelitische Retigionsgesellschaft. Sabbatfeier den 16. Januar. Freitag abend 4 30 Uhr, Samstag vor­mittag 8.30; nachmittags 5.05; Sabbatausgang 5.45. Wochengottesdienst: morgens 7; abends 4.30 Uhr.

NIVEA-CREME

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