Ausgabe 
13.12.1932 Erstes Blatt
 
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Aus der Provinzialhauptstadt.

Zn der klaren Winterlust.

Schon malt der Frost auf die Fensterscheiben die Vielgliedrigen Wunderblumen. Wir hauchen am Morgen, wie einst in der Kinderzeit, ein Loch hinein, um auf die Straße sehen zu können. Jetzt ist es so weit. Keinen Menschen erblicken wir, doch dort kommt der Milchmann. Wce possierlich hat er sich in seinen dicken Mantel ge- wickelt und sein wärmstes Halstuch umgeschlagen.

*2tun trippeln einige Duden mit ihrem Schul­ranzen vorüber. In der Goss« ist ein wenig Eis. Die Kleinen können nicht vorbei. Sie mu.sen schnell einmal, zweimal amb noch mehrmals »schleifen". Dann aber geht es im Trab nach der Schule.

Die Herrlichkeit an unserem Fenster ist auch bald verschwunden. Die Eisblumen sind nicht mehr, denn im Ofen knistert es längst.

Aber wie weht die scharfe Luft in das Gesicht, wenn wir aus die Strahe treten! Tiesatmend bleiben wir stehen. Sie tut wohl, diese frische, reine Winterluft. Wir schauen zum klaren Him­mel, die ersten Sonnenstrahlen schießen über die Dächer und beleuchten hell die Schneeflächen auf den Bergen. Die Wälder stehen wie finstere Wächter dahinter, die fernen Höhen find blaß vom Sonnenlicht, aber scharf und deutlich vom Himmel abgezeichnet.

Jetzt mühte man hinauswandern können in den frischen Wintertag! Aber wir haben die Schlitt­schuhe schon zurechtgelegt. Heute nachmittag wer­den wir einen Versuch machen, und wenn es noch so spät wird.

Auch eine Winternacht mit Mondschein und dem Silberglanz des Eise-, auf das bläuliche Schatten fallen, hat ihre großen Reize. Der Rückmarsch durch die schlafenden Dörfer: Di« Rächt so wun­derstill und der Himmel so weit! Die Landbewoh­ner schlafen. Aus keinem Fenster mehr fällt ein Lichtschein. Dunkel stehen die Däume an den Berg- lehnen, steil ragen ihre kahlen Aeste zum Himmel hinauf. Und in erhabener Ruhe träumen die lang­gestreckten Vergzüge.

Ein Lied klingt in solchen Dächten in unserm Herzen auf, ein altes Lied aus dunklen Zeiten. Der Dach rauscht seine eintönige Weise dazu. Bald wird auch er vom Frost gefesselt sein und kristal­len erglänzen.

Alle Feldwege sind fest und hart gefroren, in den Mulden liegt Schnee, Gräser und verdorrte Blumen sind mit Eisblumen behängt. Es klirrt und klingt, wenn wir über die winterlichen Wie­sen schreiten...

Mit geröteten Wangen und glänzenden Augen kommen wir nach Hause, aber gestärkt und er­frischt für die nächsten Tage.

Mer will bei dieser köstlichen Luft im Zimmer hocken? S.

2000 Kilometer auf dem Zangtsekiang.

Goethebund, Kaufmännischer Verein, Ortsye- werbeoerein und die Gesellschaft für Erd. und Völ­kerkunde hatten sich diesmal zu einer Dortragsge- meinschaft zusammengeschlossen und für den gestri­gen Abend den in Gießen nicht unbekannten Zen- tral-Asiensorscher Dr. Walter S t oe tz n e r - Dres­den zu einem Vortrag über seine Reise aus dem Zangtsekiang verpflichtet. Eine große Zuhörerschar hatte sich in der Neuen Aula der Universität ein- gesunden.

Der Zangtsekiang sei, so führte der Vortragende u. a. aus, die Lebensader Chinas. Reger Schiffsverkehr belebe das Wasser, Dschunken, groß und klein, glei­ten auf dem Strom in das Innere des Landes und zurück zur Küste, bringen die Produkte des Hinter­landes an die großen Hande lcstätten. Seine eigenen Reisen galten der wissenschaftlichen Arbeit im Vor­land Tibets. Zu diesem Zwecke sei die große Reise auf dem Jangtse unternommen worden. Es galt also, ein großes Boot zu chartern, Boys anzuwer- den, das aroße Gepäck zu verstauen und den Auf- bruch zu der großen Reife oorzubereiten.

Und nun nahm der Vortragende fein Tagebuch i,ur Hand und las in freier Form kurze, kleine Ab- chnitte, um den Zuhörern das Erlebnis dieser grö­len Fahrt unmittelbar vor Augen zu stellen. Gleich- 0 wurden sehr sorgfältig und gut kolorierte

>ilder (durchaus künstlerisch gesehene Aufnah­men) gezeigt, die man im Zusammenhang mit die­sem Vortrag nicht hätte missen mögen. So hörte man von dem Schiffseigner und feiner Familie,

von den stets luftigen Dienern und den anderen Teilnehmern der Expedition, man lernte das Schiff und feine interef|anten Einrichtungen kennen, er­fuhr vom Leben an Bord und der Gemeinsamkeit, die für Monate unter allen Teilnehmern bestand und sich, wie der Redner sagte, fast zum Freund- schastsverhältns verdichtete. Man hörte ferner von jenen zähen, leistungsfähigen, unverwüstlichen Chi­nesen, die das Schiss Tag für Tag stromaufwärts ziehen, wenn nicht ein günstiger Wind in die großen Segel fällt und den Menschen die Arbeit abnimmt. Eingehend sprach Dr. S t o e ö n e r von den Trödlern", die am Ufer entlang ständig singend im Rhythmus, der auch ihrer Arbeit eignet, das Schiff ziehen, so, wie es ihre Väter und Generatio­nen vor ihnen getan haben. In den Bildern sah man die schmalen Wege entlang dem Fluß, die schwin­delnden Pfade, die in Fe.,en, zum Teil hoch über dem Wasser, gehauen sind und den Treidlern ge­fährlicher Weg sein müssen. Den Höhepunkt aber bildeten die Schilderungen der Fahrten durch ein­zelne der 18 großen Stromschnell^n, die den Fluß

Helft der Winiernoihilfe!

überaus gefährlich machen, die Mannschaft auf eine übermenschliche Kraftprobe stellen, wahrend vom Deck des Schisses her die Trommel anseuemd und erregend zu den Treidlern hinüberktingt an das Land und der Schall sich hundertfach an den Fels- wänden bricht, die im Stromschnellengebiet steil aus dem Flußbett aufragen.

D«r Redner )üp«.\e feine aufmerksamen Zu­hörer noch im Geiste in jene kleinen, porzellan­zarten Tempel, die sich häufig ober- und unter- yalb der gefährlichsten Stellen des Flusses be­finden, in denen der Schiffer sein kleines Opfer bringt und um den Beistand der Götter für schwere Fahrt bittet. Man hörte ferner von der wissenschaftlichen Arbeit der Expedition während der großen Stromsohrt, die sich über drei Monate und über eine Entfernung von über 2000 Kilo­meter erstreckte, um dann die Wissenschaftler erst an jenem Punkte zu sehen, von dem aus ein 600 Kilometer langer Landmarsch zu den eigent­lichen, Forschung-hätten beginnen sollte.

Diele Bilder veranschaulichten das gesprochene Wort: man sah prächtige Aufnahmen von den Menschen, die den Forschern dienten, von den Dschunken und den Dörfern am Strom, von Tem­peln und gewaltigen Berglandschaften, die zur Zeit des Sonnenuntergangs von zauberhaftem Lichte umflossen sind. Roch vieles andere ließ die Zuhörer eine genußreiche Stunde erleben. Dem Redner wurde verdientermaßen lebhafter Beifall zuteil.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 13. Dez. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter ISO, Landbut­ter 130, Kochbutter 100, Matte 2530 Pf. per Pfund, Käse 510, Eier, ausländische, 1214, in­ländische 14 Pf. per Stück, Wirsing, grün, 810, Weißkraut 68, Rotkraut 810, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 810, Spinat 15, Llnter-Kohl- rabi 68, Grünkohl 15, Rosenkohl 2025, Feld­salat 80- 100, Zwiebeln 810, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 25 - 30, Kartoffeln 3, Aepsel 1835, Dirnen 20- 35, Dörrobst 3540, Honig 40 bis 45, Russe 35--40, Junge Hähne 7090, Sup­penhühner 6080, Gänse 65 -75, Enten 8090 Pfennig per Pfund, Tauben 5060, Blumenkohl 30-60, Endwien 10-15, Ober-Kohlrabi 8-10, Lauch 5-10, Rettich 1015, Sellerie 10-35 Pf. per Stück, Kartoffeln 3,00, Weißkraut 4,00, Rot­kraut 6,00, Wirsing, grün, 6,00 Mk. per Zentner.

Vornotizen

Tageskalende.r für Dienstag. Stadt- theater: 20 bis gegen 23 Uhr,Die endlose Straße". Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Brand- platz: 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. Kaufmänni­scher Verein und Gewerbeverein: 20 Uhr, Neue Aula, Lichtbildervortrag über2000 Kilometer auf dem Vangtsekiang". Technischer Verein:Augustiner", Monatsversammlung. Lichtspielhaus, Bahnhof­straße.^Eine von uns".

Vortrag in der H o ch s ch u 1 g ef e li­sch a s t. Auf Einladung der Gießener Hocyschul-

gesellschast spricht am nächsten Freitagabend im Studentenhaus der Intendant unseres Stadttheaters Dr. Prasch überDas moderne Theater als Spiegel der Kulturgeschichte". Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen. (Siehe heutige Anzeige.)

* Justizpersonalien. Ernannt wurden durch Entschließung des hessischen Iustizministers: zu Mitgliedern des Disziplinarhofs für Notare für die Jahre 1933, 1934 und 1935: die Notare Otto Jäckel in Friedberg Theodor Kleinschmidt in Darmstadt Justizrat Dr. Otto Bing in Main): zu stellvertretenden Mitgliedern des Disziplinarhofs für Notar« für die Jahre 1933, 1934 und 1935: die Notare Immo Albrecht in Gießen, Iustizrat Dr. Max Goldschmidt in Offenbach Dr. Franz Kirstein in Mainz: zu Mitgliedern der Diszivll- narlammer für die Notare der Provinz Oberheisen für die Jahre 1933, 1934 und 1935: die Notare Justizrat Dr. Ernst Rosenherg in Gießen. Theo­dor Beilste' n in Grünberg: zu stellvertretenden Mitgliedern der Disziplinarkammer für Die Notare der Provinz Oberhessen für die Jahre 1933, 1934 und 1935: die Notare Dr. Kurt Spohr in Gie­ßen Dr Karl Brücher in Bad-Nauheim.

** Die Eisbahn eröffnet. Heute vormittag wurde Die Eisbahn eröffnet. Die Eisfläche befindet sich, mit Annahme weniger Stellen, in bester Ver­fassung, das Eis ist sehr glatt und in anbetracht der Kälte auch sehr hart. Den Gästen stehen durch die Schaffung Des Eishauses neuerdings einige beson­dere Annehmlichkeiten zur Verfügung. Die Eisbahn wirt auch am Abend geöffnet sein.

RDN. Erweiterte Wintersportkarten Der Reichsbahn für We st Deutschland. Da Die Benutzung der westdeutschen Wintersport-

Plätze, besonders des Hochsauerlandes, von Jahr zu Jahr stärker wird, werden die auf einer großen Zahl westdeutscher Bahnhöfe aufliegenden Sonn­tagsrückfahrkarten nach dem Hochsauerland, und zwar nach Winterberg, Willingen, Usseln und Frede- ourg, versuchsweise in diesem Winter an Sporttagen eine verlängerte Gültigkeit von Samstags 0 Uhr (also schon in der Nacht von Freitag auf Samstag gültig) bis Montags 14 Uhr erhalten. Diese Winter- Iportfarten ermöglichen die Ausübung des Winter­sports bedeutend länger als die früheren einfachen Sonntagsfahrkarten. An bestimmte, nach dem Hoch- fauerland verkehrende O-Züge werden an Sport­tagen besondere Wagen für Reisende mit Winter­sportgerät angehängt.

Billige Glückwunschtelegramme a u Weihnachten und Reujahr befördert die Deutsche Reichspost. Die Glückwunschtele­gramme werden vom 14. Dezember bis 6. Januar angenommen, die Post läßt sie den Empsängern am Weihnachtsheiliaabend bzw. am Silvester­abend oder am 1. Weihnachts- bzw. am Reu- jahrstage zustellen: die später eintreffenden gleich nach der Ankunft. Die Gebühren betragen für ein Telegramm im inneren deutschen Verkehr 75 Pfennig (im Ortsverkehr 50 Pf ), wofür zehn Gebührenwörter gestattet sind: jedes weitere Wort kostet 5 Mennig. Im Verkehr mit deutschen Schif­fen in See über Küstenfunkstellen der Deutschen Reichspost werden für jedes Wort 40 Pfennig er­hoben, ohne Mindestbetrag für ein Telegramm. 3m Auslandverkehr sind die Gebühren nach den einzelnen Ländern verschieden: sie betragen die Hälfte bis ein Drittel der vollen Sähe, teilweise sind sie noch niedriger. Räheve Auskünste ertei­len die Postämter.

Wirtschaft.

* Blohm & Voß, K. a. A., Hamburg. Die jetzt vorgelegte Gewinn- und Derlustrechnung der Blohm & Voß K. a. 21., Hamburg, verzeich­net einen Detriebsüberschuß zuzüglich allgemeiner Unkosten in Höhe von 1,92 Mill. Mk. Aus der anderen Seite erforderten Dersicherungsgebüh- ren 0,083 Mill. Mk., Sozialversicherungen 0,56 Mill. Mk. und Abschreibungen 1,00 Mill. Mk., so daß einschließlich des Vortrages aus 1930/31 in Höhe von 0,05 Mill. Mk. ein Ergebnis von 0,30 Mill. Mk. verbleibt, woraus die Vorzugs­aktien die vorgesehen« 2,5prozentige Dividende erhalten sollen, während auf die Stammanteile eine Dividende diesmal nicht ausgeschüttet wird. Berlin bei ruhigem Geschäft schwächer.

Berlin, 13. Dez. (WTB. Funtspruch.) Seit gestern abend ist die Tendenz für Effekten mehr­fachen Schwankungen unterworfen gewesen. Nach den leichten Abbröckelungen in Frankfurt herrschte heute vormittag eine etwas zuversicht­lich e r e S t i m m u n g , die mit der festen Veran­lagung der deutschen Werte in Neuyork, der an­geblich nicht ungünftigen Finanzlage des Reiches und dem guten Eindruck, Den die Genfer Einigung im Auslande gemacht hatte, zusammenhing. Auch die weitere leichte Pfundbesserung sand Beachtung.

Zu Beginn des offiziellen Verkehrs lagen keine Publlvurnsonders vor, und da die Spekulation eher zu Abgaben neigte, stellten sich die Anfangs- Notierungen vielfach bis zu 1 o. H. niedriger. Braunkohlenwerte büßten sogar bis zu 2,50 v. H. ein. Sonst waren nur vereinzelt Abschläge über 1 o. H. hinaus bis zu 1,75 v. H. zu beobachten. Chadeaktien büßten 4 Mk. ein. Verschiedentlich waren allerdings auch noch Besserungen bis zu 1 o. H. festzustellen, Engelhardt gewannen 1,50 v. H. Im Verlaufe ergaben sich bei sehr kleinen Umsätzen erneut Abbröckelunaen bis zu 1 v. H. Die Grund­stimmung war jedoch nicht eigentlich schwach zu nen­nen. und gegen 13 Uhr hörte man verschiedentlich wieder Geldkurse. Recht selten beobachtete man aber Veränderungen gegenüber dem Anfang. Chade- aktien erholten sich um 1 Mark. Hoesch war stärker gefragt und 1,50 v. H. fester.

Am Rentenmarkt lagen Deutsche Anleihen etwas schwächer, auch Reicheschuldbuchforderungen waren nur knapp behauptet, während Goldpfand­briefe gut gehalten blieben. Industrieobligationen und Reichsbahnvorzugsaktien tendierten fester. Aus­länder hatten keine nennenswerten Veränderungen aufzuweisen und lagen geschäftslos.

Am Geldmarkt war die Situation zu gestern völlig unverändert, Tagegeld war an der unteren

Grenze mit 4,39 bzw. 4,25 v. H. erhältlich, Monats- gelD blieb 5 bis 7 v.H. Prioatdiskonten waren wei­ter in Vorbereitung zum Medio angeboten, die Nachfrage war nur gering. Reichswechsel per 10. März und Reichsschätze per 18. April lagen ge- schästslos.

Frankfurt sehr ftill.

Frankfurt, 13. Dez. (WTB. Drahtmeldung.) Die Kursgestaltung zu Beginn der heutigen Börse war uneinheitlich, Da kleinen Orders des Publiikums einige Glattstellungen der Kulisse gegen» überstanden. Die Veränderungen nach beiden Seiten hielten sich im Rahmen von 0,50 bis 1 v. H. Das Geschäft war sehr still. Auch der angeblich ge­plante Umtausch von Gelsenkirchen - Aktien aus Reichsbesitz gegen Stahloereinsaktien aus dem Be­sitz der IG.-Farben-Jndustrie blieb ohne Einfluß, ebensowenig die Befestigung der deutschen Werte an der gestrigen Neuyorker Börse.

Die einzelnen Marktgebiete setzten gegen die Abendbörse wie folgt ein: Am Chemiemarkt bestand etwas Nachfrage nach Scheideanstalt, die 1,50 o. H. anzogen, wogegen IG., Deutsche Erdöl und Rütgers- werke bis zu 0 50 v.H. nachgaben. Don Elektro­werten büßten Siemens 1,50 v. H., Licht und Kraft und AEG. bis zu 0,90 v. H. ein. Schuckert und Elektrische Lieferungen zogen je 0,50 v. H. an, Gcs- fürel, Felten und Bekula blieben behauptet. Am Montanmartt bröckelten Rheinstabl und Buderus bis zu 0,75 v. H. ab, Klöcknerwerke, Mannesmann und Stahlverein, erhöhten sich um 0,75 o. H. Phönix und Gelsenkirchen lagen unverändert. Von Zellstoff- werten konnten sich Waldhof um 1 auf 47,50 o. H. befestigen, Aschaffenburg lagen mit 28,25 v. H. be­hauptet. Von sonstigen Werten gewannen Reichs­bankanteile 0,75 v. H., Daimler 0,25 v. H., wogegen Aku 0,50 o. H. und Norddeutscher Lloyd 0,13 v. H. zurückgingen.

Am Rentenmarkt bröckelten Deutsche An­leihen und späte Reichsschuldbuchforderungen bis zu 0,25 v. H. ab, Stahlvereinbonds und Reichsbahn­vorzugsaktien zogen je 0,50 v. H. an. Am Auslands­rentenmarkt lagen Zolltürken, 4prozentige Einheits­rumänen und Ungarische Goldrenten gut behauptet. Eisenbahn-Bosnier gaben 0,25 v. H. nach. Auch am Pfandbriefmarkt war die Kursgestaltung uneinheit­lich. Die Veränderungen betrugen bis zu 0,50 v. H. Kommunalobligationen blieben gesucht.

Im Verlaufe bröckelten die Kurse infolge der Ge- schäftsstille fast allgemein etwa 0,50 v. H. ab, nur Scheideanstalt blieben gesucht und zogen erneut um 1,50 v. H. an. Tagesgeld war zu 3,50 v. H. unver­ändert.

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