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Die Deuischnattvnalen im Wahlkamps

einem Einsturz rechnen

tender lebhafter Beifall.)

maurerei

ie teile

Schöne weiße Zähne

telstandspolitik aus. . ,

bisher in Hessen gute Politik getrieben, und sie mür­ben bas auch weiterhin tun. Er gab zum Schluß ber Hoffnung Ausdruck, baß die DNDP. die große na­tionale Bürgerpartei der Zukunft werbe, bie auch in Hessen nationale Politik vertreten, babel.aber eine einseitige Parteiherrschast verhindern wolle. ('21nf)al-

Führer, ei» oerherateter Reichswehrangehöriger. BK tot. Die anderen sieben Jnsal'en

wurden iKrankenhaus nach Schleiz gebracht, wo heut« vormittag dr«i von ihnen ihren schweren Verletzungen erlagen.

Großscuer Im Berliner Cunapart.

sprach sich weiter für eine scharfe Warenhaus, und Filialsteuer, wie überhaupt für eine tatkräftige Mit- Die Deutschnationalen hätten

ee Ober hessisch

Die diesjährige Tagung des Verbandes ber Hess!

schon nach einmaligem PuKen mit der herrlich erfrischend schmeckenden .Thlorodont-Zahnpalie", schreibt uns ein Raucher, Tube 50 Ps. und 80 Ps.

Spenber haben mit ihren (Baben einem lobenswerten Werk die verdiente Förderung erwiesen.

Geschichtsoerein.

Im Automatenrestaurant im Lunapart brach gegen 1 Uhr Feuer aus, bas rasch einen großen Umfang annahm. Versuche, bie Flammen bie in-ber Golbkonstruktion reiche Nahrung fanben im Helme zu ersticken, mißlangen Acht Züge ber Feuer mehr mußten nach unb nach anrüaen, um bas treuer aus 16 Rohren zu bekämpfen, bas inzwischen auch b e n 53 Meter hohen Turm ergrtf. f k n hatte. Auch die umliegenden Gebäude gerieten in Brand. Rur mit Mühe gelang es, die Berg» und Talbahn sowie das angrenzende Haupt- reftaurant vor den Flammen zu schützen Eist nach mehreren Stunden konnte ber Branb gelöscht werden. Don dem Turm steht nur noch die Eisen- konstruttion. so daß man mit I,' '

muh' Man wirb versuchen, ihn vorher abzutragen. Der Lunapark muh zum Teil gesperrt werben. Der Sachschaben ist sehr erheblich. Die Entstehungsursache bes Branbes konnte noch nicht ermittelt werben

und Früchte stehen: denn sie bieten neben der gesundheitlichen Wirkung in dieser Zeit auch ganz besonderen Genuß. Viele Menschen fühlen sich rm Sommer am wohlsten. Das hangt vielleicht nicht nur mit der schönen Jahreszeit zusammen, mit der Sonne unb dem vielen Sport, sondern auch mit der gesunden Spcisenkarte, die sich jedes Jahr von neuem darbietct.

Oie Frequenz an der Universität Gießen

Don der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt: 3m Sommersemester 1932 sind an unserer Llniversität insgesamt 2 198 Stu­dierende eingeschrieben, darunter 167 Studen­tinnen. Die Gesamtzahl verteilt sich auf die ein­zelnen Fächer wie folgt: »

Theologie 250, darunter 5 Studentinnen: Rechtswissenschaft 338, darunter 5 Studentinnen: Medizin 506, darunter 50 Studentinnen: Vete­rinärmedizin 227, darunter 1 Studentin: Philo­logie 367, darunter 74 Studentinnen: Mathemanik 120, darunter. 13 Studentinnen: Raturwissenschaf­ten 139, darunter 13 Studentinnen, Chemie 53; Forstwissenschaft 46; Landwirtschaft 48; Phar­mazie 1 Studentin, Staatswissenschaften 103, dar­unter 5 Studentinnen.

3m Sommersemester 1931 betrug die Gesamt­zahl der Studierenden 2131 und im Winter­semester 1931'32 2117.

Heimatfest auf dem Schiffenberg.

Di« Heimatvereinigung Schiffenberg und die R.- und -E.-Sommer-Stisiung hatten aus gestern nachmittag zu einer gemeinsamen heimatlichen Deranstaltung auf dem Schüfen berg cingclaben. (Die R.- und -S.-Sommer-Stiftung hält ihre Jahrestagung sonst auf Obersteinberg, ab.) Vei dem herrlichen Sommerwetter waren einige tau­send Menschen aus Gießen und den Ortschaften am Fuße deS Schiffenbergs dem Rufe gefolgt, die einige anregend« Stunden unter dem eini­genden Gedanken der Heimatliebe verbrachten.

Die Kapelle Harnisch, Watzenborn-Stein­berg, leitete die Dortragsfolge mit einer musi­kalischen Darbietung ein. Hierauf hielt jlnioer- sitäts-Dibliothekar Dr. Walbrach einen intet- ess amen Vortrag überO betreff en in den Freiheitskriegen 1813 181 5. Ein be­deutsames Stück deutscher und oberhessischer. aber auch Gießener Geschichte wurde in dem Dortrage den Zuhörern nahegebracht, ein Stück Geschichte, in dessen Mittelpunkt Blücher unb seine Armee stehen. Der Dortragende machte dabei u. a. auch interessant« Angaben über Blüchers Aufenthalt in Gießen und in unserer Umgegend. Der Vor­trag. aus den wir demnächst in anderem Zu­sammenhänge zurückkommen werden, wurde mit lebhaftem Beifall auf genommen. Rach einem wei­teren Vortrag der Kapelle Harnisch sprach Geh. Medizinalrat Pros. Dr. Sommer über .D ie hessischen Familien in der Ahnentasel Goethes". Der Vortragende gab in seinen fesselnden Darlegungen Aufschluß über Goethes verwandtschaftlich« Beziehungen zu unserer engeren Heimat unb fand für seine be­lehrenden Worte wohlverdienten Beifall.

Als Höhepunkt ber Veranstaltung folgte nun die Aufführung des Festspiels .Das Lied Geleit zu jeder Zeit", verfaßt von dem be­kannten Heimatdichter Gg. Heß iLeihgestern). Der Dichter hat in diesem interessanten und gemüt- reichen Werk die hohe Bedeutung des deutschen Liedes in allen Lebenslagen hervorgehoben, und in einer Reihe geschickt zusammengestellter Bilder läßt er es. mit sinnigem gekproch<men Wort als verbindendes Glied, vor dem Auge d«S Hörers vorüberziehen. Rach einem Fansarenrus leitet der .Herrufer (Herr Lust- Gießen- das Festspiel mit dem Ruse nach dem deutschen Lied (dargeftellt von 5rL Hilde Wohlf ahr t - Gießen) ein. das dar. aushin erscheint und nun in feinsinnigem Prolog den Ruf nach immer neuen Bildern des Liedes im Geben ertönen läßt. Etwa 200 Schulkinder auS

Wettervoraussage.

Die gestern über ber Nordsee unb westlich von Skandinavien gelegenen flachen Störungen haben nur vorübergehend Bewölkung verursacht, ohne bah es in unserem Bezirk zu Gewitterstörungen kam. Nunmehr ist von Nordwesten her ein Hochdruckgebiet mit einem Äern von über 670 mm Luftdruck über bem Norbmeer erschienen unb wirb burch seine Süd- feite in Deutschland bei meist östlichen Winden bas vielfach heitere unb heiße Detter fortbauern lassen.

Aussichten für Dienstag: Heiter, heiß unb trocken.

Aussichten für Mittwoch. Fortbauer des sommerlichen Wetters.

Lufttemperaturen am 12. Juni: mittags 26,4 Grad Celsius, abends 18,5 Grad; am 13. Juni: morgens 16,1 Grab. Maximum 29,4 Grab, Minimum 113 Grad. Erbtcmperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Juni: abends 25,4 Grab; am 13. Juni morgens 17,4 Grab Eelsius. Sonnenscheinbauer 134 Stun­den.

Watzenborn-Strinbera, Leihgestern und Haufen, ein« Grupp« ber Gießener Pfadfinder, die 3ung- VHE -Gruppe Giek-en, eine Wandergruppe bet Arbeuenugend Gießen,' bie Mädchcgruppe des Spv Garbenteich, her Gesangverein .Germania" Watzenborn-Steinberg, rin Hochze.tszug der Dorf- iugend aus Watzenbom-Stetnberg mit einem Hüt» lenbvrger Brautpaar im Stmucke der alten Hoch» Heitstracht. Schnitter und Schnitterinnen, sowie bie Kapelle Harmsch - alles wirkte in schöner Ge­meinsamkeit zusammen, um das Festspiel zur Ver­herrlichung des deutschen Liedes in würdiger Weise bem Zuschauerkreis von einigen tausend Köpfen vorzuführen. 3n pietätvoller und sinniger Weis« bat der Dichter im Hinblick auf das Goethe» jahr Lieder von Goethe in die Aufführung ver­mochten und damit dem großen Künder deutschen Geistes eine Huldigung bargebracht. Das Fest­spiel wurde unter ber Regie des Autors flott und fesselnd auf geführt, es hielt die Zuschauer in gro­ßer Spannung und fand mit Recht lebhaften Bei­fall. dem ber Vorsitzende der Heimatvereinigung c d iffenberg. Forst rat Nicola u e . unb 2" meister Sch äfer, Watzenborn-Steinberg, in kur­zen Worten, insbesondere an den Dichter Georg Heß unb an die Hauptdarsteller, Ausdruck gaben.

Mit Volksfest unb Lanz fand bie bei schönstem Wetter in allen Teilen wohlgelungene Heimatfest­veranstaltung ihren Ausklang.

vornotticn.

lageslalenbcr für Montag. NSDAP.: 20 Uhr, volkshalle, Wahlkundgebung, Webner Gregor Straßer. Lichtspielhaus, Bahnhofsiraß«: Bomben auf Monte ttarlo".

lübben verlangt, bie auf Ehrenwort abgelegt wer­ben müßten. 3m übrigen müsse von den Logen- mitglicbcrn über vieles Schweigen bewahrt werben. 3n weiteren sehr speziell gehaltenen unb sehr ins einzelne gehenden Ausführungen erörterte ber Web­ner bie Formalitäten unb das Ritual ber Aufnahme eines Freimaurers, charakterisierte bie verschiedenen Formen der Erkennungszeichen unb sprach dann von politischer Betätigung ber Freimaurerei. In ausführlichen Betrachtungen roanble sich ber Rebner weiter bem Wirken ber Jesuiten /)u, sprach von ben machtpolitischen Absichten unb Zielen Roms unb des Papstes, von bem Unterschieb zwischen ber Freimaurerei unb dem als Gegenspieler auftreten­dem Papsttum, unb von ben mannigfachen (rin- flü(fen, bie von beiden Seiten auf bie Geschicke ber Völker ausgeübt worben seien. Lubenborsf habe dafür gesorgt, baß bas Wesen unb bie Ziele ber Freimaurerei öffentlich unb allgemein bekannt­geworden seien. Er wolle, baß bas Volk in einer Einheit von Blut, Glauben, Kultur unb Wirtschaft zu einer wahren Einheit gelange. Im Rahmen sei­nes Vortrages zeigte ber Rebner einige Szenen aus bem Ritual ber Freimaurerei.

Üm oamstagabenb trat bie Deutschnationalc Dolkspartet mit einer Versammlung im Saale be* Cast Leib in ben Wahlkamps in Gießen ein. Als eitler Redner sprach ber Reichstagsabgeorbnele Dr WIepbeck Hannover. Er betonte u. a , daß es jetzt darum gehe, bei den Wahlen unter allen Um­standen eine nationale Regierungsmehrheit herzu- stellen Er hob hervor, das die DRDP. in keiner Weise mit bem neuen Reichskabinett von Papen identisch sei, dessen taten man vielmehr abwarten wolle. Die Wählerschaft müsse jetzt Deutschland von dem bisherigen System befreien, damit nun mit der Tributpolitik endlich Schluß gemacht und die deut- sch« Gleichberechtigung auf allen Gebieten her- S«stellt werde. Besonders wichtig fei es dabei, den Üehrgedanken mehr als bisher in den Vordergrund zu rucken und aus der Arbeitsdienstpflicht allmäh- sich wieder zur Wehrpflicht xu kommen. Der Redner gab weiter ber Hoffnung Ausdruck, daß nicht bie NSDAP allein bie Mehrheit bei ben Wahlen er- reiche, sondern unter Heranziehung ber Deutsch nationalen bie Regierungsmehrheit erhalte Das fei brinaenb notwenbig, bamit Deutfchlanb nicht unter die Herrschaft einer einzigen Partei komme unb nur ein einseitiges Wirtschaftsprogramm durchgesühri werbe Hitler müsse weiterhin als Trommler unb Agitator wirken, Hugenberg aber sei ber Mann, der bie Erfolge einer solchen Bewegung in ber Politik unb in ber Verwaltung durchzufetzen ge­eignet fei. Der Redner betonte weiter, bah bie von ber NSDAP jetzt vertretenen Forderungen schon lange vorher von ben Deutschnationalen geltenb gemacht worden seien. Hieraus kritisierte ber Red­ner bas nationalsozialistische Wirtschaftsprogramm, das wegen seiner sozialistischen Tenbenzen burch bie Mitverantwortung der Deutschnationalen auf seinen wirklichen Werl unb feine Durchführbarkeit zu rück­geführt werden müsse Weiter kritisierte ber Redner die Wirtschaftspartei unb bie übrigen Mittelparteien, sowie bas Zentrum, wobei er betonte, bah es außerordentlich wichtig sei, eine starke Bresche in ben Zentrumsturm zu schlagen unb die Deutsch- nationalen so stark zu machen, daß sie auch bem Zentrum ben Weg für ben politischen Weitermarsch vorschreiben könnten. Es sei unerläßlich, Hugenberg bei bieser Wahl zu einer Macht zu verhelfen, bie entscheibenb auf bie Gestaltung aller Dinge ein­wirken könne. Der Rebner sprach sich weiterhin ge­gen jebe Monopolwirtschast unb für völlige Be­freiung ber Privatwirtschaft von allen Bevormun- bungen aus, verlangte mit Entfchiebenheit bie Bekämpfung unb Beseitigung bes Sozialismus, ganz gleich ob nationaler ober internationaler Prä­gung, nahm scharf Stellung gegen Regiebetriebe unb forderte vor allem bie Wiederherstellung der Ren­tabilität unb Kaufkraft ber Lanbwirtschast als

Straßensperrung Das Posizeiamt teilt mit: Wegen Vornahme von Bohrarbeiten burch das Gas- unb Wasserwerk unb Erneuerung ber Straßen« berfe durch das Tiefbauamt wird die Sonnen« ft rahe, zwilchen Schul st raße unb Kreuz- platz, von Montag, 13. Juni, ab bis auf weiteres für ben Verkehr mit Fahrzeugen aller Art polizei­lich gesperrt. Umleitung erfolgt durch Reue Baue. Die ausgestellten Sperrschilber sind unter allen Um­ständen zu beachten.

Die Strahensammlung des Roten Kreuzes, die gestern zum Besten aller Gießener Rotkreuzorganisationen vorgenommen wurde er­brachte das sehr erfreuliche Ergebnis von 472 Mark. Die Hausfammlung ist zur Zeit noch im Gange Die

fommnung zu höherem Menschentum. Die Frei­maurerei sei aber keine rein nationale Vereinigung. Sie teile sich innerhalb ihrer Logen in verschiedene Grade; es gebe Sogen; in denen sich bie Mikglieber in 3, 9 unb in 33 Graben unterjcheiben. Von ben Mitgliedern ber Logen werbe eine Anzahl von Ge-

fundamentalste Voraussetzung für die Wieder­gesundung ber gesamten deutschen Wirtschaft Durch Ablehnung jeglicher Experimente unb burch ein« aulbauende Mltkelstandspolitik allein könne der Weg zu einem neuen unb »efleren Deutschland unter den Farben schwarz-weiß-rot erschlossen werden (Lebhafter Beifall )

Der hessische Landtagsabg Boehm iFriedberg) erklärte zu Beginn seiner Rede, die hessische NSDAP habe nach den vorjährigen Landtagstoahlen bei ihren 12 Punkten zur Regierungsbildung allein 10 Punkte von den alten deutschnationalen Forderun acn übernommen unb diele Punkte als Politik der NSDAP ausgegeben. Das sei ein Beweis dafür, daß die Politik der Deutschnationalen biti)«r jjut ge­wesen sei Der Redner kam dann auf Die Samm­lungspolitik xu sprechen für die als Ausnahmestel lung ganz allein bie DNVP in Betracht gekommen wäre Er kritisierte in diesem Zusammenhang die Haltung der Mittelparteien, die es bekanntlich ab- gelehnt haben, sich der deutschnationalen Führung anzuschiiehen. Wenn die D'NVP. jetzt mit der NsDAP. in Hessen Listenverbindung beschlossen habe, so nur zu dem Zweck, im Hinblick auf vieles Gemeinsame mit vereinten Kräften die jetzige Re- gicrung zu stürzen Die Regierung Adelung haue schon früher beseitigt werden können, wenn die NSDAP, vor einigen Monaten [einem (des Red­ners) Antrag auf Landtagsauftofung zugestimmt haben wurde. Durch die ablehnende Haltung der NSDAP gegenüber diesem Antrag sei der Regie- rung Adelung das Leben verlängert unb ihr die Fortführung ihrer Personalpolitik möglich gemacht worben. Der kommende Wahlausfall werde bewei­sen, baß bie DNVP sich tvieber auf aufftelgenber Linie bewege Hieraus polemisierte ber Rebner u. a. gegen ben Winterhilfeantrag ber NSDAP, der, wie ber Redner betonte, unerfüllbare Hoffnungen erweckt habe, bie aus finanziellen (Brünben gar nicht hatten verwirklicht werben können. Auch die von ber NSDAP, geforderten Sparmaßnahmen hätten bie Deutschnationalen schon viel früher verlangt, leiber jedoch vergeblich. Die Sparanträge ber DNVP. mür­ben jetzt von der NSDAP, übernommen, unb leiber gehe bie Wählerschaft mit bieser Partei, nicht aber mit ben ursprünglichen Antragstellern. Der Rebner

daß auf diel« Weis« bi« vom Sommer gespen­deten Gemüse unb Salate in sehr mannigfaltiger unb appetitanregender Weise zubereitet werden können.

Beim Umsatz der Mineralstoffe Im Körper wer­den Säuren und Basen erzeugt. Beide Grup­pen dienen zum Aufbau des Eiweiß. Bei ber Verdauung bilben fich stets taute Salze. Rach der Basenlehre sind sie im Uebermaß schädlich: genügende Mengen von unorganischen Basen neu­tralisieren sie und nehmen ihnen die Gefährlich­keit. So kommt die Basenlehre zu der Forderung, es müsse «in genügender Ueberschuß von un­organischen Basen in der Rahrung enthalten sein Tierisches Eiweiß, Fleisch, Eier, Brot, Mehl ergeben einen Ueberschuß an Säure, Kartoffeln, Milch, Demui« und Obst einen Ueberschuß an Basen. Reichliche Pflanzenkost läßt hinreichend Basenbestandteile in den Körper gelangen. Vor allem die Blattgemüse. wie Spinat, bringen hier den notwendigen Ausgleich.

Obst Ist eine Art von Rohkost, die sich beson­ders leicht durchsetzt. Das frisch gepflückte Obst von Sommer und Herbst enthält am meisten von den angenehmen Duststofsen, allmählich verflüch­tigen sie sich. Die Fruchtsäuren (Apfel-, Zitronen-, Weinsäuren usw.) erfrischen, wirken desinfizierend auf die Schleimhäute der Mundhöhle und anre­gend auf den Darm. Vitamine und Mineralstoffe sind im Obst reichlich enthalten.

Eine richtige Durchspülung des Kör­pers ist von entscheidender Bedeutung für die Gesundheit. Der Körper gleicht. alS Ganzes be­trachtet, einem großen Kanalshstem. Mit der Rahrung und bei der Verdauung kommen giftige, nicht verwertbare Stoffe in den Körper, sie finden sich in allen Zellen und Säften. 3c besser der Flüs­sigkeitszustrom arbeitet, um so rascher werden alle unnötigen und giftigen Stoffe aus dem Blut (hauptsächlich in Form von Ham durch die Rie­ten) entfernt, um so jünger und leistungsfähiger fühlt sich der Körper. Obst besteht größtenteils aus Wasser; die mit ihm eingesührte Flüssigkeitsmenge dient ebenso wie reines Wasser zur Durchspülung und Durchschwemmung des Gewebes. Boi Krank­heiten, bei denen eine solche Durchspülung beson­ders nötig ist, also bei bestimmten Rierenkrank- heiten, Gicht, Arteriosklerose, bildet Obstgenuh einen Teil der ärztlichen Vorschriften. Der treff­liche Geschmack und Geruch der Frischen Früchte im Sommer veranlaßt dazu, mehr Obst zu ge­nießen, und so werden auch die alten Schlacken der Wintermonate bei dem kräftigen Flüsiigkeits- wechsel mit aus dem Körper gespült.

3n gleichem Sinn wirkt der darmanre­gende Einfluß des Obstgenusses. Der Darm ist das große Abfuhrsystem für die festen Rückstände des Stoffwechsels. Bleiben solche Reste zu lange im Darm liegen, so wirken sie als Ver- aiftungsherde. Die Giftstoffe bringen durch die Twrmwand inS Blut und kommen mit ihm zu allen Organen. So werden sie Ursache von Kopfschmer­zen. Arbeitsunlust. Herzbeschwerden. Schlaslosig- keit. Alle«, was den Darm rasch von den giftigen Reststoffen befreit, wirkt daher entlastend und ver­jüngend. Obst, roh und gekocht, regt durch seinen Fasergehalt den Darm an und beschleunigt die notwendige Abfuhr. Die Sitte der angelsächsischen Länder, morgens nüchtern als erstes Obst zu ge­nießen. verdient auch bei uns Rachahmung. be­sonders bei Personen mit trägem Darm. An eine solche Sitte kann man sich im Sommer mit seiner Heber fülle von verlockenden Früchten am leichte­sten gewöhnen.

Ein 6ftrem in der Ernährung ist nie gut. weder rein« Fleischnahrung, noch -ausschließlich Rohkost. Ein« abwechslungsreiche Gemilchtkoft ist dem Körper am zuträglichsten. Mit Fleisch, Milchspeisen, Siem wird man das Eiweißbedüts- nis des Körpers befriedigen, mit Gemüsen «ge­kochten und ungekochten) Salaten unb Fruch­ten den Bedarf an Mineralsalzen decken. 3m Sommer wird man freilich den Teil der Speisekarte bevorzugen, auf dem Gemüse, Salate

schen Geschichts- unb Ülltertumsvcrcinc finbet am 25. unb 26. Juni in Bingen statt. Am Begrü- fiungsabenb hält ber Direktor bes Römisch germant« chen Zentralmuseums in Mainz, Pros Dr Beh­rens, einen Lichtbilbervortrag überBingen zur Römerzeit*; anschließcnb ist einRheinischer Abend" vorgesehen. Sonntag, 26. Juni, finbet ivahrcnb ber Sitzung ber ticreinsoertrcter emo Führung durch Dingen statt. Um 12 Uhr spricht ber Bonner Uni- versitätsprosessor Dr. Bach überGoethes Leben unb Werk als Spiegel rheinischen Lebens". Daran schließt sich ein gemeinsames 'Mittagessen in ber Festhalle. Für ben Nachmittag sind Spaziergänge auf ben Rochusberg, ober bie ElijenhoHe geplant. Bon 16 Uhr ab wirb aus ber Freilichtbühne Im Hof der Burg ftlopp Goethe»Iphigenie aufgesührt. Die Mitglieber bes Oberhessischen Geschichtsvereins, bie biefe Gelegenheit zu einem lohnenden Besuch bes Rheins benutzen wollen, tonnen bis zum 16. Juni alles nähere in ber Kanzlei ber Universitätsbiblio­thek erfahren. Siehe heutige Anzeige.

* lanncnbergbunb Gießen. Im Cafs Leib sprach am Freitagabenb ber ehemalige Frei­maurer Rechtsanwalt Karl Schneider- Karls­ruhe über bie Freimaurerei. Die Freimaurerei, so erklärte ber Rebner u. a., fei eine Vereinigung von Männern, bie in Logen unb übergeorbnet in Groß­logen zusammengeschlossen seien. Zweck ber Vereini­gung sei bie Selbverebelung unb bie Selbstvervoll-

Schweres Branbunglütf bei kehl a. Rh.

In ber Nacht zum Samstag würbe bas Anwesen bes ©afthaufxsZur Blume' in Cidjtcnau bei Kehl a. Rh. vollftänbig eingeäfchert. Bei ben Löfcharbeiten n^urbe ber Feuerwehrabjutant Lutz von einem schweren Balken am Hinterkops ge­troffen unb muhte bewußtlos vom Platze getragen werben. Bei ben Aufräumungsarbeiten fanb man bie völlig verkohlte Leiche bes Wander- burfchen unb Bäckergesellen Wilmes aus Osna­brück.

Der polnisch« Ozeanslieger Hausner aufgefunben.

Der amerikanische Flieger polnischer Herkunft Stanley HauSner, der vor neun Tagen von Rew Jersey auS einen Versuch unternahm, den Atlantik zu überqueren, ist von dem britischen Tankschiff »Eirce Shell" lebend auf­gefischt worden. Wie der Kapitän mitteilt, war H. schön am Tage deS Startes, b. h am Freitag, 3. Juni, gezwungen, mit feinem Flug­zeug auf dem Meere nicderzugehen. Dolle acht Tage undRächtebiszu feiner Rettung trieb der Flieger mit feinem Flugzeug hilflos auf dem Oxean umher. Seine Rahrung bestand aus Butterbroten, das Wasser des Kühlers schützte ihn vor dem Verdursten. Er ist unverletzt, aber so erschöpft, daß er noch nicht in der Lage ist, einen zusammenhängenden Bericht seines furchtbaren Er­lebnisses abzugeben.

Schweres Eisenbahnunglück auf ber Strecke HagenHamm.

Am Samstagnachmittag um 17.10 Hbr ent­gleiste auf der Strecke Unna Bönen an der Blockstelle Mülhausen der Personenzug Hagen-Hamm aus bisher unbekannter Ur­sache mit sämtlichen Wagen. Während alle Wagen um stürzten und die Böschung hin- unterfielen, blieb die Lokomotive auf den Gleisen stehen. Eine Reisende, Frau Hellkötter auS Holzwickede, wurde getötet, acht bis zehn Personen wurden schwer und etwa zehn leicht verletzt. Die Verletzten wurden den Kranken­häusern in Unna und Hamm zugeführi.

Konservierung von Gebäck.

Um auf der in Rom von der Federazione Razionale dei Panificatori veranstalteten inter­nationalen BäckereifachauSstellung würdig und vor allem mit frischem Gebäck ver­beten sein zu können, haben sich die Wiener Bäcker wieder einmal um die Losung des alten Problems der Konservierung von Gebäck bemüht. Erperimente, die der Wiener Ehemiker Professor Dr. Bertel im Auftrage der Wiener Bäcker vorgenommen hat, haben nun zu einem vollen Erfolge geführt Es ist tatsächlich gelungen, Gebäck durch Behandluna mit Paraffin und Harz längere Zeit hindurch so frisch zu erhalten, als käme «S eben auS dem Backofen. Die Wiener Bäcker haben ihr auf diese neue Methode konserviertes Gebäck bereits mit dem Flugzeug nach Rom geschickt.

Drei lobesopfer einer Explosion.

In Lille platzte beim Einbau eines neuen Ven­tilators in eine Metallfabrik aus bisher noch nicht geklärter Ursache eine Retorte. Drei Personen unb »war ein Ingenieur, ein Elektrotechniker unb ein Arbeiter waren auf ber Stelle tot. Zwei Ingenieure unb ein weiterer Arbeiter würben schwer verletzt.

Aus ber Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 13. Juni 1932.

Oie gesundeSpeisekante des Sommers.

Äon Dr meb. W. Schweisheimer

DH ist der Hauptvorteil der sommerlichen Speisekarte, daß sie uns ein« Reihe wohlschmecken­der Gemüse. Salate und Obstarten in rohem Zu- stand jur Verfüguna stellt. In ungekochten Rah- rungsmitteln sind lebenswichtige Stosse enthal­ten, die in der Hitze beim Kochen und Braten ihre Wirkung verlieren oder an Wirkung sehr gemindert werden. Ein Teil der Vitamine wird durch das Kochen zerstört.

Rohkostbestandteile in der Rahrung sind vor allem geeignet, eine gewohnheitsmäßige Darm­trägheit günstig zu bwnfluHcn. Dicheilsame Einwirkung solcher Srnahrungsart bei ®u6t hangt wohl mit dem Dasenreichtum der Rohkost zusam- men der einer übermäßigen Harnsäurebilbung vorbeuat. Aehnliche Gesichtspunkte kommen bet der Zuckerkrankheit in Betracht. Die Olleren toer­ben durch ihren geringen Gehalt an Eiv^ in erwünschter Weise entlastet. Mit der Verhältnis, mäßigen Eiweiharmut der Rohkost wird es auch Zusammenhängen. daß übermäßig hoher Blut- druck unter ihrem Einfluß oft erheblich vermin- bett wird.

Aus der Speisekarte der warmen Jahreszeit stehen von rohen Nahrungsmitteln vor aficm alle Obstarten der betreffenden Monate. Bon einem Teil der Rohkostanhänger werden auch gedünstete grüne Gemüse, Obstkuchen u'w. an­erkannt, während die strengen Rohköstler Ge- müfe nur gerieben ober fein gehackt eisen, unt« Zusatz von Zwiebeln. Oel. Zitronensaft, auch Rahm. Auch ber Salat wirb nur mit Oel unb Zitronensaft angemacht, nicht mit Essig, der als zu scharfes Gewürz gilt. Weiter werden zur Würzung der rohen Gemü^ekost verwandt ocbn'.tt- lauch Dill. Fenchel. Bohnenkraut. Kerbel Peter- silie Kresse, Tomaten. Rüsie, zu den Salaten kommen als Geschmackswürzen hinzu Rettich und Meerrettich. Knoblauch, Kapern Olt^n Salz­gurken Relken. Das ist jedenfalls offensichtlich.