Montag, 15. Juni 1952
182. Jahrgang
ßt. 156 Erstes Matt
Gießener 51 Heimat im Di
■amilienblätter
ild Die Scholl»
gerechten Würdigung
beträchtlich näher gcki
w e •
S
Erjchetnt tägltch, außer Sonntags un^Jeimags Beilagen: Die Illustrierte
: t u> a triebe
lichkeit zurückzukehren
„Daily Mail" sagt, die Aussichten seien ein wenig besser. Aber England würde nicht auf Reparationen und Kriegsschulden verzichten, so lange es an Amerika weiter zu zahlen hätte. — „Daily Erpreß" hofft, daß die britischen Delegierten in Lausanne erklärten, daß England keine
Berlin. 11. 3uni. (LU.) Die62. Dollversamm- {ung des Deutschen Londwirtschaftsrates im Sitzungssaal des ehemaligen Herrenhauses war überaus stark besucht. Wit dem Reichskanzler waren die meisten Mitglieder des neuen Reichskabinetts erschienen. Präsident Brandes begrüßte die erschienenen Minister und die übrigen Gäste, insbesondere auch den früheren Reichs-
Während Paris die Haltung Großbritanniens als Zeugen eines neuen Geistes in den englisch fron- zäsischcn Beziehungen begrüße, müsse man gleichzeitig zugebcn, daß die Haltung Frankreichs einer des britischen Standpunktes
Der aararpMche Kurs des neuen Sabinens.
Ernährungöminifter Freiherr von Braun vor dem Deutschen Landwirtschastsrat
Was denkt man in Paris?
Das Oonauproblem im Mittelpunkt der Besprechungen. Auffrischung des Kelloggpakts.
Monat» vezugrpreir: Mit 4 Beilagen DM 1.95 Ohne Illustriert» , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt
Hernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger SießeR.
Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686.
emä(yningSminifter Schiele, dem er für feine langjährige aufopfernde Arbeit zu Gunsten der Landwirtschaft dankte.
Dann nahm Reichskanzler vv n Papen das Wort zu einer Rede, die wir bereits am Samstag veröffentlichen konnten. Die Rede des Kanzlers wurde am Schluß mit langanhaltendem Händeklatschen ausgenommen Rach dem Kanzler sprach das
x0*te^u
sländlich keine Rede davon sein könne, uns völlig oon der Welk loszulösen. Die Verhältnisse hätten sich aber gegenüber der Vorkriegszeit grundlegend verschoben. Früher sei der deutsche Export, der unseren Import finanzieren muhte, gern und willig in allen Ländern d e r wett aufgenommen worden. Stattbeffen fänden wir heute über- all Autarkietendenzen, die Betonung de» eigenen Innenmarktes. Dieser Enlwick'iung könne sich auch Deutschland nicht entziehen. Die Autarkie in diesem Sinne ist kein Ziel, sie ist Schicksal, aber sie ist nicht ein Schick- sai, da» wir still ynd gefaßt hinnehmen müfsen, sondern da» wir zu meistern haben. Für die Landwirtschast bedeute diese Entwicklung die Verpflichtung, da» Ihre zu tun, um die L r - nährnng de» deutschen Volke» au» ihren eigenen Lei st ungen z u ermöglichen, da die immer knapper werdenden Devisen in erster Linie für die Einfuhr von Roh st offen gebraucht würden. Die allen Methoden der Handelspolitik, die eine ausgeglichene Weltwirtfchaft zur vorausfehung gehabt hätten, mit dem System der allgemeinen Meistbegünstigung würden in den heutigen Zeiten bei der völlig veränderten Struktur der Weltwirtfchaft unferen Jntereffen nicht mehr gerecht.
Auf dem Getreidege biet müsse für eine auskömmliche Verwertung der kommenden Getreideernte durch das Zusammenwirken von handelspolitischen und finanzpolitischen Maßnahmen gesorgt werden. 3n aller Kürze werde er auf vielem Gebiet die nötige Klarheit schassen. Aus den Märkten der Deredelungspro- butte beruhe in erster Linie das Uebergreisen der Krise auf die bäuerlichen Wirtschaften. Der gesamten Deredelungsproduktivn als einer Esi-- stenzsrage für den deuttchen Bauer werde die Reichsregierung ihr besonderes Augenmerk schenken. Aus dem Gebiet des Gemüse-, Obst- unb Wein b aues sei eine Verbesserung der Lage nur durch Aenderung der bisherigen Handelsvertragspolitik und Don der Einsicht bet Verbraucher zu erwarten, die endlich einmal deutschen Erzeugnissen den Vorzug geben sollten. Hinsichtlich der Forst- und Holzwirt- sch as t würden zollpolitische Maßnahmen in den allernächsten Tagen getroffen werden. Die Zins- s r age halte et für gleichberechtigt mit der Frage der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Mit der Lösung nur einer dieser beiden Probleme sei der Landwirtschaft nicht geholfen. 3m Rahmen der hier zu ergreifenden allgemeinen Maßnahmen werde die Hilfsaktion für den Osten in beschleunigtem Tempo fortgesetzt werden. Die Ansiedlung deutscher Bauern im Osten sähe er aus nationalpolitischen wirtschaftlichen und menschlichen Gründen als eine der dringendsten Ausgaben von Reich und Staat an. Agrarfragen können nicht allein mit dem Verstände bearbeitet werden. Sie sind eine Sache der gefühlsmäßigen Einstellung deS Menschen zum Grund und Boden. Dieses Gefühl kann man nicht lernen. Man kann es auch nicht beschreiben. Wan kann es nur haben oder nicht haben. 3ch gehöre zu denen, die in der Muttererde den Urgrund allen Werdens erblicken, den der Mensch zu verehren hat.
%
Die Besprechungen.
Zu wcitgcßcndcr Ucbcrcinstiinmung gekommen.
Paris, 12. Juni. (TU.) Die Besprechungen zwi- schen dem französischen Ministerpräsidenten H e r - r i o t und dem englischen Ministerpräsidenten Mac- donald, die am Samstag begannen, wurden am Sonntagvormittag fortgesetzt. Englischerseits nahmen daran teil Ministerpräsident M a c d o n a l d, Außenminister Sir John Simon und der englische Botschafter Lord Tyrrel, während Frankreich durch Ministerpräsident Herriot und den Finanzminister Germain Martin vertreten war. Im Anschluß an diese Besprechung wurde solgende amt- liche Verlautbarung herausgegeben
Ministerpräsident Macdonald und Außenminister Sir John Simon halten heute vormittag eine Besprechung mit dem französischen Außenminister Herriot und Finanzminister Germain Martin, um die Beratung der am Samstag erörterten Fragen fort- zusetzen. Diese offiziösen und freundschaftlichen Besprechungen haben zu einer U ebercin ft immun g geführt, die eine gerechte und wirksame Lösung für die Lausanner Konferenz und die Wiederher st ellung des Vertrauens fowie die Aufrechter- Haltung des Friedens unter den Völkern voraussehen lassen.
Jm Rundfunk.
Nach dem Frühstück, das Ministerpräsident Herriot zu Ehren der englischen Minister gab und an dem die Minister Paul-Boncour, Leygucs und Pain- lcvs tcilnahmen, gaben Macdonald und Herriot durch Rundfunk Erklärungen ab. Macdonald gab seiner Genugtuung über die Begegnung Ausdruck, die gestatte, die schwierigen Bedingungen, unter denen die Lausanner Konferenz beginnen werde, zu klären. Nach Macdonald führte Herriot u. a aus: Wir befinden uns in einer fehr schwierigen Periode, die von den verant- wörtlichen Persönlichkeiten Arbeit und Kaltblütigkeit erfordert. Wir sind von dem Wunsche beseelt, der griedenssache zu dienen, und wir haben alle unsere Bemühungen auf dieses Ziel gerichtet. Ich will hoffen, daß die Konferenzen von Lausanne und Gens durch unsere Bemühungen erleichtert werden.
Bor der preffe.
Macdonald erwartet von Lausanne ,,effektive Wirkungen".
Wirf auf die Vollversammlung des Deutschen Landwirtichaftsrates. Aus der Ouerbank links vom Redner dielohtalieder des neuen Kabinetts, und zwar von rechts nach links: Reichskanzler von Popen Innen- Minister^ von Gay!, Reichsernährungsminister von Braum Aus dem Prasidialsttchl un Hintergrund minqter v ) bcr President des Landwirtschastsrats, Dr Brandes.
geschästsführende Vorstandsmitglieb D^ Kutscher über bas Thema .60 Jahre Deutscher Landwirtschastsrat". Der deutsche Landwirt habe im lebten Jahrzehnt eine wirtschaftliche Großtat vollbracht. Deutschland stehe heute hundert Schritte vor dem Ziele der Rah- rungss reibeit. Der deutsche Landwirt habe feine Pflicht erfüllt obgleich er immer wieder um den Ertrag seiner Arbeit gebracht worden sei.
^eichSernährungSminister Freiherr von Braun
entwickelte die Grundzüge der künftigen Agrarpolitik der Reichsregierung. Seit zwei Jahren Jet iu beobachten, daß in Westdeutschland, wo die bäuerliche Struktur durchweg vorherrsche, die Verschuldung schneller zunehme, als im Osten. Rach den neuesten Buchführungsergebnissen des 5X*ut-
scheu.
Lotten.
4eil beo?
en
>enhcitkii bZiPn cTn rrf&M Mu» iUL
ur die bSS' tDUI* t°m für ff
die französische Regierung geneigt, zu der von Oester- reich geforderten Hilfe am meisten beizutragen. Aber Herriot und der Finanzminister Germain Martin seien sich klar geworden, daß sie Oesterreich nicht Geld geben und gleichzeitig den Forderungen der Donau st aalen gegenüber taub bleiben könnten. Daher verlange die fron- zösische Regierung, daß die österreichische Anleihe ein Teil eines allgemeinen Planes der Sanierung der Donauländcr bilde. Macdonald habe sich überdies dafür stark gemacht, Deutschland zu einer Erklärung über seine friedlichen Abfichten gegenüber Po - 1 e n zu bewegen. Aber er habe sich besonnen, wen er gemeint habe, ein derckrtiges Dokument würde ihm verweigert werden. Er fei daher auf den Gedanken verfallen, eine allgemeine Erklärung oon den verschiedenen Delegierten in Lausanne unterschreiben zu lassen, in dem d i e Erinnerung an den Kelloggpakt ausge- frischt und die Erklärung, daß man dem Werk der Pazisierung treubleibe und den Krieg verurteile, feierlich betont würde. — Das Herriot nahestehende Organ „E r c N o u v e 11 e" mei> t, es scheint, daß die Engländer -genau wie wir begriffen haben und zu- geben, daß oon der Streichung der Annuitäten so- lange'keine Rede sein kann, als Amerika als Gläubiger nicht auf die Kriegsschulden verzichtet. Es scheint ebenfalls sicher zu (ein, daß die Engländer gefühlt haben, welcher Ab- bruch dem internationalen Vertrauen und damit dem Frieden selbst getan würde, wenn man den 'Begriff von der Achtung der Verträge nicht intakt finde.
l T r0"'$^,buc"'-
5s.-
WK.
"tag, tt. Juni.
Ämil Satijarin, «Clerf Non
-looo.wmg 2utaig \\ ge/Cm ^rrcnar3| $ rot
Paris, 13. 3uni. (WTB. Funkspruch.) Die französisch-englischen Besprechungen werden von der Presse im allgemeinen günstig, wenn auch hinsichtlich ihres Ergebnisses zurückhaltend, beurteilt. ..Petit P a r i s i e n" meint, daß man sich außerordentlich um eine Verständigung über die in den kommenden Verhandlungen zu befolgenden Methoden bemüht habe und glaubt bestätigen zu können, daß diese Deinühungen von Erfolg gekrönt worden seien. Alles in allem begrüßt das Blatt mit Genugtuung die Erklärungen, die Ministerpräsident Macdonald und Ministerpräsident Herriot gestern vor dem Mikrophon abgegeben haben, weil es darin die Bv- ftätigung der Besserung der französisch-englischen Zusammenarbeit erblickt. — „Journal" ist etwas abwartender. Erst in Genf und Lausanne, schreibt das Blatt, werde man das wahre Ergebnis der Pariser Besprechungen feststellen können. Der wesentlichste Sah des Kommuniques sei der. in dem erklärt werde, daß die Gemeinsamkeit der Ansichten zwischen den englischen und französischen führenden Kreisen einen glücklichen Abschluß der Verhandlungen von Lau- farme und Gens voraussagen ließe. Man könne vielleicht an diese Erklärung glauben, weil die albe Solidarität zwischen Frankreich und England trotz aller Bestrebungen nach Handlungsfreiheit fortbestehe und weil die Ereigntsse in Deutschland geeignet seien, diese Solidarität zu stärken. m _
Etwas präziser wird „Echo de Parts : Was das österreichische Problem anlange, so se,
weiteren Kriegsschulden fordern oder bezahlen würde — „Daily Herold" verlangt Wieder- gutmochung der Fehler von Versailles durch Befcitt- gung der Schulden und der Rüstungslasten. — „News C h r o n i c l e" sagt, dos Terrain für Lausanne werde erfolgreicher vorbereitet, als es bei irgendeiner internationalen Konferenz der neueren .Zeit der Fall gewesen sei. Bei den Besprechungen
zwischen Macdonald und Herriot sei ein ungewohnt warmer und freundschaftlicher Ton zu bemerken gewesen. Es bestehe auch Grund zu der Annahme, daß die Besprechungen zwischen Freiherrn van Neurath und Macdonald das Ergebnis gezeitigt hätten, den Gong der Außenpolitik der neuen deutschen Regierung in der oon Dr. Brüning stets beibehaltenen Richtung zu bestärken.
Macdonald hat Vertretern der Presse erklärt, man müsse besonders die Tatsache hervorheben, daß die Aussprache keinen offiziellen Eharakter getragen habe. Es habe fia? für Hcrric>t wie für ihn einfach darum gehandelt, die beiderseitigen S t a n d p u n k t e zum Ausdruck zu bringen, gewissermaßen laut zu den- ken Es sei nicht gefeilscht worden, auch sei kein Kompromiß geschlossen worden. Herriot und er hätten lediglich ihre Meinungen gegenuber- aestellt. Sie hätten dabei entdeckt, daß sie t n gleichem Sinne und nach den g.lelchen Direktiven denken. Die französische und die englische Regierung seien entschlossen, dafür Xu sorgen, daß die Lausanner Konferenz von effektiverWirkung sein werde. Man wolle eine gute, praktische Entscheidung. d,e den größten Teil der wirtschaftlichen Unordnung der Gegen- wart beseitige und ein Heilmlttel. für die Zersetzung der europäischen Wirtschaft finden lasse.
Optimismus in London.
'Wachsendes Verständnis für den deutschen Ltandpunkt?
London, 13. Juni (BIS. 8untfprud)J lieber die Pariser Besprechungen wird in den Morgen- blättern eine hoffnungsvolle Note ^schlagen, roenn auch verschiedentlich vor übertriebenen Erwartungen gewarnt wird. D.e Pariser Korrespondenten der Londoner Blatter erwarten, daß in Lausanne eine Verlängerung des Moratoriums um 6 Monate vor- genommen werden wird, und daß Frankreich in Genf zu einer Verminderung seines Hecresbudgets um 10 o. H. sich bereit er- naiTimes“ sagt: ein neuer Geist scheine ein- " xu fein, der einer realistischen Regelung des verwackelten Problems der Reparationen und Kriegsschulden und vielleicht sogar des nicht roemger verwickle,i Problems der Abrüstung cnffchieden günstig fei. Don Lausanne wird wenig mehr als ?jnc zeitweilige Regelung für möglich gehalten, angesichts der letzten Aeußerungen der amer.ka- niicken Regierung über die Kriegsschulden und angesichts der durch den Regierungswechsel m Deutschland geschaffenen Lage.
Daß Deukfchland weder in diesem noch im nächsten Iahre Reparationen bezahlen kann, und die Tatsache, daß kein deutscher Staatsmann die veranlwor- »ung übernehmen wird, zu sagen, daß die Zahlungen wieder ausgenommen werben können, betrachte man nicht langer als willkürliche und einseitige Verleugnung der Haager Vereinbarungen, sondern al» durchaus vernünftig.
Annahme van »nzetaen für die Tagesnummer di» zum Nachmittag vorher.
Preis lur 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite drilich 8, auswärt» 10 Neichspsenmg; für R- hlamtanjtigen von 70 mm Breit» 35 Rtichspsenmg, IPlatzvorschrift 20* . mehr.
Chefredakteur
Dr. Frnrdr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Will). Lange, für Feuilleton Dr fj.lbnnot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filler, sämtlich in Gießen.
Ansichten.
' Gemeinden.
!■ Sonntag noch Irinitafit, s Mahr, zugleich Stiften, trmicrten her Ma»hau- fr; 11: Äinderkirche für bit Ifta; 13.30: tfeflgoiiesbitnii Hirdjlirfifr jraucnwreinr; nhem D. Wagner. - 3o- D; zugleich Christenlekr» o der )ohannesgemeind:;
II: Kinderkirche für he iiftent ftncll; 20: Hibrl, »Saal; Psr.Ausseld. - fin- 5.9.30: Psarramiikandidat ür Johanne;, und Luiher- - Llisabelh-ülkinkinder. nlehrc für die ’Jlculon|ir» nde; 9.45: $fr. Lic SBaaa, rfilät. 11.15: llnintrlitai^ ifefior Dr. phil. 'Mph. — enft; Christenlehre für die ergottesbienit. - IBifftd. -Men-buseS. 10. Allen. Kiichbetg. 10: RirdjbcrQ; konfirmierte weibliche 3u- mnsen-Garbenlcich. 9 ■
iristcnlehre; 10.30: hau'e^. j. 10.30: baupigottcsbicnl irüningen. 9: Hauptgon.- istsdechanl Kohn; Christen, ugend.
Gemeinden, den ll.Suni. Uhr: Beichte.
4. Sonntag nach $Pn9*,,n- *Ir 7: Meise; SommuniPl
.rthiqi; 11: Messe mit Ur« jngfrauen=Äongreganon- it Predig'.-hungni.». nh Christenlehre. - jiqt; 20: Chr'sE" und 5? Weste mit Predig'.
t Predig' den 13. Ium. esse. ■ den lo. 3um. ZLSLZ )r. «iidmuigr- ---
Das Ergebnis des pariser Wochenendes.
Macdonalds Vorbesprechungen mit Herriot. — Beide Partner sehen günstige Aussichten für Lausanne
____ _______ „ ommen lei. Man fange an zu begreifen, daß das 1919 geschossene System zum großen Teil eine Illusion sen, und daß es hohe Zeit sei, wieder zur
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesfen
r.nnf vnd Verlag: vriilst'lche Unwer^lülr-Vuch. and Steinörnderei R. £anqe tn Gießen. Schriftlettnnq und Geschäfl5fteNe: 5-ßnl»traße 7.
schen Landwirtschaftsrates fei nur no ein Drittel aller landwirtschaftlichen in der Lage, die Zinsen aus den Reinerträgen zu bezahlen. 3n allen anderen Fällen mürben hie Zinszahlungen auf Kosten der o u b - st a n z vorgenommen. Wesentlich für die Ursachen der Verlustwirtschast in der ganzen RachkriegSzett sei die klaffende Preisschere, das Mißverhältnis zwischen den Produktionskosten und den Einnahmen. Die Schließung dieser Preisschere sei.mit speziellen Agrarmaßnahmen allem nicht möglich. Auf den Märkten für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse mache sich durchweg die V e r - armung unserer Bevölkerung bemerkbar Somit werde das Arbeitslosenproblem in hohem Maße auch ein agrarisches Problem — eine Absatzfrage. Städtischer Konsument und landwirtschaftlicher Produzent bildeten eine Interesseugemeinichaf t auf Gedeih und Verderben.
Der Minister ging bann auf bas Problem der Autarkie ein und erklärte, bah selbskver-


