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Neue Vernehmung des Präsidentenmörders. Gorguloff halte ein Attentat auf Hindenburg geplant. Paris, 12. Mai. (WTB ) Gorguloff.

men D r. Brünings bereits eine gemtffe 21 n. Näherung an die nationasioziasisti'chen Bestre­bungen gezeigt haben. Die Bruning-TRtgicrung habe eine Reihe P>n Forderungen der NSDAP. in mil­derer Form in die Praxi» umgesetzt. Die Times" betont besonders den freundlichen Ion, in dem Straffer über Brüning gespro­chen habe.

Aus aller Welt.

Schwerer MutounfaQ de» türkischen votschafters.

Ein Kraftwagen, in dem sich der türkische Bot­schafter Kemal ettin Sami Pascha und der türkische Generalkonsul Dr. Metz in g mit Frau und Tochter befanden, überschlug sich in einer Kurve bei Cegefelb, nicht weit von Weimar, und stürzte in den Straßengraben. Der Bot­schafter und Frau Metzing wurden lebens­gefährlich verletzt. Sie wurden in besin­nungslosem Zustand in das Sophienhaus in Weimar gebracht, wohin auch die beiden anderen Auto­insassen übergesuhrt werden muhten. Der Chauffeur erlitt nur leichte Hautabschürfungen. Der Dotschaf- ter soll einen schweren Schädelbruch erlitten haben. Frau Dr. Metzing (Berlin) ist ihren schweren Verletzungen erlegen. Der Botschafter felbft hat eine verhältnismäßig gute Nacht verbracht! er ist aber bewußtlos. Pro­fessor Dr. Sauerbruch weilt am Krankenbett des Botschafters. Der Reichspräsident und der Reichskanzler haben dem Botschafter ihre aufrichtigsten Wünsche für baldige Genesung über­mittelt.

VomAeichöbund der höheren Beamten.

Wie uns von der Pressestelle des Landesver­bandes Hessen des Rcichsbundes der höheren Beamten mitgeteilt wird, behandelte auf der Eisenacher Tagung des Reichsbundes der höheren Beamten Dr. Bohle n, Berlin, DcsoldungSrefe- rent des Rcichsbundes. die staats- und wirt­schaftspolitischen Folgen der andauernd sinken­den Lebenshaltung der höheren Be­amten. Da die Rechtssprechung deS Reichs­gerichts dem Beamten den Anspruch auf eine standesgemäße Lebenshaltung zugebilligt hat. ist die rechtliche Grundlage der Versuche und Maß­nahmen zur Anpassung der Höhe deS Gehalts an die jeweiligen Schwankungen der Konjunktur, wobei man immer nur die Angleichung an die Baisse im Auge hat, zum mindesten zweifelhaft. Unzweifelhaft ist dagegen der volkswirtschaftliche Schaden dieser Versuche und Maßnahmen. Cs äußert sich in ihnen eine Verkennung der konsum- politischen Bedeutung des Beamtcngehalts und deS Wertes feiner in bescheidenen Grenzen ge­haltenen Stabilität als eines wichtigen AuS-

Wörber Doumcrs. wurde gestern vom Unter- tuchungsrichter besonders über die bei ihm vor­gefundenen Memoiren vernommen. Dorguloss be­zeichnete die Selbstbetchuldigung, in der Tschecho­slowakei ein Attentat begangen zu haben, -md auch an dem Raub des Sohnes LindberghS be­teiligt gewesen zu fein, als Ausgeburt der Phan­tasie. In feinen Memoiren hat er sich auch be- zichsigt, ein Attentat auf Reichspräsi­dent v. Hindenburg geplant zu haben ör erklärte hierzu: 1929 hatte ich bereits den Ge­danken gefaßt, als ich mich in der Tschecho­slowakei aufhielt, aber erst 1930, als die Prager Regierung mir das Recht, den Beruf deS Arztes auszuüben, entzog, beantragte ich beim deutschen Konsulat ein Visum für Berlin und man hat es mir als russischen Flüchtling verwei­gert. '

lieber ein gegen den Präsdenten der Ts chechof lowaket Mafaryk geplantes Attentat sagte (Borguloff aus: Das war damals, als ich Präsident Mafaryk vorgeftellt wurde. Ich hatte meinen Revolver nicht mitgenom- men. Der Präsident war sehr freundlich zu mir, und deshalb gab ich die Absicht, ihn zu löten, auf. llebrigens hatte ich die Absicht, gegen alle Welt zu kämpfen. Ich wollte auch Lenin umbrin- gen, aber es gelang mir nicht, nach Moskau zu fommen. Desgleichen beabsichtigte ich, den 60- wjetbotschafter In Pari» z u täten. Im Januar d. I. begab ich mich zur Sowjetbotfchaft und erföchte um ein Vifum für Sowsetrußland. Ich hatte meinen Revolver bei mir. Ader der Bot­schafter empfing m i ch nicht.

Der Untersuchungsrichter bat gestern die Aussage eines in Toul wohnenden Russen entgegengenom­men. der behauptet, (Borguloff sei aus Prag mehr­mals nach Sowsetrußland gereift, und nach einer dieser Reisen habe er über bedeutende Geldsummen verfügt.

gleichSfakiorS in den Zeiten wirtschaftlicher De­pression. Die Schädlichkeit der Rvtverordnungs- politik ergibt sich auS der Einsicht, daß es au« staat-politischen Gründen auf die Dauer nicht an­gängig ist, das Entgelt einer Arbeitsleistung ohne genügende Berücklichtigung deS für sie auf­gewendeten Kapitals (Ausgaben für Studium, Ausbildungszeit und Fortbildung) zu regeln. Die unzureichend« Berücksichtigung dieser Forderung bei den höheren Beamten der Vorkriegszeit grün­dete sich auf die damals übliche Annahme, daß ein Beamter des höheren Dienstes Privatver­mögen besitzen müsse. Die durch die Politik der Rotverordnungen herbeigeführte wirtschaftliche Lage des heutigen höheren Beamtentum- legte Bohlen auf Grund eigener umfangreicher Unter­suchungen über die derzeitige Lebenshaltung diefer Kreise dar. Der Verminderung des Realgehalt» der höheren Beamten, der zur Zeit fast nur noch zwei Drittel deS Frieden-standes beträgt, steht eine Steigerung der Steuern, der Au-gaben für die Kindererziehung und anderer unvermeidlicher Ausgaben gegenüber. Die Folge ist ein fast völliger Verzicht auf eigenen Anteil an der Kultur und notgedrungen auf die wistcn- fchaftliche Fortbildung. Die Forderung auf Siche­rung einer angemeffenen Lebenshaltung der Be­amten muß im Interesse des von ihnen zu leisten­den Dienstes, im wohlverstandenen Interesse un­serer DollSwirtschaft und so schließlich im Inter­esse deS gesamten Volkes erhoben werden.

Die Plädoyer» im Sklarek-prozeß beginnen.

Rach säst siebcnmonatiger Verhandlungsdauer begannen im Sklarek-Prozeß unter großer Span­nung de- Publikums die Plädoyers der Anklage­vertreter. Oberstaatsanwalt Frhr. von Stein- ä de r betonte, daß dieser Prozeß in einen Ab­grund von sittlichen Auffassungen hineingeführt habe. Der Sklarek-Prozeß habe den Geist deS plattesten Materialismus ent­hüllt, der weiter nichts kenne, al- Geld raffen, der unbedenklich über Leichen gehe, wenn ihm der Srfolg blüht. Seiner Ansicht nach fei der Beweis erbracht, daß sämtliche Anklagepunkte, abgesehen von Kleinigkeiten, restlos erwie- s e n sind. Die SklarekS hätten bei ihren Be­stechungen eine Menschenkenntnis entwickelt, vor der man Hochachtung haben könnte, wenn die Beweggründe nicht so verwerflich wären. Ich glaube Leo Sklarck, fuhr der Oberstaatsanwalt fort, daß sich die Beamten dabei höchst schamlos benommen haben, eine Bemerkung, die große Bewegung im Saale auslöste.

Schwerer Unfall

bd einem Landungsversuch derAkron".

Bei einem Landung-Versuch deS amerikanischen MarineluftschiffesQlTron wurden drei Mitglie­der der LandungSrnannschaft an den Lan- dungStauen in die Luft gezogen, als die Luftströmung dieAkron" in die Höhe riß. Siner stürzte angesichts einer Zuschauerin enge von 5000 Menschen aus einer Höhe von 600 Meter ab, gleich darauf folgte der zweite, der sich wiederholt in der Luft über­schlug. Rur der dritte Mann hielt sich f e st, während das Luftschiff wieder dem Anker­mast zusteuerte. Aber der Führer gab den Lan- dungsplan schnell wieder auf und ließ bieOSron abtreiben, um den Versuch zu machen, den dritten Mann in Sichersheit zu bringen. Das Publikum brach in stürmische Ovationen aus, als es nach drei Stunden endlich gelang, den Mann wohlbehalten zu bergen.

Südslawische Bauernaufstände.

In Bosnien find schwere Bauernunruhen aus- gebrochen. In Prijedor halten sich über 2000 Bauern zusammenaerottet. Sie griffen zunächst die öffent­lichen Gebäude und dann auch die ftauf- läden an, die ebenso wie in Banjaluka geplün­dert wurden. Der frühere Abgeordnete der serbi­schen Bauernpartei, Dr. Milosch Duplanjanin, hat sich mit etwa 200 Mann in das Gebirge zurückgezogen. Diese Gruppe scheint mit anderen kleineren Gruppen in Verbindung zu stehen, so daß sich ein Kleinkrieg mit den Gendarmen entwickelt, die in dem schwer zugänglichen Gebirge stark im Nachteil sind. Cs erscheint bemerkenswert, daß diese Bauernaufstände unterFührungder Intelligenz stehen. So, ist z. B. Dr. Duplan­janin ein hochgebildeter, weitgereister Mann, der den größten Teil seiner Ausbildung an der Pariser Sor­bonne erhalten hat. Der Führer der serbischen Bau­ernpartei, Dr. Jovanovic, wurde vor etwa drei lagen verhaftet, weil er in einer öffentlichen Versammlung forderte, daßder Staat föbera- listisch eingerichtet werden müsse".

(Eine Woche auf einer Eisscholle.

Norwegische Robbenfangschiffe haben im Eismeer zwölf russische Fischer, die Besatzung des untergegangenen RobbenfangschiffesCentrosojos", gerettet. Die Russen hatten vor ihrer Rettung eine ganze Woche auf einer Eisscholle verbringen müssen. Ein russischer Eisbrecher hat die Geretteten inzwischen von den norwegischen Fahrzeugen über­nommen.

Hessischer Landes-Lehrermnen-Verband.

Mainz, 10. Mai. Der Hessische Landes- Lehrerinnen -Verband hielt seine biesjahrige stark besuchte Hauptversammlung hier ab. Die Vorsitzende des Mainzer Lehrerinnen-Derein». Frau Dr. Schalk, entbot am ersten oipungetage den im großen Saale des Völkerpädagogischen In­stituts versammelten Lehrerinnen aus allen Teilen Hessens den Dillkommengruß der Mainzer Solle- Sinnen. Sodann wurde das Dölkerpädagogrsche In­stitut unter sachkundiger Führung eingehend besich- tigt. Am Abend hielt Professor Waas einen mit starkem Interelle aufgenommenen Vortrag über Goethes religiöse Entwicklung".

Der zwelle Tag vereinigte die Tagungsteilnehme­rinnen zur Mitgliederversammlung, in deren Mittelpunkt die Stellungnahme zu der Not­verordnung der Hessischen Regierung vom 30. März d. I. mit der lOprozentigen Kürzung für definitive Lehrerinnen stand. In ein­gehender Aussprache beschäftigte man sich mit dieser bedeutsamen Angelegenheit. Zunächst wurde von der ersten und der zweiten Vorsitzenden über di« Ver­handlungen vor der Verössentlichung der Notver- Ordnung berichtet und dabei die Schwierigkeit der Derhandlungssuhrung mangels ausreichender In­formation der Organisationen betont. Die nachdrück- siche Unterstützung der Bereinsarbeit in dieser Sache durch den Hessischen Beamtenbund wurde von der Versammlung gerne anerkannt. Wenn auch nach dem Wortlaut der Notverordnung den Lehrerinnen nach dem lOprozentigen Stunden- und Gehalts­abzug einige Zugeständnisse gewährt werden, so Haven diese doch kaum Bedeutung. Bei einem Der gleich der hessischen Verhältnisse mit der Sachlage in Sachsen, Bayern und Württemberg ergibt sich die Tatsache, daß in diesen drei Ländern die weio- lichen Lehrkräfte keinerlei Ausnahmebestimmungen unterworfen sind. In Preußen war die Verwendung weiblicher Lehrkräfte an und für sich ander» ge­regelt, da dort bei der Neuregelung der Deputate und Bezüge der weiblichen Lehrkräfte wichtige Aus- gleichsmäglichkeiten eingeräumt mürben; z. B. gleiche Verteilung männlicher und weiblicher Lehrkräfte (50 v. H.) in Mädchenschulen, weibliche Leitung in den betreffenden Schulen bzw. bei männlicher Lei- hing eine weibliche Obcrstudienrats- bzw. Konrekto- rinnenstelle, Gleichstellung der Bezüge der weib­lichen Schulleiter mit denen der männlichen, ferner bis vor kurzer Zeit volles Wohnungsgeld vom 45. Lebensjahre ab.

Der Hessische Landes-Lehrerinnen-Derband legte als Ergebnis feiner Beratungen entschieden Ver­wahrung ein gegen die Verletzung der in der Verfassung verankerten Rechte der weiblichen Be­amten durch die hessische Notverordnung vom 30. März.

Prämiierungsmorfi in Gedern

Y Gedern, 11. Mai. Der weithin bekannte Ge d e r n e r Prämiierungsmarkt fand gestern unter starker Beteiligung in gewohnter Weise statt; 100 Stück Großvieh wurden zur Prä­miierung vorgeführt.

Oie Ergebnisse der Prämiierung.

Simmentaler Rasse.

Bullen: Bürgermeister Sinner(Nieder-Seemen) 2. Preis; Wilhelm Bausch (Reichelsheim) 2. Preis; Adolf Bausch (Reichelsheims 2. Preis; Sauerwein (Wenings) 2. Pr.; Andreas Beyer (Wenings) 3. Pr.; Georg Heinrich Schwab (Bindsachsen) 3. Preis; Andreas Beyer (Weninas) 3. Preis.

Rinder bis zu 2 Iahren: Karl Schaub IV. (Wenings) zwei 1. Preise; Andreas Bayer (Wenings) 1. Pr.; Karl Eifert II. (Wenings) 2. Pr.; Karl Bic- ger II. (Gedern) 2. Pr.; Georg Haas (Gedern) 2. Pr.

Kalbinnen: Ferd. Maul (Wenings) 1.Preis; Wilhelm Emrich (Ober-Lais) zwei 3. Preise.

Kühe bis 3 u 2 Kälbern : Karl Schaub IV. (Wenings) 1. Preis; Richard Wagner (Eichelsachsen) 1. Pr.; Wilhelm Mehring (Gedern) 2. Pr.; Karl Bieger II. (Gedern) 2. Pr.; Karl Eifert (Wenings) 3. Pr.; Karl Kehm (Wenings) 3. Pr.; Iohs. Kehm II. (Wenings) 3. Preis.

Kühe mit 3 und mehr Kälbern: Philipp Limpert (Gedern) 1. Pr.; Iohs. Kehm VI. (Wenings) 2. Pr.; Karl Kehm (Wenings) 2. Pr.; Jakob Menzel (Gedern) 3. Preis; Christian Henkel IV. (Gedern) 3. Preis.

Familien: 2hs. Kehm IV. (Wenings) 2. Preis.

Vogelsberger Haffe.

Rinder von 1 bis 2 Jahren: Karl Hart­mann (Rudingshain) 2. Preis; Eduard Lingner (Wingershausen) 2. Pr.; Hermann Diehl 11. (Ge­dern) 2. Pr.; Eduard Köhler (Wingershausen) 3. Pr.; Heinrich Klein II. (Burkhards) 3. Pr; Otto Lang (Burkhards) 3. Pr.; Eduard Becker (Rudingshain) 3. Preis.

Rinder über 2 Jahre: Theodor Damb- mann (Rudingshain) 1. Preis; Karl Hartmann III.

(Rudingshain) 2. Pr. Wilhelm Groth II. (Burf« Yards) 2. Pr.. Wilhelm Ruhl (Burkhards) 3. Pr, Wilhelm Kunkel (Burkhards) 3. Preis.

Kühe mit höchstens 2 Kälber in Milch: Karl Hartmann III. (Rudina-Hain) 1 Pr.; Theodor Dambmann (Rutnngshain) 2. Pr : Iohs. Hch. Hart­mann «Rudmgshain) 2 Pr.; Theodor Becker (Din- gershausen) 3. Pr.; Karl Dambmann (Rudingshain) 3. Preis.

Kühe mit höchstens 2 Kälbern: Theodor Fiicher (Hof-Zwiciasien) 1 Pr.; Eduard Lingner (Wingershausen) zwei 2 Prei'e; Otto Balser (Burf- Hards) 3. Pr.. Otto Lang (Burkhards) 3. Pr.; Wil­helm Kunkel (Burkhards) 3. Preis.

Kühe mit 3 Kälbern und mehr, in Milch: Theodor Fischer (Hof-Zwiesalten) 1. Pr: derselbe 2. Pr : Theodor Dambmann (Rudingshain) 2. Piv; Heinrich Klein II. (Burkhards) 3 Pr.; Theo­dor Fischer (Hof-Zwiesalten) 3. Preis.

Kuh» mit 3 Kälbern und mehr, tra­gend Karl Waas (Burkhards) 1. Pr.; Karl Hart­mann III. (Rudingshain) 2 Pr., Wilhelm Winge- seid (Wingershausen) 3. Pr.; Theodor Fischer (Hof- Zwiefalten) drei 3. Preise.

Familien: Theodor Dambmann (Rudings­hain) 1. Preis; Karl Hartmann III. (Rudingshain) 2. Pr.; Theodor Fischer (Hos-Zwiefalten) 2. Pr j Wilhelm Alt (Eschenrod) 3. Preis.

Kühe, Milchleistung: Wilhelm Kunkel (Burkhards) l.Pr.; Theodor Fischer (Hof-Zwiefal­ten) drei 2. Preise; Karl Waas (Burkhards) 3. Pr.

Ziegen: Hermann Firnges (Gedern) 1. Prei» und 2. Preis; Wilhelm Beck (Gedern) 2. Preis.

Gictzcncr Wochenmarktpreise.

Dießen, 12. Mai. E» kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt. Kochbutter Pfund 1.10; Süßrahinbuller 1,40; Landbutter 1,30; Matte 25 bis 30; Wiking (gelb) 12 bi» 15; Weiß­kraut 10; Rotkraut 12 bis 15; gelbe Rüben 10 biS 12; tote Rüben 10 bi» 12; Spinat 10 bi6 12; Spargel 60 bi» 90; Unter-Kohlrabi 5 biS 7; Feldsalat 80 bis 1,00; Tomaten 50 bi» 60; Zwiebeln 18 bis 20; Meerrettich 30 bi» 60; Rha­barber 12 bis 15; Kartoffeln 4.5; Aepfel 10 bis 15; Dörrobst 25 bi» 30; Honig 40 bi» 45; junge Hähne 80 bi» 90; Suppenhühner 70 biS 80; Rüffe 35 bi» 40, Käse Stück 5 bi» 10; Tauben 50 bi» 70; Gier 6 und 7; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 15 bis 25; Salatgurken 40 bi» 60; Ober- Kohlrabi 20, Lauch 5 bi« 10; Rettich 15 bis 20z (Sellerie 10 bi» 30; Radieschen Bund 10 bi» 15; Kartoffeln Zentner 3,80 bi» 4,00.

Wettervoraussage.

Die Vorläufer der Atlantikjtörung haben bereits in unserem Bezirk zu Erwärmung und Nieder» fchlägen geführt. Weitere Warmluft bringt mit der östlichen Vorwärtsbewegung des Tiefs vor, welche auch die Erwärmung auf dem Festlande noch fort- schreiten läßt. Obwohl vorerst ein weiteres Nieder­schlagsfeld sich mehr über England und Schottland bewegt so ist doch damit zu rechnen, daß Ausläufer auch über Deutschland noch zu etwas Regen führen.

Aussichten für Freitag: Wolkig mit Auf­heiterung, noch weiterer Temperaturanstieg, zeit­weise etwas Regen.

Aussichten für Samstag: Warmes, teils wolkiges, teils aufheiterndes Wetter, vereinzelt etwas Regen oder Neigung zu Gewitterstörungen.

Lufttemperaturen am 11. Mai: mittags 14,7 Grad Celsius abends 9 Grad; am 12. Mai: morgens 11,3 Grad. Maximum 14,9 Grad, Minimum 8,4 Grad Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Mai: abends 12,4 Grad; am 12 Mai: morgens 10,2 Grad Eelsius. Niederschläge 0,7 mm. Sonnenscheindauer 5% Stunden

Kirchliche Nachrichten.

3fradi(ifd)e Gemeinden.

Israelitische Refigfonsgesellfchaft. Sabbatseier den 14. Mai 1932. Freitag abend 7.30 Uhr; Samstag vormittag 8; nachmittags 4; Sabbatausgang 9. Wochengottesdienst: morgens 8.30; abends 7.15 Uhr.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bl» 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

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