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Aus der provinzialhauvista dt.
® ic6 en, den 12.März 1932.
Aushang der Wahlresultate verboten.
Das P o (i 3 e i a m t (Biegen übermlltelt uns heute in der THIttagsflunDr die nachstehende Verfügung, die auf einer Anordnung des hessischen Innenministers beruhte
„Die Bekanntgabe der Dahlergebnisse am Abend des 13. und in der Nacht zum 14. März 1932 durch Lautsprecher, in der Art * * ••r Lichtreklame. durch Aushang in Schaufenstern °ber in den Verlags- und Druckerei-Gebäuden der Zeitungen, ihrer Filialen und den Zeitungskiosken ist verboten, weil diese Art der Verkündung der wahtrefultate zu Ansammlungen und bei der herrschenden großen politischen Spannung zu Störungen der össent- Üchen Ordnung und Sicherheit fuhren kann.
Die Mitteilung durch den Rundfunk gibt jedermann eine ausreichende Gelegenheit, die Mahtergcbniffe ungestört und ungefährdet zur Kenntnis zu nehmen."
Entsprechend diesem polizeilichen Verbot müssen wir zu unserem lebhaften Bedauern auf den bis in alle Einzelheiten vorbereiteten Aushang der Mahlrefullatc morgen verzichten.
Oas seltsame Haus.
Wenn man Zeit hat, ein verlorenes Stündchen die Straßen entlang zu schlendern, frei aller Zwangsvorstellungen täglichen Aergcrs und der eigenen Unzulänglichkeit, weitet sich der Blick für daS sonst täglich Liebersehene. Sieh da, die Strasze hat ein Gesicht, sieh da, die Häuser haben Gesichter, haben vielleicht alle, schone, banb- geschnitzte Türen und hübsche Erker aus Fachwerk. Wir sind geneigt zu sinnender Betrachtung, wir sind nun erfüllt von der Sprache der Dinge und ihrem Widerspruch, und haben Lust, cityu- biegen in winklige Gassen und lange vor der trotzigen Gotik aller Kirchen zu sinnieren. So stehen mir plötzlich vor Erlebnissen mit allen und würdigen Häusern, deren Lächeln Wohlwollen verbreitet, vor zeitgetchwärzten Giebeln mit fröhlichen Dachluken, vor rilligen Wanden mit gläubigen Sprüchen. Hier auf dem dickköpfigen Pflaster erwarten uns Abenteuer mit der ErlebniS- toelt längst vergangener Jahrhunderte, und man fühlt Empörung über die Illusionsberaubung durch ein Haus, das hier inmitten der architektonischen Greise nicht älter als zwanzig Jahre zu sein die Stirn hat.
Jedoch gefällt das Leben sich in Lleberrafchun- gen. Denn seltsamer noch als alle Umgebung ist dieses Haus mit der nüchternen Prosa seiner Fassade, es ist, wie ich jetzt entdecke, das Haus der Verrücktheiten, das Haus der tollen Paradoxen, eine Ausgeburt bizarrer Phantasie. Man trifft es oft, das; Schilder neben Haustüren irgendetwas verbieten oder anordnen. „Betteln verboten", oder „Hur für Lieferanten". Aber das Haus, vor dem ich jetzt stehe, verbittet sich unendlich viel, und es muf; eine Qual sein, hier zu wohnen, ja schon hineinzugehen. Ich muh zu Anfang die Hauchcr beschwören, diese Schwelle zu meiden, denn hier ist „Bauchen verboten". Da hängt das Schild, nicht zu übersehen. Und weiter lieft man ..Bichl ausfpucken" und darunter ..Hur für Herrschaften". Helle Begriffe muh man hier von der haute vo!6e h bcn. Auf die Selbstverständlichkeit gewisser Oertlichkeilen scheint man in diesem Hause stolz zu sein, denn groh und breit steht hier .,5)amentoilette". Sogar mit einem AusrusungSzeichen Und darüber steht „Für Herren". Das ist doch geradezu toll. Wie sagt Goethe am Schluh des Faust II: „Das Unbeschreibliche, hier ist es getan ..Goethe hatte eben für alle Gelegenheiten das passende Wort. Aber sehen wir weiter. „Versicherungsagent Q. Schulze" und daneben „Hacktglocke". Der Mann muh viel zu tun haben. Die Glocke ist übrigens nicht zu sehen, wohl aber ein „Vorsicht, Stufe!" Das hat Sinn, denn an gebrochenen Beinen hat keine Unfallversicherung ein Interesse. Hinter der Bemerkung, dah hier vDr.......
Hechlsanwalt und Hotar" wohnt, warnt ein Schild „Achtung! Fußangeln! Selbstschüsic!" Eine immerhin eigenartige Methode der Älicnten- toetbunq. Es müssen sich überhaupt die geheimnisvollsten Dinge hinter diesen Mauern vollziehen. denn „Unbefugten ist der Zutritt verboten!" Wobei mir die Frage eines kleinen Mädels auf fällt: „Vati, was ist eigentlich ein Unbefugter?" Und darauf Vati, natürlich nicht imstande, den Begriff so schnell zu formulieren, ftirnrunjelnb: „Das verstehst du noch nicht!" Also dieses Haus! Das Haus der Verbote! Das Haus der Gebote! Das Haus der Seltsamkeiten! — Jedoch den ernüchternden Wasserstrahl der Erklärung richtet ein letztes Schild auf uns: „Schilder aller Art liefert prompt und billig 2. V"
Aus. Das verlorene Stündchen ist sowieso zu Ende. Und mit einem Satz schwinge ich mich auf die Prosa eines Strastenbahnperrons. auf dem der Alltag schon lange steht und auf mich wartet.
H. E. v. M.
Hindenburg.
Bon Robert Hohlbaum.
Du bist ein Bild, von Dürer gemalt. Durch Deine Tat rausch: Schillers Gedicht. Doch deinen würdigen Scheitel umstrahlt Weiler Meister Iohannislicht.
Glück der Nähe und Glanz der Ferne, lieber dir gewaltige Sterne, Doch in der Brust demütige Pflicht. — Immer warst du, wo Deutschland war. Stürmt es den Himmel, du trugst die Standarte, Aber in tiefster Nacht und Gefahr Standest du hoch auf warnender Warte, Älar und still und doch wunderbar. Wie ein Standbild aus ewigem Erz, Aber in ihm ein herrliches Herz.
Unseres Schicksals rauschende Mühlen Werden^ in dir zu grohem Gesang, Unser Sinnen und unser Fühlen Dill sich in dir entflammen und kühlen, Deine Getreuen wollen wir sein, Sei's im Triumph oder lobesfang Und wir können im Hellen und Bösen
Fortsetzung der Fleischverbilligung.
Zur Fortsührung der Fleischverbilli- flung für Arbeitslose und andere Hilfsbedürftige und zugleich als Weitcr- führung der Hilfsaktion für die Landwirtschaft Hot die Aeichsregierung weitere Mittel zur Der- fügung gestellt. Es wird ein weiterer Bezugsschein mit drei Wochenabschnitten ausgegcbcn und damit die Durchführung der Maßnahme zunächst biS Ende April gesichert.
Der Bezug von frischem Hind- oder Schweinefleisch zu einem Preise, der 30 Pf. unter dem Tagespreis liegt, ist damit weiterhin gesichert für den Kreis der seitherigen Bezieher. Die Geltungsdauer der noch zur Ausgabe gelangenden Abschnitte ist so bemessen, daß in der Osterwoche zwei Abschnitte des 'Bezugsscheines verwendet werden können. Die Ausgabestellen der Fleisch- bezugsscheine, sowie die Fkischverkaufsstellcn bleiben die gleichen wie bisher.
Musikalischer Volkskunstabend der Volkshochschule.
Daß Ioh. Seb. Dach auch auf dem Gebiet der weltlichen Kantate ganz Hervorragendes geschrieben hat, war und ist auch heute noch nur allzu - wenig bekannt. So ist es zu begrüßen, daß das Kammerorchester der Volkshochschule unter Leitung von Musiklehrer Franz Dauer in seinem musikalischen DolkSkunstabend am Donnerstag gerade Dach auch einmal von dieser Seite zeigte und damit die zahlreich erschienenen Zuhörer erfreute.
Die Komposition der Dauernkantate „Mer Han en neue Oberkeet", eine Gratulation des Dienstpersonals feinem neuen Di en st Hernr Herrn von Dieskau, fällt in die letzte Schafsensperiode des Meisters. Eie ist in ihrer Einleitung, ihren Aezitativen und Arien ein bunter Strauß von Tänzen. Derbe Bauernweisen, durch eingefügtc Volksliedmelodien besonders unterstrichen, wechseln mit städtischer kunstreicherer Musik. Leider fehlte dem Kammerorchester der einer Dauernkapelle obligate Kontrabaß. Das begleitende Klavier und die Celli suchten ihn zwar zu ersehen, beeinträchtigten aber anderseits das von Dach beabsichtigte Urwüchsige der Musik. Die Solostimmen, Sopran und Daß. suchen einander in Lob ihres neuen Dienstherrn und guten Wünschen für die Zukunft zu übertreffen. Dabei werden an die Ausführcndcn hohe Anforderungen in musikalischer, dramatischer und stimmtechnischer Art gestellt. Die beiden Solisten, Frau Ilse Schmidt - Wissendorf (Sopran) und Herr Paul Schmidt (Daß) entledigten sich ihrer Aufgabe mit viel Geschick. Dabei wurden sie vortrefflich durch das begleitende Orchester, Klavier (Frau Elfriede Fischer) und die sehr gut sich unpassenden Soloinstrumente, Flöte (Sri. Käte Kehr- mann). Geige (Herr Helmut Dayersdorf) unterstützt.
Einen sehr guten Auftakt zu dieser Kantate bildete eine Sinfonie von W. A. Mozart, ein heiteres Iugendwerk des Meisters. In feinem Aufbau schnell — langsam — schnell zeigt es noch starke Anlehnung an die Form der Quocrtüre. Eine Sinfonie in Ls Dur des Mannheimer Meisters Ioh. Stanitz beschloß den Abend. Sehr fein und stilvoll arbeitete das Orchester die charakteristischen Merkmale der Sinfonie, starke Kontrastwirkungen in den schnellen Sätzen, schmeichelnde Melodie in den langsamen, heraus.
Es wurde mit Lust und Liebe musiziert. Der Abend zeigte, mit welchem Emst, Zielbewußtsein und mit welcher Liebe zur Sache das Kammerorchester unter feinem bewährten Führer, Herrn Musiklehrer Franz Dauer, arbeitet. g.
Bornotizcn.
— Lageskalender für Samstag. Dauerscher Gesangverein: 20 Uhr, Heue Aula,
Nicht mehr dein Lein von dem unseren lösen. Du bist in uns, und wir sind in dir.
Durch dein Wort braust das Lied der Maschinen, Aehrcnglan; leuchtet aus deinen Mienen, Deine Schlachten in glühenden Tagen Haben wir alle mitgeschlagen. Deine kühl erwogenen Taters Haben wir alle milberakn. Was du denkst und schaffst, sind wir! — Deutschland versank. In Dir erstand es. Deutschland zerfiel. Dein Wille band es. Heute ruht cs in deiner Hand, Unser Acrmstes und unser Größtes.
Unser Freies und Untrloftcs, Unsere Ströme und unsere Firne, Unsere Fäuste und unsere Hirne. — Wenn wir heute zu deinen Fußen Kränze breiten, um dich zu grüßen, Wissen wir nur e i n Wort zu sagen. Das dich und uns durch das Dunkel getragen: Vaterland!
Konzert. — Verein Hudersport Gießen 1913 und Akad Subcrabteiiung: 20.30 Uhr. Bootshaus, MonatsversammluNst R. d Z 20.30 Uhr. „Aquarium". Monatsverfammlung. - Kavalleric- berein: 20 il&r. .Hessischer Hof". MonatSvcr- fammluiy. -w Gtudienanstalt Gießen: 14 bis 18 Ahr, Zeichenausstellung. Zc-ichensaal - Lichtspielhaus Bahnhofstraße: Viktoria und ihr Husar". Astoria - Lichtspiele: „Buster Keaton rutscht ins Filmland".
— Tageskalender für Sonntag. Stadttheater „Die tolle Lola", 18.30 dis 21 Uhr.
Oberhessifcher Kunstverein Turmhaus am Drandplatz, 11 dis 13 Uhr. FrühjahrS-KunstauS- ftellung. Studienanstalt 10 bis 18 Uhr, Zeichenausstellung. Zeichensaal. Lichtspielhaus Bahnhofstraße 11.15 Uhr. „Instinkt und Der- stand": ab 15 Uhr. „Viktoria und ihr Husar". — Astoria-Lichtspiele: „Duster Keaton rutscht ins Filmland".
— Aus t> c m Stadttheater bureau wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag. 13. März, öie große Fremdenvorstellung der Schwankoperette von Kadeldurg und Hebner: „Die tolle Lola", mit der Musik von Hugo Hirsch. Die bei Fremdcnvorstellungen übliche Preisermäßigung ist bei dieser Vorstellung noch überboten. Man kann die Operette in ihrer Originalausstattung zu gewöhnlichen Schausvielpreisen sehen. Alles wie sonst, die moderne Jazzkapelle, unter Leitung von Walter Moehl, die Solotänze und die Girls aus der Tanzgruppe Ewald Däulkes. der die tänzerische Gesamtleitung hat. die Witze und Schlager, das ganze luftige Spiel unter der Spielleitung von Heinrich Hub. der zugleich die Hauptrolle spielt und singt. (Beginn: 18.30 Uhr, Ende: 21 Uhr.
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•• Ein -Dunter Abend zum De ft en der Winternothilfe findet am Samstag. 19. März, 20.15 Uhr. im Stadttheater statt. Als Mitwirkende haben sich Universitäts-Musikdirektor Dr. Temesvary, Intendant Dr. P r a s ch. Frau Irmgard Heermann und Mitglieder des Stadttheaters zur Verfügung gestellt. Höheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
” Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei gewöhnlichen Preisen geöffnet.
•• Ausfall der Sondervorstellung im Stadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau wird mitgeteilt: Infolge eines Todesfalles in der Familie eines Hauptdarstellers muß die für Montag, 14. März, angefehte 'Beamten- Vorstellung („Die tolle Lola") auf Montag, 11. April, verlegt werden. Bereit® gelöste Karten behalten ihre Gültigkeit.
" Geschäftsjubiläum. Am kommenden Montag kann Herr Messerschmiedemeister Anton Betz, Inhaber des Stahlwarengeschäftes in der Schulstraße, auf das 25jährige Bestehen seines Unternehmens zurückblicken. Der Jubilar gründete die Firma zunächst in kleinerem Umfange in der Heuen Däue und siedelte im Jahre 1919 nach der Schulstraße über. Dem Geschäft wird die Wertschätzung der Gießener Bürgerschaft entgegengebracht.
"KostspieligeStraßenschmiererei. Die in der Hacht zum Freitag, wie gestern schon berichtet,, von der Polizei beim Beschmieren der Straßen' mit Wahlpropaganda erwischten vier jungen Leute standen gestern vor dem Schnell- richter. Jeder von den vier „Schreibern" erhielt 10 Mark Geldstrafe.
•• Eine Schlägerei mit politischem Hintergrund spielte sich gestern spät abends in der Hauptstraße von Wieseck ab. Dort befanden sich, wie wir auf Erkundigungen bei der Gendarmerie hören, etwa 80 Hationalfozialisten nach einer Versammlung auf dem Hückweg nach
Gießen Dave, tarn cs, in der Hauptstraße von Wieseck. au- bis jetzt noch nicht sestgestelltem An« laß zu einem Zusammenstoß mit Angehörige^ deS Linksradikalismus. Bei der Schlägerei wurde ein Nationalsozialist, angeblich ein Wicsecker, am Kopfe leicht verletzt während von Verletzten auf der Gegenseite bisher Nichts bekannt ist. Der Verwundete wurde von feinen politischen Freunden nad) Hause gebracht Ueber die Entstehung der tätlichen Auseinandersetzung muß die Untersuchung noch näheren Ausschluß erbringen.
Oberbeffcn.
Landkreis Gießen.
Holzheim, 11. März. In seiner jüngsten Sitzung deschästigte sich der Gemeinderat mit den im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes ider durch den Iungdeutschen Orden organisiert wird) auszuiuhrenden Arbeiten. Der auf dem .Galgenberg liegende seitherige Sportplatz soll gerodet und vergrößert werden. Gleichzeitig will man auf der einen Seite eine Vogel- schutzbecte anlegen Außerdem wurde über die Errichtung eines Schwimmbades gesprochen Ein endgültiger Entschluß konnte jedoch noch nicht gefaxt werden, da das dafür vorgesehene Gelände nach einem Gutachten des Hegic- rungöbaurattö Steinbach (Gießen) nicht genügend Gefälle aufweist Der Schulhof der alten Schule s oll iiistandgesetzt und gepflastert werden. Schließlich ist noch vorgesehen, durch den freiwilligen Arbeitsdienst die Obstbäume zur Schädlingsbekämpfung bespritzen zu lassen.
Kreis Schotten.
* Laubach. 11.März. In dem Bericht über die Gerichtsverhandlung wegen des Einbruchs im Laubacher Hathaus muß der genannte Angeklagter richtig Keppler, aber nicht — wie irrtümlich mitgetcilt - Klepper heißen.
Kreis -Usfcld
H Alsfeld, 11. März. Dieser Tage wurde hier eine Segelfliegergruppe gegründet. Den Vorsitz in der Versammlung hatte Bürgermeister Dr. V ö l s i n g. Als Vertreter deS Kreisamts war Hegierungsrat S t r a ck erschienen, für den dienstlich verhinderten Direktor der Cberrcal- schule Studienrat Schimpf. Ferner waren vom Flugsportverein Homberg dessen Vorsitzender, Oberingenieur M e b e r (Hicbcr-Oflci- den), sowie Gewerberat Köhler (Gießen) zugegen. Hach einem ausklärenden Vortrag des Oberingenieurs Metzer und einer regen Aussprache wurde die Gründung einer selbständigen Segelfliegergruppe beschlossen Diese wird sich der unter Leitung des Fluglehrers Bellinger (Alsfeld) stehenden Hornberger Ortsgruppe an- schließen. Ein Anschluß an Gießen kam wegen der weiten Entfernung vorn Flugplatz bei Aßlar nicht in Frage. Die vorläufige Leitung der Als selber Ortsgruppe liegt in den Händen von capd. jur. Hichard Koch (Alsfeld). Für den Modellbau hat die Alsfelder Oberrealschule einen Hauin zur Verfügung gestellt. Einige Alsfelder Iungflieger werden bereite an dem zu Ostern in Hieder- Ofleiben bei Homberg beginnenden Schulungsbetrieb teilnehmen.
Wettervoraussage.
Voii den britischen Inseln erstreckt sich eine Hochdruckbrücke über Deutschland nach Polen hin. Durch den hohen Druck wird zunächst die De- wölkuirg mehr zurückgehen und eine Verschärfung deS Hachtfrostes erfolgen, zumal auch über Mittel- und Süddeutschland noch kontinentale Kaltluft lagert. Jedoch Dürfte mit Beginn der kommenden Woche langsame Milderung zu erwarten, fein, dem: maritime und mildere Lust bewegt sich von Horden her abwärts nach Deutschland.
Aussichten für Sonntag, Zunahme deS Hachtfrostes, dunstig und wolkig mit Aufheiterung, trocken.
Aussichten für Montag: Vielfach neblig-wolkig, noch Hachtfrost, jedoch Milderung wahrscheinlich.
Lufttemperaturen. Am 11. März, mittags: 4- 0,3 Grad Cels-, abends: — 0,2 Grad (Seif. Am 12. März, morgens: — 2,9 Grad Eelf. Maximum: 1,4 Grad Eelf., Minimum: — 3,2
Grad ©elf. Sonnenscheindauer: 4 Stunden.
Amtliche Dintersportnachrichten.
Vogelsberg, Hoherodskopf: Bewölkt, — 8 Grad, im Walde 30 bis 40 Zentimeter Pulverschnee, auf der Heide stark verweht, Sportmöglichkeit gut bis sehr gut.
Hhön, Wassersuppe: Heiter 8 Grad 15 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut.
Schwarzwald, Feldberg: Heiter, — 13 90 Zentimeter Pulverschnee, Cportmöglichkeit sehr gut.
Alpen, Garmisch-Partenkirchen: Bewölkt. — 5 Grad, 45 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit gut.
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