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Einkauf beim Gießener Einzelhandel

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Ist Bürgerpflicht und Notstandswandel

und der

Unterfeldwebel H. Hofmann; lversorgungS- anwarter P. Kleinert: Dersorgungsanwärter K. Koch: Unterfeldwebel QI. Kreutzer: Ober- gefreiter QI. Kriegbaum: Dersorgungsanwär- ter 3. Pfeifer: QZerforgung^anwärter QI. Schwarz: DerlorgungSanwärter G. Schwe­rer: Stabsgefreiter K. Mth: Stabsgefreiter K. Christ: Feldwebel 3. Hinterlircher; Ober­feldwebel H. Lein; Feldwebel H. ReeS: Feld­webel H. Petcrmann: Stabsgefreiter G. R o- senberger: Stabsgefreiter F. E ch e l l h a a s; Feldwebel H Scheuer: Oberfeldwebel SL Schnellbacher: Feldwebel 3. Wolf.

Gießener u)cnmarttpvc tf c.

40 dis 70 Pf., Salat 8 bis 10, Salolgurken 35 bis 45 Pf, Odertohlrabi 15 Pf.. Rettich 10 bis 15 Pf., Sellerie 25 bis 35, Radieschen, das Bund 8 bis 12 Pf., Kartoffeln, Zentner 3,80 bis 4 Mk.

Plornotizen.

Tageskalender für Samstag. RdZ.: 20 30 Uhr,Aquarium, Monatsversammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße.Der Frechdachs".

Togeskalender für Sonntag. Hei- matvereinigung Schiffenberg und R. und E. Sommer- Stiftung: 15 Uhr, Schiffenberg, cheimatoeranstallung. - Evangelischer Frauenverein: 25jähriges Jubiläum,

Sommerszeit Leidenszeit.

Mit der Wärme kommt der Heuschnupfen. - Eine regelrechte Krankheit. Milderung durch Pollenextrakte.

Don Dr. mcb. Albrecht Ohlendorf.

Gegenden mit mangelnder Vegetation, oder verkroch sich in die städtische Steinwüste, während

3n jeder Sprache.

Das unabänderlich uns trifft, mag Schicksal es, Bestimmung sein, trägt jeder in verschiedner Schrift in seines Ledens Bucher ein.

Der Muselmann sagt.Kismet" nur, und fragt nicht viel nach wie und wo. Der Russe, der ein Leid ersuhr.

sagt unbekümmert: ^Ritschewo"".

In England heißt es: .Such i s 1 iIe. Der Medizinmann sagtM u h I ch i" und meint dann den Kometenschweif: in Frankreich heißt es:Cest la v ie". In Deutschland weiß cs jedermann, und schnell zur Hand ist die Kritik: Wenn einer gar nichts weiß und kann, heißt es stallKismet" -Politik"!

Puck.

Bund 15 Pf-, Spinat, das Pfund 15 kohl, 12 bis 15 Pf, Bohnen 50 bis 55 Pf , oparge 35 bis 55 Pf., Erbsen 50 Pf., Mischgemuse 10 bis 12 Pf , Tomaten 55 Pf., Zwiebeln 15 Pf., Rhabarber 8 bis 10 Pf., Kartoffeln (alte), 4,5 Pf., Kartoffeln (neue) 15 bis 20 Pf., Aepfel (ausländische) 50 bis 60 Pf., Dörrobst 30 bis 35 Pf., Kirschen 45 bis 60 Ps, Stachelbeeren (unreif) 30 Pf-, Erdbeeren 1,60 bis 2 Mk., Honig 40 bis 45 Pf-, junge Hähne 80 bis 90 Pf., Suppenhühner 70 bis Pf.. Tauben, das Stück 50 bis 70 Pf., Eier 7 Pf., Blumenkohl

Männer der Wissenschaft (Btbliolycrar rr-m a - b ra ch und Geheimrat Prof. Dr. S o m m e r) stellen sich in den Dienst der Heimatpflege, indem sie ihre Veranstaltung, die in anderen Jahren an anderem Orte stattsindet, für diesmal mit der Tagung der Hcimatvereinigung Schiffenbcrg osrbmden und die Feier mit heimatgeschichtlichen Dor trägen eröffnen werden. ..

Besondere Anziehungskraft auf

dürfte das von unserem Helmatdtchter Gg. H e ß (Leihgestern) verfaßte und m langer mühevoller Arbeit eingeubte Fe stsp' elDa s L i e d, G - leit zu jeder Zelt" ausuben. Künstler aus Gießen, etwa 200 Schulkinder aus den Schlffenberg. dörfern Watzenborn - oteinberg, Leihgestern und Hausen, die Iung-DHE Gruppe sowie die Wanber- gruppe der Arbeiterjugend Gießen, die Mädchen-

Heimatliche Veranstaltung aus dem Schiffenberg.

Jeder Mensch trägt mit dem Begriff .Heimat' auch unbewußt ein Sinnbild für sie in seiner Seele. Für uns Bewohner des Schiffcnbergdorfes ... ist der Schiffcnberg ein solches Bild und Wahr,eichen. Des Kindes erster, des Greises letzter Blick gilt ihm, und jahrhundertelange Schicksalsgemeinschaft hat uns aufs engste mit ihm verbunden. Und so wird und soll es auch in oller Zukunft sein: Treu und fest unser Aufblick zu ihm, zu der Verkörperung unseres Hcimntgefühls und unserer Heimattreue!"

Wahlkampf-Kundgebungen.

Di« Deutschnationol« Volkspartei veranstaltet heute. Samstag, 20.15 Mhr im Lass Leib eine öffentliche Wählerver'ammlung. in der die Landtagsabgeordneten Schmitthenner- Heidelberg und V o e h m - Friedberg über das Thema .Wie wählen wir zum Hessischen Land­tag?- sprechen werden.

Die RSDAP. gibt im heutigen Qlnzeigen- teil in ihren Wahlver'ammlungsankündigungen noch bekannt, daß sämtliche Versammlungen um 20 Uhr beginnen werden.

Die Zentrumspartei hat auf morgen, Sonntag, 20.30 Uhr. eine ZenirumSversammlung in das Katholische DereinshauS einberufen, in der Reichstags abgeordneter 3 ooS und Land- tagSabgeordneter Weck le r sprechen werden.

Die Eiserne Front, Bezirk Dießen, tritt morgen, Sonntag, 20 Uhr, mit einer Versamm­lung auf der L'ebigshöhe an die Oeffentlichkeit, tn der der Vorsitzende deS Reichsbanners. HSlterma nn -Magdeburg, und Richter- Dülseldorf sprechen werden.

die glücklichere Umwelt im Freien sich erholen konnte. '

Die Qlmerikaner haben in der ersten RachkriegS- zeit mit enormen Aufwand an Geldmitteln den Kamps gegen den Heuschnupfen organisiert. Dazu gehörte zweierlei: man mußte versuchen, in jedem Falle mit Sicherheit die Pflanze herauSzusinden, die die Schuld an der Erkrankung trägt, und man mußte ein Verfahren ersinnen, um die lieber- cmvsindlichkeit der Menschen gegen bestimmte Pflanzenstoffe zu mildern, oder zu beseitigen. GS ist im Lause der lebten 3ahre gelungen, die gifti­gen Stoffe der wichtigsten Gräser und Blüten zu erschließen. Man bringt nun nach QIrt einer Impfung die Qkrbümrungen dieser Stosse auf die Haut und kann dann beobachten, nach welchen Ertraktcn Entzündungserscheinungen auf treten. Wenn man z. D. auf biefc Weile herausbekommen hat, daß ein Heufieber-Kandidat Akazien nicht vertragen kann, so ist ihm schon viel damit ge- holfen, denn in Zukunft kann er sich vor Qlkazien inachtnehmen und wird gesund bleiben. Er kann ober mit Hilfe seines Arztes auch zu einem sehr schwierigen Fremdwort seine Zuflucht nehmen, zur .Sefenlibilierung", auf deutsch »Unempfind- lichmachung" durch Einspritzung allerkleinster Mengen des Stoffes, der bei ihm die heftigen Entzündungserscheinungen wachruft. 3n Deutsch­land hat sich diese Behandlung des Heufiebers erst in den letzten Jahren allmählich durchgesetzt. Große chemische Fabriken stellen die wichtigsten Pollen-Extrakte zum Zwecke der Krankheitserken- nung und der Behandlung her. Die Behandlung muh möglichst vor Beginn der Blüte durchgeführt sein. Eine völlige Heilung auf diesem Wege ist zwar nur in seltenen Fällen zu erwarten, denn die Qkranlagung deS Kranken zum Heuschnupfen laßt sich nicht völlig überwinden, es sind auch noch längst nicht alle krankmachenden Pollen-, Gräser- und Blütenarten ausfindig gemacht. 3n vielen Fällen läßt sich jedoch eine sehr weit­gehende Milderung der Beschwerden erreichen, so daß wenigstens die Arbeitsfähigkeit erhalten bleibt und auch der Heuschnupfenkranke wieder einen Sommer hat, auf den er sich freuen darf!

Aus Der provinzialbouptstovr

Gießen, den 11. 3uni 1932.

König (Sommer.

Jetzt werden viele Menschen Frühaufsteher, auch wenn ihr Schlafzimmer nicht nach Süden liegt. König Sommer herrscht!

Der Zauber eines commermorgens gibt uns noch ehe wir unser Tagewerk beginnen neue Kräfte, neuen Mui. Da flüstern die blühenden Gra­ser, das Getreidefeld rauscht feierlich. An den Blumen und Blättern der Pflanzen glänzt der Morgentau. Dann kommt die Sonne durch die Wolken. Ist das ein Funkeln und Leuchten! Die Lerchen steigen. Noch vor wenigen Wochen fanden wir ihre Nester in dem niedrigen Getreide. Wie schnell hat sich bas Bild geändert. Ucberall ragt das Getreide manns­hoch in die Luft, aufrecht und stolz. Bald öffnen sich die Achren und lassen an zarten Fädchen ihre Blüten im Morgenwinde wehen. Bei starker Luft- beroegung aber erhebt sich oft eine ganze Wolke von Blutenstaub. Halme nYigcn sich zu Halmen, ein Flüstern geht durch das Felo, 'ie blaue Kornblume, der rote Mohn. Rittersporn, Kamille und all die andernUnkräuter" leuchten aus dem wogenden Getreidemeer.

Die volle Blumenpracht erscheint aber erst «m Diesengrund und am Waldesrand. In allen Farben leuchten uns die Kinder des Sommers. Nicht lange mehr und die Sicheln und Sensen rauschen. Auf der Hohe des Jahres müssen sie sterben. Die Hecken aber, einzelne Sträucher, sie bleiben und spenden auch weiterhin Duft aus ihren schöben Blüten. Brombeerzweige hängen über Rosenbuschen, alles wirr durcheinander. An solchen Plätzen läßt sich's gut rasten.Noch ist die blühende, goldene Zeit!"

Am schönsten aber ist ein Sommerabend, wenn die Sonne unterg-rgangen ist, die Hitze nachgelassen hat und ein kühles Lüftchen weht. Alles ruht von der Arbeit. Die Landleute fitzen vor ihrem Haufe auf einem Baumstamm oder auf einer selbstgezimmerten Bank. Die Pfeifen werden angezündet, und die Unterhaltung fließt munter. Aus irgendeinem ge­öffneten Fenster hort man die Musik des Rundsunks. Dielleicht versucht aud) hier und da ein junger Bursche, ob seine Handharmonika In Ordnung ist. Die Mädchen fingen leise. Der Dorfbach ist auch müde fein eintöniges Plätschern hört man erst am Abend, wenn Fuhrwerke und Tiere verstummt sind. Bald gehen die Landleute zur Ruhe. Hier und da bellt noch ein Hund, dann wird es still. Nur die Sterne (unfein am klaren Himmel. Sommerzauber!

Weniüwir im Walde sind, bleiben wir ausatmend stehen. Auch hier ist die Ruhe eingezogen. Ganz leise rauschen die Blätter, aber die Dufte von Säu­men und Blumen erfüllen betäubend die Luft. Hier in der Sommernacht unter hohen Buchen zu rasten, das bringt Kräftigung, da müßen alle Sorgen oer- stummen; wie Balsam legt sich's auf Herz, dies Schweigen im Sommerwald.

Immer noch preist man das Tempo der Zeit. Ach, wie viele Menschen wurden schon krank von der Hast und ihrem Eifer. Gewiß loben wir das emsige Schaffen und freuen uns darüber. Das eigentlich Erhaltende aber in der Natur ist die Ruhe. Auch im Menschenleben sollte sie es sein. Was haben die rastlosen Menschen davon, wenn sie jede Minute ihres Lebens mit Arbeit ausfüUcn und auf andere als Träumer und Nichtstuer herabsehen?

gruppe des Sportvereins Garbenteich, Gesangverein Germania" und ein Hochzeitszug aus Watzenborn- Steinberg mit einerHüttenberger" Braut im Brautschmuck, Pfadfinder aus Gießen, Turner, wandernde Handwerker, Schnitter und Schnitterin­nen werden dabei mitwirken.

Für den Ordnungs- und Sanitätsdienst haben sich die Freiwillige Feuerwehr und die Freiwillige Sa­nitätskolonne vom Roten Kreuz Leihgestern in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt Die Musik stellt die Kapelle Harnisch, Watzenborn- Steinberg. Begreiflich wird man es finden, daß man im heurigenGoethejahr" auch nicht achtlos an den Goethe-Erinnerungen vorübergegangen ist und bei der Auswahl der Kinder- Und Männerchore beson­ders auf solche mit Goetheschem Text Bedacht ge­nommen hat.

Um den Besuch des Schiftenbergs so bequem wie möglich zu machen, verkehren am morgigen Sonntag ab 13.30 Uhr Kraftomnibusse in Pendel- führten zwischen dem Ludwigsplatz und dem Schif- fenberg. Auf diese günstige Fahrgelegenheit seien besonders auch ältere und im Fußmarsch weniger leistungsfähige Personen aufmerksam gemacht.

Hoffentlich beschert der Himmel der Veranstaltung rechtes Festwetter. das ist vor allem auch den zahl- reichen Mitwirkendcn, die ihr Können in völlig uneigennütziger Weise in den Dienst der Heimat- pflege gestellt haben, zu wünschen als äußereAn- erfennung von oben' für ihr selbstloses ideales Tun! (Siehe Anzeigen.)

Soldaten im Examen.

Am 9 und 10. 3uni fand (wir berichteten be­reits kurz darüber) die Abschlußprüfung I unter dem Vorsitz des hiesigen Truppen-Unterrichts- leiters Fachstudiendirektor B o u ch h o l tz statt. Von 25 zur mündlichen Prüfung zugela'senen Prüflingen haben die nachstehenden 24 die Pru- fang bestanden. Dersorgungsanwärter M. D a ch - mann; Dersorgungsanwäncr P. Derneck: Unterfeldwebel M. Zrenzel: Stabsgefreiter A. Fries: Dersorgungsanwärter F. Hilv;

Die vorstehenden Zeilen finden sich als Eintrag des Bürgermeisters eines großen odjiffcnbcrgborfes in dem Heimatbuch, das d>e Heimatverein t- gung Sdjiffenberg aufgelegt hat. Und die seelische Berbundenheit aller schichten unserer Be­völkerung mit dem schönsten Punkt unserer schonen Heimat, die sich in diesen Worten widerspiegelt, »st auch in den Vorbereitungen zu der morgigen Het - ig zum Ausdruck gekommen.

Wissenschaft (Bibliothekar Dr. Wal-

Gibt es etwaS schöneres, als in praller Sonne faulenzend auf einer blühenden Wiese zu liegen? Mnb doch ist diese beglückende Vorstellung, der Tausende nachträumen, für manche der Schrecken aller Schrecken. Es gibt eine merkwürdigerweise immer größer werdende Schar von Mitmenschen, für die die Zeit deS Blühens und üppigen Wach­sens in der Qlatur der Beginn einer Leidenszeit ist. Sie sehen dem Sommer mit ängstlichen und gemischten Gefühlen entgegen: je wärmer eS wird, desto griesgrämiger werden sie, denn eine- Tages hat sie - Jahr für 3ahr ihr Schicksal erreicht. Die Rase wird dick und rot, ein fürchterlicher Schnupfen bricht über sie herein, heftige Ries- krämpse stellen sich ein, Brennen und 3ucken der Augenbindehäute, oft ist der Kehlkopf, die Luft­röhre mit ergriffen, die Derdauungsorgane sind gestört, die Körpertemperatur steigt, kurz und gut, eine richtige Krankheit hat sie befallen, die mit kürzeren und längeren Unterbrechungen wochen­lang andauern kann und den Befallenen oft lange Zeit hindurch völlig arbeitsunfähig macht.

Seit 1903 weiß man auf Grund von Forschungen des Engländers Dunbar, daß die Erreger deS _H e u f i e b e r s" in den Pollen blühender Gräser nachweisbare Stoffe sind, und daß es eine große ZaHl von Menschen gibt, die gegen diese Stoffe Überempfindlich sind. Bald erkannte man aber, baß nicht nur die Gräserpollen, sondern eine große Zahl anderer blühender Pflanzen die gleichen Er- scheinungen Hervorrufen. Tulpen, Hyazinthen, Akazien, Winden, Flieder, 3asrnin. Kastanien sind nach und nach auf die Warnungstafel gefommen, und die Liste ist sicher noch nicht abgeschlossen. So geht es von Anfang Mai biS tief in den 3uli hinein, trockenes, windige« Wetter erhöht die Gefahr.

Der Heuschnupfen tritt zwar häufig familien­weise auf, Kinder und alte Leute haben aber im allgemeinen weniger zu leiden, meist zeigt er sich das erstemal während der Reifejahre und bletbt dann mehrere 3ahrzehnte hindurch ein lästiger, aber treuer Begleiter.

3e klarer man die Ursachen der Krankheit er­kannt bat, desto wirksamer weih man sich gegen sie zu wehren. 3n früheren 3ahren gab es keine an­dere Hilfe als F l u ch t. Wer es sich leisten konnte, ging nach Helgoland oder ins Hochgebirge, in

13 30 Uhr: Stadtkirche. Festgottesdienst: 15 Uhrt EafS Leib, Nawversammlung Christlicher Sänger, bunb: 15 Uhr. Daldbühne, Licher Straße, Sanger- fest Lichtspielhaus. Bahnhofstraße:Der Frech- dachs".

Don der Kraftpostlinie Gießen- Hoch el he im. Nach dem jetzt vorliegenden Er- tragsergebnis der Kraftpost GießenHochelheim für ba» Vierteljahr JanuarMarz 1932 war in diesem Zeitraum ein Fehlbetrag zu verzeichnen, der von den beteiligten Garantiegemeinden übernommen werden muß.

Verlorene Sparkassenbücher. Die Bezirksjparkasie Gießen veröffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil ein längeres Verzeichnis über verlorene Sparbücher, um auf diesem Wege den Der» bleib der Bucher zu ermitteln, anbernsaUs ihre Un­gültigkeitserklärung in die Wege zu leiten. Die Be­kanntmachung sei der allgemeinen Aufmerksamkeit empfohlen.

"RundfunkindenSchulen. Der hessisch« Kultusminister hat verfügt: Nach Derhandlungen hat sich die Reichsrundsunkgesellichast bereit erklärt, zur Förderung des Schulfunks Mittel zur Ansitzaf- fung von Riindfunkempfangsanlagen für die Schu­len zur Verfügung zu stellen. Ihn Unterlagen zu ge­winnen, inwieweit die Einbeziehung des Rund­funks in den Unterricht in den hessischen Schulen bereits erfolgt ist und inwieweit die Einführung zu fördern wäre, wollen die Schulvorstände berichten, in welchen Schulen Empfangsgeräte vorhanden sind, für welche Schulen die Anschaffung eines Empfangs­geräts erwünscht wäre und ob und gegebenenfalls in welcher Hohe in letzterem Fall« aus dem Sach- kostenkredit der Schule, ober aus anderen Mitteln ein Zuschuß zu den Anschassungskosten geleistet wer­den kann.

Jahresversammlung deS Ver­bände« evang.-kirchlicher Frauen- vereine. Am morgigen Sonntag wird die Jahresversammlung des DerbandeS evangelisch- kirchlicher Frauenvereine für Oberhessen in Gie­ßen abgehalten. Mm daS Jubiläums,ahr. da« 25. seit der Gründung, sestlich zu gestalten, soll der Versammlung um 13.30 Mhr ein Gottesdienst in der Stadtkirche vorauSgehen, bei dem Superinten­dent Oberkirchenrat l). Wagner die Festpredigt halten wird. Die beiden Frauenchöre werden bet dem Gottesdienst mitwirken. Mm 15 Mhr schließt sich die Qkrfammlung im Cafö Leib an, in der außer dem 3ahreS- und Kassenbericht von der Vorlihenden des DerbandeS, Frau 3ullc He- racu« (Offenbach a. QU.), ein .Rückblick und Ausblick auf die VerbandSarbeif gegeben wird. (Man beachte die Anzeige in der Mittwoch­nummer.)

Kakteenfreunde Achtung! In einem Fenster des Hauses Sdüffenberger Weg 34 (parterre) ist gegenwärtig eine Anzahl prächtiger Kakteen zu sehen, die sicherlich bei den Gießener Kakteenfreunden lebhaftes Interesse erwecken dürften

Museen und Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei gewöhnliche«» Preisen geöffnet.

"Heugrasoer st eigerungenaus st aot. lichen Wiesen werden in unserem heutigen An­genteil angekündigt. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.

Der Wanderverein .Bund der Lahnfreunde" hat, wie man uns mitteilt, im Monat Mai drei Wanderungen unternommen. Die erste am 5. (Himmelfahrt) führt« über die Baden­burg HangelsteinDaubringer Faß Ludwigs­burgGießen. Die zweite am 8. zeigte den Teil­nehmern die Schönheiten von Kahensurt Greifen­steinDianaburg, die dritte am 29. ging mit dem Postauto bis Kirchberg und von da nach dem Waldhaus - FohnbachtalKrofdorf, von wo daS Postauto die frohe Wanderschar zum AuSgangS- punkt zurückbrachte. Während bei den beiden ersten Wanderungen die Raturfreunde in vollem Maße auf ihre Rechnung kamen, wurden bei der letzten Wanderung die Teilnehmer neben herrlichen Ra- turfchönheiten noch durch di« Gesangsvorträge deS Fraucnckwrs erfreut. Verdienter Beifall wurde den 40 Damen des Thors, der unter bewährter Leitung stand, für die meisterhaft vorgetragenen Fahlings- und Volkslieder im Saale des Gast­hauses Freund in Krofdorf zuteil. Die Maiwande- rungen boten allen Mitgliedern und Gästen so viel des Schönen, daß sie den Beteiligten noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben werden.

2/3 Mill. Mark Fehlbetrag in WormS.

WSR. WormS. 10. 3unL Die Stadtverwal­tung teilt mit, daß der Doranschlag der Stadt WormS für das Rj. 1932 zur Beratung und Be­schlußfassung vorgelegt wurde. Der neue Dor­anschlag weist einen Fehlbetrag von 2 354 8 20 Mark auf. Der Sondervoranschlag des 'Wohlfahrtsamts erfordert einen Zuschuß von 3 918 605 Mark, ein Betrag, der um 1 563 785 Mk. hoher ist als der Fehlbetrag des Gesamtvoran­schlags.

_ (Schluß des redaktionellen Teils.)__________

3m Mitteldeutschen vraunkohlenvcrgbau wurden in der letzten Zeit verschiedene Gruben und Brikett- fobriken wieder in Betrieb genommen. Veranlaßt wurde diese Maßnahme im wesentlichen durch die um diese Zeit regelmäßig eintretende Saisonbelebung, da ein großer Teil der Kundschaft die günstigen Sommerpreise ousnutzt und den Winterbedarf in der Ein.,eitsmarkeSonne" schon jetzt eindeckt. (^»,v wirklich fabelhaft! Das kann man in diesen Tagen in den Geschäftsräumen der Firma L. Bernard, >n denen zur Zeil praktische Persil-Waschoorführungen stattfinden, täglich hören. Es ist wirklich fabelhaft, zu sehen, in welch wundervoller Frische und welchem Glan; farbige kunstseidene und wollene Wäschestücke dem kalten Persilbad entsteigen. Keine Hausfrau sollte es sich entgehen lassen, diesen Waschvorfüh- rungen beizuwohnen!_____________________4437A

Alle Bruchleidende werden auf das heutige Inserat des Spezialban­dagisten K. Ruffing aufmerksam gemacht. 4421V

Gießen, 11.Juni. Es kosteten auf dem heuti­gen Wochenmarkt: Landbutter, das Pfund 1,20 Mk., Süßrahmbutter 1,30 TlL Kochbutter 1 Mk., Matte, das Pfund 25 bis 30 Pf., Kose, das Stück 5 bis 10 Pf., Wirsing, das Pfund 12 Pf , Gelbe Rüben, das Bund 15 Pf-, Spinat, das Pfund 15 Pf , Römisch- fohl, 12 bis 15 Pf. Bohnen 50 bis 55 Pf., Spargel

Wir können wirklich nichts Besseres tun, als zeit­weise auszuruhen, aber nicht im Kreise von Be­kannten, im Trubel einer Stabt all das bringt uns lange nicht die Erholung, wie einige Sommernächte draußen im Wald. Da legt sich ganz von selbst unsere Ungeduld, unser Eifer. Wir werden still lauschen wie Kinder auf das leise Rauschen

Bäume.

Traum und Frieden ... hingeschieden alles, was uns traurig macht. Sterne glimmen, Wolken schwimmen, und das Märchen ist erwacht.

(Bterdaum.)