Einzelbild herunterladen

Er. 60 Erstes Via«

grettag, U. März 1932

182. Jahrgang

Berliner preffestimmen

Deutsche Geschichtsforscher für Hindenburg

Sui Deutschland hiervor zu bewahren, um ihm

WWW

llltfr

stolz W* hNV* ke Ta^

Berlin, 11. März. (LRB.) Die Rundfunkrede des Reichspräsidenten wird von den Blättern, die der Kandidatur Hindenburg« nahestehen, in größ­ter Ausmachung gebracht. 3n den Kommentaren wird die Bedeutung dieser Rede nachdrücklichst un­terstrichen. Die.Germania" spricht von einer .Feier st unde im Wahlkamp f". Hier trete ein Mann vor sein Volk, greife niemanden in sei­ner Ehre an, halte keine irgendwie geartete Prv- pagandarede, verspreche niemanden gol - deneDerge, werbe um keines Menschen Gunst, sondern berufe sich einzig und allein auf Gott, feinePflicht und sein Gewis­se n. Der ,B o r w ä r t s" nennt die Rede ein politisches Ereignis und ein menschliches Erlebnis. Ein Mann habe gesprochen, der nicht gewohnt sei, aus seinem Herzen eine Mördergrube zu ma­chen. Er sei zwar einGegner derSozial- demokratie, aber einer, mit dem man sich auf dem Boden menschlicher Anstän­digkeit finden könne. Der »Börsen- Courier" bezeichnet die Ausführungen al- schlichte Wahrhert. die nicht überschrien werden könne. Die ,.D A 3 sicht ein unseliges Derhäng-

fc Die Wahl eine« Partei manne», der < Vertreter einer einseitigen und ertremen polt- 1 tischen Anschauung sein und hierbei die Mehr­heit de« deutschen Volke» gegen sich haben würde, hätte aber unser Vaterland in schwere, nicht absehbare Erschütterungen verseht. Da« ,u verhindern, gebot mir meine Pflicht. 3d) war mir dabei wohl bewußt, daß diese meine Ent­schließung von einem Teil meiner alten Wäh­ler, darunter leider manchem alten Kameraden, mißverstanden und ich deshalb angefeinbet wer- dm würde. Aber ich will lieber verkannt und persönlich angegriffen werden als daß ich sehen­den Auge« unser Volk, das so viel Schwere« in den lebten anderthalb Jahrzehnten getragen hat, in neue innere Kämpfe geraten lasse.

sch üVj'rttD Lss WOistWW >,ieber unserer

sssr

ttjgttärtewn

die entscheidenden Entschlüsse abrang, diese Verantwortung vor meinem Ge­wissen zwingt mich, auch jetzt auszu - harren und dem deutsch en Volke In Treue zu dienen, hierfür meine letzte Kraft herzugeben, habe ich mich erneut zur Verfügung gestellt. Das ist' Sinn und Ziel meiner

Kandidatur;

Starker Eindruck der Präsidenten - Botschaft.

Berlin, 10. März. IWTB.) Soweit unS bis­her aus dem Reiche Meldungen vorliegen. ist die Rundfunkrede des Reichspräsidenten, die über alle deutschen Sender verbreitet wurde, in allen Ge­genden ausgezeichnet verstanden worden. Sie hat in der bestlmmten und klaren Art, in der der Reichspräsident sprach, überall einen außerordentlich starken Eindruck ge­macht.

Die Ansprache klang klar und deutlich nach Dens herüber. Am Sih der deutschen Delegation hatten sich zahlreiche Deutsche eingefun­den, die an einem provisorisch hcrgestelltcn Emp­fangsgerät der Ansprache deS Reichspräsidenten lauschten. Der Eindruck der Ausführungen deS

nis darin, daß -wischen einem Manne von solcherGesinnung unbßeiftung und Millionen, die innerlich zu ihm gehörten, eine Kluft aufgerisfen fei, die unüberbrückbar scheine.

Die oppositionelle Presse unterscheidet sich insofern von den genannten Blättern, als sie die Rede in gewöhnlicher Ausmachung dringt. .Deutsche Zeitung" undBörsenzeitung" bringen die Rede nur im Auszug. Der .Lokal­anzeiger" betont, daß dergreise, ritterliche Mann", wie cs seiner Art entspreche, alle Der- brämungen, mit denen man seine Wahlrede um­geben wollte, zerrissen habe und ausdrücklich aus­gesprochen habe, daß er mit dieser Rede in den Wahlkamps selbst eingegrislen habe Auch der .Tag" unterstreicht, daß ier Reichspräsident nicht so sehr als Mensch, denn alS Staatsober­haupt gesprochen habe, der mit dem vollen Einsatz seiner Person vor dem Staatsvolk die Verantwortung für da-übernehme, was er selbst und waS unter ihm die Staatsfüh­rung in den sieben Jahren seiner Amt-Periode getan habe.

r Berlin, 10. April. iWTB.) Der Herr [kichspräsident hielt heute um 19.30 r über alle deutschen Sender folgende 2n- ache an das deutsche Volk:

Deutsche Männer und Frauen!

Ils vor sieben Jahren zum ersten Male Frage an mich herantrat, mich für Deutsch- dS höchstes Amt zur Verfügung zu stellen, »e ich es absichtlich vermieden, vor partei- hig aufgezogenen Derfammlungen zu reden, ) deshalb nur einmal im Rundfunk vor dem amten deutschen Volke gesprochen. Jetzt, wo :zum zweiten Male die Präsidentschaft i Deutschen Reiches angetragen worden ist, dellte ich mich im Wahlkampf völlig zurückhalten, r.-r Verlauf desselben nötigte mich aber, aus «einer Zurückhaltung heran szu tret en und im Rundfunk zu dem gesamten deutschen 2olke zu sprechen: denn alle sollen es «u s meinem Munde hören, warum ich He neue Kandidatur angenommen Habe. Zugleich will ich durch diese Ansprache I fortun, daß i ch nicht gewillt bin, die in

Hindenburg an das deutsche Volk.

Oer Reichspräsident gibt vor dem Rundfunk einen Rechenschaftsbericht über die erfien sieben Lahre seiner Präsidentschaft I Oer Feldmarschall lehnt es auch für die Zukunft ab, Kandidat einer Partei zu sein oder irgendwelche Bindungen einzugehen Ginn und Ziel seiner Kandidatur ist, Treuhänder des ganzen Volkes zu bleiben.

mtZolmbLÄ

Deutsche Historiker erlassen folgenden Aufruf zur Hindenburg-Wahl:

Hindenburg, der Reichspräsident, ist aus der innersten Tiefe des alten preußischen Deutsch­lands. dem sein Wesen unveränderlich zugehört und anhängt, über das nationale Feldherrntuw des Weltkrieges, durch Selbstüberwin­dung und heroische Pflichterfüllung emporgestiegen zur Darstellung und Betätigung des Ganzen unseres Staates und unseres Volkes, über alle Parteien, über alle Klassen und Gliederungen hinaus. Er hat mit den besten Kräften der Vergangenheit, zufammenfassend. weiter bildend, den Rotwendig­keiten verwandelter Gegenwart in ergreifender Tapferkeit und innerlicher Treue dienend, au- allem Wirrsal der inneren Kämpfe die unentbehr­liche und unersetzliche, ordnende Zwangsgewalt einer verantwortungsfreudigen Regierung er­höht. die unserem zerrilfenen Staatswesen d i e verlorene oberste Einheit zurückzu- gewinnen trachtet und deren höchstes Ziel die äußere nationale Befreiung ist

3n feiner historischen Erscheinung vereinigen sich Geschichte und Zukunft. Perfönlichkeit und Gesamtheit zu einer selbstlos, in ehrwürdiger Sachlichkeit und ruhiger, maßvoller, gebietender Sicherheit schaffenden Kraft. Kein anderer kann in diesen schweren Stunden einen Halt dar­reichen wie er. Wir unterzeichneten deutschen Historiker bekennen uns zu ihm und rufen auf zur Sammlung Deutschlands um seine vertraute und mächtige Gestalt.

Unterzeichnet haben bis jetzt u. a. die Professoren: Marcks. Berlin; Meinccke. Berlin: Ondcn, Berlin; Andreas. Heidelberg; Brandi. Döt­tingen: Brackmann. Berlin. Caspar. Ber­lin: Dehio, Berlin: Eppelsheimer. Darm­stadt: Franz, Marburg: Hampe, Heidelberg: Her re. Berlin: Hohl. Rostock: Holzmann, Berlin: Hoetzsch. Berlin: Hartung. Berlin: Koehler. Breslau: Kern. Bonn; Köhler, Heidelberg: Kornemann. Breslau: Körte. Leipzigs Lentz, Berlstn Lenel, Heidelberg:

shvarzroten Koalition cntgcgenge.wm- tcn. Das ist falsch. Die Kandidatur ist mir iu 6 allen Schichten und allen Krei­st n des deutschen Volkes angetraqen tttben. sowohl von einem großen Teile meiner Jen Wähler, als auch von solchen, die 1925 :e Stimmen anderen Bewerbern gegeben haben, ie ersten Ersuchen an mich, wieder zu kandi­eren. gingen von Gruppen der Rechten j3. Diesem Vorgehen schlossen sich andere Par« den und Verbände an. Ich selbst habe meine rstimmung zu meiner Kandidatur erst bann gc- ibtn, nachdem ich mich überzeugt hatte, daß beschadct der Parteizugehörigkeit im cmzcl- n in ganz Deutschland weite Schichten den Wunsch haben, daß ich >riter in meinem Amte bleibe.

Kandidat einer Partei ober einer parleien- qnippe zu fein, hätte ich abgelehnt, ebenso wie ch Bedingungen und Verpflichtungen zurückge- uiefen habe. Aber auf überparteilicher Grund­lage der Kandidat des deutschen Volke« zu sein nb als solcher denen entgegenzutreten, die nur ianbibalcn einer Partei sind, bas hielt ich für tteine vaterländische Pflicht. So werbe ich, wenn ch nochmals gewählt werden sollte, nur Gott, mci- Htm Gewissen und dem Vaterlande verpflichtet fein und als der Treuhänder des ganzen deut­schen Volkes meine» Amte« walten können.

3m Wahlkampf sind aus meiner bisherigen kUlrrtssührung persönliche Angriffe gegen

ISIS'

Reichspräfidenten war außerordentlich. Ein aus­gezeichneter Empfang der Ansprache war auch t n Amerika, wo sie über 45 Sendestationen im ganzen Lande verbreitet wurde. Der Empfang war fo vollkommen, daß sogar das Ticken der Uhr auf dem Schreibtisch des Reichspräsi­denten deutlich zu vernehmen war.

Auch die Londoner Morgenpresfe gibt die Ansprache des Reichspräsidenten ausführlich wie­der. Der Berliner Korrespondent derDaily Mail" berichtet: Der 84 Jahre alte Präsident von Hindenburg sprach gestern abend zum deutschen Lotte. Seine Rede war b i c Rede eines echten Führers. Die Energie, mit der er sprach, straft diejenigen Lügen, die den großen Soldaten in der Hitze des Wahlkampfes als Opfer der Greisenhaftig­keit und als Werkzeug anderer hinzustcllen oer- suchen. Aehnlick) äußern sich die anderen Presse- korrespondenten, die offenbar sämtlich die Ansprache mit angehört haben. So sagt der Berliner Morre spondent desNews Chrvnicle": Die Rede war in knappen soldatischen Wendun­gen formuliert und wurde in leiden­schaftlichem Tone vorgetragen. In dem Bericht des Berliner Korrespondenten de»Daily Telegraph" heißt es, die Stimme des alten Kriegers war voll und klar. Gelegentlich bebte f i e im Zorn, als er kraftvoll auf die gegen ihn gerichteten Angriffe erwiderte.

f,rne Zeit der Ruhe zu geben, in der es die für rJcre Zukunft so entscheidenden großen Fragen Innern und nach Außen lösen soll, würde mein Amt im Falle meiner Wiederwahl

Luckwaldt, Danzig: O. Meyer. München: Mommsen Marburg, Otto. München: Platz- Hoff, Frankfurt a. OH., Ro 1 osf. Gießen: © t ä b l i n. Berlin: © chaedcr. Berlin: Stein­haufen, Kassel: Schulte. Bonn: Waedf en, Münster: Fr. Thimme. Potsdam: Wenyke. Düsseldorf: Wolfram. Frankfurt a. M.: Win­de l b a n d. Berlin: Z i e k u r f ch. Köln.

Kanzlerrede im Rundfunk.

Berlin, 10. Mär,. (MTB.) Die Rebe, bie der Reichskanzler vr. Brüning am Freitagabend im Berliner Sportpalast halten wird, wirb b u r ch Runbfunk auf alle brutschen Sender übertragen; sie stnbet statt Jreltag etwa in brr Zeit zwischen 20.30 und 21 Uhr.

Hitler in Dortmund.

Dortmund, 11 März. <TU.) In der West­falenhalle sprach am Donnerstag Adolf Hitler^ Rach einleitenden Worten deS Gauleiters Wag­ner (Bochum, fprach Hauptmann Göhring, der in etwa einstündiger Rede sich mit dem heutigen System auSeinanderfetzte. Gegen 22 llbr erfd^en Adolf Hitler. Er erinnerte auch heute wieder daran, baß vor 13 Jahren dos heutige System das alte Reich zerschlagen und die Macht an sich gerissen habe. Gesetz und Verfassung könnten nur den Sinn haben, dem Menschen zu dienen und ihm das Leben zu ermöglichen. Dos gegen­wärtige System habe diese Forderungen nicht erfüllt. ES befinde sich in ftetrger Abwärtsent- tmdhmg. Das Deutsche Reich fei nach kurzer Scheinblüte in tiefste Rot verfallen unb habe gelernt, sich jedem Diktat zu beugen. Daß da» Volk trotz aller Rot noch nicht zusammenge­brochen sei, habe es nur seinem eminenten Le­benswillen zu verdanken. Die nationalfoyio* listische Bewegung habe bie Jugend hinter sich und in dem Kampf, der jetzt ausgetragen werd«, werde die Jugend Deutschlands siegreich fein. Erst wenn das Volk ht seinem innersten Xea wieder flefxmb fr. könne nnch die deni^che TSM

kr letzten Zeit über mich verbreiteten 11 n - Wahrheiten unwidersprochen *u lassen. Eine yiitische Programmrede will ich also nicht halten, teil ich eS nicht für nötig halte: Mein Leben inb meine Lebensarbeit sagen Ihnen vn meinem Streben und Wollen mehr a 16 is Worte tun können.

Wenn ich mich nach ernster Prüfung ent- fhlofsen habe, mich zu einer Wiederwahl zur Verfügung zu stellen, fo habe ich es nur getan, in dem Gefühl, damit eine vaterländische glicht zu erfüllen.

hätte Ich mich versagt, so bestand bie Gesahr, daß bei bet flarten ParteiZersplit­terung, insbesondere der Uneinig-

| leit der Rechten, im zweiten Wahlgang ruirocber der Kandidat der radikalen Rechten oder ein solcher der radikalen Linken zum prä-

- sidenten bee Deutschen Reiche« gewählt würbe.

mich gerichtet worden. Ich greife die schwer­wiegendsten herauS: das Urteil übet das mir dugefügte Unrecht überlaste ich jedem einzelnen. In erster Linie wird mir d i e Unterzeich­nung deS Boungplans vorgehalten, durch die ich mich in einen offenen Gegenfatz zu des sogenannten nationalen Front gesetzt hätte. Die Unterschrist ist mir wahrlich nicht leicht geworden, aber ich habe sie gegeben in der Ueberzeugung. daß auch diese Etappe not­wendig war, um au unserer nationalen Frei­heit zu gelangen, und i ch glaube, i ch habe recht gehandelt. Das Rheinland ist frei, die fremden Aufsichtsbehörden sind verschwunden, der Voungplan mit seinen Vor­aussetzungen ist durch die tatsächliche Entwicke­lung bereits überholt. Ich glaube nicht, daß wir bei allen Schwierigkeiten der außen­politischen Lage heute so weit wären, wenn ich damals dem Rat, nicht zu unterschreiben, ge­folgt wäre.

Ein weiterer Vorwurf, der in der Agitation gegen mich eine Rolle fpielt, ist der, daß ich dieRotberoTbnungen unterschrie­ben habe. Ich weiß wohl, daß ich durch ihren Erlaß dem deutschen Volk schwere Lasten zu» gemutet und mich der persönlichen Kritik sehr ausgesetzt habe.

wir standen Im letzten Sommer vor der Frage, ob wir durch politische Unterwer­fungunterbas Ausland uns finanzielle Erleichterungen erkaufen ober burch eigene straft unb schwere Opfer uns selbst behaupten wollten. Ich habe nicht gezögert, mich für b e n letzteren weg zu entschei­den. Da der eigentliche Gesetzgeber, der Reichstag, versagte, und nicht Imstande war, auf dem normalen Wege der Gesetzgebung bie ersordertlchen Maßnahmen zur Beseitigung unmittelbarer Gefahren für Wirtschaft, Staats­finanzen unb Währung zu treffen, mußte ich einfpringen unb im Rahmen ber mit burch die Reichsverfassung gegebenen außer­ordentlichen Befugnisse selbst hanbein.

Ich habe hierbei an den guten alten mili­tärischen G r u n d s a Y gedacht, daß ein Fehl­greifen in der Wahl der Mittel nicht so schlimm ist als das Unterlassen jeglichen Handelns. Es ist durch­aus begreiflich, daß über einzelne der getroffenen Maßnahmen Meinungsverschiedenheiten bestehen, und ich habe mich oft nur schweren Her­zens zu einzelnen dieser Notverordnungen ent- schließen können. Ich selbst bin der Ansicht, daß manche der Maßnahmen, die in schwieriger, schwer- übersehbarer Situation eiligst getroffen werden muß­ten, oerbesserungsfahig sind. Ich glaube nicht, daß all' die Belastungen, die sie enthalten, auf die Dauer aufrechterhalten werden können. Im Gegenteil hoffe ich, daß manche Bestimmungen bald aufgehoben oder durch andere Regelung ersetzt werden können.

Keiner der Kritiker kann mir zum mindesten das Motiv heißester Vaterlandsliebe und stärksten Wil­lens für Deutschlands Freiheit als Grundlage mei­nes Wollens absprechen, und selbst die lautesten Rufer im Streit gegen das sogenannteSystem" werden zugeben müssen, daß ich bei diesen schweren Entscheidungen frei von jeder Bindung, aus eigen ft er, persönlicher Betont- wortung gehandelt habe.

Rod) stehen wir mitten I m stampf. Die Entscheidungen auf dem Felde der Außenpolitik stehen noch bevor: wichtige Aufgaben im In­nern, insbesondere die Linderung der furcht­baren Arbeitslosigkeit, harren der Lösung. Das große Fiel können wir aber nur erreichen, wenn ro I r uns zu einer wahren Volksgemeinschaft zusammenfin­den. 3d) kann nicht glauben, daß Deutschland in innerem hader und in Bürgerkrieg versinken soll, wo es gilt, im Ringen um die Freiheit und Geltung der deutschen Ration zusammenzu- stehen. 3d) erinnere an den Geist von 1914 und an bie Frontgesinnung, die nach dem Manne fragte und nicht nach dem Stande ober der Partei, wie einst im Kriege die Rot des Vaterlandes alles Trennende aufhob und die Masten des Volkes gleich, ob sie der Arbeiter­schaft, dem Landvolk oder dem Bürgertum an­gehörten in gleicher weise hingebungsvoll ihre Pflicht getan haben, fo gebe ich die Hoff­nung nickst auf, daß Deutschland s i ch zu einer ne u e n E i n i g ke i t imSedanken an da« Vaterland zusammen findet, wer mich nicht wählen will, der unterlaste es. Ebenso werde ich aber niemanden zurückstohen, der die Einheit de« Deutschen Reiches in meinet Per­son empfindet. Die Verantwortung, die mich aushalten ließ im Kriege, bis ich das Herr in die Heimat zurückgefuhrt hatte, die Der- antreorhmg. die mir als Reichspräsident alle

Erscheint täglich, außer Sonntags unb Feiertags. Beilagen: Die Illustrierte Sießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Lonat, Sezugrprelr:

91 tt 4 Beilagen RTL 1.95 Däne Illustrierte 1.80 ! Zustellgebühr.. , -.26 ; lud) bei Nichterscheinen : kh einzelnen Nummern I hfelge höherer Gewalt.

Zernsprechanschlüfte gnter Sammelnummer 2251. Inschrift für Drahtnach­lichten: Anzeiger Siehe».

Postscheckkonto:

j frenffurt am Ulain 11686.

I steiierführen.

Gewisse Politische Kreise haben meinen Ent- sc>!uh. wieder zu kandidieren, anders gedeutet, lud) sind Unrichtigkeiten, wenn nicht gar be­ruhte Lügen, über mich im Umlaus. Dä­tgen wende ich mich nun: Es ist behauptet wor- Ln, ich hätte meine Kandidatur aus den fänden der Linken oder einer

.äpril 1932.

8oll*»les HG,

Mr

8en Ausgaben bis

M ä Zunahme von Rnzetaeu

für bie Tagesnummer dis

Siebener Anzeiger M M M M Chefredakteur:

vr. Friede. Will). Lange.

jv w d * 99 < ** Verantwortlich für Politik

General-Anzeiger für Gberheffen MW

Anzeigenteil Max Filter,

vnick mtd Verla-: vrShl'sche UAtverßtülL-vuch. unö Stehrt ruderet H. £an$t tu Stetzeit. Schrifttettuu- uut Gefchäftrsteße: Schulffratze 7. lämtlid) in Gießen.