Ausgabe 
10.9.1932 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

werden diese Häuser im allgemeinen nicht durch­führbar sein. 3c mehr Eigenkapital vorhanden, desto geringer der Zinsen- und Tilgungsdicnst und desto reibungsloser die Dauvorbercitung.

Wird ein Haus in der eben dargelegten Weise finanziert, so ist bu -Belastung, wie die Zahlen in den hiesigen Plan- und Modellausstellungen beweisen, sehr günstig und tragbar, sie liegt für daS kleinste ausgestellt« Haue von 6500 Mark bei 24 Mark monatlich, und für daS größte Haus von 15 000 Mark Baukosten bei 56 Mark monat­lich. Dabei stehen Abschlüsse mit jeder vom Reichs- Autsichtsamt anerkannten Bausparkasse im Be­reich des Möglichen. Die 1. Hypothek, welche an­fänglich lediglich zu verzinsen ist, wird im Laufe der Jahre, auf Grund eineS besonderen Dauspar- kassen-Siedlungstcrrife-, in eine reine Tilgungs- Hypothek umgewandelt, durch welche das Haus im Verlaufe von etwa 22 Jahren entschuldet wird. Die übrigen Gelder werden gleich von Anfang an mit jährlichen Tilgungsquoten zurück­bezahlt. Alle diese Beträge sind in der errech­neten monatlichen Belastung enthalten. Es ist beabsichtigt, in allen etwas größeren Städten von Oberhessen und dem Lahngebiet noch in die­sem Spätsommer und Herbst die ersten Baugrup­pen auSzuführen, das wird in allererster Linie einer Belebung des örtlichen Dauhandwerks zu­

gute kommen. Der dargelegte Ausführung «plan sieht neben dieser hauptsächlichen 'Belebung deS Bauhandwerkes eine, wenn auch beschränkte, Ein­schaltung von Erwerbslosen vor. (Siehe heutige Anzeige.)

"Der näch st «Rindvieh-(Ruhvieh-) Markt findet am DienStag, 13. September, und der nächste Schweincmarkt am Mittwoch, 14. Sep­tember statt. ÄähcreS ist auS der Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil ersichtlich.

Eine Hühnerfarm niedergebranni.

i- Wieseck, 10. Sept. Heute nacht gegen 1 Uhr bemerkten Einwohner Feuer in der Richtung der Main-Weserbahn. DaS größere Gebäude der Hühnerfarm von Gustav Schmellenkamp stand in Hellen Flammen. Als der Rachttvach- mann und verschiedene Einwohner an die Farm kamen, muhten sie feststellen, daß an diesem Ge­bäude nicht« zu retten war. Etwa 300 Hühner kamen in den Flammen um. Das Gebäude brannte vollkommen nieder. Die Brutanloge war hier nicht untergebracht und konnte gerettet werden. Die Entstehungsursache des Brandes ist unbekannt. Die polizeilichen Er­mittelungen sind im Gange.

S.jlxfport

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

Die Liga in Dallau ...

Selten hat die Liga der Spielvereinigung 1900 eine so wandelbare Form gezeigt, wie in den letzten Spielen. Die Ergebnisse waren immer über­raschend. Aach der guten und nach der schlechten Seite. Infolgedessen ist es nicht zu vertreten, sich für daS bevorstehende Verbandsspiel in Wal­lau auf eine Vorhersage festzulegen, denn die Mannschaft ist unberechenbar. Die Mannschaft ist, um es anders zu sagen, nicht zuverlässig. Wollte man 10:1 wetten, daß die Spielpercini- gung in Wallau verliert (zu dieser Annahme neigt man trotz allem mehr, als zur gegenteili­gen), dann würde sicherlich der Zufall, oder auch Die Leistung den Dlauweihen einen Sieg be­scheren. Fest steht nur, daß die Wallauer Der- bandSspielgegner (trotzdem sie am vergangenen Sonntag gegen Breidenbach verloren haben) eine Kampfmonnschast darstellt, die sich in der ver­gangenen Saison mit konsequenter Sicherheit an die Tabellenspitze setzte, die Position hielt und den Sieger in der Bunde stellte. Außerdem ist diese Mannschaft auf ihrem eigenen schönen Platz einer der stärksten Gegner, die neben der Mann­schaft deS Sportvereins Wetzlar mit den Li­gisten der Spielvereinigung im Wettbewerb stehen. Jedenfalls darf man schon jetzt behaupten, daß sich unter den Vereinen von Wetzlar, Wal- lau, 1900 und VfB. Gießen ein spannender Wett­bewerb um die Tabellenführung entwickeln dürfte. Das Spiel des morgigen Sonntags wird die Ehancen der Spielvereinigung in dieser Der- bandsspielrundc schon einigermaßen beurteilen lassen. Die 1900er sind voraussichtlich etwas be­nachteiligt durch Ausfall von vier Spielern, die erseht werden müssen. Die Blauweißen haben eine Scharte auszuwehen, die Wallauer werden aber auch auf eigenem Platze nicht noch einmal ver­lieren wollen. Gin heftiger, hartnäckiger Kampf steht bevor.

Die Ligareserve spielt gegen Butzbach (Liga).

Die Ligareserve hat als Verbandsspielgegner eine der stärksten Mannschaften der zweiten De- zirkSklasse vor sich, der auch schon die Liga auf manche harte Probe stellte. Die 1900er sind gegenwärtig zwar in guter Form, es wird aber alleS Aufwandes an Kraft, Ausdauer, Technik und Geschicklichkeit in Verbindung mit einem Schuß Glück bedürfen, wenn sie den Sieger stellen

wollen. Gin Vorteil ist für die 1900er der eigene Platz. Der AuSgang deS Kampfes ist völlig offen.

Die 3. Mannschaft tritt auf eigenem Platze gegen die 1. von Großen-Duseck an, die 4. Mann- schaft fährt nach Dieber, um dort gegen die 1. de- PlahvereinS zu spielen.

Jugendspiele.

Die AI-3ugenb fährt nach Marburg und trägt dort ein Freundschaftsspiel gegen die A I-Iugend der Germanen aus. Diese stellen eine schnelle und kräftige Elf ins Feld. 1900 muß von vornherein auf Sieg spielen. Da die Mann­schaft komplett antreten kann, hofft man auf einen Erfolg.

Die AII-Jugend trägt ein Rückspiel in Klein-Linden auS und sollte daS Spiel gewinnen können.

Die B-3ugenb erwartet die neu aufgestellte Jugend der Teutonen aus Steinberg. Wenn die Gäste auch keine einheitliche Elf barstellen, so verfügen sie über einen immensen Eifer und Siegeswillen, der die Blauweihen zur Hergabe ihres ganzen Könnens zwingen wird.

Die Schüler! messen ihre Kräfte mit den Schülern aus Lich.

Die Schüler II versuchen ihr Glück gegen die Steinberger Schüler. Der Gegner wird körperlich stärker sein als die Kleinsten von 1900, doch Mut und SiegeSwillen hat schon vieles fertig gebracht.

VfB. Gießen.

Sie Liga deS VfB. ist am morgigen Sonntag spielfrei. Die Ligareserve trägt ihr erste- Der- bandSspiel gegen einen bekannten Gegner, die 1. Mannschaft von Saubringen, auS, und wird dort zweifellos ein außerordentlich scharfes Spiel zu bestreiten haben. Ser AuSgang des Kampfes ist vollkommen offen. Sie 3. Mannschaft tritt, ebenfalls zuim Derbandsspiel, in Steinbach an. Sie DsD.-Mannschaft ist durch verschiedene ju­gendliche Kräfte ergänzt worden und wirb sich nur schwer gegen die routinierte 1. Els von Stein­bach durchsehen.

Sie 1. Jugend tritt zum Privatspiel gegen die 1. Jugend des Wetzlarer Sportvereins an und wird dort zweifellos, wie bisher immer in Wetz­lar, einen harten Kampf zu bestreiten haben. Sie 1. Schüler tragen ein Rückspiel gegen die 1. Schüler von Wieseck auS.

Wirtschaft.

Wochenbericht vom Sranffurfcr Schlachtviebmartt.

Sa« Geschäft war auch in dieser Woche nicht unbcfrtebigenb, die Preise zeigten auf einzelnen Märkten aber eine rückläufige Bewegung, wofür nur der verstärkte Zutrieb verantwortlich ist. Offenbar wurde er nur dadurch hervorgerufen, daß die Landwirtschaft weiteren Geldbedarf zeigte.

Am Rinder markt standen 1818 Tiere zum Verkauf, das sind gegen die Vorwoche 389 Stück mehr. Rach ruhigem Handel verblieb Heber» stand. Sie Preise für Ochsen, Kühe und Färsen gaben je 1 bis 2 Mark, die für Bullen 2 biS 3 Mark nach, so daß die voran­

gegangenen Besserungen wieder glatt verloren gingen. Ochsen al) 31 bis 33, a2) 28 bis 30, bl) 23 bis 27; Dullen a) 26 bis 29, b) 21 bi« 25: Kühe a) 25 bi« 27, b) 20 bis 24, c) 14 bi« 19; Färsen a) 31 biS 34, b) 28 bis 30, c) 23 bi« 27.

Obwohl der Schweinemark t mit seiner dieswöchigen Deschickung von 5483 Stück eine immerhin bemerkenswerte Entlastung von 416 Tieren zeigte, war der Geschäftsgang ziemlich ruhig und bei etwas nachlassenden Preisen ver­blieb anfangs der Woche etwas Heberstand. Später war die Rachfrage etwas besser, zumal der Auftrieb am Rebenmarkt auch merklich kleiner war, so daß der eingetretene Verlust von 1 Wk. wieder aufgeholt wurde und die Preise gegen­

über der Vorwoche behauptet blieben. Schweine b) 45 bi« 48. c) 45 bis 48, d) 42 bi« 47, e) 37 bis 44. g) 34 bi« 40.

Sie schon in der Vorwoche zu beobachtende Abschwächung für Schafe setzte sich auch in dieser Woche um 1 Mk. fort. Mit dem "Beginn de« Abtriebs von den Weiden werden die Zu­fuhren etwas größer, denen am hiesigen Platze nur wenig Rachfrage gegenübersteht. Ser Auf­trieb von 361 gegen 235 Tieren konnte daher nur unter Preiskonzcssionen geräumt werden. Schafe a) 24 bis 27, b) 19 bis 23.

Am Kälbermarkt führte der verringerte Auftrieb von 1585 gegen 1861 Stück zu einer Erhöhung der Preise um 2 Mk. für den Zentner. Das Geschäft war weiterhin recht gut. so daß der Markt ausvcrkauft wurde. Kälber b) 41 bi« 44. c) 35 bi« 40. d) 28 bi« 34.

Sämtliche Rotierungcn verstehen sich in Mark pro Zentner Lebendgewicht.

'Weinernte 1932 : Guter, aberklei- ner Jahrgang. Das Preußische Statistische Landesamt gibt nach seinen Ermittlungen be­kannt, bah die Entwicklung der Trauben in den preußischen Weinbaugebieten infolge der hoch­sommerlichen, heißen Witterung während des August günstige Fortschritte machte. Es müsse je­doch hervorgehoben werden, daß infolge der Trockenheit die Beeren durchweg nur eine mitt­lere Große erreichten. Auf Grund der Meldun­gen der amtlichen Berichterstatter beständen Aus­sichten auf einen einigermaßen guten, allerdings kleinen Jahrgang. An Rebschädlingen werde da« Oluf treten de« Peronospora (besonders an den Trauben), des Oidiums und des Sauerwurms ge­meldet. Sie Schädlinge hielten sich in normalen Grenzen. Die Weinpreise zögen ein wenig an.

3 m Dergleichstermin der 3 u n » kerS-Flugzeugwerke 21®., Dessau, wurde der Dergleichsvorschlag der Verwaltung mit etwa 90 Prozent der abgegebenen Stimmen an­genommen.

* Der Gläubigerausschuh der Emel- ka-Theater AG., Berlin, ist zu dem Er­gebnis gekommen, dah für die Durchführung de« Vergleiche« keine ausreichenden Mittel vorhan­den bzw. zu beschaffen sind. Er hat daher sein Mandat zurückgelegt.

Berlin behauptet.

Berlin, 10. Sept. (WTB. Funkspruch.) Auch heute ging das Rätselraten über die innerpolitische Entwicklung weiter. Da außerdem noch schwächere Meldungen aus Reuyork und weiter rückgängige Rohstofspreise Vorlagen, konnte man zunächst in den Vormittagsstunden stärkere Zurückhaltung in den Bankbureaus beobachten. Erst zu Beginn des offi­ziellen Wochenendverkehrs stellte es sich heraus, daß seitens der Kundschaft keine größere Abgabeneigung bestand, und daß die Börse selbst auch eher zu Rück­käufen geneigt war. 3m allgemeinen hielten sich die Kurse daher auf gestrigem Niveau, verschiedentlich wurde es sogar noch überschritten. Nur einige Spe- zialwerte eröffneten schwach. So büßten AEG., auf die neuerdings in der Presse aufgeworfenen fragen einer notwendigen Bilanzbereinigung 1% Prozent ein, Schubert & Salzer verloren 3%, Daimler 1%, Eharlottenburg Wasser 1K, Goldschmidt 1%, Nie- derlausitzer Kohle 2 Prozent und Ehadeaktien im Zusammenhang mit den sich widersprechenden Nach- richten über die Vorgänge in Argentinien 5 Mark. Anderseits zeichneten firn Siemens mit plus 1%, (Eontigummi mit plus 2% und Hansadampf mit plus 2K Prozent durch Festigkeit aus. Reichsbankanteile eröffneten 1 Prozent höher, während Farben leicht unter gestern lagen. Tendenzstützend wirkten zweifel­los Kaufe der Auslandarbitrage, die Pfandbriefe gegen Aktien zu tauschen scheint.

Arn Rentenmarkt war es allerdings mit Ausnahme der Deutschen Anleihen weiter sehr ruhig. Reichsschuldbuchforderungen lagen etwa be- hauptet, Reichsbahnvorzugsaktien und Industrie­obligationen neigten eher zur Schwäche. Von Aus- landrenten waren Ungarn und Mazedonier etwas rückgängig, Mexikaner dagegen eher fester. Im Bör­senverlauf wurde die Allgemeintendenz trotz kleiner Kursabweichungen nach oben und unten als gut be- hauptet bezeichnet. Mehr Aufnahme einiger Spezial­gebiete, Montanpapiere, Kunstseideaktien, (Eonti­gummi und Dessauer Gas blieb die Umsatztätigkeit sehr klein. AEG. setzten ihre Abwärtsbewegung unter Schwankungen eher weiter fort. Das Geschäft in der Neubesitzanleihe blieb ziemlich lebhaft, auch die Schutzgebietsanleihe konnte im Börsenverlauf bis auf 4,65 anziehen. Später wurde es, von Spezial- werten ausgehend, allgemein freundlicher. Am Geld­markt wurden auch heute unveränderte Sätze ge­nannt. Tagesgeld notierte in der unteren Grenze mit 5% Prozent und nur vereinzelt mit 5% Pro- zent, Monatsgeld mit 6 bis 8 Prozent nominell. Da das Geldangeoot heute zum Steuertermin weiter ge­ring war, erhielt sich der Eindruck einer Verstei­fung. Auch die Umsätze am Diskontmarkt bewegten sich in engen Grenzen, Reichswechsel per 5. Dezem­ber und Reicksschatzanweisungen per 16. Januar wurden zu 4%, bzw. 5% Prozent in mäßigen Be­trägen untergebracht.

Frankfurter- Börse zurückhaltend, doch fest.

Frankfurt a. M., 10. Sept. (DTD. Draht» n\clbung.) 3m Hinblick auf die unsichere inner- politische Lage bekundete man an der Wochcn- schluhbörfe zwar große Zurückhaltung, doch war die Sttmmung nach den Rückschlägen in den letzten Tagen al« sehr widerstandsfähig zu bezeichnen. Don der Kundschaft lagen nur ganz vereinzelt Kauforders vor. doch genügten sic, um in Ver­bindung mit kleinen Rückkäufen der Spekulation leichte Erholungen gegenüber der Abcndbörse her- beizuführen. Sa« Geschäft war hierbei aber außerordentlich klein. Etwa« schwächer eröffneten noch AGG., Holzmann. Licht und Kraft, die bi« zu 1.5 Prozent nachgaben. Anderseits waren Montan-, Schiffahrt«-. Elektro- und Kunstscide- aktien bis zu 1 Prozent höher. 3G.-Farben lagen zu 101,1 Prozent gut behauptet. Metall- gefellschaft eröffneten 0,25 Prozent hoher, da­gegen Scheideanstalt etwa« niedriger. Reichsbank­anteile gewannen zunächst 1 Prozent, später weitere 0,5 Prozent Leicht gebessert waren noch Deutsche Linoleum, Zellstoff Waldhof und Eonti- gummi. Schwächer aber zunächst noch ohne Rotiz lagen Ehadcaktten, die etwa 4 Mk. einbühten.

3m Verlaufe ergaben sich bei weiterhin kleinen Hmsähen neue "Besserungen von 0,5 bi« 1 Pro­zent. Etwa« stärker befestigt waren am Kunst­seidemarkt AKH. mit plus 2 Prozent und Dem- berg mit plus 2,5 Prozent. 3G. zogen auf 102,25 an. Am Rentenmarkt war nur in Deutschen Anleihen das Geschäft etwa« belebter, während im übrigen nur sehr kleine Hmsähe erfolgten. Die Reubefitzanleihe war schon anfangs ettoa« fester, im Verlaufe hatte sie bei lebhafteren Hmsähen eine weitere "Befestigung von 0,3 Pro­zent. Auch Altbesitz und Reichsschuldbuchforbe- rungen waren bi« zu 0,5 Prozent fester. Am Pfandbriefmarkt waren nur unwesentliche Veränderungen zu verzeichnen und auch sonst blieben die Kurse meist behauptet.

Auf den Spuren von Falschmünzern.

WSR. Wetzlar, 9. Sept. Die Wetzlarer Kri­minalpolizei ist wir berichteten bereit« kurz darüber einer Falschgeld-Affäre auf die Spur geommen. die sich in ihren Ausmaßen noch nicht absehen läßt. Auf Grund zahlreicher Derdach«- gründc wurde am Mittwoch der Arbeiter Adolf Hofmann aus dem Stadtteil Riedergirme« verhaftet. 3n Stadt und Kreis Wetzlar find eine große Anzahl falscher Fünfmarkstücke in Umlauf, die die Annahme begründet erscheinen ließen, daß sich die Herstellungszentrale in Wetzlar selbst befinden mußte. Beobachtungen haben nun er­geben, daß immer nach dem Auf tauchen Hofmann« falsches Geld fest gestellt werden konnte. 3n einer Gastwirtschaft In Leun wechselte Hofmann vier Fünfmarkstücke in einen Zwanzigmarkschein um; die Geldstücke waren falsch. Dabei beging Hofmann eine Fahrlässigkeit, auf Grund deren er überführt werden konnte. Er ließ in der Wirtschaft feine Hand­tasche liegen, einumgebauter Schulranzen, und dieses Vehikel prägte sich den Leuten mehr ein als das wenig besagende Aeuhere des Falsch­geldvertreibers selbst. Hofmann nahm die Gut­mütigkeit eines Motorradfahrers in Anspruch und ließ sich wieder nach Leun bringen, um die Tasche zu holen. Bei seiner Rückkehr suchte er sich ein 2Nibi zu schaffen und fuhr rasch nach einem Sportplatz. Der Alibibeweis mißglückte, denn die Zeitdifferenz konnte ihm nach­gewiesen werden. Die Kriminalpolizei kon- frontierte ihn weiter mit zahlreichen Geschäfts­leuten und Gastwirten im Kreise Wetzlar, und in den meisten Fällen konnte Hofmann als der Falschgeldvertreiber wiedererkannt werden. Er leugnet nach wie vor, gilt aber al« über­führt. Bei der Polizei gehen noch täglich falsche Geldstücke ein. Die Werkzeuge zur Falschgeldher­stellung konnten trotz mehrerer überra­schend und zu nächtlicher Stunde aus­geführter Haussuchungen an verschie­denen Stellen der Stadt nochnichtgefunden werden.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Vorbedingung für Wohlergehen sind gesunde Füße. Boltina, das große Schuhhaus im Selters­weg, ist ständig bemüht, den Kunden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. 6359A

Wie aus dem heutigen Inserat zu ersehen ist, untersucht von Montag bis einschließlich Mittwoch, 14. d. M., ein anwesender Fußspezialist jedem Kun­den kostenlos die Füße nach dem System Burjftt.

nJiÖ Ä

MUrUC-86..Ttidi,n,

Reparaturen,komplette Anlagen

l

v de

Ab Monte«, den 12. September, bis einschließlich Mittwoch, den

14. September, ist der Fußspezialist vom

Er wird alle Fußleidenden kostenlos beraten. Sie können sofortige Erleich­terung Ihrer Beschwerden erlangen. Also, kommen Sie zu

BURGIT-Fußpflege-Dienst bei uns anwyend

Das große Schuhhaus am Seltersweg '

Beachten Sie bitte unser Spezlal-FuBpflege-Fenster!

kostenlose 3u|3 Beratung.!

Ä h

Scbuhges. Q-

63S9A