g. Tannen.
Uhr. Cafs
— Tageskalende rfür Fr eita berqbund. Kampfgruppe Gießen: 20.15 Leib, öffentlicher Vortrag über 5rcimaurcrei - Allgemeine Ortskrankenkasse Gtehen-stadt. 20.30 Uhr. „Gewerkschaftshaus", ordentliche Ausschuß. Sitzung — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der
Heimatoeranstaltung auf dem Schiffenberg. Die Hcimatverennaung --ch'ft-n. berg und die R. und E -Sommer^Suftung toben in unserem heutigen Anzeigenteil auf nächsten Sonntag nachmittag zu einer Heimatoeranstaltmig auf dem Schisfenberq ein. Im Mittelpunkt der Deransta mng wird die Aufführung eines von dem Heimatdichter Georg Heß verfaßten Feft^icles stehen das -me Reihe vielseitiger Bilder bringen wird. (Man beachte die heutige Anzeige.)
— Lin Konzert der G i e h e n e r_ o e u e r mebrkavelle wird am kommenden «onntag in der Waldeslust- am Flughafen ftattfindcn. Die Ka- velle in Stärke von 20 Mann wird vorwiegend volks. Mmliche Musik bringen. (Siehe heutige WigH
__ rr h r i ft l i di e 5 Sangerfest. Der Cbr.|i ßdje Sängerbund. Kreis Gießen, veranftallet am
Stus der Provimlatbauptffadi
Giehen. den 10.3uni 1932.
Jenen für die Mutter.
Daß auch die Hausfrau und Mutter eine Zeitlang der Ausspannung bedarf, sehen heute wohl alle ein, ober das „Wie" macht vielfach große Schwierigkeiten. Wer das aonze Jahr über unentbehrlich war, findet sich vor allem selbst sehr schwer zu dem Entschluß, die Fessel des Alltag, zu sprengen. Und hier liegt die erste und größte Schwierigkeit. Ader auch wenn sie überwunden ist. weil die Gesundheit der Mutter zu augenscheinlich die Lrholungszeit fordert, gilt es noch viele Schwierigkeiten aus dem Wege zu raumen. Wer sorgt für den Vater, wer für die Kinder, die Wohnung, ja, vielleicht auch noch für die Tiere und Blumen?
Ist hier Rat geschaffen so steht drohend die Kosten, frage der Mutter vor Augen und bringt oft alles wieder zum Scheitern.
Da ist es doppelt erfreulich zu hören, daß das Rote Kreuz, das so ost wie die Feuerwehr das „Mädchen für alles" spielt, auch hier hilfreich ein- fprinat. Die Frauenoereine vom Roten Kreuz nehmen sich aller dieser Sorgen an. Sie vermitteln die Haushaltvertretung, bringen die Kinder unter und nehmen In einer Anzahl von Heimen Mütter auf, in einigen auch Mütter mit ihren Kindern. Häufig tritt das Rote Kreuz in bedürftigen Fällen für einen fehlenden Rest der Wegekosten ein, wenn nicht schon Krankenkassen, Landesversicherung oder Wohlfahrts, amt für die Kosten aufkommen. In einigen Heimen werden auch ganze und halbe Freistellen vergeben.
Da die Mütter sich zumeist nur kurze Zeit frei machen können, so ist die Dauer des Erholungsaufenthalts sehr verschieden; sie beträgt zwei bis sechs Wochen: schon eine kurze Zeit der Ausspannung tut bei der abgehetzten Familienmutter Lunder.
Aerztliche Aufsicht ist fast überall vorhanden. Luft- und Sonnenbäder^Hohensonne-Beftrahlungen. Liege- kuren im Wechsel mit Turnübungen, Seebäder, dazu der ständige Ausenthalt in Herz, und augenerfreucn- der Umgebung. Ablenkung von Alltagssorgen durch Borträge, Musik und Spiel tragen schnell zur Auf- frischung und Erholung bei.
In den Erholungsheime,!, die Mütter mit ihren Kindern aufnehmen, werden die Kinder getrennt untergebracht, um den Müttern die ihnen so not- wendige Ruhe zu sichern — und dabei doch ein Zu. sammensein mit den Kindern nach Wunsch zu er» möglichen.
Schon die Tatsache, einige Zeit vom Druck der Verantwortung für das Wohl und Wehe der ganzen Familie enthoben zu sein, trägt dazu bei, in den Müttern eine Entlastung hervorzurufen, die der An- fang ihrer Stärkung an Körper und Seele ist.
Kehrt die Mutter dann innerlich froh und körper, sich gestärkt zurück, so kommt ihr gesundes Wesen der ganzen Familie zugute, denn von der Stlmmunq und Elastizität der Mutter hängt die harmonische Atmo. sphäre des Hauses ab. Dies muß in einer zerrütteten und nervös gereizten Zeit wie der heutigen ganz besonders beachtet werden.
Der bevorstehende Rotkrcuztag gibt Gelegenheit, diese segensreiche Arbeit des Roten Kreuzes ZU unterstützen, deren Wirkung viel größer ist, als üch in einigen kurzen Zellen schildern läßt. Wenn daher die Sammler und Sammlerinnen am Rotkreuztag <12 Juni) um Spenden für dos Rote Kreuz bitten, Jo mögen die Leser und Leserinnen daran denken, daß ihre Beiträge mit dazu bestimmt sind, den Müttern ihr Recht auf Ausspannung und Ferien zukommen zu lasten.
Helft helfen!
Unter dieser Parole veranstaltet das Rote Kreuz in dieser Woche eine allgemeine S o m m l u n g, die mit einem Rotkreuztag am nächsten Sonntag ihren Höhepunkt und Abschluß finden soll. Die Veranstaltung wird im ganzen Reiche durchgeführt. Bei den vielfachen und reichen Seanungen der Rotkreuzarbeit, die am elndrucks- vollsten in dem Wirken der Sanitätskolonnen und der sozialen Fürsorge zutage tritt, erscheint es als Pflicht jedes Mitbürgers, durch die B«steuer fernes Scherfleins die Rotkreuz-Einrichtungen zu fordern Möchten die Sammlerinnen auch in unserer Stadt überall gebefreudige Menschen antreffen! Jede Gabe wird mit Dank angenommen, da man sich bewußt ist, baft auch aus kleinen Beihilfen schließlich doch eine ansehnliche Stütze werden wird.
Wahllompf-Kundaebungen.
Die Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei veranstaltet in l*r CBolre- halle in Dießen in der kommenden Woche drei große Wahllundaebungen Am Montag 13. 3un i, spricht G r e g o r S t r a ß e r. am Mittwoch, 15 Juni. Dr. Goe b b e I 8 und am Freitag. 17 Iuni. der Führer Adols Hitler. Hm eine gute Abwicklung des Äarten- V o rvcrkaufs zu gewährleisten, hat mePro- vinz-Leitung der ASDAP in den früheren A st o. ria - Lichtspielen. Seltersweg eine Torverkaufsstclle eingerichtet die ab heute tag- lief) auch Sonntag, von 10 Hhr bis 18 Ubr geöffnet ist. Der Vorverkauf für bie ^raßer-Der. sammlung beginnt heute, der Vorverkauf für die Goebbels-Versammlung beginnt Samstag, den 11. Iuni. und der Vorverkauf ^ur die Httler-Ver- sammlung beginnt Sonntag, den 12. 3um. Näheres ist aus der Ankündigung im heutigen -an- ’e,!CI bie 'ÄrdMten. . btr A«D2lP in Schotten mitteilt, wird Adolf Hitler gelegentlich einer Sonnenwendfeier auf dem Hoherodskopf am Samstag, 18. Juni, sprechen.
Bornotizen.
kommenden Sonntag fein diesjährige, Kreis-Sän- gerfest auf der Daldvühne an der Licher Straße mit reichem Programm. Gegen 400 Sänger werden gemischte Chöre und Männerchöre zum Vortrag bringen. (Nähere, In der heutigen Anzeige.)
"Segelfugzeug Im €d)Ieppf (ug auf dem Gießener Flugplatz Am kommenden Samstag, und Sonntagnachmitta^ wird auf dem Flugplatz das Segelflugzeug im cdjleppflug vor- geführt Stuck meck. Schmidt vom verein für Luft- fahrt in Gießen wirb bei günstiger Wetterlage auf dem Segelflugzeug ,.D Gießen" einen längeren Segelflug zeigen. (Man beachte die heutige Anzeige)
•• Unentgeltliche Hausschwamm-Le- ratung Im Anschluß an Heimattagungen, bie morgen, Samstag, nachmittag in Nidda in der „Ärone* und Sonntag nachmittag in Hungen im ,'Solmler Hof", je um 15 Uhr, stattstnden. wird Direktor Kallenbach von der Hessischen Landen stelle für Pilz, und Hauslchwamm Beratung zur kostenlosen Raterteilung in allen HauslchivammfaUen in den obengenannten Lokalen anwesend fein.
ee Baron Wittich aus Gießen. Schon seit längerer Zeit fahndete die Polizei nach einem gewissen Kari Wittich aus Gießen, der sich in Frankfurt a. M. als falscher Fremden- fübrer herumtrieb Damit aber nicht -cuug. schädigte er in ziemlich starkem Maße auch den Bund der-AItstadtfreunde. indem er. angeblich in besten Auftrag. Gelder einsammelte. Gr legte sich bei diesem Handwerk allerlei hochtrabende Aamen bei, bald war er ein Graf Weil, bald ein Varon Wittich, dann wieder ein Freiherr von soundso ulw. Jetzt konnte ihn die Frankfurter Polizei fasten.
•• Feuerwehrübung au£bem Gleiberg. Anläßlich der am morgigen oamstag auf der Burg Gleiberg stattfindenden Generalversammlung des Gleibergvereins findet eine Fcucrwehrübung statt, an der die Kreismotorspritze sowie die Feuerwehren von Krofdorf und Wißmar teilnehmen wer- den Die Leitung der Ucbung liegt in den Händen des Kreisbrandmeisters Vogel (Wetzlar).
•• Auflegung der Stimmlisten zur Reich,tagswaht. Die Stimmlisten und Stimm, (arteten für die am 31. Juli stattfindende Reich»- lagswahl sind vom 10 bis 17. 3u II aufzulegen
Universitäts-Gottesdienst Am Sonntag. 12. 3uni. 11.15 Uhr. findet in der Heuen Aula ein Univerl»täts-Gottesdienst statt. Die Pred.gt hält Prof. Lic. Dr. phil. Adolph.
•• Familiennach richten Frau ftaroline Hirsch, Marktstraße 32 wohnhaft, kann morgen ihren 87. Geburtstag in körperlicher und geistiger Frische begehen. — Am nächsten Sonntag können bie Eheleute Heinrich Dolsf, Schuhhaus in Gießen, Seltersweg 4, ihre silberne Hochzeit feiern
•• Reichsbahnperfonalien. Amtmann Edertz beim Reichsbahn-Betriebsarnt Gießen I würbe zum Reichsbahn-Betriebsamt Frankfurt am Main I versetzt An seine Stelle würbe ber technische Reichsbahn-Vberinspektor Wittlich vom Reichs- bahn-Betriebsarnt Lauterbach berufen Der Leiter ber hiesigen Güterabfertigung, Güicr-Oberinfpektor Griebel, trat nach über vierzigjähriger Dienstzeit bet ber Reichsbahn in den Ruhestand. Als Rach- folger wurde ©üter-Dberinfpehor Scharbt, seitheriger Leiter ber Güterabfertigung Limburg, nach vier versetzt. Obersekretär Wagenbach wurde von Lollar nach Gießen, Sekretär B i n g e l von Nieder- Walgern nach Lollar, Steffen» von Gießen nach Lollar und Pfeffer von Lollar nach Nieder Walgern versetzt. In den Ruhestand traten Obersekretär Schmidt und Oberzugschaffner Kramer beim Bahnhof Gießen, sowie Zugrevisor Benderoth beim Reichsbahn-Derkehrsamt Gießen
DerLoranMaaderprovmzObecheffeMlSZ2.
Der Provinzialtag der Provinz Oberhesfen ist von seinem Vorsitzenden. Pro- vinzialdirektor G r ae f. auf Mittwoch. 22. Juni. 12 Uhr. in den Sitzungssaal des AegierungS- gebaudeS in Gießen zur diesjährigen ordentlichen Tagung «inbe rufen worden. Hauptpunkt der Tagung ist der HäuShaltsvor- anschlag sür das A j. 19 32.
Oie Gesamtsumme
des Voranschlags für 1932
beläuft sich in Einnahme und Ausgabe auf 4 159 918 Mark, gegen 4 639 800 Mark im Vorjahre. Davon entfallen auf die Vetriebs- rechnung 3 828 800 Mark (im Vorjahre 4 306 500 Mark), auf die Vermögensrechnung 331118 Mark (im Vorjahre 333 300 Mark).
Oie BeiriebSrechnung.
2m einzelnen entfallen in der Betriebs- rechnung auf Allgemeine Verwaltung: Einnahmen 10 300 Mark (im Vorjahre 11 448 Mark). Ausgaben 95 800 Mark (im Vorjahr« 112 928 Mark): Polizeiwesen: keine Einnahmen, 500 Mark Ausgaben, wie im Vorjahr«: Kunst und Wissenschaft: keine Einnahmen, Ausgaben 9775 Mark (11 400 Mark): Bauwesen: Einnahmen 1 613 000 Mark (1 842 300 Mark). Ausgaben 2 721 300 Mark (3 197 000 Mark): Allgemein« Förderung der Wirtschaft: keine Einnahmen. Ausgaben 22110 Mark (24 840 Mark): Wohlfahrtspflege und Gesundheitswesen: keine Einnahmen, Ausgaben 4557 Mark (7007 Mark): Anstalten und Einrichtungen: Einnahmen 225 500 Mark (229 640 Mark). Ausgaben 286 500 Mark (295 640 Plark): Finanz- und Steuerwesen: Einnahmen 1 070 000 Mark (1313112 Mark). Ausgaben 188 258 Mark (157 185 Mark': Betriebs- und Vermögensverwaltung: 410 000 Mark wie im Vorjahre. Ausgaben nichts: Kapitalvermögen und Kapitalschulden: Einnahmen und Ausgaben je 500 000 Mark wie im Vorjahr«.
An Provinzial-Umlagen sind 1 573300 Mark zu erheben.
Oie Vermögensrechnung.
3n der Vermögensrechnung wird als einziger Posten der Beste- und Ausgleichsstock mit 331 118 Mark (im Vorjahre 333 300 Mark) ausgewiesen.
Oas lleberlandwerk Oberhessen.
Der Voranschlag des Ueberlandwerks D b e r b e |J e n in lyriebberg, das bekanntlich Eigentum der Provinz Oberhessen ist, schließt für das Betriebsjahr 1932 in Einnahme und Ausgabe mit je 2 90D 000 Mark ab. Aus dem Stromoerkauf werden auf der Einnahmenseite 2 763 000 Mark erwartet.
OaS Wasserwerk Inheiden.
Der Voranschlag des provinzeigenen Wasser- werks I n h e i d e n für 1932 schließt in der Be- Betriebsrechnung in Einnahme und Ausgabe mit je 883 000 Mark ab. Aus der Wasserlieferung wird eine Einnahme von 880 660 Mark erwartet.
Oie Tagesordnung der Sitzung.
1. Diensteinweisung und Verpflichtung eines neu in den Provinzialtag berufenen Mitgliedes.
2. Derwaltungsbericht des Provinzialausschuste, der Provinz Oberhesfen über den Stand ber Pro- vinzialverbandsangeleaeicheiten und Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben der Provinz Ober- Hessen im Ri. 1930.
3. Voranschlag über bie Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen im Rj. 1932.
4 Antrag des Prooinzialausschusses betr. Festsetzung der Tagegelder und Uebernachtungsgebühren der Mitglieder des Provinzialtags und des Provinzialausschusses.
5. Rechenschaftsbericht des Provinzialausschusses über die Verwaltung des Wasierwerks Inheiden und Rechnung über die Einnahmen und Ausgaben des Wasserwerks Inheiden im Rj. 1930.
6. Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben des Wasserwerks Inheiden für Rj. 1932.
7. Rechnungsabschluß über die Verwaltung des Ueberlandwerks Oderhesien für das Rj. 1930.
8. Voranschlag über die Einnahmen und Ausgaben des Ueberlandwerks Oberhefsen im Rj. 1932.
Freie Bahn für bie Etatberatung
Neuordnung der Marktstandsgebühren.
• Gießen, 10. Juni 1932.
Kehraus im (Siebener Stadtrat vor der Beratung des neuen Voranschlags. — Oer Theaterzuschuß für 1930/31.
Der Gießener Stadtrat trat nach mehrmonatiger $aufe gestern zu einer Sitzung zusammen, die vor allem den Zweck hatte, mit allen reft- lidjcn Vorlagen vor der in Kürze bevorstehenden Beratung des städtischen Haushaltsvoranschlages für 1932 aufzuräumen Es handelte sich bei dem gestrigen Deratungsstoff meist um 'Angelegenheiten von geringerer Bedeutung, lediglich die Neuordnung der Marktstandsgebühren und die Deckung des Zuschusses zum Gießener Stadttheater für das Rj. 1930 31 waren besonders beachtenswert Die Tagesordnung wurde glatt erledigt, obwohl von kommunistischer Seite dafür gesorgt wurde, dgß „Be- trieb* im Hause war, allerdings zum größten leile heiterer Art auf Kosten der beiden kommunisttschen Vertreter.
Sitzungsbericht.
Anwesend: Oberbürgermeister Tr. Kelle r die Bürgermeister Tr. S e i b und Dr. H a m m . Beigeordneter Iustizrat Dr. Bosenberg, sowie 33 Stadtratsmitqlieder. Der Zuhörerraum ist nur schwach beseht.
Lin Nachruf. — Amtseinführung.
Oberbürgermeister Dr. Keller widmet zunächst dem vor einiger Zeit verstorbenen dienstallcsten Stadtratsmitglied Detters einen herzlichen Aachrus und betont dabei, daß der Sxnmgegangenc stet- mit größtem Etter und lebhaftem Interesse an den Geschicken der Stadt mitgcarbettet fritxr Die Gedenkansproche wird von dem Stadtrat und den Zuhörern stehend angchört. nur die ociam kommunistischen Stadtratsmitglieder X a ft n c r und Stork bleiben während der pietätvollen Ehrung sitzen. __ , . . .
Anschließend wird d e Mandatsnachsolgerrn des Verewigten. Frau Helene Kr ö ck . in ihr Amt als Etadtratsmitglied eingeführt und verpilichtet.
Tennisplahmiete für bie Stabienanflalt.
Die Miete eines städtischen Tennisplatzes du^ die Studienanstalt für die Spielzert 1923 und ine Spielzeiten der nachfolgenden Zahre tmrd zu
Lasten des Sachkredits der Studienanstalt genehmigt. — Auf Anfrage des Stadtratsmitglieds Mann (Soz.) teilt Oberbürgermeister Dr. K e l - l e r mit. daß es sich dabei um einen Betrag von 45 Mark jährlich handele.
Nachtrag zur Bergnügungefleuerorbnung.
Einem Nachtrag zur Dergnügungssteuerord- nung, wonach die Steuern für die einzelne Karte nicht mehr auf den nächsten durch 5 teilbaren, sondern auf den vollen Aeichspsenn gbetrag nach oben abzurunden ist. wird zugestimmt.
Die Rechnung de, Elektrizitätswerk» für 1929.
Die in Einnahme mit 3 259 927,84 Mk. und in Ausgabe mit 3 2 9 514,L6 Mk abschl elende Rechnung des städt. Elektrizitätswerks für das Aj. 1C29 wird gegen die Stimmen der beiden Kommunisten zustimmend verabschiedet, nachdem die Stadlrats- mitgliedcr Mann (Soz.) und Horn tArbeitS- gemeiittchast der M.tte) die Stellungnahme ihrer Zraltionen zur Frage der Zuweisungen an den Erneuerungsstock im Lauf« der letzten Zahr« kurz beleuchtet haben.
Die Rechnung der Straßenbahn für 1929.
Die Straßenbahn-Rechnung für das Rj. 1929 mit 543 449.19 Mark in Einnahme und Ausgabe wird mit allen Stimmen gegen die beiden Kommunisten genehmigt.
ftrebiterroeiferung für da» Elektrizitätswerk.
Ein für vermehrte Anschaffungen und größere Herrichtungen des Elektrizitätswerkes um 16 000 Mark überschrittener Kredit wird bew'.lligt und damit der Gesamtkredit in dieser Position von 136 000 Mark auf 152 000 Mark erweitert. Der Mehrausgabe stehen auch größer« Einnahmen gegenüber.
Standgeld und Wiegegebühren auf den Wochenmärkten.
Huf Antrag des Markt-Ausschusses wird einer neuen Ortslatzung und Gebührenordnung über bas Standgeld und bie Wiegegebühren auf ben Wochenmärkten zugestimmt. Danach werden neu festgesetzt:
I. Da, Standgeld:
1 Für jeden Tag und jeden in Benutzung ge RM. nommenen lausenden Meter Platz 0,15
2 . Für den verkauf von Wochenmarktgegen- standen vorn Wagen au»
4) für Handwagen bi» zu 1 w Länge 0,30 b) für Hand- oder bespannte Wagen bl» zu
2 m Länge * _ 0,48
c) für bespannte Wagen über 2 m Länge 0,90 d) für «rahinagen bis ju 2 m Länge Lade
raum 1,00
•) für Kraftwagen über 2 m Länge Laderaum 1,50
3. Die Iahre»mindestabgabe für 1 m Platz auf dem offenen Markt beträgt 20,00
U. Die Wiegegebühren:
Für jede Verwiegung von Dochenmarktarlikeln aller Art Ä$L
a) bi» zu 10 Pfund einschließlich 0,05
b) von mehr als 10 Pfb bi» zu 50 Pfb 0,10
c) von mehr als 50 Pfb. bis zu 100 Pfd. 0,15
d) von mehr al, 100 Pfd. bis zu 200 Pfd. 0,20
e) von mehr al, 200 Pfb. bis zu 300 Pfb. 0,25
Mengen, bie das Gewicht von 300 Pfunb überfteigen, werden zur Verwiegung nicht angenommen.
Vermietung der THarftlauben.
Gegen die beiden Kommunisten wird folgender Nachtrag zur Wochenmarkt-Posizeiverorbnung angenommen:
Die städtischen Marktlauben können zukünftig entweder: a) im Wege ber öffentlichen Versteigerung, ober b) im Wege bes schriftlichen Angebot», ober c) Im Dege der freihändigen Abgabe an bie Interessenten vermietet werden. Welche ber brei vorgenannten Möglichkeiten angewandt werben soll, bestimmt ber Stäbtische Marktausschuß enbgültig
Ermäßigung der Standgeldes für die Viehmärkte.
Aus Antrag b*es Finanzausschusses wird da, Standgeld für die Diehmärkte mit Wirkung vom 15. Januar 1932 ab wie folgt festgesetzt für Großvieh von seither 80 auf 60 Pf., für Fresser von feit- her 30 auf 40 Pf., für Kälber wie seither auf 30 Pf. — Beigeordneter Iustlzrat Dr Rosenberg teilt bei dieser Gelegenheit mit, daß ber Gießener Viehmarkt im vorigen Jahre einen Auftrieb von rund 36 000 Stück Großvieh zu verzeichnen hatte und ba- mit bie großen Diehmärkte in Dortmund und -Leer um rund 10 000 Stück Großvieh übertraf.
Schankkonzessionsgefuche.
Entsprechend ben Vorschlägen bes Sozialpolitische«* Ausschußes werben folgende Schankkonzessionsgesuche erledigt:
Befürwortet für Rudolf Hassemer, Kleinhandel mit Branntwein in versiegelten Flaschen im Hause Sübanlage 10. Hausbauverein Rasfovia, Schottstraße 2, Schankwirtschafts, betrieb, beschränkt auf den Kreis der Mitglieder und deren Gäste Josef Ohlenschläaer, Wagengasse 9 („Postkeller"), Herbert Schulte Ehefrau, Bahnhofstraße 97/99 (Bahnhofshotel): Karl Te igle r, An den Bahnhöfen 20; Franz W einharbt. Neuen Säue 5 („Zum kühlen Grund'): Marie Wolf, Steinstrahe 21, je Schankwirtschaftsbetrieb mit Branntweinausschank.
Abgelehnt wirb ein Gesuch de, Bäckermeisters Samuel Katz, Heustadt 14, um Erlaubnis zum Kaffeewirtschaftsbetrieb Die Stadtratsmitglieder Leop Mayer und L o e b e r (Arbgcm. b. M.) find geneigt, das Gesuch zu befürworten, wobei Herr L o eb e r vergleichsweise besonders betont, baß ein Bedürfnis für die Errichtung von brei Waren- Häusern hier nicht vorhanden war, diese Geschäfte zum Schaden des selbständigen Mittelstandes aber doch gekommen seien; im vorliegenden Falle solle man entgegenfommen. Mit Mehrheitsbeschluß wird abgelehnt.
Die Stadttheaterrechnung für 1930/31.
Der für das Aj. 1930 31 vorgesehene Zuschuß Äum Stadttheater von 50 000 Mk" wird um 23 500 Mark erhöht In diesem Betrag sind die bereits bewilligten 2000 Mk. für Abdichtung der Dühnen- sundamente enthalten.
Bürgermeister Dr. Hamm weist darauf hin, daß die voranschlagsmäßig angesehten Ausgaben von 313 200 Mk durch größte Sparsamkeit auf 265 379 Mk. gesenkt wurden, auf der anderen Seite aber die mit 263 200 Mk. veranschlagten Einnahmen nur die Höhe von 193 993 Mk. erreicht hätten, so daß die Erhöhung des Zuschusses leider unumgänglich sei. Wird gegen die beiden Kommunisten genehmigt.
Die Lichtanlage im Stadthaus Bergstraße.
Für die Erneuerung der Lichtanlage im Stadthaus Bergstraße wird ein Kredit von 2000 Mk. zu Lasten deS Reservefonds bewilligt.
StadtratSmitgl. AicolauS «Wirtsch. Vgg.) fordert, diese Arbeit nicht vom Elektrizitätswerk, sondern vom privaten InstallationSgewerbe nach Ausschreibung ausführen zu lassen. Oberbürgermeister Dr. Äellsr erklärt, es sei doch wohl selbstverständlich, daß die Arbeit im Stadthaus vom Elektrizitätswerk au-geführt werde. Stadt- ratsmitgl. AicolauS widerspricht dem.
Die Fuhrleistungeu für da» Ilesbauaml.
Für das Aj. 1932 werden die Fuhrlei st ungen für das städtische Tiesbauamt wie folgt vergeben: Einspänner-Fuhrwerk K. Lindenstruth 4930 Mk., Doppelspänner-Fuhrwerk Gg. Sauer 3115 Mk., Doppelspänner-Fuhrwerk Gg Ockel 3293 Mk., Fuhren für den Wiesenmeister an K. Winther 2178 Mk.
Die Gasweckrechnung für 1929. .
Die in Einnahme mit 1 265 462,19 Mk. und in Ausgabe mit 1 252 818,33 Mk. abschließende Rechnung des städtischen Gaswerks für da- Aj. 1929 wird genehmigt.
Die Wasserwerkrechnung für 1929.
Der in Einnahme mit 611 427,42 Mk. und in Ausgabe mit 600 798.07 Mk. abschließenden Rechnung des städtischen Wasserwerks für daS Aj. 1929 wird zugestimmt.
Die Dolksbadrechnung für 1929.
Die in Einnahme und Ausgabe mit 72 048,69 Mark abschließend« Aechnung deS städtischen VolksbadeS für da- Aj. 1929 wird genehmigt.
Baugesuche.
Genehmigt werden die Saugesuche von Dilh. Aöhrsheim, AahrungSberg 68, Heinr. H i n k- l e r in der verlängerten Hessenstraße und B. Auhn, Licher Straße.
Schluß der öffentlichen Sitzung.
Schöne weiße Zähne
scbon nach einmaligem Putzen mit ber herrlich erfrischend schmeckenden ^Thlorodont-Zahnpafte", schreibt uns ein Raucher. Tube 60 Ps. und 80 Pf.


