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Fraktionen der DNDP. ihren Vorsitzenden Abg. ' ime/she/m ift f/eute die RegierungsölV, iitz oo^oyn wton.
schließen sich zu einer i Interesse des vom nben Staates zusammen. Michael wird in seinem |t-
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Anwesenheit von Der- latsregierung sowie zahl- n die Aertreterversamm. ierf5= und Gewerbekom. r Begrüßung durch den
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** Der Gießener Kreisausschuß warnt die Landwirte vor überteuertem Fleisch nr ehlbezug. Vom Kreisamt Gießen wird uns folgender, gestern vom Kreisausschuß
heute versucht. Deutschland und Italien für den Verlauf der Verhandlungen verantwortlich zu machen und sie durch Vorwegnahme der Schuldfroge zum Sünbcnbock zu stempeln. Der in London weilende Auhenpoli-
tiker des „Petit Parisien" glaubt einen vö11i - g der Konferenz feststel- dem er behauptet, daß er a u f
Aus Der prvvmzialbouptstavc
Gießen, den 8. April 1932.
Schwimmendes Gold
Die Selbsterhaltung unseres Volkes ist im weitesten Maße abhängig von der möglichst restlosen Er- fassung unserer heimischen Bodenschätze und der Förderung der heimischen Produktion. Handeln wir in diesem Sinne richtig, z. B. auf dem Gebiete der Ernährung? Leider nein, denn wie aus einer vor kurzem vom Reichsgesundheitsamt herousgegebenen Denkschrift hervorgeht, wanderten im Jahre 1930 nicht weniger als drei Milliarden Reichsmark zur Beschaffung von Lebensmitteln ins Ausland!
Da drängt sich einem unwillkürlich die Frage auf: Ist es wirklich nötig, daß wir weiter wie im Jahre 1930 für ausländisches Obst und Südfrüchte 448 Millionen, für den Bezug von Kaffee, Tee und Kakao 388 Millionen und für ausländische Fischwaren 110 Millionen Mark ausgeben?
Es mag dahingeltellt bleiben, ob wir zur ge- sundheitsgemähen Ernährung Kaffee, Kakao und Südfrüchte, die nur im Ausland gedeihen, in solchem oder ähnlichem Umfange benötigen. Raubbau an unserem Volksvermögen stellt aber die Einfuhr ausländischer Fische und Fischwaren dar. Als Land an den Meeresküsten haben wir selbst die Möglichkeit, jede für eine gesunde Ernährung genügende Menge von Seefischen zu ernten und Fischindustrieerzeugnisse her^ustellen. Wir haben in Deutschland eine genügend große und moderne Hochsee- und Küstenfischerei, aber sie ist aus Absatzschwierigkeiten zeitweise sogar gezwungen, einen Teil ihrer Flotte aufzulegen und damit auch Tausende von Arbeitern brotlos zu machen! Auch eine leistungsfähige Fischindustrie besitzen wir. Hier ist vielleicht einmal wirklich ein Blick aufs Ausland, und namentlich auf England, am Platze. Während der Fleischverzehr in England und Deutschland beinahe gleich hoch ist und 103 resp. 102 Pfund pro Kopf und Jahr beträgt, verzehrt der Engländer im Kopf- und Jahresdurchschnitt 50 Pfund Fisch, der Deutsche aber nur 17 Pfund! Deutsche Hausfrau, du hast rechnen gelernt, du hast in dieser schweren Rotzeit mehr als rechnen müssen: Wenn von jedem Deutschen nur ein Pfund Seefisch pro Monat mehr als bisher verzehrt und dafür z. D. an Kassee, Kakao, Südfrüchten oder sonstigen Aus- landwaren im Gegenwert von 50 bis 60 Pfennig weniger eingeführt würde, so blieben 360 bis 420 Millionen Mark im Lande, so hätten so und so viele Tausende wieder Deschäftigung und so könnte auch der Staat die Steuern vielleicht um so und soviel senken! Was aber ist denn schon ein Mehr von ein Psund Seefisch für 30 Tage? Gewiß könnten es leicht zwei bis drei Pfund im Monat werden und damit würde, unter Vermeidung der entsprechenden Einfuhr, ein Milliar- den-Kapital der Heimat erhalten bleiben.
Kein Erfolg auf der Londoner Konferenz
Am Widerstand der Franzosen gescheitert. — Fortsetzung in Genf.
die Einstellung Deutschlands und Italiens zurückzuführen sei. Die feste Haltung von Bülow und G r a n d i hat sichtlich seinen Aerger erregt. Der Außenpolitiker des „Echo de Paris" schreibt, Paris, London, Berlin und Rom seien unfähig, sich über d i e geringsten Fragen zu verständigen. Die deutsche Hilfsbereitschaft gegenüber den Donauländern sei eine gute pangermanistische Propaganda. Er droht den Dvnaustaaten, daß sie jetzt keine finanzielle Hilfe erhalten würden.
Oie Auffassung in England.
London. 8. April. (WTB. Funkspruch.) .Times" stellt fest, daß in der Hauptfrage, ob die vier Mächte an der geplanten Konferenz der fünf Donaustaaten teilnehmen sollen oder nicht, Macdvnald im Interesse des Zustandekommens eines Einvernehmens bereit war. in die von Italien und Deutschland befürwortete Abhaltung einer Reun- mächtekonferenz e i n z u w i l l i g en, daß aber die franzosischeDelegationes war, die ihre Zustimmung verweigerte. Das Organ der Arbeiteropposition, „Daily Hera l d" wirft Macdvnald vor, er habe durch Einberufung der Konferenz eine aussichtslose Arbeit unternommen. Denn er habe versucht, Deutschland und Italien dazu zu überreden, den fran- zösischen Plan trotz seiner wirtschaftlichen Wertlosigkeit und seiner politischen Hintergedanken anzunehmen. „Financial Rews" führt aus:-in halbamtlichen Kreisen wird offen zugegeben, daß die Art und Weise, in der Frankreich den Anschein erweckt hat, als ob England vollkommen hinter seinen Dorsch la- gen stehe eine Quelle des Mißvergnügens und der Verlegenheit der britischen Minister gewesen ist, die viel Verständnis sowohl für den italienischen als auch für den deutschen Standpunkt Ijaben.
des Kreises Gießen gefaßter Beschluß zur Deröffent- lidnmg mitgeteut: Der Kreisausschuß nimmt mit Erstaunen davon Kenntnis, daß von dem in der Kreisabdeckerci des Kreises Gießen in Garbenteich anfallenden Flcijchmcbi Mengen an eine auswärtige Fabrik verkauft werden und daß diese Fabrik mit Unterstützung eines Tierarztes aus Obcrhessen ihre Produkte zu einem fast dreifach höheren Preis an« bietet. Der Kreisausschuß stellt fest daß, während hier 21 Reichsmark für den Zentner Fleisch- mehl gefordert werden, die Krcisabdcckerei Garben« teich als Lieferant nur 8 Reichsmark für den Zentner fordert. Der Kreisausschuß empfiehlt den Landwirten, die Preiserhöhung durch Zwischenhandel und Provision zu vermeiden und den Bedarf der Landwirtschaft zu einem wesentlich billigeren Preis von der Kreisabdeckerei Garbenteich zu decken.
” Das erste Gewitter in diefetn Jahre ging gestern nachmittag Über unsere Stadt unö weiten Teilen der Provinz Obcrhcsjen nieder. Es brachte ansehnliche Niederschläae, die der Feldflur und den Gärten nützlich gewesen sind- 'Auch im Verlaufe der letzten Nacht wie gestern den ganzen Tag über, fielen ansehnliche Regenmengen, die zur Folge hatten, daß die Wieselt heute früh ziemlich viel Wasser mit sich führt. Aus verschiedenen Gegenden der Provinz liegen ebenfalls Meldungen über Gewitter vor. wobei von ansehnlichen Rcgcnsällen und teilweisem Schneegestöber berichtet wird. Don Schäden durch das Gewitter ist bisher nichts bekanntgewordcn.
•• Volksrechtpartei und Sparerbund. In der Mitgliederversammlung, die — wie man uns berichtet — vor einigen Tagen statt- sand, gedachte der Vorsitzende Herr Reiber, des 117. Geburtstages des Altreichskanzlers Bismarck, wobei er den Lebenslauf dieses großen Deutschen und sein überragendes Werk schilderte. Mit seinem 71 amen sei auch der Sinn für das Recht verknüpft, den man im deutschen Volke durch die Inflation zerstört habe, aus der neben der Kriegsschuld- und Entschuldungslüge die toirt- schastliche und politische Verknechtung herrühre. Dies nicht nur wieder gutzumachen, sondern auch zu sühnen, sei die Ausgabe der Wiederherstellung von Recht und Gerechtigkeit als Eckpfeiler des stolzen Staates, den Fürst Bismarck geschmiedet habe. Anschließend wurden Lichtbilder über ..Fürst Bismarck und seine Zeit" gezeigt. Darauf sprach Bankbeamter Lorenz über oie bevorstehende Reichspräsidentenwahl. Obwohl die Belange der Inslationsgeschädigten während der 7jährigen Reichspräsidentschast Hindenburgs von den maßgebenden Regierungsstellen nur in geringem Maße, im Vergleich zu anderen Volksschichten, berücksichtigt worden wären, könne doch keineswegs die Schuld Hindenburg zugeschoben werden. Entscheidend sei doch in allen wichtigen Fragen die Mehrheit des Parlaments, aus da« sich die Regierung stütze. Es sei heute mehr denn je notwendig, daß sowohl die Alt» wie auch die Reusparer sich in der Dolksrechtbewegung zusammenfänden. Die Entscheidung im Kampse gegen das parlamentarisch-demokratische System liege nicht bei der Reichspräsidentenwahl. sondern bei den Parlamentswahlen, besonders jetzt bei den Landtagswahlen in Preußen, Württemberg und Bayern, denen sich hossentlich bald auch Reichstagswahlen und Landtagswahlen in anderen deutschen Ländern, so auch in Hessen, an- schliehen werden. Bei der Reichspräsibentenwahl müsse man den Sozialismus beider Schattierungen als Marxismus bekämpfen. Die sozialistischen Parteien feien bis jetzt immer nur in schönen Worten, aber noch niemals in der Tat für die Belange der Sparer und Inflationsgeschädigten eingetreten. Eine Anzahl Lichtbilder über Hindenburg ergänzten diesen Vortrag, der ebenfalls den DeifaÜ der Tkrfammlung fand.
Das Schlußprotokoll.
London, 7. April. (WTB.) Reuter meldet: Die Sitzung des aus den Delegationsführern der vier Mächte bestehenden Konferenzausschusfes wurde kurz nach 17 Uhr geschlossen, nachdem in ihr während des ganzen Tages das Donauproblem ein- gehend besprochen worden war. Als erste verließen Macdvnald und G r a n d i das Foreign Office, um gemeinsam im Wagen wegzufahren. Wesentlich später verließ von Bülow dos Gebäude und nach ihm als letzter F land in. Wie man erfährt, find die Arbeiten des Ausschusses beendet, und die Konferenz wird morgen um 10 Uhr eine Vollsitzung abhalten. Obgleich man bisher noch keine Information über die Ergebnisse der Sitzung erhalten konnte, so fährt Reuter fort, wird doch an- gedeutet, daß die Unterhaltungen heute nachmittag ebensowenig eine Uebereinstimmung zeigten wie die Morgensitzung. Das (Ergebnis der Verhandlungen des Viererausschusses wurde in einem Protokoll zusammengefaßt, das der Vollkonferenz am Freitagvormittag oorge- legt werden wird.
Das Protokoll bringt zum Ausdruck, daß grundsätzlich finanzielle Hilfsmaßnahmen nur bann einen Zweck hätten, wenn gleichzeitig dafür gesorgt werde, daß die unterstützten Staaten wirtschaftlich auf eigene Füße gestellt würden, damit sie in Zukunft aus eigener Krack ihren Verpflichtungen nachkommen könnten. Unter dem Eindruck der Ausführungen des Staatssekretärs von Bülow wird darauf hingewiesen, daß die wirtschaftlichen Beziehungen der Großmächte zu den Donaustaaten vonceinander wesentlich abweichen. Es wird zugegeben, daß Deutschland und Italien an dem Handel mit den Donaustaaten mehr interessiert inb, als Frankreich unb England und daß die E r- ) a 11 u n g des italienischen unb beut» chen Aussuhrmarktes für bie Donaustaaten von Wichtigkeit ist. Ein besonderer Abschnitt befasck sich mit der Meistbegünstigung, wobei darauf hingewiesen wird, daß hier auch besonderes und zeitweilige Erleichterungen erörtert worden sind, daß ober von zwei Staaten noch keine endgültige Zustimmung zu der Aufgabe des Meist- begünstigungsrechtes erfolgt ist, wöbet erwähnt wird, daß auch eine zeitweilige Aufgabe dieser Rechte für die Dauer der Krise unter Umständen von Wichtigkeit sein könnte.
Das Protokoll schlage dann vor, daß die Vier- mächte-Konferenz als solche bestehen bleiben und zu weiteren späteren Sitzungen zusammentrc- ten soll. Der Gedanke von Parallelkonferen- f,en der vier Mächte und der Donau- taat en, wie er von italienischer Seite als Vermittlung vorgeschlagen wurde, wird in dem Protokoll abgelehnt und erklärt, daß vielleiät ein nochmaliger Zusammentritt der Diermächte- Konferenz notwendig sei, ehe die Donaumächte hinzugezogen werden könnten. Die Möglichkeit einer Einbeziehung Bulgariens ist offengelassen. Die Konferenz wird voraussichtlich schon Freitag mittag zu Ende gehen.
EinVermittlungsversuchMcdonaldS am Widerspruch Tardieus gescheitert.
Eine Neunmächtekonferenz abgclehnt.
Paris, 8. April. (WTB. Funkspruch.) Die französische Presse meldet übereinstimmend, daß der englische Ministerpräsident Macdvnald gestern abend, um die Konserenz doch noch zu retten, einen Vermittlungsversuch unternommen habe, indem er den italienischen Antrag, die Viererkonferenz durch eine Konferenz der neun Mächte zu ersehen, vorgeschlagen habe. Der französische Finanzminister F l a n d i n habe Vorbehalte gemacht und erklärt, sich zunächst mit Tardieu in Verbindung sehen zu müssen. Um 20 Ähr habe sich Flandin ins Unterhaus begeben, um Macdvnald die Antwort des französischen Ministerpräsidenten zu überbringen. Sie laute: „Die Reuner- Konserenz würde die Schwierigkeiten, aus die die Viererkonferenz gestoßen sei, nicht beheben können und sie höchstens noch vergrößern. Man brauche sich nicht aus ein Verfahren einzulassen, das der Souveränität und Unabhängigkeit der Donaustaaten Abbruch tun würde." — „Echo de Paris" berichtet weiter, daß bei dieser Despre- chung Macdvnald-Flandin auch der Wortlaut der Entschließung, in der die Vertagung der Konferenz begründet werden soll, festgelegt worden sei. Die Entschließung werde erklären, daß die Viererkonferenz nicht in der Lage sei, ihre Arbeiten fort zu seh en, weil idie Abrüstungskonferenz am 11. April wieder anhebe.
Paris ist mißvergnügt.
Deutschland und Italien sollen Schuld haben
Poris, 8. April. (ERD. Funkspruch, eigene Meldung., Sämtliche Sonderberichterstatter der Pariser Blätter zeigen bei ihren '2Bctra$tungcn über die Londoner Beratungen, daß sie nicht tn der Lage sind, sich bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Probleme, die in London zur Diskussion standen, frei von politischer Leide n s ch a f t zu halten. Wie gestern wird auch
Die Werbung für vermehrten Seefischgenuß, wie sie mit staatlicher Unterstützung der ..Reichs- seefischauslchuß' erfolgreich seit einigen Iahrcn betreibt, ist daher keineswegs eine Reklame für einen bestimmten ErwerbSzweig. sondern vielmehr eine nationale Rotwendigkeit, der sich niemand verschließen sollte.
Durch den gesteigerten Seesischverkehr werden wir aber nicht nur ein wenig dem Geldmangel und der Arbeitslosigkeit in Deutschland steuern helfen, sondern einen wertvollen Dienst auch unserer Volksgesundheit erweisen.
Sind doch Seefische, d. h. Echellsisch. Kabeljau, Hering, Bücking, Flunder, Sprotte u. v. a. Rahrungsmittel. die zugleich nahrhaft, gut unb billig sind. Der Seefisch ist reich an vollwertigem Eiweiß, an Vitaminen und an Salzen. Er ist auch für Kinder und Kranke leicht verdaulich, gestattet eine abwechslungsreiche und schmackhafte Form der Darreichung unb hinterläßt, besonders mit entsprechender Zukost, dasselbe Sättigungs- gesühl. wie z. B. Rindfleisch. Für gewisse Gegenden Deutschlands, in denen der Kropf heimisch ist. erweist sich für dessen Dekärnpsung ber regelmäßige Seefischgenuß gleichfalls als sehr wertvoll. Qkrmoge des nicht unerheblichen Iobgehalts bet Seefische stellen biese nämlich, wie wissenschaftliche Untersuchungen besonbers in Rorwegen gezeigt haben, gerabezu ein vorbeugenbe« Heilmittel dar.
So zeigt also dieses eine Beispiel wieder einmal: Das Geld liegt aus der Straße, das Gold schwimmt im Meere, und wir brauchen nur zuzugreisen, um es uns allen nutzbar zu machen.
CRofe Stimmscheine.
Dom Kreisamt Gießen wird uns mitgeteilt: Um Zweifelsfragen vorzubeugen, machen wir darauf aufmerksam, daß für den zweiten Wahl gang zur Reichspräsidentenwahl die Stimmscheine in roter Farbe ausgestellt werden. Die rote Farbe der Stimmscheine ist unbedingt vorgeschrieben. Stimmberechtigte, die von einer Bürgermeisterei einen beantragten Stimmschein auf weißem Papier erhalten, können zur Abstimmung nicht zu gelassen werden. Es liegt daher int Interesse jedes einzelnen, darauf zu achten, daß ihm für den zweiten Wahlgang jur Reichspräsidentenwahl ein Stimmschein in roter Farbe ausgehändigt wird.
Eine Warnung für Sirahenschmierer.
Die Stadtverwaltung warnt nochmals davor, Straßen Plätze und öffentliche Gebäude aus Anlaß des am 10. April ftatt- findenden zweiten Wohlganges der Reichspräsidentenwahl mit Aufschriften zu versehen. Die Stadtverwaltung wird in jedem Falle der Richtbeachtung dieser Warnung gegen ermittelte Täter Strafantrag stellen und darauf hinwirken, daß strengste Bestrafung eintritt. Durch die Beseitigung der Aufschriften entstehen der Allgemeinheit Kosten, die unbedingt vermieden werden müssen. Die Stadtverwaltung wird neben der Bestrafung auch die Einziehung der entstehenden Kosten für bie Entfernung der Aufschriften betreiben.
Daten für Samstag, 9. April.
Sonnenaufgang 5.45 Uhr, Sonnenuntergang 19.10 Uhr. — Mondaufgang 6.31 Uhr, Monb- untevgang 23.23 Uhr.
1848: Helene Lange, Führerin der deutschen Frauen-Dewegung, in Oldenburg geboren. — 1886: der Dichter Viktor v. Scheffel in Karlsruhe gestorben. — 1925: der Derlagsbuchhändler Fritz Baedeker in Leipzig gestorben.
Bornotizen.
— Tageskalender für Freitag. Stadttheater: „Liebelei". 19.45 bis gegen 22.30 Uhr. — Oberhessischer Kunstverein: Turmhaus um Brandplatz. 15 bis 17 Uhr, Tischbein-Ausstellung. — Eiserne Front: 20.30 Uhr, Cafe Leib. Versammlung; Redner Staatspräsident Dr. Adelung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wer nimmt die Liebe ernst ...?"; 22.45 Uhr: „Gefahren der Liebe". — Astoria-Licht> spiele, Seltersweg: „Giftgas" und „Launen einer schönen Frau."
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, Freitag, in neuer Inszenierung Arthur Schnitzlers Schauspiel „Liebelei", als würdige Gedächtnisfeier für den verstorbenen Dichter. Die Aufführung steht unter der Spielleitung von Karl H e h s e r. Mitwir- kende Damen: Berger, Walther-Lederer, Wielander; Herren: Geiger, Hauer. Ianscheck, Schelcher. Vorher Stefan Zweigs Spiel aus dem deutschen Rokoko „Der verwandelte Komödiant". Spielleitung Wolfgang KHi h n e. Mitwirkenbe Damen: Koch, Sachse: Herren: Druck, Heyser, Michel. Die Vorstellung gilt als 25. Vorstellung im Freitag-Abonnement. Beginn 19.45 Uhr, Ende gegen 22.30 Uhr. — Sonntag, 10. April, „Morgen gehts uns gut“, die erfolgreiche Schlageroperette als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Operettenpreisen. Spieldauer von 18.30 bis nach 21 Uhr.
— Die „Eiserne Front" veranstaltet heute, 20.30 Uhr. im Caf6 Leib eine öffentliche Versomm- lung, in der Staatspräsident Dr. Adelung über das Thema „Hitler oder Hindenburg?" sprechen wird. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
Wettervoraussage.
Die kräftige Störung im Norden hat sich über ganz Deutschland ausgewirkt und auch in unserem Bezirk recht ergiebige Niederschläge gebracht, die im Laufe des gestrigen Tages von Gewitterstörungen begleitet waren. Der Kern verlagert sich zwar mehr östlich, aber immer noch kommt der Einfluß der Rückseite zur Geltung. Durch die Zufuhr tühler ozeanischer Luftmassen bleibt das unbeständige Aprilwetter fortbestehen. Bei rasch wechselnder Be« wölkung werden öfters noch Schauer austreten, die teils als Schnee niedergehen. Die Temperaturen bewegen sich dabei in ziemlich niedrigen Grenzen und dürften den Gefrierpunkt erreichen.
Aussichten für Samstag: Weiterhin un- beständiges Aprilwetter, wechselnd bewölkt mit vorübergehender Aufheiterung, verhältnismäßig kühl, noch Schauer.
Aussichten für Sonntag: Etwas ruhigeres, aber noch kein beständiges Wetter.
Lufttemperaturen am 7. April: mittags 6 Grad Celsius, abends 3,3 Grad; am 8. April: morgens 3,6 Grad. Maximum 9,3 Grad, Minimum 1,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. April: abends 6,5 Grad; am 8. April: morgens 4,2 Grad Celsius. — Niederschläge 15,8 mm. — Sonnenschein- dauer 1J4 Stunden.
(Schluß des redaklionellen Teils.)
Trinkt Fachlnger. 1817 schrieb Goethe an seine Schwiegertochter Ottilie:
..... bie nächsten vier Wochen sollen Wunder leisten- Hiezu wünsche aber mit Fachinger Wasser unb weisem Wein vorzüglich begünstigt zu werben, baß eine zu Besrehung des Geistes, bas anbere zu besten Anregung...“
W- v. Goethe.
Auch heute heißt bie Parole des Tages noch: „Fachingen befreit ben Geist!" 220V
ciaiiwir tui/D ..x...... .. -----------------------
für 3s Pfg- Zigaretten vorgesehen war. Wir fragen aber Weshalb sollen wir nicht anständige Ware billig liefern, < " wenn uns dies durch günstigeTabak-Einkäufe möglich ist?


