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Oer Reichskanzler im Wahlkampf.

efIen 7.März. (WW.) Boe einer riesiaen Zu- der «luten Gefahr de« Zufammenbruches heraus hörermenge, die die beiden größten Hallen der lesandte sich mit Schärfe gegen Essener Ausstellung nicht fassen konnte, sprach heute D. B^^^onistische Maßnahme, die

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landes ternati

Vo gelsberg. Hoherodskvpf: Itet minus 5 Grad. 15 bis 20 Zentimeter Puld, schnee, Spvrtmöglichkeit gut bis sehr gut.

Rhön, Wasserkuppe: Schneetreiben, t nus 4 Grad, 8 Zentimeter Schnee, lückenhaft, V Rodel möglich.

Arbeiisbeschaffungsprogramm der Reichsregierung.

Berlin, 7. März (TU.) Wie dieDAZ" meldet, wird die Reichsregierung nach dem 13. März ihre Beratungen über die Arbeits- beschaffungspläne wieder aufnehmen, die schon seit längerer Zeit Gegenstand eingehender De- sprechungen gewesen sind. Wie das Blatt er­fährt, handelt cs sich um folgende ObMe: Reichsbahn 300 Millionen, Reichspost 100 Mil­lionen, Straßenbau 300 bis 400 Millionen, land­wirtschaftliche Meliorationen 200 bis 300 Mil­lionen, Wasserbauten 50 Millionen Mark. Der Reichsarbcitsminister hat eine Verkürzung der Arbeitszeit im Bergbau und eine Erweite­rung des freiwilligen Arbeitsdien­stes vorgeschlagen. Er empfiehlt ferner, den Bau von Kleinwohnungen mit etwa 200 Millionen Mark zu fördern. Schließlich sollen der Gesellschaft für öffentliche Arbeiten 50 Millionen Mark zur Verfügung gestellt wer­den. An unterrichteter Stelle rechnet man mit einem Programm an zusätzlichen Arbeiten in einem finanziellen Umfang von etwa 1,2 bis 1,4 I Milliarden Mark. Ueber die Finanzierung sind noch Erwägungen im Gange. Gelingt es, die Mit- I tel für ein Programm von etwa 1,2 Milliarden I Mark bereitzustellen, so können etwa 200 000 Ar­beitslose für die Dauer eines Jahres direkt und noch etwa 400 000 weitere Arbeitslose mittelbar beschäftigt werden.

Geringe Aussichten aus Frieden in China.

Alle Bemühungen um Waffenstillstand in Schanghai gescheitert.

Genf, 7. März. (WTB.) Das Dölkerbundssekre- tariat veröffentlicht einen Bericht des Konsular- komitees. Der Bericht verzeichnet die am Donners- tag veröffentlichten Kundgebungen der japanischen Befehlshaber über die Einstellung des Feuers und fügt hinzu: Die wesentlichste Feststellung ist, daß alle Versuche, einen von beiden Tellen ange­nommenen Waffenstillstand herbeizuführen,

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Ulehter

Völliger Zusammenbruch des Lappoaufstandes in Kinnland. Helsingfors, 7. März. (TU.) Am Sonn­tagabend wurden die Lappoführer Pal- lenius, Kosola, Koivioso, Sario, Sommersalo und Susitaival gefangen genommen und im Auto nach HelsingfvrS gebracht, wo sie von der Polizei in Empfang genommen wurden. Der Staatspräsident hat das militärische Oberkom­mando wieder niedergelegt. Zensur und Beschränkung des Telephonderkehrs sind aufae- hoben worden. Am Montag wird auch die Auf­hebung des Belagerungszustandes erwartet. Die Aburteilung der gefangenen Führer wird oem Zivilgericht überlassen. Die An­klage wird auf Aufruhr oder Hochverrat lauten. Es sollen auch noch weitere Führer des Aufruhrs festgenommen werden.

bet sich die Reichskonferenz dagegen, daß letzten Notverordnung auch noch die Sozialret \ ganz entzogen oder durch die Anrechnung der 9teu* \ Versorgungsrenten weitgehend gekürzt worden (In Bei gleichen Beitragsleistungen. haben die Kneas. I opfer die gleichen Rechte auf die Sozlalrenten. Die Reichskonferenz fordert als berufene Vertretung der / Kriegsopfer, daß die Eingriffe in die Rechte aus dv Sozialversicherung rückgängig gemacht werden. \

Ein österreichischer Massenmörder verhaftet.

Die Linzer Polizei hat unter dem Verdacht des Raubmordes einen Verbrecher verhaftet, des- - fen Geständnisse im Laufe des Montags chn als / einen zweiten Peter Kürten erscheinen lassen. / Dor ungefähr zwei Wochen war in Linz Die/ Gattin eines Baumeisters ermordet worden, -ver/ Verdacht lenkte sich auf einen Mann nomew i» Leithgöb, der vier Tage nach seiner Derhaftu'- lig in der Rächt zum Montag die Tat juga b. Inzwischen aber hatte die Untersuchung berei tS Anhaltspunkte dafür ergeben, daß auch a? a- dere Mordtaten in ähnlicher Weste verv ;bt worden waren. Er gestand in neun Fall .en, die bisher unaufgeklärt waren, zum Teil, gar nicht als Mord aufgefaht worden waren die Täterschaft. Diese Morde hat der nun 53 ihrige Mann in einem Zeitraum von zwanzig - ahren I verübt, von denen er zehn Jahre-wegen Raub­mordes an einer Frau im Zuchthause f gesessen hat. Schon damals war er aber wegen eines Raubmordes vorbestraft, so daß er im ganzen elf Mordtaten auf dem Gewissen hat.

(Ein schwedischer Mrlschaflsführer vom eigen «en Sohn ermordet.

Aber damit nicht genug, sie träumt davon, aus der eigenartigen Konstellation auch noch weitere Vorteile ziehen zu können, etwa in der Richtung, daß, wenn ein zweiter W a hl gang der Präsidentenwahl nötig werden sollte, dann die preußischen Landtagswahlen vorverlegt und gleichzeitig mit dem zweiten Wahlgang am 10. April abgehalten werden. Dadurch wurde eine klare Frontstellung gegen die Weimarer Äoalihon verhindert, weil doch ein Teil der bürgerlichen Mitte gemeinsam mit den Sozialdemokraten und Zentrum sich für die Kandidatur Hindenburg einseht. Die klugen Hintermänner des Kabinetts rechnen also darauf, daß sie dadurch d i e O p p o- sition zerspalten und die Wähler kopfscheu machen können- Aber gerade, weil die Rechnung so geht, hat die Reich sr e g r e - rung alles Interesse daran, ein derartiges Zu­sammenfällen zu verhindern, well die Rück­wirkungen eines solchen Durcheinanders aus Die Präsidentenwahl unübersehbar sind. Kommt es zu einem zweiten Wahlgang, dann wird der Wahlkampf zwischen Hitler und Hindenburg^all^n schon scharf genug. Es würde die politische Spannung ins Unerträgliche erhöhen, wenn da­hinein auch noch der Kampf um Preußen ge­worfen würde. Hier muß e i n e k l a r e S ch e i D e- linie festgehalten werden. Die preußische Re­gierung hat sich einer sachlich begründeten Vor­verlegung der Landtagswahlen bisher so ab- lehnend verhalten, daß ihr nicht das Recht zu­gebilligt werden kann, nur um taktisch egoistischer Vorteile willen im Trüben zu fischen.

Wer-Kundgebung in Aürnberg.

Rürnberg, 8. März. (TU.) Am Montag- abend veranstaltete die RSDAP. in der Lmt- poldhalle eine Wahlkundgebung, die von un­gefähr 25 000 Personen besucht war. Rachdem Hauptmann Göhring sich eingehend mit dem System auseinandergeseht hatte, erschien gegen 22 Uhr Hitler. Er wurde von dem Nürn­berger Führer Streicher mit der Rachricht emp­fangen, daß die StadtReustadt a. d. Ai sch I Hitler zum Ehrenbürger ernannt habe. Hitlers Ausführungen befaßten sich mit der Schil­derung der Versprechungen bei der Revolution und dem Mißerfolg, den das bisherige System auf allen Gebieten erlitten habe. So tote damals die wahren Schuldigen am schrecklichen Kriegsende fich »erfte* schobt hätten, fo vor t-ckt-n fie >ch heute hinter der Person deS Generalfeldmarschalls, den sie vor sieben Iahren noch beschmutzt hätten. I Der Rationalsozialismus habe in diesen glei­chen Iahren eine völlige Reuformierung des deustchen Volkes durchgeführt, und wenn Minister Groener heute meine, der nationalsozialistische Führer solle mit seinem Programm heraus­rücken. so sei er wohl der einzige Mensch in | Deutschland, der das nationalsozialistische Pro- gramm noch nicht kenne. Wenn aber der Mi­nister tatsächlich auf dem Standpunkt stehe, das Programm Hitlers sei in Deutschland noch Nicht genügend bekannt, so brauche er nur den für da« ganze Volk bestimmten Rundfunk für Hitler ebensolange freizugeben, wie für die Her­ren Reichsminister und ihre Wahlreden. Es werde dann dafür gesorgt werden, daß das Programm in alle Ohren klinge. Die von dem Rational­sozialismus geforderte und erreichte Einigung der Ration unter einem gemeinsamen 3Deal unö Willen sei erreicht worden in einer Zeit schwe­ren Terrors und sei ein Erfolg, der alle Arbeit des bisherigen Systems überrage Hitler schloß (eine Ausführungen mit dem Mahnruf zu einer weiteren unermüdlichen Arbeit zur Beseitigung der bestehenden Verhältnisse am 13. März.

In der quer über Mitteleuropa laufenden Tief­druckrinne bewegt sich die gestern über dem Nord­meer gelegene Störung weiter und nähert sich nut ihrem Kern dem deutschen Nordseeküstengebiet. Da­bei kommt es über Deutschland zu verbreiteten Nie­derschlägen, die in der vergangenen Nacht stellen- weise bis zu 15 mm erreichten. Hinsichtlich Der Temperaturen treten stärkere Schwankungen aus. So brachte Warmluft der Störung über West­deutschland heute morgen 5 Grad Wärme, während in Ostpreußen die aus dem nördlichen Hoch aus­fließende Kaltluft bis zu 5 Grad Frost verursachte. Durch die Rückseite der Störung wird unser Ge­biet zunächst mit kühler Luft überflutet, so Loh Temperaturrückgang einseht, dem bald wieder Aw stieg folgen wird, denn über Irland bringt durq eine neue Störung ozeanische Warmluft vor. 2ci Witterungscharakter bleibt in den nächsten Taget unbeständig, und weitere Niedersckstcige find zu er warten. * , .... .,

AussichtenfürMittwoch: Unbeständigem wechselnd wolkiges Wetter mit vorübergehende: Aufheiterung, zeitweise Niederschläge, auf den Ber­gen als Schnee, zunächst kälter, dann wieder milder.

Lufttemperaturen. Am 7.März, nut' tags: + 3,1 Grad ©elf., abends: 0,6 Grad Ce s Am 8. März, morgens: 2,2 Grad ©el Maximum: + 3,4 Grad ©elf., Minimum: 2W Grad ©elf. Riederschläae: 4 Millimeter. Sonnen« scheindauer: l1/* Stunden. , I,

Amtliche Vinterfportnachrlchlev. Ii

9 Wenn von nationalsozialistischer Seite im Reichs­tag in Anwesenheit des gesamten diplomatischen Korps der deutschen Regierung fedes Recht abge- sprachen werde, im Namen des deutschen Volkes zu prechen, so sei kein Wort scharf genug, solches Ver­halten zu geißeln. Wenn es einen Dolchstoß ge­geben habe, dann sei es die Tatsache, daß Führer der nationalsozialistischen Partei einer Regierung, die in allerschwerstem aubenpoliti. sch en Kampf stehe, tn den Rucken falle und ihr die Derhandlungsfähigkeit abspr ach e.

Der Reichskanzler erinnerte daran, unter welch schweren Bedingungen die Reichsregierung ihre Arbeit begonnen habe, und daß es ihr ge­lungen sei, noch über diesen Winter hinaus Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten. Ein falscher Schritt in den letzten zwei Jahren und das Werk wäre nicht gelungen, wir hatten dann vor dem Chaos gestanden. Wenn dem In- lande und Auslande die Garantie für die Stabili­tät der Verhältnisse durch die Wiederwahl des Herrn I Reichspräsidenten gegeben werde, wurden wir aus

bis jetzt gescheitert sind.

Die Japaner haben im Augenblick ihr Dor- aehen eingestellt, jedoch haben örtliche Kämpfe im Laufe der Rächt in abgelegenen Distrikten stattgefunden. Die Einmischungen der Japaner in die Obliegenheiten der Poli­zei und der anderen städtischen Verwaltungs­zweige, die in der ganzen letzten Zeit fort­gesetzt worden sind, haben zu wiederholten Protesten bei den japanischen Behörden Anlaß gegeben. Die chinesische Delegation hat eine ihr aus Schanghai zugekommene Infor­mation bekanntgegeben, in der eS heißt: Am Frei­tag hat die japanische Artillerie von 15 Uhr ab unsere Stellungen bei Huangtu mit starkem Feuer belegt. Auf daS Feuer folg­

ten hartnäckige Jnfanterieangriffe, die um Mitternacht zurückgeschlagen wurden. Der javanische General Shirakawa erklärte, daß die Besetzung von Huangtu, das w e 11 a u ß e r h a l b d e r 2 0 - K i l o m e t e r z o n e liegt, zum Schutze von Rantsiana, das sich gegenwärtig in den Händen der Japaner befindet, notwendig sei. Es ist, so fügt die chinesische Delegation hin^u. also ganz klar, daß die japanischen Streitkräfte auchjetztihrenVormarschinsJnnere Chinas fortsetzen, wobei als Vorwand immer wieder die Rotwendigkeit des Schuhes der zuletzt besetzten Stadt herhalten muh.

Der AnschlagausTivardowski.

Was die GPU.

von dem Täter erfahren haben will.

Moskau (über Kowno), 7.März. (TU.) Die GPU. teilt mit: Der Attentäter Stern, der auf den Botschaftsrat von Twardowski geschoßen hat, hat ein Teilgeständnis abgelegt Er er- klärte, er gehöre einer terroristischen Gruppe an, die im Auftrage des Aus- sich zur Ausgabe gemacht hat, die tn- onale politische Lage der Sow­jetunion z u verschlechtern und eine Krise in den Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion durch ein Attentat her- oorzurufen. Die weiteren Einzelheiten über das Ge­ständnis des Attentäters Stern werden in den näch­sten beiden Tagen verösfentlicht werben. Auch wirb die Untersuchung gegen den Attentäter Stern in den nächsten beiben Tagen abgeschlossen werben.

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Wettervoraussage.

jede i nflat i o ntstis ch e Maß nah m e, bie das deutsche Volk in den Untergang fuhren musst. Der Kanzler wandte sich bann gegen die Agitation, bie sich in einer gemeinen Weise gegen die ver chrungswürdiqe Gestalt bes Herrn Reichspräsiden­ten richte. Auch vor Bezichtigungen der ^müie bes ficrrn Reichspräsidenten und seiner Umgebung mache man nicht halt. Ein Stahlhelmfuhrer habe kür/lich sogar erklärt, daß die Art, wie von national- sozialistischer Seite die Jugend aufgehetzt werde, bie Erziehung zur Disziplinlosigkeit bedeute. Alle Phra­sen alle Theorien, alle Agitationsparolen können niemals die m i l i t ä r i s ch e u n d p o l i t l s ch e Erfahrung eines Mannes wettmachen, der noch Königgrätz mitgemacht habe, der das Reich 1870 mitqrünben sah, der den Krieg erlebte und den N^ dergang, der das Heer aus dem Felde nach Hause führte und sich bann abermals sieben Jahre bem Vaterlande zur Verfügung stellte. Hwdenburg Jet ein Mann von innerster Bescheidenheit der sich nicht gern vor das große Publikum 9^J)abe ©em ganzes Leben lang sei er em Mann harter, zäher Arbeit gewesen. Mutig und zu feder Verantwortung bereit. A

Daß überhaupt gegen Hindenburg noch andere I Kandidaten ausgestellt worden seien. müsse we­nigstens in den Augen des Auslandes als; eine Groteske erscheinen. Hindenburg erlebe d^selbe Schicksal tote Amerikas erster Präsident George Washington, der jahrelang unter den schwie- rigsten Verhältnissen gekämpft und dem trotz aller Leistungen und Erfolge das bitterste nicht erspart geblieben sei. genau wie heute dem Herrn Reichspräsidenten in den vergangenen Tagen Das deutsche Volk müsse Hin^nburg es müsse sich selb st re 11en es müsse durch die Wahl Hindenburgs für eine <5to6ilität nach innen und außen sorgen, damit Deutsch­land aus der Rot im Innern und aus den Kcunp- fen nach außen als siegreiches und starkes Volk hervorgehe. Die Ausführungen des Reichskanz­lers wurden wiederholt durch lebhaften verfall unterbrochen, der sich zum Schluß zu stürmischen Kundgebungen steigerte.

Rom, 8.März. (WTB. Funkspruch.) Die ita- lienische Regierung hat heute basDonaumemo- ranbum" der französischen Regierung beantwortet und gleichzeitig bie Regierungen von Großbritan­nien und Deutschland über den in dieser Erwibe- rung eingenommenen Stanbpunkt in Kenntnis ge­setzt Die italienische Regierung begrüßt voll und ganz bie in bem Manifest der ffan»ofiWjni SJy«- runa erörterten Absichten. Sie glaubt bestätigen zu können, baß diese Pläne für Station öo n ganz befonberer Wichtigkeit sind, tn Anbetracht des Umstandes, baß hier stets ernstetes Augenmerk auf die Situation im Donaubecken gerichtet wurde. Die italienische Regierung kann allerbmgs Nicht °°N ben befonberen » eb.n 8un 9.en bet ae 0 graphischen Lage und der wirtsch as t- kichen Situation biefer Länder verglichen mit der Italiens, noch von ber Tatsache, baß sie an der Aufteilung ber eh emalige n österr eich-ungarisch en Monarchie be­teiligt war, absehen. Sie muß vor allem auch das Gefahrenmoment hervorheben, das in der schwierigen Lage Oesterreichs und Ungarns be­gründet ist und bas eine Endlösung solange aus-

^ ,ufun dann alle Pläne über eine wirtschaftliche Organi-

Essener Aufstellung nicht fassen konnte sprach heute abend Dr Brüning über die Wahl des Reichs­präsidenten. Der Kanzler, von der Menge stürmisch begrüßt wies darauf hin, daß die Agitation der gegnerischen Präsidentschaftskandidaten i n e t n c r Weise betrieben werde, als befände sich Deutschland in ti elftem Frieden und im vollsten Aufstieg aber nicht in den i ch w e r ft c n außenpolitischen K a m p f e n. Gerade weil Deutschlands Lage so außerordentlich ernst sei, habe er seinerzeit versucht, die Verlänge­rung der Amtszeit des Präsidenten von fimtenburg auf parlamentarischem Wege durchzusetzen. Der Kanzler widerlegte die Behauptung, als ob c r f c l b ft ein Hemmnis für bie Wiederwahl Hinben- burgs gewesen sei. In den elementarsten Fragen der Politik bestehe auf der äußersten Rechten n icht bie geringste Einigkeit, das hatten die Ver­handlungen der letzten Monate in aller Klarheit gezeigt das würbe heute in ben Auseinandersttzun- qcn zwischen den einzelnen Teilen der Harzburger Front in aller Oeffentlichkeit dem Volke vor Augen

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Eine ber bekanntesten Persönlichkeiten Si chwebens. ber kürzlich zurückgetretene Direktor der Arbeit» gebervereinigung, Hjalmar von C5ydow, wurde in seiner Wohnung ermordet au.fgefunden. Mit ihm sind auch seine beiden Di enerin» nen ermordet worden. Die schaurige Ent­deckung machte seine unverheiratete Toch ter, bie bei ihrem Vater wohnt, als sie gegen 17 Uh r von eini­gen Besorgungen zurückkehrte. Der Sol.)n bes Er, mordeten, der Student der Rechte Fredri k v. Sydow, hat am gleichen Abend in seinem Hcüel feine Ehefrau und sich bann se 1 bst erschos­sen Die Tai geschah, als ber junge v. Sydow er, fahren hatte, daß ein Kriminalbeamter i n dem Hotel auf ihn wartete. Die Polizei erklärt, ba»g alles dar­auf hinbeutet, baß der Sohn des erm ordeten von Sydow bie Tat, und zwar wahrscheini.ich m einem Anfall geistiger Umnachtung, begangen hat. Es steht feit, daß der junge v. Sybow heute mittag in Stock» | Holm war und seinen Baier besucht hat.

250 Arbeiter im Schneesturm vermißt?

Rach einer Meldung aus Tiflis tobt im K a u * kasus ein ungewöhnlich heftiger Shneesturm. Mehrere Drücken wurden zerstört. 250 Holz­arbeiter, die in den Wäldern bei Lachamr tätig sind, werden vermißt. Man befurchtet, I paß sie im Schneesturm umgekommen sind. Truppen I stad aufgeboten worden, um die Vermißten zu I suchen.

Oie Wetterlage.

Menund das stanzvsische Donauprojekt. Rom schlägt gemeinsame Wirtschafisverhandlungen aller interessierten Länder vor sierung des Donaubeckens zu studieren. ~ Dann I wird auf die von Frankreich vorg^chlagenen Präferenzfälle eingegangen und betont, daß es selbst Ansicht der französischen Legierung sec es gebe darüber noch keine feststehende Doktrin, die I fünf daran interessierten Staaten soltten unter s i ch über die Einzelheiten und die Modalitäten in Verhandlungen treten. Die italienische Regie- I rung meint aber, die Opportunität emer suchen Konferenz in Zweifel ziehen zu musslm. durch^die die Lösung eher verzögert als beschleu­nigt werden könnte. Man darf den gewaltigeii Simfang der Probleme nicht übersehen, der D r i t. | ten gegenüber durch eine solche Losung auf­geworfen werden würde. Einfacher wäre es, man könnte sich jetzt schon einigen und nichtabwarten, daß getroffene Verembarun- gen dann von Dritten als unannehm­bar angesehen werden. Aus diesem Grunde zieht die italienische Regierung vor, wenn sol­chen Verhandlungen die Vertreter Frankreichs, Deutschlands. Giiglands und Italiens tzuge­zogen werden. Eine Endlösung, und nur eine solche könne die finanzielle Wiederherstellung der Lage im Donaubecken bringen, koste Zeit. Es gelte daher schon vorher die ünumgängliche fman- zielle Unterstützung zu erwägen, -um mögliche Katastrophen zu vermeiden.

Aus aller Welt.

Neuer Rekord derBremen".

Der LlohddampferBremen" stellte einen neuen Rekord auf. Trotz ungünstiger Witterung kreuzte er den Atlantik in vier Tagen 17 Stun­den 1 0 Minuten.

DampferBayern" wieder unterwegs.

Der HapagdampferBayer n", ber vor einigen Tagen vor bem spanischen Hafen Leixos auf einen Felsen gestoßen war, hat nach Reparatur eines kleinen Lecks Sonntag bie Reise nach Süd­amerika fortgesetzt.

Roch immer keine Spur vom kleinen Lindbergh.

Es ist noch immer keine Spur des Sohnes Lindberghs gefunden worden. Gouverneur Moore in Trenton (Rew Jersey) erklärte Pressevertre­tern, er sei nicht in der Lage, den Entführern Straffreiheit zu versprechen, sei aber bereit, die Polizei zurückzuziehen, falls Lindbergh darum ersuche.

Acht Millionen ins Ausland verschoben.

Die Steuerbehörde B e r l i n hat gegen eine Reihe von ©teuerbefraubanten Haftbefehle er­laßen. Wie wir erfahren, soll es sich um insgesamt fünf Personen und um einen Betrag von acht Mil- Honen Mark handeln, ber ins Ausland verschoben worden sein soll.

Born Reichsbund der Sriegsbeschädigteo.

Die 2 0. R o i ch s k o n f e r e n z des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, Kriegsteilnehmer und Krie- gerhinterbliebenen nahm in Nürnberg einstimmig eine Entschließung zur Reichspräsidentenwahl an, in der es u. a. heißt: Die Kriegsopfer Deutschlands danken dem Reichspräsidenten von Hindenburg, daß er trotz der Hemmungen, die ihm Vergangenheit und Herkunft bereiten mußten, in den Jahren seiner Präsidentenschaft bem Volke ein vorbildliches Bei- spiel von Verfassungstreue und Eidespflicht gegeben hat. Die Verehrung für den Führer in schwerer Kriegszeit, die in den Reihen bet Kriegsopfer immer lebenbtg war, ist so burch bie Hochachtung vor bem ersten Bürger bes Reiches ergänzt worben, dem das Recht feiner Mitbürger zu heilig war, um es dunk­len staatspolitischen Machenschasten politischer Glücks- ritter und Abenteurer auszuliesern. Als Ausdruck dieser Erkenntnis gilt am 13. März die Parole: Alle Kriegsopfer Deutschlands wählen Hindenburg. Die 20. Reichskonferenz hat ferner ben schärfsten Protest ber Kriegsopfer bagegen zum Ausdruck ge­bracht, daß mit ben Notverorbnungen bie Ver- forgung und Fürsorge in einem unerträglichen Um­fange angegriffen worben find. Im Besonderen wen«

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