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Wirtschaft

!, a2) 25

c) 14 bis

17. Färsen a) 29 bis 32, b) 25

c) 20 bis 24. Kälber b) 35 bis 38, c) 28 bis 34, d) 24 bis 27. Schafe al) 28 bis 30, b) 22 bis 27.

36 bis

6 Sortierung

Nachdruck verboten.

bis bis bis

30,

21,

28,

Schweine

39. e) 32

a) 37 bis 39. b) 37 bis 39, c) bis 35, g) 28 bis 33.

Wochenbericht

lastung erteilt. Die Wahlen fanden durch Wie­wohl rasche Erledigung. Dem Vorstand gehören an: 1. Vorsitzender H. Kern, 2. Vorsitzender L. V e r g e s , Rechner H. Velten I.. Schriftführer H. Schmidt, Beisitzer K. Schulz H. und W. Scharm ann. Der Beitrag wurde von 50 auf 30 Pfennig herabgesetzt. Der Dirigent, Lehrer Allendörfer, forderte auch die Sänger im vorgerückten Alter zu aktiver Beteiligung auf.

gewicht in Mark: Ochsen al) 29 bis 32, bis 28, bl) 20 bis 24. Bullen a) 26 b) 20 bis 25. Kühe a) 22 bis 25, b) 18

Wochenbericht vom Frankfurter Schtachiviebmarkt.

Der Frankfurter Schlachtviehmarkt zeigte in dieser Woche kein wesentlich verändertes Bild. Vereinzelt Aogen die Preise leicht an, doch blieb die Gesamtlage nach tote vor unbefriedigend, ob­gleich die Austriebe auf allen Märkten geringer waren. Die Zurückhaltung der Metzger beim Ein­kauf wird durch die Geldknappheit und wachsende Arbeitslosigkeit verschärft.

Am Rindermarkt war der Geschäftsgang ruhig. Bei Ochsen, Dullen und Färsen zogen die Preise um 1 Mark an, dagegen blieben Kühe behauptet. Der Markt wurde nahezu ausverkauft.

Am K ä l b e r m a r k t gingen die Preise trotz geringeren Auftriebs (1516 gegen 1607 Stück) erneut um 12 Mark zurück. Das Geschäft war während der ganzen Woche schleppend.

3m Gegensatz zu allen anderen Märkten wies der S ch a f m a r k t auch in diesem Berichts- abschnitt neue Preisbesserungen und lebhaftes Geschäft auf. Die Erhöhungen betrugen in allen Gattungen 2 Mark.

Am Schweinemarkt hielt der schleppende Geschäftsgang und auch die rückläufige Preis­bewegung an. Zu Beginn der Woche konnte man verschiedentlich leichte Besserungen feststellen, die aber später wieder verloren gingen, so daß ge­genüber der Vorwoche abermals ein Verlust von 1 Mark eingetreten ist.

3m einzelnen notierten per Zentner Lebend-

0 Göbelnrod, 6. Febr. Der Gesangverein »Eintracht" hielt dieser Tage seine Hauptver. sammlung ab. Aach einigen Lieddarbietungen des 6bered begrüßte der 1. Vorsitzende, Beigeordneter Kern, die Mitglieder und erstattete sodann den 3ahresbericht. Er betonte, daß der- Verein auch unter der neuen Stabführung gute Erfolge erzielt habe. Die 'Rechnungsablage ergab einen ileoer- fchuß von SO Mark. Dem Vorstand wurde Ent-

Hafer lag unverändert, da sich sowohl Ver­käufer, wie Käufer größte Zurückhaltung auf­erlegten. Die Votierung blieb mit 150 bis 155 Mark je Tonne unverändert.

Der M e h l m a r k t lag ruhig. Vur für Weizenmehl trat vorübergehend etwas Vach­frage hervor, die aber bald, infolge der fort­gesetzten Erhöhungen der Mehl- Preise, stark nachließ. Die Preise für süd­deutsches, sowie niederrheinisches Weizenmehl wurden um rund 0,70 Mk. pro Doppelzentner erhöht und stellen sich wie folgt: Weizenmehl (süddeutsches Spezial 0 mit Austauschweizen) 36,90 bis 37,90 Mk., (Sondermahlung) 35,15 bis 36,15 Mark, (niederrheinisches Spezial 0 mit Austausch- weizen) 36,90 bis 37,65, (Sondermahlung) 35,15 bis 35,90 Mk. Am Roggenmehlmarkt herrschte stärkste Zurückhaltung, da man die Auswirkungen der Abgaben am Rohproduktmarkt abwarten will. Trotzdem wurden die Preise am Anfang der Woche erneut um 0,25 Mk. Heraufgeseht. Roggen­mehl stellte sich per Doppelzentner auf 31 bis 32 Mk.

Am Futtermittelmarkt war die Stim­mung sehr ruhig, und die Preise zeigten Veigung zur Schwäche, die auch am Wochenschluh für Kleie eintrat. Weizen- und Roggenkleie gaben etwa 0,25 Mk. nach. Oelhaltige Futtermittel ver­zeichneten gleichfalls kaum Geschäft bei wenig veränderten Preisen. Weizenkleie 8,65 Mk., Roggenkleie 9 bis 9,25 Mk. je Doppelzentner.

Die Tendenz am Kartoffelmarkt blieb ruhig. Die Votierung für Industriekartoffeln hiesiger Gegend blieb mit 2,70 Mk. per Zentner bei Waggonbezug unverändert.

vom Frankfurter Vroduktenmarkt.

An der Frankfurter Getreidebörse blieb auch in der vorigen Woche der Markt ruhig, lediglich für Weizen bestand stärkeres Kaufinteresse. Die Preisbildung war uneinheitlich, die Grund­stimmung ziemlich fest.

Am Brotgetreidemarkt war das An­gebot weiterhin sehr spärlich. Lebhaftere Llmsah- tätigteit entwickelte sich am Weizenmarkt. Das wenige Angebot wurde von den Mühlen ganz ausgenommen. Auch von einigen Händlerfirmen wurden größere Käufe getätigt, so daß der Preis um 7,50 Mk. per Tonne auf 247,50 Mk. anzog. Dagegen gestaltete sich die Tendenz für Roggen unsicher. Die Befürchtung einer Brotpreiserhö- hung ließ starke Zurückhaltung im Einkauf er­kennen. Die Votiz blieb mit 223,50 bis 225 Mk. gegen die Vorwoche unverändert.

Der Gerstenmarkt hatte während der gan­zen Woche sehr ruhiges Geschäft. Da das An­gebot klein war, lag der Markt ziemlich stetig. Später wollte man einige Verkäufe beobachtet haben, so daß die Votierung um 5 Mk. per Tonne nachgab. Sommergerste für Drauzwecke notierte 185 Mk. per Tonne. Futtergerste war kaum ge­fragt.

®r sah den Sohn mit einem langen Blick an. Ich sag' das ja auch bloß so aus meiner Sorge heraus. Du lächelst, Hans-Achim, und du hast recht. Es ist lächerlich ..

»Verzeih, Papa nein!, zum Lachen ist das gar nicht. 3ch begreife deine Sorge begreife sie sehr gut."

Wirklich? Ra. dann kann ich ja hoffen." _3a! ich weih nicht, Papa", sagte er zögernd.

»Hat Helene dein Wort?"

»Vein, das nicht! Sie hat es nie gewollt! 3ch sollte mich nicht gebunden fühlen! Aber Papa, ich denke so: wenn man ein Mädel liebt und das vertraut einem, dann darf man es doch nicht enttäuschen, wenn man auch mit keinem Wort vom Heiraten mit ihr gesprochen hat."

»3a, ja, so sollte es wohl sein", sagte der Vater. And dann nach einer kurzen Pause:Wenn ichs Geld dazu hätte, ich kaufte dir eine Klitsche, die nur so viel emzutragen braucht, daß eine Familie davon leben kann. Mehr braucht es nicht zu fein. 5>ann könntest du Lene heiraten ich hätte nichts dagegen. Aber ich habe es doch nicht! Wenn ich mein Haus verkaufte was brächte es denn? Eine Lappalie, für die ich nicht die kleinste Klitsche bekomme. Das Haus ist mit Hypo- theken überlastet. Ich sitze in Schulden bis über die Ohren. Wenn ich heute oder morgen sterben würde, bliebe Mama und Eva unversorgt zurück."

Der Vater hatte sich in seinen Sessel §urüd- gele^nt, rauchte hastig eine Zigarette. Eingehüllt m ihren bläulichen Rauch, sagte er:Könnt' es nun nicht so sein, daß du die Rose statt der Lene liebtest?"

Hans-Achim antwortete nicht. Der Vater schien auch keine Antwort zu erwarten, er sprach gleich weiter. »Es ist nun leider nicht so. Daß du ein armes Madel liebst, ist Schicksal: damit werd' ich mich wohl abzufinden haben. And nun will ich auch nicht mehr auf dich einsprechen. Mach was du willst! Schließlich mutz jeder nach seiner eigenen Fasson selig werden."

Kurz vor acht Ahr erschien Doktor Fahrenkrug mit seinen drei Sprößlingen. Die Kinder trugen Blumen in den Händen, die sie gleichmäßig unter die drei Damen verteilten. Sehr niedlich machten sie das. Eva umarmte die Kinder, wofür Fahren­krug ihr in einer Aufwallung von Dankbarkeit die Hand küßte.

»Werden Sie mir einmal einen Gruß aus den

^ofe kam zum Morgenfrühstück zuletzt. Frau Ottilie begrüßend, bat sie:

Verzeihung, gnädige Frau, daß ich Sie habe warten lassen: ich telephonierte mit Berlin, das hat mich gräßlich aufgehalten."

Bitte, bitte, Sie sehen, wir haben uns gar nicht durch 3hr Ausbleiben stören lassen."

»Va, das wäre auch noch schöner!" Sie küßte Eva, reichte Hans-Achim die Hand.

Mit wem sprachst du?" fragte Eva.

»plat der Firma Goldmann Söhne in Berlin." eJr c vvhm mit dankbarem Lächeln die Zucker- schale entgegen, die Hans-Achim ihr reichte

Mit Goldmann Söhne?!" wiederholte Eva erstaunt und wechselte einen Blick mit Achim

Rose nickte.

3a. Erzählte ich dir nicht, daß ich mir eine

-Aooeljade bei ihnen bestellt habe?"

Vein1 Goldmann Söhne fertigen doch nur Pelze an.

Rose biß in ihr Brötchen, nickte dabei und sagte dann:

Das soll ja auch eine Pelzjacke werden, aus

Von Geld md Liebe

Vornan von Grete von Saß.

Copyright by Martin Fenchtwanger, Halle

*DerGrohhandelsindex. Die vom Sta­tistischen Reichsamt für den 3. Februar berechnete Großhandelsinderziffer ist m't 99,3 gegenüber der Vorwoche um 0,4 v. H. zurückgegangen. Die 3nbej- jiffem der Hauptgruppen lau.en: Agrarstoffe 92,1 (plus 0,3 v. H.), Kolonialwaren 90,5 (minus 0,4 v. H), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 91,8 (minus 0,7 v. H.) und industrielle Fertigwaren 123,1 (minus 0,9 v. H.). Die Indexziffer für Pro­duktionsmittel stellte sich auf 120,8 (minus 1,0 v. H) und für Konfumgüter auf 124,8 (minus 0,8 v. H.). Für den Monatsdurchschnitt 3a - nuar stellt sich die Großhandelsindexziffer auf 100,0 (minus 3,6 v. H.). Hauptgruppen: Agrar, stoffe 92,1 (minus 2,5 v. H.), Kolonialwaren 90,4 (minus 0,3 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halb- Waren 92,2 (minus 4,5 v. H.) und industrielle Fer­tigwaren 125,2 (minus 4,0 v. H.). Die 3ndexziffer für Produktionsmittel im Monat 3anuar 1932 stellte sich auf 122,9 (minus 3,8 v. H.) und für Konsumgüter auf 126,9 (minus 4,2 v. H.).

Berlin lustlos.

B e r I i n, 8. Febr. (WTB. Funkspruch.) Zu Be- ginn der neuen Woche änderte sich an der lust­losen und schwächeren Haltung der Börse nichts. Die Kurse erfuhren zunächst 1- bis 2prozentige Abschwächungen, da kleines Angebot überwog und die Spekulation in bezug auf die außen- und innerpolitische Lage Zurückhaltung zeigte. Es fehlte außerdem nicht an Gerüchten bin» sichtlich der D an ke n - und Währungs- Dergen schicken?" fragte er leise, Eva mit bitten­dem Blick ansehend.

«Selbstverständlich, Doktor."

Sie mußte nun einsteigen. Der Doktor trat mit den Kindern beiseite. Friedrich Schadow stand abwartend am Wagenschlag. Eva wagte nicht, ihn anzusehen, schlüpfte an ihm vorbei in den Wagen hinein.

Alle hatten bereits Platz genommen. Friedrich Schadow breitete die Decke über Evas Knie. Sie gab sich den Anschein, als nähme sie seine Fürsorglichkeit als etwas Selbstverständliches hin. Viemand merkte etwas von der zitternden An- ruhe, die diese in ihr ausgelöst.

Der Wagenschlag wurde geschlossen. Die Mama sah noch einmal zum herabgelassenen Wagen- fenster hinaus, winkte zum Balkon hinauf, wo der Vater stand, um dem Wagen nachzusehen. 3n seinem Gesicht war ein schmerzlicher Ausdruck.

Gerade, als der Wagen sich in Bewegung setzte, trat Helene aus dem Hause. Hans-Achim sah sie noch für Augenblicke, nahm noch einmal ihren ganzen Liebreiz in sich auf. Lange sollte er sie ni^t sehen. Vier lange Wochen! Als er ihr am Rbend zuvor die Eröffnung gemacht, daß sie sich einen ganzen Monat lang nicht sehen würden, da batte sie mit Tränen in den Augen gefragt: Unb dann wird dann auch weiter alles beim Alten zwischen uns bleiben?"

So viel bange, herzbeklemmende Sorge schwang m dieser Frage mit.

Gr hatte versucht, sie ihr auszureden jetzt toar die gleiche Sorge auch in ihm.

3n ratchem Tempo flog der Wagen dahin.

Mittags war man schon int tiefverschneiten 3fergebtrge. And bald danach hielt der Wagen vor der Villa Rose...

Banknoten

Geld

resormpläne der Regierung und besonders an 3nformationen über eine neue Devisen» Notverordnung, die angeblich von der Re­gierung geplant sei. Man glaubt, daß diese Maß­nahmen der Regierung auch in den Effektenhandel übergreifen kannten, also irgendwelche Verfügun­gen hinsichtlich solcher Werte geplant seien, die auch im Auslande handelbar wären. Da aber heute erst die Abrüstungskonferenz beginnt be­sonders gespannt ist man auf die Ausführungen Tardieus und Brünings de artig Maß naf>me.i ober er . nai; zriLings kehr b schlug fähig toeroen können, so scheint die Sttu-non aucy in dieser Hinsicht noch undurchsichtig zu fein.

Etwas Angebot bestand am Schiffahrtsmarkt und in Reichsschuldbuchfordecungen, während sich sonst die Amsatztätigkeit überhaupt in engsten Grenzen hielt. Verhältnismäßig widerstandsfähig lagen die Auslanawerte, von denen Ehaoeaktien auf Höchstbasis vom Samstag gesucht blieben, und Arbedbonds sogar etwas fester tendierten. Bank­aktien neigten dagegen heute eher etwas zur Schwäche, d. h. die Anteile der DHG. und Danat- bamattien verloren etwa 0,5 Proz., Reichsbank­anteile gaben sogar um 2 Proz. nach. Am Kali­markt war die Tendenz widerstandsfähig, Bürbach besserten sich erneut um 1 Proz., nachdem sie be­kanntlich in den letzten Tagen stärker verloren hatten.

Am Anlagemarkt war die Tendenz nicht ganz einheitlich, Goidpiandbriefe uni)Deut­sche Anleihen waren im allgemeinen behauptet. Während Reichsbahnvorzugsaktien ebenfalls nur wenig verändert waren, verloren Farbenbonds im Einklang mit den Aktien zirka 1,50 Prozent. Bei den Reichsschuldbuchfordcrungen betrugen die Verluste bis zu 1 Prozent.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 211.

weißem Astrachan. 3ch brauche- sie zu meinem Fastnachtskostüm. Du hast doch hoffentlich noch nicht vergessen, daß hier in fünf Tagen, von heute ab gerechnet, Fastnachtkostümrodeln stattfindet?"

Das habe ich vergessen!" sagte Eva.

Va, so etwas! Was sagen Sie dazu, gnädige grau?"

Mit lachendem Gesicht sah Rose Frau Ottilie an.

Daß so etwas schon vorkommen kann."

O nein! Liebe, gnädige Frau, nun geben Sie diesem gedankenlosen Mädel auch noch recht, statt sie tüchtig dafür zu rüffeln! Eva hätte es wirklich verdient. Sieht und hört nicht, was um sie herum vorgeht, und ist doch dazu hier, um sich zu amü­sieren."

Lind mit einem Blick auf Eva fügte sie fragend hinzu:

»Du hast dir also auch noch kein Kostüm be­sorgt?

Eva schüttelte mit dem Kopfe.

Rein! 3ch werde mir auch feind besorgen, denn ich mache nicht mit.

»LinerhortI Run, das gibtS ja gar nicht! Gnädige Frau Herr Tonnies!" Sie sah mit bittendem Blick von einem zum andern.Sie müssen mir beistehen, Eva dafür zu gewinnen, daß sie mitmacht."

Ottilie lächelte ablehnend.

Leider liegt das nicht in meiner Macht. Wenn Eva nicht will, will sie nicht. 3ch glaube auch, sie macht sich nichts aus dem Rodeln."

Doch, Mama! Aber nichts aus diesem Mum­menschanz: den mache ich nicht mit."

Rose maulte.

Lind Sie, Herr Tönnies?"

3ch habe kein Kostüm! 3n fünf Tagen kann ich mir auch keins beschafft haben."

Ratürtid) kann man das. Liebrigens, da fällt mir ein: wir haben vor Fahren so ein Fast­nachtkostümrodeln in Bärenfels mitgemacht. Papa hatte für sich ein sehr originelles Kostüm dazu besorgt das existiert noch. 3ch schreibe sofort an meine Stühe, daß sie es frisch herrichtet und einpackt. Liebermorgen kommt Papa her. Dann mag sie es unserem Friedrich mitgeben. Ist's recht so?"

Hans-Achim dankte ihr.

Lind für dich hätte ich auch eins", setzte sie, zu Eva gewandt, hinzu.Aber wenn du nicht willst überreden will ich dich nicht!"

»3ch will nicht", erwiderte Eva kurz, beinah schroff.

Ottilie sah mit erstauntem Blick zu Eva hin.

Was toar in Eva gefahren? Cs toar doch sonst nicht ihre Art, unfreundlich oder gar schroff zu fein? Gewiß hatte sie sich über etwas geärgert Zwischen ihren dunklen Brauen stand steil und tief eine Falte, die ihrem Gesicht einen finsteren Ausdruck gab.

Rose hatte gefrühstückt. Sich an Frau Ottilie wendend, bat sie

Reichsbankdiskont l v. h. Lombardzinsfutz 8 v. H.

frankfurter Schkachtrnehmarkt.

Frankfurt a RI., 8. Febr. Auftrieb: Rin­der 1365 Stück: dar inter Ochsen 320, Bullen 130, Kühe 465, Färsen 392. Kälber 546, Schafe 129, Schweine 4988 (darunter 270 Litauer). Es wur­den notiert: Rinder: Ochsen, vollfleischige, aus- gemäftete, höchsten Schlachttverts, jüngere 3033, ältere 2629, sonstige vollfleischige, jüngere 22 bis 25. Dullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachttoerts 2730, sonstige vollfleischige oder

Berlin, 6.Aebr ar 2lnieri[amidic Note».......

Belgische Noten . ......

Dänische Noten ........

Englische Noten .......

Aranzöslsche Note«........

Hollündische Noten .......

3taltcniidie Noten ....

Norwegische Noten ....

Deutsch. Oesterreich, 100 Schilling -rumänische Noten Schwevische Noten Schweizer Noten. . . . . .

Spanische Noten ...... Nngariiche Noten

6. Februar

8. Februar

Amtliche Jloiierung

Amtliche Notierung

mel»

Brie

Geld

Srie

fcelflngfotl .

6,474

.486

6,474

6,486

Wien

49,95

50,05

49,95

50,05

Prag

12,465

12,485

12,465

12,485

Budaoell

56,94

57,06

56,94

57,06

Sofia

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland

169,58

169,92

169,58

169,92

Oslo

78,92

79,08

78,87

79,03

Kopenhagen.

79,92

80,08

79,87

80,03

Stockholm

81,52

81,68.

81,52

81,68

London

14,51

14,55

14,46

14,50

Buenos Aires

1,043

1,047

1,043

1,047

Neuyorl

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüflel

58,67

58,79

58,66

58,78

Italien

21,98

22,02

21,95

21,99

Paris

16,57

16,61

16,57

16,61

Schweiz

82,10

82,26

82,10

82,26

Spanien

32,97

33,03

32,22

32,28

Danzig

82,02

82,18

81,97

82,13

Japan

1,484

1,486

1,489

1,491

Rio ve 3<m..

0,252

0,254

0,252

0,254

Jugoslawien.

7,463

7,477

7,463

7,477

üifiaboD

13,24

13,26

13,24

13,26

4,20

4,22

58,51

58,75

79,74

80,06

14,47

14,53

16,53

16,59

169,21

169,89

21,96

22,04

78,74

79,06

2,49

2,51

81,34

81,66

81,89

82,21

32,83

32,97

ausgemästete zi zo. Mupc. jüngere, vollstes schige, höchsten Schlachttoerts 2527, sonstige voll­fleischige oder ausgemästete 2024, fleischige 15 bis 19. Färsen (Kalbinnen, 3ungrinber): voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachttoerts 31 bis 34, vollfleischige 2730, fleischige 2226. Kälber: beste Mast- und Saugkälber 3539, mitt­lere Mast» und Saugkälber 3034, geringe Käl­ber 2529. Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel, Weidemast 2830, mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 2227. Schweine: vollfleischige Schweine von zirka 240300 Pfd. Lebendgewicht 4143, desgl. von zirka 200240 Pfd. Lebendgewicht 41 bis 44, desgl. von zirka 160200 Pfd. Lebend­gewicht 4043, fleischige Schweine von zirka 120 bis 160 Pfd. Lebendgewicht 3741; Sauen 28 bis 35. Marktverlauf: Rinder ruhig, ausverkauft, Kälber mittelmäßig, Lchafe rege, geräumt, Schweine mittelmäßig, später abflauend, ausver­kauft.

frankfurter (tietreiDeOöric.

Frankfurt a. M., 8. Febr. Die Frankfurter Getreidebörse hatte zum Wochenbeginn sehr ruhige Tendenz und leicht ab- bröckelnde Preise. Die Stimmung war lustlos. Das Angebot in Weizen war weiterhin knapp, dagegen trat es in Roggen etwas mehr in Erscheinung. Die Llmsatztätigkell Jy.elt sich in engen Grenzen, zumal die Mühlen infolge des schleppenden Mehlabsahes nur ganz vereinzelt am Geschäft beteiligt waren. Gerste und Hafer hatten sehr ruhige Tendenz bei ebenfalls leicht nach­gebenden Preisen. Am Futtermittelmartt waren nur ölhaltige Futterartikel etwas beachtet, wäh­rend sonst die Tendenz zur Schwäche neigte. Cs wurden notiert: Weizen 1, gut, gesund, trocken, bis zu 1 Prozent Auswuchs 245 bis 246; Roggen 225 bis 223,50; Sommergerste für Drauzwecke 180 bis 185; Hafer, inländischer 150 bis 155; Weizenmehl, süddeutsches, Spezial 0 mit Aus- tauschweizen 36,90 bis 37,90; Sondermahlung 35,15 bis 36,15; Weizenmehl, niederrheinisches, mit Austauschweizen 36,90 bis 37,65; Sondermahlung 35,15 bis 35,90; Roggenmehl 31 bis 32; Weizen­kleie 8,60; Roggenkleie 9,00; Erbsen, je nach Qualität für Speisezwecke 30 bis 38; Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke 25 bis 56; Heu, süddeutsches, gut, gesund, trocken 5,00; Weizen- und Aoggenstroh, drahtgepreßt 4,00 bis 4,25; Weizen- und Roggenstroh, gebündelt 4,00 bis 4,25; Treber, getrocknet 12,00 bis 12,25; Industrie- fartoffeln, hiesiger Gegend, per 50 Kilogramm 2,65 bis 2,70 Mark. Tendenz: ruhig.

Briefkasten der Refroffion

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

£. 2D. 51. 1. Ein gemeinschaftliches Testament kann nur unter Ehegatten errichtet werden. Setzen sich die Ehegatten in einem solchen zu Alleinerben ein, so beerbt der Lieberlebende den Crstverstor- benen vollständig, d. h. er erbt das, was dem Verstorbenen im Augenblick seines Todes auch an Forderungen bereits gehörte, nicht aber ettoa auch das, was ihm vielleicht später im Wege des gesetzlichen Erdganges, oder auf Grund eines Testamentes Augefallen wäre, wenn der ver­storbene Ehegatte den Sterbfall der anderen er­lebt und damit deren Erbe angetreten hätte. »Spätere Erbschaften aus der Verwandtschaft" fallen ihm also nicht zu und entsprechende Ver­fügungen in dem gemeinschaftlichen Testament find ganz wertlos und ohne jede Rechtsfolge. 2. Sind Kinder der Eheleute da, so haben diese einen An­spruch auf sofortige Herausgabe ihres Pflicht- teils, der in 6er Hälfte des ordentlichen Erbteils besteht. 3. Glaubt die Alleinerbin bzw. der Al­leinerbe gegen jemanden einen Erbanspruch zu besitzen und wird dieser bestritten, so muß sie bzw. er selbst den Anspruch im Wege der ge­richtlichen Klage geltend machen. Der in An­spruch Genommene selbst hat nicht zu klagen.

Erlauben Sie, gnädige Frau, daß ich auf stehe? Meine Skier warten in der Diele."

Ottilie nickte ihr freundlich zu.Selbstver­ständlich!"

Kommst du mit, Eva?"

«Rein! Ich muh Briefe schreiben."

..Dazu geht man in einen Winterkurort?!" sagte Rose kopfschüttelnd.

Mer Sie kommen doch mit, Herr Tönnies?" 3al Selbstverständlich!"

-^a. dann bin ich ja nicht ganz verlassen! Aber, bitte, warten Sie hier noch ein paar Mi­nuten auf mich."

Rose mußte sich erst umkleiden.

Mit Eva zusammen verließ sie das Zimmer.

Ottilie fragte Hans-Achim, ob er ahne, was Eva verstimmt habe? Er ahnte es nicht nur er wußte es. Aber er konnte der Mama unmög­lich sagen: weil Rose Münchmeher den jungen Schadowunseren Friedrich" genannt hatte. Es verdroß auch ihn. Er würde Rose gelegentlich sagen, daß sich das nicht schicke.

Ich glaube, Mama, Eva genießt das Zu­sammensein mit Fräulein Münchmeyer nicht sehr. Ihre allzu große Lebhaftigkeit fällt ihr auf die R erben.

Ottilies Blick ruhte in fragendem Ausdruck auf seinem Gesicht.

Glaubst du das wirklich? Ich kann mir das gar nicht denken. Rose ist doch ein reizendes Menschenkind!"

ilm Hans-Achims Lippen zuckte ein Lächeln. Ottilie bemerkte es und fragte:

.. Findest du das nicht, Hans-Achim?"

Er zog die Achseln hoch:

Lim vor dir nicht unhöflich zu erscheinen, Mama, muh ich deine Frage mit einem ,3a! beantworten."

Rein! Sag nur ganz ehrlich: Findest du sie nicht entzückend?"

Sie ist hübsch und hat viel Charme."

Ra ja also!"

Das ist nur eine Feststellung, Mama! Ich habe damit noch nicht zugegeben, daß ich sie entzückend finde."

Ottilie lächelte nachsichtig.

Reh, geh doch, sagte sie,du willst das nur nicht zugeben."

ilm von diesem Thema abzulenken, fragte Hans-Achim:

Hast du heute etwas Besonderes vor, Mama?"

Sie verneinte.

Mama, mir kommt es so vor, daß du auch nicht viel Freude an dem Aufenthalt hier hast?"

Es ist so, Hans-Achim. Ich möchte schon gern wieder daheim sein."

Du hast Sehnsucht, Mama? Schon? Vach- dem du zwei Wochen von zu Hause fort bist?"

Er sah sie mit einem mitleidigen Lächeln an.

Sie wurde ein wenig rot

(Fortsetzung folgt)

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