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blaue Wiener) GewerifchaftS- unb eine elek- Fahrraduntcr-

nuar auS mehreren Hasenkästen 5 Stallhasen (weihe Diesen und entwendet. Aus dem Hofe des Hauses wurde ein Fahrradsattel

Ein

Der

Wie die WonIagSblätter melden, haben die Verteidiger non Professor Dr. D c y d e und ObermedizinÄrat Dr. Ä l t st a e d t. Dr. Ihde und Dr Hosfmann. beschlossen, gegen daS Urteil im Calmette-Prvzeh Revision einzulegen.

Das ürteil im Lübeckn Merku'osemzeß.

Gefängnisstrafen für Professor Deycke und Obermedizinalrat Altssaedt. Oie Verteidigung meldet Revision an.

Sonntag, (jfn 8 Ufy

strahe zwei Hühner, und in der Rächt zum 29. Ia- im Rcuenweg

irische Doschlampe und aus dem

stellraum des DolksbadeS eine elektrische Fahrrad

deutschen Ski- und HeereoMeisterlchusten. 12.05: Non Berlin: Konzert 1305: Don Köln: Mittaar­konzert. 1515: Stunde der Jugend. 17.05: Au« ~ rg: Unterhaltungskonzert. 18 40:Soll der Kaufmann werden?". Dortrag. 19 05: Spa»

unterließ e S. sich davon zu überzeugen, dah die Kulturen im Tierversuch auf ihre iln- fchädlichkeit geprüft wurden, bevor man da» Der- fähren allgemein anwandie. Die Angeklagte Anna Schühe ist mangels Beweises »reizu- sprechen. Der Pr.s. Klotz Hal da» Ger.cht e i n pflichtwidrige» Derha lten nicht fest­ste l l c n können. Er ist daher freizusprechen.

Der Dorfitzende fchloh die Begründung mit den Worten: .Herr Prof. Deycke. während die­ser langen Monate sind Sie al- ein Mann vor Bericht gestanden, dem wir al» gerecht denkenden Menschen die Achtung nicht versagen. Sie haben Ihr Leben­lang zum Wohle ihrer Mitmenschen gearbeitet. Sie haben auch da» Beste Ihrer Mitmenschen gewollt, al- Sie an der Durchführung eine» Verfahren» mitwirk­ten. das Sie in eine strafbare Schuld verwickelte. Sie haben fich große Derdienste im Kampf um die Tuberkulose erwor­ben. Da- Gericht ist überzeugt, däh Sie sich von den edelsten Motiv en leiten lie­hen, al» Sie das Verfahren in Lübeck etnlührten. Aber schweres Unglück hat diese» Verfahren gebracht. Groh ist die Zahl der Kinder, die unter Qualen gestorben sind, groß ist die Zahl der Kinder, welchen schwere Krankheit gebracht wurde Dem muhte bei Bemessung der Strahe Rechnung getragen werden."

D i« neuen Wohlfahrtsbriefmar­ken zu 6 und 12 Pf. mit einem kleinen Auf­schlag für die Zwecke der Wohlsahrtspflege sind beim Städtischen Wohlfahrtsamt zu haben. Der Berkaus dauert bis zum 31. März, die Marken sind bis zum 31. August gültig. Von den beim Wohlfahrtsamt bezogenen Marken verbleiben 80 Prozent de» Wohlfahrtsaufschlags der Gie­ßener Rothilfe. Man beachte die Anzeige vom Samstag.

" Ein Neunzigjähriger. Oberpoft­schaffner i. R. Adam E m i g , Wilhelmstrahe 45, Veteran von 1866 und 1870,71, begeht am mor­gigen 9. Februar bei guter körperlicher und gei­stiger Frische seinen 90. Geburtstag.

Das Fundsachen-Verzeichnis der Polizei. Das Derzeichnis der im Monat Januar gefundenen bzw. abgelicferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Land- araf-Philipp'Platz 1, eingesehen werden. Die Emp­fangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwa- igen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbureau während der Dienststunden geltend zu machen.

*($in Einbrecher-Trio hat in der letz­ten Zeit die Umgegend von Homberg in grohem Stile unsicher gemacht. Auf daS Konto der Drei kommt eine Reihe von Einbrüchen und Diebstäh­len, mit deren Aufklärung die Gendarmerie Hom­berg zur Zeit beschäftigt ist. Als Täter wurden Wilhelm D a st aus Erbenhausen, Karl Reich­hardt aus Rieder-Ofleiden und Karl 2 ü n g e l aus Rieder-Ofleiden verhaftet und in das Land- gerichtSgefängnis in Gießen übergeführt. Die Ein­brecher-Gesellschaft hatte für alles mögliche Ver­wendung, u. a. für Motorräder, Motorradteile, Grammophone mit Platten. HaushaltungSgegen- stände der verschiedensten Art, Lebensmittel usw. Das Diebesgut konnte zum Teil wieder herbei- geschafft werden.

Allerlei Diebstähle Der heutige Polizeibericht meldet: 3n der Rächt zum 24. Ja­nuar wurden aus einem Garten in der Ludwig-

Lübeck. 6. Jebt. (WIB.) Unter großem #n- trang de» Publikum» wurde heule abend da» Ur­teil im Lübecker luberkulofeprozeh verkündet. 6» wurden verurteilt. Prof. Dr. Deycke wegen sahr- vsfiger Tötung In Tateinheit mit fahrlässiger Kör­perverletzung za 2 JahrenGefängni».Ober- medizinalral Dr. U l t st a e d l wegen fahrlässiger Tötung In Tateinheit mit fahrlässiger Körperver­letzung zu 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis.

Pros. Dr. klotz und Schwester M. Schütze wurden freigesprochen

In der Urteilsbegründung im Lübecker Pro' ' führte der Vorsitzende u. a. aus: Noch dcm Erp der Hauptoerhandlung steht das (bericht auf ui Standpunkt, daß d > e Möglichkeit ei ä Rückschläge» al» Erklärung für das Lübecker Unglück nicht in Frage kommt. Das Gericht ist der Meinung, dah eine Verwechse­lung oder Verunreinigung mit dem Kieler Stamm erfolgt ist. Es handelt sich um anerkanntes Versehen. Gegen Prof. Deycke und Dr. Altstaedt ist der Vorwurf zu erheben, dgh sie den in einem unzureichenden Labo­ratorium hergesteUten Impfstoff zum Der- brauch an Menschen ausgegeben haben. Prof. Deycke muhte in Anbetracht der Laborato- riumsumslände mit der Möglichleit einer Derun- reinigung rechnen. Er durfte daher den Impfstoff nicht zur BerfüUerung herausgeben, da er sich lagen muhte, dah in Den Impfstoff virulente Bazillen hineingelangen konnten, durch die Kinder erkranken und sterben konnten. Pros. Deycke hat sich der fahrlässigen Tötung in 68Fäl- len und der fahrlässigen Körperverletzung in 131 Fällen schuldig gemacht.

Auch Dr. A l t st a e d t pal sich der sahrlässtgen Tötung und Körperverletzung schuldig gemacht. Er

lampe gestohlen. 3n der letzten Rocht wurde in ein Geschäfiehaus in R o m r o d eingcbrachen und etwa 1000 Mark Bargeld gestohlen. Die Ermitt­lungen wurden von der Landeskriminalpolizei- stelle Giehcn ausgenommen.

* Weitere Erleichterung der kana­dischen Einwanderungsbestimmun- g e n. Die kanadische Regierung hat der Hamburg- Amerika-Linie die Erlaubnis erteilt, nicht nur Fa­milien, sondern jetzt auch alleinreisende Londwitte nach Kanada zu befördern, selbst wenn sie dort keine Verwandte oder Bekannte haben: sie brau­chen sich auch keiner dorthin auswandernden Fa> milie anzuschliehen. Bedingung ist nur, daß sie sich in den Provinzen Neuschottland ober Neubraun, schweig ansiedeln und außer dem verbilligten Fahrpreis dorthin über einen Bettag von kana- disch - 1.000. gleich etwa RM 3500. ver- fügen. Die Einreise in Kanada kann stattfinden in der Zeit vom 1. April bis zum 1. September 1932.

Rundfunkprvqramm.

Donnerstag, 1L Jebruar.

7.20: Frühkonzert. 12.05: Don Berlin: Konzert. 13.05: Don Köln: Mittagskonzert. 15.30: Stunde der Jugend. 17.05: Nachmittagskonzert des Rund- funkorchepers. 18.40: Zeitfragen. 19.05: Tägliche

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nischcr Sprachunterricht. 19 45: Die Opiimisten.

Thea Degen, Theo Körner und Ove Behrens. 20.30:

Von Berlin: Bunter Abend. 22.35: Don Berlin:

bracht worden, welche vorzügliche Leistungen aus­zuweisen hat. 3m Gegensatz zu den Handels- üblichen, aus Glas hergestellten abgeschmolzenen Röhren hat der Derfafser ganzmetallische, sogen, offene Röhren durchgebildet. Diese haben den Rachteil, dah sie dauernd an einer Vakuumpumpe hängen müssen. Es gelang aber, durch eine große Anzahl von konstruktiven Verbesserungen, die va- kuumtcchnischen Schwierigkeiten auf ein solche» Minimum zu reduzieren, dah die offenen Röhren nunmehr einen Eingang auch in medizinische Kreise finden können. Der Vorteil dieser ist ihre nahezu völlige Unzerstörbarkeit, wodurch eine we- sentliche Verbilligung der Aufnahmen herbei­geführt wird. Auch die bisher üblichen GlaS» ventile konnten durch ganzmetallische erseht werden, und zwar könne anstelle von vier oder sechs CinwlDcntilen ein einziges Ventil benutzt werden. Die Evakuierung beider Teile kann mit einer einzigen mechanischen Hochvakuumpumpe in kürzester ZÄt bewirkt werden.

An zahlreichen Lichtbildern wurden die Kon- strukttonen erläutert und durch Projektion der Ori- ginalaufnahmen mit einem Leih.Projektor die Lei­stungen im einzelnen belegt. Danach sind die Röhren des Verfasser» in Qualität allen bisheri­gen geschlossenen Röhren mindestens gleichwertig, vermögen aber durch die Erreichung höherer Span­nungen bis 100 Kilovolt diagnostische Aufgaben zu lösen, die bisher unzugänglich waren. Einer weiteren Leistungssteigerung stehen infolge der Metallkonstruktton geringere Schwierigkeiten al« bisher entgegen.

Der Redner dankte zum Schluß feinen zahl­reichen wissenschaftlichen Mitarbeitern und indu­striellen, sowie anderen Förderern für die Unter­stützung seiner Arbeiten deren Ergebnis die Lö­sung eines Problems bedeutet, die von vornherein für sehr unwahrscheinlich gelten muhte.

Antiquitäten.

Vier kleine Dämchen stehn geputzt und blank in eines Trödler« buntem Fensterladen.

Sie stch'n auf einem reichgefchnitztcn Schrank mit schmalen Rasen und mit schlanken Waden. Sie sind aus Porzellan und blicken mild in diese Welt voll Riederträchtigkeiten.

Zu ihren Fähen hängt ein kleine- Schild mit der Bemerkung: »Die vier Jahres­zeiten."

Ein Käufer naht. Er will die Herbstfigur.

Der^dler stöhnt und klagt: »Wa» soll daS heißen l

Vier Jahreszeiten hat doch die Ratur!

Ich kann die Kollektion doch nicht zerreißen!" Der Käufer siegt. Der Händler zeigt sich wild und tut, als Heitre er auf die Akazien...

Am nächsten Tag befestigt er ein Schild an den drei Dämchen... Aufschrift: .Die drei

Grazie n."

Ein Käufer will die mittlere Figur.

Der Händler stöhnt und klagt: .Was soll daS heißen!

Ich geb' die Grazien geschloffen nur!

Ich kann die Kollektion doch nicht zerreiben! Der Käufer siegt. Der Händler fort und fort bezeichnet dies Geschäft als reinen Bettel... Am nächsten Tag steh'n zwei Figuren dort als .Tag und Rächt" bezeichnet auf dem Zettel.

Aviv oerbtannl nglück ereignete sich in bürg auf einem Lager- ilte Lastkraftwagen stan- enjchrige Jungen Men äuschen eines der rit und dort anschtt' 1(htWid) ereigneten ,i schwere Ssplo- j, durch die das Auto Jas Feuer ergnsi da- iet Schnelligkeit, dah die ehr retten konnten, w ter z---n--hr.L

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Vornotizen.

Tageskalender für Montag: Ge- meinde-Derein der Lukas-Gemeinde, 20 Uhr, Lukas- Saal, Hauptversammlung. FGF., 20.30 Uhr, bei Kamerad Sieck, Monatsoersammlung. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße, 1430 UhrSankt Elisabeth in unseren lagen"; ab 16 UhrDie Drei von der Tankstelle".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 9. Fe­bruar, 20 Uhr, Wiederholung des erfolgreichen SchwanksDie drei Zwillinge" von Toni Impe­koven und Karl Mathern. Der Rame des be­liebten Komikers Impekoven bietet Gewähr für Humor und Laune. Spielleitung Peter Fassott.

18. Vorstellung im DienStag-Abonnement. Mitt- woch. 10. Februar, al» 18. Vorstellung im Mitt­woch-Abonnement die letzte Wiederholung der erfolgreichen Uraufführung des Zeit:ücke»Ver­stehen wir un»V von Peter v. Preradovic. Inder Rolle der Großmutter gastiert Frau Auguste Prafch-Grevenberg. Ehrenmitglied de» Meininger Lande::HeaterS. Beginn 20. Uhr. Ende 22 Uhr

Vortrag im Ma'rkuSfaa l. Morgen, Dienstag, 9 Fcor. 20 Uhr. wird Pros D. Dr. Frick au» Marburg im MarkuSfaal, Kivchstr. 9. über seine Reisen dvrch Amerika und Italien mit besonderer Bezugnahme auf die gegenwärtige re- ligiöse Lage berichten. Der Vortragende ist von feiner Wirksamkeit al» Professor in Gießen be- kannt. Der Vortrag gründet fti) auf Reisen der beiden letzten Iahre. Der Besuch ist für jeder- mann frei. (Siche heutige Anzeige!)

Keine Pfuscharbeit bei elektrischen Znstattatonen.

Man teilt un» mit: Au« DünterSberge (Oft- harzt wird berichtet, daß der Landwirt W. S. beim Selbstinstalliereneiner elektri- fchen Leitung in feinem Kuhstall töd.ich ver- unglückt ist. Seine Frau, die ihn von der Leitung lösen wollte, geriet in größte Lebensgefahr. Die­ser Fall sollte wieder eine eindringliche Warnung vor der Helbf.installation elektrischer Anlagen, oder Vergebung der elektrischen Anlagen an Pfuscher fein. Die elektrischen Anlagen sind vollkommen gefahrlos, wenn sie von einem zugelallenen und ordnung-gemäß ausgebildeten Elektro-Installa- teur hergestellt sind. Anlagen, die von Richt- sachleuten erstellt sind, können, wie da» angeführte Beispiel zeigt, sehr gefährlich fein. In diesem Falle war der Tod eine» Menschen zu beklagen. Ebenso leicht hätte durch diese unsachgemäße Lei­tung ein Brand entstehen können. Man hüte sich auch davor. Au träge an Leute zu gcoen, welche sich wohl .Elektriker" nennen, aber nur eine mangelhafte Ausbildung besitzen und die er­forderliche Zulassung bei dem Elektrizitätswerk nicht haben.

Das Reichsgericht hat in einer vielbeachteten Entscheidung erst kürzlich entschieden, daß auch der Auftraggeber sich u. U. strafbar macht, wenn er elektrische Anlagen einem Pinscher in Aus trag gibt. Wenn also durch eine derarttge Anlage eine Per­son verunglückt, oder ein Brandschaden entsteht, bann wird nicht nur der Psuscher, der die An­lage erstellt hat, bestrast, sondern auch der Auf­traggeber kann beftraft und entschädigung-pflichtig gemacht toerben.

Elektrische Anlagen können nicht, wie vielleicht andere ungefährliche Anlagen, selbst installiert werden. ES darf hierbei nicht am falschen Platze gespart werben. Außerdem ist cS sehr fraglich, ob überhaupt eine Ersparnis vorliegt, wenn man berartige Anlagen selbst ober durch Bekannte ober Freunde Herstellen lassen will. Denn gewöhnlich ist der Schaden und die ständige Reparaturnot­wendigkeit sehr viel größer, alS die anfängliche Ersparnis, ganz abgesehen von den Schäden, die entstehen können. Man sei deshalb lieber von An­sang an vorsichtig und vergebe derartige Ar­beiten nur an zugelassene Firmen.

Aus Oer provmzialhauptstaOt.

Gießen, den 8. Februar 1931.

Fastnacht.

Seit uralten Zeiten galt eS in den verschiedenen religiösen Kulten alS ein verdienstliches Werk, sich der gewohnten Rahrung eine zeitlang zu enthalten. Die lebensklugen Priester der ver­schiedenen Kulte hatten erkannt, wie gut eS für den Menschen ist, dem Magen einmal ordentlich Ruhe zu gönnen.

Ein großes Streiten um die Fasten, ihre Rot­wendigkeit, Form und Ausdehnung machte^ in den ersten Iahrhunberten nach Lhriftt viel böses Blut in kirchlichen Kreisen: schließlich siegte aber doch bie Aussassung, dah die Fastentage streng einzuhalten seien und ein Zuwiberhanbeln schwer zu bestrafen wäre. Weil der Mensch aber nun einmal eine sündhafte Kreatur ist und wohl auch immer bleiben wird, glaubt er sich berechtigt, sich für die ihm auferlegten Entbehrungen entschädigen zu müffen. .Genieße so viel, wie du irgend kannst, ehe die Zeit be» EntsagenmüsscnS kommt!" Dieser Gedanke liegt der Lustigkeit und Ausgelassenheit zugrunde, die allen Fastenzeiten vorau-Fugehen pflegt; zugleich aber mifcht sich in die Fröhlich­keit ein eigenartiger Zug von Spott.

Der hellste Klang von Perspottung tönt uns aus dein Fastnachtssest, dem Karneval, entgegen, vier- ttg lange Tage werden Sang und Klang verboten [ein, darum suchte man sich von oltersher schon oom dritten Jahrhundert an im Voraus zu ent- schäbigen und lebte ein paar Wochen, besonders aber am letzten Montag und Dienstag, lustig darauf los, um am Aschermittwoch die Buhe in Sack und Asche zu beginnen. Dazu fand sich noch das Bestreben, für einige Tage im Jahre wenigstens die Scheide- wände, die die verschiedenen Lebensstellungen zwi­schen den Menschen errichtet, zu überbrücken, um, losgelöst von den Fesseln des Alltags, einander menschlich näherzukommen. Und nichts erschien ge­eigneter dazu, als harmloser Scherz und gemeinsame Narrenfröhlichkeit.

Eharakteristlsche Formen nahm die Fastnacht in Italien im Laufe der Jahrhunderte an, wo der Ärlechino" in volkstümlichen Komödien, mit derbem chumor und immer kräftigem Dolkswitz, die politi­schen, sozialen und sonstigen öfsentlichen Zustande geißelte. Im 16. Jahrhundert tarnen die Fastnachts- spiele auch nach Deutschland, und der deutsche Hans­wurst übernahm die Rolle des romanischen Harle­kins. Und als Ludwig XIV. das Hofleben der Für- sten in seine Kritik nahm, entstandSeine närrische Hoheit, der Prinz Karneval", der mit seinem när- rischen Hofstaat auch bald seinen Einzrrg in Deutsch- land hielt. Dom Rheinland aus zog Prinz Karne­val durchs ganze deutsche Land, und sind auch Namen und Auftrittsart je nach der Gegend ver­schieden, schließlich kommt es doch immer auf Spott und übermütige Fröhlichkeit hinaus

Die Fastnacytsbräuche haben sich bis in unsere Tage erhalten, weil Herkommen und Uebcrlieferung stärker sind, als vorübergehende» Zeitgeschehen. Heute regiert noch Prinz Karneval die Stunde. Mag der Emst des Aschermittwochs kommen, man hat sich doch in der Fröhlichkeit gestärkt, zum Ucbcrroinbcn neuer Sorgen. M. G.

Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde.

In einer gemeinsamen Sitzung beider 2lbtei- lungen sprach am Mittwoch Herr H. Stint- zing vom Physikalisch-Ehemischen Institut Gie­ßen über .Reue Wege der Röntgen- röhren-Technik'. Ausgehend von der Tat­sache, daß der physikalische Vorgang der Rönt- genstrahlen-Erzeugung äußerst unwirtschaftlich ist, indem fast die gesamte Energie als Warme ver­loren geht und nur ein kleiner Rest in Strah­lung verwandelt wird, stellte der Vortragende die Frage, ob trotzdem eine Leistungssteigerung bet Intensität von Röntgenröhren verantwortet werden könne. Da die Schärfe der Ausnahmen und damit ihre Qualität durch die Kleinheit des Brennslecks bedingt wird, muh die gesamte Lei­stung auf diesen konzentriert werden. Für be­wegte Objette, wie Herz. Lunge usw., müssen außerdem kürzeste Exposittvnszeiten gefordert wer­den. Daraus folgt auch eine zeitlich Hobe Be- lastung des Drennflecks der Anode, welche dadurch zum Schmelzen gebracht wird. Dies kann nun da­durch verhindert werden, daß der Anode die Form einer Scheibe gegeben wird, die unter dem opti­schen BrennsllÄ gedreht wird. Unabhängig von dem Vortragenden ist eine Drehanodenröhre unter dem Ramen Rotalix-Röhre m den Handel ge-

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Töcktervoraussage.

Durch bas neue lief über Südschweden und der Ostsee hat bereits wieder ein Umschlag stattgefun­den, der nach Deutschland Bewulkung bringt und namentlich die Temperaturen beeinflußt. Während in den gestrigen Morgenstunden die Temperaturen bis zu b Grad unter Null lagen, benagen sie sich heute im Küstengebiet etwas über Null und sonst nur 1 bis 2 Grad darunter. Auch NieberschläHe in Form von Schnee und Regen haben dos Küsten­gebiet erreicht. Die Störung wird ihren Einfluß vorerst noch entfalten, fo daß auch bei uns wolkiges Wetter herrscht und einzelne Niederschläge zu er­warten sind. Anfänglich steigen die Temperaturen noch etwas an, dürften aber später beim Zuftießen wieder kälterer Lust zurückgehen.

Aussichten für Dienstag: Mehr wech­selnd wolkig, dabei auch kurz aufheiternd, Tempe­raturen zunächst über Null, vereinzelte Nieder­schläge.

Lufttemperaturen: Am 7. Februar mittag 1.7 Grab EelfiuS, abends minuS 4,5 Grad,' am 8. Fe­bruar morgens 0,1 Grab EelfiuS. Maffimum 2,0 Grab, Minimum minuS 8.4 Grab. Sonnenschein­bauer 6 Stunden. Erdtemperaturen in 10 Zen­timeter Tiefe: Am 7. Februar abends 0,6 Grab EelfiuS: am 8. Februar morgen» 0,2 Grad EelfiuS.

Begegnungen. Angestclltt und Arbeiter Leitung» Dr de Man und £r Paul Laven. 19 35. Musika. lische Oruntoegnffe Ihr Wesen und ihre Be­deutung^, Vortrag von Hans Rosbaud. 20 00 bi» 21 (M u. Deutfch'.andsender): Konzert de» RuT-dfunkorchcsters 2100: (M u. Deutsch!andfen- der«: Marksteine deutscher Luftfahrt. Hörfolge von Dr. Paul Laven 2130: Violinkonzert Opus 4 von Han» Simon 22 15: Nach Berlin: Zeitbericht Be- arbeitet von 21ctuali». Leitung: Manfred Marlo.

Freitag. 12. Jfbruor.

7.20: Frühkonzeri. 10 30 bis 11.30: Son Ober- schre berbau: Von den deutschen Ski- und Heere»- -ieisterschasten Lanalaufmelsterschaft. 1205: Von Berlin: Moniert. 13.05: Von Kain: Mittagskonzert. 17 05: Von Iwiecbaden: Konzert des städtischen Rur- Orchesters 18.40: Mannheim:Unsere Kraft". An­sporn für jung und all von Hugo Joost. 19.05: Aerztevorttag:Die Kopfgrippe und ihre Bekämp­fung'. 10 45: Sariruhe: Mandolinenkonzert. 20.15: Drei in her Zelle. Hörspiel von Eberhard Suhl- minn. 20 50: Neue Musik der Nationen. 22 35 bi» 24 00: Mannheim: Tanzmusik

Samstag, 13. Februar.

7.20 Frühkonzert. 10 20 bis 10.50: Schulfunk. Beim Herrn Bürgermeister. H-rbild von Aetuali». 10 50 bis 11.30: Don Dber|d)rciberb.iu: Don den

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wichen Reidjioffboobet Etliche 3kid?5Dtrbanb m Jahre^renb der Vertagung, ier Dor-

Pros. 2t. Fehr leitest r ösienllichen hauptver- Ritter von der Land- Berlin überDie «ut- »rtschast'. 3m voitswiri- eine Tntfchliehunz berungen aufgesieili wer- ieichrzuflhiägen für We- Baluta-Entwertung ent- alutaentoerlung. ükrbop« äfcjölle und Milchdauer- es Milch- und Milchpro- Höhung der llmsagstcuer, ausländischen Milchpro- ) Auslage einer llmsag- Mlchptvdullen in hohe rjatzer bei Cthebunabe^ oder We auf dir w atinrindchtie. Verteilung Kontingente auf die Zeit

Produktion, zum winde-

- £9*

Käufer will die Rächt. Das ist ein Schlag! Händler stöhnt und llagt: »Was soll daS heißen!

Der Tag gehört zur Rächt, die Rächt zum Tag! Ich kann die Kollektton doch nicht zerreißen I' Doch als die Lonne auf des Morgens Spur vertrieb mit golb nem Licht die Rachtgefpcnster, stand nur noch eine einzelne Figur als »Einsamkeit" bezeichnet, in dem Fenster.

Tanzmusik.

preuhev.

Krei» Wetzlar.

> W i ß m a r. 6. Febr. Am Donnerstag tagten Gemeindevertretung und Schulvor­stand gemeinsam, um über die Spielplatz- vergrößerung beim Schulhaus III zu be­raten Die Rotwenbigkeit wurde anerkannt und ein Ausschuß gewählt, der die Einzelheiten de» Planes beraten soll. In der anschließenden Gemeinderatssitzung wurde u. a. der An­trag der Berufsschule Lollar auf Heber* nähme des Schulgelde- für die au« der hiesigen Gemeinde stammenden Schüler auf die Gcmeinde* kasse abgelehnt.

I Hochelheim, 6. Febr. Bei der jüngsten Hol-versteigerung der Gemeinde wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheit 24 bis 26 Mark. Buchenknüppel 20 bi- 23 Mark je 2 Raum­meter, Buchenwellen 10 bis 12 Mark. Fichten- wellcn 8 bi» 10 Mark je 50 Stück, Eichcnschett 7 Mark. Fichtenknüppel 6 Mark je Raummeter, Fichtenstangen 1. Klasse 0.80 bi» 1.00 Mark.

V Dornholzhausen, 6.Febr. Der Turn- verein .Gut Hei^ hielt dieser Tage seine diesjährig« IahreShauptversammlung ab. Der Vorsitzende Karl S t r a ß h e i m begrüßte die Mitglieder. Den Kassenbericht erstattete der Kassierer Heinrich D a ch. Die Kasse schloß ab mit einem Guthaben von 66 Mark. Den Spielbericht der im vorigen Iahre neugegründeten Handball­mannschaft erstattet« der Spielführer. Lehre- Stork. Die Handballmannfchaft konnte im ab­gelaufenen Iahre schöne Erfolge erzielen. Der ge. (amte Vorstand wurde einstimmig wiedergewahlt. An Stelle deS freiwillig auSgcfchiedenen Kassie­rers Heinrich Bach wurde Wilhelm Watz ge­wählt.

Oie Wetterlage.

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