Ausgabe 
7.7.1932 Erstes Blatt
 
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Notruf -er Stadt Schotten.

00 Schotten, 6.Juli. Der Gemeinderat beschäftigte sich in feiner gestrigen Sitzung mit der Frage der Vergütung an die Aus - gesteuerten. Seither wurden die Arbeiter mindestens vier Tage in der Woche, 32 Stunden Pro Woche, zum Waldarbeitertariflohn mit 58 Pfennig pro Stunde bei der Stadt beschäftigt. Einige Arbeiter mit starker Familie wurden län­ger beschäftigt, damit sie wenigstens die Richt- fätze, die für die allgemeine Fürsorge von den Dezirksfürsorgestellen festgesetzt sind, erreichten. Das Arbeitsamt yat sich mit Rücksicht auf die ungeheure FinanznvtderGemeinden neuerdings bereit erklärt, die Anwartschaft au fdie Arbeitslosenunterstützung als erfüllt anzusehen, wenn die betreffenden Ar­beiter mindestens den Tariflohn, der im Tief­bau allgemein normiert ist, und der für unsere Stadt 43 Pf .beträgt, gezahlt erhalten. Dem Ge­meinderat schien die Senkung von seither 58 Pf. auf 43 Pf. zu hart, er bestimmte, daß fortab 5 0 Pf. Stundenlohn an die seither beschäf­tigten Arbeiter gezahlt werden. Für die neuhin­zukommenden Ausgesteuerten wird der neue Tief­bauarbeitertarif in Ansatz gebracht.

Die neuen Abstriche an der allgemei­nen Arbeitslosen-undKrisenunter-

st ü h u n g , die die neue Notverordnung mit sich bringt, wirken sich für die betroffenen Erwerbs­losen sehr hart aus. Die Leute können mit den neuen Sähen unmöglich existieren. Die Folge wird sein, dah die Gemeinden mit neuen Unter- stützungs- und Deschäftigungsgesu- ch e n in starkem Ausmaß überschwemmt werden. Den Gemeinden werden durch diese Abstriche der Notverordnung wieder neue Lasten aufgebür­det. Don allen Gemeindeverwaltungen werden starke Protestkundgebungen laut. Der Gemeinde­rat schloß sich diesem Protest an. Zugleich wurde beschlossen, Notstandsarbeiten einzufüh­ren, damit den Arbeitslosen wenigstens Gelegen­heit geboten wird, sich auf diesem Wege mehr Geld zu verdienen, als ihnen durch die neuen, kümmerlichen Llnterstühungssähe zuflieht. Als Notstandsarbeiten sind zunächst zirka 2 bis 3 KilometerWegebau vor-gesehen. Auch die Verbreiterung der Straße Schotten- Rudingshain und damit die Verbesserung -der RennstreckeRund um Schotten" wird in die­sen Tagen in Angriff genommen. Im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes wird die alte Straße nach der Spieß ausgebaut, eben­so werden die beiden Sportplätze neu hergerichtet.

tim de» Äavis-pokal: Äeulschland - England.

Oie Kämpfe beginnen am 8. Juli.

DM

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Oben links: Austin, der stärkste Spieler der englischen Mannschaft. Oben rechts: Der Davis-Pokal, die heiß umkämpfte Trophäe des Tennissports. Unten links: Daniel Prenn, Deutschlands stärkster Spieler. Unten Mitte: Gottfried v. Gramm, der deutsche Nachwuchsspieler. Unten rechts: Der Eng­länder Lee, ein schwer zu nehmender Gegner.

Oberheffen.

Zuchtsohlen-prämiierung in Niederweisel.

pb. Butzbach, 6. Juli. In unserer Nachbarge­meinde Niederweisel, die durch ihr hervor­ragendes Pferdezuchtmaterial bekannt ist, wurden heute Dormittag zum erstenmale eine Zuchtfoh - len-Prämiierung und ein Fohlenmarkt abgehalten. Als Preisrichter waren tätig der Ver­treter der Landwirtschaftskammer in Darmstadt, Leiter des Hess. Pferdezuchtoereins, Dr. Denker und Oberveterinärrat Dr. Stein (Friedberg). Wei­ter waren zugegen Landstallmeister Hertel, Gene­ralsekretär Dr. Wagner (Gießen), Professor Dr. K ü st von der Tierärztlichen Hochschule und v. a. Der Vorsitzende des Pserdezuchtvereins Niederweisel, Landwirt Friedrich Häuser III., begrüßte zunächst die Gäste und dankte für das Entgegenkommen der Landwirtschaftskammer. Darauf begann die Vorfüh­rung und Prämiierung, für welche 32 Fohlen ange­meldet waren. Bei dieser wurden folgende Prämien zuerkannt:

A. Klasse I, Hengst - Absatzfohlen: la. Preis Ludwig.Häuser (Niederweisel), 1b. Johs. Wild (Rockenberg), 2. Jacob Krausgrill (Niederwei­sel), 3. Erwin Krausgrill (Niederweisel), und Konrad Adami I. (Niederweisel), Anerkennung I. Walbott V. (Langsdorf), Karl Gebhardt (Ziegenberg), Peter Häuser (Niederweisel).

Klasse II, S t u t a b s a h f oh l e n : la» Preis: L. Diehl (Dornassenheim), lb-Preis Hch. Müller l Virklar). 2. Preis: Peter Vill II., Nie- der-Weisel-, Joh. Hch. Hildebrand (Nieder-Wei- sel), Wilh. Ohly (Nieder-Weisel). 3. Preis: Hch. Krausgrill (Nieder-Weisel), K. Schäfer III. (Langsdorf). Anerkennung: Jakob Knipper (Nie­der-Weisel) und Wenzel Haffner (Nieder-Weisel)..

B. Klasse III, Warmblut-Absatz­fohlen (Hengst- und Stutfohlen, Jahrgang 1932). 1. Preis: a) Karl Leuck (Gambach), b) Gustav Schmidt (Griedel), c) M. Vender Wwe. (Gambach). 2. Preis: a) Karl Dopf (Lang-Göns), b) Gustav Reuhl (Gambach), c) Gg. Hch. Vende*' (Dorf-Güll). 3. Preis: Wilh. Eames (Dorf- Güll) und A. Landvogt (Rockenberg).

Das dorgeführte Material war in allen Klassen gut bis sehr gut. Es wurden einige Geschäfte getätigt, wobei sich die Preise zwischen 230 bis 330 Mk. bewegten.

2lach der Prämiierung fand von der Nieder- Weiseler Kapelle ein Platzkonzert statt, an wel­ches sich ein älmzug der prämiierten Fohlen mit Mutterstuten onschloß. Nieder-Weisel hat mit dieser ersten Prämiierung einen aussichtsreichen

Versuch gemacht, der in den folgenden Jahren zu weiteren Erfolgen führen und zur Hebung der Pferdezucht wesentlich beitragen wird.

Landkreis Gictzcn.

Allendorf (Lah n), 6.3uli. Das auf einem Eichbaum in unserem Dorfe nistende Storchenpaar, das schon von vielen Fremden bewundert wurde, hat in diesem Jahr, im Gegen­satz zu früher, nur ein Junges zur Welt gebracht, das jetzt fast ausgewachsen ist. Wodurch die ge­ringe Nachkommenschaft in diesem Jahr hervor- gerufen wird, ob daran die im Frühjahr um das Nest stattgefundenen schweren Kämpfe vgl. den seinerzeitigen Vericht darüber imGie­ßener Anzeiger" schuld sind, oder ob Un­geziefer einen Teil des Geleges vernichtet hat, ist wohl schwerlich festzustellen. Cs ist nicht aus­geschlossen, daß beim Verteidigen des Nestes bei den erwähnten Kämpfen durch unser heimi­sches Storchenpaar die evtl, bereits vorhandenen Eier in irgend einer Weise notgelitten haben. Für jung und alt ist es interessant, sich die ersten Flugübungen des jungen Storches anzu­sehen.

ED Lollar, 6. Juli. Gestern abend fand eine öffentliche Sitzung des Gemeinderats statt, in der als einziger Tagesordnungspunkt wieder ein Ge f u ch der H a f s i a - I u g e n d g r u p p e Hindenburg" um pachtweise 11c- berlassung eines Platzes zur Er­richtung eines Jugendheimes vorlag. Es handelt sich hierbei um den dritten Antrag die­ser Gruppe, nachdem in früheren Sitzungen An­träge um Abgabe eines Platzes von der Mehrheit des Gemeinderats obgelehnt worden waren. Ge­meinderatsmitglied Hofmann machte hierzu längere Ausführungen, in denen er unter Anknüp­fung an das geflügelte WortFreiheit, Gleich­heit, Drüderlichkeit" einen Appell an die Ge­meinderatsmitglieder, insbesondere an die seither die Anträge ablehnenden Mitglieder des Ge­meinderats, richtete, ihren seitherigen Standpunkt zu ändern, um der Gleichheit und der Unpartei­lichkeit bet der Entscheidung über Anträge Aus­druck zu geben. Der Redner betonte nochmals die Bescheidenheit des Ansinnens dieser Gruppe (im Gegensatz zum Verlangen der Sozialistischen Ar­beiterjugend vor Jahren, der man unter Auf­wendung von etwa 2000 Mark auf Koste-n der Gemeinde ein Heim erstellt, bzw. ausgebaut hat und hierfür keinerlei Gegenleistung in Form einer Miete verlangte). Nach der bisherigen Behand­lung der ganzen Angelegenheit sei es auch zur Be­ruhigung der Einwohnerschaft geboten, dem Ge­suche zuzustimmen. Bei der Abstimmung, die auf Antrag von Gemeinderat K l i n k e l geheim statt­

fand, wurde auch dieser dritte Antrag derHassia-JugendgruppemitStim- mengleichheit (.7:7) abgelehnt. Es ver­dient in die Erinnerung zurückgerufen zu werden, daß feineraeit, als die Wohnungsnot, insbeson­dere für Klein-Wohnungen, bestand, diejenigen Gemeinderatsmitglieder, welche die Anträge der Hassia-Jugendgruppe jetzt zum dritten Male ab* lehnten, sich sogar dafür einsehten, dah das ganze Gemeindegebäude, in dessen Erdgeschoß sich das Heim der ©213., im Obergeschoß dagegen eine Wohnung befindet, der Arbeiterjugend überlassen werden solle. Nur dem entschiedenen Verhalten der bürgerlichen Mitglieder des Gemeinderats ist es damals gelungen, einen derartigen Beschluß zu verhindern.

§ Hattenrod, 6. Juli. Große Vorbereitun­gen werden gegenwärtig in unserem Dorfe für die am kommenden Sonntag hier stattfindende Artilleristentagung des Bezirks Lich des Hessischen Artillerie-Bun­des getroffen. Zahlreiche Ortsgruppen und Ver­eine (Gießen, Frankfurt, Darmstadt, Mainz u. er­haben ihr Kommen zugesagt. Se. Exzellenz Ge­neralleutnant von Klein sch mi tt-Darm­stadt, der Führer des Hessischen Artillerie-Bun­des, ferner Oberstleutnant Hertel, der Kom­mandeur des ehemaligen Feld-Art.-Rgts. 61 wäh­rend des Weltkrieges und jetziger Landesstall- meifier von Hessen, werden dem Feste beiwohnen. Man rechnet mit einem Besuch von weit mehr als 1000 alter Soldaten. Während des Festzuges wird eine Gefallenen-Ehrung vorgenommen. Im Festzug wird auch das Oberhessische Holzgeschüh der Langsdorfer mitgeführt, mit dem später Exer­zieren und Auffahren vorgeführt werden soll.

Kreis Schotten.

ch Babenhausen II, 6. Juli. Durch den Bau einer neuen Betonbrücke über den Streit­bach bei der Lohmühle ist einem dringenden Be­dürfnis und einem langgehegten Wunsche der Ge­meinde Rechnung getragen. Durch jahrelange Be­mühungen und Verhandlungen mit dem Forst* amt Ulrichstein hat Bürgermeister Möser es nun erreicht, daß das Projekt zur Durchführung kam. Dabei fanden 23 Arbeiter von hier Be­schäftigung mit Erdarbeiten. Die Bauleitung lag dem Kulturbauamt Gießen ob, der Drückenbau wurde von Bauunternehmer Ritzel- Breunges­hain (Kreis Schotten) ausgeführt. Im Voran­schlag waren 3200 Mark vorgesehen, doch wurde diese Summe nicht erreicht. Die gesamten Kosten stellen sich auf etwa 2000 Mark, wovon ein Drittel der Fiskus, zwei Drittel die Gemeinde Dodenhausen tragen.

Kreis Lauterbach.

WSN. Lauterbach, 6. Juli. In dem Dorfe Altenschlirf verunglückte der Landwirt Karl Ro d e m e r dadurch tödlich, daß ihm beim Holz- schneiden an der Kreissäge ein st a r k e s Stück Holz an der Säge abrutschte und ihn mit großer Wucht an der Brust traf. Der bedauerns­werte Mann erlitt so schwere innere Verletzungen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Um den Verunglückten trauern seine Frau und mehrere Kinder.

Kreis Alsfeld.

Merlau, 6. Juli. In dem Bericht über das Wertungssingen des Ohm-Lumda-

OerdentscheMaraihonmeisterdeNnch«

wird Deutschland in Los Angeles vertreten. Er trifft auf schwerste Konkurrenz.

tal-Sängerbundes mußte 28 int vorletzten Satze richtig heißen:Zum Schlüsse der Kund­gebung sprach der 1. Präsident der Sängervereini­gung Merlau, Herr Telegraphen-Assistent Dem- per ... ufto.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

# Dutenhofen, 6. Juli. In der jüngsten Sitzung der hiesigen Gemeindevertre­tung wurde u. a. beschlossen: Sämtliche Neu­anschlüsse an die GemeindeWasser­leitung sollen von Fall zu Fall vergeben wer­den, jedoch nur an solche Installateure, die ihre Befähigung dem Kreistiefbauamt nachgewiesen haben. Das Anbohren der Hauptleitung, das Einsetzen des Abzweigrohres und die mit dem Anschluß verbundene Preharbeit soll durch eine von der Gemeinde beauftragte Person erfolgen. Der Gemeindezus chuß für d i e Klein­kinderschule wurde ab 1. April statt bisher 30 Mark auf jetzt 45 Mark monatlich festgesetzt. Die beim Wasserleitungsbau im Früh­jahr 1931 den Unternehmern einbehaltene Kaution soll freigegeben werden, sofern das Kreistiefbauamt zustinnnt und unter seiner Kontrolle alle etwa erforderlichen Nacharbeiten restlos ausgeführt worden sind.

Wirtschaft.

Frankfurt unsicher.

Frankfurt a.M., 7.Juli. (WTB. Drahtmel- dung.) Während die Abendbörse auf Gerüchte von einer Einigung in Lausanne stärkere Kursbesserun- aen zu verzeichnen hatte, war mein zu Beginn des heutigen Verkehrs ziemlich unsicher, da von Seiten der französischen Delegation erhebliche Schwie­rigkeiten bei den gestrigen Abendbesprechungen in den Weg gelegt wurden. Die Spekulation schritt daher Zunächst zu großen Gewinnmit- nahmen, so daß die ersten Notierungen über­wiegend Rückgänge von 1 bis 2 0. H. auf» wiesen. Später setzte sich jedoch wieder eine beruhigte Auffassung durch, da man doch mit einer Einigung rechnet und auch die erneute Befestigung der deut­schen Werte an den Auslandsbörsen stimulierte. Merklich schwächer eröffneten Kaliaktien, die bis zu 4 v. H. nachgaben, aber auch IG., Rheinstahl und die Mehrzahl der Elektro-Aktien lagen mit Rück­gängen bis zu 2% 0. H. recht schwach. Von Neben­werten büßten Schiffahrtsaktien, Deutsche Linoleum und Holzmann bis zu 1 v. H. ein, während Zellstoff Waldhof und Scheideanstalt leicht anzogen.

Am Rentenmarkt setzten auch Anleihen und Reichsschuldbuchforderungen t bis I v. H. niedriger ein, konnten sich aber später gleichfalls wieder leicht erholen. Der Pfandbriefmarkt zeigte kaum Verände­rungen bei ruhigem Geschäft. Von fremden Werten gingen Ungarische Goldrenten nach der gestrigen Befestigung t v. H. zurück.

Am Aktienmarkt konnten sich im Verlaufe zunächst Erholungen von \ bis i v.H. durch­setzen, doch bröckelten die Mehrzahl der Papiere später wieder ab. Die Umsatztädigkeit vollzog sich in engen Grenzen. Unerholt lagen Reichsbank, die 3 v.H. einbüßten. Tagesgeld blieb mit 4% v. H. un­verändert.

Günstige Stimmung in Berlin.

Berlin, 7. Juli. (WTB. Funkspruch.) Im gestrigen Abendverkehr war es wieder sehr fest und lebhaft, da erneute Gerüchte über eine bereits vollzogene Einigung in Lausanne die Spe­kulation zu umfangreichen Meinungskäufen ver­anlaßten. Infolgedessen zogen die Kurse bis üby: 2 0. H. an. Als dann heute vormittag die Meldun­gen aus Lausanne nicht ganz so günstig lauteten, wurde die Tendenz zunächst nur eine Kleinig­keit leichter. Zu Beginn des offiziellen Ver­kehrs lagen aber kleine Verkaufsorders der Kund­schaft vor, denen sich die Spekulation mit Glatt­stellungen anschloß. Wenn auch die herauskom- menbe Ware im allgemeinen keinen größeren Um­fang hatte, so war doch anderseits die Aufnahme- lüft infolge der Unsicherheit über den Erfolg der augenblicklichen Besprechungen in Lausanne nur sehr gering, so daß nicht nur die gestern abend erzielten Gewinne verloren gingen, sondern sich auch zum großen Teil Rückgänge von 0,5v.H. bis vereinzelt 1 v. H. gegen gestern mittag Schluß ergaben.

Der feste Schluß der gestrigen Neuyorker Börse und die erneuten Kurssteigerungen der deutschen Werte dort riefen allgemein Befriedigung hervor. Erwähnenswert waren noch der Bamberg- u. der Zellstoff-Waldhof Abschluß, vor allem aber der Prospekt der Bekula, die in der nächsten Woche in den amtlichen Verkehr aufgenommen werden sol­

len. Die Mitteilung, daß die lOprozentige Divi­dende auch für die nächsten Jahre gesichert erscheint, rief an diesem Markt ziemlich lebhaftes Geschäft hervor. Braunkohlenwerte konnten sich bis 1,5 v. H. befestigen. Kaliwerte waren bei kleinen Umsätzen ausgesprochen schwach bei Verlusten bis 3 v. H., bei Salzdetfurth sogar von 4,5 v.H. Aschaffenbur­ger Zellstoff lagen in Reaktion auf die gestrige Festigkeit 2 0. H. schwächer, dagegen waren Chaoe wieder um 1,5 v. H. erholt.

Von deutschen Anleihen tendierten Alt- und Neubesitz schwächer, Auslandsrenten besserten sich aber meist. Der Rentenmarkt war nicht mehr so fest wie gestern, die Anlagekäufe scheinen nachgelassen zu haben.

Im Verlause konnte sich auf hoffnunasoollere Lausanner Meldungen wieder eine Erholung durchsetzen, die bis 1 v. H. betrug. Am Geld­markt machte die Erleichterung weitere Fort­schritte. Tagesgeld war schon zu 5,65 v. H., verein­zelt zu 5,5 v. H. erhältlich. Monatsgeld blieb un­verändert. Die Nachfrage nach Prioatdiskonten er­hielt sich.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., Auftrieb 108 Rinder, 1027 Kälber, 95 Schafe und 953 Schweine. Es kosteten: Kälber, beste Mast- und Saugkälber 35 bis 38, mittlere Mast- und Saugkälber 30 bis 34, geringe Kälber 24 bis 29 Mark: Schafe, MastläMrner und jüngere Masthärnmel 25 bis 29, mittlere Mastläm­mer, ältere Masthärnmel und gut genährte Schafe 20 bis 24 Mark: Schweine, oollfleischige, von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 40 bis 43, von etwa 200 bis 240 Pfund 40 bis 44, von etwa 160 bis 200 Pfund 38 bis 43, fleischige qon etwa 34 bis 40 Mark. Marktverkauf: Kälber und Schafe mittelmäßig, zum Schluß abflauenö, ausoer- fauft. Schweine ruhig, ausoerkauft.

Kunst und Wissenschaft.

Der englische Schriftsteller Grahame t-

L 0 nd 0 n , 7. Juli. (WTB. Funkspruch.) Der eng­lische Schriftsteller Grahame ist gestern nacht im Alter von 73 Jahren gestorben. DieTimes" vergleicht den Verstorbenen, zu dessen besten Arbeiten Das goldene Zeitalter" undWind in den Wiesen" gehören, mit Thackeray, Stevenson und Barrie.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Groß-Eichen. Geprüfte Kindergärtnerinnen 1. Klasse sind angestelltenversicherungspflichtig, während Kindermädchen der Invalidenversiche­rung unterliegen.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Gottesdienst der Israelitischen Religionsgesellschaft. Sabbatfeier, den 9. Juli 1932. Freitag abend 7.45; Samstag vormittag 8; nachmittag 4, Sabbatausgang 9.35 Uhr. Wochengottesdienst morgens 6.30, abends 7.15 Uhr.