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Nr. 5b Erstes Blatt

182. Jahrgang

Montag, 1. März 1952

MetzenerAnzeiger

Gießener Fc Heimat im Bi.

amilien blätter

ild-Die Scholle

General-Anzeiger für Oberheffen

Im Wahlkampf um die präfidentfchafi

Hitler spricht

fol- ge-

Ers cheinl täglich, anher Sonntags und Feiertags Beilagen: Die 3Duftrterte

ibattion.

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.^ranNvrt am Main 11688. Vrvtf Bst- Verlag: vriihl'sche u«iverßtät^v»ch- »Nd SldNöniderei R. Lange in Gietzen. SchriftlettUn- und Geschäftrftelle: Schlll^tra^e 7.

nationalen Dolkspartei.

Aür die Kandidatur Tüstcrberg.

Die Deutschnationale Bolkspartei ist mit genbem Wahlaufruf an die Öffentlichkeit treten

iärz, 15 bis 18 Uhr: Uhr: IRigolelto. - 30 Uhr: Der Srei« 0 bis gegen 23llhr: ) bis 23 Uhr: 9m 10. März, 20 bis |, 11. März, 20 bis Samstag, 12. März, Sonntag, 13. Mar,-, l. 20 bis 23 W-

..Nach breizchn Jahren der Hot und beä Tlcnbs soll bas beutsche Dolk am 13. März seinen Reichspräsidenten wählen. Die Entschei­dung kann nur gegen bas Rovember- s Y st e m fallen. Gegen die Erfüllung-Politik nach außen. bic Untcrbrüdungs- unb Rotverordnungs- politik nach innen. Degen ein System. baS bic Wirtschaft zum Ausbluten brachte, um seine Parteibureaukratie an der Herrschaft zu erhalten.

Seine Nutznießer verstecken sich jetzt hinter dem Feldmarschall v. Hindenburg. Sein Name bleibt uns in der Erinnerung an grobe Zeit verehrung-würdig. Unser nationales Dewi sen zwingt uns aber, gegen seineWahl zu stimmen Den Bemühungen der Deutschnatio­nalen Dolkspartei ist es nicht gelungen, eine Einhcitskandidatur der gesam­ten Rechten für den ersten Wahlgang zu schaffen, sie hat sich entschieden, gemeinsam m i t d e m S t a h l h e l m. den Soldaten Düster­berg al- ÄanbibateiT für den ersten Wahlgang aufzustellen. Wir wählen ihn a l - Deutsch- nationalen, wir wählen ihn als Stahl­helmführer. der einst Mitteldeutschland vom roten Terror befreite, unb der in so manchem Kampf Schulter an Schulter mit un- gestanden hat"

Annahme »an Anzeigen für die Tagesnummer bt» zum Nachmittag vorher.

Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig, für Re- klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig. Dlatzvorfchrift 30'. mehr.

Chefredakteur

Dr. Frredr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Ioyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für den Anzeigenteil Mar Filter, sämtlich in (Biehen.

Berlin, 5. März. (WTB-l Reichsminister Dr. Groener hat an Adolf Hitler einen offenen Brief gerichtet, in dem es heißt:

Sehr geehrter Herr Hitler! Sie haben am Sonntag. 28. Februar 1932. Vertreter der ausländischen Bresse empfangen, um ihnen den Inhalt eines Briefes an den Herrn Reichspräsidenten mitzu- teilen. der erst mehrere Stunden nach diesem Empfang in die Hände des Adressaten gelangt ist Die Würde des deutschen Staatsoberhauptes gebietet, die per­sönliche Beantwortung eines Schreibens zu ver­weigern. das nur formell an seine Adresse ge­richtet war. praktisch aber eineran das Aus­land gerichteten Propaganda dienen sollte. Die Dingo, die Sie vorgebracht haben, erfordern aber eine öffentliche Antwort

Ihr Appell an die Prinzipien der Ritterlich­keit veranlaßt mich zu der öffentlichen Klar­stellung, daß der versuch, einen Mann, der sieben Jahre lang ein bewunderungswürdiges Zeugnis seines Bemühens um eine objektive Amtsführung abgelegt hat, in Gewissens­konflikt zwischen Amtspflicht und persönlicher Loyalität zu bringen, meinem Empfinden für Ritterlichkeit wider­spricht. Ich hätte jedensalls erwartet, das; d i e persönliche Behandlung, die Ihnen noch vor wenigen Monatendurchden Herrn Reichspräsidenten zuteil ge­worden ist, an den Methoden Ihrer Mahlpropa­ganda nicht spurlos oorübergehen würde.

Sic rufen den Schutz des Reichspräsidenten an, gegen Teile des Wahlaufrufes der SPD., in denen die Befürchtung ausgesprochen wird, baß Ihre Dahl Krieg und Bürgerkrieg unb die

Vernichtung aller staatsbürgerlichen Freiheiten zur Folge haben könne. Vergleicht man diese dunklen Prophezeiungen mit den Ausrufen und Kundgebungen, die Ihre Partei seit Jahr und Tag über ihre Gegner in Deutschland ver­breitet hat. so kann die mit einem Male gezeigte Empfindlichkeit nur Verwunderung auslösen. Ich bin zwar kein politischer Propagandist, aber ich möchte doch annehmen, daß es für Sie ein ein­faches Mittel gäbe, s i ch selbst gegen die Ihnen unberechtigt erscheinenden Befürchtungen zu weh­ren nämlich endlich einmal bic klare Her­vorhebung Ihrer positiven Ziele, um bamit bic ernste Sorge Millionen Deutscher um bic Entwickelung unserer Austenpolitik unb bic in späterer Zukunft liegenben Gefahren einer bolschewistischen Entwickelung zu zerstreuen.

Sic nehmen mit Recht für sich in Anspruch, dost der Mahlkampf auch gegen Ihre Person ritterlich geführt werde. Ich zögere deshalb nicht, auf Grund der von Ihnen vorgelegten Bescheinigung der österreichischen Behörde in Linz d i e Behauptung, Sie seien öster­reichischer Deserteur gewesen, als un­richtig zu bezeichnen. Ich stelle auch mit Befriedigung fest, dah der Abgeordnete Dr. Goebbels in einem an mich gerichteten Brief von der Absicht einer Beleidigung des Herrn Reichspräsidenten durch seine Aeusterung im Reichstag weit abge - rückt ist.

Dies ändert nichts an der Tatsache, dost seine Worte in jener Reichstagssitzung nicht anders oer- standen werden konnten als ich es getan habe. Ich bedauere, dost Dr. Goebbels nicht die erste Gelegenheit dazu benutzt hat, aus freiem Antrieb eine Erklärung abzu -

mcntlidj des Grobgrundbesitzes, des Handels, der Wirtschaft und der Großindustrie anzusehen, die plötzlich zu Sozialisten geworden seien, bei denen jedoch in erster Linie konjunkturelle Rücksichten mitgesprochen haben durften Das seien nicht die gegebenen Führer für Deutschland. Gerade der Nationalsozialismus habe die Jugend zur Disziplinlosigkeit erzogen; sie müsse lernen, sich wieder zu bescheiden

Oie Deutsche Bolkspartei in Hessen.

Vertraucnskundgebung für Tingcldey.

WSR. Frankfurt a. 1, 6. März. Der LanbeSausfchust ber Deutschen DolkSpartei bes Wahlkreises Hessen-Darmstadt trat heute in Frankfurt a. M. zu einer Sitzung zusammen und nahm nach Referaten bes Lanbesvorsitzendcn Dr. Niepoth, bes Generalsekretärs Fecht, Ber­lin, unb bes Generalsekretärs Welkow, Darm- stabt, folgenbe Entfchliestung an: ..Der auS allen Teilen bes Landes zahlreich beschickte Landes- auSschust ber DVP. Hessens spricht dem Par­teiführern Dingelbey volles Der- trauen auS. Er verurteilt auf das

Minister Groeners Aniwort auf den Offenen Brief Adolf Hitlers

Geldte begründet die Stahlhelmkandidatur.

Lörrach, 5. März. (END.) Auf einer Kund­gebung des Stahlhelms begründete Dunbesführer S c l b t c bic Eigenkanbidatur des Stahlhelms. Er erklärte, ber Stahlhelm fei kein Kriegshetzer, weil er den Krieg kenne. Er wolle ihn nicht. Aber er wolle, daß Deutschland nicht bas Opfer anderer werde. Der Stahlhelm habe sich von Anbeginn bemüht, eine EinheitSkandi- datur Hindenburg ber Rechten zu- standezubringen unter ber Voraussetzung, bast Hindenburg sichtbar von dem System ab» rüde, womit nichts gegen Brüning als Persönlichkeit gesagt werden solle. Der Redner rückte dann deutlich von der Kandidatur Hitlers ab, der zur Zeit als Anwärter aus den Präsidentenposten noch nicht in Frage komme. Der Stahlhelm werde für den zweiten Wahlgang alles unternehmen, um zu der ge­eigneten Einheitskandidatur derRech» ten zu kommen. Th diese für den ersten Wahl­gang nicht möglich gewesen sei, so hätte einer seiner Besten in bic Front springen müssen. Deshalb empfehle ber Stahlhelm dem deutschen Volk die Äanbibatur seines zweiten Bnndcssührcrs Düsterbcra. Dem Bürgertum falle jetzt die Aufgabe zu, alle Kräfte zur Rettung seiner eigenen Belange einzusehen.

Deutschnationale undStahlhelm imWahlkampf

Hamburg, 5. März. In der ersten Stunb- gebung für die Kandidatur Düsterbergs sprachen hier der deutschnationalc Reichstagsabgeordnete Laverrenz und der Führer des Berliner Stahl­helms, v. Stephani. Laverrenz führte unter anderem aus. da st Hitler es abgelehnt habe, mit bcpi Hampfblorf zujammenzugehen, und man nicht gewillt sei, sich als Anhängewagen hinterher ziehen zu lasten. Der Nationalsozialismus zeige einen Ianuskopf, er sei sowohl national wie sozia­listisch. Der Kampsblock lehne jed^och Sozia­lismus in irgendwelcher Form ent - schieden ab Er laste auch bic Frage der Staats form nicht offen, da er mit Ueberzeugung für den Monarchismus eintretc. Brüning habe den Dcutschnationalcn für eine parlamentarische Wahl Hindenburgs leinen Rücktritt angeboten. (Er habe sich mit dem Auswärtigen bescheiden wol­len. Groener sollte bleiben. Kanzler sollte eine nicht parteipolitische, allen genehme Persönlichkeit werden. Die Deutschnationalen sollten Finanzen und Wirt schäft haben. Vielleicht bekommen wir, meinte Laverrenz, vor dem zweiten Wahlgang ein anderes Angebot, ober Hitler steigt von seinem reichlich hohen Rost herunter, wenn er sieht, daß es ohne uns nicht geht.

«tephani erklärte,bastHiller bedingungs- lose llntcrorbnung verlangt unb bafe er bas Kanzleramt unb bas Innen- und bas Wehr- ministerium für die Nationalsozialisten geforbert habe. Er bezweifle bie Einhcillichkeit ber national sozialistischen Bewegung. Man brauche sich nur bie Menge von Mitläufern hochfeubaler Abligen, na-

schärsste die illegalen Bestrebungen gewisser Kreise und Einzelperfönlichkeiten. bic Or­ganisation ber Partei zu unterhöhlen unb an­geschlossene Parteigruppen oder -Verbände i n » gegnerische Lager zu überführen unb er verlangt den rücksichtslosen Ausschlusi aller derjenigen, die lo den Boden des

grammS unb ber Partcidisziplin verlassen Kein Wort der Empörung aber scheint dem Landes- auslchust stark genug, wenn als Begründung für Sonderbündelei unb Fahnenflucht bic Hal­tung bes Parteiführers bei ber Reichsvräsibentenwahl angegeben wird. Der Lanoesausschust betrachtet ce> als Selbstver­ständlichkeit, bast bic Stimmen aller wirklich va- terlänbisch gesinnten Wähler restlos bem Rcichspräfibcnten Hindenburg, bem Da ter des Vaterlandes, dem Retter in Kriegs­not unb Zusammenbruch, bem einzigen Bürgen ruhiger Zukunftsentwicklung. zutallen müssen, weil auch nur ein Achtungsersolg von Hinden­burgs Gegnern ewige Schande für das deutsche Volk bedeuten würde. Dem Führer der hessi­schen DVP.. Herrn Dr. Niepoth, spricht der Landcsausschust herzlichen Dank für seine Par­teiführung wie für seine mühevolle Tätigkeit im Hessischen Landtag aus."

tlfr Getier.

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uhr: 3im unb N°ch 23 Uhr: lot- Or3, 20 bis gegen r» unb bie &ial. bis nach 23 Ubr »z, unb Frei, n 22.30 Uhr: La- >e Parallelen. - 30 Uhr: Teschichje mil der eisernen r: Taramba! ober Sonnfog, 13. März, er Kaufmann von i)t: Caramba! ober

Franks urt, 6. Mär;. (LPD.) Die NSDAP, veranstaltete in der Festhalte eine Wählerver- sarntnlung, in der Adolf Hitler sprach. Die Fest- Halle mußte wegen Ueberfüllung polizeilich ge­sperrt werden, so daß eine ReiA von Parallel- Versammlungen notwendig waren, um noch Tau­sende von Zuhörern unterzubringen. Als erster Redner sprach Hauptmann a. D. Göhring, M. d. R. Der Redner polemisierte gegen bic Par­teien, bic sich heute für Hindenburg cinschen unb schloß mit ben Worten:Möge auch die Harz- bürget Front tot sein, es lebe der National­sozialismus, denn allein Hitler hat dem deutschen Volk wieder den Glauben an eine Zukunft DeutsL.,.ands gegeben.

Von der Versammlung stürmisch begriiht, sprach dann Adolf Hitler: Katastrophen seien die Mark steine der letzten dreizehn Jahre und wo sei die Er­füllung der Versprechungen geblieben, die die neuen Manner vor dreizehn Jahren dem Volke gaben, als sie die Gewalt an sich rissen. Das gleiche System, das Gericht halten wollte über die Vergangenheit, wolle sich selbst aber keinem Gericht unterstellen. In der Sucht, um jeden Preis am Ruder zu blei­ben, scheue man vor nichts zurück, nicht einmal davor, einen KSjährigen alten Kreis vor sich als Schild hinzustellen, um so selbst ber Abrechnung zu entgehen. Ursprünglich habe die NSDAP, einen anderen Kandidaten für die Reichs Präsidentenwahl bestimmt gehabt, als aber Hinden­burgs Kandidatur von den Parteien, die ihn einst schmähten, ausgestellt war, fei cs für ihn, Hitlers selbstverständlich gewesen, hast er die Führung der Gegenseite übernahm. Er habe dazu ein Recht, drei­zehn Jahre lang habe er gegen dieses System ge­kämpft, sein Versagen prophezeit und die Gegen­wehr organisiert. Dor dem Generalfeldmar-

ungen der Reichs- erfolgen auf Trim) icrsichenmgsgeschcs nach Maul der jeiratet und binnen afung aus der ver- igung ausfchcidef. i) für Versicherte, hwcsfernschaft oder )cr Rerficherungs- jt freiwillig vrilcr- hnlicheReslimmung, Zerfichcrungsgefehes -Rerficherungsgefch -ung Ihm Eh-'r°u Hing nicht auf leben

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Atoei Jahre als Kanzler mit Hindenburg zu- fammengearbeitet. Da habe ich ihn erst kennen gelernt, wie er wirklich ist. Wenn a l l e so klug wären, wie Hindenburg, dann stände es anders um uns. Dr. Marr wandte sich bann gegen die Gerüchte, dast hinter Hindenburg Leute ständen, die ihn beeinflußt hätten: 'Hinden- burghat alle seine Reden meist selbst entworfen. Wenn es gelingt, Hindenburg wieder zu wählen, wird eine Beruhigung ein treten, die von ganz auherordeutlicher Bedeutung ist.

Der Wahlaufruf der Deutsch-

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Minister Treviranus spricht für Hindenburg.

Was ist Hindenburgs Lystern y Deutsch sein!"

Ludwigshafen. 6.März. (WTB) Reichs- verkehrSmimster Treviranus sprach h ute hier anläßlich einer Hindenburg-Kundgebung. Er führ e u. a. aus: Sv tapfer unser Dolk sich im Kampfe Mann gegen Mann wie in den Materialschlachten hielt, so leicht neigt es auch dazu, in Zeiten derNot dieNerven z u v e r l i e r e n Sind aber Führer, bie sich selbst nicht in Zucht halten können, geeignet, dem Volke in Zeiten der Erre­gung den richtigen Weg zu weisen? Hindenburg ist das Sinnbild eherner Pflichtersüllung, über- gütlichen Wirkens für die Geschichte. Er war der Sieger von Tannenberg, weil er allen Hiobsbot­schaften zum Trotz den Plan der Einkreisung durch- hielt. Hindenburg sicherte bic Rückkehr ber Armeen in die verzweifelte Heimat, weil er den Nerv hatte, sich selbst zu überwinden. Hindenburg hat auch in dieser Zeit der wachsenden Erkenntnis von den Wirkungen eines verlorenen Krieges und des Ausruscns zum Bruderkrieg dieNerven be­halten unb das erneute Opfer gebracht, ber TO ab ne r zur lebensnotwendigen E i - nigkeit ber Nationzu bleiben Müssen wir uns nicht schämen, bast es bem politischen Hader möglich ist. Hindenburg zu .schmähen, weil er .Schützer deS Systems" fein soll?

Die ernsteste Frage der deutschen Zukunst, der Ausbau eines gesunden Organismus der Staat-sührung, droht durch einen un­geheuerlichen Misibrauch ber Worte zu einem Parteischlagwort zu werben, bas die Wahrheit vernebelt. Was ist Hindenburgs System? Deutsch zu fein! Seinem Volke nach seinem Gewissen zu bienen! Gibt eS einen Deutschen, ber mehr ober besser als der Feldmarschall verkör­pert, was sich jeder gesunde Deutsche - Männer Die Frauen - als Idealbild wünscht? Wenn die höchste Stelle im Reich durch die Volkswahl ge­teilt werden muh, sollte es nicht ganz fclbftber- ftändlich fein, bast dieser Platz von einem Manne eingenommen wird, von dem alle wissen, dast er lo ist, wie er aussieht? Gibt e s einen schö­neren Beweis für seine Arbeit in den letzten sieben Jahren, als bast gcrabe bic- jenigen, bie ihn nicht gewählt ba l-t c n, 1i ch für bezwungen erklären von seiner geschichtlichen Persönlichkeit? Hindenburg hat nie viel von Arbeit und Dienst geredet, aber in einem langen Leben eine nur selten von an­deren erreichte Menge von Arbeit und Dienst geleistet. Er leistet sie noch jeden Tag da­durch, dast er sich aus abgeklärtem Ver- ftchen ein Urteil bildet und nach diesem Urteil seine Entscheidungen trifft. Deutschland hat das Glück, in dieser zerrissenen Zeit ein Staatsoberhaupt zu haben, das allen Pa rteien unb ihren Programmen fern- Hebt.

Weil man den Mann selber nicht recht anzu- laftcn wagt, erfand man die Redewendung, dast <r ein System stütze. daS es zu vernichten «eite. Hindenburg erhält und unterstützt kein System. Er prüft jeden Vorschlag nach seinem Gebalt und fragt, ob andere Vorschläge besser lind. Hindenburg bietet bie Gewähr, dast unge­prüftes Neues nicht das Ganze überrennt. Ist «s möglich, dast Seutfchlanb auf den Schatz an Erfahrungen. Ansehen und Ehrfurcht. denDeutsch- land in der Perlon Hindenburgs besitzt, ohne Not verzichtet? Ist eS möglich, dast in einer Lage, nn der 'Deutschlands Kräfte bis aufs äuherste an­gespannt werden müssen, um einigermaßen heil aber den Berg ber nächsten Zukunst zu kommen, ift es da möglich, zu Gunsten von Parteien auf die moralische Stühe zu verzichten, bic ein Hin­denburg an der Spitze des Reiches bedeutet?

Wenn es schon nach der Mode unterer lauten Lage ein System fein muh, dann wirb bann nur das »System Hindenburg" Bestand haben: in aller Lauterkeit des Herzens unb Klarheit des Verstandes das Rechte zu tun versuchen, rhne nach rechts unb links z u schauen und den Wechsellaunen der Massen den alleinigen Ausschlag zu überlassen.

\ Am 13. März geht es nicht um Abrechnung nit innenpolitischen Gegnern, um Leben oder Tot einer Partei, sondern um ein Stück deutscher Ge­ich ich te.

Der ehemalige Gegenkandidat.

Reichskanzler Marx erklärt: Wir haben uns damals geirrt".

Düsseldorf. 5.März. (TU.) Die Zentrums­partei Düsseldorf veranstaltete am Samstag eine -lugenötunbgebung. Nach dem Einmarsch von iber hundert Bannern sprach Reichskanzler a. D. Lr. Marr überllnfer Glaube, unser Kampf, mfere Zuversicht". Er führte u. a. aus: Die der 13. März ausfällt, so wird sich im ganzen Um- lange das Schicksal des deutschen Volkes gestalten. Die jetzige Präsidentenwahl hat eine größere Be­deutung als bic von 1925. Ich hätte bic Kandi­datur damals nicht angenommen fcenn ich gewußt hätte, was ich h c u t e weih. Wir laben uns damals geirrt. Dir wußten von Hindenburg weiter nichts, als dah er ein «roher Feldherr fei. Wir wußten aber auch schon, laß et ein Mann der Pflicht war. Ich habe dann

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schall des Weltkrieges habe ich. so erklärte Hitler, die größte Chrsurcht, zu dem von den Lozialderno- traten unb dem Zentrum ausgestellten Kandidaten Hindenburg aber sage ich:Alter Mann, tritt zu rück, du kannst die nicht verdecken, die mir ver­nichten wollen." Wenn man mich nach meinem Programm fragt, so sage ich. seit dreizehn Iah reu predige ich es tagtäglich, Millionen haben es beschworen und in ihre Herzen ausgenommen, nur ein Reichsinnemninister hat keine Ahnung von mei­nem Programm. Wenn er die Propaganda für un­ter Programm als ungenügend empfindet, so wird das nachgeholt werden. Deutschland ist zcrbio chen, weil es sich Ideen unb Gedanken unterworfen hat, die in der Geschichte noch jede Nation unb jeden Staat z e r st ö r t haben, die sich ihnen unterworfen haben. Unser Volk ist politisch durch das Gift des Internationalismus, der Demokratie und der pazifistischen Verseuchung zerbrochen. Ich habe 13 Jahre nicht phantasiert, sondern gearbeitet und bin den Weg gegangen, den in der Geschichte noch jeder Regenerationsprozeß eines Volkes gehen mußte. Wir empfinden, unlere Nation ist wieder im Aufstieg begriffen; Menschen, die sich jahrzehntelang nicht mehr verstan­den, lernen sich gegenseitig achten. Deutschland über­windet die Zeit des Rlassenkampses und Parteidün­kels. Durch die Arbeit aller, wird wieder eine deutsche Nation geschmiedet werden. Ich kann nicht um Stimmen betteln, ich bin der Banner­träger und will auch in Zukunft nichts anderes sein. Seit dreizehn Jahren habe ich nur nach mei­nem Gewissen gehandelt. Erfüllen Sie am Wahltag ihre Pflicht, wie es ihnen ihr Gewissen oorschreibt. Der 13. März wird vergehen, der 14. wird uns wieder im Kampfe finden, so ober fo.

Dlonats Bejugsprfh: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen van einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt.

zerusprechauschlüsfe unter Sammelnummer 2251. Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger tiefte«.