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Sammlung für bl« ' un -rer L! L ^konnten an Sebütf.

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Hotten.

it Unter grober Anteil» wurde am Somtag btt geachtete Oberreallehrei rd zur letzten Duhe de­al, gespielt von der Äa< ieuerwehr, und Gesangs- rs und des Gesangvereins rrer Kornmann b;t a. auf die aufopfernd

m in Dielen Shrenämtco nieder: für den Kviche, für die 6W Laube-

:ür den Evangel. 2und, ÄnDvlh, für ben$t- s Schotten Delm Di d- )as Lehrerkollegium oer ieten Gymnasium Fridt- tter, für den Gelang- inrich Silh, für den rdolf Silh, für den Hel-

Aeallehrer Haas, für che Kricgsgräberfürforge,

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Gchach-Ecke.

Gearbeitet von W Orbach.

Alle für Me Redaktton bestimmten Mit­teilungen, Lösungen usw. lind zu richten an die Schachredaktion desGießener. Anzeigers".

Problem Nr. 311.

Don 3. Mihalik.

8

7

6

5

3

2

4

1

ß

W

h

8

7

6

5

4

3

2

Weih.

Schwarz, a b c d e

Weih zieht und seht in drei -Zügen matt.

Weih 8 Steine: Ka4; Dfl; Lc8, e5; Sd7, el; Bd6, g6.

Schwarz 9 Steine: Ke4; Th6; Lb6, f7; Sh4; Bc4, c5, e3, g5.

Partie Nr. 230.

Abgelehntes Damengambit.

Die glanzende Kombinotionsgabe des Welt­meisters beweist sich auch in der nachstehenden, im internationalen Turnier zu Bled gespielten Partie.

Weih: Plre (Jugoslawien).

Schwarz: Dr. Aljechin.

I. d2-d4 1. d7-d5

2. c2-c4 2. e7-e6

3. Sbl c3 3. c7-c5

Diese alte, von Dr. Tarrasch herrührende Fort­setzung ist wieder in Mode gekommen.

4. c4Xd5 4. c5xd4

5. Ddl-a4+! 5. Lc8-d7

6. Da4xd4 6. e6xd5

7. Dd4xd5

Ob das Bauernopfer, das Aljechin hier an­bringt, korrekt ist. mag zu bezweifeln sein: jeden­falls erlangt er aber eine rapide Entwicklung und mit Hilfe des Gegners einen stürmischen Angriff.

1. ... 7. Sb8-c6

8. Lei g5

Vorsichtiger und besser war hier 8. e3, das dem Gegner nicht soviel Angriffspunkte als in der Partie gestatten würde.

8. ... 8. Sg8-f6

9. Dd5-d2 9. H7-h6

10 Lg5xf6?

Dies placiert die schwarze Dame zu günstig. Es sollte 10. ..., Lh4 geschehen.

10. . .. 10. Dd8xf6

11 e2-e3 11. Q0-0

Hierauf ist der Anziehende schon um eine ge­nügende Antwort verlegen.

Aeuherst elegant und rasch entscheidend.

12. 0-0-0

13. Sc3-d5

14. Dd2xd5

12. Ld7-g4 13 Td8xd51 14. Lf8-a3!

15. Dd5-b3

Zu sofortiger Vernichtung würde die Annahme des Opfers führen, wegen: 15- bxa3, Dal + 16. Kc2, Lxdl 4- 17. Dxdl, Dxa2+ 18. Kcl, Dxa3 4- 19. Kbl. Db4 4" 20. K beliebig, 20 TdS und gewinnt

15. .. . 15. Lg4xdl

16. Db3xa3 16. Df6xf2

17. Da3-d3 17. Ldl-g4

Fehlerhaft wäre hier 17. .... TdS? wegen 18. Sh3.

18. Sglf3

19. Dd3-f54-

20. Df5xf3

21. Kcl -c2

18. Sg4xf3

19. Kc8-b8

20. Df2-el4-

Verhältnismähig am besten war noch das

Bauernopfer durch ,21. Ddl; nach dem Textzug gerät Weih in ein Mattneh.

21. ...

22. Df3-g3-l-

23. Kc2-b3

24. Kb3-a3

24 ...,

21. Th8-c84-!

22. Sc6-e54-!

23. Del-dl4- oder 24. Kb4, Dd24- usw.

24. Tc8-c5!

Aufgegeben. Gegen die Drohung 25. ..., Ta5 4- 26. Kh4, Da4 4- 27. Kc3, Tc5 4~ 28. Kd2, Tc2 4- 29. Kel, Db4 4~ usw. ist keine genügende Parade zu erfinden.

Lösung des Problems Ar. 307.

Don E. Darain, München. -

1. Tdl-d5l Kxd5. 2. Db54-, Kd4 oder Kd6. 3. Lxe5 matt. 1. .... Kc3. 2. Lxe54-, Kc2 oder c4. 3. Db2 oder b4 matt. 1. ..., Sd2 oder e2. 2. Lx e5, beliebig. 3. Db5 matt.

Aus der Schachwelt.

Beim Turnier um die Buydesrneisterschaft des Schwäbischen Schachbundes ging Wiedemann, Heilbronn, mit 4-5 vor Seibold, Aachen, mit + 4'/r als Sieger hervor. Auf dem Oberfränki­schen Schachkongreh errang die oberfränkische Meisterschaft Cd Hahn. Bayreuth, vor Probst, Koburg. 3m Meisterturnier des Schwedischen Schachoundes siegte C. Lurndin mit 4-6/2 vor Stoltz mit 4~ 6 und Stahlberg mit 4_51/a-

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.

Lin Menschenfreund.

Vor einem Bäckerladen steht eine einfache Frau mit einem kleinen Töchterchen an der Hand, das jämmerlich weint. Kommt ein Herr des Wegs und fragt, warum denn die Kleine so weine.

Ach", sagt die Mutter,es möchte gern einen Kringel da aus dem Fenster haben, und ich habe doch kein Geld dazu!"

Großzügig gibt der Herr der Kleinen ein Mark» stück und beauftragt sie, sich das Gewünschte zu kaufen.

Nach kurzer Zeit kommt die Kleine aus dem Laden wieder heraus und händigt dem Herrn das Wechsel­geld aus.

Sehen Sie", sagt er zu der Frau,jetzt ist uns allen dreien geholfen. Ihre Tochter hat einen Kringel, der Bäcker hat ein Geschäft gemacht, und ich bin eine falsche Mark los!" (Lust. Bl.)

Ortsgruppe Laubach, Molkereibesitzer C t l i n g und für den Bezirkslehrervercin Lehrer D e b u s (Ruppertsburg). Aus allen Reden war zu er­kennen, dah sich der Verstorbene durch lauteren Charakter, edle Gesinnung, Zuverlässigkeit und Pflichttreue, sowie durch verständn soolle Einsicht viel Vertrauen erworben hatte. Geboren zu Lich im Jahre 1863 besuchte er nach seiner Schulentlas­sung die dortige Präparandenschule, anschließend das Lehrerseminar in Friedberg. Seine erste Ver­wendung fand er im Jahre 1883 in Dettenhausen, dann als Verwalter der ersten Leyrerstelle in Allendorf a. d. Lda. Von 1885 bis 1898 wirkte er als Lehrer in Geilshausen. Dann wurde er im Sommer 1898 von dem damaligen Grafen Friedrich zu Solms-Laubach auf die erste Lehrerstelle an Der hiesigen Stadtschule präsentiert: diese Stelle hatte er bis zum Jahre 1905 inne. Von dieser Zeit an war er bis zu seiner im Mai 1928 erfolgten Versetzung in den Ruhestand als Reallehrer an dem ehemaligen Gymnasium Fridcrici in m und ' e. späteren Realschule tätig. Während seiner 45jäh- rigen Lehrertätigkeit versah er das Amt eines Organisten, war fast 30 Jahre Dirigent des Lau­bacher Kirchengesangvereins und 15 Jahre Diri­gent des von ihm gegründeten Gesangvereins .Harmonie". Gerhard bekleidete auch lange Jahre das Amt eines Kirchenvorstehers. Rach dem Kriege wurde er in den Stadtvorstand gewählt, dem er bis zu seinem Tode angehörte. Ucber 20 3ahre verwaltete er das Rechner- und Schriftführeramt des Evangel. Bundes, Zweigverein Laubach. Er war auch Gründer der Ortsgruppe Laubach des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und leitete sie als Vorsitzender bis zu seinem Ableben. Mit Oberreallehrer Gerhard ist ein echt deut­scher Mann dahingegangen, dessen Andenken von der Einwohnerschaft Laubachs und allen denen, die mit ihm in seinem arbeitsreichen Leben zu- fammengcwirkt haben, stets in hohen Ehren ge­halten wird.

Kreis Lauterbach.

& Lauterbach, 6. Jan. Dieser Tage wurde hie Lauterbacher Gemeindejagd auf die Dauer von sechs Jahren neu verpachtet. Bis­her erbrachte die 3agd jährlich einen Betrag von 1500 Mk- Die jetzige Versteigerung ergab jedoch nur Angebote in Höhe von 515 Mk. Ob der Gemeinderat unter diesen Umftänöcn den Zu­schlag erteilt ist, noch fraglich. Gestern abend er­eignete sich hier ein schwerer Verkehrs­unfall. Ein Personenauto fuhr ziemlich schnell und. wie Augenzeugen berichten, a u f der falschen Straßenseite gegen den von der Bahnabfertigung kommenden Post­wagen. Bei dem Zusammenprall stieß der eine Scherenbaum des Fuhrwerks durch die Wind­schutzscheibe des Autos und drang bis zum Ver­deck durch. Das Auto geriet dann gegen die Dordkante, überschlug sich und kam auf

den Bürgersteig zu liegen. Bei dem Unfall er­litt der Führer des Personenkraftwagens keiner­lei Verletzungen, dagegen trugen der Gespann­führer und ein neben ihm sitzender Postschaffner, die beide vom Sih geschleudert wurden, erheb­liche Verletzungen davon. Das Pferd wurde ebenfalls verletzt.

Starkenburg.

Handwerkertagung in Groß-Gerau.

WSR. Groß - Gerau, 6.3an. Der Be­zirksverband Groh - Gerau hatte die Vertreter der ihm angeschlosfenen Gewerbe­vereine und Innungen zu einer Tagung nach Groß-Gerau eingeladcn. 3n der gut besuch­ten Versammlung beschäftigte sich das Handwerk mit den Vorgängen in der Hessischen Hand­werkskammer. Die Versammlung forderte schärfstes Eingreifen der Organisation für das Verbleiben des Syndikus Dr. K o 11 b a ch und nahm eine entsprechende Entschließung einstimmig an. 3m weiteren Verlaufe der Tagung machte der Vorsitzetrde Ausführungen über größere Geldbeträge, die die Hamburger Lebens­versicherungs-Gesellschaft aus ihren Mitteln der Hessischen Handwerkskammer zur Verfügung stellte. Die Verwendung dieser Gelder zur Ab­deckung von bestehenden teuren Groß - Krediten finde nicht die Zustimmung der Handwerker und liege auch sicherlich nicht im Sinne der Geldgeber.

Rheinhessen.

Oie Veruntreuungen des Notars Bohn'

WSR. Mainz, 5. 3an. Ende Rovember wurde der verheiratete 58jährige Rotar Fried­rich Karl Bohn von hier wegen Veruntreu­ung von angeblich 30 000 Mk. verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis eingcliefert, nachdem er vorher einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Rach mehrwöchentlicher Prüfung der Bücher und Belege durch die Oberrechnungskam­mer Darmstadt tonnte schon ein Fehlbetrag von über 40 000 Mk. festgestellt werden. Die weite­ren Feststellungen der Oberrechnungskammer er­gaben nunmehr einen Fehlbetrag von un­gefähr 80 0 0 0 M k., doch wird die Befürch­tung ausgesprochen, daß dieser Betrag aller Vor­aussicht nach sich noch wesentlich erhöhen wird.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

I Hörnsheim^ 6. Ian. Im Hause des Vieh­händlers Julius Rosenbaum von hier ent­stand ein D e ck e n b r a n d, der seinen Ursprung in der auf dem Speicher befindlichen Räucher­kammer hatte. Der Brand wurde rechtzeitig be­merkt und konnte mit Hilfe von Rachbarn bald

gelöscht werden. Der Sachschaden ich nicht unbe­trächtlich. '

Kreis Biedenkopf.

C Bischoffen, 6. 3an. Vom 27. Dezember bis zum 3. 3anuar wurde hier in der Kirche eine Evangclisationswoche abgehalten. Sekretär Kreutzkamp vom Iugendbund E. C. hielt an jedem Abend Vorträge, die auf eine Er­neuerung des Glaubenslebens hinzielten. Rach- mittags wurden Bibelstunden gehalten. Die Abendvorträge waren nicht nur aus der Ge­meinde, sondern auch von den benachbarten Orten sehr gut besucht

Lichtstreik

in Bad Homburg und Umgegend.

WSR. Bad Hornburg, 6.3an. Um die Senkung des Preises für den von der Frankfurter Lokalbahn gelieferten Strom zu erzwingen, sind die Verbraucher in Oberursel bereits in den Strom streik ein­getreten. 3n einer Versammlung der Der- braucherorganifationen von Bad Homburg

und Friedrichsdorf ist nunmehr beschlossen worden, auch in diesen beiden Orten mit dem Lichtftreik zu beginnen. Der Beginn des Streiks soll in den nächsten Tagen bekannt - gegeben werden. Es wurde eine Kontrollkommis­sion gebildet, die die Durchführung deS Be­schlusses zu überwachen hat.

Büchertisch.

»Kalender für Geflügelzüchter- aut das 3ahr 1932, herauSgegeben unter Mitwirkung bekannter Züchter von Fritz Pfenning­storff, 800 Seiten mit 150 Schwarzabbildungen und 2 Farbtafeln (Postfrei i,30 Mk.). Verlag Fritz Psenningstorff. Berlin W 57. 595. Der Kalen­der bietet viele treffliche Ratschläge über Stall* bau, Zuchtregeln, Fütterung und Mast, Brut und Aufzucht, Krankheitsbekämpfung, Selbstbau von Geräten, Enten- und Gänsehaltung, Auswahl der Hennen nach äußeren Merkmalen usw., praktische Vordrucke für Buchführung, Eier- und Bruttabel- len. Er ist ein vorzügliches Lehr- und Rach­schlagebuch der modernen, gewinnbringenden Ge­flügelzucht.

Wirtschaft.

* D i e Einlagen bei den deutschen Sparkassen. Ende Rovember 1931 beliefen sich die Spartasseneinlagen bei den deutschen Spar­kassen auf 9744,67 Mill. Mk., gegenüber 9936,22 Mill. Mk. Ende Oktober 1931. Der Derichtsmonat weist eine Abnahme um 191,55 Mill. Mk., gegen­über einer Abnahme von 283,34 Mill. Mk. im Oktober 1931 auf.

* Hanomag arbeitet weiter. Das Ver­kaufsgeschäft der Hanomag erleidet keinerlei Un­terbrechung. Der Kundendienst im Werk, wie auch bei den Händlern, wird nach wie vor durchge­führt. Die Auslieferung von Ersatzteilen erfolgt in gewohnter Weise, ebenso werden Reparaturen erledigt. Es besteht bei allen Beteiligten der feste Wille, die Schwierigkeiten in kürzester Frist zu überwinden.

Reichsmark allgemein befestigt.

Berlin, 6. 3an. (WTD.) An den internatio­nalen® cvisen Märkten waren im allgemeinen nur geringe Veränderungen gegen gestern festzustellen. Das englische Pfund eröffnete unverändert zu seinem gestrigen Schluß­stand mit 3,3610, um später auf 3,3625 her­unterzugehen. Gegen den Gulden stellte es sich auf 8,40, gegen Paris auf 85,60, gegen Zürich auf 17,23 und gegen die Reichsmark auf 14,20. Der Dollar behauptete sich gut, eher tendierte er fester, so zog er in Amsterdam wieder auf 249 an. Die Reichsmark war ebenfalls fester, in Zürich befestigte sie sich auf 121,50, in Amsterdam auf 58,9250 und in Paris auf 603. Die Rorddevisen, die Südamerikaner, der hollän­dische Gulden und der Frank waren unverändert.

Am Rachnlittag konnte sich die R e i ch s m a r k allgemein befestigen, da der Verlauf der Berliner Stillhalte Verhandlungen und eine optimistischere Beurteilung der bevorstehenden Lausanner Konferenz anregten: in Amsterdam befestigte sie sich auf 59,10, in Zürich auf 121,55, in London auf 14,15 und in Reuyork auf 23,75. Das englische Pfund war dagegen eher wieder eine Kleinig­keit leichter und ging gegen den Dollar auf 3,3590 zurück. Gegen den Gulden notierte es 8,37, gegen Paris 85,53, gegen Zürich 17,22 und gegen Brüssel 24,1550. Der Dollar war g u t gehalten. Die Rorddevisen tendierten leichter, von den Südamerikanern lag Rio etwas fester, Buenos dagegen etwas schwächer.

Erhebliche Steigerung 0er Nachfrage in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 6.3an. Tendenz: sehr fest. Die sensationellen Kurssteigerungen der Dawes- und Vvunganleihe an den internationalen Börsen­plätzen bildeten die Grundlage dafür, daß heute im hiesigen Telephonverkehr eine weitere er­hebliche Steigerung der Rachfrage in Erscheinung trat. Hinzu kam noch eine gün­stigere Beurteilung des Standes der Reparations- dislusfionen. Diese Motive bewirkten anderseits starke Zurückhaltung der abgebenden Kreise, so dah die Kurse neuerlich eine Erhöhung erfuhren. Am Aktienmarkt zogen in erster Linie Elek­tropapiere das 3ntereffe auf sich, die ihren Kurs­stand um 3 bis 5 v. H. bessern konnten. 3G.»Far­ben horte man etwa 1,5 Prozent hoher, Reichs­bankanteile wurden ungefähr im gleichen Aus­maße fester genannt. Bei den übrigen Großbank­aktien ergaben sich keine wesentlichen Veränderun­gen. Am Montanmarkt waren gleichfalls leichte Kurssteigerungen zu beobachten. Schifsahrts- papiere wurden etwa 1,5 bis 2 Prozent höher be­wertet.

Von der festen Haltung der deutschen Anleihen im Auslande konnte naturgemäß auch der Ren­te n m a r f t profitieren. Bei regerer Rachfrage gewannen Gold- und Liguidationspsandbriefe etwa 1 bis 1,5 Prozent. Auch kurzfristige Schahanwei- fungen erfreuten sich guten Interesses, Reichs­schuldbuchforderungen verkehrten in festerer Hal­tung. Dagegen konnte man ein Rachlassen der Kauflust für Reichs-Altbesitz, die in letzter Zeit stärker gesucht waren, beobachten, doch blieb der Kurs unverändert. Von 3ndustrie-Obligationen blieben Westdeutsche Werte gefragt.

Berlin fest und rege.

Berlin, 7. Ian. (WTB. Funkspruch.) Da die außenpolitische Lage weiter günstig beurteilt wurde, die Aufwärtsbewegung der deutschen Bonds im Auslande anhielt und gestern auch in Neuyork stürmischen Charakter angenommen hatte, blieb die Stimmung im heutigen Freiverkehr nicht nur fe st, sondern das Geschäft war auch aus so st allen Marktgebieten recht rege. Das Hauptinteresse des anlagesuchenden Publikums konzentrierte sich auch heute auf den fest- verzinslichen Markt, doch waren hier die Kursbesse­rungen verhältnismäßig geringer als bei den Aktien, bei denen sich sofort wieder Materialmangel zeigte. Während die Goldpfandbriefe im allgemeinen nur 1 bis 2 v. H. gegen gestern gebessert lagen, betrugen die Befestigungen an den Aktienmärkten häufig 2 bis 3 v. H. und mehr. Trotz der Verschlechterung des Kaliabsatzes im Dezember, der ja wohl auch in der Hauptsache nur auf die vorauszusehende Preis­ermäßigung durch die Notverordnung zurückzuführen war, waren Kaliwerte bis zu 5 vH. höher. Für Bürbach nannte man sogar einen etwa 10 v. H. höheren Kurs, so daß sich der Abstand gegen die Wintershallaktien wieder auf etwa 15 v. H. ver­größert hat. Weiterhin waren Schissahrtsaktien lebhaft und fest. Auch bei Kunstseidewerten gingen

die Besserungen über den Nahmen des Durchschnitts­gewinnes hinaus. Am Bankenmarkt war die Ten­denz im ganzen ruhig. Handelsanteile konnten ihre vorübergehende Schwäche überwinden und erholten sich gegen gestern um etwa 2 v. H. Bei Reichsbank- anteilen betrug der Gewinn gegen gestern 3 n. H. Obwohl Clektrowerte ziemlich lebhaftes Geschäft hatten, gingen hier die Gewinne im allgemeinen nicht über 2 o. H. hinaus. Auch Farbenaktien waren nur in diesem Ausmaße gebessert, ebenso Farbenbonds. Neichsbahnvorzugsaktten setzten ihre Aufwärtsbewe­gung um etwa 2 v. H. fort. Auch für Montanwerte erhielt sich das feit einigen Tagen zu beobachtende Interesse, ebenso biteben Spezialpapiere, wie Chor- lottenburger Wasser, Dessauer Gas, Deutsche Erdöl, Rütgerswerke, AG. für Verkehrswesen usw. gefragt. Am Anleihemarkt war heute Neubesitzanleihe bevor­zugt und etwa 0,90 v. H. höher. Bei einer heute an der Hamburger Börse erfolgten öffentlichen Ver- fteigerung verschiedener Aktienposten fand die auf den Markt gelangte Ware meist noch etwas über den marktgängigen Kursen leicht Aufnahme.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Banknoten.

b.Januar

7. Januar

Bmilicbe Notierung

9Imllid>t Notierung

»rief

Gelb

23rit'

4>elftngfor* .

6,044

6,056

6,044

6.056

Wien. . .

49,95

50,05

49,95

50,05

Prag . . .

12,47

12,49

12,47

12.49

Budapest . .

64,93

65,07

64,93

65.07

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3.063

Qollanö . .

169,13

169,47

169.08

169,42

Oslo ....

77,17

77,33

77,42

78.08

fiopenbagai.

78,12

78,28

78.62

78,78

Gtorfiolm .

80,02

80,18

80,52

80,80

London. . .

14,12

14,16

14.24

14.28

Buenol Wre«

1,048

1,052

1,048

1,052

Neuvoct . .

4,209

4,217

4,209

4.217

Brussel. . .

58,54

58,66

58.49

58,61

Italien. . .

21,33

21,37

21.38

21,42

Pari» . . .

16,52

16,56

16,51

16.55

Gdiroet» . .

82,12

82,28

82.12

82,28

Spanien . .

35,66

35,74

35,61

35,69

Danjig. . .

82,02

82,18

81.97

82,13

Japan . . .

1,449

1,451

1.449

1,451

Rio de Jan..

0,251

0,253

0.245

0,247

Jugoslawien.

7,433

7,447

7,433

7,447

LiilaLoo . .

12,89

12,91

12,94

12,96

__________Berlin, 6. Januar amentamidje Note*.......

Belgische Noten.........

Dänische Noten ........ Englische Noten.........

iZranzösischc Noten Holländische Noten Italienische Noten

Norwegische Noten

Deutsch.Leslerreich, 100 Schilling Rumänische Noten ...... Schwedische Noten........

Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Noten .

Geld

4.20

58.38

77.94

14.08

16,48

168,76

21,26

77,00

2,48

79,84

81,94

35,53

Äeles

2,50

80,16

82.26

35,67

4,22 58,62 78.26 14.14 16,54

169,44 21,34 77,30

Reichsbankdiskont 7 v. h., Oombardzinsfuh 8 o. h.

frankfurter Lchlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M., 7. Ian. Auftrieb: Rin­der 151 Stück. Kälber 811, Schafe 317, Schweine 440. Es wurden notiert: Beste Mast- und Saug­kälber 4043, mittlere Mast- und Saugkälber 35 bis 39, geringe Kälber 2934; Schafe: Mastläm- mer und jüngere Masthämmel, Weidemast 2226, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 16-21; Schweine: vollfleischige Schweine von zirka 240300 Pfd. Lebendgewicht 4144, desgl. von zirka 200-240 Pfd. Lebendge­wicht 4144, deSgl. von »irta 160200 Pfd. Le­bendgewicht 3843, fleischige Schweine von zirka 120160 Pfd. Lebendgewicht 3440. Marktver­lauf: Kälber und Schafe ruhig, geräumt, Schweine schleppend, ausverkauft.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 1 vom 5. Januar enthalt: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. Die Ausführungsbestim- mungen zum Milchgesetz. Falsche Reichsbanknoten. Preisschilderzwang. Maul- und Klauenseuche in Eberstadt und Muschenheim. Dienstnach­richten.

Letzte Nachrichten.

Morgen Unterredung Brüning - Groener - Hitler.

Berlin, 7. Jan. (WTB. Drahtmeldung.) 3m Laufe de» Freitag wird eine Aussprache zwischen dem Reichskanzler, dem Reichswehrminister <0r oener und dem Führer der Nationalsozialisten Adolf Hitler stattfinden, deren Gegenstand im wesentlichen i n n e r p o l i l i s ch e Fragen bilden. Dabei wird voraussichtlich das Verhalten der Ra- tionolsozialistischen Partei zur Frage der demnach, fügen Reichspräsidenlenwahl zur Erörte­rung gelangen.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Gottesdienst der Israelitischen Religionsgesell­schaft. Sabbatteier den 9. Januar 1932. Freitag abend: 4 20 Uhr: Samstag vormittag: 8.30 Uhr, Predigt; nachmittag: 4 55 Uhr: Sabbat­ausgang 5.35 Uhr. Wochengottesdienst: mor­gens 7.00 Uhr, abends 4.30 Uhr.

Israelitische Religion-gemeinde. Gottesdienst in der Synagoge lSüdanlage). Samstag, 9. Ja­nuar 1932. Vorabend: 4.30 Uhr; morgen-: 9Uhr; abends: 4-55 und 5.35 Uhr.