Einzelbild herunterladen

erzielt.

JWoi ÄWWng Ä »» R. t,nw freund.

j e ^drechun- ^er Annähi. ^n-vslschen Stand. d.^Uschaft.

5 towb- noch einer ni$l geneigt, grantle deit^ SJÄ?- n8 bet Donausiaa. ! bachverständiM nlei6ctont)er« ^arbeitet, durch den ^rpslichtungen gc« >ch'gen wirt, ^len angepabt Daß es eine lehr ngihrerSchul- der Derininderung chaftllchen Produkte, ge internativ. NM der nutznießen­den.

ikiitet des .Petit f)cint die etloos zu lungder Derhand. :dieu durch die offi- angebracht. Die deutsche Aussprache al des Planes einer uländer entscheiden. . unbestreitbar habe och nicht die in an^ösisch-eng. 'Men können.

ls>.

Sonllill,1*10" * * «fit feind de, - drittes »sein -in Pet* tt )u L J« Kn. °r'«^

5*5! in tonboti.

hemm f.

i Der srWre oster« ister Gras Lzer- >.Lebens,ahr einem - Czernin entstammte amilie. Er gehörte vor Böhmischen Landtags stand dem ermordeten n a n d sehr nahe. 3m ihausmitalied und ein Wunsch Kranz Ferdi- ukare l. ?iach dm irde Era Ezernin 1916 i, als sicher hat er Hst frühen Friedens- das Haus Habsburg m ließ. Er war einer Zündnisses mit Deustch- zeitiger als feine W« rrreich-Ungarn sich au« tröste näherte. Er hat mit Rußland und Au- r seine politilchen Ziele ir durch die Friedens- noch mehr aber durch in Z'la m «> M durch das er zu iM bestreiten, daß er m .«en des Kaisers Karl hot aber nl» groi» nd Oesterreich-Ungarnr ands retten wo" inen Erinnerungen !» iod) mehr aber mit»

Welt.

.Nischen Akademie. r Akademie von

W* uatie-

3 -S «S geschrieben M-

-ÄÄ -»AS handelt J« a frl tevan^Misen SM .'LZS'. GackerÄ ar kt

Ätz§

Hiller spricht in Berlin.

F

-N A-

Ä ..& L'

cj; <4

Adolf Hitler spricht auf der Massenkund gebung der NSDAP, im Berliner Lustgarten.

Der Frontkämpfer Adolf Hitler.

Aus nationalsozialistischen Kreisen unserer Leserschaft geht uns folgende Zuschrift eines Frontkameraden Adolf Hitlers zu:

Schwefelgelb lastet der Oktobertag auf dem zu einer Wüste zermalmten Boden der Westfront. Gleich fahlen Blitzen leuchten die Mündungsfeuer der Ge­schütze. die über das geborstene Schlachtfeld bellen, Vernichtungsfeuer friht sich ins Gelände. Dort ist die Holle.

Rückwärts beim Stab des List-Regiments sind alle Fibern gespannt, zu erfahren, was vorne los ist. Jede Verbindung ist abgerissen. Keinem der Melde- gänger des Regiments ist es gelungen, Nachricht zu bringen. Und doch muß das Unmögliche möglich aemacht werden. Da springt der Gefreite Hitler auf An ihm ist nun die Reihe, lieber die wogende Erde, die unter den Granateinschlägen sich aufbäumt, stürzt er vor, die Gasmaske vor dem Gesicht. Zum Tode ermattet fällt der Einsame alle paar Schritte von Trichter zu Trichter. Langsam dringt das Gas durch die Maske. Senden die Feinde doch jetzt die Granaten zurück, die in ihren eigenen Reihen einst Verderben gespien, solange das siegreiche Vordringen unserer Armee gedauert. Schließlich erreicht Der Melder fein Ziel, taucht unter in der Hölle, hat Ver­bindung bekommen, Nachricht erhalten. Jetzt heißt es, den gleichen Weg zurück. Gleich einem gehetzten Wild jagt er in den dämmerigen Abend stolpert und fällt. Keine Luft will mehr durch die Gasmaske. Er reißt Ne vom Kopf, denn er muß zum Regiment. Nur so kann ja den Kameraden vorne geholfen werden. Die Augen stechen wie tausend Speere, wie Feuerbrände loht's aus dem Schädel. Gleichviel, nur vorwärts zum Regiment. Es gilt das Leben der Kameraden. Und er erreicht den Stab. Rasch gibt er Bericht Dann rauben die Feuerbrände in Den Augen ihm die Besinnung.

Sc ist Adolf Hitler erblindet. So raubte ihm teuf­lisches Gas die Stimme, bis ihn der Revolutions­brand in der Heimat emporriß. Seine verlöschenden

Augen bekamen neues Licht. Schärfer wurden sie als jemals zuvor. Und mit einer Stimme, die heute bis in die kleinste Hütte dringt, wo deutsche Zunge spricht, kündet er feit über zehn Jahren dem geknechteten Volke die unerbittliche Wahrheit. Durch ihn haben Hunderttausende den Glauben an den Aufstieg unseres Vaterlandes wieder gefunden haben sich ge­schart um das Banner der Freiheit, das er als Un­bekannter einst entrollte. Und da er uns die Hoff- nung und Die Idee gab, wurde Adolf Hitler unser Führer. In ihm, dem einen Mann, verkörpert sich das neue kommende Deutschland, von ihm geht die Kraft aus, die seine Kämpfer zu immer neuen Opfern und Taten anfeuert, der der einst suchenden Idee des Nationalsozialismus die klare, zielbewußte Richtung und durch fein heiliges Wollen und durch feinen un­beugsamen Glauben das Leben gab. Er verbürgt den Sieg unserer Weltanschauung.

Als unbekannter Melder rettete er einst wenigen Kameraden das Leben im Kampf der Maschinen gegen Menschen, als Führer Der erwachten Deutschen wird er das ganze Volk erretten aus Knechtschaft und Not. Daran glauben wir unerschütterlich, mag kommen, was wolle. Sein und unser aller Glaube, Die wir uns zu HunDerttausenDen um ihn scharen, wirD das schier Unmögliche erzwingen, denn auch unser Glaube kann Berge versetzen, und unser Wille zum Sieg wird den Sieg erkämpfen. So zwingen mir Das Schicksal. Und wenn sie ihn gleich ein zweites Mal niederftrecken wollten, an einem düsteren Novembermorgen an der Feldherrnhalle, er ist uns roiebererftanben. Der Gott ber Eisen wachsen ließ. Der wollte keine Knechte. Darum hat er uns Adolf Hitler geschenkt. Wir stehen vor dem zweiten Wahl- Sang zur ReichspräsiDentenwahl. Er wirb in weitem mfang entscheibenb fein. Wir glauben an Adolf Hitler und daran, daß mit ihm die Wahrheit mar­schiert. Und darum kämpfen wir mit der letzten Kraft für ihn als den Führer des deutschen Volkes und glauben an feinen Sieg!

Aus her Provinzialhaupistadi.

Gießen, den 6.April 1932.

Oer neue Haushalt der Evang. Kirchengemeinde Gießen.

Die Mkalklrchenficucr von 6 v. h. auf 5i v. h. herabgesetzt.

Die Gesamtkirchengemeindevertre­tung der Evangelischen Gemeinde Gießen beschäftigte sich gestern in etwa drei­stündiger Beratung mit dem Haushaltsvor- anschlagderEvangelischenGemeinde für 1932. 3m Verlaufe der Beratung wurden an dem vom Finanzausschuß und von dem Ge­samtkirchenvorstand bereits gekürzten Haushalts­voranschlag noch weitere Abstriche vorge­nommen. wobei man aber Bedacht darauf nahm, die lebenswichtigen Bedürfnisse der Kirchengemeinde in keiner Weise zu schmälern. Die Zustimmung zu weitgehenden Sparmaßnahmen, die in Anträgen einer Reihe von Mitgliedern der Gesamtkirchengemeindever- tretung im einzelnen präzisiert waren, ermög­lichte es, die Lokalkirchen st euer von 6 v. HimDorjahreaus 5,25 v. H für das neue Rechnungsjahr zu senken: der Gesamttirchenvorstand hatte eine Senkung auf 5,5 v. H in Vorschlag gebracht. Der weitergehende Antrag, unter Anwendung der Anträge aus dem Hause, die Lokalkirchensteuer auf 5,25 v. H. zu ermäßigen, wurde mit 5 2 gegen 16 Stim­men angenommen. Demgemäß wurde der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1932 in Ein­nahme und Ausgabe auf 112 008,75 Mark fest­gesetzt. 3m Zusammenhang mit der Etatberatung wurden weitere Beschlüsse gefaßt, die für spätere Zeit auf die Haushaltsgestaltung der Gemeinde günstig einwirken dürften.

Dieser Steuerabbau, der einerseits auf die be­rechtigten Erfordernisse der Kirche gebührend Rücksicht nimmt, anderseits aber den Gemeinde­gliedern eine in der heutigen Rotzeit dringend erwünschte steuerliche Entlastung bringt, wird von den Gemeindeangehörigen zweifellos begrüßt werden.

Wahlberechtigte -Achtung!

Die Bürgermeisterei veröffentlicht im heutigen An. zeigenteil eine Bekanntmachung über bie Wahl bes Reichspräsidenten (II. Wahlgang). Alle Stimmberechtigten werben auf biese wichtige Be­kanntmachung, aus ber bie Einteilung ber Abstimmungsbezirke, Die Wahllokale, Die Abftimmungszeit usw. ersichtlich finD, hin- gewiesen.

Stimmberechtigte Die einen Stimmschein benötigen, z. B. weil sie am Wahltage aus zwingen- Den GrünDen verreisen müssen, können Diesen beim StäDtischen Wahlamt (Stabthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 13) nur bis einschließlich Samstag, ben 9. April, 17 Uhr, erhalten.

Zatsche Gerüchte über die Einkommensteuer.

Vorn Finanzamt Gießen wirb uns mit­geteilt:

Gerüchtweise wirb behauptet, bie Reichsregieruna wolle bie Einkommen st euer für 1931 burch bie geleisteten Vorauszahlungen abgelten unb über­zahlte Vorauszahlungen nicht erstatten; weiter sei beabsichtigt, am 10. April 1932 eine wei­tere Vorauszahlung auf bie Einkommensteuer zu erheben. Diese Gerüchte entsprechen in fei» ner Weise Den Tatsachen. Die Termine für Die Einkommensteuervorauszahlungen sind Durch Die Notverordnung vom 7. Dezember 1931 unD die Ver­ordnung vom 5. März 1932 um je einen Monat vorverlegt worben: bie nächste Einkommensteuer­vorauszahlung ist also am 10. Juni 1932 fällig. Die Einkommensteuerveranlagung wirb orbnungsmäßig burchgesührt werben, überzahlte Vorauszahlungen werben nach Maßgabe ber gesetzlichen Vorschriften erstattet werben.

Bolschewismus und dem RationalsozlaliSmuL. Das gegenwärtige System sei gleichbedeutend mit geistigen Bolschewismus. Der Bolschewismus habe bisher alles zerstört, waS äußerlich erreichbar war, das Dank- und Börsenwesen sei aber immer geschont worden. Vor dem Kapitalismus habe der Bolschewismus noch immer kapituliert. Der einzige machtvolle Gegenspieler sei dem Bolschewismus im Rationalsozialismus erwachsen. Der Rationalsozialismus bejahe daS Beamtentum nicht um seiner selbst willen, son­dern um der Erkenntnis willen, daß ein geord­neter Staat nicht denkbar sei ohne den tüchtigen Beamten. Hitler insbesondere sei sich der Be­deutung des Fochbcamten voll bewußt. Der Be­amte müsse eine Stütze für Den Staat, und für den Bürger ein Vorbild sein. Hitler er­kenne auch die natürlichen Vorrechte deS Beamten an. Die RSDAP. sei bewußter Erhalter des Derufsbeamtentums. Die RSDAP. sei für den Ständestaat, dessen erst« Diener, die Beamten, den Stand der Stände bil­den müßten, um ihrer Verantwortung um deS Dolksganzen willen? Der Beruf des Beamten müsse aus innerer Berufung heraus ergriffen werden. Wirtschaftliche Gründe dürften nicht für diesen Berus entscheidend sein. Das Gehalt deS Beamten stelle nicht eine Entlohnung für ge­leistete Arbeit dar, sondern dürfe lediglich Mittel sein zu einer vom Staat für seine Beamten ge­wünschten Lebenshaltung. Der Rationalsozialis­mus sei nicht gegen die beamtete Frau, sondern wünsche nur in großer Linie, daß die Fran ihren naturgegebenen Berus. Hausfrau und Mutter zu sein, ausfülle. Man werde aber unter den gegenwärtigen Verhältnissen erworb.ne Rechte der Beamtin nicht schmälern. Die RSDAP. sei unbedingter Erhalter des Derufsbeamten­tums, sie werde aber äußerste Pflichterfüllung fordern, denn der (Beamte müsse wieder der ..ge­treue Ekkehard" des Volkes werden. Er müsse in jeder Hinsicht dem Volke gerecht werden: er solle auch wissen, was im Volke vor sich gehe. Der Rationalsozialismus sei der Vollstrecker bc8 deutschen Volkswillens, er setze sich ein für ein fachmännisches Regime, für Wahrheit und Ehr­lichkeit. Der Rationalsozialismus wolle aber nicht durch das halbe Dekenntnis halber Menschen zinn Führertum bestimmt werden, sondern man for­dere den ganzen Menschen zum Dekenntnis her­aus. Deutschland müsse gerettet werden: retten könnte es aber nur der Stärkste. Der Stärkste sei aber Adolf Hitler. (Lebhafter Beifall.)

Vornotizen.

TageskalenderfürMittwoch: Stadt, theater:Candiba" 20 bis 22.15 Uhr. Oberhessi- scher Kunstverein: Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr, Tischbein-Ausstellung. DO®.: 20.30 Uhr, Hotel Hindenburg Vortrag. Lichtspielhaus, Bahn- hofsttaße:Tabu .

Aus dem Stabttbeaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, zum letztenmal das Kammerspiel von Bernard ShawCanbiba", ein Mysterium in Drei Akten. Ein Spiel zu Dreien, in Dem überraschenD Die Problematik einerglücklichen Ehe" erhellt wirD. Die Titelrolle trägt Frau Maria K o ch. Die beiDen männlichen Hauptrollen P. Fas» sott unD Karl Bruck. Spielleitung Peter F a s s o t t. 25. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. Gewöhn- liche Preise. Freitag, 8. April, Erstaufführung bes Schauspiels von Arthur SchnitzlerLiebelei" in neuer Inszenierung von Karl H e y s e r. VorherDer verwanbelte Komöbiant", ein Spiel aus bem beut- schen Rokoko von Stefan Zweig. Spielleitung Wolf- gang Kühne. Beginn 19.45, Enbe gegen 22.30 Uhr.

** Militärpersonalien. Oberstleutnant Kienitz, ber feit 1. April als Stommanbeur an ber Spitzeres Jnf.-Regts. 15 steht, würbe von Diesem Zeitpunkt ab zum Oberst beförDcrt. Weiter würben mit Wirkung vom 1. April befördert: Major ® e I)-- schnitt, Kommandeur Des II. Batls. Ins.-Regis 15 in Eisenach, zum Oberstleutnant unb Leutnant Knapp beim I. Batt. Jnf.-Regts. 15 in Gießen zum Oberleutnant.

OO1 SS8-77

Schöne weiße Zähne: Chlorodont v.

Dazu teilt Remarques Rechtsbeistand mit, daß Remarque seit 3ahren Auslanddeut­scher sei. Er sei bereits vor drei Jahren ord­nungsgemäß beim Finanzamt nach dem Aus­land abgemeldet worden. Sein zweites Duch,Der Weg zurück", sei im wesentlichen im Ausland geschrieben. Die Auswanderung sei in vollem Einvernehmen mit dem Finanzamt er­folgt, an das auch seit der Zeit die von Re­marque weitergeschuldeten Steuern restlos gezahlt worden seien.

Junge Frau nütze alle Erfahrung Nimm Sunlicht Seife!

wo er sich aushält. Cs ist jetzt der Verdacht aus­getaucht, daß er die in Deutschland aus seinem Roman erworbenen Gelder im Auslande untergebracht hat. Die Deamten beschlagnahmten etwa 20 000 Mk. Ihr Hauptinteresse galt weniger den Geldern, als hauptsächlich dem Briefwechsel, der zwi­schen der Dank und einem Berliner Mittelsmann geführt wurde. Die Prüfung dieses Briefwechsels und der Konten ist noch nicht abgeschlossen. Aus ihnen wird man aber ersehen, wie weit die Vor­würfe gegen Remarque stichhaltig sind.

Wettervoraussage.

Das Störungsgebilde mit seinen verschiedenen Ker­nen hat sich nordwärts verlagert so baß es jetzt ben Raum zwischen Jslanb, bem Rorbmeer, Skandi­navien unb Polen einnimmt. Dabei gelangen an seiner Sübseite wieber etwas mildere ozeanische Luft­massen zum Vorschub, die auch bei uns zu Tempera­turanstieg unb auch gelegentlich zu Niederschlägen führen werben.

Aussichten für Donnerstag: Wechselnb wolkig mit Aufheiterung, wieber milder, zeitweise Niederschlag.

Aussichten für Freitag: Teils wolkig, teils aufheiternd, Temperaturen schwankend und etwas kühler, keine ober nur vereinzelte Nieder­schläge.

Lufttemperaturen am 5. April: mittags 7,7 Grad Celsius abends 5 Grab: am 6. April:morgens 3,4 Grab. Maximum 9,7 Grab, Minimum 2,4 Grab. Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. April: abends 7,8 Grab: am 6. April: morgens 5,2 Grab Celsius. Niederschläge 4,8 mm.

** Die Rechnungen für bie Gießener Winternothilfe sind bis zum 11. April bei ber Geschäftsstelle (Wohlfahrtsamt) einzureichen. Näheres ist aus der heutigen Bekanntmachung ersichtlich

** Schwerer Motorradunfall. Gestern gegen 21 Uhr ereignete sich auf der Rödgener Straße unweit Des Flugplatzes ein schwerer Unfall. Zwei, junge Leute, namens ManDler und Schmidt, beide aus Rödgen, fuhren auf einem Motorrad die Straße entlang und stürzten auf bisher noch unge­klärte Weife so schwer, daß beide mit zum Teil er­heblichen Verletzungen durch die Gießener Frei­willige Sanitätskolonne in Die Chirurgische Klinik gebracht werden mußten. Mandler, der Führer Des Motorrades, erlitt leichtere Verletzungen unD Hautabschürfungen, jein Sozius trug einen Schädel- bruch davon: fein Befinden ist ernst.

** Die fälligen Stromgelder für Den Monat Februar werden in einer Bekanntmachung bes Elektrizitätswerkes im heutigen Anzeigenteil an­gemahnt. Interessenten seien besonders darauf hin­gewiesen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit Der Schriftleitung.)

h. 5.23. Nach Der Reichsstimmorbnung vom 14. März 1924 (Reichsgesetzblatt S. 173 ff.) ist das Abftimmungsverfahren in Kranken- und Pflegeanstal. tcn in längeren Ausführungen in § 111 geregelt, unD Die Stimmabgabe im übrigen in Den §§ 112 ff. Die Wahl hat im Abstimmungsraum zu erfolgen. Ab- wesenDe, also Hauskranke, die nicht wegfähig finD, können sich weder vertreten lassen, noch sonst an der Abstimmung teilnehmen. Es ist also unzulässig, baß sich bie Wahlkommission an bas Bett ober tn bie Wohnung nicht wegfähiger Personen begibt, um bie Stimme in Empfang zu nehmen.

Beschränkung der Noienabgabe innerhalb der Freigrenze.

WTB. Zahlungen an bas Ausland können künf­tig nicht mehr burch Anschaffung und Versen­dung von ausländischen Roten, sondern nur noch durch äleberweisung, Postanweisung, Schecks usw. erfolgen. Insbesondere ist der Erwerb von aus­ländischen Roten innerhalb der Freigrenze zum Zweck der Vermögensanlage unzulässig.

Nationalsozialistische Kundgebung.

3n der gestern abend im Cafs Leib abgehal- tenen gutbesuchten Versammlung der Rational- sozialistischen Deutschen Arbeiterpartei sprach der hessische Landtagsabgeordnete Regierungsrat Dr. Müller (Alsfeld) über das Thema .Der Be­amte im nationalsozialistischen Staat". Man dürfe, so erklärte der Redner u. a., das Vergangene nicht vergessen: die Rationalsozialisten seien die letzten, die die Geschichte leugnen wollten. Deutsche Poli­tik müsse aus dem deutschen Leben gelernt werden. 3n der Vergangenheit habe sich das deutsche Volk auf seine ureigensten Kräfte gestützt, auf das Militär, auf den selbstgeschaffenen Staat und auf den verantwortungsbewußten Beamten. Leider habe in der jüngeren Vergangenheit von der Zeit der französischen Revolution an, der demo­kratische Gedanke, der dem deutschen Geist volks­fremd sei, Eingang gefunden. Die Demokratie habe den Dillettantismus auf das Piedestal ge­hoben. das Fachmännische sei zerschlagen worden. Das Militär, das Richtertum, die Lehrerschaft, seien zu republikanischen Institutionen geworden, man habe den republikanischen Richteround, den republikanischen Lehrerbund geschaffen, die Kinder seien nach dem Kriege zu Republikanern erzogen worden, anstatt daß der Menschenwert gesteigert wurde. Das 'Beamtentum sei auch durch den Dilettantismus ersetzt worden. Rach dem demo­kratischen Prinzip der Wahl, der Wahl nach der Partei, seien die Aemter besetzt worden. Der auf diese Weise eingesetzte Beamte habe ernsthaft keine Verpflichtung und keine Verantwortung zu tragen, da er sich ja auf seinem Posten als Laie fühlen müsse. Das deutsche Volk sei nicht so sehr durch den Krieg in das gegenwärtige Elend ge­stoßen worben, als durch das politische System. Heute liege die Entscheidung klar zwischen dem

Ein fünfjähriger Knabe vorn Aulo überfahren.

3n Heidelberg wurde auf einer der steilen Zu­fahrtstraßen zum Philosophenweg der fünfjährige Sohn des in Heidelberg wohnenden Syndikus der Mannheimer Handelskammer, Dr. Hilden- brand, von einem Kraftwagen überfahren und so schwer verletzt, daß er bald nach seiner Einlieferung in die Klinik starb. Das Auto hatte einem anderen Fahrzeug im der Kurve aus- weichen wollen und war dabei aufdenGeh- weg geraten, wo gerade der 3unge mit seinem Roller stand.

Rach Unferfdjlagung von 100 000 Mark geflüchtet.

Der ehemalige Bankangestellte Opitz" ist nach Unterschlagung von 100 000 Mk. geflüchtet. Opitz, Der nach seiner Entlassung aus einem Berliner Bankhaus mit großem Aufwand auf­trat, ließ sich von ängstlichen Gemü­tern Ersparnisse in Höhe von ins­gesamt 100 000 Mark zur Anlage im Auslande anvertrauen, da nDod) wieder mit einer Inflation ziu rechnen wäre". Die ihm übergebenen Summen verwendete er z u r Deckung seiner ungewöhnlich hohen Lebenshaltungskosten. Da er täglich mit einer Aus Deckung seiner Betrügereien rechnen mußte, löste er den mit seiner Mutter geführten gemeinsamen Haushalt auf, brachte seine Mutter in ein Sanatorium und verschwand spurlos.

(Eine Untersuchung gegen Remarque.

Wie eine im allgemeinen gut unterrichtete Kor­respondenz erfährt, sind von Deamten der Z o l l f a h n d u n g s st e ll e bei der Darmstadter- und Rationalbank dort deponierte Gelder des Schriftstellers Erich Maria Remarque be­schlagnahmt worden. Remarque, dessen richtiger Name Kramer ist, wurde bekanntlich durch seinen Roman3 m W e st e n n i ch t s R e u e s" in der ganzen Welt bekannt. Dieses Buch erreichte nicht nur eine ungewöhnlich hohe Auflagenziffer, son­dern wurde auch in viele Sprachen übersetzt. Re­marque hielt sich, wie man von Zeit zu Zeit er­fuhr, meistens in Holland auf. Die wei­teren Rachrichten besagen, daß er in Frank­reich weilt, um Dort Material für einen neuen Roman zu sammeln. Zur Zeit weih man nicht,