wieder gearbeitet wird. Zwischen Streikagita- toren und Polizeibcamten kam es zu Zusammen- stöhen. Als Polizeibeamte in der Sickingstrabe versuchten, mehrere Zettelantleber festzunehmen, ergriffen diese die Flucht und gaben auf die Beamten mehrere Schüsse ab, die jedoch fehlgingen. Es gelang den Tätern zu entkommen. Zusammenbruch der kommunistischen
Streikbewegung im Ruhrgebiet.
Essen, 5. Jan. (TU.) Im Bezirk des Essener Polizeipräsidiums ist die Nacht zum Dienstag überall ruhig verlaufen. Nach einer Mitteilung des Polizeipräsidenten von Recklinghausen haben es die Kommunisten für ratsam gehalten, ihre nur von einem verschwindend kleinen Teil der Belegschaft des Ruhrbergbaues befolgte Streikparole am Dienstag früh durch Boten abzublasen. Wohl wurden noch einzelne Polizeibeamte angegriffen, doch blieb die Polizei Herr der Lage. Am Dienstag früh wurde eine Höllenmaschine gefunden, deren Inhalt noch untersucht wird. Im ganzen rheinischwestfälischen Industriegebiet wird nur noch auf der Zeche „Diergardt" gestreikt. Hier sind von 637 Mann Belegschaft 137 nicht zur Arbeit erschienen. Im Bezirk des Polizeipräsidiums Oberhausen ist von der ganzen kommunistischen Unternehmung überhaupt nichts mehr zu spüren. Nach den aus dem ganzen Bezirk vorliegenden Meldungen kann somit von einem völligen Zusammenbruch der kommunistischen Bewegung gesprochen werden. Nach dem völligen Scheitern ihrer Streikhetze bemühen sich die Kommunisten nach Kräften auf andere Weise zu demonstrieren und herauszufordern. Verschiedene junge Leute, die Kränze mit sich führten, bildeten einen Zug um eine Begräbnisfeier v o rz u tä u s ch e n. Die mit großen roten Schleifen umwundenen Kränze und die Art des Aufmarsches verrieten jedoch deutlich die wahre Absicht dieses Kundgeberzuges, so daß die Polizei den Zug auflöste. Infolge des Widerstandes, den sie dabei fand, wurden 19 junge Burschen festgenommen.
ten, die aus dem Zusammenhang mit der alten Verwaltung gerissen werde.
Der Reichsverkehrsminister betonte, daß die heutige finanzielle Lage dazu zwinge, sich nicht mit vorläufigen Zwischenlösungen aufzuhalten, sondern unverzüglich die endgültige Organisation s f o r m der Reichswasserstraßenverwaltung
zu schaffen. Es sei für eine geordnete Verwaltung unumgänglich, daß das Reich die Verfügung über das Personal erhalte. Zur Klärung der grundsätzlichen Frage wird der Reichsverkehrsminister dem- nächst die zuständigen Länderminister zu einer persönlichen Aussprache bitten.
Das Zentrum und die politische Zukunft.
Oie Voraussetzung für eine Koalition mit der NSDAP.
Ausblick
auf die Frühjahrswahlen.
Keine Partei vo ausjjchilich die absolute Mehrheit.
Mainz, 5. Jan. ($11.) 3m „Mainzer Journal", dem Mainzer Zentrumsblatt, veröffentlicht der Vorsitzende der hessischen Zentrumspartei, Rechtsanwalt Dr. B o ck i u s, M. d. R., einen Artikel „3m 3ahre 1932 hinter Brüning". Cs heißt darin: „Soweit es an uns liegt in Deutschland, müssen wir geschlossen auftreten. Das heißt aber nichts anderes, als daß das ganze deutsche Volk sichtbar und offen hinter den verantwortlichen Staatsmann, den Kanzler und Außenminister Brüning zu treten hat. Das ist das Gebot der Schicksalsstunde Deutschlands im Anfang des 3ahres 1932. Deshalb ergäbe sich für uns in Hessen daraus auch die Konsequenz, daß wir von jeder Partei, die mit uns in eine Regierung treten will, verlangen müssen, daß in Deutschland nur eine Außenpolitik gilt, die Außenpolitik der Reichsregierung Brüning, die im Reichsrat unterstützt werden muß.
Wir stehen vor Wahlen in Preußen und vor der Reichspräfidentenwahl
ebenfalls in diesem Schicksalsjahr. Niemand kennt den Ausgang dieser Wahlen. Soviel jedoch erscheint als sicher: 3n den nächsten 3ahren wird keine Partei die absolute Mehrheit erhalten. Dies haben die Hessenwahlen gezeigt. Es wird im übrigen Deutschen Reich genau so sein, weil der katholische Dolksteil dem Zentrum die Treue hält, wenn auch alle Parteien rechts von ihm zerschlagen werden sollten. Nach allenWahlenwird dasZentrummit- regieren müssen. Mit dem Zentrum kann man jedoch nur verantwortlich regieren und auch wohl auf weite Sicht hinaus nicht ohne Brüning, dem gegenwärtigen Exponenten des Zentrums. Auch die Nationalsozialisten, die danach nicht dazu kommen werden, auf Grund von Wahlen in Deutschland allein zu regieren, müssen sich eventuell einmal entscheiden, vom Regieren sich dauernd fernzuhalten oder völlig verantwortlich zu arbeiten, also umju< lernen, wie es vor ihnen schon so viele andere Parteien tun mußten. Vielleicht könnten sie in der Zukunft einmal als eine Zusammenfassung einer Rechten in einer Verantwortung eine geschichtliche Bedeutung im aufbauenden Sinne erhalten, die sie bis jetzt nicht haben. Das wäre allerdings eine Zeit, wo SS. und SA. neben den gesetzlichen Machtmitteln des Staates aufgehört hätten zu bestehen."
Die Reichswasserstraßenverwaltung.
Verhandlungen mit den Ländern.
B e r l i n, 5. Ian. (WTB ) Die L ä n d e r k o n f e- r e n z über die Reichswasserstraßenverwaltung wurde von Reisverkehrsminister Treoiranus mit einer Rede eingeleitet, in der er nochmals auf die Erwägungen hinwies, die die Reichsregierung veranlaßt haben, den Staatsvertrag von 1921 zum 1. April d. I. zu kündigen und die Entscheidung der Frage, ob rcichseigene Wasser st raßen- behörden geschaffen werden sollen, im positiven Sinne zu treffen. Die Reichsregierung bitte die Länderregierungen, sich nun auch auf den Boden dieser Tatsache zu stellen und sei durchaus bereit, die Durchführung ihres Beschlusses in engster Füh- lungnahme und Abwägung aller praktischen An- regungen zu verfolgen. Insbesondere werde diese Zusammenarbeit bei der Grenzziehung zwi- schen der Wasserstraßenverwaltung des Reiches und der'Länderwasserwirtschaft notwendig und nützlich fein. Die Reichsregierung habe Vorschläge gemacht, in denen sie keine Verfassungsänderung erblicke. Tatsächlich erfolge der Einsatz der beträchtlichen Reichsmittel nur in geringem Maße für Verkehrszwecke, im wesentlichen für d i e allgemeine Durchführung geordneter Vor- flut. Der Minister warnte vor dem gelegentlich aufgetauchten Gedanken einer Parallelorga- n i f a t i o n der Länder zur Wahrung ihrer Sonder- interessen an den Reichswasserftraßen.
Namens der Wasserstraßenländer erklärte der preußische Staatssekretär Krüger, es sei zu befürchten, daß durch die geplante Neuregelung im Gesamthaushalt von Reich und Ländern keine Ersparnisse, sondern Mehraufwendungen entständen. Mit Ausnahme der Hansestädte hätten alle Länder gegen die Pläne des Reichsverkehrsministers das Bedenken, daß sie eine organische Reichsoerwaltungs- reform gefährdeten, weil sie wieder eine Sonderoerwaltung schaffen wolk-
Erste Todesopfer des Hochwassers.
Die überschwemmte Fluhbadeanstalt von Niederwiesa im Zschopautal bei Ehemnitz.
G o-s l a r, 5. 3an. (TU.) Das Hochwasser des Krumbaches hat viele Brücken fortgeschwemmt. Der Schaden an den Grundstücken ist noch nicht zu übersehen. Der reißende Dach
brachte Holz, Tannen mit Wurzeln und Zweigen au Tal. Der Dahnverkehr nach Goslar ist, da die Schuhmauer des Bahnkörpers bedroht wird, sehr erschwert. Ein Mühlenbesitzer er-
Deutschland in Zahlen.
Interessante Ergebnisse der Statistik.
Von Or. Erwin Krug.
Glück und Leid ist Mafsenware. Die persönlichsten Dinge, die Erlebnisse, von denen jeder glaubt, daß nur er sie hat, wiederholen sich tausendfach. Sie können zusammengezählt und zu Statistiken vereinigt werden. Aus den dürren Zahlenkolonnen kann man dann ablesen, wie das Leben des Volkes, das ja aus den Millionen Lebensschicksalen einzelner Menschen besteht, im letzten 3ahr oder im letzten halben 3ahrhundert verlaufen ist. Einen solchen Einblick in das Leben des deutschen Volkes erhält man, wenn man das Statistische 3ahrbuch für das Deutsche Reich durchblättert, das nun zum fünfzigsten Mal erscheint. 65 Millionen Menschen sind im 3ahre 1930 von der Statistik erfaßt worden, etwa 350 000 mehr als im vorangegangenen 3ahr, denn um diese Ziffer ist die deutsche Bevölkerung im Laufe eines 3ahres gestiegen. Von der Wiege bis zum Grabe begleiten wir nun diese 65 Millionen Menschen durch ihr Leben, das selbst dort zum Massenschicksal wird, wo ein seltenes Ereignis vortzefallen zu sein scheint. Nur einmal sind im 3ahre 1929 Vierlinge geboren worden, nämlich vier Mädchen. Doch in jedem 3ahr werden Vierlinge geboren, und die Zahlen Weichen nicht sehr voneinander ab. 3m 3ahre 1929 wurden in 126 Fällen Drillinge geboren, achtunddreißigmal drei Knaben, vierunddreißigmal zwei Knaben und ein Mädchen, fünfundzwanzigmal ein Knabe und zwei Mädchen und neunundzwanzigmal drei Mädchen. Mit großer Regelmäßigkeit kehren diese Drillingsgeburten in ungefähr der gleichen Zahl 3ahr für 3ahr in Deutschland wieder. Dieselbe Vaterfreude, dieselben Sorgen um die plötzlich allzu sehr vergrößerte Familie wiederholen sich.
Ob jemand früh oder spät heiratet, scheint sein individuelles Schicksal zu sein. Aber auch dieser Schein trügt, denn das Heiratsalter richtet sich danach, ob jemand eine Familie ernähren kann, und ob dieser Zeitpunkt früh oder spät eintritt, hängt weniger vom Einzelnen als von der Gesamtentwicklung ab. Durchschnittlich ist das Heiratsalter heraufgerückt. Dor zwanzig Jahren heiratete der junge Mann zwischen dem 24. und dem 32. 3ahr, am häufigsten aber mit siebenundzwanzig 3ahren. 3m 3ahre 1929 heirateten die meisten jungen Männer zwischen dem fünsund- zwanzigsten und dem fünfunddreißigsten, ganz
besonders häufig aber im einunddreihigsten 3ahr. Demgegenüber will es nichts besagen, daß von tausend jungen Männern von neunzehn 3ahren vor dem Krieg nur einer und jetzt drei zum Standesamt gegangen sind. Das hängt weniger mit wirtschaftlichen Erwägungen als damit zusammen, daß man sich heute schneller vom Elternhaus löst. Bei den jungen Mädchen hat die Heiratslust zu allen Zeiten zum gleichen Termin begonnen, nämlich zum ersten möglichen Termin. Schon mit sechzehn 3ahren mußten damals wie heute anderthalb pro Mille von ihnen unter die Haube gebracht werden. Aber die eigentliche Heiratszeit lag für das junge Mädchen früher zwischen dem einundzwanzigsten und dem dreißigsten 3ahr, unter Bevorzugung des vierundzwan- zigsten 3ahres. Heute hat sich das Heiratsalter um ein 3ahr erhöht, es endet aber trotzdem bei dem dreißigsten 3ahr. Deshalb soll man nicht verzweifeln, denn noch immer finden drei Prozent der ledigen Frauen zwischen dem vierzigsten und dem fünfzigsten 3ahr einen Mann. Daß sich jemand spät verheiratet, ist also selten, aber doch kein Zufall, sondern eine regelmäßig wieder kehrende Tatsache. 5 62 000 Ehen wurden im 3ahre 1930 geschlossen, 28 000 weniger als im vorangegangenen 3ahr.
Wer heiratet, braucht eine Wohnung. Zweieinviertel Millionen neue Wohnungen wurden von 1919—1930 in Deutschland gebaut, davon etwa 700 000 Wohnungen in den Großstädten mit mehr als hunderttausend Einwohnern, in Berlin allein hundertfünfzigtausend, und fünf- hundertsünfundsiebzigtausend Wohnungen in den Gemeinden unter zweitausend Einwohnern. 3n den Mittelstädten hat man weit weniger Neubauten errichtet. 3nsgesamt gibt es in Deutschland über sechzehn Millionen Alt- und Neubauwohnungen. 3m 3ahre 1930 wurden dreihundert- zehntausend Wohnungen gebaut, aber es wurde schon gesagt, daß fünshunoertzweiundsechzig- tausend Ehen geschlossen wurden.
Die wirtschaftlichen Angaben der amtlichen deutschen Statistik sind in dieser Zeit überhaupt nicht geeignet, viel Freude zu erregen. Dennoch muß man sie studieren, und man wird dabei manches entdecken, was man vorher nicht wußte. Daß von den 15 500 Konkursverfahren des 3ahres 1930 allein siebentausend auf das Handelsgewerbe, und davon wieder fünstausend- fünfhundert auf den Einzelhandel entfielen, daß außerdem die Vergleichsverfahren in einem 3ahr um mehr als zweitausend auf weit über siebentausend gestiegen sind, ist lehrreich genug. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, daß im 3ahre
1930 trotz Lohnabbau dreihundertfünfundvierzig Streiks stattfanden, gegen vierhunderteinunddreißig im 3ahre 1929 und gegen siebenhundertneunundfünfzig im 3ahre 1927, denen sogar eintausendsechshundertvierzehn Streiks im 3ahre 1924 gegenüberstanden. Das Heer der Erwerbslosen drückt auf die Streikstimmung.
Alles, was vorgeht, wird in Ziffern erfaßt, ob es sich nun darum handelt, wieviel Aecker mit Weizen oder Roggen bebaut werden, ob der Bestand an Pferden, Rindern, Schweinen oder Schafen festgestellt wird, oder ob man ermittelt, welche Werte die Fischer aus dem Meere ziehen. Gerade das ist übrigens sehr interessant. Unter den 2 362 000 D oppelzent- nern Fischen, die im Nordseegebiet gefangen wurden, gab es im 3ahre 1930 etwa vierzehn» tausendsünshundert Haifische. Nicht weniger als zweihundertfünfundachtzig Doppelzentner Hummer wurden aus der Nordsee geholt, und dazu noch einhunderteinundvierzigtausend Doppelzentner Krabben. Die amtliche Statistik verkündet, daß unter anderen Seetieren auch Delphine in der Nordsee und sogar in der Ostsee gefangen worden sein sollen. Das letzte Wort haben in dieser Beziehung wohl die Naturwissenschaftler zu sprechen.
Daß die Wirtschaftskrise die geistige Arbeit nicht lahmgelegt hat, beweist die Tatsache, daß im 3ahre 1930 über 22 000 Neuerscheinungen im Buchh andel zu verzeichnen gewesen sind Der Durchschnittspreis eines Buches war 6,25 Mark. Weit billiger sind freilich die dreitausendzweihundertfünfzig Neuerscheinungen der schönen Literatur, deren Durchschnittspreis dein modern gewordenen Serienpreis genau entspricht: er ist nämlich 2,85 Mark. Am teuersten sind Kunstbücher mit einem Durchschnittspreis von 32,80 Mark.
„Zahlen beweisen" — man soll sie nicht als langweilig beiseiteschieben.
Als die Königin Aefreiete herrschte.
Zu T e l - e l - A m a r n a, der einstigen „Stadt der Sonne", die der ägyptische „Keherkönig" Echnaton geschaffen hat. etwa 300 Kilometer südlich von Kairo, werden jetzt Grabungen von der Aeghptischen Ausgrabungs - Gesellschaft vorgenommen. Bekanntlich haben die deutschen Ausgrabungen vor dem Kriege die Bedeutung dieser Kultstätte erwiesen, und einige der größten Schätze der Berliner Sammlungen stammen von
trank in den Fluten, da die Drücke, auf der er mit mehreren Perfoiien stand, von dem Strom fortgerissen wurde. Die übrigen Personen konnten sich retten. Die Leiche wurde inzwischen .geborgen. Der L e e r b a ch bildet am Unterdorf bei Wildemann einen großen See. 3n Goslar selbst haben die Greiswerke schwer unter dem Hochwasser der Gose zu leiden. Das Mauerwerk der Fabrik muhte mit Sandsäcken geschützt werden. Teilweise sind die Dacksteinmauern unterspült. Das Gebäude der Greifwerke ist abgestützt worden.
3n Eilenburg überraschte das Hochwasser die Dewohner des Schützenhauses, die mit Kähnen in Sicherheit gebracht werden muhten. Die Deutsche Zelluloidfabrik und die Kattunmanufaktur mußten die ganze Delegschast wieder heimschicken, weil wegen der Ueberschwemmung nicht gearbeitet werden kann. Die Feuerwehr legt einen Notdamm an, um die Hintere Stadt gegen das Wasser zu schützen, denn an einigen Stellen steht das Wasser schon bis an die Dammkrone, so daß jeden Augenblick mit einer Heber» flutung gerechnet werden muh. lleberflutet find auch die Dörfer Kollau und Kanih, sowie Teile des Dorfes Groitzsch. -Auch in dem höher gelegenen Wedelwitz steht das Wasser bereits in den tiefer gelegenen Häusern. 3n Flöha und Erdmannsdorf in Sachsen sind Damm- brüche eingetreten. Zur Schließung der Durchbruchsstellen wurde die Technische Nothilfe Chemnitz eingesetzt.
Infolge der schnellen Schneeschmelze und der Regengüsse der letzten Tage führen die Flüsse im ganzen Kasseler Bezirk Hochwasser. Die Weser ist verschiedentlich über die Ufer getreten und hat die Niederungen kilometerweit überschwemmt. Das ganze Bad Eilsen steht unter Wasser; der Kurpark gleicht einem See. Im ganzen Meißner- gebiet hat das durch die Schneeschmelze hervorgerufene Hochwasser beträchtlichen Schaden angerichtet. Im Dorfe Harmuthsachsen wurde ein Knabe von den hochgehenden Fluten fort- gerissen und ertra nt. Die schnelle Schnee- schmelze auf dem Westerwald und der warme Regen haben ein schnelles Steigen der Lahn und der Dill verursacht, die beide Hochwasser führen und an verschiedenen Stellen bereits aus den Ufern getreten find. Die beiden Wehre bei Limburg sind schon nahezu überflutet. Der starke Sturm, der gleichzeitig mit dem Regen einfetzte, hat in den Wäldern des Westerwaldes großen Schaden angerichtet.
Die Erhöhung der Umsatzsteuer.
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Meine polii Bi 6» *’ |l nntag, dm Jude", wegen De Iss der Derö Litot Dr. Zech Klung der M E in der er s e Lchlin sei ein ü« fejantifaW# nnnn der Soziald« mictung. zursu KMn leinen ent jeogen Sonntag tou । entgegen Aachnc ijarsahrens gegen ß temer Dokuments, l Mutiger Stelle, M lergefjL
0 $11 “ nnt) den 1 fes:
Die Phasenpauschalierung vorerst nur bei der Textilindustrie.
Berlin, 5. 3an. (DDZ.) Wie von unterrichteter Stelle mitgeteilt wird, ist mit dem Erlaß einer Novelle zu den Durchführungsbestimmungen der Umsatzsteuer wegen der erhöhten Umsatzsteuer noch im Lause des 3anuar zu rechnen. Voraussichtlich werden in der gleichen Zeit auch die Durchführungsbestimmungen zur Ausgleichssteuer erlassen werden, wobei es sich umdieumsahfteuerlicheErfafsungder Einfuhr handelt.
Dagegen dürfte noch geraume Zeit vergehen, eh« die von allen beteiligten Gewerbekreisen gewünschte und in der Reichsnotverordnung auch vorgesehene Phasenpauschalierung bei der Umsatzsteuer wirksam werden kann. Es schwer ben in dieser Angelegenheit vorerst Verhandlungen zwischen dem Reichsfinanzministerium und der Textilindustrie. Man hat sich diesen einen für die Phasenpauschalierung in Frage kommenden Gewerbezweig ausgewählt, um erst einmal an ihm in der Praxis die Wirkung der Phasenpauschalierung beobachten zu können. Der früheste Termin für die Einführung der Phasnchauschalierung bei den Waren der Tertilindustrie werde aber dennoch nur der 1.April d. 3. sein können, da die Erörterungen außerordentlich kompliziert und zeitraubend seien.
dort, darunter auch die weltberühmte Büste der Königin Refretete, der Gattin des Ketzerkönigs. Bei den neuesten Grabungen sind nun allerlei interessante Entdeckungen aus der Umwelt dieser Herrscherin gemacht worden, über die der Leiter der Arbeiten, 3. D. S. Pendel- burh im „Daily Telegraph" berichtet. Zunächst wurde jener große Teil der Stadt freigelegt, der unter dem Namen „Nord-Vorstadt" bekannt ist. Dieser Stadtteil war gerade im Entstehen, als Amarna von dem Nachfolger Echnatons, dem bekannten Tutanchamon, nach dem Zusammenbruch der von Echnaton geschaffenen religiösen Reformbewegung verlassen wurde. Große Gebiete sind von dicken Mauern umgeben, aber vollständig unbebaut. 3n einem Fall zeigte sich, daß das Haus und die innere Ausschmückung zwar vollendet war, aber der Besitzer dort niemals gewohnt hatte. Vor der Hauspforte lag ein großer Türsturz, in den augenscheinlich Namen und Titel des Eigentümers eingemeißelk werden sollten, aber zur großen Enttäuschung der Ausgräber war die 3nschrift nicht angebracht. Von den Romern, die dieses Gelände später als Friedhof benutzten, ist viel zerstört worden; es wurden jedoch aus dieser Epoche schöne Gläser und Keramiken gefunden. Außerordentlich mühsam war die Arbeit an einem schon früher ausgegrabenen Palast, von dessen Torweg die Wandmalereien herabgefallen sind und nun aus winzigen Stücken zusammengesetzt werden müssen. Der Saal, von dem der Pharao auf feine Hofbeamten herniederblickte und Geschenke verteilte, hatte zwei große Türen im Norden und Süden, an denen Bilder des Königs und der königlichen Familie angebracht waren. Westlich von der Nordmauer des Vorweges liegt ein großes Gebäude, das später errichtet wurde. Hier fand man zahlreiche Weinkrüge, deren Siegel den Namen der Königin Nefretete und einige die 3nschrift „Schloß des Aton" trugen. Danach scheint es, daß die Königin an der Verehrung des Aton, der Sonnenscheibe, festhielt, als der Pharao Echnaton auf das Drängen der Priester- fchaft dem alten Glauben wieder Zugeständnisse machte; sie wurde daraufhin vom Hofe verbannt und zog sich nach dem Nordende der Stadt zurück, wo sie das „Schloß des Aton" als die letzte Zuflucht der Gottheit erbaute. Viele Einzelfunde wurden gemacht, darunter vier schwere, schön ziselierte Dronzeringe, zwei bronzene Zangen, zahlreiche schöne Skarabäen und Stücke eines Holzkastens, die mit kostbaren 3ntarsien in farbigem Elfenbein belegt waren.
f 2n Metz ist dei Friedrich Schmidt Ie.i uni) her franjo| jungen. Schmidt, ! Reg deutscher! 8 in Metz geboren ir^nzöftschen J [ili r L Seine Anw je erläge wurde der hmt. die ihn dar stricht' festnahm.
2er Anhaltis gegen 1Z Stimmen ti a g der Deutschm an Die Äegierung- Schvierigkei ten-stoß sicht, eine bürgerlich durchsetzen können, den Äuischlag
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Lhiki Dir verzweifelte xri zur Folge 2 ch ulleh rer j "ehr bekomm pcherdem jetzt na J»rf€n werden, h plaat gebeter mu ermöglichen, nicht we Aulengeschlo £ mehr st Mttrgehalter auf! »^'mvonChikago - Wchmmte Zeit , * Stabt den Lehr stch z. Z. au w _ Dorflraa kÄA bci Lils- Magodir abgeh k,,Aer fielen/ war wegen g"'s geschix batte sich sx j uchteDattos s^'S'halte, in i W, ni$i nur jh I^ler und
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