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5.8.1932 Erstes Blatt
 
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S.Jl.-fpor t

Was brachte hie13. Rhön"?

Lehren und Erkenntnisse des 13. Rhön-Segelslug-weltbewerbs.

bezeichnend für den Geist, der unsere Segel­flieger beherrscht, ist die Tatsache, daß trotz der schweren Unfälle, von denen der diesjährige Rhön-Segelslug-Wettbewerb betroffen wurde, nicht weniger als insgesamt 523 teilweise äußerst bemerkenswerte Flüge stattfanden. Die Zeit der Sensationen für den Segelslug ist frei­lich vorbei, eine Feststellung, die Professor Dr. G e o r g i i, der Direktor des Forschungsinsti­tutes der Rhön-Rossilten-Gesellschaft, derTatet deS Segelflieger", schon vor mehreren Monaten in weiser Voraussicht machte. Die heutige Segel­fliegerei steht weniger im Zeichen einzig da­stehender Höchstleistungen, als in dem der theo­retische» und praktischen Auswertung jener, kaum mehr zu überbietenden Rekorde, die von den Pionieren des Segelflugs geschafsen wurden.

Lin kleines Beispiel möge diese Auffassung verdeutlichen. Dor wenigen Jahren noch galt ein 50-Kilometet-Streckenlaus als eine f a st sen­sationell anmutende Spitzenlei­stung, und nur die ausgesprochenenMeister" wagten sich an die Bewältigung solcher Auf­gaben heran. Heute ist der gleiche Flug fast zur Alltäglichkeit geworden, und im Laufe des nun­mehr abgeschlossenen Wettbewerbs haben sich vielleicht zwei Dutzend Segelflieger in erfolg­reichen Fernslügen bewährt. Ein 100-Kilorneter- Streckenslug muh allerdings auch heute noch als Spitzenleistung aufgefaßt werden, und gar Flüge von 300 und noch mehr Kilometern Länge können wir getrost als Rekordleistungen verbuchen. Im­merhin steht es außer Frage, daß die Durch- fchnittsleistungen in jeder Beziehung gestiegen sind, und die Forderung nach einer Verschär­fung der Bedingungen für die Zulassung, wie sie jetzt schon für das nächste Jahr von verschie­denen Seiten gefordert wird, wäre schon aus diesem Grunde durchaus am Platze.

Das auch die Segelfluggeräte einer strengeren Kontrolle a l s bisher un­terworfen werden, mußte bereits bei Ge­legenheit des Todessturzes von Rüdiger gefor­dert werden. Dieser Unfall das hat die Rach. Prüfung einwandfrei ergeben war auf eine rein technische Unzulänglichkeit zurückzuführen, während der Todessturz von Günter Groenhoff auf diese Weise allein nicht erklärt werden kann. Vielmehr scheint es, als wenn der erfolgreiche Meisterslieger das Opfer einer verhängnisvollen Verquickung von unglücklichen Zwischenfällen wurde.

Als eigentliche Sieger aus dem diesjährigen Wettbewerb gingen nach der Entscheidung des Preisgerichts die Piloten Wolf H i r t h -Grunau und Mayer -Stettin hervor, dessen Wol­kenflüge das ganz besondere Inter­esse der Fachwelt fanden. Weitere Preisträger waren Deutschmann -Breslau, Pernthaler -Dessau, Peters -Aachen, H a ° k e n j o s - Stuttgart, D i 11 m a r - Wasserkuppe u. a. Erfreulicherweise standen so viele Prämien und Sonderpreise zur Verfügung, daß kein Flie­ger leer auszugehen brauchte, der überhaupt einen Wettbewerbsslug ausgeführt hatte.

GAG in poffau

Die Ruderer der GRG. haben bereits gestern um 4 Uhr die Reise nach Passau angetreten. Im Mittelpunkt des Interesses steht für Gießen das Ab­schneiden des Achters der GRG., der in der Besetzung Weidig, Flimm, Strauch, Hartmann, Reuroth, Köh­ler, Georgi, Goetz, Steuer Loh beteiligt fein wird. Die Gießener treffen auf schärfste deutsche Konkur­renz. Es wäre schon als ein großer Erfolg zu be­werten, wenn sie sich einen zweiten oder dritten Platz sichern könnten. Neben dem Achter wurde auch der Doppelzweier mit T i m p e und Iödt gemeldet. Eine weitere Meldung wurde auch für den Ersten Vierer abgegeben, es steht indessen nicht fest, ob das Boot an den Stark gehen wird. Die Gießener Ru­derer sind von besten Wünschen begleitet.

3 Goldmedaillen für USA. an einem Taa.

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fiinfs: Andersson, der das Diskuswerfen für Amerika gewann. In der Mitte: Saling, der Sieger im llO-Meter-Hürdenlauf. Auch der zweite und dritte Platz dieses Wettbewerbs wurde von Ver­tretern der USA. belegt. Rechts: Miller, der den Stabhochsprung mit einer neuen olympischen Höchstleistung gewann, nachdem sein favorisierter Landsmann Graber frühzeitig ausgeschieden war

OerGauHeffenbeimTnererKreisturnfefi

Das 35. Mittelrheinische Kreistumfest vom 5. bis 8. August in Trier wird sich zu einem gro­ßen turnsportlichen Ereignis und zugleich zu einer machtvollen vaterländischen Kundgebung an der Westmark des Reiches gestalten. Man darf allein mit annähernd 4000 Turnern und Turnerinnen rechnen, die aktiv beteiligt sind; allein die Mehr­kämpfe weifen über 2500 Meldungen auf. Dazu kommen Taufende von Festbesuchem. Obwohl un­ser Heimatgau Hessen von den 23 Gauen des gro­ßen mittelrheinischen Kreises am weitesten von der Feststadt entfernt liegt (es sind für manche Ver­eine des Hessengaues über 300 Kilometer nach Trier), ist er verhältnismäßig gut an den Wett­kämpfen beteiligt. Die Zahl der Hessentumer- und -Turnerinnen, die auf den verschiedensten tur­nerischen Gebieten im Mehr- oder Einzelkampf mit den Besten des Kreises ihre Kräfte und ihr Können messen wollen, erreicht mit den noch er­folgten Rachmeldungen nahezu die 100. Am besten sind die Mehrkämpfe der Turner und Tur­nerinnen besetzt.

Der Zwölfkampf der Männer sieht fünf Hessen- Turner unter den 150 Teilnehmern, von ihnen werden Sinnwell, Tv. 1860 Dad- Rauheim, and K. Reuter, Tv. 1846 Gießen, bestimmt ein Wort mitzureden haben und unter

den ersten in der Siegerliste zu finden sein. Auch die 6 H e s s e n t u r n e r, die am nur aus Ge­räteübungen bestehenden 1 0 - K a m p f beteiligt sind, werden sich von den etwa 90 Mitbewerbern nicht auf die letzten Plätze drängen lassen. R. Seht, Tv. Großen-Linden, und QI. Eckhardt, Tv. Ridda, vor allem werden die Farben des Hei­matgaues würdig vertreten.

Don den 800 Turnern, die sich im 1 2 - K a m p f der Unterstufe um den Eichenkranz bewer­ben, stellt 30 unser H e s s e n g a u. Hier wollen und werden u. a. auch eine Reihe von Landvereinen ihr Können unter Beweis stellen, wie Tv. Treis a. d. L., Tv. Großen-Linden, Tv. Lang- Göns, Tv. Krofdorf, Tv. Her mann­st e i n. Unter den 400 Turnern, die zum volks­tümlichen Fünfkampf an treten, befinden sich etwa 10 Hessenturner

25 Turnerinnen des hessengaues sind an den Jrauen-IDeHfämpfen beteiligt,

drei Turner an den Mehrkämpfen der Alten.

Gering ist die Beteiligung des Heimatgaus an den volkstümlichen Kreismeister- f ch a f t e n , zu denen nur etwa zehn Meldun­gen aus den folgenden Vereinen vorliegen: Mtv. Gießen, T.» u. Spv. D u h b ach, T.- u. Spv. Marburg. T.» u. Spv. Münchholzhau­

sen, Tv. Wetzlar. Unter den gemeldeten Tur­nerinnen ist

Life Lickelhaupt vom Mtv. Gießen, die im 100-Meter-Laus, in den 80-Meter-Hürden und im Hochsprung starten wird, an erster Stelle zu nennen. Zu den 14. Kreismeisterschaften im Schwimmen haben nur Tv. Wetzlar und Tv. 1860 Bad-Rauheim zusammen sechs Teilnehmer gemel­det, während die Kreismeisterschaften im Fechten vom Hessengau mit sechs Turnern und drei Tur­nerinnen aus vier Vereinen (Tv. 1846 Gießen, Tv. Grünberg. Tv. Wetzlar, T.» u. Spv. Mar­burg) beschickt werden.

Zwei Vereine des Gaues, Tv. 1846 Gießen und Tv. Großen-Linden, beteiligen sich am 3er- einsriegenturnen: beide haben als Ge- rät den Barren gewählt. Außerdem stellt der Gau

eine Gauriege, die unvorbereitete Freiübungen vorführen wird. An den Spielen im Faustball ist die Turnerinnen-Fünf des Mw. Gießen be­teiligt

In stattlicher Zahl stellt der Hessengau auch er­probte Kampfrichter und Riegensührer mit Ehren- Gauoberturnwart Will an der Spitze.

Ein Sonderzug, der auch von Richtturnern be- nutzt werden kann, bringt morgen früh die Hes­senturner und die sie begleitenden Festbesucher nach der Feststadt an der Mosel.

Kurze Sportnotizen.

DerZweite in derI o u r",Stapel (Berlin), konnte bei einem 80-scm-Einzelfahren in Brüssel mit zwei Runden Rückstand nur Elfter werden. Sieger wurde Schepers (Belgien) von Pslissier und di Pacco.

Wirtschaft.

Oie Deutsche Reichsbahn im Juni.

Berlin, 4. Aug. (WTB.) Im Güterver­kehr der Deutschen Reichsbahn stand im Monat Juni einer leichten Belebung jahreszeitlich beein­flußter Gütertransporte, ein nicht unbeträchtlicher Abfall im Versand von Baustoffen, Jndustrie- kohlen und künstlichen Düngemitteln gegenüber.

Der Personenverkehr blieb im Juni be­deutend hinter dem des Vormonats zurück, ob­gleich die Reichsbahn verschiedene Maßnahmen zur Belebung des Personenverkehrs getroffen hatte. Der Verkehr wurde insbesondere durch die Verschlechterung der Einkommensverhältnisse be­einträchtigt. Die Betriebseinnahmen beliefen sich im Juni auf insgesamt 245,42 (Vormonat 243,36) Millionen Mark, die Gesamtausgaben auf 322,67 (312,57) Millionen Mark. Die Gesamteinnahme- ausfälle in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 1932 betragen gegenüber 1931 im Personen- und Gepäckverkehr 129,6 Millionen Mark, im Güter­verkehr 367,6 Millionen Mark und bei den Ge­samteinnahmen 530 Millionen Mark-

*

* Di e Rückzahlung der Anleihe der Deutschen Bank. In der ausländischen Presse sind über die am 1. September fällige Rückzahlung der Anleihe der Deutschen Bank und Discontgesellschaft Rachrichten im Umlauf, in denen von der Möglichkeit gesprochen wird, daß die Anleihe nicht zurückgezahlt werden könne. Don zuständiger Stelle wird dazu erklärt, daß die Deutsche Dank und Disconto-Gesellschaft jederzeit in der Lage ist, den Betrag von 100 Millionen Reichsmark in deutscher Währung zurückzuzah­len. Lediglich infolge der Devisenbestimmungen kann die Zahlung zur Zeit nicht in fremder Wäh­rung erfolgen.

* Verhandlungen im Rasierklin­gen-Konflikt. Am Mittwoch wurden zwi­schen der Industrie- und Handelskammer zu Solingen und der Deutschen Edelstahlwerke QI®., Krefeld, die Verhandlungen wegen der Herstel­lung von Rasierklingen durch die Edelstaylwerke fortgesetzt, mit dem ernsthaften Versuch, den bei­derseitigen Interessen gerecht au werden. Die Deutsche Edelstahlwerke AG. erklärte sich bereit, bis zum endgültigen Qlbschluh der Verhandlun­gen, die Ende September wieder ausgenommen werden sollen, weder Klingen herzustellen, noch Derkaufsmaßnahmen einzuleiten.

* In der Generalversammlung der Portland-Zementwerke Dyckeryoff- Wicking AG., Mainz-Amöneburg, wurden die Regularien erledigt und die alte Verwaltung für die Jahre 1930 und 1931, sowie die neue Verwaltung für das Jahr 1931 entlastet. Gegen die Entlastung der alten Verwaltung gab die Opposition Protest zu Protokoll.

* Die NSU ^Bereinigte Fahrzeugwerke A G., Neckarsulm, schließen das Jahr 1931 mit einem Gesamtoerlust von 5 940 837 Mark ab, der mit 1533 617 Mark auf ein Entwertungskonto überwiesen und mit 4 407 220 Mark oorgetragen werden soll. Die Abschreibungen und Rückstellungen betragen vd. 3 934 000 Mark. Eine endgültige Sa­nierung soll der Zukunft überlassen bleiben.

* Starke Beschickung der Berliner Funkausstellung. Die Zahl der Aussteller auf derGroßen Deutschen Funkausstellung Ber­lin 1932" ist fast ebenso stark wie im Vorjahre. Anfragen aus allen europäischen und außer­europäischen Staaten lassen auch auf einen star­ken Auslandsbesuch schließen.

Berlin abgeschwächt, später etwas befestigt.

Berlin, 5. August. (WTB. Funkspruch.) Die heutige Börse eröffnete in uneinheitlicher Haltung. Das Publikum zeigte zwar hier und da wieder Interesse und bevorzugte wie schon seit Tagen die Tarifwerte zu Anlagekäufen, die Speku­lation, die von gestern Ware übrig hatte, war aber zu Realisationen geneigt, zumal die Neuyorker Börse gegen Schluß des Verkehrs und die heutigen europäischen Auslandsbörsen ebenfalls kleine Bes- serungserfcheinungen zeigten. Die Nachrichten aus der deutschen Industrie lauten sehr verschieden. So ist in der Eisenindustrie ein neuer Absatzschwund eingetreten, während die Ruhrkohlensörderung eine Erhöhung erfahren hat. Der weitere Derkehrsrück- gang, der sich aus dem Iunibericht der deutschen Reichsbahn ersehen läßt, verstimmte etwas. Nicht Öt will man wohl auch die Maßnahmen der

>rung gegen die Terrorakten abwarten, die in Form einer Notverordnung heute abend zur Veröffentlichung kommen dürften. Jedenfalls mar die heutige Börse zu Beginn mit Ausnahme von wenigen Spezialgebieten, nicht so fest, wie man vormittags erwartet hatte. IG. Farben lagen im

Angebot und sollen gegen Bekula getauscht worden sein. HEW. zeichneten sich auf Dividendenhoffnun­gen mit plus 1,9 o. H. durch besondere Festigkeit aus, während Berger nach den Steigerungen der letzten Tage 2 v. H. einb'jßten. Auch Montanpa­piere eröffneten nicht ganz so fest, wie sie gestern geschlossen hatten. Der Rentenmarkt brachte eben­falls in gewissem Sinne eine Enttäuschung. Nach gut behaupteter Eröffnung bröckelten die Kurse eher ab. Reichsschuldbuchforderungen gaben ihren O.Sprojentigen Anfangsgewinn im Verlaufe wie­der her. Deutsche Anleihen waren wenig verändert, Industrieobligationen zogen bis zu 0,5 o. H. an, Reichsbahnoorzugsakticn waren um 0,25 v. H. er­holt. Nachdem im Verlaufe die meisten Kurse an Aktienmärkten als Folge der geringen Umsatztätig­keit um Bruchteile eines Prozentes abbröckelten, wurde die Tendenz später, von Bekula ausgehend, wieder ausgesprochen fest. Auch am Montanmarkt nahm das Geschäft an Lebhaftigkeit zu, wobei Gel­senkirchen mit plus 2 v. H. in Führung lagen. Sonst betrugen die Erholungen ziemlich allgemein 1 bis 1,5 v. H. Nur Otaoi gaben einen Teil ihres Anfangsgewinnes wieder her, und Ehadeaktien ge­langten verspätet 2,5 Mk. unter gestern zur No­tiz. Das Interesse für Ufaaktien hielt an, sie konn­ten ihre Auswärtsbewegung auf 44 v. H. fortsetzen. Die Erleichterung am Berliner Geldmarkt machte weiter Fortschritte. Tagesgeld war schon mit 5,4 v. H. erhältlich. Für Prioatdiskonten ist im Zusammenhang mit der Erleichterung am Geld­markt natürlich eher kleine Kaufneigung vorhanden. Frankfurt sehr still und etwas schwächer.

Frankfurt, 5. August. (WTB. Drahtmel- dung.) Im heutigen Dormittagsverkehr herrschte zwar schon große Geschäftsstille, doch wurden die weiter befestigten Kurse der Abendbörse gut be­hauptet, vereinzelt sogar eher etwas fester taxiert, obwohl nach den Steigerungen in Neuyork eine leichte Rückbildung der Tendenz eingetreten ist. Zu Beginn des amtlichen Verkehrs stagnierte das Geschäft fast vollkommen, die Spekulation war wegen des Ausbleibens jeglicher Kundenorders sichtlich verstimmt und zog es vor, die gestern ge­tauften Beträge wieder zu realisieren. Die ersten Kurse neigten daher überwiegend zur Schwäche, doch hielten sich die Verluste im Rahmen von 0,5 bis 1 o. H. Etwas höher setzten noch ein Metall­gesellschaft, Lahmeyer und Contigummi, dagegen eröffneten IG., Felten, Schuckert, Holzmann und Schiffahrtsaktien bis zu 1 o. H. schwächer. Don Montanwerten konnten sich Mannesmann und Stahl- verein um Bruchteile eines Prozentes befestigen, Phönix blieben nur knapp gehalten. Von Deutschen Anleihen lagen Altbesitz etwas höher, Neubesitz un­verändert. Im Verlaus wurde die Haltung, vom Montan- und Elektromarkt ausgehend, etwas freund­licher, da an den genannten Marktgebieten kleine Kundenorders eingetroffen sein sollen. Besonders fest lagen Gelsenkirchen mit plus 1,5 v. H., die übrigen Montanwerte besserten sich zum Teil um 0,25 bis 0,5 v. H. Am Elektromarkt zogen Siemens 1 d. H. und die übrigen Werte bis zu 0,5 v. H an. Auch IG. lagen etwas freundlicher. Das Geschäft blieb aber weiterhin klein.

QIm Rentenmarkt lagen Gold- und Liqui- dationspsandbriefe sowie Kommunalobligationen wenig verändert. Reichsschuldbuck,f Federungen ga­ben nach behaupteter Eröffnung später etwa 0,5 Prozent nach. Im weiteren Verlaufe konnten sich auch die anfangs abgeschwächten Werte wieder aus das gestrige Abendbörsenniveau erholen. Gelsenkirchen lagen um weitere 1 Prozent höher. Tagesgeld war zu 4 Prozent unverändert und leicht.

Wettervoraussage für Samstag und ?onntaa.

Der hohe Druck über der Biskaya, welcher bis nach Deutschland oorgreift, entwickelt sich zwar immer weiter und läßt auch bei uns das Baro­meter langsam anfteigen, aber dennoch ist keine Aenderung der Wetterlage zu beobachten. Die Störunastätigkeit im Norden wirkt beeinflussend auf unseren Witterungscharakter. Mit dem Dor- Überzug der Wirbel wird fortgesetzt teils wärmere, teils kühlere Ozeanluft nach dem Festlande ge­bracht, deren Einwirkung der Witterung das Ge­präge gibt. Da von Island sich ein neuer Wirbel nähert, so muß mit Fortdauer des wohl zwischen­durch aufheiternden, aber keineswegs störungs­freien Wetters gerechnet werden. Gewitterbildun- gen und in der Menge fä/wankende Niederschläge treten weiterhin auf. Auch die Temperaturen pas­sen sich der Wechselhaftigkeit an.

Aussichten für Samstag: Bewölkt mit Aufheiterung, aber zeitweise auch stärkere Eintrü­bung, etwas wärmer, noch gewitterartige Nieder­schläge.

TOD DEM TYPHUS-TRÄGER!

Würger, Kindesmörder! Die Fliege trägt an ihrem schmutzigen, borstigen Körper die tödlichen Keime des Typhus, der Tausende jährlich dahinrafft! Auf­gewachsen an Stätten des Unrats, schleicht sie sich in Ihr Heim und vergiftet Ihre Nahrung mit todbringenden Keimen.

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