Ausgabe 
5.7.1932 Erstes Blatt
 
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lassen und um zufahren. Die Wald, über

16 Mr wieder von Frankfurt ab» Fahrt geht über den Wester- Altenkirchen und Höchst und soll nicht länger als drei Stunden dauern. Die Fahrtko ten sollen ungefähr denen der z w e i - ten Klas e der Reichsbahn entsprechen.

Aus öer Provinrialhauptstodt

Dießen, den 5. (Juli 1932.

Lob der Zaulheii.

Weshalb soll das Vergnügen unserer Sonn­tage eigentlich Arbeitsleistung fein? Man nennt diese Vergnügen, wenn sie recht aufreizend sind, mit einem modernen WortVetrieb", ein Volks­wort, das eigentlich eine gewisse Weisheit in sich birgt, denn es drückt aus, daß man den modernen Arbeitsbetrieb des Alltags in die Betriebsamkeit der Vergnügungsindustrie hinein­brachte. Aber der kluge Arzt, der in Shake­spearesKönig Lear" lehrte:Die beste Würt'rin der Ratur ist Ruhei", würde in dieser Zeit nach­drücklicher seine Mahnung wiederholen, denn auch der Tätigste und Arbeitsfreudigste bedarf hie und da der völligen Ruhe, der Ausspannung. Liegen nicht zuletzt Unruhe und Unrast, die schlechte Stimmung der Massen, darin begründet, daß die Erholungszeit zu sehr der--Arbeit, der

Arbeit des Vergnügens gewidmet wird?

In derKomödie der Irrungen" läßt Shake­speare, der oft die Ruhe preist, die Aebtissin sagen:

Wo süß Erholen mangelt, was kann folgen, Als trübe Schwermut und Melancholie, Der grimmigen Verzweiflung nah verwandt? Und hinterdrein ein zahllos siecher Schwarm Don bleichen Rebeln und des Lebens Mördern? Das Mahl, den Scherz, den süßen Schlummer wehren

Verwirrt den Geist und muh den Sinn zer­stören ..

Gott hat den Sonntag zum Tag der Ruhe gesetzt, auf daß wir uns rüsten in Bedachtsam- keit zu neuem Werk. Man versuche einmal, einen solchen Feiertag der Seele ohne Hast, ohne schnelles und gieriges Genießen zu verbringen. Man schaue einmal in sich und um sich und lasse die Zeit ruhig an sich vorübergleiten, man mühe sich, nichts anderes zu tun als--nichts

zu tun! Das Landvolk hat in seiner Ursprüng­lichkeit und in seinem Lebensinstinkt hier das Richtige erfaßt. Rach schwerer Landarbeit, dem sonntäglichen Kirchgang und dem Mittagsmahl lag behäbige Ruhe über dem Dorf oder der kleinen Stadt. Die sonst so Arbeitssamen standen herum, plauderten, tranken ein Glas Vier, oder machten, wenn sie jünger waren, ein Tänzlein, aber alles das war wohl abgewogen, ähnlich den Gebärden, die der Sämann hat, wenn er Korn in den hoffenden Acker wirft. Und danach fühlt sich der Mensch neu gestärkt, der faule Sonntag war der Quell neuer Arbeitslust.

Es ist ein köstlich Ding, einen solchen Sonntag an sich vorübergleiten zu lassen, der Sammlung zu pflegen, auf äußerlichen Betrieb zu verzichten. Man wird finden, daß die Gedanken sich glätten, Schwermut und Verdruß sich legen und neuer Lebensmut aufsteigt, wie nach einer Zeit der Ruhe der Lebenssaft in Daum, Strauch und Blume.

Zrauengruppe des DDA. Gießen.

Die Gießener Frauengruppe des DDA. hatte dieser Tage zu einem Vortragsabend imHindenburg" über die Pfingsttagung des VDA. in Elbing geladen. Die Vorsitzende, Frau Margarethe Eger, begrüßte die erfreulich zahl­reich Erschienenen und machte auf die nicht genug au betonende Wichtigkeit der DDA.-Arbeit für un­sere als Minoritäten unter fremder Herrschaft lebenden Volksgenossen aufmerksam. Sie kündigte für die nächste Woche (Sonntag, 10. Juli) den Be­such von 12 jungen Oberschlesierinnen an, die die große deutsche Heimat kennenlernen sollen, bat um Gastfreundschaft für sie in Gießener Familien und betonte, daß hier eine Gelegenleit zu praktischer Betätigung in der VDA.-Arbeit sei.

Dann ergriff die Rednerin des Abends, Frau Maria Birnbaum, das Wort zu ihrem Vor­trag, einer lebendigen und warmherzigen Schilde­rung der diesjährigen Pfingfttaguna des DDA. in Elbing und anschließender ostpreußischer Eindrücke. Sie legte eingangs den besonderen Charakter dieser Tagung dar: es war das Erlebnis des Ost e ns für die aus ganz Deutschland Zusammengekomme­nen, das Erlebnis der Not Ostpreußens, aber auch die erhebende Erfahrung der Volks- gemeinschaft, in der alles Trennende unter­ging, gleichsamvom blauen Wimpel zugedeckt wurde^ nach einem Worte des 1. Vorsitzenden Reichsminister a. D. G e ß l e r. Es war ein Wag­nis, die Tagung auf diesen heißen Boden zu ver­legen, schon wegen der großen Entfernung, noch mehr aber wegen der politischen Gefahren, die

Städte und ziviler Lustschuh.

Daß heute ein ziviler Luftschutz notwendig ist, darüber besteht wohl bei keinem Deutschen, welcher Partei er auch angehört, ein Zweifel mehr. Die Vorbereitung eines erfolgversprechenden Luftschutzes der Zivilbevölkerung ist eine wichtige Reichsaufgabe, an der aber auch die kommunalen Behörden mitwirken müssen. Die Pro­vinz Ostpreußen war vor einigen Tagen Schauplatz der ersten großen Hebungen, die die Möglichkeit eines zivilen Luftschutzes in weiterem Rahmen fest- stellen sollten. Es ist klar, daß etwas Vollkommenes dabei noch nicht gezeigt werden konnte, daß wir erst in den Anfängen der Arbeit stehen, eine brauch­bare Luftschutzorganisation zu schaffen.

Die Oftpreußen-Uedungen sollten neben der Schulung der Bevölkerung in erster Linie wichtige und notwendige Grundlagen für die planmäßige Weiterarbeit er­bringen. Die Anlage der Hebungen war so gestal­tet, daß man sich stets im Rahmen des Wirklich­keitsfalles hielt. Gibt es nun einen wirksamen zivi­len Luftschutz? Darf man annehmen, daß ein Luft­schutz, wie er in diesem Rahmen organisiert war, sich lebensfähig und zweckvoll erweist? Ein guter Kenner der Luftschutzfragen befaßt sich in eingehen­der Weise in derVoss. Ztg." mit diesem Problem. Er bejaht diese Frage mit einer gewissen Einschrän­kung. Die erste Einschränkung, so bemerkt er, ist die, daß ein völliger Schutz nach allgemeiner Ansicht auch in anderen Landern unmög­lich ist. Die Wirksamkeit wird naturgemäß weiter beschränkt durch das Fehlen eigener mili­tärischer Luftstreitkräfte, die auch vom Abwehrstandpunkt aus als einer der wichtigsten Schutzfaktoren angesehen werden müssen. Immer aber bleibt ein gewisser Grad von Wirksamkeit beim

schon die kleinste unvorsichtige Aeußerung herauf­beschwören konnte. Aber die von allen geübte Disziplin war so untadelig, die 7000 Teilnehmer zeig­ten eine solche Beherrschung, daß kein Mißton die Harmonie störte. Das Schlußwort des Begrüßungs- telegrammes von Hans Grimm:Der deutschen Liebe zum Gruß" traf vollkommen das Wesentliche dieser Tagung, deren tiefster Sinn war, dem deut­schen Osten die Liebe Alldeutschlands zu zeigen. Nachdem Frau Birnbaum Einzelschilderungen der Tagung und besonders erhebende Eindrücke aus den Arbeitsgruppen der verschiedensten Stände und Berufe gegeben hatte, ließ sie zum Schluß die Tagung selbst und eine große Reihe ostpreußischer Stadt- und Landschaftsansichten im Lichtbild leben­dig werden. Man sah viel Schönes, viel Erfreuen­des, aber man sah auch mit Trauer und Empö­rung an den Bildern aus dem Korridor die lln- finnigfeit und Grausamkeit der heutigen Grenz­ziehung. Die Vorsitzende sprach zum Schluß der Rednerin den Dank der Versammlung aus. die mit lebhafter Teilnahme folgte. E. R.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Odenwälder Heimatvereinigung: Zusammenkunft 20 Mr imCafe Ebel". Zeltmission Oswalds- garten: 16 Mr, Bibelstunde; 20.15 Mr, religiöser Dortrag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße:Ein toller Einfall".

Gießener Wochcnmarktpreise.

Gießen, 5. Iuli. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund 90 bis 1,00, Süßrahmbutter 1,30; Landbutter 1,10 bis 1,20; Matte 25 bis 30; Wirsing 10; Weißkraut 12; Spinat 15; Römischkvhl 10 bis 12; Dohnen 30 bis 55; Spargel 30 bis 50; Erbsen 20; Tomaten 35 bis 45; Zwiebeln 15; Rhabarber 8 bis 10; Pilze 50; Kartoffeln (alte) 5; Kartoffeln (neue) 10 bis 12; Aepfel (ausländische) 50 bis 60; Dörrobst 30 bis 35; Kirschen 35 bis 40; Heidelbeeren 45; Stachelbeeren 20; Johannisbeeren 30; Erdbeeren 35 bis 50; Pfirsiche 55 bis 75; Himbeeren 60; Honig 40 bis 45; junge Hähne 80 bis 90; Suppenhühner 70 bis 80; Tauben Stück 50 bis 70; Käse 5 bis 10; Eier 8; Blumenkohl 30 bis 60; Salat 8 bis 10; Salatgurken 25 bis 35; Ober-Kohlrabi 10 bis 12; Rettich 10 bis 12; gelbe Rüben Bund 12 bis 20; Radieschen 8 bis 10; Kartoffeln Zentner 4,80 Mk.

*

* Rückständige Clektrizitätsgel- der vom Mai können an das städtische Elektri­zitätswerk noch bis zum 15. Iuli ohne weitere Kosten bezahlt werden. Wer diese letzte Zah­lungsfrist nicht innehält, hat mit Unannehmlich­keiten zu rechnen. Man beachte die heutige Be­kanntmachung.

ZrauenvereinSiagung in Geilshausen.

T Geilshausen, 4. Iuli. Der Kreisver - band Gießen des Derbandes evan­gelisch - kirchlicher F r a u e n v e r e i n e

glatten Funktionieren des vorgesehenen Schutz­systems anzunehmen. Das ist die Verhütung der vollen Auswirkung der Gefahren zu einer hoffnungslosen Katastrophe. Gelingt nur diese Vergütung, so hat der zivile Luftschutz eine wichtige, ja entscheidende Wirkung ausgeübt.

Die Organisation eines zivilen Luftschutzes muß reibungslos arbeiten, oder sie ist nutzlos. Das vielgliedrige, in allen seinen Teilen aufeinander abgestellte System muß von langer Hand vor­bereitet, in allen Einzelheiten durchgeübt und von Personen getragen werden, die chre spe­ziellen Funktionen genauestens beherrschen und jederzeit im Gesamtrahmen selbständige Ent­schlüsse zu treffen wissen. Ausbildung des ein­zelnen im kleinen, Erziehung der Führer zum sachgemäßen Handeln im Rahmen des Ganzen, ist auch auf diesem Gebiet ebenso dringend und wichtig, wie auf irgend einem anderen der Lan­desverteidigung. Um die Forderung nach gründ­licher, systematischer Arbeit bis zum letzten Mann, kommt auch der zivile Luft­schutz nicht herum, wenn er seine Aufgaben er­füllen soll. Größeres Interesse aller technischen Kreise an dem Luftschuhproblem könnte bei der Vorrangstellung der deutschen Technik Ergebnisse erwarten lassen, die denen in anderen Staaten überlegen sind. Die Aufklärung der brei­ten Massen über ihr Derhalten ist notwendig. Die Hebungen haben dem Interesse an solchen Fragen einen gewaltigen Auftrieb gegeben. Es bedarf planmäßiger Arbeit, um die zwar einfachen, aber unerläßlichen Kenntnisse bis an den letzten Volksgenossen heranzubringen.

in Hessen hatte für den gestrigen Sonntag die Frauenvcreine des Lumdatales und des nordöst­lichen Teiles des Kreises Gießen zu einer Tagung in unsere Gemeinde eingeladen, zu der auch die Vereine zahlreich erschienen waren.

Wohl 800 Teilnehmerinnen waren int Walde beim Gottesdienst, in dem Pfarrer Wahl (Lang-Gons) predigte, versammelt. Der Posau­nenchor Londorf eröffnete mit einem Vorspiel die Feier, hierauf sang der Kivchenchor Londorf unter Leitung von Lehrer Tr in ka us. In seiner Predigt ermahnte Pfarrer Wahl, Liebe zu üben an jedermann.

Rach der Kaffeepause, in der alle Tagungsteil­nehmer Gäste der Einwohnerschaft waren, be­gann dann die Rachversamml ung. Da der vorgesehene Saal die vielen Menschen bei weitem nicht faßte, aog man unter Dorantritt des Posaunenchors wieder zu dem herrlichen Platz im Walde. Hier war es zuerst wieder der Posau­nenchor, der mit dem LiedeDie Himmel rüh­men des Ewigen Ehre... die Anwesenden in die rechte Stimmung brachte. Der Männergesangver­ein Geilshausen, der sich in anerkennenswerter Weise in den Dienst der Sache gestellt hatte, fang den ergreifenden ChorDolksgebet". Pfar­rer Thorn (Odenhaufen) begrüßte die Der- fammlung und bat die Frauen, Dienst am Men­schen zu üben als Gottesdienst,denn alles ist an Gottes und an seiner Gnad gelegen. Der Lon- dorfer Kirchenchor fang das LiedO Täler weit, o Höhen.. Hieraus überbrachte die Kreisver- bands-Dorsihende, Frau K r e u & e r (Gießen) die Grüße von Dekan Guß mann (Lollar-Kirch­berg) und von Dekan Schmidt (Grünberg), die beide dienstlich am Erscheinen verhindert waren. Frl. Wahrendorf, die Geschäftsführerin des Landesverbandes, dankte der Gemeinde Geils­hausen, die alles so gut vorbereitet hatte, und der Vorsitzenden des Kreisverbandes Gießen, Frau Kre u d er, die in vorbildlicher, nimmer­müder Arbeit die Tagung ermöglicht hatte. Die Rednerin betonte, daß diese Zusammenkünfte Ge­schenke Gottes seien in dieser Zeit, wo so viel Gottlosigkeit, Geschwätzigkeit und Tlnsittlichkeit die Menschen erfaßt habe. Die Frauen seien dazu berufen, die Jugend trotz aller Hoffnungslosigkeit zum evangelischen Glauben zu bringen und durch Gott Sicherheit in die Cxistenzlosigkeit zu schaffen, denn ohne Glauben ginge ein Volk zu Grunde, auf jeden einzelnen käme es an. Der Haß, der durch die Rot in unferm Vaterland sich breit­macht, könne nur durch die Waffen der Liebe bekämpft werden. Danach müßten die Mütter die Kinder erziehen, damit sie Liebesdienste ver­richten, ohne immer gleich auf Dank zu rechnen, denn dies wäre die rechte Rotgemeinschaft. Rach» dem der Männerchor das LiedDer liebe Herr­gott hält die Wacht... vorgetragen hatte, sprach Frau K r e u ö e r überPersönliche Einstellung zur Rotzeit. Mit dem gemeinsamen LiedeUn­fern Ausgang segne Gott", schloß die schön ver­laufene Feier.

Weriungsflngen des Ohm-Lumdaial- Sängerbundes.

ll M e r I a u, 4. Iuli. Die Sängervereini­gung Merlau beging am Sonntag die 5 e i c x ihres 50jährigen Bestehens. Gleich­zeitig hielt der Ohm-Lumdatal-Sangcr- bunb in unserem Orte sein Wertungssin­gen ab. Am Morgen fand FestgotteSdicnst statt, der durch die Mitwirkung der Sänger­vereinigung, sowie der Schulkinder (Leitung Leh­rer Dönges) verschönt wurde. Im Anschluß daran wurde das Wertungssingen durch­geführt. 22 Vereine beteiligten sich. Vertreten waren die Vereine von Kesselbach. Lardenbach, Lehnheim, Merlau, Riedcr-Gcmündeir, Rieder- Ohmen. Ruppertenrod, Rüddingshausen, Stangen­rod, Stockhausen, Weickartshain, Weitershain, Allendors a. d. Lumda, Atzenhain, Bobenhausen, Beuern, Bleidenrod, Burg-Gemünden, Freien­seen, Flensungen, Groß-Eichen und Homberg a. d. Ohm. Jeder Verein sang zunächst den vorge­schriebenen PflichtchorMein Deutschland" und dann ein selbstgewähltes Lied. Der Wertungs­richter, Oberreallehrer Blaß, Gießen, gab zum Schluß eine kurze Kritik der Leistungen ab.

Im Schulhof wurde anschließend eine ©au- ku n dge bun g veranstaltet, die gleichzeitig eine Ehrung für den festgebenden Verein Merlau zu seinem 50jährigen Bestehen darstellte. Der erste Vorsitzende des Bundes, Decker (Kesselbach), be­grüßte zunächst die Sänger und Ehrengäste. Er dankte den Vereinen, daß sie sich in so großer Zahl eingesunden hatten. Zwar wolle man nicht Feste feiern, um ihrer selbst willen, als vielmehr den Idealen, dem deutschen Liede dienen. Die Kundgebung sollte das Wollen der Sängerschaft verkünden und dazu beitragen, die Röte unserer Tage überwinden zu helfen. Das deutsche Lied sei das höchste Kulturgut unseres Volkes, das zu pflegen die große Aufgabe sei. In seinen wei­teren Ausführungen übermittelte er dem fest­gebenden Verein die herzlichsten Glückwünsche zu feinem (Jubiläum. Dem Vorstand überreichte er ein Bild Zelters, der ein Schrittmacher der deutschen Sängerbewegung war. Die Kreisver­waltung Alsfeld ließ durch Regierungsrat Dr. Groß herzliche Glückwünsche übermitteln. Im (Hamen der Frauen und (Jungfrauen des Dorfes wurde dem Jubelverein eine schöne Schleife über­reicht. Pfarrer l-ic. S t u m p f sprach im Auftrags der Kirchengemeind? und des Kirchenvorstandes der Sängervereinigung Merlau die Glückwünsche aus. Mit dem Dortrag der MassenchöreMein Deutschland" von Mangold und dem Liede Draußen ist alles so prächtig" (unter der Leitung von Lehrer Dönges gesungen) klang das Fest aus.

Wettervoraussage.

Unfer Wetter steht zunächst noch unter dem Ein­fluß hohen Druckes. Da aber durch Ne kräftige Er­wärmung das Barometer immer weiter zum Sin­ken gebracht wird, dürfte auch bei uns ein über Frankreich aufgetretener Tiefausläufer, der für Ge­witterstörungen charakteristische Merkmale zeigt, zur Geltung kommen und eine vorübergehende Beein­flussung der Schönwetterlage mit sich bringen. Nach Dorüberzug der Gewitterstörungen, die auch ver­einzelt Regen verursachen, wird sich wieder mehr aufheiterndes Wetter einstellen.

Aussichten für Mittwoch: Aufheiternd, aber noch bewölkt, warm, lokale Gewitterstörungen.

Aussichten für Donnerstag: Nach Ge­witterstörungen, wieder mehr aufheiterndes Wetter.

Lufttemperaturen: Am 4. Juli: mittags 25,0 Grad, abends 18,9 Grad; am 5. Juli: morgens 17,4 Grad, Maximum 27,2 Grad, Minimum 10,8 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 15 Stunden. Erdtem­peraturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 4. Juli: abends 26,4 Grad; am 5. Juli: morgens 18,6 Grad

Wie man den Durst der Kinder stillt nnd dabei Körper nnd Nerven kräftigt.. Wenn man bedenkt, was die Kinder im Sommer alles zusammentrinken, dann erscheint die Frage berechtigt: Soll man nicht noch mehr als bisher auf den Rührwerk der Getränke achten, damit der kindliche Körper einen wirklichen Ruhen von der Dielen Flüssigkeit hat, die er in sich hineintrinkt? Ein erprobtes Rezept für ein ausgesprochen nahr­haftes und dabei kühlendes Getränk ist folgendes: Man schüttet 3 Teelöffel der bekannt rn Ovomal- ttne-Kraftnahrung in eine Glas kalte Milch, rührt kräftig um und gibt evtl, noch etwas fein gehacktes Eis hinzu. DaS ist bann ein leicht verdauliches, erfrischendes Getränk und schmeckt vorzüglich. Ovomaltine die konzentrierte Krastnahrung aus Malz, Milch, Eiern und Kakao geht sofort ins Blut über und stärkt den ganzen Organismus. Schon zu RM. 1,15 erhalten Die eine Dose Ovo­maltine in der nächsten Apotheke oder Drogerie. Wünschen Sie aber vorher eine kostenlose Ge­schmacksprobe, dann schreiben Sie an Dr. A. Wander G. m. b. Sy, Abteilung IV 79 Osthofen (Rheinhessen). 5036V

04076

Am Sonntag, dem 3 Juli, nachmittags entschlief sanft und un­erwartet mein lieber Gatte und Vater

Heinrich Rühl, Postassistent i. R.

In tiefer Trauer:

E. Rühl, geb. Kehr / Heinrich Rühl.

Gießen, den 5. Juli 1932.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 6. Iuli, nachmittags 4 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt - Beileidsbesuche dankend verbeten.

Damen-Altets-Vereinigung Gießen 1879-1929

Wir erfüllen die traurige Pflicht, Sie von dem Ableben unserer lieben Alterskameradin Lina Geiß in Kenntnis zu setzen. 5027 d

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 6. Juli, nechm. 3'JJhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Betei­ligung wird gebeten. Der Vorstand.

MMomsfest

W 5)250

Mittwoch, 6. Juli, nachmittags 2 Ubr

Festredner die Herren Pfarrer:

Haas,Frankfurt, Conrad,Nümbrecht undHerrMissionarBaßfeld,Tüsseldorf

DeiiöcBesTonni. Sportabzeichen! AbnahmeimSchwiminen Mittwoch, 6. Juli, 18 Ubr, u. Sonntag, beni0.<hrii,101lbr, m der Müllerschen Badeanstalt. wuD DerGanschwlmmwart

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Bekanntmachung.

Der Voranschlag der Gemeinde Inhei­den für das Rj. 1932 liegt vom 6. d. 2H. eine Woche lang auf hiesiger Bürger­meisterei offen. Während dieser Zeit kön­nen Einwendungen erhoben werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, wozu auch die Ausmärker beizutragen haben. 5024D

Inheiden, den 3. Juli 1932.

Bürgermeisterei Inheiden.

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