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der Welt legt mehr Gewicht auf Fassade" als die Deutschen. Doch wir folgten einer Gruppe sauber gekleideter Kinder in ihre Wohnung.

Sie traten in ein Haus, das der lutherischen Kirche gegenüberlag. Die Front des Gebäudes hatte nichts Ungewöhnliches, deutete mit nichts auf Armut hin. Wir gingen den Kindern durch eis­kalte Flure nach, die feucht waren und nach nasser schmutziger Wäsche rochen. Mit unserem Führer vom Falkensteiner Arbeitsamt, der die Familie kannte, traten wir ein.

Das Haupt des Haushaltes, ein Bauarbeiter, sah in der Küche, dem einzigen geheizten der drei Räume, und lieh die Augen nicht von dem Topf auf dem Feuer. Das war, wie seine Frau mit einiger Bitterkeit erklärte, nun schon seit zwei wahren - so lange hatte er keine Arbeit - seine einzige Beschäftigung. Es gibt in Deutschland fünf Millionen Arbeitslose, aber ihre Frauen sind nicht arbeitslos und haben auch keinen Acht- Stundentag. Am schwersten arbeiten hier die Frauen der Arbeitslosen und Tag für Tag müssen sie sechzehn Stunden lang, um aus der Unter­stützung herauszuholen, was herauszuholen ist, sparen, zusammenkratzen, stopfen und waschen. Die Sitte ist hart wie Eisen: in Deutschland verlangt sie, dah der Mann keine Hausarbeit tut. Wenn er beschäftigungslos ist brütet er vor sich hin. Die Frau rackert sich ab. Der Topf enthielt Essen für den Mann, die Frau und die fünf Kinder. Die Mahlzeit bestand aus Teigstücken, mit denen so etwas ähnliches wie eine Teigsuppe gekocht wurde. Das war alles für das sonntägliche Mittagessen.

Die Familie, die wir nach der Sonntagschule aufsuchten, empfängt für acht Personen eine Unter­stützung von 23 Mark in der Woche. Drei Mark fünfzehn, erzählte die Mutter, verschlinge die, übrigens besonders verbilligte Miete, weitere orei Mark fünfzehn feien für die Beheizung nötig, vier Mark zwanzig für Bekleidung und andere Rotwendigkeiten, zur Ernährung von acht Per­sonen blieben also wöchentlich zwölf Mark sechzig übrig. Zu den Rahrungsmitteln, die für diese Geldsumme zu erwerben sind, kommen an jedem der sechs Wochentage drei Portionen Suppe, die gratis von der Volksküche zur Verfügung gestellt werden, einem aus privaten Mitteln unterhal­tenen Wohlfahrtsunternehmen, das täglich vier­hundert Portionen Suppe verteilt, teils umsonst, teils zu zehn, und teils zu zwanzig Pfennigen den Teller, je nach den Verhältnissen der Empfänger.

Aus der anderen Seite des Flurs wohnte die Familie eines anderen Arbeitslosen, welche mein Bild von der Lage der Stellunglosen um noch einige traurige Züge vermehrte. Eines der sechs Kinder war tuberkulös, muhte aber nichts desto- weniger zusammen mit den anderen sieben Fa­milienmitgliedern in dem einzigen Schlafraum schlafen. Das Interessanteste war jedoch, dah die Mutter im selbstverständlichsten Ton der Welt da­von sprach, dah diese sechs alles seien, was von neunzehn Kindern übriggeblieben wäre Dreizehn waren im frühesten Alter gestorben.

Aber auch Falkenstein lebt nicht nur von Teig- suppe und Trübseligkeit. 3mAnzeiger und Tage­blatt" standen vier groh aufgemachte Inserate von Lokalen, in denen am Sonntagnachmittag ge­tanzt wurde. Trotz der Frömmigkeit die in der Stadt herrscht, gibt es keinerlei gesetzlichen Zwang zur Sonntagsheiligung. Es wäre auch überflüssig. In dem großen, mit Papiergirlanden geschmück­ten Bierlokal drehten sich sechs Paare feierlich zur Degräbnismusik der aus vier Mann bestehenden Kapelle. Die vier Musikanten waren nieder­gedrückt, weil nicht mehr als sechs Paare tanzten: die Tanzenden waren schon von sich aus nieder­gedrückt. Sie gingen zu ihren Tischen zurück und starrten düster in die Diergläser.

Sechs Paare tanzten am Sonntagnachmittag iip Wirtshaus, aber zu der Abendandacht in der Zionskirche begaben sich achthundert Männer und Frauen. Mehr Menschen als da waren, hätte die Kirche nicht fassen können. Von acht bis zehn Uhr erzählte die Gemeinde, einer nach dem an­deren. wie der Glaube ihnen über ein, zwei, drei Jahre der Arbeitslosigkeit hinweggeholfen hätte. Trotzdem sind diese Gläubigen immer noch stel­lungslos. Das einst rote, jetzt fromme Falkenstein ist vielleicht nicht mehr als eine Episode, aber an chm war mehr noch als an allen anderen Phä­nomenen im Reich zu erkennen, welche Bedeutung der Arbeitslosigkeit als dem wichtigsten Problem Deutschlands zukommt.

Aus der PiwinuotbuuptnaOi

Gieh en, den 5.März 1932.

Fahrpreisermäßigung der Krastposten.

Das Postamt Gießen teilt; Bei den vom Post­amt Gießen betriebenen Krastpostlinien wird al 6. März der bisher gültige Fahrgeldsatz durchweg auf 8 Rpf. und bei größeren Strecken bis zu 7 Rpf je Kilometer ermäßigt. Für die Arbeiter- und Schü­lerwochenkarten, die bisher schon mit einer Ermäßi­gung bis zu 50 v. S). des Regelfahrgeldsatzes aus­gegeben wurden, werden die neuen Fahrpreise nach dem Satze von 4 u. U. 3 Rpf. für 1 Kilometer be- Achnet So z. B ermäßigt sich der Fahrpreis von Gießen Neustädter Tor nach Krofdorf und Launs- bach von 40 auf 35 Rpf , von Gießen Bahnhof nach Hochelheim und Rechtenbach von 100 auf 80 Rpf., nach Hörnheim von 90 auf 75 Rpf., nach Lützel- linden von 60 auf 50 Rpf., nach Klein-Linden öon 30 auf 25 Rpf., von Gießen Selterstor nach Stein­berg von 50 auf 45 Rpf., nach Holzheim von 100 auf 90 Rpf. Die Preise sind trog schlechter Ergeb- niste aller Linien herabgesetzt worden in der An­nahme, daß dadurch bessere Benutzung der Kraft­wagen und höhere Einnahmen erreicht würden. Sollten diese Erwartungen sich nicht erfüllen, so könnte den Belangen der Einwohner nicht mehr in dem Maße Rechnung getragen werden, wie seither.

Nationalsozialistische Kundgebung.

Am Donnerstagabend fand im dichtgefüllten Saale des Cafs Leib eine Kundgebung der NSDAP zur Reichspräsidentenwahl statt. Neichstagsabgeordneter Pfarrer a. D. Münchmeyer legte in etwa 2% = stündiger Rede den Standpunkt der NSDAP, zu dieser Wahl dar. Er betonte einleitend, die NSDAP, sei nicht in den Reichstag gegangen, um dort wieder mitzuarbeiten, sie lehne vielmehr ihre Mitwirkung ab, dadort oben nur noch mit Verfassungsbruch gearbeitet" werde und auch die Regierung ver­fassungswidrig handele, da im Reichstag noch nie über die Bertrauensfrage abgestimmt worden sei. Der Redner bemängelte weiter, daß Brüning die NSDAP, nicht ihrer Stärke entsprechend an der Regierung beteiligt habe, um dem Willen des Vol­kes Rechnung zu tragen. Was künftig in Deutsch­land sein werde, hänge von der Wahl am 13. März ab. Ec beschäftigte sich weiter mit dem bekannten Erlaß des Neichswehrminffters G r o e n e r über den

Oer Reichspräsident nimmt die Parade des Berliner Wachtregiments ab.

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Berlin, 4. März. (WTB.) Der Herr Reichs­präsident Generalfeldmarfchall v. Hinden­burg besichtigte heute mittag 12.30 Uhv auf dem Moabiter Exerzierplatz, wie alljährlich, die Wachtruppe Berlin Der Chef der Heeresleitung, General der Infanterie Freiherr o. Hammer st ein-Equord und die unmittel­baren Vorgesetzten der Wachtruppe waren bei der Besichtigung anwesend. Nach Abnahme des Vorbei­marsches nahm der Herr Reichspräsident im Offizier­heim der Wachtruppe am gemeinsamen Mit­tagessen teil. Die Berliner Wachtruppe, die sich aus Kompanien aller deutschen (Baue zusammensetzt, bestand aus sechs Kompanien Infanterie, drei Ma-

Ichinengewehr-Kompaiuen, einer Mmenwerser-Kom- panie und einer Batterie. Punkt 12.30 Uhr erschien Generalfeldmarfchall v Hindenburg in Begleitung feines Adjutanten Oberst v. Hinden­burg auf dem Platz. Der Kommandeur der Berliner Wachtruppe, Oberst v. Tiedemann, erstattete den Rapport, worauf der Generalfeldmarfchall unter den Klängen des Präsentiermarsches und des Deutsch­landliedes die Truppe, die mit aufgepflanztem Bajo­nett präsentierte, abschritt Im Anschluß hieran nahm der Generalfeldmarfchall den Vorbeimarsch ab. Im Anschluß an die Parade überreichte ein kleines Mädchen im Auftrage der Wachtruppe dem Reichs­präsidenten einen Maiglöckchenstrauß.

Eintritt von Nationalsozialisten in die Reichswehr und erklärte, dieser Erlaß trage nur den gegebenen Verhältnissen Rechnung da der größte Teil der Reichswehr mit den Nationalsozialisten sympathisiere. An der Außenpolitik des Kabinetts Brüning und des verstorbenen Außenministers Stresemann übte der Redner scharfe Kritik, wobei er erklärte, auf der Abrüstungskonferenz in Genf habe Brüning eine . pazifistische Fastenpredigt" gehalten, sogar der Lausestaat" Litauen habe sich erdreistet, in der Memelfrage Deutschland einen Schlag i"s Gesicht zu versetzen Der Redner betonte, mit Pht^jen sei dem deutschen Volke nicht zu helfen, es müßten Taten geschehen. Er erörterte weiterhin die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des verflossenen Jahres seit der Bankenkrise und die Bedrängnis der deutschen Wirt­schaft bis zum heutigen Tage, ebenso besprach er die Reparationsfrage und die Stellungnahme seiner Partei, die allein imstande sein werde, eine grund­legende Aenderung herbeizuführen. Zur Reichsprä­sidentenwahl erklärte er, es fei nicht eine Sekunde ein Zweifel darüber gewesen, dah Hitler der Kandidat der NSDAP sein mürbe; man habe nur zur rechten Zeit schweigen müssen, um zur rechten Zeit reden zu können. Das Volk fordere jetzt fein Recht. Er bezeichnete Hitler als ein Universalgenie und als einen gottbegnadeten Menschen, der gar nichts für sich wolle, sondern alles nur zum Besten feines Volkes tue. Eine Verlängerung der Präsident­schaft Hindenburgs oder feint Wiederwahl lehnte der Redner ab, da Hindenburg, der doch nur feinen Wählern von 1925 verpflichtet gewesen sei, diese enttäuscht habe. Nach dem jetzigen Stand der Dinge könne Hindenburg von der NSDAP, nicht gewählt werden, wenn er sich aber von Brüning und dem bisherigen System trenne, dann lasse sich über dies und jenes sprechen Wer die bisherige Politik fort­gesetzt wissen wolle, könne Hindenburg wählen, wer aber eine Aenderung wünsche müsse sich für den Vertreter des kommenden Systems entscheiden Der Redner betonte dann die Gefahren einer kommu­nistischen Präsidentschaft, die den Bolschewismus in

Deutschland zur Folge haben werde, lehnte die Kandidatur Duesterberg als Spaltung ab und erklärte sie als eine unnütze Zählkandidatur, um schließlich seinen Zuhörern die Kandidatur Hitler nachdrücklich zu empfehlen. Er gab der Meinung Ausdruck, daß gar kein Zweifel darüber bestehe, daß Hitler schon im ersten Wahlgang zum Reichs­präsidenten gewählt werde, denn der NSDAP, werde es gelingen, schon bei der ersten Wahl die absolute Mehrheit zu erreichen. Wenn Hitler Reichspräsident sei, werde durch Ernennung der ent­sprechenden Minister, Auflösung des Reichstags und die Uebernahme der Kommandogewalt über die Reichswehr und die Polizei die Aenderung in Deutschland in die Wege geleitet werden Zum Schlüsse polemisierte der Redner noch kurz gegen den hessischen Innenminister L e u s ch n e r, von dem ebenso wie von allen bisherigen Machthabern Re­chenschaft gefordert werde Die Rede wurde von der Versammlung mit starkem Beifall ausgenommen

Gießener Wochenmarktpreisc.

Gießen, 5. März. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt Süßrahmbutter 130 Pf., Landbutter HO. Kochbutter 90, Matte 25 bis 30, Wirsing 10 bis 20 (pro Zentner 12 bis 15 Mk.), Weißkraut 10 bis 12 (pro Zentner. 6 bis 6,50 Mk.), Rotkraut 10 bis 15 (pro Zentner 8 bis 10 Mk.), Kartoffeln 4 (pro Zentner 3 bis 3,50 Mk.), gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 35, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 50 bis 70, Zwiebeln 18 bis 20, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35. Dörrobst 25 bis 30. Aepfel 8 bis 15. Dirnen 10 bis 12, Rüsse 35 bis 40, Honig 40 bis 50, Suppenhühner 80 bis 90, junge Hähne 90 bis 100 Pfennig pro Pfund: Tauben 60 bis 70, Eier 8, Salat 25 bis 30, Blumenkohl 30 bis 70, Oberkohlrabi 8 bis 10, Lauch 5 bis 10. Rettich 10 b s 15. Sellerie 10 bis 40. Endivien 15 bis 30. Käse 5 bis 10 Pf. pro Stück.

^eum ireuiiM. ,

Berlin, 5. März. (WTB. 5unt|piuu;./ ja­wohl von der Tendenz der gestrigen Neuyorker Börse keine Anregung ausgehen konnte und es auch sonst an besonderen Momenten fehlte, zeigte die heutige Wochenschlußborse zu Beginn eine ge­wisse Beruhigung Die Umsatztätigkeit war sogar für einen Samstag ziemlich lebhaft, betoränfte sich aber auf die Hauptwerte Auch daß am Rentenmarkt die kleine Nachfrage, die schon in den letzten Tagen zu beobachten war, heute in Erwartung einer Dis­kontermäßigung anhielt, machte einen guten Ein­druck. War so die Allgemeinheit eher freund­licher, so gingen Die Kursveränderungen doch nur in Einzelfällen über Bruchteile eines Prozentes hinaus In Farben-, Reichsbant- und Elektrowerten wurden verschiedentlich Wochenschlußdeckungen vor- gcnommen. Bankaktien lagen wenig verändert. Schiffahrtswerte konnten bis zu 1 Prozent anziehen. Montane lagen behauptet, da der Krupp-Abschluß trotz seines beinahe 11 Millionen betragenden Ver­lustes nicht überraschte. Rhein. Braunkohlen konn­ten sogar 2 Prozent gewinnen. Am Elektromarkt zeichneten sich Hamburger Elektrizitätswerke durch eine 2proacntige Steigerung aus, wobei die Be­endigung Des Lichtstreiks kurssteigernd wirkte. Auch Schubert & Salzer holten zirka 4 Prozent ihres gestrigen Verlustes ein und gingen damit noch über den gestern erzielten Versteigerungskurs hin­aus. Svenska lagen auf Dividendehoffnungen eine Mark gebessert. Auch für Contigummi erhielt sich das Interesse, so daß ein zirka 2prozentiger Gewinn erzielt wurde

Der Rentenmarkt tendierte überwiegend freundlicher. Von deutschen Anleihen konnte sich die Altbesitzamoihe weiter erholen, auch Gold- pfanbbriefe waren meist etwas gebessert. Reichs- fchuldbuchsorderungen lagen unverändert. Nur In-

waren weiter ziemlich schwach .naniagt. Im Verlause machte sich aber hier, eben­so wie an den Aktienmärkten, Ordermangel be­merkbar, so daß die Kurse auf Grund der Umsatz­losigkeit abbröckelten.

Am Geldmarkt blieben die Sätze heute u n - verändert.

Frankfurt schwächer.

Frankfurt a. M., 5. März. (WTB. Draht- Meldung.) Die Wochenschluhbörse lag zu Beginn recht widerstandsfähig, doch herrschte bei der Spekulation stärkste Zurückhaltung, wobei der schwer zu beurteilende Ausgang der Reichspräsidentenwahl Veranlassung gab. Das Geschäft hielt sich wiederum in sehr engen Gren­zen. zumal keine Anregungen vorlagen. Später wurde die Haltung, vom Montanmarkt aus­gehend. an dem der Kruppabschluh ungünstig ausgenommen wurde, allgemein schwächer. Auch das plötzliche Angebot in Gesfürelaktien trug zu der rückläufigen Bewegung bei. Gegen die gestrige Abendbörse ergaben sich überwiegend Kursverluste, wobei bei der Enge des Mark­tes schon kleinstes Angebot genügte, um Kurs­verluste von 1 bis 2 Prozent herbeizuführen. Von Montanaktien lagen besonders Rheinstahl und Mannesmann im Angebot. Am Elektro­markt konnte die Mehrzahl der Kurse bei Beginn zunächst um etwa 1 Prozent anziehen, doch ver­ursachte das Überraschende Angebot in Gesfürel­aktien später neues Rachgeben der Kurse, wobei das Riveau der Abendbörse noch um etwa 1 Prozent unterschritten wurde. Von Chemie- aktien gaben IG.-Farben 1 Prozent nach, wäh­rend Scheldeanstalt im Verlaufe nach ruhiger Er­öffnung sich um 1 Prozent erholen konnten. Für 2G.-Chemie-Basel hörte man unveränderte Kurse. Schiffahrtswerte blieben unter Schwankungen etwa

I behauptet. Don Bankaktien lagen Reichsbank, zunächst 1 Prozent höher, dann aber gleichfalls wieder schwächer. Die übrigen Bankwerte blieben ziemlich unverändert. Etwas fester lagen noch Contigummi, die etwa 1 Prozent gewannen.

Am Dentenmarkt war Altbesitzanleihe 0,5 Prozent höher, von fremden Werten blieben Türken und Mexikaner gut behauptet. Am Pfandbriefmarkt gaben Goldpfandbriefe etwa 0,25 Prozent nach. Liquidationspfand.briefe blieben knapp behauptet.

3m Verlaufe bröckelten die Kurse infolge der GeschäftsstiUe weiter leicht ab. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld mit 7,5 Prozent unverändert.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. ZU.

Banknoten

4 März

5. Mär,

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Srie

Gelb

Srie

Helsingfor» .

6,523

6,537

6,543

6,557

Wien

49,95

50,05

49,95

50,05

Prag

12,465

56,94

12,485

12,465

12,485

57.06

Budapeg .

57,06

56,94

Sofia .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland

169,63

169,97

169,43

169,77

Oslo

79,92

80,08

80,32

80,48

Kopenhagen.

81,02

81,18

81,32

81,48

Stockholm

80,97

81,13

81,17

81,33

London

Buenos Aires

14,71

14,75

14,77

14,81

1,068

1,072

1,073

1,077

Neuyork

4,209

4,217

4,209

4,217

Brüssel

58,59

58.71

58,58

58,70

Italien

21,82

21,86

217801

21,84

Parts

16,56

16,60

16,56

16.60

Schweiz

81,32

81,48

81,32

81.48

Gönnten

32,57

32,63

82,18

32,47

32.53

Danzig

82,08

82,02

82,18

Javan

1,359

1,381

1,369

1.371

Rio de Jan..

0,249

0,251

0,248

0,252

Jugoslawien, etilabon

7,443

7,457

7,443

7,457

l,39

'3.41 ,

13,44

13,46

Reichsbankdiskont 7 v. k) Lombardzinsfuß 8 o t)*

Berlin, 4. März

Geld

Brief

Amerikanische Noten......

4,20

" . 4,22

Belgische Noten .......

58,43

58,67

Dänische Nölen ......

80,84

81,16

Englische Noten . ......

14,67

14,73

Französische Noten .....

16,52

16,58

Holländische Noten .......

169,26

169,94

Italienische Noten ....

22,11

22,19

Norwegische Noten

79,74

80,06

Deuts ch-Oeslerretch, 1 100 Schwing

Rumänische Noten

2,49

2,51

Schwedische Noten . . ......

80.79

Schweizer Noten. .......

81,14

81,46

Spanische Noten .......

32,43

32,57

Ungarische Noten ......

Rundfunkprogramm.

Sonntag, den 6. März.

7: Von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Kassel: Morgenfeier. Veranstaltet von der Evangelischen Landeskirche in Hessen-Kassel. 10.20: Stunde des Chorgesangs. Heitere Gesänge aus alter Zeit. 11.10: Zoologischer Garten: Hörbericht aus der Hunde-Ausstellung. 11.30: Don Leipzig: Forscher berichten. Mit dem U-BootRautilus" im Rord- polarmeer. Prof. Dr. Sverdrup, Bergen. 12: Von Berlin. Großes Schauspielhaus: Mittags­konzert des Orchesters Äja Lioschakoff. 14.10: Stunde des Landes. 15: Von Leipzig: Fußball- Länderspiel Deutschland Schweiz. 16 45: Aus Glotterbad im Schwarzwald: Äachmittagskon ert des Musikkorps des Ausbildungsbataillons se8 Infanterie-Regiments 14, Donaueschingen. 8: ..Das Hörspiel als Kunstform", Vortrag von Dr. Erich Franzen, Berlin. 18.25: Dreißig bunte Minuten. Leitung. Falke-Leonhard. 18.55: Das Lachen. Eine Stunde mit Schallplat'en von Alfred Auerbach. 19.25: K"-lsruhe: Ha d- Harmonika-Konzert. 20: Mysterie maten für V o- line und Orgel. Von Fr. von Biber (164 bis 1704). 20.50: Unterhaltungskonzert. 22.10: s wird weiter geb aut . ." Das Zeppelinluftsch ,n feiner Entwicklung zum Weltverkehrsmittel. Vor­montage von Paul Enderling. 23.25 bis 24: Tanzmusik des Tanzensembles der Stuttgarter Philharmoniker.

Montag, den 7. März.

7.20: Frühkonzert aus Schallplatten. 12.05: Schallplattenkonzert. 13.05: Von Köln: Mittags- konzert. 17: Rachmittagskonzert des Rundfunk­orchesters. 18.40:4000 Kilometer an deutschen Grenzen" Vortrag von Dr Erich Lotichius. 19.05: Englischer Sprachunterricht. 19.35: Looping ned) vorn". Erlebnisbericht von Vera von Vis­sing. 20.05: Großer Saal des Saalbaues, Frank­furt a. TU. 8. Montagskonzert. 22.05: Goethe- Belletristik. 22.15: Zeitbericht. Frankreichs Re­gierung vor den Wahlen".

^irthlifhr Itofhrifhfen.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 6. März Lätare.

Stadtkirche 9.30 Uhr: Pfarrer Mahr; 11: Kinder­kirche für die Matthäusgemeinde, Pfarrer Mahr; 14: Pfarrer Becker, Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Markusgemeinde: 18: Pfarrer Becker. Beichte und heiliges Abendmahl für Mat­thäus- und Markusgemeinde. Johanneskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld: 11 Kinderkirche für die Iohannesgemeinde, Pfarrer Ausfeld: 14: Pfarrer Lic Waas. Vorstellung und Prüfung der Konfir­manden der Petrusgemeinde, 18: Pfarrer Bechtols- heimer: 20: Missionsstunde, Pfarrer Groh. Ka­pelle des Alten Friedhofs. 9.30 Pfarrer Lenz; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Pfarrer Lenz. Elisabeth-Kleinkinderschule 9.45: Pfarrer Lic. Waas-, 11: Kinderkirche für die Petrusgemeinde, Pfarrer Lic Waas. konfirmandenfaal (Ciebig- straße 56). 14 Taubstummengottesdienst. Beichte und heiliges Abendmahl. Pfarrer Bechtolsheimer Klein-Linden 9: Hauptgottesd'enst, anschl. Beichte und Abendmahl für die älteren Verheirateten: 11: Kindergottesdienst. wieseck 9 45; 11: Kinder- kirche, 19.30: Passionsandacht Kirchberg 10; 13.30 Lollar - Alien Buseck 10; 19.30: Passions- andacht; 13: Trohe Hausen-Garbenleich 10: (Bar» benteid), Feier des hl Abendmahl: 13: Hausen Watzenborn Steinberg 13: Hauptgottesdienst; 14: Kinderkirche. Grüningen 10 Hauptgottesdienst. Cid). 9 45: Beichte: 10 Stiftspfarrer Draudt, heiliges Abendmahl: 12.45: Kindergottesdienst: 14: Stiftsdechant Kahn

katholische Gemeinden.

Samstag, den 5 März.

Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte.

Sonntag, den 6. März. 4. Fastensonntag.

Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Männer: 8 Kommunion: 9: Hochamt mit Pre­digt: 11: Messe mit Predigt: 17.30: Christenlehre und Andacht. (Brünberg. 9.45 Messe mit Predigt. Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. Laubach. 10. Hochamt mit Predigt: 14.30 Christenlehre und Andacht Cid). 7 30: Hochamt mit Predigt: 20: Vortrag und Andacht. Riddo 8.30. Hochamt mit Predigt. Scholten. 10.30: Hochamt mit. Predigt.

Lonntanedientt d.Aente u-Avotbeken am 6. B 32 Dr. Schaffer. Dr. Steinreich. Hirschapotheke.

Zahnarzt: Dr. Haubach. Ö