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Eoelhe. n nicht vergißt, so m aus einer tiefen Erwacht, nlchenangesicht, viel, oder des chimmelz aus einmal wieder in Bogel jubiliert )er ein Wort, Die °>>e rätselvoll schön mit neuen Augen, o bewußt war wie lüßte man sehen, so i wirklich der Natur ist das ehrliche Der» . I Iber dann versinken inzlich in die Saft-' auch sonst mit be- Philister in sich an. ein belangloser und wechsel, sonst nichts, itlidrften Art bedeu- dies: Zuerst wissen, i uns heischt wie man an ij/ncn rei­en, wenn man sich ad erschauen, -t- jum Dunbcru mblids zum tiefen, allroaltenben Eesetz- ictlje gelangen, wo\u imErstaunen'. Es ens ausbilden da; lern immer feineren ene, Lchassende. E; bem Wirrwarr der ^roi^Brunöfafln' ittewTßeVf' Aber, Hubert Heil' würde schon wissen, Vorurteilen sert'g W ;ig den Kops hangen werden.

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Gommerfcft der Gießener Stubenlenschaft und Stu* * dentenhilfe Marineoerein: 9 30 Uhr Sqlflottet- birnft in Der Stadtkirche; 11 Udr: Dentmalscntbilf. lung am Bootsbau». Oswaldsgarten: 15.30 unb 20.15 Uhr. Alhambra BarletS-Rci'ue. Lichtsptel- bau», Bahnhofstraße:Sein Sd)cibung»grunb<.

Verhaftung eines Betrügers.

Der heutige Polizeibericht mclbct: Am 18. Mai wurden der angediiche Frcmdenleglonar Rupert Lechner, geboren am 20.9.07 zu i)ofgaftein in Oesterreich, unb bi» ISjäbrige Anneliese Str ob er aus Münden von Oenbarmcn in Conborf angehal» ten, da beibe ohne Ausweirpapiere waren Lech­ner btelt über bie Frembenlegion Vorträge unb lebte mit ber S t r ö b e r zusammen von bem Er­lös, ber durch Tellersammlung einging. Zur Person- lichkeitsseststellung wurde Lechner von der Lande», friminalpolijciftclle (Stehen in Allenbors (Lumda) abgebolt unb in Polizeigewabrsam genommen. Die Ströber wurde dem Jugendamt überwiesen. Der angebliche Lechner brachte sich in der ersten Nacht seiner Inhaftierung kleine Körnchen von lintenblei in bie Augen, woburch seine Ueberführung in bie Augenklinik notroenbig würbe.

Lechner gab u.a. an, seinen Pah in Kassel für eine Zechschuld hinterlegt zu haben. Die Nach­prüfung ergab aber, bah Lechner wohl einen Pah al» Pianb in einer Wirtschaft zuruckgelasien bat, der aber nach dem Lichtbild für eine a n ber c Per­son ausgestellt ist Die von ber fximatbebörbc be» richtigen Pahinbaber» in St. Johann in Pongau unb fjofgaftein angestellten (Ermittlungen ergaben, daß bie aus bem Paßbilde bargestellte Person ben Arbeiter Rupert Lechner au» Hosgastein barftellt, ber seine Heimat im Sommer vorigen Jahres ver­lassen unb feit November nicht» mehr von sich hören gelassen bat Die Persönlichkeit be» Festgenommenen, beffen Lichtbild ben Angehörigen be» Lechner vor- gezeigt würbe, ist biesen vollstänbig unbe­kannt. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit an- zunebmen, bah ber Festgenommene triftige (Briinbe hat, seinen richtigen Namen geheimzuhalten. Da­für spricht auch bie Selbstversitzung feiner Augen, da ein Entweichen aus bem Krankenhaus viel echer möglich ist, als aus bem Gefängnis.

Inzwischen finb von ben Amtsanwaltschaften Kassel unb (Böttingen Anzeigen wegen Set rüg« gegen den angeblichen Lechner eingegangen. Er wurde unter Haftbefehl gestellt unb wirb, da er seit heute haftfähig ist, in das Landgerichtsgesangnis ringe­lt efert. Die (Ermittlungen über seinen richtigen Namen werben fortgesetzt.

(Yichcner Wochcnmarktpreisc.

Diehen. 4. 3imi. ®« kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 130 Ps. da« Pfund, Landbutter 120 bi« 130, Kochbutter 100, Matte 25 bis 30, (Selbe Rüben (Bund) 18, Spinat und Römischkohl 12 bi« 15, Dohnen 50 bl« 55. Spargel 30 bis 55, Erbsen 30 bis 35, Mischgemüse 10 bis 12, Tomaten 63, Zwiebeln 15, Rhabarber 8 bi« 10, Kartoffeln (alte) 4'/,. (neue) 15 bi« 25, Aepfel (ausländische) 50 bi« 60, Dörrobst 30 bi« 35, Kirschen 70. Erdbeeren 140 bi« 220. Honig 40 bi« 45, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80; Käse, das Stück 5 bis 10 Pf.. Tauben 50 bis 70, Eier 7 (10 Stück 65). Blumenkohl 40 bis 70 Salat 8 bi« 10, Salatgurken 35 bi« 50. Ober-Kohlrabi 15 bis 16. Lauch 5 bi« 10. Rettich 10 bis 15, Sellerie 25 bis 35; Radieschen, das Bündel 10 bis 12 Pfennig; Kartoffeln, der Zentner 3,80 bis 4 Mark.

Die Benefizvorstellung der Mit­glieder deS (Siebener Stadttheatcr« beginnt heute 2015 Uhr. Es wird nochmal« darauf aufmerksam gemacht, dahDer Datterich" (Spielleitung und Hauptrolle Heinrich Hub) ein äuherst amüsantes Spiel ist. da« für einen solchen Abend viel Freude und Lachen bereitet. Das gesamte Ensemble spielt rnft.

Museen und Hei denturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Ein­trittspreisen geöffnet.

(Ein kräftiges Gewitter mit reichlichen Niederschlägen ging gestern kurz nach 14 Uhr über Gießen und Umgegend nieder. Von Schaden in unserer Stabt ober ber nächsten Umgegend ist bis­her nichts bekanntgeworben. Dagegen hat das Unwetter in ber Nähe von Nidda, wie uns aus Ranstadt berichtet wird, erheblichen Hageljchlag gebracht, bei bem bie Hagelkörner bis zu Haselnuß« gröhe etwa 3 bis 4 cm hoch bie Straften unb Fel­der bedeckten. Der starke Platzregen verursachte auf dichtstehenden Getreidefeldern Lagerstellen. Oo durch den Hagelschlag an den Obstbäumen besonderer Schaben entftanben ist, läßt sich noch nicht über­sehen. Heute vormittag gingen über Gießen erneut starke Platzregen nieder, bie in kurzer Zeit bie Straßengossen mit ftrömenbem Master füllten. -

Weitere Lokalnachrichten im dritten Blaff.

Nordlandreisen durch die durch ihre beliebten Monte"-Schiffe bekannte Hamburg-Sud Es finben folgende Fahrten mitMonte Rosa" statt: Fjordreise 2. Juli ab Hamburg, 10. Juli in Hamburg; 16. Juli ab Hamburg, 31. Juli in Hamburg; 4. August ab Hamburg. 22. August in Hamburg. Als Neuheit ihres diesjährigen Ferien-Reiseprogramms wirb bieHarn- burg-Süb mit M.«S.Monte Pascoal" in ber Zeit vom Ih. Juli bis 4 August eine Sommerfahrt zu ben

schönsten süblichen Häsen des Atlantischen Ozeans und Mittelländischen Meeres veranstalten. Die Reise be­ginnt unb endigt in Hamburg. 4297V,

sich wieder zukehren, sich von Neuem hell unb rein in ben großen Zusammenhang alles «ein» stellen, au» ber Vielfalt bie Einheit lesen, Gemeinschaft spüren unb zugleich sich selber finben. Da» Fühlen, was eines meiner Gebichte sagen möchte:

Ich schmiege mich in bei ne-grüne Stille, du lieber, schöner Bruder Baum, und bin voll Licht au» deiner stummen Fülle. Wie wir da» Schöne doch so ost zerlärmen unb werden an bem Lauten scharf unb kalt unb können uns nicht mehr aus uns erwärmen. Und auch einander nicht mehr tief begegnen; denn es muß eine große Stille fein, wo (Bott unb Liebe segnen ...

Der Natur nahe: Ja, bie Sprache ber Dinge ver­stehen lernen, aufs neue das beseligende Gefühl haben, ein Lernender zu fein und also zu reifen zum großen Verstehen, schließlich aus solchem (Er­leben das zu gewinnen, bas Goethe in bie Worte an die Natur kleidet:

Wirft alle meine Kräfte mir in meinem Sinn erheitern und dieses enge Dasein hier zur Ewigkeit erweiternd

So wird die Reise wirklich eine Luftreise, ein göttliche» verweilen unb keine Filmsanbreise.

Hymne an den Käse.

Nie nahte sich ein Dichter; dir al» Freier, nie sang bein Lob ein schmalziger Tenor.

So rührt benn Milch und Fett mit eurer Leier, unb aus bem Quark steig braufenb es empor! Unbankbar Volk ber Dichter unb der Denker: Ähr eftt ben Käse voller Leidenschaft^ unb sei es selber Limburg» starker «tänker, ihn zu besingen habt ihr keine Kraft!

Wie freut ihr euch ber martern Nieberlande, wenn Edam mit ben roten Äugeln schießt, unb wenn ber Kümmel, ber so oft verkannte, gleich einem Veilchen aus bem Harzer sprießt! Beim reifen Camembert seht ihr es brodeln, er lauft vom Teller fort nach altem Brauch. Beim (Emmentaler möchtet ihr fast fabeln, unb, Ist er ohne Rinbe, tut ihr'» auch.

Den Roquefort kennt ihr in verschiebenen Schärfen, in milden Tönen klingt ber Romabour.

der Chester wirkt auf eure Magennerven, im Allgäu singt ihr wie ein Troubadour.

Und was euch weiter bann im beutschen Lande von Mainz bis Tilsit sättigt unb erquickt, das festigt zwischen Nord unb Süb bie Bande unb hat schon manchen Zwiespalt überbrückt.

(Erinnert euch an jene Augenblicke:

Bei einer Wahlversammlung trankt ihr Bier. Der Gegner sprach mit angeborner Tücke, schon mürben eure Augen starr unb stier.

Die Lungen gingen wie ein Äraftgebläfe. Die Lust roarb birfer, größer mar bie Wut. Da rief ein Nachbar:Dbcr, einmal Käse!" Und alles war bann roieber recht unb gut.

Mit Butter, Salz unb Pfeffer, Kümmel, Nelken, mit Bier, Kartoffeln mirb er zugefetzt

Sein Ruhmeskranz mirb nimmermehr vermerken, von hoch unb niebrig mirb er gleich geschätzt.

Ob weich, ob hart, ob mit, ob ohne Löcher, und ob er duftet, wie ein junger Hund ... Dem edlen Käse einen vollen Becher!

Wer lange Käse ißt, bleibt lang gesund!

Puck.

60 Jahre Frankonia (Stehen.

Die Gießener Burschenschaft Fran­konia begeht so schreibt man un« am 4. (GründungStag) und 5. 3uni in einsachem Rah­men. der Zeit entsprechend, die Feier ihre« 60- jährigen Bestehen« Bor 60 Zähren gründeten mehrere Feldapotheker, die die im Kriege 1870/71 unb der darauf folgenden Besatzungszeit geschlos­sene Feldkameradschaft aufrechterhalien wollten, den .Pharmazeutischen Verein". Aus dieser Ber­einigung ist nach mancherlei Wandlungen die heutige Burschenschaft Frankonia hervorgegangen Sie gehört seit 1906 der .Deutschen Burschen­schaft" an. Die grün-weift-roten Farben der Gie­ßener Franken, die Farben des alten deutschen Stammes der Franken (..grün-rot", getrennt durch das neutrale .weiß"), auch die Farben der rhei­nischen Lande, sind über ein Menschenalter mit der Geschichte unserer Universitätsstadt auf da« engste verknüpft Die früheren Gießener .Ratur- förster". die heutigen Gießener .Schwarzen", sind in der langen Zeit ihrer Geschichte, getreu der Heber licterung de« Feuergeistes der alten Gie­ßener ..Schwarzen", immeroar ein lebenskräftige« Glied der Gießener Korporationen gewesen, ein immer grünender Zweig am großen Baume der Deutschen Burschenschaft.

Das Sommerfeft der Gießener Studentenschaft.

Die Leitung de« diesjährigen großen Som- merfestes der Gießener Studenten­schaft zugunsten der Gießener Studentenhilse am Sonntag. 5. Juni. 20 Uhr. in der BolkShalle teilt über die Ausgestaltung des Festes mit: Ss be­steht Anlaß, von vornherein und eindringlich zu betonen, daß es sich bei dem Hommerfest berötu- dentenschast nicht nur um ein Fest für Angehörige ber Universität handelt, sondern um eine An­gelegenheit der gesamten Gießene r D ü r - gerschaft. welche zur Teilnahme daran herzlich cingelaben ist. Aus dem reichhaltigen Programm sei erwähnt, daß die künstlerische Leitung der Zcr-

Neuregelung des Ausverkcmsöwesens

1L Idloetfäafr.

schäft«inhaber sich zum Zwecke der Umgehung Borschrift de« Satzes 1 an dem Geschäft eine« deren beteiligt oder in diesem tätig wirb

der an-

Deranstaltungen, welche die Räumung eines bestimmten Warenvorrat« au« dem vorhandenen Bestände betreffen (Teilverkäufe), dürfen nur stattfinden, wenn ein von der VerkehrSauffasiung al« ausreichend anerkannter Grund »erliegt (5. B. Aufgabe einer "Bert auf «Relle, Brandschaden, Auseinandersetzung). Der Grund muh im einzel­nen Falle die Veranstaltung rechtfertigen und in der Ankündigung angegeben werden. Die An­kündigung darf nicht in einer Form erfolgen, bie nach ber Derkehrsausiassung aU Ausverkauf gebeutet werden kann. Die Dauer ber Teilver­käufe darf einen Monat nicht überschreiten, eine Fristverlängerung ist ausgeschlossen.

III. Ueberwachvng.

Da« Kreisamt Gießen gibt im neuesten Amt«- Verkündigung «blatt neue Besti mmungen über Au «Verkäufe und ähnlicheBer- anftaltungen bekannt, die mit dem 1. 3uni 1932 inKraft getreten sind. 3n der Bekannt­machung wird für den Krei« Gießen u. a. be­stimmt:

I. Ausverkäufe.

§1. Begriff.

AI« Ausverkäufe dürfen in öffentlichen Bekannt­machungen ober Mitteilungen, die für einen grö­ßeren Kreis von Personen bestimmt sind, nur solche Teranftafiungen angekündigt werden, die ihren Grund in der Aufgabe a) be« gesamten Geschäfts­betriebe« b) bes Geschäftsbetriebe« einer Zweig- nieberlaffung, ober c) einer einzelnen Waren­gattung haben. Bei der Ankündigung eines Aus­verkaufs ist anzugeben, welche der unter a bi« c genannten Gründe für ben Ausverkauf vorlieaen. 3m Falle au c ist bie Warengattung anzugeben, auf die sich der Ausverkauf bezieht.

8 2. Sperrfrist.

Rach Beendigung eine« Ausverkauf« ist es dem Geschäftsinhaber vor Ablauf einer Frist von einem Jahr nicht gestattet, an dem Ort. an dem der Ausverkauf ftattgefunben hat, einen Handel mit den davon betroffenen Warengattungen zu eröff­nen. Ausnahmen kann die höhere BerwaltungS- behörde nach Anhörung ber gesetzlichen DerusS- oertretungen von Handel und Gewerbe, Hand­werk und Industrie gestatten. Der Eröffnung eines eigenen Handel« steht eS gleich, wenn der Ge-

8 11.

Mit Geldstrafe bi« zu 150 Mark ober mit Hast wirb bestraft:

1. wer es unterläßt, in ber Ankündigung eine« Ausverkaufs gemäß § 1 ober eine« Verkaufs ge­mäß § 7, bie in ben Paragraphen 3 biS 5 vor ge­schriebenen Angaben zu machen;

2. wer den Vorschriften der Paragraphen 3 bis 8 unb 13 zuwiderhandelt ober bei Befolgung ber Vorschriften ober Anorbnungen unrichtige Angaben macht;

3. wer ben von ber höheren Verwaltung«be- hörbe auf Grund des § 9 getroffenen Bestim­mungen zuwiderhandelt.

VI. Inkrafttreten.

§ 12.

Diese Bekanntmachung tritt mit dem 1.3unt 1932 in Kraft. Die Bekanntmachung vom 25. August 1927 ist aufgehoben.

kusdarbietungen unb sonstiger Vorführung in ben Händen be« Herrn Spielleiter Heinrich Hub vom Etabttheater liegt, der, wie gewohnt. Erstaun- 114X38 zeigen wird. Ein vielgestaltiger Tierpark steht zur 'Verfügung. Den Gesamtaufbau feitet ber bestens bekannte Herr Löffler vom Stabt- theater. Unter ben weiteren Mitwirkenden fallen Rainen wie Däulke, EchömbS.Iörg usw' in« Auge. Große Tanzflächen, Duden aller Art, Delustigungsstände der Korporationen werden dem Fest das altbekannte bunte Gesicht geben. Frohe unb genußreiche Stunben stehen jebem bevor, ber am Sonntag ben Weg in bie Volks Halle findet. Man beachte bie heutige Anzeige

Pornotizen.

Tageskalenber für Samstag. Stabt- ttjeater: 20.15 Uhr,Daiterich". Marineverein:

20 Uhr Bootshaus, Herrenkommers aus Anlaß des 40. Stiftungsfestes. GDA.: 20.15 Uhr,Aqua- rium", Rußland-Vortrag mit Lichtbildern. Sparer« unb Rentnerbunb: 20 Uhr, Katholisches Vereinshous, öffentliche Versammlung. Geflügel« u. Vogelzucht« verein: 20.15 Uhr,Pfalzer Hof', Monatsoersamm« lung. Artillerie Verein: 20.30 Uhr,Hessischer Hof", Monatsversammlung. Kurzschriftoerein von 1861: 20.30 Uhr, Caf« (Ebel Vereinsabend. 1 Reichskurzschriftgesellschost:Stabt Lich", Vereins, abend. VfB. 08: 20.30 Uhr, Vereinsheim, Mo« natsverfammlung. Oswaldsgarten: 20.15 Uhr, Al­hambra-Variete Revue. Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Die letzte Galavorstellung im Zirkus Busch".

Tageskalender für Sonntag. Ober« hessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr, Turmhaus am Brandplatz, Ausstellung. Volkshalle: 20 Uhr,

Die Industrie- und Handelstammer übersendet unverzüglich dem zuständigen KreiSamt und. wenn erforderlich, auch der Handwerkskammer eine Ab­schrift der Anzeige unb de« Verzeichnisses Zur Rachprüfung der Angaben In der Anzei^ unb im Verzeichnis sind außer ben zuständigen Behörden und geschlichen Q3c ruf «Vertretungen die amtlich bestellten Vertrauensmänner der »uständigen In­dustrie- und Handelskammer befugt. Besondere Kosten hat der Veranstalter zu tragen. Die In­dustrie- und Handelskammer teilt ihre Stellung­nahme unverzüglich dem Kreisamt mit, das ]e nach dem Ergebnis der Prüsung weitere Ent­schließung zu treffen hat. Etwaige behördliche Maßnahmen sind nach Anhören der Industrie- und Handelskammer zu treffen.

IV. Saisonschluß- unb Inventurausverkäufe.

§ 9.

Die Bestimmungen ber Paragraphen 3 bi« 8 sinden auf Saisonschluß- unb Inventurausver­käufe, bie von ben zuständigen gesetzlichen Berufs- Vertretungen von Industrie, Handwerk unb Han- bel für bestimmte Warengruppen al« im ordent­lichen Geschäftsverkehr üblich, ober al« für eine ordentliche unb gefunbe Geschäftsentwicklung not» wenbig anerkannt werben, keine Anwenbung.

Diese Verkaufe bürfen nur zweimal im Jahre stattfinben, ber eine beginnen!) frühestens mit bem Montag nach bem 4. Januar, ber andere be- gtrnienb am 3. Montag im Juli jeweils auf die Dauer von höchsten« drei Wochen, entsprechend näherer Bekanntmachung de« zuständigen KreiS- amtS.

Die Gewerbetreibenden sind verpflichtet, in allen Ankündigungen dieser Verkäufe den Zeit­punkt des Beginns ihrer Veranstaltung für jeder­mann deutlich erkennbar anzugeben.

Die Veranstaltungen müssen wahrheitsgemäß entweder als Saisonschlußverkauf, ober als In­venturverkauf bezeichnet werben.

V. Strafbestimmungen.

§ 10.

Mit Gefängnis bi« zu einem Jahr unb mit Gelbstrafe ober mit einer dieser Strafen wird bestraft:

1. wer im Falle ber Ankünbigung eines Aus­verkaufs (§ 1) ober eines Verkauf« (§ 7) Waren zum Verkauf stellt, die nur für diese Veranstal­tung herbeigeschaftt worden sind (togenannte« Verschieben ober Aachschieben von Waren);

2. wer ben Vorschriften deS § 2 zuwider einen Handel eröffnet ober sich an dem Geschäft eine« anderen beteiligt, ober in diesem Geschäft tätig wird.

83. Anzeige.

Wer einen Ausverkauf ankündigen will, hat zwei Wochen vor der Ankündigung der zuständi­gen Industrie- unb Hanbelskammer schriftlich in dreifacher Ausfertigung Anzeige über den Grund be« Ausverkäufe«, ben Zeitpunkt seines Beginns und seine« voraussichtlichen GndeS zu erstatten. Der Anzeige ist ein vollständige«, übersichtlich geordnete« Verzeichnis ber auszuverkaufenben Waren in dreifacher Ausfertigung beizufügen. Bei leicht verderblichen Waren oder in sonstigen besonders dringlichen Fällen kann die Anmelde­stelle eine Abkürzung der Frist zulassen.

84. Inhalt der Anzeige.

Die Anzeige muß die Firma, den Ort der ge­werblichen Riederlassung deS Veranstalter- unb die genau« Angabe ber Räume, in benen der Ausverkauf stattfinben soll, enthalten; sie muß ferner mit Angabe des Ortes unb Tages versehen unb von dem Veranstalter rechtsgültig unter­schrieben fein. Bei nichk in das Handelsregister eingetragenen Gewerbetreibenden ist statt ber Firma ber Vor- unb Zuname bes Veranstalters anzugeben. Der Anmeldestelle sind mit der An­zeige die Tatsachen anzuführen und auf ihr Ver­langen die Belege einzureichen, aus denen sich ergibt, bah ber Grund bes Ausverkaufs wahr unb ernsthaft gemeint ist. Die Einsicht in die An­zeige ist jedem gestattet.

85. Inhalt des Verzeichnisses.

Das Verzeichnis ist so aufzustellen, dah die Mebcreinftimmung seiner Angaben mit den tat­sächlich zum Berkaus gestellten Waren nachgeprüft werden kann. Die Waren müssen richtig und voll­ständig nach Art, Stückzahl, Maß ober Gewicht unter Angabe ber regelmäßigen Verkaufspreise bes Veranstalters, sowie des Lagerorte« aufge­führt werden. In Auftrag gegebene, aber im Zeitpunkt der Anmeldung noch nicht eingetroffene Waren sind in einem besonderen Verzeichnis mit genauer Angabe des Tages der Bestellung, deS Abnahmezeitpunktes unb ber Einkaufspreise auf- zuführen. Auf Verlangen der Anmeldestelle sind ihr auch die Lieferanten anzugeben. Die Anmelde­stelle kann die Berichtigung oder örgäraung eineS den Vorschriften nicht entsprechenden Verzeichnis­se« verlangen.

§6. Dauer.

Die Dauer der Ausverkäufe darf zwei Monate nicht überschreiten. In besonders begründeten AuSnahmefällen in denen diese Frist offenbar nicht ausreicht, kann da« KveiSamt nach Anhörung ber zuständigen Industrie- unb Hanbelskammer bzw. Hanbwerkskaminer auf Antrag eine einmalige angemessene Fristverlängerung bewilligen. In die­sen Fällen ist mit dem Antrag eine Woche vor Ablauf der zwei Monate ein neues Verzeichnis einzureichen.

FERIENMÄRKE

MEMPHIS III. SORTE ROSENKAVALIER