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i Bekanntmachung.

Der nächste Viehmarkt in Gießen findet

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Dienstag, den 7. Juni

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Der non Frankreich geforderten Sicherheit habt Italien durch Unterzeichnung beS Loeamover» traa?- Rechnung getragen '?Ibcr auch O t alten

bobc sein Problem vor aller Welt

schreiben vom 16. Juli 1919 enthaltenen Ver­pflichtungen heute erinnern müsse. Die Ab- schassung der wichtigsten Angrissswaffen würde nicht nur baS Sicherheitsproblem, sondern auch die Frage der Gleichbe- lösen und zudem daS heutige tniS im Rüstung-stände

Grand! schilderte sodann die Gefahren der tech­nischen riusschußberatungen, wobei er auch an die ans den internationalen Konferenzen um­gehende so beredte Wendung erinnerte:(Eine Iroge durch die Sachverständigen totschlagen lassen.- Die Bestimmung der Angrissswasse hätte keine Schwierigkeiten gebo­ten, als man sie 1919 gegenüber den b e - siegten Staaten vornahm. Aast alle Re­den der ribrüslungskonferen; hörten mit der Wohnung aus, es sei der woment da, wo man von den Worten zu den laten übergehen müsse. In Wirklichkeit gerate man nur von einem Wortschwall in den anderen und komme In nichts darüber hinaus.

Grandi ging alsdann auf die Repara­tionsfrage ein Sinen schweren Mißstand sieht er für die Reparationskonferenz darin, daß die Abrüstungskonferenz noch zu keinerlei Ergebnis gekommen ist. Die Herabsetzung der Rüstungen hätte die beste Vorausset­zung für die Lösung der ReparationS- und

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zu stellen das da- der Frei-

ent ixrpTUOMungrn aus wirychafttilhem. eilt- tärischnn und finanziellnn Gebiet ein Ende $1 bereiten, damit Deutschland gleichberech­tigt wieder in den Kreis der freien Völker zurückkehren könne.

(Nutzvieh-) Markt: Mittwoch, den S. Juni

Rom, 3. Juni. (WTD.) 3m Senat behandelte der italienische Außenminister Grandi eingehend die drei politischen Hauptprobleme der Gegen­wart, di« Abrüstung, die ReparationS- und Schuldenfrage und den wirtschaftlichen Wieder­aufbau Mittel- und Osteuropas. Grandi erinnerte daran daß die italienischen Vorschläge über die qualitative Abrüstung den FriedenSver- trägen entnommen sind, nach denen Deutschland und seine früheren Verbündeten ab­rüsten mühten GS sei nicht ohne Bedeutung, daß 13 3ahre nach dem Kriege gerave Italien an die von Tlcmenceau in seinem bekannten

Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen findet wie folgt statt:

Impftermin: Mittwoch, den 8. Juul, von 16 bi» 17 Uhr.

Nachschau: Mittwoch, den 15. Juul.

von 17 bi» 17% Uhr.

Impftermin: Mittwoch, den 15. Juni,

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honen zählt und nach 15 3obrcn auf 50 Mil­lionen angewachsen sein werde. Können dies« Millionen leben und blühen wenn sie zusam- men gedrängt sind auf ein Gebiet, daS bl« Hälfte des französischen spanischen oder deut­schen auSmacht. das keine Rohstoffe besitzt, daS gesungen ist in einem geschlossenen Meer, während sein Handel über dieses Meer hinausreicht. dessen Schuhwände im De- sih anderer Staaten sind. Während alle Völker der Welt gegen die Entwicklung deS Ver­kehrs. der Kapitalbeivegung. der Auswanderung Schranken errichten um jeden au ent- nationalisieren. der die Grenze überschreitet? Diese Frage. die Lebensfrage Italiens, wird eingereiht in die große Frage deS Wieder­aufbaues der Welt. Wir fordern, daß sie so aus- gefaßt und gelöst wird.

Wettervoraussage.

Der Kaltlufteinbruch an der Rückseite des Skatr» dinavientiesS hat beim Zusammenstoß mit der fon- tenentalen Warmluft in unserem Gebiet bereits zu heftigen Gewitterstörungen und sehr erhebli­chen Riederschlägen geführt. Da der Zustrom Cüb» ler Ozeanluft noch anhält und auch im Westen wieder eine neue Störung au erkennen ift bleibt daS Wetter vorläufig wechselhaft^ Auch bet den Temperaturen treten Schwantungen auf, denn bei vorübergehender Aufheiterung werden sie anstei­gen, doch seht infolge der kühlen Luft bei Aufzug von Bewölkung wieder Abkühlung ein. GS kommt noch zu einzelnen Aiederschlägen, die teils mit Gewitterstörungen verbunden sind.

Aussichten.r Sonntag: Teil- auf- heiternd. teils wechselnd bewölkt, vereinzelte Regenschauer, zum Teil mit Gewitterstörungen, Temperaturen schwankend.

Aussichten für Montag: Weiterhin wechselhaftes Wetter mit einzelnen Gewitter­störungen.

Lusttemperaturen am 3. Juni: mittags 17,7 Grad Celsius abends 15 Grad: am 4. Juni: morgen, 13,5 Grad. Maximum 22,6 Grad, Minimum 11,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Juni: abend» 18,2 Grad: am 4. Juni: morgens 14,4 Grad Telsiu». Niederschläge 18 mm. Sonnenscheindauer 7% Stunden.

(Schluß de» redaktionellen Teil».)

Italien fordert sein Lebensrecht

Grandi über AbrüstungS- und Tributproblem.

Persil feiert Jubiläum! 25 Jahre sind es her, seit» dem Persil von Düsieldors aus seinen Siegeszua durch die Welt antrat. 25 Jahre bewährt Persil sich täglich in Millionen von Waschkesseln. Da» will roa» heißen und spricht für sich selbst.2776A

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Schulden frage abgegeben. Trohden< habe sich daS Drogramm Italien- nicht geändert, daS von der Üeberzeugung ausgehe, daß zur Lieberwindung der Weltwirtstchastskrise die ReparationS- und Schul- densrage ein für allemal gelöst werden muß.

Da das Schulden- und Reparationsproblem schwere politische und moralische Verantwortlich­keiten und überdies finanzielle Lasten enthalte, wolle Italien wiederholen and bekräftigen, daß ein Ende gemacht werden und der Schlußstrich unter die tragische Rechnung de» Kriege» gezogen werden müsse.

DaS Programm der Lausanner Konserenz umfasse die Reparattonen und, ohne nähere Unterschei­dung, dieanderen finanziellen Schwierigkeiten". Man müsse sich fragen, ob für ein so umfang­reiche-. ja fast grcnzenlofeS Programm ein ebenso großer guter Wille b c r (Regie­rungen vorhanden sei, ernste Arbeit zu leisten, um einem weiteren Anwachsen der Rot Einhalt zu gebieten und endlich die gesunden und produktiven WirtfchastS- und Finanzkräste aller Länder in Gang zu setzen. Grandi gab die Ver­sicherung ab, daß die italienische Regierung ihre Aktion zum Schutze der Produzenten- wirtschast. die durch die von einigen Staaten im Devisenverkehr ergriffenen einschränkenden Maßnahmen so schwer getroffen worden sei, fortsehen werde.

Die Aufrechterhaltung dieser Veschränkungen würde die Handelsverträge politisch unwirksam machen, und zwar zu großem Schaden der Wirtschaft aller beteiligten Länder. Der deutsch-österreichische Zolluni- onSplan sowie der französische Vor­schlag enthielten nicht die Voraussetzungen für einen tatsächlichen wirtschaftlichen Wiederaufbau.

Da» deutsche Volk fordere die Frei­heit. Seit Kriegsende bis heute, fo könne man sagen, habe Italien nicht die geringste Gelegen­heit versäumt, um Deutschland zu helfen, der Internationalen Kontrolle seine» Innenleben»,

Vergleichsverfahren

über da» vermögen der Jirma Jng. Hein­rich Brinfmann, Ingenieurbüro in Gießen. Bahnhofstraße, alleiniger Inhaber Inge- nieur Heinrich Brinkmann in Gießen.

Beschluß:

1. Der in dem Bergleichstermin vom 27. Mai 1932 angenommene Vergleich wird hierdurch bestätigt.

2. Infolge der Bestätigung de» Vergleichs wird das Verfahren aufgehoben.

Gießen, den 27. Mai 1932. (4300D

hessisches Amtsgericht.

Bekanntmachung.

Der herbslmarkt in Gießen (Schaumefse) 1932 findet vom 2. bi» 9. Oktober 1932 statt Die Plätze für erstklassige Fahr, und «chau- nC(d)jfte, Schieß, und Verkaufsbuden (letz­tere in beschranktem Umfange) sind im Wege schriftlichen Angebots zu vergeben, Bedingungen und Angebotsscheine find bei der Bürgermeisterei Gießen (Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 12) erhältlich: dort sind auch die Angebote unter Derwen- düng des vorgejchriebenen Angebotschetns bi» spätesten» 10. Juli 1932 (einschließlich) einzureichen. Der Herbstmarkt ist in der Zulassung von Geschäften kein offener, sondern ein beschränkter Markt Grund- östlich werden nur solche Geschäfte (auch Spezialisten) zugelassen, die sich rechtzeitig um einen Platz beworben haben und denen die Zulassungsgenehmigung vor Beginn des Marktes schriftlich zugegangen ist. Die Vergebung der Plätze geschieht nur durch die 'Bürgermeisterei Gießen. Glückspiel- unternehmen jeglicher Art sind verboten. Eine Verlängerung des Marktes aus irgendwelchen Gründen ftndet auf kernen Fall statt. 4<zydU

Gießen, den 4. Juni 1932. Bürgermeisterei Gießen.

D.D.: Dr. Rosenberg.

nicht weniger ernst sei, wie _

heil und daS der Sicherheit sei eine Frage deS Leben- des italienischen Volke-, da- 42 Mil-

Gin Jahr Gefängnis wegen vergehen» gegen die Devisenoerordnung.

Durch den Schnellrichter beim Landgericht Mün­chen 2 wurde der Generalbevollmächtigte einer «imerikanlschen PelztierAuchtgefellschaft, Walther Lehmann, wegen Vergehens geacn die Devisen­verordnung zu einem Jahr 14 Xagen ®e- fängniS und 102 000 Mk. Geldstrafe, eventl weiteren sechs Monaten und 10 Tagen GefängniS verurteilt. Lehmann hat feit 3ult v. 3. inklei - ne n Beträgen zusammen 53 000 M k . deren Ausfuhr chm ausdrücklich verweigert wor­den war, in- Ausland gebracht, desglei­chen zu verschiedenen Zeiten einmal 88 000 Mar kund das andercmal durch seinen in Vaduz ansässigen Bruder 70 000 M k. Ferner hatte er am 8. Apnl d. 3. seine Mitangeklagte Se­kretärin mit 22 000 Mk. und kleineren Be­trägen in Schweizer Franken nach St. Gal­len geschickt. Die Sekretärin war bei der He&erfabrt über den Bodensee ertappt wor­den, wodurch die Schiebungen an- Tageslicht ka­men. Die Sekretärin wurde zu drei Mona­ten Gefängnis mit bedingtem Straferlaß und 10 000 Mk. Geldstrafe verurteilt und Leh­mann verpflichtet, diese Geldstrafe seiner Sekre­tärin zu übernehmen.

Zwölf Personen ertrunken.

Auf dem Fluß Stura im Äaufafu» wurde eine dicht besetzte Fähre, die von heimkehrenden Ar­beitern zum Ucberquerenches Flusses benutzt wurde, von den, durch Hochwasser stark angeschwottenen Strom abgetrieben und kenterte. Zwölf Personen ertranken.

©er Reichskanzler und das Zentrum.

Der Antwortbrief des Prälaten Kaas.

Berlin, 3. 3unt (TU.) Der Führer der Zen­trumspartei, Prälat KaaS, hat an den Reichs­kanzler v.Papen auf dessen Schreiben solgende Antwort erteilt: Sehr verehrter Herr Reichs­kanzler! Wenn Sie in Ihrem Schreiben al- ein Motiv die Rotwendigkeit einer .Synthese aller wahrhaft nationalen Kräfte" betonen, so umschreiben Sie ein politisches Ziel, an dem die Zentrum-partei und ich selbst im Sinne der Verwirklichung deS nationalen VolkS- ftaateS seit Jahren unermüdlich ar­beiten. Die Verwirklichung eine- solchen Ge­danken- verlangt aber eine möglich st breite Basis, d. h. den ernstgemeinten Versuch zur Zusammensassung der auS allen Lagern sich zu staat-politischer Arbeit bereitltegenden Kräfte. Sie selbst, verehrter Herr Reichskanzler, haben mir seinerzeit im Anschluß an Jkhre Dülmener Rede und in Ausdeutung derselben ausdrücklich erklärt, daß zu einer nationalen Konzentration auch promrnente Männer der Linken, selbst der sozialdemokratischen Linken gehören sollen. Für unS ist eS dabei eine von katholischen Cilteit herkommende Selbstverständlichkeit, daß den Grundsätzen deS LhristentumS die ihnen gebührende Ginslußnahme auf da- ge­samte Staatswesen in tatkräftigem Handeln ge­sichert werden muh. Ein solcher Grundgedanke muß dann aber von jenen Kräften bejaht und in der Praxis betätigt werden, die ein neue- Deutschland heraufführen wollen. Die Hoffnung der jungen Generation wird eine große Ent­täuschung erfahren, wenn man nur äußerlich diese kulturelle Parole auSgeben würde, ohne daß

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Der Handel Sonntage verboten

ebne inneren Stampf zu sichern Diese wahrhaft pater, ländliche Aktion bat da» Verständnis und die Unter- stutzung auch solcher Gruppen gefunden, die Sie jetzt au9 der nationalen Konzentration ausschließen. Und sie fand erbitterten Widerstand im Kreise derer, mit denen 6ie die nationale Honjentration durchfuhren zu können glauben Ich bin und bleibe davon über­zeugt^ daß sich keine sachlich vertretbare, der inne­ren «ammtung und der internationalen Friedens­arbeit und Deutschland» Weltgeltung dienende Rich­tung der deutschen Polllik von der Linie ent­fern en kann, welche Herr Dr. Brüning unter namenlosen Muhen und unverdienten Anfeindun­gen verfolgt hat viele von denjenigen, die heute in der Distanzierung von der bisherigen Arbeit und ihren Tragern eine Verbesserung der deutschen Er­folgaussichten sehen, werden nach meiner lieber« zeuaung in kurzer Zeit erkennen, daß der von ihnen beschrittene Weg ein Irrweg ist.

alle führenden Kräfte der nationalen Konzen­tration die Fähigkeit und Dereitwilligieit mit* brachten, diefc Parole äußerlich und innerlich bi- in ihre letzten Folgerungen zu verwirklichen. Ein Christentum der Stilette wäre wertlos. Da- allein auch im Politischen helfen kann, ist ein Christentum der Tat.

Sie al» Kenner meiner politischen Auftastung werden am wenigstens annehmen können, daß ich b;w. die von mir geführte Partei fähig wäre, über parteiegoistischer Enge das vaterlandstche zu ver­gessen, Beweis hierfür ist unser (Eintreten für den- jentgen Mann, den Sie in Ihrem Schreiben als Symbol der Zusammenfassung bezeichnet Haden. In diesem Zusammenhang darf ich darauf Hinweisen, daß der frühere Herr Reichskanzler Dr. Brüning in Uebereinftimmung mit meiner Partei und mir den Versuch gemacht hat, die Dahl de» Herrn Reichspräsidenten al» gemeinsamen Äqnbibaten des gesamten Volke» j e n

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Zu diesen Terminen können alle in 1931 oder früher geborenen Kinder, bei welchen der Nachweis der erfolgreichen Impfung bisher noch nicht erbracht wurde, vor- gestellt werden. Die Kinder müssen mit rein gewaschenem Körper und reinen Klei­dern zur Impfung gebracht werden, fiin- der aus Hausern, in denen übertragbare Krankheiten herrschen, find nicht zuge- lassen.

Gießen, den 26. Mai 1932.

markt.

Auftriebszeit an beiden Markttagen von 7 bis 8 Uhr vormittags. Auf dem Rindviehmarkt wird sämtliches Vieh gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpst.

Gießen, den 4. Juni 1932.

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