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^nde Intereilen in i unmöglich aus len lönne. Die ge keine terri« c Mandschurei und n Grundsatz der i sei deshalb nicht chandlungen dieAuk- 4 eröffnen, da hier- rrungen und Sc« £er japanische Dvt« Mng, daß die gegen« tvischen Japan und r Frist freund« irflen könnten.

letmltn fjjxau <wV , enMt die Angabe, in einer Ihinin t t von zwei Männm ten werde.

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Klus bet Prohin^iafbdUDffloöi

® i e 6 e n, Den 4. März 1932.

Öer Lohn der Besonnenheit.

2m 3unuar haben die deutschen Sparkassen hrcn Sparern die Zinsen für da- vergangene Japr gutgcschneben, über eine halbe Milliarde Retch-rnark insgesamt. Diese Einkommcnserhö- buna der Sparer ist um so erfreulicher, als sie Millionen kleiner und kleinster Sparer zugute kommt, aus die sie sich verteilt Achtzehn Mil­lionen Menschen sparen bei den deutschen Spar­kassen. tragen die ost sehr kleinen Beiträge zu- lammen, die sic mit Mühe aber williger Ent­haltsamkeit für später zurücklegen Um so mehr haben sie denn auch die Zinsen verdient.

Aber die Zinsgutschriften an der letzten 2ahreS- wende haben noch eine andere Bedeutung Sie sind gewissermaßen eine Belohnung für alle, die sich durch die stürmischen Ereignisse des letzten Jahres nicht haben beirren lassen, die vielmehr besonnen waren und Bertrauen zu ihren Spar­kassen gehabt haben. Die grobe Mehrzahl der Sparer hat sich diese Belohnung in Form der Zlnsgutschrislen verdient D.e anderen aber, die glaubten, klüger zu handeln, wenn sie ihr Geld abhoben. um es zu Hamstern oder in unnötigen Sachen anzulegen, mögen die ZinSerlöse. die ihnen entgangen sind, als Mahnung au'faffcn. daß man sich nicht von Gerüchten und Unruhe­stiftern verleiten, sondern von Dernunjt und ruhiger, sachlicher Ueberlegung lenken lassen soll.

Wer heute rückschauend überlegt, was das vergangene 2ahr an Gerüchten und Alarm­meldungen gebracht hat. die sich nachher nicht bewahrheitet haben, der ist wohl von Unver­nunft und Unbesonnenheit einstweilen kuriert. Der Zahlungsverkehr funktioniert seit langem wieder völlig reibungslos, und die deutsche Reichsmark ist nach wie vor stabil. Wer sein Geld gehamstert hat, hat es allen möglichen Gefahren (Feuer. Diebstahl usw.) ausgesetzt und Zinsen verloren, wer in die Sachwerte geflohen ist. hat vielleicht auch überhöhe Preise bezahlt und von den inzwischen eingetretenen Preis­senkungen nicht- gehabt.

Hauptversammlung deö Oberhessischen Kunstvereins.

Der Oberhessische Kunstverein hielt am Mon­tag im Etadthause seine ordentliche Mitglieder­versammlung ab Zunächst erstattete der Vor- spende den Geschäftsbericht für das- 2ahr 193 1. ES wurden neun Ausstellungen ocranftallct, die insgesamt von 2o58 Interessen­ten besucht wurden, im Durchschnitt also 300 Be­sucher pro Ausstellung. Die höchste Besucherzahl mit 788 hatte die Ausstellung im Rovembcr ..Drei Frauen der Gegenwart". Ihr folgt die Ausstellung ..Künstlerhilse für 20 bis 100 Mk." mit fast 400 Besuchern. Die gesamte Besucherzahl ergibt 7,8 Prozent der Einwohnerzahl, ein Pro­zentsatz. der im Vergleich zu anderen Äunft- vcreincn noch als günstig zu bezeichnen ist. 3n diesen Ausstellungen sind Arbeiten im Werte von 2300 Mk. angekauft worden, und zwar vom Oberheffischen Kunstverein für rund 900 Mk., von den Behörden für rund 700 Mk. und von privater Seite für ebenfalls rund 700 Mk. Auf der AusstellungKünstlerhilfe" wurden allein Arbeiten für 1042 Mk. angekauft. Die 3ahres- Mitglicdcrverlofung fand am 10. Dezember statt; 30 Mitglieder erhielten Gewinne im Gesamt­werte von 860 Mk Die Mitgliederzahl ist auch in diesem 3ahrc infolge der starken Verände­rung der wirtschaftlichen Verhältnisse zurück­gegangen. Sie betrug am Ende deS 3ahreS noch 330. ist damit aber immer noch mehr als 50 Pro­zent höher, als die Mitgliederzahl von 1913. Da neben den Austritten auch Rcuanmeldungen erfolgt find, ist zu hoffen, daß die Bewegung jetzt zu einem gewiffen Stillstand gekommen ist.

Anschließend erstattete der Schatzmeister. Bank- direktov Griehbauer. den Bericht über die 3ahrcsrechnung 1931, die von den Revisoren, Professor Dr. Velke und Geheimrat Dr. Olt, geprüft war und eine Steigerung der Einnahmen aufwieS. Dem Schahmeister wurde für feine Mühewaltung der gebührende Dank ausgesprochen und ihm Entlastung erteilt.

Die Versammlung beschloß einstimmig, den 3ahresbeitrag von 5 auf 4 Mk. herabzuirtzen, dagegen den Einzeleintrittspreis zu den jewnli- gen Ausstellungen mit 30 Pf. bestehen zu lassen. Trotzdem in anderen Kunstvereinen die Beiträge noch wesentlich höher liegen als in Gießen, glaubte die Versammlung doch die Herabsetzung vornehmen zu sollen, einmal um der veränderten Wirtschaftslage Rechnung zu tragen, dann aber auch, um den Kreis der Mitglieder nicht allein zu halten, sondern vielmehr neue Freunde für die Kunst zu gewinnen.

Rach Erledigung einer Reihe kleinerer An­gelegenheiten sprach zum Schluß Provinzial­direktor Graes dem Vorsitzenden für die ge­leistete Arbeit den Dank der Mitglieder auS und knüpfte daran die Hoffnung, daß es möglich sein werden, auch in diesen schwierigen Zeiten die Aufgaben des KunstvereinS erfolgreich durch­zuführen.

Taten für Freitag, 4. Marz.

Sonnenaufgang 7.05 Uhr, Sonnenuntergang 18.10 ilfor. - Mondaufgang 6.33 Uhr, Mond­untergang 14.38 Uhr.

1829. der 3ngcnieur Karl Heinrich v. Siemens in Menzendorf geboren. 1852: der russische Schriftsteller R. W. Gogol in Moskau gestorben, i 1924: die Türkei schasst das Kalifat ab.

Vornotizen.

TageSkalender für Freitag Stadt- theater, .Der Hauptmann von Köpenick" 19.3 bi» narb 23 Uhr. Oberhess. Kunstverein, Turm­haus am Brandplah. 15 bi« 17 Uhr, Frühjahrs- Kunst - Aus rcllung - M eter - D.rein, 27 Uhr, 5 oft feiler, Oes erlich« M.eier-Dersumm ung. - Singsaal des Realgymnasiums, Sichtbilder-Bortrag über .Reise in da- Land der Mitternachtssonne - Lichtspielhaus Bahnho'- strahe .Primanerehre' und , Sand tenl ed ; 22.45 Uhr. .Strafbare Ehen". Astoria Lichtspiele, SelterSweg .Dandilenlicd'.

Au- dem S t a d t t h e a t e r d u r e a u wird uns geschrieben: Heute. 19.33 Uhr, die erste Wiederholung der mit großem Veisall auf- gen^mmc.ien Aufführung vcn ZuckmuverS ..Haupt­mann von Köpenick' . Der Erfolg bewies, wie erhaben das Stück über den Vorwurf partei­licher Einseitigkeit ist, und wie richtig e- war. diesesdeutsche Märchen" in einer den großen kühnen gegenüber völlig ungekürzten Form her- auLzubringen. im Gegenteil noch ein Bild mehr <ju zeigen. 18 Bilder sind so unter der Spiel­leitung des 3nknbantcn zustande gekommen Die Titelrolle spielt Peter Fassott. Beginn 19.30 Uhr. Ende nach 23 Uhr. 21. Vorstellung im Freitagabonnement. Morgen, Samstag, 15.45 Uhr, ,.W lhelm Teil" als Schülervorstellung. Schülerpreise! Ende 18 Uhr. - Sonntag abend -um letztenmalDie drei Zwillinge".

D i e Duefterberg-Dersammlung. Wie man un« berichtigend mitteilt, wird die Wahlversammlung am nächsten Mittwoch, in der Abg. Steuer, Kassel, und Burghard, Mag­deburg, sprechen, vom Kampfblock schwarz, w e i ß » r o t (Deutschnat.onale DolkSpartei und Stahlhelm) veranstaltet. (Siehe gestr ge Anzeige.)

Der Horst Gießen des Deutschen Pfadfinderbundes veranstaltet am mor­gigen SamStag, 20 Uhr, in der Reuen Aula der Universität einen .Bünd schen Singeabc.d . Alt­deutsche Volkslieder au- fünf 3ahrhundertcn in 2-, 3- und stimmigen Sähen, von der Singschar des Horstes Gießen gesungen, werden die Zuhörer unterhalten. Siehe gestrige Anzeige.

Der Deutsch Christliche Tech Ni­ke r -Bund hält am kommenden Sonntag, 6. März, 9.30 Uhr, im Saale deS Vereins für Innere Mission in der .Herberge zur Heimat" (Hinter der Westanlage) eine Konferenz ab. Die Tagung steht im Zeichen des Leitwortes .Der Glaube im Sturm der Zeiten'. Rähercs ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Senkung weiterer staatlicher Ge­bühren in Hessen. Die Gebühren für die Arbeiten der Katastervermeffung sind in Berück­sichtigung der inzwischen eingetretenen Senkung der persönlichen und sachlichen Kosten neu ge­regelt worden. Die neuen Gebührensätze haben eine wesentliche Ermäßigung der von den Ge­meinden und Gemarkungsinhabern aufzubringen­den Kostenanteile $ur Folge, zumal fie auch für -um Teil zurückliegende Arbeiten in Ansatz kommen.

*' Sterbefälle in Gießen. 3n der Zeit vom 16. biS 29. Februar verstorben In Gießen: 16.: 3ohann Bruno, Steinhauer, 56 3ah re, Kai­serallee 5; 17.: Hannelore Baunoch, 17 Sage, Kirchenplah 2; 22.: Elisabethe Leih geb. Ködding, ohne Beruf, 81 3ahre, Bleichstrahe 11; 3da Thaer, ohne Beruf, 72 Jahre. Iohannesstraße 7; 24.: Friedrich Teigler, Gastwirt, 60 Jahre, An den Bahnhöfen 20; 25.: Auguste Schneidt geb. Praetorius, ohne Beruf, 73 Jahre, Kirchstrahe 11; Antonie Emmelius geb. Troost, Witwe, 74 Jahre, Ostanlage 21; Katharine Freitag geb. Gelsebach, ohne Beruf 70 Jahre. Ebelstraße 24; 26.: Karl Lindenftruiy, Wagnermstr., 72 3ahre, Lahnstr. 19; 29.. Marie Renner, ohne Beruf, 5c viayre. Bleich­st raße 9; Leonhard Riebel, Gendarmeriewacht­meister i. R., 80 Jahre, FriedhosSallee 43.

10 0. (Bauturntag des Gaues Ref­fen der D T. Die Gießener Turnerschaft lädt ihre Mitglieder und deren Angehörige zu dem aus Anlaß des 100. Gauturntages am Sonntag, 6. März, 10 Uhr in der Reuen Aula der Uni­versität stattfindenden Festakt ein. Siehe heutige Anzeige

Oefsentliche Bücherhalle. 3m Fe­bruar wurden 1753 Bände ousgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1189, Litera­turgeschichte 11, Zeitschriften 68, Gedichte und Dramen 3. 3ugendschriften 134, Länder- und Völkerkunde 105, Kulturgefch'.chte 5. Geschichte und Biographien 161, Kunstgeschichte 7, Raturwissen- fchast und Technologie 41, Haus- und Landwirt­schaft 7, Gefundheitslehre 1, Religion und Philo­sophie 8, Staatswissenschaft 11, Spork 2 Bände.

Fundsachen-Verzeichnis beim Polizeiamt. Dos Verzeichnis über die im Monat Februar gefundenen b;w. abgelieferkcn Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur deS Polizeiamts, Landgraf-Philipp-Platz 1, ein- gesehen werden. Die Empfangsberechtigten wer- den vom Polizeiamt aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbureau während der Dienststunden geltend zu machen.

Rentenbeginn in der 21 ngefteII- tenversicherung. Vom Zentralverband der Angestellten wird uns mitgeteilt Auf Grund der bisherigen Bestimmungen deS Angestelltcn- versicherungsgefetzes konnte das Ruhegeld rück­wirkend bis zu einem 3ahre gezahlt warben, wenn die Antragstellung aus irgend einem Grunde verspätet erfolgte. Durch die Rotverord­nung vom 8. Dezember 1931 ist eine neue Rechts­lage geschaffen worden. Ab 1.3anuar 1932 be­ginnt die Rente aus der Angestelltenverfiche- rung mit dem ersten Tage des Monats, der auf

den Monat folgt, in dem die Voraussetzungen für die Gewährung der Rente erfüllt sind Wird der Antrag jedoch erst nach Ablauf des Monat- gestellt, in dem die Voraussetzungen erfüllt wur­den. so beginnt die Rente erst mit dem dem Antragsmonat folgenden Monat. Da» gilt auch dann, wenn der Berechtigte den Antrag nicht früher stellen konnte. Es ist deshalb erforderlich, daß von nun an die Rentenanträge rechtzeitig, d. h sofort nach Eintritt der BerufSunfähigkcit oder Erreichung des 65. Lebensjahres, gestellt werden

Schulfeiern im Realgymnasium. Man berichtet un- Am DienStagnachmittaa ver« anstallele da» Realgymnasium im feiner Turn­halle eine Schulfeier. Eltern und Angehörige waren in größter Zahl der Einladung gefolgt, die Halle war biS auf da- letzte Plätzchen besetzt. Die Schüler hatten ihre sämtlichen musikalischen, deklamatorischen und schauspielerischen Kräfte mo­bil gemacht. 3m Mittelpunkt der Feier stand ein Kinderfest spiel in Lied und Wort .Du deut­scher Wald" (von F. Ragler). 3n wochenlangen Proben waren die 15 Bilder deS Spiels eingeubt worden: die Ehöre, die Solopartien, die Dekla­mationen und die einzelnen Szenen. Studienrat Dr. Buß hatte die Leitung des schauspielerischen Teils. Musiklehrer Blaß die des musikalischen Teils der Ausführung übernommen. Ihnen ge­bührt Dank für ihre mühevolle und unermüdliche Arbeit bei der Einstudierung, und aller Erfolg ist i h r Werk. Da in dem Festspielchen auch eine Aeihc Mädchenrollen vorkommen, hatte sich da- Realgnmnafium bei der Studienanstalt eine Anzahl Schülerinnen ausgebeten, die von der Direktion in liebenswürdiger Weise zur Ver­fügung gestellt wurden. Sri. Kühner von der Studienanstalt und Musiklehrer R e b e l t n g Hal- fen bei der Einstudierung und erzielten u. a. mit einem allerliebsten Elfenreigen den größten Bei­fall. Das Ganze war ein wohlgelungener Versuch des Zusammenwirkens zweier Anstalten. Die Be- suchcr geizten nicht mit Beifallskundgebungen, so daß die jugendlichen Darsteller sich für ihre wochenlange Arbeit reich belohnt sahen. Eben­solche Anerkennung verdiente auch das Schüler- Orchester mit seinem Mozartschen .Menuett" auS d m Petersburger Marsch, sowie der Schülerchor mit seinen beiden Liedern .Run bricht auS allen Zweigen" von Beethoven und .Despergesang" von Bortniansky. Da bei dem beschränkten Raum in der Turnhalle und der großen Zahl des 2ln- gehcrigenpublikumS die Schüler selbst als Zu­schauer keinen Platz fanden, wurde die Schulfeier gestern für die Schüler der Anstalt wiederholt.

** Der D b ft und Gartenbauverein Gießen hielt am Sonntag im Saale von Faul­st ich seine Hauptversammlung ab Der Vorsitzende teilte einleitend mit, daß der Verein aus einer Orts­gruppe des Oberhessischen Obstbauvereins hervorge- gangen und im Jahre 1912 als selbständiger Verein gegründet worden sei. Er könne also gegenwärtig auf eine 20jährige Tätigkeit zurückblicken. Aus die­sem Anlaß sei beschlossen worden, im Lause des nächsten Sommers eine gemeinsame Besichtigung der Vereinsgärten an der Lahn und im September eine Ausstellung zu veranstalten. Diese Ausstellung, die im Rahmen der seitherigen gehalten werden soll, werde neben den Fortschritten in Dahlien, Rosen und anderen Florblumen auch die eignen Erzeug- Nisse der Mitglieder an Obst, Gemüse, besonders die Ergebnisse guter Zimmerpslanzenpslege, zeigen. Der Mitgliederbestand beträgt zur Zeit 243. Zehn Neu­anmeldungen stehen einer Anzahl Shistrittscrflärun- gen gegenüber. Die Kassenlage ergab, daß, wie be­reits im Vorjahre, auch in diesem Jahre mehr als sonst auf die Rücklage aus Ueberschüssen von Aus- stellungen früherer Jahre zurückgearissen werden mußte. Sie ist bei Berücksichtigung «oes Umstandes, daß der Verein für seine Mitglieder mehr ausgibt, als an Beiträgen aufkommt, als günstig zu be­trachten. Gemeinsamer Bezug von Torfmull und Pfirsich Buschbäumen soll auch in diesem Jahre er­folgen. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstands­mitglieder wurden wiedergewählt. Anschließend hielt Garteninspektor i.R. Rehn eit, gestützt auf fein reiches Wissen und viel praktische Erfahrung, einen Vortrag überGemüsekrankheiten". Seine Ausfüh- rungen fanden lebhaften Beifall. Die zum Schluß vorgenommene Gratisoerlosung brachte für jedes anwesende Mitglied einen Gewinn.

Erweitertes

Schöffengericht Gießen.

. * Dießen, 2. März. Der Reisende einer hie- Hgcn Firma, von dessen Verhaftung wir vor einigen Wochen berichteten, kam bereits heute, da er in vollem Umfang geständig war, zur Ab­urteilung. Er war bereits 32 Jahre bei der Firma tätig und genoß deren volles 'Vertrauen. Er hat im Laufe der letzten sieben 3ahre nach und nach erhebliche Unterschlagungen zum Rach­teil der Firma begangen. Er belmupiete, er sei mit den ihm bewilliaten Dertrauensspefen nicht ausgekommen und habe gerade im Interesse feiner Firma größere Aufwendungen machen müssen. Demgegenüber wurde von dem Buchhalter der Firma, der als Zeuge vernommen wurde, dargelegt, daß der Angeklagte in ganz raffinier­ter Weife die Veruntreuungen ausgeführt habe. Die Anklage war wegen Untreue und Un­terschlagung erhoben. Das Gericht sprach den Angeklagten dieser Delikte schuldig und ver­urteilte ihn in Uebereinstimmung mit dem An­trag des Staatsanwalts zu einem 3 ahr Ge­fängnis, abzüglich 18 Tage der erlittenen Untersuchungshaft. Mildernd wurde das reu­mütige Geständnis und das unbestrafte Vorleben berücksichtigt, erschwerend dagegen der Betrag, der schwere DertrauenSmihbrauch und der Um­

stand. daß der Angeklagte die Unterschlagungen mehrere Jahre hindurch fortgesetzt hat. Der Haft­befehl wurde aufgehoben, da der Angeklagte festen Wohnsitz hat.

Ein auswärtiger Schmied hatte sich wegen Urkundenfälschung Fälschung einer Arbeitsbescheinigung au verantworten Der Fall bot in restlicher und tatsächlicher Hinsicht einige Schwierigkeiten DaS Gericht sprach den Angeklagten trän des bestehenden Verdachts frei, weil eS zweifelhaft fei. daß sich der Angeklagte in subjektiver Hinsicht strafbar gemacht habe

Ein oberhessischer Bäckermeister war des be­trügerischen BankerottS und des B e trugSversuchS beschuldigt Rach umfang­reicher Verhandlung verneinte der Staatsanwalt daS Vorliegen eine- betrügerischen Bankerott-, es könne nur ein einfache- Konkurs vergehen er­wiesen werden. Er beantragte dieserhalb eine Geldstrafe von 200 Mark und wegen DetrugSverfuchS zwei Monate Gcfäng- n i S. DaS Gericht erkannte diesem Antrag ent­sprechend. Es bewilligte auch bedingten Straf­aufschub bei einer Probezeit von vier Jahren; außerdem hat er eine Buße von 50 Mark an die Staatskasse zu zahlen.

Stimmrecht sichern!

wie bei jeder politischen Wahl, so dürfen auch bei der Velchsprästdentenivahl am 13. IHärj nur b I e Personen über 20 Jahre wählen, deren Hamen in der wäh 1 er 11ste verzeichnet sind.

Zur Sicherung des Stimmrechtes ist es er­forderlich, haß alle rechtzeitig die

Wählerliste einsehen!

Die Wählerliste liegt in Gießen von Donners­tag, 3. Mär,, bis einschl. Sonntag, S. März, werk­tags von S bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, am Sonntag, 6. März, von 9 bis 13 Uhr, im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer 13, zu jedermanns Einsicht offen.

Seuer in Wißmar.

> Wißmar, 3. März. Heute gegen 18 Uhr bemerkten die Bewohner der Schulstraße, wie auS dem H auS Rr. 227 (Ludwig Forbach) Qualm drang. Die sofort alarmierte Feuerwehr mußte durch die Fenster in daS verschlossene Haus eindringen. Während sie noch an der Suche nach dem Brandherd war, ging die etwa 30 Meter rückwärts und abseits vom Wohnhaus liegende Scheune in Flammen auf, so daß sämtliche Schlauchleitungen auf die Scheune ein­gesetzt werden mußten, da sie inmitten eines Häuser- und Scheunenblocks stand. Die Rachbarställe und -Häuser mußten geräumt wer­den, da niemand glaubte, daß es bei der engen Verbindung möglich wäre, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken. Etwa 30 Gehöfte des inneren DorfkernS waren in unmittelbarer Gefahr. Der tatkräftigen und urnfichtigen Be­kämpfung durch die Feuerwehr unter Leitung ihres Brandmeisters Wilhelm Todt und der wackeren Mithilfe der Einwohner ist es zu ver­danken, dah bereits um 19 30 Uhr die Gefahr des weiteren Umsichgreifens der Flammen beseitigt war. Inzwischen war auch daS Feuer im Wohnhaus, das nicht zum offenen Ausbruch gekommen war, gelöscht wor­den. Der ehemaligeBesiherde« GehöfteS, das im Februar zur Zwangsversteige­rung gekommen war und der noch darin wohnte, wurde unter dem dringenden Verdacht der Täter­schaft verhaftet. Ob der Schaden durch Ver­sicherung gedeckt ist. steht noch nicht fest, denn der Käufer deS Gehöftes, der am 1. März die Kaus- funnne gezahlt hatte, hatte es bei der bisherigen Versicherung abgemeldet und es vor einigen Tagen bei einer anderen Versicherung ange­meldet.

Snesfasten Der Redaktion

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Sch. in Gl. 1. Die erste von 3hnen gestellte Frage müssen Sie noch einmal ausführlicher und klarer stellen. Wir vermögen sie nicht zu beant­worten, wenn dies nicht geschieht 2. Al« Ehe­frau haben Sie 3hren Mann zu einem Viertel beerbt, die Kinder erster Ehe zusammen zu drei Vierteln. Die Erben, also auch Sie. hasten für die Rachlaßschulden, wenn Sie nicht die Erb­schaft ausschlagen, oder ein Rachkaßinventar er­richten. Wenden Sie sich unverzüglich an bat dortige Amtsgericht.

Sprechstunden der Redaktion.

H-30 bis 12.30 Uijr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen

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neue Marken erscheinen: Man darf** eine 31 Pfg. Zigarette nicht größer herstellen als CLUB ist, und

vor allem - man kann sie nicht besser herstellen

*) Das Tabaksteuergesetz bestimmt als obere Gewichtsgrenze für 57, Pfe. Zigaretten 1,25 Gramm. 1701V