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Gruppenmeister Göttingen 05 endgültig in Sicher­heit zu bringen, während der BC. Sport Kassel, der nunmehr endgültig den 6. Tabellenplatz ein- nimmt, den Bestimmungen entsprechend absteigen must. SC. Grone schlug Hermannia Kassel über­raschend mit 3:2. Das Treffen Einbeck 05 gegen Spvg. Göttingen, kam nicht zum Austrag.

Kickers Offenbach gegenKurheffen-Marburg 4:1 (2:0)

Das Gastspiel der Offenbacher Kickers in Mar­burg brachte am Samstag vor 1000 Zuschauern einen gefälligen und flotten Kampf, den die Gäste, die meist leicht überlegen waren, verdient mit 4:1 (2:0) gewannen. Marburg leistete herz­haften Widerstand und die Kickers konnten je­weils erst gegen Schluß der Halbzeiten zu ihren Treffern kommen. Die Tore für Offenbach er­zielten in dieser Reihenfolge Maid, Matthes, Matthes und noch einmal Matthes. Marburg kam beim Stande von 3: 0 durch Fischer zu seinem Gegentor. Kunze, Gicsten, leitete das Spiel korrekt.

Berliner Zachi-Club Grünau.

Am 30. April hat Direktor Friedrich Roth (Ber­sin), ein geborener Gießener, mit seiner Segeljacht Hessen" unter hessischen Farben zwei Preise, dar­unter denGoldpokal", erworben.

Kurze Gportnotizen.

Süddeu t s ch l onds Auswahlmann­schaft wurde in Bordeaux von Frankreich vor 15 000 Zuschauern mit 4:3 (1:1) geschlagen. Bei den Süddeutschen versagte die Hintermannschaft, der Torhüter Jakob zog sich einen Schlüsselbein­bruch zu.

Deutscher Rugbymeister wurde Han­nover-Linden 97 durch einen 6: 5-(3: 0)-Sieg über die Rudergesellschaft Heidelberg.

Der süddeutsche Handball meist er der F rauen. Eintracht Frankfurt, qualifizierte sich durch einen 4: 3°(2: 3)-Sieg über SB. Eims­büttel für die Zwischenrunde zur Deutschen Meisterschaft.

Beim Bierländer-Boxturnier in Berlin zwischen Deutschland, Italien, Ungarn und Dänemark haben sich von den acht deutschen Teil­nehmern sechs für die Entscheidung qualifiziert.

Paul de Bruyn, der in Amerika ansässige deutsche Marathonmeister, kommt am 19. Mai nach Deutschland. Er wird sich hier an den Meisterschaftskämpfen beteiligen und zusammen mit der deutschen Mannschaft nach Los Angeles zu den Olympischen Spielen reifen.

Else Iakobsen (Dänemark) verbesserte den Weltrekord im 200°Bards°Brustschwimmen der Frauen auf 2:50,4 Min. Bei der gleichen Beranstaltung siegte die deutsche Europamei,.e° rin im Kunstspringen, Olga Gorban, Nürnberg, überlegen vor der dänischen Konkurrenz.

Die große Frühjahrs-Regatta in Trier, die für den 5- Mai angesetzt war, fällt aus, da die eingeladenen Vereine die Reisekosten nicht aufbringen können. Die Regatta ist für dieses Jahr abgesagt, soll aber 1933 wieder stattfinden.

Wirtschaft.

Oer Apnl-Mimo der Reichsbank.

Berlin, 3. Mai. (WTB. Funkspruch.) Nach dem AusweisderReichsbankvom3 0. April hat sich in der Ultimowoche die gesamte Kapital­anlage der Bank in Wechseln und Schecks, Lom­bards und Effekten um 474,3 Millionen auf 3815,5 Millionen Reichsmark erhöht. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und -schecks um 256,3 Millionen auf 3145,5 Millionen Reichsmark, die Bestände an Reichsschatzwechseln um 19,3 Mil­lionen auf 26,4 Millionen Reichsmark und die Lom­bardbestände um 198,7 Millionen auf 282,0 Mil­lionen Reichsmark zugenommen.

An Reichsbanknoten und Rentenbank­scheinen zusammen sind 271,6 Millionen Reichs­mark in den Verkehr abgeflossen, und zwar ist der Umlauf an Reichsbanknoten um 252,9 Millionen auf 4128,1 Millionen- Reichsmark, derjenige an Renteu- bankfcheinen um 18,7 Millionen auf 415,5 Millionen Reichsmark erhöht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Rcichsbank an Rentenbankscheinen auf 11,7 Millionen Reichsmark ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 404,7 Millionen eine Zunahme um 34,5 Millionen Reichsmark.

Die Bestände an Gold und deckungs- fähigen Devifen haben sich um 0,5 Millionen auf 989,5 Millionen Reichsmark erhöht. Im ein­zelnen haben die Goldbestände um 1,1 Millionen auf 858,8 Millionen Reichsmark abgenommen, und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 1,6 Mil­lionen auf 130,6 Millionen Reichsmark zugenommen

Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 24,0 v. H. gegen 25,5 v. H. in der Vorwoche.

* Hessen-Nassauische Gas-Aktien- Gesellschaft, Frankfurt a. M. Die Gefell- schaft erzielte im Geschäftsjahr 1931 einen Brutto­gewinn von 2,33 (i. 23. 2,49) Millionen Mark. Nach Abzug der Betriebs- und Verwaltungskosten von 1,15 (1,31) Millionen Mark, der Steuern und ver­traglichen Abgaben von 0,41 (0,44) Millionen Mark, der Abschreibungen auf Anlagen von 0,23 (0,20) Millionen Mark, besonderer Abschreibungen von 0,08 (0,09) Millionen Mark verbleibt einschl. 11079 Mark Vorjahresgewinnvortrages ein Reingewinn von 325 104 (390 469) Mark. Der auf den 13. Mai einberufenen GV. wird oorgeschlagen, hieraus 5 (6) Prozent Dividende zu verteilen, der gesetzlichen Rücklage wieder 25 000 Mark zuzuweifen und 4834 (11 079) Mark auf neue Rechnung vorzutragen.

* (£ o n t i n e*n t a I - Gummi-Werke AG., Hannover. Die GV. der Gummiwerke AG., Hannover genehmigte einstimmig die beantragte Kapitalherabsetzung um 3 Millionen Mark Stamm­aktien auf 37 Millionen Mark sowie die Einziehung der 0,10 Millionen Mark V-Aktien. RA. Dr. Klau (Frankfurt a. M.) hielt die Herabsetzung der Divi­dende gegenüber dem Vorjahre um 2 Prozent auf 6 Prozent für nicht gerechtfertigt und beantragte,

die Dividende auch für dos Jahr 1931 auf 8 Pro­zent zu belassen. Nach längerer Beratung entschloß sich die Verwaltung mit Rücksicht auf die hinter Dr. Klau stehenden Aktionäre, dem Anträge stattzugeben und die Dividende mit wieder 8 Prozent vorzuschla­gen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

*KeineKapitalzusammen.legungbei der AEG. Zu den am Samstag an der Berliner Börse verbreiteten Gerüchten, wonach der Aufsichts­rat der AEG. eine scharfe Zusammenlegung des Aktienkapitals beschlossen habe, teilt die Verwaltung der AEG. mit, daß diese Gerüchte jeder Begründung entbehren. .

* Konkurse und Vergleiche im April. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wur­den im April durch den Reichsanzeiger 929 neue Konkurse ohne die wegen Massemangels ab- gelehnten Anträge auf Konkurseröffnung und 742 eröffnete Vergleichsverfahren ' bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich auf 975 bzw. 759.

Berlin widerstandsfähig und freundlich

Berlin, 3. Mai. (WTB. Funkspruch.) Vor­mittagsverkehr und Vorbörse lagen etwas schwä­cher, doch zeigte sich später, als die Anfangs­notierungen festgestellt wurden, eine beachtliche Widerstandsfähigkeit. Während das Pu­blikum heute so gut wie gar nicht im Markte war, zeigte die Spekulation vielfach Deckungsneigung. Man sprach in der Hauptsache über das im Re­präsentantenhaus in Washington gestern an­genommene Gesetz, wonach die Kaufkraft des Dol­lar auf den Stand von 1921 bis 1929 gebracht wer­den soll. In der Börse waren die Meinungen: über die Auswirkungen dieses Gesetzes, das aller­dings noch der Annahme bedarf, stark geteilt. Der Meinung maßgebender internationaler Finanz- kreile zu diesem Plan sieht man mit großem In­teresse entgegen. Jedenfalls rechnete man aber mit einer festen Reuyorker Börse für heute. Eine leichte Verstimmung ging Dom Abschluß der Reichsbahngesellschaft aus, zumal die Aussichten für dieses Iahr wenig günstig sind. Die Kurs­gestaltung war nicht ganz einheitlich; die Ver­änderungen nach beiden Seiten betrugen bis zu 1,5 Prozent, äleberwiegend waren kleine Rück­gänge festzustellen. Kaliwerte waren in Erwar­tung der Bilanzsitzungen im Salzdetfurth-Konzern etwas schwächer; man rechnet für Salzdetfurth mit einer 5prozentigen, für Westeregeln und Aschers­leben mit einer 4prozentigen Dividendenkürzung. Salzdetfurth lagen 2,5 Proz. gedrückt. Im Frei- verkehr zogen Burbach-Kali in Erwartung der Derwaltungserklärung um 4 Proz. an. Conki- gummi waren sogar 4,5 Proz. befestigt, da die aus der gestrigen Generalversammlung beschlossene Lproz. Dividende, die 2 Proz. über dem Vor­schlag liegt, kräftig anregte. Montane zeigten all­gemein ziemlich freundliche Veranlagung, was zum Teil auf die Belebung am Röhrenmarkt zu­

rückzuführen fein dürfte. Schubert L Salzer gingen um 2,25 Prozent zurück. Im Verlaufe wurde es allgemeinfreundlicher, und auch das Geschäft erfuhr eine leichte Belebung. Die Haupt- werte zogen bis zu 1,5 Proz. an; Siemens ge­wannen sogar 3 Prozent. Der Reichsbarkaus­weis per Ultimo April wurde ziemlich günstig aufgenommen.

Deutsche Anleihen lagen fester, während Renten und Reichsschuldbuchsorderungen zur Schwäche neigten.

Am Geldmarkt blieb die Situation unver­ändert zu gestern, Tagesgeld stellte sich auf 5,75 Prozent und Darüber, für Monatsgeld war fein Satz zu hören.

Frankfurt im Verlaufe befestigt.

Frankfurt a.M., 3. Mai. (WTB. Drahtmel­dung.) Nachdem man noch im vorbörslichen Verkehr auf Grund der schwachen gestrigen Neuyorkcr Börse und des weniger befriedigenden Reichsbahnabschlusses mit einer eher schwächeren Tendenz gerechnet hatte, sah man sich zu Beginn der amtlichen Börse ange­nehm überrascht. Die" ersten Kurse lagen überwiegend etwas f c st e r, wenn auch die Umsatztätigkeit zu­nächst noch sehr klein war. Hierbei war nicht ohne Einfluß, daß Reichswirtschaftsminister Warrn- b o l d, der seit gestern nicht an den Kabinettssitzungen tcilnimmt, Rücktrittsabsichten äußerte. Spä­ter erfuhr die Tendenz eine merkliche Befestigung, wobei man auf die Annahme einer Gesetzesvorlage im amerikanischen Repräsentantenhaus verwies, die auf Dcvalvationspläne Amerikas hinauslief. Die Spekulation schritt daraufhin zu stärkeren Deckungen, und bei etwas lebhafterem Geschäft wurden die An­fangskurse, die überwiegend 0,5 bis 1,5 o. H. höher lagen, um bis zu 2,5 v. H. überschritten. IG. er­öffneten mit 95 v. H. zunächst nur knapp gehalten, zogen aber später bis auf 97,5 v. H. an. Reichsbank, Gelsenkirchen, Stahloerein, Holzmann, Gesfürel und Siemens hatten Gewinne von 1,5 v. H. Reichsbahn­vorzugsaktien lagen unverändert. Von Kunstseide- werten lagen Aku auf den Verlustabschluß der hol­ländischen Breda-Gesellschaft bis zu 1 v. H. schwächer. Im Verlaufe blieben die Kurse auf dem erhöhten Niveau ziemlich gut gestalten, obwohl eine gewisse Unsicherheit um sich griff. Der Geschäfts- umfang erfuhr eine merkliche Einengung, zumal sich die Spekulation ziemlich reserviert verhielt. In der letzten Börsenftunde erfuhr die Tendenz jedoch eine Abschwächung auf Gewinnmitnahmen der Spekula­tion. IG. gingen von 97 auf 95,90 v. H. zurück, stellten sich jedoch nachbörslich wieder auf 96,25 v. H. Deutsche Anleihen lagen weiter befestigt, beson­ders Altbesitz mit plus 0,5 v. H. Von fremden Werten blieben Mexikaner gut gehalten. Goldpfandbriefe lagen zwar still, jedoch etwas freundlicher. Liquida­tionspfandbriefe und Reichsfchuldbuchforderungen blieben behauptet. Am Markte der Jndustrieobliga- tionen lagen 6-o. H.-Mainkraft 2 v. H. fester. Am Geldmarkt war die Lage weiter erleichtert, Tagesgeld 5 v. H.

Rindermarkt in Gießen.

Auf dem heutigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 764 Stück Großvieh, 81 Fresser und 209 Kälber zum Verkauf. Es kosteten Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 320 bis 440 Mark, 2. Qualität 200 bis 320 Mark, 3. Qualität 100 bis 200 Mark, Schlachtkühe 80 bis 250 Mark. Rinder, /?- bis Xjährig 70 bis 140 Mark, %= bis 2jährig 100 bis 200 Mark, tragend 160 bis 350 Mark, Kälber, das Pfund Lebendgewicht 0,30 bis 0,35 Mark. Marktverlauf: Gute junge Fahrkühe und Milch­kühe gesuchter, Geschäft am Vormarkt rege; kleiner Ueberftanb.

Gießener Wo chenmarktp reise.

* Gießen, 3. Mai. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter 100, Süßrahmbutter 130, Landbutter 120, Matte 25 bis 30. Wirsing, gelb 15 bis 20, grün 25. Weiß­kraut 10, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Unter-Kohlrabi 5 bis 8; Grünkohl 10 bis 15, Feldsalat 80 bis 100, Tomaten 50 bis 60, Zwie­beln 18 bis 20, Meerrettich 30 bis 60, Schwarz- " wurzeln 25 bis 35, Rhabarber 15 bis 18, Kar­toffeln 4,5, Aepsel 10 bis 15, Dörrobst 25 bis 30, Honig 40 bis 45, junge Hähne 80 bis 90, Sup­penhühner 70 bis 80, Rüsse 35 bis 40; das Stück: Käse 5 bis 10, Tauben 50 bis 70, Eier 6 und 7, Blumenkohl 30 bis 70, Salat 20 bis 25, Salat­gurken 40 bis 60, Lauch 5 bis 10, neue Rettich 15 bis 20, Sellerie 10 bis 30; das Bund: Radies­chen 10 bis 15 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3,80 bis 4, Weißkraut 6 bis 6,50, Wirsing, gelb 12 bis 15, grün 20 bis 22, Rotkraut 8 bis 9 Mk.

Daten für Dienstag, 3. Mai.

1469: der italienische Staatsmann Riccolo Machiavelli in Florenz geboren. 1849: Reichs­kanzler Fürst Bülow in Klein-Flottbeck geboren.

Oberhessen.

Landkreis Gießen.

+ Grünberg, 2. Mai. Am Samstag fand hier die Frühjahrs-Gesellenprüfung ihren Abschluß. Der Prüfung unterzogen sich 14 Lehrlinge, die sämtlich bestanden; fünf da­von erhielten die RoteGut bestanden", wäh­rend neun die RoteBestanden" bekamen. Auf die einzelnen Berufe verteilen sich die Lehrlinge- folgendermaßen: 3 Maurer, 2 Weißbinder, 1 Dachdecker. 2 Schreiner, 3 Schlosser, 1 Spengler, 1 Schuhmacher und 1 Metzger. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Lehrer Wenzel, über­reichte mit einer Ansprache die Gesellenbriefe an die Prüflinge. Ebenso richtete der Vorsitzende des Ortsgewerbevereins, Schlossermeister Heinrich Schmidt II., beherzigenswerte Worte an die jungen Gesellen.

Kreis Friedberg.

O. D u h b a ch, 2. Mai. Auf den Ä r a f t £ o ft - linjen Butzbach Hochelheim und Butzbach Ziegenberg war im abgelaufenen Vierteljahr, JanuarMärz, toieöcnnn ein Fehlbetrag zu verzeichnen, so daß die von den beteiligten Gemeinden (Riederkleen, Dornholzhausen, Pohl- Göns, Kirch-Göns. Hochweisel, Münster, Langen­hain und Butzbach) gewährleisteteck-Geu-antiesum- men in voller Höhe in Anspruch genommen wer­den mußten.

Kreis Büdingen.

* Ridda. 2. Mai. Reallehrer Dill konnte dieser Tage auf eine 2 5jährige Wirksam­keit an der hiesigen Realschule zurück­blicken. Aus diesem Anlaß veranstaltete die Schule in der geschmückten Aula eine einfache, würdige Feier. Studiendirektor Lauckhardt beglückwünschte den treuen Mitarbeiter und schil­derte in herzlicher Weise die Verdienste des Jubilars, der die Entwicklung der Anstalt aus einer bescheidenen höheren Bürgerschule bis zur Realschule miterlebt hat. Dem Jubilar wurden viele Glückwünsche zuteil.

y. Fauerbach, 2. Mai. Da bei der hiesigen Dürgermei st erwähl am 20. April keiner der vier Kandidaten die Mehrheit erlangt hatte, sollte am gestrigen Sonntag Stichwahl zwi­schen den Kandidaten Landwirt Wilhelm S e u m und Molkereibesiher und Beigeordneter Erwin Kaschmieder stattfinden. Letzterer zog aber am 29. April seine Kandidatur zurück, so daß die Bürger meist erwähl noch einmal neu anberaumt werden muß. Hierzu können auch wieder neue WahlvorschläHe eingereicht werden.

Kreis Schotten.

'+ Groß-Eichen, 2. Mai. In diesen Tagen wurde -in unserem Kirchspiel eine Sammlung von Eiern für die Rieder-Ramstädter Anstalten veranstaltet. Die Sammlung hatte einen reichen Ertrag. In Groß-Eichen wurden 202 und in Klein-Eichen 100 Eier gespendet.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

CO Dornholzhausen, 2. Mai. Bei der Reuverpachtung der hiesigen Gemeinde­fischerei blieb Polizei-Oberwachtmeister Hor­nung- Butzbach mit 42 Mark Iahrespacht Höchst- bietender. Der Zuschlag wurde noch nicht erteilt. Die bisherige Pacht betrug 150 Mark jährlich,

B 21 us dem Kreise Wetzlar, 2.Mai. Der Bezirksausschuß in Koblenz hat den Schluß der Schonzeit für Rehböcke auf den 28. Mai festgesetzt, so dast der 29. Mai der erste Jagd- tag ist.

Letzte Nachrichten.

Anton Wildgans f.

Wien, 3. Mai. (WTB. Funkspruch.) Der Dichter und vormalige Direktor des Wiener Burgtheaters Dr. Anton W i l d g a n s ist in Mödling bei Wien, 52 Jahre alt, geftorben. Wildgans, geboren am 17. April 1881 in Wien, begann seine literarische Laufbahn als Lyriker (Sammlungen:Herbstfrüh­ling",Sonette an Gab",Buch ber Gedichte"), wurde bekannter mit den realistischen DramenAr­mut" undLiebe" und schrieb in den letzten Jahren bas satirische EposKirbisch" unb ein österreichi­sches HeimatbuchMusik ber Kinbheit". In Gießen wirb man sich noch gern an ben Vortrags- abenb erinnern, ben Wilbgans vor einiger Zeit als Gast des Goethe-Bundes hier gegeben hat.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.

Für unverlangt eingesandke Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

-lüe Hinte? den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe ber zuletzt beschlossenen Divibende an. Reichsbankdiskont 5 v. H, Lombardztnsfuß 6 v. H.

Frankfurt a. 2)1.

Äerltn

Schluß-s

Ims |

1-Uhr- Kurs

Schluß« für«

Anfang- Kur«

Datum

2.5.

3.5

2.5.

3.5.

6% Deutsche Retchsanleihe v. 1927

_

58

7% Deutsche Reichsanlethe 0.1929

68,13

68

6%% Doung-Anleihe von 1930 .

52,25

52

Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit

AuSlos.-Rechlen.......

Desgl. ohne Auslos.-Rechte . . .

39,75

40,13

39,9

40,13

3,65

3,6

3,5

3.5

8% Hess. Bollsstaal von 1929 lrückzahlb. 102%)......

47,75

Oberhesjen Provinz-Anleihe mit

Auslos^Rechten.......

32

Deutsche Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1.......

37

37,75

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

15 unkündbar bis 1935 . . . .

74

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse unkündbar vis 1936 Serie 16 .

73

4'/i% Franks. Hyp.-Bank fitqu.- Psandbriese.........

77,5

<y2% Rhe'nijche Hyp^Bank-Liqu.

Goldpse...........

76,25

_

8% Pr. LandeSPsandbriesanstalt, Psandbriese R. 19......

1% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 10......

73

73,5

-

-

4% Oesterretchische Goldrente . .

9

4,20% Oesterretchische Silderrente

0,875

__

0,95

Ungarische Goldrente . . . .

5,4

5,5

4% Ungarische Staatsrente v. 191C

5,5

4zi% desgl. von 1913.....

5,45

5% abgest. Goldmexikaner von 99

6

6,25

6,65

4% Türkische Zollanleihe von 1911

2,1

2.25

4% Türkische Äagdadbahn-Anleihe

Serie 1...........

4% desgl. Serie II.......

2

2.25

5% Rumän. vereinh. Rente v. 190£

4,5

4 13

4,13

4Z4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .

8,25

4

-

3,8

3,8

E y*% L Mnau-'liec.......

13,25

13,5

Frankfurt a. Ml. |

Berlin

Franksurl a. 2)1.

Berlin

Schluß­kurs

1-Uhr- Kurs

Schluß-> Anlang­kurs I Kurs

Schluß- lur»

1-Uhr- ITnrd

Echluß- furti

Anfang- Kurs

Datum

2.5.

35.

2.5.

3.5.

Datum

2.5.

3.5.

2.5.

3.5.

Hamdurg-Anierita Palet . . . t

Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0

Hansa Dampfschiff .....0

Norddeutscher Lloyd.....6

81.®. für Verkehrswesen Akt. . . Berliner Handelsgesellschaft . 8 Commerz, und Privat-Bank. 7

Darmstädter und Nationalbank 8 Deutsche Bank und

TiSconto-Gesellschaft... 6

Dresdner Bank ...... 6

Rcichsbank........12

A.lL.G.......... . 7

Bergmann.........9

Gleltr. LieferungSgejellschast. 10

Licht und Kraft......10

Fellen & Guilleaume .... 6'/.

Gesellschaft für Elektrische

Unternehmungen .... 9

Rheinische Elektrizität .... 9

Echucker, S Co.......11

Siemens L Halske.....14

Lahmeyer L Co.......12

Buderus..........4

Deutsche Erdöl.......b

Gelsenkirchener.......8

Harpeuer..........0

Hoesch Eisen.........6

Ilse Bergbau.......10

Klücknerwerle........6

Köln-Neuesjen.......6 y2

ManneSmann-Röhren .... 6

Mansselder Bergbau ..... 0

Oberschles. KokSwerke .... 8

Phönix Bergbau......4%

Rheinische Braunkohlen. . .

Rheinstahl ........6

13,25

13,5

83.25

18,5

21,25

37,5

21,25 109,75

23,9

67

52,5

99

74,25

21,75

33,5

17,5

z

110,75

24,25

54

54,5

49.75

39,5

35

37

13,13

37,5

13.75

32,5

111

24,25

53

67,75

36

53

49.5

99,75

74,4

21,4

57,75

34

36

27

23

36,75

13,25

34,5

18

147

37,9

12,75

13.9

31

109,75

23,75

66 35,25

52,75

74,75

57,4 34,75

27,75

23,5

37

34,5

147,5

33

iHteUcd HJioiitan......7,2

Vereinigte Stahlwerke .... 4

Otavi Minen......16'/,

Kaliwerke Aschersleben . . . 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

I. G. Farben-IndusMe ... 12

Verein, rfirnt. Industrie Frank­furt a. M...........

Scheideanstalt.......10

Goldschmidt.........0

RülgerSwerke........5

Philipp Holzmann......b

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Cemenlwcrk Karlstadt.....7

Schultheis Patzenhoser ... 15

Aku kAllgemeine Kunstseide) 0

Vcmberg......... 0

Zellstoss Waldbos.....12

Zellstoss Aschassenburg ... 6

Dessauer Gas........9

Daimler Motoren......0

Deutsche Linoleum .....5

Lrenslein & Koppel.....0

Leonhard Tietz.......8

Svenska.........15

Chade............

Franksurler Maschinen . . . . 0

Gritzner..........0

Mainkrasitverke Höchst a.SDL. .6

Süddeutscher Zucker .... 10

15,25

83

92

143

95,25

125

18

30,5

30

37,75

41

43

5

35.75

37^5

10,13

28

z

E

95,75

16 10

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125

31,13

39

35,5

30,65

z

- Z i

15,76

10,25

83

92

144

95,25

30,75

$8,5

5

57,5

35,75

36.65

29,5

29,5

84.75

10,5

28,25

23

56

11

200

5

15,75

10,25

91,25

141,5

96

17,75

30 J>

38,5

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35,5

37

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28

85,5

27,25

23

55

198

So

Banknoten.

Devi

enmatft Berlin Frankfurt a. 2TI.

2.Mai

3.Mai

Amtliche Geld

Notierung

I Vries

Amtliche Notierung

Geld

Vrlet

Helfingfor» . Wien. . . .

7,112

51,95

7,127

52,05

7,113

51,95

7,127

52,05

Prag . . .

Budapest . .

12,465

12,485

12,465

12,485

Sofia . . .

3,057

3,063

3,057

3,063

Holland . .

170,63

170,97

170,83

171,17

Oslo. . . .

Kopenhagen.

77,87

78,05

77,97

78,13

84,42

84,58

84,42

84,58

Stockholm .

76,97

77,13

77,02

77.18

London. . . Buenos Aires

13,38

13,42

15,40

15,44

1,003

1,007

1,003

1,007

Neuyork . .

4,209

4,217

4,209

4,217

Brussel. . .

58,89

59,01

58,94

59,06

Italien. . .

21,63

21,67

21,65

21,69

Paris . . .

Schweiz . .

16,575

81,68

16,615

81,84

16,59

81,82

16.63

81,98

Spanien . .

33,27

33,33

33,37

33,43

Danztg. . .

82,42

82,58

82,42

82,58

Japan . . .

1,359

1,361

1,379

1,381

Rio de Ian..

0.284

0,236

0,284

0,286

Iugoslawte».

Liiiaboo . .

7,423

7,437

7,423

7,437

13,99

14,01

14,04

14,06

Berlin, 2.Mai

Geld

Vries

Amerikanische Noten.......

4,20

4,22

Belgische Noten.........

58,73

58,97

Dänische Noten.........

84,23

84,57

Englische Noten .........

15,34

15,40

Französische Noten........

16,53

16,59

Holländische Noten........

170,26

170,94

Italienische Noten........

21,76

21,84

Norwegische Ndten........

Deutsch-Oesterreich, 1 100 Schilling

77,69

78,01

Rumänische Noten........

2,49

2,51

Schwedische Noten........

Schweizer Noten.........

76,80

81,50

77,10

81,82

33.27

Spanische Noten....... .

Ungarische Note» ........

33,13