Ausgabe 
2.9.1932 Erstes Blatt
 
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für die es gleichfalls völlig geschlossene Dabezel- len gab.

Während die Frauenabteilung ganz der Obhut des Anstaltseigentümers unterstellt war, waltete bei den Männern und Buben der Schwimmlehrer Andreas Rödel später Schwimmlehrer im Städtischen Volksbad seines verantwortunas- vollen Amtes. Da er aber die Autorität des .Al­ten" nicht aufbringen konnte und Studenten und Pennäler ihm ost ins Werk pfuschten, wenn er einen Schüler an der Schwimm- und Lehrleine hängen hatte, so muhte er gar oft feinen Brot­herrn zur Hilfe herbeiholen. Wenn der erschien, verkrochen sich die Missetäter in irgendeine Ka­bine. Denn der alte Rotbart mit seinen stahl­blauen scharfen Augen im verwitterten Gesicht und mit seinen starken, gebräunten Armen kannte keinen Pardon.

In der Männerabteilung führte zum Wasser und seinen verschiedenen Bezirken vom rechten Ufer her ein langer, fester Holzsteg. Am Ufer standen einfache hölzerne Zellen und billigere Ge- meinschastsräume. Am Ende des Steges befand sich daS .Kästchen", ein kleiner, kastenartiger Raum mit gedieltem Boden und von ganz gerin­ger Tiefe, in dem die Iüngsten ihre ersten wasser^portlichen Hebungen machten.

Wenn dasKästchen" überstanden war, ging der Schwimmkandidat schon in denGänsestall". Denn den Tiefenverhältnissen des Lahnslusses entsprechend, waren durch eingerammte Pfähle und darüber genagelte lange Stangen verschie­dene Dadequartiere geschaffen, die die Gießer Iugend alsStälle" bezeichnete. So gab es einen Gänsestall, einen Kuh-, einen Ochsen- und schließ­lich einen Pferdestall. Für uns Buben war es von großer Wichtigkeit, ob er schon zu einem höheren Tiefcngrad" avanciert war. Der tüchtige Andreas Rödel hatte uns alle in den Augen, auch dann, wenn er einen Schwimmschüler an der Leine hängen hatte. Lind noch eins: Die Aufmerksamkeit Rödels hat manchem Buben das Leben gerettet, der seine schwachen Kräfte überschätzte und deshalb unterzugehen drohte. Das Waschen mit Seife im Wasser war verboten. Am Llfer standen zwei Du­schen, die der Badende benutzen sollte, ehe er ins Wasser ging.

Die Sprungbretter waren vorzüglich. Aber nur wenige gab es damals, die etwa einen Salto mortale ins Wasser machten. Rübsamen hatte ein treppenartig ausgebautes, verschieden abgestuftes Gerüst bauen lassen, und für einen echten Gießener Buben gab es keine größere Freude, als vomhöchsten Gerüst" den Kopf­sprung in die Tiefe zu wagen. Wenn einer sich heimlich auf dashöchste Gerüst" hinaufbegeben hatte, um dort etwa durch ein Astloch in der Bretterwand einen streng verbotenen Blick in die Damenabteilung zu werfen, und er dabei bemerkt wurde, so bekam er es mit dem Herrn des Wassers und der Erde au tun. In dieser Beziehung verstand .der Alte" keinen Spaß. Seine gewaltige Stimme schonte selbst die Herren Studiosen nicht. Die jüngerenSpekulanten" aber bekamen gar eine saftige hinter die Ohren. 1 empora mutantur.

Unterhalb Rübsamens hatte und hat der da­mals weniger komfortabel eingerichtete

Männerbadederein

seine Erquickungsstätte, beschattet von riesigen Silberpappeln. Das Hcransschwimmen aus den Anstalten war im allgemeinen nicht erlaubt. Aber es geschah doch. Selten stromaufwärts, wo man von der Lahnbrücke aus hätte gesehen werden können, sondern fast stets nur strom­abwärts bis zum Wehr des jetzigen Elektrizitäts­werkes. Auf dieser Strecke etwa in ihrer Mitte passierte man den etwas sagenhaften K o n f i r m a n d c n s p r u n g", eine Stelle am Ufer, vor der der gestaute und darum so breite Flußlauf besonders tief und angeblich gefährlich war.

Damals gab es auch schon Badesanatiker. Das sind jen?, die sich zur Winterszeit das Eis aufhacken ließen und in der Kälte im Schmucke einer wohl, verdienten Gänsehaut den Leib einen Augenblick lang der Kälte anvertrauen.

Das Militär

badete oft kompanieweise unterhalb der Badeanstal­ten. wennschon es auch damals bereits in der Nähe desFelsens" eine Militärschwimmanstalt gab. Auf ein Trompetensignal hin stürzten die Soldaten wie die Enten in das feuchte Element, um nach dem Baden singend wieder abzuziehen.

Ein luftiges Stück ereignete sich einst. Auf Be­fehl des Hauptmanns sprang eine große Soldaten- schar in den Strom. Nur ein einzelner Mann blieb am Ufer stehn und grinste.

Feigling!" rief der HauptmannTrompeter! Signal! Heraus!"

Das Horn schmetterte.

Die Schwimmer kehrten ans Ufer zurück.

Werst den Feigling ins Wasser."

Es geschah. In weitem Bogen flog der Mann ins feuchte Element.

Aber, der Flieger war ein harmloser Zivi- l i | , den die Tuba des Hauptmanns nicht das ge­ringste anging. Er beschwerte sich, und der Haupt­mannfaßte" drei Tage Stubenarrest.

Wenn heute die Grauköpfe zur Lahn zum Schwim­men pilgern, dann staunt ihr Auge.

Ls ist alles anders worden, modernster Betrieb.

Statt der einstigen schwerfälligenGrönländer" liegen Paddelboote auf dem Wasser, die vielleicht von weither kommen und frohe Menschen tragen, stromab zum Rhein. Wer hätte einstens solches vor­ausgeahnt? F. G.

ö.4.-ipor/

Maßhalten!

Wenn der alte Turnvater Iahn unsere Zeit erlebt haben würde, so hätte er gewiß seine Helle Freude an dem regen Eifer, mit dem die deutsche Iugend sich den Leibesübungen aller Art widmet. Weniger zufrieden würde er wohl sein, wenn er sehen mühte, wie der Ehrgeiz die Leistungen durch Rekordwut und Wettsport auf die Spitze treibt, ohne danach au fragen, ob sie dem Körper wirklich dienlich sind. Immer wieder muh man hören, wie da und dort sich schwere Schädigungen bei den jungen Sportbeflissenen zeigen, bloß deshalb, weil man glaubt, unbedingt mittun zu müssen, auch wenn die Kräfte für das zu Leistende bei weitem nicht ausreichen. Denn eines nur muh bei allem Sport beachtet werden, von den Eltern unb von der sportlichen Iugend selbst: daß der Sport nicht übertrieben wird!

Halte Maß in allen Dingen!". Dieses Sprich­wort gilt auch für jeden Sport und wäre es der gesündeste das dürfen die jungen Leute, gleichviel ob sie wandern, rodeln, radeln oder eislaufen, niemals vergessen! Sobald der Sport bis zur völligen Liebermüdunggepflegt" wird, gereicht er dem Körper nicht zum Ruhen, sondern bewirkt das Gegenteil. Leider, leider wird dies von vielen jungen Leuten nicht beachtet: sie glauben, ihre Kräfte seien unerschöpflich und fie könnten maßlos dem Sport huldigen. Die einen stecken alhutoeite Wanderziele, die anderen scheuen als Radler das schlechteste Wetter nicht oder fahren mit Rennpferden um die Wette. Das ist nichts als Renommiersport, und dafür haben denn auch schon viele schwer büßen müssen.

Bei aller Sportpflege muhten sie die Wahr­nehmung machen, dah ihre frühere Gesundheit schwand und nur die Erkenntnis zur rechten Zeit noch und schleunige Einschränkung ihrer Passion auf das erlaubte Maß konnte sie vor völligem körperlichen Ruin retten: bei vielen hat freilich auch keine Einschränkung mehr ge­holfen, und sie wurden die Opfer ihres Sports. Möge das allen jungen Leuten, die einem Sport huldigen, zur Warnung dienen!

Jeder wahre Bollsfrcund kann nur wünschen, dah der gesundheitsfördernde Sport überall zahl­reiche Anhänger findet und eifrig gepflegt wird. Aber ebenso muh die sportliebende Iugend auch überall auf die Gefahren des Liebermaßes auf­merksam gemacht werden. Immer und immer wieder muh das junge Doll erinnert werden, daß nur eine naturgemäße, den körperlichen Kräften angemessene Sportpflege der Gesundheit dienlich ist und so der Allgemeinheit zum Segen ge­reichen kann.

Aller Denommiersport ist vom Liebel!

M. G.

Handball im Gau Hessen (O.T.)

Am kommenden Sonntag trägt der Tv. Grohen- Linden mit seiner 1. und 2. Iugendmannschaft Derbandsspiele auS. Die 1. Elf muß nach Lich und darf den Gegner nicht unterschätzen, wenn sie die Punkte mit nach Hause bringen will. Die 2. Mannschaft spielt in Hörnsheim gegen Hörnsheims 2. Den Ausgang muh man offen lassen. In Münchholzhausen spielt die Iugend und wird gegen die Gastgeber kaum Sieges­aussichten haben.

Wirtschaft.

Oer Llltimo-Ausweis der Reichsbank.

Berlin, 2. Sept. (WTB. Funkspruch.) Rach dem Ausweis der Reichsbank vom 31. August hat sich in der Llltimo-Woche die gesamte Kapitalanlage der Dank in Schecks und Wechseln, Lombards und Effekten um 376,9 Millionen auf 3618,2 Millionen Mark erhöbt. Im einzelnen haben die Bestände an Handels­wechseln und -schecks um 228,9 Millionen auf 3008,9 Millionen Mark, die Bestände an Reichs­schahwechseln um 33,1 Millionen auf 36,9 Mil­lionen Mark und die Lombardbestände um 114,9 Millionen auf 207,4 Millionen Mark zuge­nommen.

An Reichsbanknoten und Renten- bankscheinen zusammen sind 218,4 Millionen Mark in den Verkehr abgeflossen, und zwar hat sich der Llmlauf an Reichsbanknoten um 200 Mil­lionen auf 3816,9 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 18,4 Millionen auf 410,9 Millionen Mark erhöht. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbank­scheinen auf 16,2 Millionen Mark ermäßigt. Die fremden Gelder zeigen mit 407,6 Millionen Mark eine Zunahme um 54,6 Millionen Mark.

Die Bestände an Gold und deckungs­fähigen Devisen haben sich um 13,4 Mil­lionen auf 925,1 Millionen Mark erhöht. Im einzelnen haben die Goldbestände um 165 000 Mk. auf 768,3 Millionen Mark und die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 13,3 Millionen auf 156.8 Millionen Mark zugenommen.

Die Deckung der Roten durch Gold und deckungsfähige Devisen betrug am Llltimo 24,2 Prozent gegen 25,2 Prozent am 23. August.

Frankfurt fest und lebhaft.

Frankfurt a. M., 2. Sept. (WTB. Drahtmel­dung.) Ungeachtet der noch immer ungeklärten inner- politischen Lage setzte sich die Befestigung an der heutigen Börse fort. Born Publikum lagen erneut Kauforders in größerem Umfange vor, denen sich die Kulisse, die gestern etwas vorgegeben hatte, mit Rückdeckungen anschloß. Bei relativ leb­haften Umsätzen ergaben sich auf allen Markt­gebieten Besserungen von 1 bis 2 o. H. Stärkere Anregung schöpfte die Börse aus der leb­haften Aufwartsoewegung am Ren­te n markt. Die Aufwärtsbewegung wurde noch durch den herrschenden Materialmangel gefördert.

Stärker befestigt waren schon bei Beginn am Mon- tanmartt Harpener, plus 3 o. H.. von Kunstseiden- werten Bemberg mit plus 2,5 o. H. Chemie-, Elek­tro-, Montan- und Berkehrsaktien eröffneten ,;u 1 bis 1,5 v. H. höheren Kursen. Bon Einzelwerten zogen Deutsche Linoleum, Conti-Gummi, Zellstoff Waldhof, Daimler und Aku 0,5 bis 1 v. H. an. Die heute erstmals an der Börse amtlich zur Notiz ge­kommenen Bekula-Aktien lagen gegen den gestrigen Kurs etwa 1 v. H. höher. Etwas schwächer setzten Holzmann mit minus 0,5 v. H., Scheideanstalt mit minus 0,5 v. H., Zellstoss-Berein minus 0,4 v. H. und Deutsche Erdöl mit 1,4 o. H. ein. Reichsbank- anteile und Schiffahrtsaktien lagen behauptet. Nach den ersten Kursen ergaben sich bei lebhaften Umsätzen neueErhöhungenbiszul o.H., und auch die anfangs schwächeren Werte konnten sich wieder erholen.

Am Rentenmarkt war die Tendenz ebenfalls fest. Deutsche Anleihen und Schutzgebietsanleihen gewannen bis zu 0,5 v. H. Reichsschuldbuchforde­rungen 1,5 v. H. Am P f a n ö b r i e f m a r 11 be­trugen die Besserungen im Vergleich zu gestern bis

zu 2 o.H. Liquidationspfandbriefe und Kommunal­obligationen gewannen von 1,5 bis 1 o. H. Weiter fest lagen Stadtanleihen und Industrieobligationen und auch alle übrigen Gebiete des festverzinslichen Marktes. Am Auslandrentenmarkt setzten besonders die Werte der Balkanstaaten ihre Auswärtsbewe- gung fort, wobei man auf die bevorstehenden Ost­reparationsoerhandlungen verwies.

Im Verlaufe blieb die Haltung durchaus f e ft, und die Mehrzahl der Kurse blieb auf dem erhöhten Niveau gut behauptet. Vereinzelt traten auch Besserungen von 0,5 bis 1 o. H. ein, die Umsatz- tätigteit wurde aber wieder kleiner. Am Geld­markt war die Situation nach dem Ultimo etwas leichter, so daß die Sätze für Tagesgeld um 0,25 auf 5,25 v. H. ermäßigt wurden.

Berlin befestigt.

Berlin, 2.Sept. (WTB. Funkspruch.) Schon zu Beginn der heutigen Börse konnte man eine wesentlich beruhigtere Stimmung feststellen. Die deutschen Gleichberechtigungsfor­derungen in der Rüstungsfrage werden jetzt auch von der französischen Presse wesentlich sachlicher behandelt, und die Aussichten für eine Verhand­lungsbasis sind durchaus gegeben. Die inner­politischen Betrachtungen traten ebenfalls mehr in den Hintergrund, und man hofft, daß duvch die Milderung des Beuthener Llrteils gleich­falls eine Entspannung eintreten könnte^ Da auch rein markttechnisch die Situation als günstig au bezeichnen ist, genügten heute zu Beginn des Verkehrs schon relativ wenig neue Kaufaufträge, um das Kursniveau zu halten.

Für Spezialwerte, besonders für Montanpa­piere, war regeres Kaufinteresse zu beobachten. Das Hauptaugenmerk hatte die Kundschaft aber auf den Markt der festverzinslichen Werte gelenkt. Hier waren Deutsche Anleihen bis zu 0,25 v. H. gebessert, Reichsbahnvorzugs­aktien notierten 0,40 v. H. höher, Reichsschuld­buchforderungen waren 1 v. H. und mehr erhöht, Industrieobligationen bis zu 2,5 v. H. gebessert. Auch am Markte der Auslandrenten blieb es lebhafter. Bosnische Eisenbahnen erschienen mit Plus-Plus-Zeichen. Auch für kommunale Emis­sionen sollen bei den Danken neue Kauforders vorliegen, während das Gebiet der Goldpfand­briefe immer noch ziemlich vernachlässigt zu sein scheint.

Im Verlaufe wurde es an den Aktien- märf ten einheitlich lebhafterundfester. Am Montanmarkt, in Kali- und in Maschinen­aktien setzten sich mehrprozentige Desserungen durch. Schubert & Salzer gelangen ab heute nur noch in konvertierten Stücken zur Rotiz: diese stellte sich auf 172. Demerlenswert schwächer ge­langten verspätet Süddeutsche Zucker mit minus 2,5 v. H. und Deutsche Eisenhandel mit minus 2,60 v. H. zur Rotiz. Auch Stolberger Zink mit minus 3 v. H., Leopold-Grube mit minus 2 v. H. und Goldschmidt mit minus 2,25 v. H. fielen aus dem Gesamtrahmen heraus.

Eine gewisse Anregung bei der im Verlaufe eingetretenen Befestigung ging von Gerüch­ten aus, die von einer Vertagung des Reichs­tages auf ein halbes Iahr wissen wollten. Aber auch der Llltimoausweis der Reichsbank machte einen recht guten Eindruck, zumal die Devisen weiterhin um über 13 Millionen zugenommen haben. Die Rotendcckung konnte sich mit 24,2 nach 25,2 v. H. relativ gut halten.

Büchertisch.

Auto-Fern st raßen -Karte f Ü1 Deutschland und Oesterreich. (158.) DaS Bibliographische Institut AD., Leipzig, hat in diesen Tagen die Auto-Fernstraßen-Karte Deutschlands und Oesterreich- im Maßstab l: 1500 000 herausgebracht. Die Karte ist bet großem Maßstab und großem Farbenreichtum sehr preiswert. Außerdem hat sie aber noch verschiedene andere Vorzüge: in erster Linie fällt die Fülle der Ortsnamen auf, die hier auf kleinem Raum untergebracht sind, ohne die Liebersicht­lichkeit zu beeinträchtigen. Die Auto-Fernver­kehrsstraßen, Eisenbahnlinien, Flüsse und Lan­desgrenzen sind vollkommen gleichwertig behan­delt. so daß diese Karte sich auch als Lleber- sichts- und Organisationskarte für Handel unb Industrie. Behörden und Bureaus eignet. Sehr wichtig ist, daß sie nicht etwa an den Grenzen Deutschlands aufhört, sondern auch ganz Hol­land. den östlichen Teil von Belgien und Frank­reich, die Rord- und Zentralschweiz, ganz Oester­reich, den größten Teil der Tschechoslowakei unb Polens mit ihren Derkehrsstraßen und den amt­lichen Rummern enthält. Für die Auto-Fern- strahen ist eine nach Rummern geordnete Ta­belle mit Entfernungsangaben beigefügt. Ieder Automobilist, der größere Strecken befährt, unb jeder Geschäftsmann, der Eisenbahn- und Auto- strahen-Entfernung berücksichtigen muh, hat in dieser Karte ein Hilfsmittel von technischer unb kartographischer Vollkommenheit.

Wettervoraussage.

Das umfangreiche Regengebiet an der Vorderseite des Islandtiefs hat sicb sehr schnell ostwärts aus­gedehnt und bereits in den heutigen Morgenstunden unseren Bezirk erreicht. Die Zufuhr feuchter Ozean­luft dauert noch fort, und eine neue Störungswelle macht sich bereits über Irland bemerkbar. Die Wit­terung nimmt daher einen etwas unfreundlichen Charakter an wobei die Niederschlagstätigkeit noch anhält. Der ^Dauerregen wird jedoch später mehr in Schauer übergehen.

Aussichten für Samstag: Wolkig bi» bedeckt, noch vereinzelte Niederschläge, mäßig warm.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 3. September. Vorabend 6.45 Uhr: morgens 8.30; abends 7.15 und 7.55 Uhr.

Gewinnanszug

5. Klaffe 39. Preußisch-Süddeutsch« (265. Preuß.) Staats-Lotterie.

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

20. Ziehungstag 31. August 1932

In der heutigen Dormilicgszirhung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 «ttoinnt Ml 25000 M. 284306

8 ®«toi«ne »n 10000 M. 15159 35473 85288

114150

4 e-totmu ge 5000 M. 230539 369815

10 «ttoinne >u 3000 M. 242093 300546 320737 329845 357666

56 »ttDinnt m 2000 M. 12100 26301 29410 63321 92111 105835 109062 122114 124092 128214

134330 148236 190281 208029 227510 229062

239265 241742 241775 242644 253268 277492

293735 297885 298327 329182 366671 382320

90 Ottotnne ra 1000 TL 52987 57027 59502 76473 86453 101443 107859 108745 113441 127067

136928 139533 143369 150213 166724 167879

200331 202023 202278 208719 209960 214170

222180 224491 224807 232550 235078 251172

266661 272431 274452 281967 283834 284046

293916 294488 298254 316951 334030 337935

352444 357403 378595 381842 399740

172 »ftDinn. xu 500 TL 10112 10409 10453 15888 20234 21686 30956 31863 47108 48868 49556 50421 61203 79033 90474 95417 105953 112126 112211 115854 119022 129661 130012 131324 144696

145349 145515 146468 148724 150962 152805

154918 158410 161038 172662 172726 176015

182626 184237 184488 193445 195315 200554

205629 208020 211578 220448 220578 221870

237335 245010 248087 250380 252870 254393

255982 256670 260331 260437 266565 273366

274167 277953 278065 281203 284133 286321

288871 290046 292579 300836 306000 308592

315022 317377 320816 324795 332300 332875

340731 344351 363871 385340 386190 393735

397866

In der heutigen Nachmittagszkehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 »etoltmt m 25000 ®L 51417

6 ®t»inne *u 10000 HL 72996 275599 332832

14 »«winn- 5000 M. 140868 225561 264178 275352 284453 322872 389435

12 ettoinnt »u 3000 TL 36564 38028 102338

249261 364050 382278

40 flHtoinn. »n 2000 TL 4862 96298 103445

115268 121933 124121 138267 144819 156100

157183 162180 172321 195150 201879 268005

284103 319618 350327 372223 397835

90 A-toinne -a 1000 TL 28525 41070 54060 59649 63379 67904 89693 112813 114271 117930 119029 122088 138574 147279 161183 181764 182942

201667 203169 213521 219822 222293 222954

224566 226758 232234 237750 253587 261088

261766 263891 269839 269880 273405 281572

294478 295724 302396 309709 334273 363282

374551 380513 385563 399984

118 »ttotnne m 500 'M. 4031 24638 26436 43804 45774 49171 51292 62044 105198 109748 118900 123451 127361 129322 130066 130155 143450

143460 150637 169310 176301 179202 181511

190195 194746 205258 213997 217584 234780

235162 239287 246440 254260 255392 262078

266877 271476 271594 272158 276137 276902

283684 285070 290169 290906 295634 297013

308264 315848 331175 332795 338219 342693

349171 360111 370426 373910 380282 387191

Im Gewinnrabe verblieben: 2 Prämien zu ft 500000, 100 Cchlußpramien zu je 3000; 2 Ge­winne zu je 200000, 2 zu je 76000, 2 zu je 50000, 10 zu je 25000, 62 zu je 10000, 146 zu je 6000, 293 zu je 3000, 854 zu je 2000, 1732 zu je 1000, 8026 zu je 600, 9092 zu je 400 M.

OBERST

ka u c h ohne Mundstück.

WALDORF-ASTORIA G.M.B.H.

lieber eine frische Oberste als eine teure Tigarette, die überlagert ist. Frische Zigaretten schmecken am besten und sind vor allen Dingen bekömmlich. Oberst wird infolge der starten Nachfrage nirgends alt!