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April. Da baS An-. zen Jahreszeit ziem- m Auslande wegen iaffung nur wenig ie vorhandenen 2e- erden. Die Preise en ziemlich unter» nig per ßtiid ab ) bis 5,75. 2ugv» M 5.15 b'vi 5,5. .andern 6 bis 65. ), deutsche Frischeier
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4100 Studierende in Marburg.
WvR. Marburg. 30. April. Die Einschreibun. gen Aum diesjährigen Sommeriemester an derUniversität Marburg sind zu Ende gegangen. Es wurden insgesamt 4051 Studierende (3190 Manner und 861 Frauen), sowie etwa 50 Gasthörer gezählt, gegen 4356 Studierende im Sommer- jemestcr 1931. Die Studierenden haben sich folgende Fächer auserwählt: Theologie 467 Manner und 36 Frauen, Rechts- und Staatswissenschast 703 Männer und 29 Frauen, Medizin 1025 Manner und 204 Frauen, Philosophie 995 Manner und 592*Frauen. Oie Vielseitigkeit des „Cberbaurofc*
Heinemann.
WSR. Biedenkopf, 1. Mai. Der vor einigen Tagen wegen seiner Äötxmidiabe auf der Reichsbahn in Drolshagen verhaftete falsche ReichSbahn-„Obcrbaurat" Heinemann, der mit einem schon wiederholt zu Gefängnis verurteilten angeblichen Kaufmann Heinemann identisch ist, hat vor einiger Zeit auch hier eine Dast- rolle gegeben, die seine Vielseitigkeit beweist. Er erschien als angeblicher Revisor dcS Finanzamt«» im Bureau eines hiesigen Geschäftsmannes zur Bücherrevision, die er sich von dem Geschäftsmann .gebührenpflichtig" honorieren lieh. Offensichtlich hatte er also auch damals Jo einen Anfall", mit dem er seine Köpenickiade auf der Reichsbahn plausibel zu machen versuchte.
Oberheffen.
KommunalpolitischerNot. und Mahnruf aus dem Kreise Gießen.
■ar Leihgestern, 30. April. Die hiesigen ® e • meinderatSsihunaen nehmen allmählich Formen an, die es sah unmöglich machen, er- lpriehliche Arbeit im Interesse der Gemeinde zu leisten. Zurufe und ungehörige Bemerkungen aus dem ZuhörerkreiS — meist DohlfahrtSempfänger •unb jugendliche Erwerbslose unter 20 Jahren — häufen sich immer mehr an. DieS ist beionderS bann der Fall, wenn Anträge auf WohlsahrtS- unterstützungen oder Einstellungen zur Arbeitsleistung bei der Gemeinde unter Berücksichtigung der sozialen Derhältnisse nach Ansicht des De- meinderatS von Fall zu Fall der Ablehnung Versalien müssen. AlS in der jüngsten Gemeinderats- lihung auf Grund dieser Vorkommnisse die Verhandlung solcher Dünkte in geheimer Lihung be» Ichlofsen wurde, schaltete einer der unter Murren und Schimpfen den RathauSsaal verlassenden Zuhörer beim HinauSgehen dasMicht deS Sitzungssaales aus.
Eine kürzlich vom KreiSamt an die Bürgermeistereien erlassene Verfügung macht besonders auf den Art. 30 der Landgcmeindeordnung aufmerksam, wonach di« Sitzungen öffentlich sein müssen und nur ganz besondere Angelegenheiten von Fall zu Fall in geheimer Sitzung beraten werden sollten. Ein großer Teil der hiesigen ®c- meinderatSmitglieder wird wohl in Zutunst.die Folgerung aus diesen Vorkommnissen ziehen, ebenfalls den Art. 30 der Landgemeindeordnung beachten unb denSihungen sernbleiben.
ES erscheint angebracht, hier einmal zu erwähnen, bah die Gemeindevertretung in Leihgestern ihren Wohlfahrtserweroslosen biS- herweitmtzglich st entgegengekommen ist. Unmöglich ist eS aber — schon auS finanziellen Gründen —. auch noch diejenigen zu unterstützen. denen nach Prüfung ihrer Vermögens» unb Einkommensverhältnisse der Spruchausschuß die Krisenunterstutzung bereits ablehnte, oder solche zu unterstützen, die unter 21 Jahre alt sind. Ausnahmen wurden im letzten Falle schon gemacht. wenn bie Jugendlichen al» Ernährer der Familie galten. Es werden z. B. in unserer Gemeinde rund 30 Wohlfahrtserwerbs- lose beschäftigt, und zwar wöchentlich mit 36 Stunden Arbeitszeit. Sie erhalten pro Stund« den Waldarbeitertariflohn von 0,50 Mk. ---- 18,00 Mark pro Woche Rechnet man noch den der Gemeinde zufallenden Anteil für die sozialen Lasten hinzu, so ergibt sich eine AuSgabe von 20 Mark pro Mann und Woche, also etwa 80 Mk. im Monat. Bei einer Beschäftigung von 30 Mann bedeutet dies eine monatliche Ausgabe für die Gemeinde von 2400 Mk. Der Anteil der Gemeind« zur Krisenunterstühung für den Monat März betrug rund 900 Mk., so das; die monatliche Ausgabe etwa 3300 Mk. ausmacht. Sollte dieser Bestand von 30 Mann — der sich voraussichtlich aber noch erhöht — daS ganze Jahr hindurch bestehen bleiben, so bedeutete dies für unsere Gemeinde allein eine Jahresausgabe von 3900 M k. Dazu kommen noch bie Unterstützung -gen für Sozialrentner und sonstige Ortsarme. Der -neue Voranschlag für 1932 weist heute schon ein Defizit von 21 000 M k. auf, über dessen -Deckung sich der Demeinderat in seinen Sitzungen genug Kopfzerbrechen machen muh und deshalb um so weniger Belästigungen und Beleidigungen ausgesetzt sein sollte. Es wird sich wohl kaum eine Mehrheit im Gemeinderat finden, welche bereit wäre, die Deckung dieses Defizits und die im Laufe des Rechnungsjahres noch darüber hinaus entstehenden ungedeckten Ausgaben durch neue Belastung der Steuerzahler vorzunehmen.
Man wird sich um den Ausgleich des Etats in , Zukunft nicht mehr soviel Sorgen machen als seither, wenn die von Fall zu Fall nach Prüfung des Gemeinderats abgelehnten Anträge auf Unterstützungen verschiedenster Art immer wieder durch den Spruchausschuh befürwortet werden.
Gemeinderat in Büdingen.
!! Büdingen, 30. April. In der jüngsten G e • ; meinderatssifiung wurde u. a. folgendes be- Ichlofsen: Als Wahltag für die Beigeordneten.
wähl wurde der 5.Juni festgesetzt. Für die Her- st e l l u n a de s K a l b c r b a d) u ft r » soll der notwendige Betrag im Voranschlag 1932 eingestellt werben. Ser Gemcinderat erklärte sich zur Errichtung von Wohnbaracken grundsätzlich bereit, bedielt ich aber, insbesondere im Hinblick auf bie Platz- rage, weitere Bestimmung vor. Die vom Mieteini- lungsamt für die Wohnungen im alten 5 d) u I b a u 5 festgesetzten Mieten erkannte ber (Bc< meinberat an. Die Erhebung ber (9 e m c i n b c ■ Bier st euer für das Rechnungsjahr 1932 wurde auf 100 0 H festgesetzt. Die Kündigung ber Mu gliebschast ber Stadt Bübingen im R e i ch s st n d t e - vund mürbe zum wiederholten Male beschlossen. Reben diesen Vorlagen kam noch eine große Anzahl kleinerer Angelegenheiten zur Verhandlung.
Brandunglück im Vogelsberg.
• Ilbeshausen (KreiS Lauterbach». 2. Mai. In der letzten Rächt gegen 1 ,1 Uhr wurde in der Hofreite des Landwirt» und Fuhrmanns Johannes Schütz hier'elbft Feuer bemerkt. Obwohl die schnell alarmierte Ortsieuerwchr den Flammen energisch entgegenwirkte, fielen doch die Scheune mit den Erntevorräten, die Stallungen und der Dachstuhl deS Wohnhauses dem verhe-rrenden Element zum Opfer. Ferner wurden die auf dem Grundstück untergestellte Dreschmaschine der Dreschgenoffen- ' schäft und «in in den niedergebrannten Gebäuden unterhaltene» Lager der Spar- und Darlehenskasse ein Raub der Flammen. Das Vieh konnte zum Glück gerettet toerbep. Menschenleben kamen erfreulicher Weife nicht zu Schaden. Als Dntstehungsurlache deS Brandes wird Kurzschluß vermutet.
Landkreis Gießen.
Reiskirchen, 30. April. Der sreiwil- lige Arbeitsdienst hat nun auch in unserer Gemeinde Eingang gesunden. Es soll auf diesem Wege bie Anlage eines Walbsportplatzes durchgeführt werden. Die Vorarbeiten, die im Abteiben eines ctroa 2Vt Moraen großen Waldstücks bestehen, sind bereits in Angriff genommen, während anschließend mit den Ausrodungs- und Planierungsarbeiten begonnen wird. Die Kosten für bie cholchauerarbeiten, die im Akkord betrieben werden, trägt die Gemeinde, wahrend für bie Durchführung der Erdarbeiten von ber Reichsanstalt ein Betrag zur Verfirnung gestellt ist. Es werben durchschnittlich 25 Leute beschäftigt.
Kreis Alsfeld.
M Alsfeld, 30. April. Dieser Tage hielt der hiesige Verkehrs- und Verschönerungsverein seine diesjährige JahreSmit- gliederversammlung ab. Der Vorsitzende deS Verein-. Fabrikant Gg. Dietrich Bücking, erstattete den Jahresbericht. Der Verein zählte am SchlusseGes vorigen Jahres 240 Mitglieder. Der Verkehr von auswärts habe sich im vergangenen Jahr recht rege gestaltet. Mit der Reichszentrale für Verkehrswerbung habe ein reger Briefwechsel stattgefunden. der zu einer ausgedehnten Ver- kehrswcrbung für unsere Stadt, vor allem in Holland, führte. Die neuen Werbeprospekte sind in sehr großer Zahl versandt worden, in der Hauptsache an Däderverwaltungen, Reise- und Derkehrsbureaus. Den Bericht für den DerkehrS- ausfchuß erstattete Vorstandsmitglied Gmme- r i ch. Die wirtschaftliche Rot habe den Verein zu einer gewissen Zurückhaltung in der Stellung von Derkchrsanträgen gezwungen. Die Bahnverkchrs- verhältnisse feien die gleichen geblieben, waS im Hinblick auf die allgemeine Rotlage als ein Erfolg zu buchen fei. Bezüglich der Unterhaltung und Verbesserung der Straßen müsse es leider bei den seitherigen zum Teil sehr unbefriedigenden Zuständen bleiben, da die Finanzverhältnisse zur Zeit eine gründliche Herstellung Der Straßen nicht erlauben. Heber den Verbrauch und den Bestand des Werbematerials berichtete Vorstandsmitglied Ehrenklau, über das Ergebnis de» Fenster-Blumenschmuckwettbewerbs 1931 Vorstandsmitglied Ginsberg. Stadtbaumeister Maurer gab Aufschluß über auSgeführte und geplante Verbesserungen auf dem Verschöne- rungsgebiet, über Reuanpflanzungen, besonders im Bereich der „Erlen" und am „Saustallsweg". Der Rechner, Stadtobersekretär S e i p v e l. erstattete die Rechnungsablage. DaS Dereinsver- mögen betrug End« v. I. 2566 Mark. Die Rechnungsprüfung ergab keinerlei Anstände, so daß dem Rechner und dem Vorstand Entlastung erteilt werden konnte. Der Voranschlag für 1932. der sich in Einnahme und AuSgabe mit 1000 Mark bewegt. wurde genehmigt. An die Tagesordnung fchwß sich eine lebhafte Aussprache an, die manche Anregung brachte. Mit Dankesworten an alle Mitarbeiter schloß der Vorsitzende die Versammlung.
Preußen.
Kreis Biedenkopf.
WSR. Biedenkopf. l.Mai. Auf Grund der Rotverordnung der Reichsregierung über daS SA - und SS -Verbot wurden bei Mitgliedern der RSDAP. im Kreise Biedenkopf feftern vier Kraftfahrzeuge von der Po- izei beschlagnahmt und sichergestellt.
Taten für Montag, 2. Mai.
-Sonnenaufgang: 457 Uhr, (Sonnenuntergang: 19 48 Uhr. — Mondaufgang: 3.49 Lhr, Mond- untergang: 16.23 Uhr.
1519: Leonardo da Vinci in Schloß Elous bei Amboise gestorben. — 1772: der Dichter Rovalis in Oberwiederstadt geboren. — 1864: der Komponist G. Meyerbeer in Paris gestorben.
SJL-'fpoit
MTV. Gießen in Frankfurt-Rödelheim erfolgreich.
Jrl. vickclhaupl springt 1,53,5 IRctcr hoch.
Die volkslumlichcn Wettkampfe ber Rodelhcimer Turngemeinde 1847, Die mit über 300 Aktiven aus dem Gebiet des Mittelrheinkreises der-DT. ausgezeichnet besetzt waren, brachten in A»betracht der iruhen Jahreszeit durchweg gute Leistungen. Bei den Turnerinnen gab cs im Hochsprung eine neue Kreisdestleistung mit 1,5314 m durch Frl. Bickel- Haupt (Gießen». Be den Damen dominierten überhaupt die auswärtigen Turnerinnen, mährend bei den Herren die Vertreter Frankfurts fast auf der ganzen Linie siegten. Von den Sta'seln der Dbmiufc holte sich Tv. Vorwärts Bockenheim die schwcdenstafsel unb die 10 X 7--Rundcnsiaffcl jeweils vor Mtv. Bad Homburg. Die 4 X 100-Tkter- ctaffd gewann sowohl bei den Herren als auch bei den Damen der Mtv. Gießen.
Fußball der Gießener Mannschaften.
Die beiden hiesigen Sportvereine entwickelten am gestrigen Sonntag einen außerordentlich lebhaften Sportbetrieb. D c VfB - Mannschaften konnten, ausgenommen ein Unentschieden, sämtliche Spiele siegreich beenden. 1900 schnitt auch gut ab.
Auf dem Waldfportplah spielte die Liga des VfB. gegen .Germania" Marburg mit 3:0 Toren siegreich Die Germanen traten mit viel Ersah an und zeigten nichts besonderes. Die VsDer siegten verdient. Die Ligareserve konnte sich gegen die Erste von Daubringen mit 4:0 siegreich behaupten. Die l. Jugend errang im Spiel gegen die 1. Jgd. deS Lokalgegners nach einem schonen und außerordentlich spannenden Spiel mit 5:4 einen knappen aber verdienten Sieg. Die 2. Jugend spielte gegen Herrmannsteins 1 Jgd. 0:0. Die Schüler konnten gegen WieseckS Schüller 1:0 gewinnen.
Die Liga der Spielocremigung weilte am Sains lagbend in Gladenbach und mußie dort mit drei Mann Ersatz antrrtcn Trotzdem tonnte die Mannschaft, wenn auch knapp, 10 doch sicher da» Spiel mit 3:2 Toren jur sich entscheiden Die Ligarrseroe blieb gegen Dreihausen I mit 1:0 Sieger. Die dritte Mannschaft spielte gegen Lollar 12 1. die 4 gegen Lollar II 4.8 und die 5. Mannschaft gegen Lollars 3. 13. Die 2 Jugend blieb gegen Garben tcichs 1. Jugend mit 3:2 siegreich und die 1 Schuler konnten gegen die 1 Schuler von Garbenteich auch die Oberbond behalten. 3:0 lautete das Ergebnis. Die 2. Schuler verloren gegen Lollar 1. Schüler 1:2.
Das Städte Handballspiel der IHann- schasten von Gießen und Wetzlar endete mit vielen Toren Die Wetzlarer entschieden das Spiel in letzter Minute mit 10:9 Toren für sich.
Oer Hindenburg-Zlugpolal überreicht.
Der Herr Reichspräsident empfing heute den Ziegcleibesitzer Rudolf L a u w aus Bockhorn in Oldenburg, dem vom Preisgericht der Hindenburg- Pokal für die belle sportliche Flugleistung mit Motorflugzeug für das Jahr 1931 zuerkannt worden ist. Der >)crr Reichspräsident überreichte Herrn Lnuw persönlich den Pokal.
Eindrucksvoller deutscher JReiferfieg in Hom
In Gegenwart hervorragender Mitglieder der römischen Gesellschaft. deS deutschen Botschafters und der deutschen Kolonie gelangte am Sonntag aus dem Internationalen Reitturnier der Premio Viitorio, cm schweres Jagdspringen, zu IN Aus- trag. an dem über 100 Pserde zahlreicher Rationen teilnahmen. Der Wettbewerb brachte einen großen deutschen Erfolg, da die beiden ersten Plätze von Oberleutnant Brandt auf „Bal- mung" und von von R 0 st i z - W a l l w i tz auf „Provinz" belegt wurden.
Um die Misletschast in West- unb SiibbeMlanb
Jn Stuttgart:
Eintracht-Bayern München 2:0(2:0)
Die Stimmen, bie davor warnten, acht Tage vor dem Beginn der Spiele um die Deutsche Fußballmeisterschaft noch bie beiden Endspiel- teilnehmer in das schwere Spiel um die süddeutsche Meisterschaft zu Hetzen, haben Recht behalten. Dieses Stuttgarter Tressen bat beiden Mannschaften Blessierte gekostet, eS hat außerdem mit einem bösen Skandal geendet. Das von Anfang an für München eingestellt« Publikum drang fünf Minuten vor Spielende nach einigen unsicheren Entscheidungen des bis dahin guten Kampfleiters Glöckner, Pirmasens, wiederholt in das Spielfeld ein, so daß dieser schließlich das Spiel abbrach. ES ist auf Grund der Tatsachen nicht daran zu zweifeln, daß der Kampf trotzdem Gültigkeit behält.
Die Münchener fanden sich schneller. Sie zeigten in der ersten Diertelstunde ein schnelles und flüssiges Angriffsspiel, das die Frankfurter Läuferreihe in die Defensive zwang. Dennoch erzielte Dietrich schon in der dritten Minute durch plazierten Kopfball den Führungstreffer. Allmählich erhielt auch das Spiel der Frankfurter mehr Fluß und Kraft. In der 33. Minute gab Grämlich einen Strafstoß vor das Dayerntor. wo sich Dietrich das Leder aus dem Gedränge fischte und einfchob. Run wurden die Bayerii nervös und verloren den Zusammenhang, Eintracht dagegen spielte sehr ruhig. Rach dem Wechsel stellte Bayern um iuni) lag, da sich Eintracht angesichts der geschwächten Mannschaft aufs „Halten" verlegte, meist im Angriff. Die Münchener spielten jedoch nur zwei klare Torchancen heraus, die aber Schütz vereitelte. Fünf Minuten vor Schluß setzten dann die eingangs erwähnten Borgänge ein, die zum Spielabbruch führten.
Die Leistungen der Mannschaften waren sehr unterschiedlich. Die Bayern waren nur in der ersten "Viertelstunde sehr gut, wurden dann aber sichtlich nervös. Der beste Mannschaststeil der Bayern war die Läuferreihe, schwach dagegen die Derteidigßng Heidkamp-Bader, auch Lechler im Tor unsicher. Bei der siegreichen Eintracht lieferten die beiden Verteidiger Schütz und Stubb ein überragendes Spiel. Auch Schmitt im Tor war sehr sicher, Die Läuferreihe spielte defensiv. Der Sturm arbeitete sehr produktiv.
Jn Köln:
Schalke04 - BorussiaZulda 5:4 (0:0)
Im Kölner Stadion wurde am Sonntag bei prachtvollem Maiwetter und vor dem stattlichen Besuch von 30 000 Zuschauern zwischen Schalke 04 und Borussia Fulda dos Entscheidungsspiel um die Westdeutsche Fußball-Meisterschast ausgetragen. Mit einem 51(0:0).Sieg konnte Schalke nach einem prächtigen Spiel erneut das „grun-weihe Band des Westens" an fich bringen, das die Mannschaft schon einmal vor zwei Jahren, ehe sie von der Spruchkammer ihres Verbandes in die Verbannung geschickt wurde, besaß.
Borussia Fulda war gut in Form Die Hessen zeigten ein wirklich ausgezeichnetes Spiel, sie waren eifrig, schnell, hart und spielten auch exakt zusammen. In der ersten Halbzeit leisteten sie dem Gegner heldenhaften Widerstand, aber sie verausgabten sich zu sehr und als dann nzch der Pause die Korn- binationsmsachine der Westsalen ins Laufen kam,
da klappte die Manschaft doch nach und nach zusammen. Immerhin hat die Mannschaft ein Gesamt- lob verdient.
Schalke spielte taktisch wie technisch gleich ausgezeichnet. In der ersten Halbzeit verlegte sich die Knappen-Els aus ein ausgesprochenes 3er» mürbungsfpiel, fit hielt sich mehr in der De- sensive und ließ den Gegner seine Kräfte verbrauchen. Rach ber Pause eröffneten dann di« Leute aus Schalk« eine Offensive, deren Kraft bie Helsen nicht mehr gewachsen waren. Das Zusammenspiel der Knappen war prachtvoll und auch die Schußkrast ließ nichts zu wünschen übrig
Die erste Halbzeit verlief ziemlich wechselvoll und verteilt. Beide Stürmerreihen blieben aber ohne Erfolg. Gleich nach dem Wechsel fiel dann auf eine Ecke von Röthardt durch Tibulfti der Führungstreffer für Schalke. Die Westfalen wurden jetzt sehr stark überlegen. Kuzorra erhöhte in der 17. Minute auf Vorlage von Röthardt auf 2:0. Bier Minuten später wehrte Fuldas Tormann einen Flankenball von Röthardt mit dem Fuß ab. der Ball sprang aber Rattkämper vor die Füße und dieser setzte entschlossen den Ball in« Retz. In ber 26. Minute kam Fulda durch einen Kopfball von Leugers bei einer Eck« zum Ehrentrefser. Schalke schoß dann in der 33. und 35. Minute, jeweils nach Vorlagen von ÄuAorra. durch Röthardt und Czepan nod) zwei weitere Treffer. Ein sechstes Tor von Röthardt wurde nicht mehr anerkannt, da eine Sekund« vorher der Schiebsrichter abgepfissen hatte.
Unb Hamburg siegt in Kiel.
Hamburger Sportverein — Holstein kiel 8:1 (6:0).
In Kiel wurde am Sonntag vor einem Rekordbesuch von 12 000 Zuschauern zwischen den beiden alten Rivalen Holstein Kiel und Hamburger Sportverein das entscheidende Spiel um die norddeutsche Fußballmeisterschaft auSqetragen. Wieder einmal mehr holte sich der HSV diesen Titel. Der Sieg der Hamburger Rothosen kommt an sich nicht überraschend, fonfationell wirkt aber bie Höhe des Resultates von 8:1 (6:0). Man hatte um so eher ein knappes Resultat erwartet, da ja Holstein aus eigenem Platz spielte. Die Schuld an der hohen Riederlage trägt in erster Linie der Holstein-Torhüter Kramer, der grobe Fehler machte. Weiterhin fiel überraschend der sonst so gute und gefürchtete Kieler Mittelstürmer Ludwig fast ganz aus. Er wurde von Hamburgs Mittelläufer Halvorsen völlig matt gesetzt. Die Hamburger lieferten ein frisches und zügiges Spiel. Kiel kam beim Stande von 7:0 durch Ludwig zu seinem Ehrentor.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
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