Ausgabe 
1.11.1932 Erstes Blatt
 
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von Folkestone einzulaufen. Erst der neunte Der. such gelang, nachdem die Fahrgäste eine z tv e i - stündige Schreckenszeit durchgemacht hat­ten 3n der Themsemündung sank eine Dark. Der Kapitän und die Mannschaft konnten im letz­ten Augenblick gerettet werden. Ein Motorkabi­nenkreuzer wurde auf die Felsen geworfen und schwer beschädigt. Großen Schaden richtete der Sturm auch in Rord-Wales an. Die Seepro­menade in Colwyn wurde von den Wogen auf- aerissen und auf größere Strecken zerstört. Die Brandung zertrümmerte sogar die Fenster meh­rerer in der Rähe des Ufers stehender Gebäude. Das Wasser drang in die Erdgeschosse ein, obwohl Schutzwälle aus Sandfäcken aufgebaut worden wa­ren. Seit zwei Tagen wird auch fast ganz Frankreich durch Sturm und Unwetter heimgesucht. Die Küstenschiffahrt ist stark beein­trächtigt. Mehrere Dampfer mußten in den Hä­fen Schuh suchen. Die Versorgung der Leucht­turmwächter ist nur mit großen Schwierigkeiten möglich. Der Hafen von LaRochelle mußte wegen Lieberfüllung gesperrt werden.

Gießen, den 1. Rovember 1932.

Wasser ist Medizin für die Haut!

Äon Or. med. Ernst Tannert.

Wasser ist gefährlich für die Haut, so sagen oft­mals Großmütter, und die Pariserinnen, die sich auf das gute Aussehen verstehen, denken nicht daran, sich mit Wasser das Gesicht zu waschen. 2lber jede fesche Wienerin schwört auf Wasser, als das beste Mittel zur Pflege ihres Gesichtes und der Haut überhaupt. Der Widerspruch klärt sich ganz einfach auf: Zwischen Wasser und Wasser besteht ein gewaltiger Unterschied. Das Wasser in Paris ist hart, es enthält eine Menge Kalk und andere Salze und ruiniert darum die Haut. Das Wasser in Wien ist weich, und weiches Wasser bekommt der Haut ausgezeichnet. Wer seine Haut lieb hat und gut aussehen will, muß ihr weiches Waschwasser gönnen. Wo es nicht aus der Leitung kommt, gibt man einfach auf eine Waschschüssel Wasser einen Teelöffel doppelkoh­lensaures Rcttron oder Pottasche. Damit ist schon die größte Gefahr beseitigt.

Man kann sich mit kaltem oder mit warmem Wasser waschen. Das ist nicht gleichgültig. War­mes Walser nimmt nicht nur den Schniutz von der Haut, sondern entzieht ihr auch das Fett und macht sie rauh und empfindlich. Kaltes Was­ser tut das auch, aber es entzieht der Haut nicht so viel Fett, wie das warme. Dafür härtet es ab. Diese Abhärtung ist manchem sehr erwünscht, aber sie ist auch nicht ungefährlich. Man soll beson­ders nicht durch fortgesetztes Baden seine Haut mit Gewalt abhärten wollen. Die Haut soll nicht unempfindlich werden. Wir wollen ja schließlich nicht gegerbtes Leder herumtragen. Also nimmt man am besten zum Waschen lauwarmes Wasser und fettet sich einmal am Tage seine Haut ein. Wer Wasser im Gesicht nicht verträgt, hat in Fett und Oel ein gutes Hilfsmittel.

Auch die zäheste Haut wird durch das Waschen ruiniert, wenn man sie nicht ordentlich abtrocknet. Wer mit feuchter Haut ins Freie geht, darf sich nicht wundern, wenn der Teint leidet. Die Haupt­waschung muß man also am Abend vornehmen, dann hat die Haut in der Rächt Zeit, sich von den Strapazen des Gewaschenwerdens es han- telt sich da um eine Strapaze! in der Wärme des Bettes wieder zu erholen und das abgelöste Fett neu zu bilden.

Auch mit dem Baden muh man vorsichtig sein. Der gesunde Körper braucht mindestens einmal in der Woche, möglichst öfter, ein warmes Rei- nigungsbad. Aber jeden Tag warm zu baden, bekommt vielen Menschen nicht gut. Wenn man schon so eifrig die Badewanne benutzen will, dann muß man wenigstens die starke Reizwirkung des Wassers mindern, indem man dem Bad etwas Milderndes zuseht. Ganz ausgezeichnet ist Kleie (Weizen-, Gerste- oder Haferkleie). Man nimmt 2 bis 3 Pfund für das Bad eines Erwachsenen, streut die Kleie aber nicht lose ins Wasser, son­dern näht sie in ein Leinwandsäckchen ein, sonst krümelt sie leicht und seht sich auf der Haut fest. Für das Bad eines Kindes braucht man nur 4 bis 5 Hände voll Kleie. Wenn man nicht so viel Kleie verwenden will, ist es auch gut, nach dem Bad regelmäßig den ganzen Körper einzuölen, oder ihn mit einem fetthaltigen Puder (Talk­puder) einzureiben. Sehr beliebt ist Mandelkleie oder Seesand-Mandelkleie. Diese schüttet man natürlich nicht ins Wasser, dazu ist sie zu kost­spielig. Man darf sie aber auch nicht nur, wie es meistens geschieht, flüchtig auf die Haut schütten, sondern muß einen Eßlöffel voll etwa fünf Mi­nuten lang auf der vorher angefeuchteten Haut gut verreiben. Dann spült man die Kleie ab und trocknet die Haut sorgfältig. Sehr heiße Bäder sind eine große Anstrengung für den Körper.

18 Tote beim Untergang eines Motorbootes?

Man befürchtet in Stockholm, daß in der ver­gangenen Aacht 18 junge Leute von der Insel Gotland mit einem Boot untergegan­gen und ertrunken sind. Sie hatten sich mit einem Motorboot, dessen Motor nicht in Ordnung war, aufs Meer hinausbegeben, um den Manövern eines russischen Geschwaders zu- zusehen, das in der Rähe von Estland liegt. Die lungen Männer sind bis jetzt nicht zurück- gekehrt. Zwei Flugzeuge haben die Suche nach den Vermißten ausgenommen. Die russischen Kriegsschiffe sind durch Funkspruch verständigt worden. Da starker Sturm herrscht und die jungen Leute keinen Kompaß mitgenommen ha­ben, befürchtet man das Schlimmste.

Starkes Erdbeben in Südafrika.

Die Stadt Johannesburg (Südafrika) wurde in einer der letzten Nächte durch ein starkes Erd­beben erschüttert. Einzelheiten über den angerich­teten Schaden sind noch nicht bekannt.

132 bis 36 Grad Celsius genügen vollständig.

Roch von einigen Kleinigkeiten soll die Rede sein, die mit dem Waschen zusammenhängen. Man kann sich mit Waschlappen gerade so gut wie mit Schwämmen waschen. Jedenfalls soweit es sich um das Aufträgen und Abwischen der Seife handelt. Schwämme haben aber einen Vorzug vor dem weichen Waschlappen. Sie üben eine Art Massage auf die Haut aus.

Kinder haben öfters Angst vor der Dusche. Diese Kinder sind einmal erschreckt worden, in­dem sie unvorbereitet von dem kalten und harten Strahl getroffen wurden. Man schaffe sich eine bewegliche Dusche mit Schlauch an, die die Kinder selbst in die Hand nehmen können. Mit diesen Duschen kann man auch viel besser die verschie­denen Körperstellen erreichen. Man soll nach dem warmen Bad nur dann kalt duschen, wenn man davon weder Herzklopfen, noch sonstige Be­schwerden bekommt.

Lieber die jüngste Sitzung der Industrie- und Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach vom 27. Oktober wird uns berichtet:

In Vorbereitung der Ergänzungswah­len wird Termin auf Dienstag, 29. Äovember, bestimmt. Die Geschäftsführung wird mit der Vornahme der erforderlichen Arbeiten beauftragt.

Aach einem einleitenden Referat des Syndikus über die Errichtung von

(Einigungsämtern zur Schlichtung von Wett­bewerbsstreitigkeiten

spricht sich die Vollversammlung dahin aus, daß das von der Kammer Gießen schon vor Jahren freiwillig eingerichtete Cinigungsamt bestehen bleibt, und daß alle Streitfälle, bei denen eine Einigung nicht zustande gekommen ist, vor einem mit Zwangsbefugnissen ausgestatteten Einigungs­amt zum Austrag gebracht werden feilen. Ein solches Einigungsamt gemäß §27a des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb wäre zweck­dienlicher Weise bei dem Vorort des Hessischen Industrie- und Handelskammertags, der Handels­kammer Mainz, ein^urichten.

Die steuerliche Lleberlastung des Automobils hat zu einem

katastrophalen verfall der gesamten Kraftverkehrswirtschaft

geführt. Die Kammer wird an ihrem Teile auf eine Wiederbelebung des Kraftfahrzeugverkehrs durch Senkung der Steuer hinwirken.

Die Verordnung über die Regelung des Kraft­fahrzeugverkehrs vom 15. Juli 1930 schreibt be­züglich der Bereifung fror; daß grundsätzlich in Zukunft alle Kraftfahrzeuge Luftbereifung haben müssen. Dieses Verlangen bedeutet aber eine emp­findliche Belastung der Kraftwagenhalter, und er­scheint auch wenig zweckmäßig, da die Lustberei­fung infolge schnellerer Fahrtleistung und größe­rer Saugwirkung für die Straßen viel schädigen­der ist, als die langsamer lausende Elastikgummi. Bereifung. Wenn aber die Forderung auf Luft- bereisung nicht fallen gelassen werden kann, dann sollte wenigstens die Elastik-Gummibereifung bis zum 1. April 1935 auch für solche Fahrzeuge ge-

20.15 Uhr, Kath. Vereinshaus, öffentliche Wahl­versammlung. Bezirkssparkasse Gießen, 8 bis 18 Uhr, Turnhalle der Pestalozzischule, Äusstellung: Kinderland und Spargedanke. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Flucht von der Teufelsirrfel". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg, 17, 19 und 21 Uhr: Das Geschlechtsleben".

Gastspiel im Stadttheater. Man schreibt uns: Heute morgen alle Tage! fin­gen die heiteren Gesangsvirtuosen, die Come - dian-Harmonists, auf Schallplatten, aus dem Rundfunk oder im Tonfilm. Aber am Sams­tag, 12. Äovember, 20 LIhr, treffen diesechs Einmaligen" zu einem Gastspiel im Stadttheater Dießen ein. Diese Künstlerschar, deren heitere Darbietungen sie weltbekannt gemacht haben, wird an diesem in Gießen einzigen Konzertabend mit beliebten Schlagern und neuen Stücken auf­warten. Vorverkauf ab Dienstag an der Theater­kasse, sowie im Reisebureau der Hamburg- Amerika-Linie, Seltersweg 93, und bei Frau Huntemann, Seltersweg 53.

Sie Volkshochschule beginnt heute, 20 Llhr, in der Llnidersität folgende KurseKul- turprobleme der Gegenwart" undEnglisch HI". Der KursusKulturprobleme der Gegenwart" be­ginnt erst am Dienstag, 8. Rovern der. Man be­achte die heutige Anzeige.

** Neue Wohlfahrtsbriefmarken der Reichspost. Heute werden die fünf neuen Wohlfahrtsbriefmarken der Reichspost ausge­geben, die mit einem Wohlfahrtsaufschlag für die deutsche Rothilfe verkauft werden. Die nach Stahlstichen hergestellten Marken zeigen Bilder deutscher Burgen. Die Erträge dienen zur Lin­derung der Winternot. Don den vorjährigen Wohlfahrtsbriefmarken sind 12 Millionen Stück verkauft worden.

** Winters Einzug im Vogelsberg. Auf dem Hohervdskopf hat der Winter bereits fei- nen Einzug geholter. In der Nacht zum Sonntag fiel der erste Schnee, so daß sich die Berge zum erstenmal in weißer Pracht darboten. Allerdings dauerte die Herrlichkeit nicht sehr lange. Der Schnee schmolz wieder. Die Temperatur lag am Sonntag 4 Grad unter Null. Heute morgen wurden 3 Grad unter Null gemessen. Von der Wasserkuppe (Rhön) wird ebenfalls Schnee gemeldet.

** Totengedenkfeier der RSDAP. Die Rationalfozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am morgigen Mittwoch, 16 Llhr, auf dem Landgraf-Philipp- Platz am Gefallenen-Denkmal der 116er eine Totengedächtnisfeier. Redner ist der Gauleiter

stattet fein, die feit der erstmaligen Zulassung län­ger als acht Jahre im Verkehr sind.

Die Kammer hat sich im Interesse der Kauf­mannschaft nachdrücklich gegen die

Einschränkungen in der Postzustellung

in der Stadt wie auf dem Land zur Wehr ge­fetzt. Leider haben ihre Bemühungen keinen Gr- folg gehabt. Sie gibt aber auch an dieser Stelle noch einmal der bestimmten Erwartung Aus­druck, daß die Reichspostverwaltung auch ihrer­seits das Wirtschaftsprogramm der Reichsregie­rung durch möglichst baldige Wiederherstellung des bisherigen Zustandes fördern hilft.

Die Kammer hat sich erneut dafür eingesetzt, daß die Zigarrenindustrie so schnell wie möglich von der

Einfuhr-Ausgleichssteuer und der Banderole- Umsatzsteuer

befreit wird. Ebenso wird sie ihre Bestrebun­gen auf Ermäßigung der zollamtlichen Einzel­gebühren fortsetzen.

Die beabsichtigte Sanierung der landwirt­schaftlichen Genossenschaften mit Hilfe von Reichs­mitteln kann nicht gutgeheißen werden. Die Kam­mer wird daher den Getreidehandel in feinem Kampf gegen diese einseitige Bevor­zugung der Genossenschaften unter­stützen.

In Hessen ist die Einsichtnahme in das Grund­buch frei, wenn der Einsichtnehmende berech­tigtes Interesse nachweisen kann und die Ein­sichtnahme nicht länger als eine Stunde in An­spruch nimmt; im anderen Fall beträgt die Ge- bühr 1 Mark. Die Anträge der hessischen Kam­mern auf

Herabsetzung der Gebühren auch für die Einsicht in das Handelsregister

auf 50 Pf. hat der Minister des Innern als ungerechtfertigt abgelehnt. Wollte man gleich, wohl einer Senkung der Gebühr nähertreten, so müßte nach der Ansicht des Ministers zum Aus­gleich für den Gebührenausfall die Vergünstigung bei der Grundbucheinsicht in Wegfall kommen.

Lenz (M.d.R.). Räheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

Die Silberhochzeit des Lokomotiv­führers Heinrich Reh findet nicht am 8., son­dern am 2. Rovern be r, also am morgigen Mittwoch statt.

** Gemäldeausstellung Münchner Künstler in Gießen. Im Einvernehmen mit dem Oberhessischen Kunstverein wird der Künstler­bundIsar", München, in der Zeit vom 5. bis 13. November eine Werbe-Kunstausstellung großen Stils imEinhorn" (Palastlichtspiele), Kirchenplatz, abhalten. Die Ausstellungen des Künstlerbundes find seit nahezu 20 Jahren in über einhundert deut­schen Städten bekannt. An eigens aufzubauenden hohen Stoffwänden werden ungefähr 120 Originale zu sehen sein von Künstlern, deren Namen aus dem Kunstverlag, auch aus Galerien (Münchner Glas- palast) bekannt sind. Mit ausaewählten Kollektionen sind vertreten u. a. die Professoren Ludwig Bock, Bauriedl, Jul. Diez, E. Erler, v. Hayeck, Hans Hei- der, Hohlwein Klemm, E. Liebermann, Nißel, Pjp. pel, Ludwig Putz, Seyler, Sieck, Scharder-Velgen, Schräg, Urban; die Maler Bachmann, Besta, Bürck, Korthaus, Lüdecke-Cleoe, Mühlen Schlageter, Wolf- Bloem, Müller-Diflo u. a. m. Für Schulen werden besondere Führungen veranstaltet Zur offiziellen Eröffnung der Ausstellung wird der Münchner Aus­stellungsleiter Dir. Bischoff-Korthaus am Samstag, 5. November, einen Vortrag halten. Die Kunstschau wird jeden Tag, auch Sonntags, von 10 bis 13 Uhr und 16 bis 19 Uhr geöffnet sein. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

-Don der Israelitischen Reli- gionsgesellschaft, Gießen. Man be­richtet uns: Rach 49jähriger Dienstzeit, fünf Jahre in Pflaumloch in Württemberg und 44 2ahre in der hiesigen Israelitischen Religions- gesellschaft, trat Herr Lehrer Bernhard Klein vor einigen Monaten in den wohlverdienten Ruhestand. Am vergangenen Samstag fand in der hiesigen Synagoge, dem Orte, wo man so gern und oft der lieblichen und angenehmen Stimme des scheidenden Kantors gelauscht hatte, ein Ab­schiedsgottesdienst mit Festpredigt statt. In wun­derbaren, herrlichen Worten, von Bibel- und Talmudsprüchen umrahmt, schilderte Herr Pro­vinzialrabbiner Dr. Hi r schf eld die Tätigkeit unseres Kultusbeamten, der Lehrer, Kantor und Schächter war. Mit Liebe, Sorfaalt und päd­agogischem Geschick brachte Herr Klein den Kin­dern die religiösen Lehren und Pflichten des wahren Judentums bei. In Andacht und Ehr­furcht lauschten die Synagogenbefucher seinen er­bauenden und klangvollen kantoralen Leistungen. Auf dem Gebiete des Schächtens war er ein Meister, der seinesgleichen sucht. Sowohl von Seiten des Rabbinats, als auch von Seiten hoher christlicher Deamtenstellen fanden hier feine Lei­stungen reiche Anerkennung. 'Für all das dankte ihm Dr. Hirschfeld im Rainen der Gemeinde und wünschte ihm einen ruhigen, angenehmen und langen Lebensabend in unserer Mitte. Sein Rachfolger, Herr Lehrer Erich Reumann aus Kassel, wie Herr Lehrer Klein ein Schüler des Würzburger Seminars, trat vor den hohen Feiertagen die vakante Stelle an. Er zeigte in der kurzen Zeit seines Hierseins, daß er voll und ganz den Erwartungen, die man in ihn gesetzt atte, entsprach. Möge er gleichfalls einMenschen- alter als Beamter in unserer Gemeinde segens­reich wirken."

** Oef fentliche Dücherhalle. Im Ok­tober wurden 1690 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1145, Litera­turgeschichte 4, Zeitschriften 31 Gedichte und Dra­men 18, Jugendschriften 126, Länder- und Völ­kerkunde 116, Kulturgeschichte 11, Geschichte und Biographien 104, Kunstgeschichte 9, Raturwisfen- schaft und Technologie 55, Heer- und Seewesen 1, Haus- und Landwirtschaft 3, Religion und Phi­losophie 20, Staatswissenschaft 38, Sprachwissen­schaft 1, Sport 6. Fremdsprachliches 2 Bände.

DHC. Gießen. Man berichtet uns: Auch die Rovemberwanderung des VHC. Gießen am letzten Sonntag hatte, wie ihre Vorgängerin, unter den Unbilden der Witterung zu leiden. Lind doch hatten sich über 40 Teilnehmer einge­funden, die sich durch das feuchte Clement nicht abfchrecken ließen. Vorsichtshalber hatten die Führer nur die Landstraße gewählt, und so ging es denn die Frankfurter Straße entlang nach Klein-Linden und von da über Dutenhofen zur Mittagsrast nach Ahbach. Auf der Höhe vor Dutenhofen hatte man bei klarer Luft eine hübsche Fernsicht über zum Teil überschwemmte Felder nach den Burgen und dem Dünsberg. Rach der Mittagspause stattete man zunächst dem benach­barten Glockenberg einen Besuch ab, von dessem Kamm sich wiederum ein prächtiger Rundblick bot. Ramentlich fesselte der Blick auf das Lahntal mit dem angeschwollenen Fluh, der jeden Augen­blick überzutreten droht. Stets auf fester, aus­sichtsreicher Straße ging es weiter über Kinzen­bach nach Heuchelheim, wo die Schlußrast statt- sand, um bei einbrechender Dunkelheit den heimat­lichen Penaten zuzusteuern.

Aus der proviuzialhauplstadt.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag: Stadttheater, 20 bis 22 UhrRoulette". Ober- Hess. Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr, Ausstellung. Zentrumspartei Gießen,

Industrie- und Handelskammer Gießen.

so?

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