Nr. 251 Dritter Blatt
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)
Samstag, L Oktober 1952
Der kommissarische Wetzlarer . Kreisausschuß.
WER. Wetzlar, 30. Sept. Der Regierungspräsident in Koblenz hat am 27. September den kommissarischen Kreisausschuß für den Kreis Wetzlar ernannt, und zwar: Kommerzienrat Dr. K o e h le r - Wetzlar, Brunnenbesitzer Karl Broll - 'Diskirchen, Geschäftsführer Fischer- Wetzlar, Gemeinderechner Schäfer- Raunheim, Lehrer Fritz Gaß- Dutenhofen, Lehrer Wilhelm M a u r e r - Brandoberndorf.
Die Technische Nothilfe im Dienste des Volkes.
Am 30. September 1919 wurde in Berlin die Technische Rothilfe gegründet. Während ihres Bestehens hat sie in Wahrung strengster politischer und wirtschaftlicher Neutralität die ihr von der Reichsregicrung übertragenen vielseitigen Aufgaben erfüllt. Vom staatspolitischen Standpunkt aus bildete vom Tage ihrer Gründung ab die Borsorge zur Beseitigung von Rot ständen in Betrieben, deren Fortführung mit Rücksicht auf lebenswichtige öffentliche Interessen -unerläßlich ist, die Hauptaufgabe. Zu dieser Arbeit gesellte sich der G a s- und Luftschutz. Durch tätige Mitarbeit am Freiwilligen Arbeitsdienst wurde wertvolle Iugendertüchtigung und nützliche Bolks- dienstarbeit geleistet. Dazu kommt die B e r - besserung des Schutzes gegen Kata- strophen gefahren, die durch fortlaufende Ausbildung von Rothelfern und durch Abhaltung von großen Hebungen erreicht wurde. Allein im vergangenen Jahre wurde die Technische Rothilfe an 83 Stellen zur Hilfeleistung eingesetzt. Feuer- und Wasserwachtbereitschasten wurden in gefährdeten Gebieten zum Teil regelmäßig unterhalten.
3m Landesbezirk Hessen, der Hessen- Rassou und Hessen umfaßt, und seinen Sitz in Frankfurt hat, wurde die Teno im verflossenen Zahr in zahlreichen Fällen zur Hilfeleistung bei Hochwasserkatastrophen aufgerufen. Größere Einsätze fanden u. a. in Arheilgen und Eschollbrücken statt. Auch bei der Bekämpfung von Waldbränden mußten Rothelfer Mitwirken, vor allem im kurhessischen Bezirk bei dem Brand im Habichtswald. Einsätze in lebenswichtigen Betrieben (Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke) waren erfreulicherweise nicht erforderlich. Der zivile Luftschutz, soweit er das Aufgabengebiet der Technischen Rothilfe betrifft, wurde in diesem 3ahre überall im Bereich des Landesbezirls organisiert. Die Organisation hat für den Ernstfall u. a. Warn- und Läufertrupps, Feuerwehr- und Aufräumungstrupps zu stellen, auch Fachtrupps für Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke. 3n reichem Maße widmete sich der Landesbezirk auch der Pflege des Freiwilligen Arbeitsdienstes.
Kongreß fürZugendiiteratur in Mainz.
• Mainz, 30. Sept. Bei der Eröffnung der Abteilung „Das 3ugendbuch derBölker" des 3nstituts für Völkerpädagogik in Mainz findet ein Kongreß für Zugendliteratur statt, auf dem die Fachwelt, Literaturpäda- 6''gen, Lehrer, Kindergärtnerinnen, Behörden, Bibliothekare, Schriftsteller, Verleger. Buchhändler usw., die augenblicklichen Rotstände auf dem Gebiete des Jugendbuches in Jugend- und Schütervüchereien, Kinderlesehallen, Zugendschriftenverlag und Zugendbuchhandel erörtern und Mittel zur Abhilfe suchen will. Vertreter al^er Zntcressengrupven berichten über die Rot ihres Teilgebietes. Um den ganzen Llmfang des heutigen Zugendproblsms anklingen zu lassen, sind die Abendßhungen den wissenschaftlichen Be- r chten ers?er Fachkräfte (Dr. H. H. Busse, Dr. Leo Weismantel, Dr. Gerda Eichbaum, Wilhelm Fronemann u. a.) Vorbehalten. Die Verhandlungen beginnen am Sonntag mit einer Eröffnungsfeier, in der der Leiter der Abteilung ..Das Zugendbuch der Völker" über „Das Zugendbuch nn. Rahmen des Znstituts für Völkerpädagogik" sprechen wird. Ein Dichterabend beschließt am 4. Oktober den Kongreß.
Herbst-BuUenversteigerung in Lauterbach.
Die sowohl bei den Züchtern, wie auch bei den lausenden Gemeinden allgemein geschätzte Herbstversteigerung von Bullen durch den Landwirtschaftskammer-Ausschuh für die Provinz Oberhessen findet am Mittwoch. 12. Okto-oer in Lauterbach statt. Obwohl die Auswahl der Bullen zur Versteigerung noch n cht stattgefunden hat. kann schon heute damit gerechnet werden, daß auf der Versteigerung m ndcstens 30 bis 35 Tiere aufgrtrieben werden, so daß eine-große Anzahl hochwertiger Vater- ticre zum Verkauf gelangt. Ungefähr bei der Hälfte der zur Versteigerung kommenden Bullen ist die Milchleistung der Mutter nochgewiesen, bei deren Ankauf durch oberhessischc Gemeinden der Landwictschaftskammer-Ausschuß eine nicht unwesentliche Beihilfe zu den Ankaufskosten gewährt. Die Versteigerung nimmt um 11 Uhr ihren Anfang.
Spielvereinigung 1926 Leihgestern.
Am morgigen Sonntag empfängt die 1. Mannschaft der Spielvereinigung Leihgestern die 1. von „Teutonia" Laubach zum fälligen Verbandsspiel. Beide Mannschaften haben schon in Privatspielen die Klingen gekreuzt und sich sehr spannende Kämpfe geliefert. Man verspricht sich auch diesmal wieder ein interessantes Treffen. Die 2. Mannschaft fährt ebenfalls zum Pflichtspiel zur 3. Mannschaft des VfR. Butzbach. Rach den seitherigen Spielen zu urteilen, sollte Leihgestern den Sieger stellen. Die Schüler empfangen die Schüler von Klein-Linden. Man erwartet auch hier die Leihgesterner in Front.
Sportverein 1928 Garbenteich.
Die 1. Mannschaft des Sportvereins^ fährt am Sonntag zum Verbandsspicl nach Butzbach. Sie wird dort gegen die zweite vom VfR. einen schweren Stand haben, zumal man noch nicht bestimmt weih, ob sie in kompletter Aufstellung antreten kann. Man darf trotzdem der Mannschaft von Garbenteich, den letzten Spielen nach zu urteilen, ein Plus zusprechen. Die 2. Mannschaft tritt auf eigenem Platze gegen die gleiche von „Teutonia" Watzenborn-Steinberg an und dürfte dabei wenig Siegesaussichten haben.
Arbeiter-Turm und Sporibund.
Mit dem morgigen Sonntag geht die Vorrunde der Kreisklassense-ie, außer zwei noch ausstehenden Spielen, zu Ende.
Wiestck hat zum letzten Spiele Rieder-Wöllstadt zum Gegner. Die Gäste, punktgleich mit Wieseck) stellen, nachdem sie sich mit Ober-Wöllstadt zu einer Spielvereinigung verschmolzen haben, eine sehr gute Elf ins Feld. Technisch werden jedoch die Platzbesitzer den Gästen etwas voraus sein. Die Mannschaft von Rieder-Wöllstadt gilt als sehr wuchtig. Wieseck wird einen unbeugsamen Siegeswillen mitbringen müssen»
In Heuchelheim ist Naunheim zu Gast. Auch hier dürfte es ein spannendes Spiel geben, bei dem man wohl den Gästen ein Plus zusprechen kann. Dorheim ist in Altenstadt zu Gast und wird, wenn es bei den dort vorliegenden Verhältnissen zu einem Siege kommen will, schwer kämpfen müssen.
In den B e z i r k s k l a s s e n beginnt mit dem kommenden Sonntag bereits die Nachrunde der Serie. So ist Gießen II am Sonntag zum Rückspiel
in Daubringen zu Gast. Ob cs der Zweiten gelingt, siegreich zu sein, ist fraglich.. Wieseck II hat vor dem Kreisklassenspiel Lollar I zum Gegner. Der Ausgang dieses Kampfes ist nicht vorherzu- sagen. Wißmar I ist in Londorf zu Gast und wird schwer sich seinen Sieg im Vorspiel wiederholen können. Kinzenbachs I. weilt in Rodheim und wird wohl den Platzbesitzern die Punkte lassen müssen.
Leun I und Oberndorf I werden sich in Leun ein scharfes Treffen liefern, das die Platzbesitzer wohl für sich entscheiden sollten. Allendorf I hat Wetzlar I zu Gast. Großen-Buseck I sollte sich in Saasen zwei Punkte holen. Ebenso dürfte Alsfeld I in Burkhardsfelden, wenn auch nicht so leicht, so doch Sieger werden. Ob Hungen I in Großen-Lin- den gegen die dortige 1. Mannschaft gut bestehen wird, ist fraglich.
In der 2. Bezirksklasse finden folgende Spiele statt:
Gruppe I: Blasbach I — Wetzlar II; Fellingshausen I — Frankenbach I; Waldgirmes I — Kinzenbach I.
Gruppe II: Krofdorf I — Gleiberg I; Vetzberg I — Wißmar II; Heuchelheim II — Launs- bach I.
Gruppe III: Fronhausen I — Lollar II; Allendorf (Lumda) I — Hachborn I; Dich II — Lang- Göns II.
Gruppe IV: Großen-Linden II — Hungen II; Lich I — Grüningen I.
Gruppe V: Grünberg I — Alsfeld II; Lindenstruth l — Nieder-Ohmen I; Beuern I — Großen- Buseck II.
Gruppe VI: Klein-Linden I — Wieseck III; Hausen I — Annerod I.
Die Jugendklasse trägt folgende Spiele aus: Heuchelheim — Naunheim; Krofdorf — Gleiberg; Rodheim — Launsbach; Wieseck — Hachborn; Staufenberg — Lollar; Burkhardsfelden — Alten-Buseck.
Handball. <
In der Serie der Handballer hat am kommenden Sontagoormittag Wieseck I — Butzbach I zu Gast. Die Gäste verfügen über eine gute Mannschaft, deren Hauptstütze der Tormann ist. Wieseck wird schon alles aufbieten müssen, wenn das Spiel nicht eine Niederlage bringen soll.
In Gambach ist Holzheim I zu Gast. Hier stehen sich zwei gleichstarke Mannschaften gegenüber, jedoch wird wohl Gambach, da es den Vorteil des eigenen Platzes hat, der Glücklichere sein.
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Oie deutsche Reichspost im Jahre 1931
Aus dem Geschäftsbericht der Deutschen Reichspost über das Rechnungsjahr 1931 geht hervor, daß die Entwicklung der Reichspost in steigendem Maße durch die fortschreitende Verschlechterung der deutschen Wirtschaftskonjunktur beeinflußt worden ist. Die Vergebung von Lieferungen mußte daher stark eingeschränkt werden, während zur Vermeidung einer ungünstigen Beeinflussung des Arbeitsmarktes die Rationalisierungsmaßnahmen nur im geringen Umfange fort- geführt wurden. Der Verkehr ist in fast allen Betriebszweigen außerordentlich stark zurückgegangen, «insbesondere ist der Telegrammverkehr pm über 20 Prozent gesunken. An Betriebseinnahmen sind 1899,8 Mill. Mk. aufgekommen. Das Mehr gegenüber den Betriebsausgaben beträgt 196,9 Mill. Mk.
Wochenbericht
vom Frankfurter Vroduktenmarkt.
Der Getreidemarkt zeigte in der verflossenen Woche wiederum sehr kleines Geschäft. Die Stimmung war zunächst unter dem Eindruck der festen Haltung für. Weizen etwas freundlicher, später herrschte jedoch wieder Geschäftsstille, und die Preise bröckelten überwiegend ab. Die Verkündung des Agrarprogramms der Reichsregierung blieb ohne Einfluß. Das Angebot hielt sich in engen Grenzen, später wurde es allerdings etwas stärker, aber nicht drängend. Hierbei mag mit» gewirkt haben, daß infolge der verschiedenen Re- gierungsmahnahmen, wie der bekannten Einlagerungspflicht und der Lombardierungsaktion, die norddeutschen Lagerhäuser, die bisher in Süddeutschland größere Weizenkäufe vornahmen, nicht mehr aufnahmefähig sind. Trotzdem drückte es etwas auf die Preise, zumal das Mehlgeschäst wieder nur sehr mäßig war.
Weizen stieg zunächst von 214 auf 221 Mark, um schließlich auf 218 bis 216,50 Mark zurück. zugehen. Roggen lag schon von vornherein unter dem Einfluß des billigen polnischen Roggens schwächer, und gab um 2 Mark auf 169 bis 168 Mark per Tonne nach, wobei die halbstaatliche Stelle das herauskommende Angebot aufnahm.
Der M e h l m a r k t zeigte für Weizenmehl vorübergehend einige Belebung, später war der Absatz jedoch wieder schleppend. Roggenmehl
hatte ruhigen Absatz bei abbröckelnden Preisen. Weizenmehl, südd., 32,25 bis 33,20, do. nieder» rhein., 32,25 bis 32,95, Roggenmehl 25 bis 26 Mark.
Am Futtermittelmarkt neigten die Preise bei schleppendem Geschäft von 10 bis 25 Pfennig je 100 Kilo zur Schwäche. Weizenkleie 8 bis 8,10, Roggenkleie 8,10, Treber 11 Mark.
Trotz geringerer Zufuhren haben die Kartoffelpreise keine Besserung erfahren, und auch das Geschäft blieb sehr ruhig. Zndustrie, hiesiger Gegend, 1,75 bis 1,80, Böhms allerfrü« heste gelb« 1,70 Mark per 50 Kilo bei Waggon- bezug.
Berlin abgeschwächt.
Berlin, 1. Okt. (WTB. Funkspruch.) Die heutige Börseneröffnung war in gewisser Hinsicht eine Enttäuschung gegenüber den Erwartungen des Vor- mittagsoerkehrs. Am Vormittag und noch an der Vorbörse war man freundlicher gestimmt, da verschiedene günstigere Momente Vorlagen. So regten bessere Nachrichten aus der Eisenindustrie an. Das Geschäft, das in den letzten Tagen schon sehr ruhig war, nahm heute infolge des hohen israelitischen Feiertags einen noch geringeren Umfang an. Orders lagen bei den Banken nur für einige vpezialpapiere, und auch dann nur in kleinem Maße, vor. Die Spekulation zeigte eher Neigung, Glattstellungen vorzunehmen, und bei der geringen Aufnahmefähigkeit des Marktes ergaben sich natürlich überwiegend Kursabschwächungen von 0,5 bis 1,5 v. H., denen nur vereinzelt Besserungen um Bruchteile eines Prozents gegenüberstanden. Ein recht verstimmender Einfluß ging von einer Zunahme der Streiks im Reiche aus, dazu drohen in einer ganzen Reihe von Unternehmungen Tarifstreitigkeiten. Man verwies ferner auf die zunehmenden Schwierigkeiten, die der deutsche Außenhandel durch neue Zollmaßnahmen des Auslandes (Holland usw.) zu überwinden hat. Mit Spannung verfolgt man die außenpolitischen Vorgänge. Man will wissen, daß M a c d o n a l d einen neuen Versuch unternehmen will, um die Abrüstungskrise zu überwinden. Siemens waren wieder recht schwach und gingen um 1,75 v. H. zurück, Kunstseideaktien tendierten schwach, auch Reichsbank, die meisten Montanpapiere, Aschersleben, Ehade, Ges- fürel, Contigummi usw. lagen ziemlich schwach. Dagegen konnten sich Deutsche Linoleum, Elektrische Schlesien, Deutsche Atlanten und die Maschinenwerte höher stellen. Altbesitzanleihe lag 1 v. H. schwächer,
wobei stärkere Ware herauskam. Neubesitzanleihe behauptete sich, ebenfalls Reichsschuldbuchforderungen. Am Rentenmarkt tendierten Hypothekengoldpfandbriefe wieder etwas leichter, landschaftliche Gold blieben behauptet.
Im Verlaufe verstimmte ein weiterer Rückgang der Siemens bis auf 117,25 v. H., auch Bemberg verloren 1,5 v. H., und die übrigen Werte gaben bis zu 0,5 v. H. nach. Im späteren Verlauf trat eine leichte Beruhigung ein.
Am Geldmarkt machte sich heute schon nach dem Ultimo eine kleine Entspannung bemerkbar. Tagesgeld blieb zwar noch unverändert 5 bis 7 v. H., doch war es vereinzelt auch schon mit 4,90 v. H. erhältlich. Monatsgeld blieb unverändert 5 bis 7 v. H. In Privatdiskonten entwickelte sich kaum Geschäft, ebenso in Reichswechseln und Reichsschatzanweisungen.
Frankfurt schwächer.
Frankfurt a. M., l.Okt. (WTB. Drahtmel- düng.) Die Wochenschlußbörse war infolge des israelitischen Feiertags nur schwach besucht, und da besondere Anregungen, vor allem Orders der Kundschaft, nicht Vorlagen, herrschte fast vollkommene G e s ch ä f t s st i l l e. Die Erholung der gestrigen Neuyorker Börse und einige günstige Nachrichten aus der Industrie blieben ohne Eindruck, da anderseits der erneute Rückgang der Siemensaktie verstimmte. Die Tendenz neigte daher zur Schwäche. Gegen die Abendbörse traten auf den meisten Marktgebieten Verluste von 0,5 bis 1 v. H. ein. Stärker abgeschwächt waren Siemens, die auf spekulative Abgaben 5 v. H. einbüßten. Auf den übrigen Marktgebieten gingen AEG. um 0,5 und Gesfürel um 1,5 v. H. zurück, während Bekula in Nachwirkung der 10-v. H.-Dividendenerklärung 0,75 v. H. anzogen. Am Elektromarkt stellten sich Rückgänge bis zu 0,5 v. H. ein. IG. eröffneten 0,40 v. H. niedriger. Riil- gerswerke tagen dagegen um Bruchteile eines Prozents höher. Am Kunftfeidenmarkt verloren Aku 0,5 v. H. und Bemberg 1 v. H. Linoleumaktien waren bis zu 0,75 v. H. freundlicher. Zellstoff, Schiffahrtsaktien und Reichsbahnanleihen verloren bis zu 0,75 v. H. Bauunternehmungswerte wiesen gutbehauptete Haltung auf.
Am Rentenmarkt war die Stimmung recht matt, Altbesitz gab bis zu 0,5 v. H. nach. Am Aus- [anbrentenmarft herrschte vollkommene Geschäftsstille. Der Rentenmarkt war gleichfalls sehr still. Reichsaltbesitz und Schutzgebietsanleihe blieben gut behauptet. Gold- und Liquidationspfandbriefe waren nur wenig verändert, zum Teil bröckelten die Kurse etwas ab. Kommunalobligationen blieben gesucht. Von Jndustrieanleihen zogen Stahlvereinbonds 1,25 v. H. an.
Gießener Wochenrnarktpreise.
• Gießen, 1. Okt. Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter 100, Süßrahmbutter 130, Landbutter 120—130, Matte 25—30 Pf. das Pfund, Käse 5—10, Eier, ausl., 10. int 11 Pfennig das Stück, Wirsing 6—8, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 8—10, Gelbe Rüben 8—10, Rote Rüben 8—10, Spinat 15, Römischkohl 8, Unter» Kohlrabi 5—6, Tomaten 10—15, Zwiebeln 8—10, Meerrettich 35—70, Schwarzwurzeln 35, Kürbis 5—6. Pilze 25-30, Kartoffeln 3 Pf. das Pfund, Kartoffeln p. Ztr. 2,50--2,80 Mk., Frühäpfel 15 bis 25, Falläpfel 5—6, Birnen 10—20, Dörrobst 30—35, Honig 40—45, Zwetschen 8—10, Pfirsiche 30—40, Brombeeren 20—25, Preihelbeeren 30 bis 35, Rüsse 35, Zunge Hähne 70—90, Suppenhühner 60—80 Pf. das Pfund, Tauben 50—60, Blumenkohl 30—60, Salat 8—10, Salatgurken 10—20, Endivien 10—15, Ober-Kohlrabi 5—8, Lauch 5 bis 10. Rettich 10-12, Sellerie 10—30 Pf. das Stück, Radieschen 10 Pf. das Bund.
Briefkasten der Redaktion.
G. 3. fi., Gießen. Für die Niederschlagung der Hauszinssteuer und Grundoermögenssteuer in Preußen sind die Katasterämter zuständig. Es ist zu empfehlen, sich mit dem zuständigen Katasteramt in Verbindung zu setzen, um zu erfahren, ob im vorliegenden Fall ein Niederschlagungsantrag Erfolg verspricht.
jr. Sch. in Rödgen. Zu 1. Mindestens sieben Semester sind zum Studium der Rechte notwendig. Im Semester sind an Kollegiengeld und Gebühren etwa 150 bis 200 Mark erforderlich. Für Wohnung und Verpflegung sind im Monat 80 bis 100 Mark aufzubringen (2 Semester 7 X 80 Mark). Zu 2. Stipendien können an bedürftige und würdige Studierende verliehen werden, jedoch noch nicht im 1. und 2. Semester; größere Aussicht besteht für Honorarerlaß; Bedingungen dieselben. Zu 3. Honorarerlaß in der Regel 50 Prozent. Das Semesterstipendium beträgt etwa 70 Mark. Zu 4. Für das juristische Studium ist das große Latinum erforderlich.
(Schluß des redaktionellen Teils.)
Warum Kaffee hag auch für Gesunde? Es gibt unzählige Menschen, denen der Arzt coffeinhaltigen Kaffee verbietet. Soll man den coffeinfreien Kaffee Hag nur dann trinken, wenn man es muß? Oder sollte cs nicht klüger sein, diesen völlig unschädlichen Bohnenkaffee auch schon in gesunden Tagen zu trinken? An Geschmack, Aroma und Preis unterscheidet Kaffee Hag nichts von anderem guten Bohnenkaffee. ‘ 6415V
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Ve.r vergleicht.,: findpt Mende 138 unerreicht!
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WENDE
sind sämtliche Probleme des Zweikreisers bei Mende 138 gelöst, dem Fernempfänger, von dem am meisten geredet wird. Mende 138 ist auch mit Recht als Schlager bezeichnet worden,- denn er kann genug, um jeden zufriedenzustellen und bietet die Garantie, daß an jedem Empfangsort eine ausreichende Trennschärfe vorhanden ist, so daß man mit dem Mende 138 nicht bloß heute, sondern auch in Zukunft gut fahren wird.
Prüfungsbericht de» „Berliner lokoksnreifler'*
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