einige Wochen in den Genuß niedriger Brotpreise kämen. Die Erntefinanzierung m u ß also erfolgen, nicht nur um den Bauern einen einigermaßen angemessenen Gegenwert für den Ertrag der Arbeit eines Jahres und für die Fortsetzung der Erzeugung zu geben, sondern auch um die Volksernährung sicherzustellen.
Tagung des Christlich-Sozialen Dolksdienstes.
B e r l i n, 29. Juli. (VDZ.) Die Reichstagsfraktion des Christlich-Sozialen Volksdienstes tritt am Sams
tag, 1. August, in Frankfurt a. M. zu einer Sitzung zusammen. Die Fraktion wird einen Bericht des Abg. Simpfendörfer über die politische Lage entgegennehmen und sich in eingehender Aussprache insbesondere mit der letzten Notverordnung beschäftigen. Der Reichsoorstand tritt bereits am Samstagvormittag zu internen Beratungen zusammen. Er wird sich in erster Linie mit der Vorbereitung der Reichstagung des Christlich-Sozialen Dolksdienstes befassen, die für den 20. September in Leipzig in Aussicht genommen ist.
Mac-onawsRückkehrnachLon-on
Mit den englischen Gästen auf der Fahrt über den Wannsee. — Von links nach rechts: Reichsaußen- Minister Dr. C u r t i u s, Außenminister Henderson, Reichskanzler Dr. B r ü n i n g, Reichsminister Treoiranus der englische Premier M a c d o n a l d und preußischer Ministerpräsident Dr. Braun.
..............zZ/A
Berlin, 29. Juli. (WTB.) Der britische Premierminister Ramsey Macdvnaldist heute 10.07 Uhr in einem englischen Militärflugzeug, begleitet von weiteren Armeeflugzeugen, vom Tempelhofer Flughafen nach London aufgestiegen. -Zum Abschied hatten sich eingefunden Reichskanzler Dr. Brüning, Reichsauhenmi-
Macdonald verabschiedet sich von Reichskanzler Dr. Brüning auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof.
nister Dr. C u r t i u s, sowie mehrere leitende Beamte des Auswärtigen Amtes, der englische Botschafter Sir Horace Rum bald sowie die Mitglieder der Botschaft. Um 11.40 Uhr erschienen die drei englischen Militärflugzeuge über dem hannoverschen Flugfeld. Rach einem Rundflug über der Stadt erfolgte fünf Minuten später die Landung. Rach kurzem Aufenthalt, der vor allem dazu bestimmt war, neuen Betriebsstoff aufzunehmen, verließ der Ministerpräsident, der einen kurzen Imbiß im Flughafenrestaurant eingenommen hatte, Hannover in der Richtung auf Rotterdam, wo er um 15 Uhr landete. Er wurde vom englischen Gesandten
empfangen. Um 16.30 Uhr erfolgte die Weiterreise nach London, wo Macdonald um 18.30 Uhr eintraf. Bei seiner Ankunft erkundigte er sich sofort nach dem Befinden Lloyd Georges. Auf die Frage, ob und woweitereDesprechun- gen stattfinden würden, antwortete Macdonald, daß er dies im Augenblick noch nicht sagen könne. Die Arbeit, die getan worden sei, werde noch verschiedene Stadien durchlaufen müssen. Es sei unmöglich, jetzt schon ziu sagen, welche weitere Richtung die Ereignisse nehmen würden. Die erste wichtige Sache sei jedoch, einen Bericht von den Banksachverständigen zu erhalten.
Berliner Bilanz in pariser Beleuchtung.
Paris, 29.Juli. (TU.) Die Pariser Presse zieht heute die Bilanz aus dem zweitägigen Besuch der englischen Minister in Berlin. Die Auffassung geht dahin, daß außer sentimentalen und oft sogar gefährlichen Erklärungen seitens des englischen Außenministers keinerlei greifbare Ergebnisse erzielt worden feien. „I n tran s i g ean t" stellt fest, daß man aus der Finanzlage Deutschlands und Englands die Schlußfolgerung ziehen könne, daß die Krisen beider Länder die gleichen Ursachen hätten, nämlich die sozialen Auflagen. — „Temp s" warnt vor den angeblich tendenziösen Gerüchten, wonach der Besuch der englischen Minister in Deutschland dazu geführt habe, einen englisch-deutschen Block gegen Frankreich zu bilden. Im Augenblick hänge die Entwicklung der internationalen Lage und das Wohlergehen des deutschen Volkes von der Konsolidierung des Kabinetts Brüning ab. Das Blatt geht sodann auf die Ursachen der Finanzkrise in Deutschland ein und macht die Sozialdemokratie hierfür verantwortlich. Die Steuerwirtschaft der sozialistischen Demagogie mit ihren ungeheuren sozialen Lasten habe das Reich an den Rand des Abgrundes gebracht. In sieben Jahren habe Deutschland hierfür nicht weniger als 450 Milliarden Franken verausgabt. Dasselbe gelte für England, wo die Arbeiterregierung dem Haushalt ganz beträchtlich geschadet habe. — „Liberty" begrüßt es, daß die französische Regierung den Kreditforderungen des^ Reiches nicht nachgegeben habe. Die allgemeine Lage in Deutschland sei heute noch ebenso verwirrt, wie vor drei Wochen und die Diagnose, die man stellen könne, müsse nach wie vor sehr zurückhaltend sein.
Galpeterkrieg mit Chile.
Oie deutschen Stickstoffzölle. — Chile kündigt den Handelsvertrag. Zu Verhandlungen bereit.
Berlin, 29. Juli. (WTB.) Die chilenische Regierung hat den deutsch-chilenischenHan- delsvertrag am 24. Juli 1931 mit dreimonatiger Frist gekündigt. In Aeußerungen, die in der deutschen und ausländischen Presse erschienen sind, wurde diese Kündigung dar- gestellt als eine Gegenmaßnahme Chiles gegen die kürzlich eingeführten deutschen ©tief» stoffzölle, die sich angeblich praktisch ausschließlich gegen den Chile-Salpeter auswirkten.
Hierzu wird von maßgebender Seite mitgeteilt, daß die Zollverordnung der Reichsregierung vom 13. Juli 1931 die Einfuhr aller stickstoffhaltigen Düngemittel aus allen Ländern betrifft. Der Erlaß der Zollverordnung war notwendig, da nach dem Scheitern der internationalen Verhandlungen der Stickstoffindustrien in Luzern eine Ueberf lutung des ungeschützten deutschen Marktes mit ausländischer Ware zu befürchten war, nachdem sich andere Länder bereits wirksam gegen Einfuhr fremder stickstoffhaltiger Düngemittel geschützt hatten. Eine besondere Maßnahme gegen
Chile ist hiernach in der Verordnung keinesfalls zu erblicken. Die Kündigung des deutsch-chilenischen Handelsvertrags durch Chile stellt deshalb auch nicht etwa die Antwort auf eine solche deutsche Sondermaßnahme dar. Die chilenische Regierung hat vielmehr die Kündigung ausdrück- drucklich damit begründet, daß der aus dem Jahre 1862 stammende Vertrag auf die neuzeitige Entwicklung der Handelsbeziehungen nicht mehr Paßt.
Chile hat allgemein die Absicht, seine Handelsbeziehungen zu sremden Staaten durch neue Verträge zu regeln, so wurde erst kürzlich auch ein neues Handelsabkommen zwischen Chile und Frankreich abgeschlossen. Die Kündigung des deutsch-chilenischen Vertrages ist lediglich als ein Teil dieser von Chile schon seit langer Zeit beabsichtigten handelspolitischen Gesamtaktion zu betrachten. Die chilenische Regierung hat auch bei der Kündigung des Vertrags sofort zum Ausdruck gebracht, daß sie bereit sei, mit der Reichsregie!- Tung alsbald in Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen einzu- treten. Die Reichsregierung hat ihre Dereit-
wMgkeit hierzu der chil-nischen Regierung ebenfalls bereits mitgeteilt. Die Verhandlungen werden sobald als möglich beginnen und es ist zu hoffen, daß sie so rasch zu einem beide Teile befriedigenden Ergebnis führen werden, daß der Eintritt eines vertragslosen Zustandes zwischen beiden Ländern vermieden wird.
Deutschland
und die Galpeiereinfuhr.
DieinternationalenStickstoffverhandlungen scheitern an Chiles Forderungen.
Berlin 29. Juli. (WTB.) Vom Stickstoff, syndikat wird u. a. mitgeteilt: Verschiedene Pressemitteilungen über den Verlauf der internationalen Stickstoffverhandlungen in Luzern können den Eindruck erwecken, als ob das Scheitern dieser Verhandlungen durch das Verhalten der deutschen Stick st off- industrie gegenüber den Chilenen herbeigeführt worden sei. In der Presse ist insbesondre wiederholt die Rachricht verbreitet wor
den, der chilenischen Industrie wären im Laufe bet monatelangen Verhandlungen niemals präzise Vorschläge gemacht worden und bcs Erlaß der deutschen Zollverordnung sei während der noch schwebenden Verhandlungen erfolgt, um einen Druck auf die Chile-Salpeterindustrie auszuüben. Demgegenüber weisen wir darauf hin, daß die Vertreter der deutschen Stickstoffindustrie im Einvernehmen mit allen anderen europäischen Gruppen der Chile-Salpeterindustrie schon vor längerer Zeit schriftlich skizzierte Vertragsentwürfe, denen der Status quo des Jahres 1930/31 zugrunde gelegt war, unterbreitet haben, derart, daß dem Chile-Salpeter der gleiche Prozentanteil am Weltabsatz gewährt werden solle, den er im Iah re 1930/31 gehabt hatte. Die Vertreter der chilenischen Stickstoffindustrie haben dagegen eine erhebliche prozentuale Steigerung ihres Anteiles am Weltabsatz gefordert und insbesondere einen Ab s a tz in Deutschland beansprucht, der etwa das vier- bis fünffache ihrer im Jahre 1930/31 bei offenen Grenzen erzielten Verkäufe betragen sollte.
Noch keine Einigung in den französischbritischen KreditverhandlungenI
Snowden gegen die Aufnahme des Kredits. — Oie City ist über die französische Geldpolitik verschnupft. — Möglichkeit einer nochmaligen Diskonterhöhung.
London, 29. Juli. (TU.) Die Auffassung der englischen Presse über die Frage des französischen 20-Millionen-Pfund -Kredites für die Bank von England ist nicht einheitlich. „Daily Tele- Ö" glaubt zu wissen, daß sich in den Derhand- n Schwierigkeiten ergeben hätten. Während die Bank von Frankreich zu einem Abkommen bereit sei, seien zwischen Snowden und dem Gouverneur der Bank von England Meinungsverschiedenheiten entstanden. Der Schatzkanzler habe erklärt, daß dieser Kredit nicht notwendig sei. „Daily Herald" wendet sich gegen die Behauptung, daß England Hilfe brauche, um seine internationalen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Bank von England habe weder um Hilfe gebeten, noch brauche s i e eine Unterstützung. Wenn ein französisches Syndikat gebildet sei, um wieder rund 25 Millionen Pfund in England zu investieren, so sei die City der Ansicht, daß dieses kurzfristige französische Geld besserin Parisbleiben sollte. Der Versuch, den englischen Kredit zu schädigen, indem man zunächst das Geld aus London zurückziehe und es dann wieder zurücksenden wolle, habe in der City erheblich verschnupft. Die Franzosen tauschten sich, wenn sie glaubten, durch Gerüchte den englischen Kredit' erschüttern zu können. Das Mattstellen des Hooverplanes, die schädliche Beeinflussung der Londoner Ko^erenz und der dauernde Widerstand gegen die Abrüstung zielten darauf hin, Amerika zu enttäuschen und zu verärgern, um es'wieder in seine alte isolierte Stellung zurückzutreiben. Die „Times" geben ihren Eindruck dahin wieder, daß die Verhandlungen auf eine Wiederbelebung eines alten Abkommens hinzielten, das schon vor einigen Jahren zwischen englischen und französischen Banken bestand und nach dem französische Banken englische Wechsel diskontierten. Es sei noch kein endgültiger Plan aufgestellt worden und man hasse, daß ein solcher auch nicht notwendig sein werde. „Financial News" meint, daß die Verhandlungen Sir Robert Kindersleys sich auf eine zukünftige Lage bezogen hätten, die, wie man hoffe, aber nicht e i n t r e te n werde.
Der Pariser „Mali n" erfährt aus London man hätte gestern abend in London in Finanzkreisen erklärt daß noch nichts über eine Entscheidung der Direktoren der Bank von England bekannt sei. Man hat allerdings den Eindruck, daß eine Erhöhung des Diskonts aH es um 1 v. H. möglich sei. lieber die französisch-englischen Verhandlungen feien die widerspruchsvollsten Gerüchte in der City im Umlauf Es scheine sich einzig und allein um eine Frage zu handeln, die die staatlichen Banken, aber nicht die Privatbanken, betreffe. Deshalb sei es, so erkläre man in London, sehr wohl möglich, daß der Gouverneur der Bank von England den Diskontsatz lieber von 3,5 auf 4,5 v.H. her- a u f s e tz e n werde, als das von der Bank von Frankreich unterbreitete Angebot anju- nehmen.
Geld und Politik.
Frankreich wünscht nicht den Umweg über London für Kredite an Deutschland.
Paris, 29. Juli. (TU.)- Die Angriffe, bie in einem Teil der englischen Presse im Zusammenhang mit den französisch-englischen Finanzver- handlungen gegen Frankreich gerichtet sind, haben hier lebhaftes Echo gefunden. Man zeigt einige Ueberraschung über diese Angriffe, die nach französischer Auffassung vollkommen unberechtigt seien. Die Blätter scheinen einem höheren Wink zu folgen, wenn sie immer wieder unterstreichen, daß die Bank von Frankreich s i ch sofort bereit erklärt habe, England die notwendige Hilfe zu gewähren. Von irgendwelchen Bedingungen, die an diese Hilfe geknüpft sind, wird nur zwischen den Zeilen gesprochen, da man offenbar der Welt nicht das Schauspiel einer gewissen französisch-englischen Spannung geben möchte. Cs scheint jedoch nach wie vor festzustehen, daß der Gouverneur der Bank von Frankreich, vom französischen Finanzminister veranlaßt, es nicht versäumt hat, den Gouverneur der Bank von England, Kindersley, darauf hinzuweisen, daß Frankreich es ungern sehe, wenn französisches Geld durch englische Kanäle nach Deutschland fließe. Man macht der englischen Regierung den Vorwurf, die in Frankreich zu niedrigem Zinsfuß geliehenen Gelder am Deutschland weiter zu verleihen und dadurch nicht nur mit französischem Gelde hohe Gewinne zu erzielen, sondern vor allem die von Frankreich an eine Finanzhilfe für Deutschland geknüpften politischen Bedingungen unwirksam zu machen.
Das „I o u r n a l" erklärt ganz offen, daß die englisch-französische Zusammenarbeit auch politische Voraussetzungen erfordere. Die erste Vorbedingung zur Wiederherstellung des Vertrauens sei die Beilegung politischer Meinungsverschiedenheiten zwischen Paris und London. Macdonald habe in Berlin erst jetzt wieder seine Absicht bekundet, in die deutschfranzösischen Besprechungen einzugreifen. Gr habe außerdem von einem freien
Deutschland gesprochen, indem er ziemlich deutlich an eine Rede erinnert, die er früher einmal zugunsten der Vertragsrevision gehalten habe. — Auch der „Figar o" erklärt, daß man auf französischer Seite sicherlich keinen Grund habe, sich England gegenüber ebenso vorzusehen, wie gegenüber Deutschland. Ebenso wie man aber von einer finanziellen Hilfe an Deutschland wichtige Dienste für den Frieden erwarte, könne man auch von einer Llnterstühung an England eine Besserung der gegenseitigen Beziehungen erwarten, die in einer engeren Knüpfung der Entente cordiale bestehen müßt«.
Lloyd George gegen Frankreich.
B u en o 3 Aires, 29. Juli. (WTB.) „Prensa* veröffentlicht einen scharfen Angriff Lloyd Georges gegen Frankreich, der die Lage Deutschlands mit dem Fall eines verblutenden Patienten vergleicht, dessen Aerzte ausschließlich damit beschäftigt sind, einen ihrer Kollegen zu verhindern, ihm durch neue B l u t e n tz i e h u n g den Gnaden st oßzugeben. Der Franzose — tapfer im Kampf und in der Niederlage — zeige als Sieger seine übelsten Eigenschaften: Anmaßung und Rücksichtslosigkeit.
Die Abrüstungsfrage in -en Berliner Besprechungen.
Deutschland lehnt nach wie vor den Genfer Konventionscntwurf ab.
Berlin, 29. Juli. (TU.) Zu den deutsch-englischen Besprechungen, die am Dienstagabend in einer gesellschaftlichen Veranstaltung in der englischen Botschaft ihren Abschluß fanden, verlautet von unterrichteter Seite noch, daß die Aussprachen sich schon zum wesentlichen Teil auf die Fragen der bevorstehenden Abrüstungs- kvnferenz bezogen. In diesem Zusammenhang ist auch die Frage angeschnitten worden, ob Deutschland den bisher als indiskutabel abgelehnten Genfer Konventionsentwurf als Verhandlungsgrundlage für die Abrüstungskonferenz anerkennen könne. Die Reichsregierung vertritt die Auffassung, daß der Grundsatz der völligen Gleichberechtigung auch auf dem Gebiete der Rüstungen zur Anwendung gelangen könne. Der Genfer Konventionsentwurf ist aber von dem deutschen Abrüstungsdelegierten, Grafen Bernstorfs, gerade deswegen abgelehnt worden, weil er nach deutscher Auffassung gegen den Grundsatz der Gleichberechtigung in entscheidenden Bestimmungen verstößt. Es besteht kein Grund zu der Annahme, daß die Haltung der Reichsregierung in dieser Frage sich irgendwie geändert hat.
Aus aller Wett.
Ein Wiesbadener schloß geht in ausländische« Besitz über.
Das Schloß Hohenbuchau in Wiesbaden- Oeorgenbbrn, das von dem Baron von Kraus» kopff für mehrere Millionen errichtet worden ist, wurde jetzt von einem holländischen Bankenkonsortium erworben. Der Kaufpreis beträgt 380 000 Mark, die geleistete Anzahlung 50 000 Mark. Wenn am 15. August die Restkaufsumme bezahlt wird, ist der Kauf perfekt. Wie bestimmt verlautet, wird ein spanischer Zisterzienser-Orden in- dem Schloß ein Sana» t 0 r i u m betreiben. Der Magistrat hat den Kaufvertrag genehmigt. Die Käufer haben sich verpflich- tet, sämtliche bis jetzt fälligen Steuern zu entrichten und auch in fünf Jahren keinen Antrag auf Steuererlaß stellen zu wollen. Die letzte Besitzerin des Schlosses, Frau S 0 s k i n - Paris, wollte das Schloß wegen der hohen Steuerlasten a b r e i h e n lassen.
„Graf Zeppelin" auf der Rückfahrt nach Leningrad.
Das Luftschiff „Gras Zeppelin", bas sich nach Mitteilungen der Hamburg-Amerika-Linie in den Vormittagsstunden des Mittwoch über N 0 waja Semlja befand, hat wieder Kurs auf Leningrad genommen. Mittwoch gegen 20 Uhr (MEZ.) wurde es über Archangelsk gesichtet und überflog um 21.30 Uhr den Onegasee. Mit seinem Eintreffen in Leningrad, wo wiederum eine Zwischenlandung beabsichtigt ist, wird am Donnerstagvormittag gerechnet.
Verhaftung wegen Devlsenfchlelchhandels.
Aufgrund der Notverordnung über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln wurden in Breslau ein Bankier aus Wien und sein Bevollmächtigter sowie ein Kaufmann aus DreS- lau f e st g e n 0 m m e n. Sie waren übereingekom- men, einem Geschäftsmann, derDollars handeln wollte, mehrere tausend Dollar zu einem die amtliche Dotierung weit überschreitenden Kurs zu verkaufen. Der Breslauer


