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Wirtschaft.

ZusammenschlußAdcaSächsische Staatsbant. Die Verwaltungen der Säch­sischen Staatsbank Dresden und der Allgemeinen Deutschen Creditanstalt haben die Vereinigung ihrer Interessen beschlossen. Es dürfte damit zu rechnen sein, daß andere Danken sich der Kom­bination anschließcn. Als erster Schritt zur Durch­führung des Zusammenschlusses haben die Säch­sische Staatsbank und die Adca eine offene Handelsgesellschaft gebildet, in die das gesamte Geschäft beider Institute eingebracht wird. Da gemäß Staatsbankgeseh für die Säch­sische Staatsbank der Staat für die Verbindlich­keiten der Staatsbank voll Gewähr leistet, bedeu­tet sie die Garantie des Freistaates Sachsen für sämtliche Verbindlichkeiten beider Institute.

Dy ckerh off & Söhne, G. m. b. H., Amöneburg. Die Verschlechterung der Bau­marktlage in den vergangenen Monaten hat auch bei der Dyckerhoff & Söhne-G. m. b. H., Amöneburg, ein erhebliches Ansteigen der Ze­mentbestände verursacht. Da die Aussichten für eine Belebung der Abruftätigkeit sehr ungün­stig sind, hat sich die Firma genötigt gesehen, von den vier zur Zeit in Betrieb befindlichen Oefen einen stillzulegen. ' Die StiMegung, die sich auf ein Viertel der Belegschaft von gegen­wärtig 740 Mann erstreckt, würde für 185 Mann Entlassung bedeuten. Um zu verhindern, daß diese 185 Mann der Belegschaft für immer dem Produktionsprozeß fcrnbleiben, hat sich die Lei­tung der Gesellschaft dazu entschlossen, das sog. Krümpersystem einzuführcn. Die Gesamtbeleg­schaft wird in vier Gruppen eingeteilt und jede dieser Gruppen feiert 8 Wochen hindurch. Wie WTB.-Handelsdienst hört, hat sich die Arbeiter­schaft mit diesem Vorschlag der Verwaltung ein­verstanden erklärt.

' Die internationalen Stick st off- Verhandlungen gescheitert. Wie WTD.-Handelsdrenst erfährt, entsprechen die Rachrichten der ausländischen Presse, wonach bei den internationalen Stickstoffverhandlungen eine weitgehende Verständigung erzielt worden sei, nicht den Tatsachen. Wenn sich auch bei den Ver­

handlungen, an denen im übrigen nur die euro­päischen Gruppen beteiligt waren, in einzelnen Punkten Möglichkeiten für eine Verständigung er­geben hätten, so waren die Schwierigkeiten ins­gesamt doch so groß, daß eine Einigung nicht zu­stande gekommen ist. Cs sind deshalb weitere neue Verhandlungen nicht in Aussicht genommen.

* Kündigung des Mehrarbcitsab- kommens im Ruhrbergbau. Wie verlau­tet, haben die Bergarbeiterverbände des Ruhr­gebietes endgültig beschlossen, das Mehrorbeits- abkommen für den Rührbergbau zum 30. Sep­teniber zu kündigen. Es sind neue Massenent- lassungen erfolgt. Eine schnelle und wirksame Lin­derung der ungeheueren Arbeitslosennot wird nach Ansicht der Arbeitnehmer nur durch Besei­tigung der bestehenden Mehrarbeit gefunden wer­den Annen.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 29. Juli. Es wurden notiert: Weizen (neue Ernte) 250 bis 253 Mark, Wintergerste (neue Ernte) 175 Mark, Hafer (inländischer) 190 bis 192,50 Mark, Weizenmehl (süddeutsches, Spezial 0) 40,75 bis 41,50 Mark, Roggenmehl (60 v. H. Aus­mahlung) '28,75 bjs 30,50 Mark, Weizenkleie 10,25 bis 10,40 Mark, Roggenkleie 11 Mark. Tendenz: uneinheitlich.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 28. Iuli. Der Prvduktenmarkt zeigte heute ein freundlicheres Aussehen. Das Inland- angebot hat sich allgemein verringert, da die Landwirtschaft z. T. stark mit 'Feldarbeiten in Anspruch genommen ist. Das Preisniveau für Brotgetreide war gegen gestern als gut behauptet zu bezeichnen: obwohl die Umsahtätigkeit, insbe­sondere für Weizen, keine nennenswerte Belebung erfahren hat, dürften heute die amtlichen Rotie- rungen wieder aufgenommen werden, eine Rotiz für Roggen erfolgt auf jeden Fall. Neber das Preisniveau besteht noch einige Unsicherheit da man noch nicht weiß, inwieweit eine Beeinflussung durch Stühungskäufe eintreten kann. Weizen- und Roggenmehle werden weiter nur für den notwen­

digsten Konsumbedarf gekauft, die Preise waren wenig verändert, der Absatz von neuem Roggen­mehl nach dem Westen gestaltet sich vereinzelt etwas befriedigender. Das Haferangebot ist ge­ringer geworden und Untergebote werden kaum zugesagt, die Forderungen sind eher fester ge­halten. Der Absatz von Gerste bleibt schwierig, insbesondere geringere Qualitäten sind stark ver­nachlässigt. Die ersten Muster von neuer Som­mergerste werden nicht immer als befriedigend an­gesehen. Es wurden notiert (1000 Kilo): Weizen, märkischer (neue Ernte) 202 bis 205 (ruhig): Rog­gen, märkischer 152 bis 154 (stetig): Futter- und Industriegerste (neue Wintergerste) 137 bis 149 (schwach): Hafer, märkischer 146 bis 152 (stetig).

Preußen.

Ziegenzuchtausstellung in Wetzlar.

# Wetzlar, 28. Juli. Der Kreisziegen­zucht o e r e i n veranstaltete am Samstag hier eine Lämmerschau mit Markt, die gut beschickt war. Aufgetrieben waren 45 Böcke und 19 Lämmer. Als Preisrichter fungierten Landwirtschaftsrat Bin - kert, Leiter des Tierzuchtamtes Koblenz, und Dr. Raufer- Niederbieber (Kreis Neuwied). Das auf­getriebene Zuchtmaterial wurde von den Preisrich­tern als erstklassig bezeichnet. Der anschließende freihändige Verkauf gestaltete sich lebhaft. Die Preise bewegten sich bei Böcken zwischen 40 bis 90 Mark, bei Lämmern zwischen 30 bis 38 Mk. je Stück. Bei den Böcken verblieb Ueberstand.

Die Tiere der nachstehend genannten Züchter wurden mit Preisen ausgezeichnet:

A. Vocklämmer.

1. Preise: G. Weber, Hörnsheim: Wilhelm Schmidt, Hörnsheim; G. Hinkler, Hörnsheim; An­ton Ohly, Hörnsheim.

2. Preise: Wilhelm Lenz, Hörnsheim; Wilhelm Mack, Hochelheim; L. Rinker, Hörnsheim; Ludwig Beppler, Hörnsheim; Wilhelm Lang, Hörnsheim.

3. Preise: Wilhelm Ludwig, Hörnsheim; L. Schäfer, Hörnsheim; L. Volk, Hörnsheim; G. Zörb, Hörnsheim; August Wedel, Hörnsheim: Wilhelm Ludwig, Groß-Rechtenbach; G. Volk I., Hörnsheim; Friedrich Kuhl, Hörnsheim; Johannes Weber,

Hochelheim; (3. Müser, Hörnsheim; (5. Weber, Lützellinden.

4. Preise: G. Hedrich, Hörnsheim; G. Bepp« ler, Hörnsheim; (3. Müller, Hörnsheim; August Weddel, Hörnsheim.

Lobende Anerkennung: (3. Bopf, Hörns­heim; A. Weber II., Hörnsheim; Albert Engel, Hörnsheim.

B. Mutlerlämmer.

1. Preise: Ludwig Beppler, Hörnsheim; Fried­rich Jung, Hochelheim; W. Lenz, Hörnsheim.

2. Preise: O. Hinkler, Hörnsheim; (3. Volk, Hörnsheim; Fr. Mack, Hochelheim; Heinrich Zörb, Hörnsheim.

3. P r e i s e : F. Damm, Hörnsheim; August Weddel, Hörnsheim; W. Lenz I., Hörnsheim; Fried­rich Kuhl, Hörnsheim; Wilhelm Ludwig, Groß- Rechtenbach.

4. Preise: Wilhelm Ludwig, Groß-Rechtenbach; I. Martin, Hochelheim; F. Luh, Hörnsheim; Albert Engel, Hörnsheim; August Weddel, Hörnsheim.

Kreis Wetzlar.

-5 - Lützellinden, 27. Juli. Das Iah res- fest der hiesigen Kleinkinder sch ule hatte diesmal eine außerordentlich große Zahl von Be­suchern aus der Umgegend hier zusammengeführt. Wie immer, so wurde auch jetzt wieder der Haupt­teil des Festprogramms von den KiEm-selbst be­stritten. Die unterhaltsamen Spiele, Gesänge und Gedichtvorträge, die sie unter der Leitung von Schwester Luise voller Eifer zu Gehör brachten, fanden die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Zuhörer. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Koch, hielt die Schluß­ansprache. Die Kollekte war für das Diakonissen­mutterhaus in Nonnenweier bestimmt.

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