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181. Jahrgang
Mittwoch, 29. Juli 1931
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General-Anzeiger für Oberhessen
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Dr. Fnebr. Will). Lange. Berantwortlid) für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H ldynot; für ben übrigen Teil Ernst Blumfchein und für den Anzeigenteil Max FiVea, fümtlich in Gießen.
Deuisch-bniischer Meinungsaustausch.
Empfang beim Reichspräsidenten. - politische Llnterhaltung auf dem Wannsee. Die englischen Gäste veriaffen wieder Berlin.
Berlin, 28. 3ull (ZDIB.) R e 1 <f> s p r ä 11 - den 1 o. Hindenburg empfing heule vormittag den königlich Brilifchen TTliniflerpräfibenlcn Ram- sey Macdonald und den königlich Brilifchen Auhenminisler henderfon. die von dem königlich Brilifchen Bolschafler in Berlin Sir Harare Rumbolb begleitet waren. Nachdem Macdonald heute mittag im ftreife führender Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei Gast des preustifchen
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Ministerpräsident Macdonald, Außenminister Henderson, und der englische Botschafter Sir horace Rumbold statteten dem.Reichspräsidenten von Hindenburg einen Besuch ab.
Ministerpräsidenten Braun gewesen war, wurde heule nachmittag auf einer Spazierfahrt die 11 n- terhaItung zwischen dem Kanzler, dem Reichsauhenminister und den englischen Gasten fortgeseht. Die Herren fuhren zunächst mit dem Kraftwagen nach Pichelsdorf und machten von dort auf einem Motorboot eine Fahrt zum IDannfee, wo sie am Schwedischen Pavillon wieder an Land gingen. Die englischen Gäste gewannen bei dem schönen Wetter einen Interessanten Eindruck von der märkischen'Landschaft.
wie wir hören, nahm auch die politische Unler- hallung einen harmonifchen und überaus freunb- fchaftlichen verlaus. (Einer der Hauptgegenstände der Besprechung war die Frage, wie die Beschlüsse der Londoner Konferenz am besten in konstruktiver weise in die Praxis umzufehen wären. Die englischen und deutschen Minister besprachen weiterhin die allgemeine Wirtschaftslage und die Maßnahmen, die zur Beseitigung der gegenwärtigen Schwierigkeiten auf wirtschaftlichem Gebiet getroffen werden könnten. Vie Inkraftsetzung des internationalen 21t- beltszeilabkommens für den Bergbau wurde in Erwägung gezogen. Das Abrüstungsproblem wurde im Zusammenhang mit den Vorbereitungen für die kommende Abrüstungskonferenz erörtert. Die Besprechungen trugen einen auster- ordentlich freundschaftlichen Eharakter, es herrschte allgemein Uebcreinflimmung darüber, dah den persönlichen Fühlungnahmen, wie sie durch die Zusammenkünfte in Ehequers, Poris und London in so glücklicher weise geschaffen wurden, fortge- f c h t und ausgebaut werden mühten.
Der offizielle Besuch fand mit dem Essen, das heute abend in der englischen Botschaft stattfand, fein Ende. Der englische Austenminifter hender- son hat um 21.59 Ahr mit dem Nordexpreh Berlin wieder verlassen. Henderson wurde von Reichsauhenminister Dr. Lurtius, verschiedenen her- ren des Auswärtigen Amtes und der Reichskanzlei und einigen Herren der englischen Botschast zum Bahnhof geleitet Rach den bisherigen Dispositionen wird Macdonald Mittwochoormittag Berlin im Flugzeug verlassen. Aus dem Flugplatz lempel- hos sind bereits Dienstagabend drei englische Militärflugzeuge zu feiner Abholung angekommen.
Frankreichs Interesse.
Englische Vermittlung verbeten.
Paris, 28. Juli (TU.) Der Berliner Besuch der englischen Minister hat in der französischen Presse eine Aufmerksamkeit ausgelöst, wie sie nicht grösser sein könnte, wenn es sich um den Besuch französischer Kabinettsmttglieder handelte. Man versucht, der Reichsregierung auf Umwegen zu verstehen zu geben, dah es g a n z
von ihrer Haltung abhänge, ob die Kredite, die augenblicklich noch in Deutschland investiert sind und für deren Derbleiben sich die Londoner Konferenz eingesetzt hat, zurückgezogen werben oder nicht. Ein Teil der Blätter weist schon jetzt darauf hin, dah die Grohbanken wenigstens zu einem grossen Teil trotz der eindringlichen Bitten der Regierungen aus der Zurückziehung ihrer Gelder beständen. DaS „Echo de Paris" hält die Aussichten für eine deutsch-französische Annäherung für ziemlich gering. GS liege absolut kein Grund vor. sich deshalb zu beunruhigen, da das Elend in Deutschland die Re ich s re g ie ru n g dazu zwingen werde, die Anschluhabsich- ten und die Revisionsgedanken der polnischen Grenze fallen zu lasten.
Der „Petit P a r i f i e n" erinnert daran, dah die deutschen Minister sich gelegentlich der Pariser und Londoner Besprechungen darüber flat geworden feien, dah dieenglischeHilfe nicht genüge, und dass das Schicksal Deutschlands in erster Linie von Paris und Washington abhänge. Dr. Brüning wisse sehr wohl, dah eine zu starke Annäherung an Frankreich im Augenblick den Verzicht auf die Revisionspvlitik nach sich ziehen werde. Er schwanke deshalb zwischen den finanziellen Rotwendigkeiten des Reiches und dieser Revisionspvlitik. — Der „T e m p 8" sieht nach Che-
quer8 und Paris in den Berliner Besprechungen eine dritte Etappe auf dem Wege der neuen Politik direkter Beziehungen zwischen den verantwortlichen Ministern. Ts seien jedoch noch viele derartige Etappen zu überwinden, bevor diese Politik greifbare Früchte trage. Das Blatt spielt sodann Aus die Erklärungen Macdonalds an, in denen er der Reichsregierung nahelegt, die angebahnten Beziehungen zu Frankreich, wenn nötig, unter Hinzuziehung anderer Länder Weilerzuverfolgen und wendet sich noch einmal gegen die angebliche Absicht Englands, die Bermittlerrolle zwischen Frankreich und Deutschland zu spielen. Der Besuch Brünings und Curtius' in Paris und die Entspannung, die sich hieraus ergeben habe, hatten eine neue Atmosphäre geschallen, die n u r durch direkte Verhandlungen zwischen Paris und Berlin noch weiter verbessert werden könnte. Was die von verschiedenen Seiten geäußerte Meinung anlangt, wonach die englische Regierung eine weitgreisende diplomatische Aktion auf dem Wege dcr Ver- tragsrevision einleite, so hält das Blatt diese Auffassung für völlig abwegig, da keine Regicrung sich darüber im Unklaren fei, dah sie die Ergebnisse, die in den politischen Beziehungen mit Deutschland erre cht seien, st a r k gefährde, wenn sie diese Frage direkt oder indirekt zur Debatte stelle.
Oie presse bei Macdonald
Das Ea&ourfabineff verfolgt ein Programm der internationalen Zusammenarbeit
Berlin, 28. Juli. (WTB.) Ministerpräsident Macdonald und Auhenrninister Henderfon empfingen heute mittag im Kaiferhof die deutsche Presse, deren Dertreter so zahlreich erschienen waren, dah der für den Empfang bestimmte Raum nur auSreichte, weil sie sich im großen Halbkreis stehend um die englischen Staatsmänner gruppierten. Macdonald gab seiner Freude darüber Ausdruck, nach Berlin gekommen zu sein, um den Londoner Besuch der deutschen Minister zu erwidern, über den man sich in England sehr gefreut habe. Der Zweck seiner Anwesenheit in Berlin sei, die persönliche Fühlungnahme mit den deutschen Staatsmännern, die in London angefangen worden ist, fortzusetzen. Dabei biete sich Gelegenheit, einen Uebcrblid über die Lage zu gewinnen, wie sie sich seit der Londoner Konferenz ergeben hat. Er habe erneut die Lieberzeugung gewonnen, dah die Qualitäten deS deutschen Volkes. seine wirtschaftliche und seine finanzielle Stärke eS auch diesmal über die gegenwärtigen Schwierigkeiten hinweg- bringen werde. Er gebe zu. dah noch weitere Schwierigkeiten zu überwinden seien. Aber er sei überzeugt, dah die Deutschen sich als Volk hindurchringen würden und dah kein Deutscher seine Ration im Stich lassen werde.
An die Abgabe der vorstehenden Erklärung schloss sich ein reges Frage- und Antwort- spiel zwischen den beiden brittschen Ministern und den anwesenden Pressevertretern an, das sich auf die britische Abrüstungspvlitik, auf den Kampf gegen die Wirtschaftskrise, auf das Hoover-Feier- iahr und die Goldabzüge aus England bezog. Mit grosser Entschiedenheit lehnte Macdonald die frühere britische Politik der „balance of power“ (Gleichgewicht der Mächte) ab. die in diametralem Gegensatz zu der Politik feiner Regierung stehe, vor allem, weil sie die Abrü ft u ng unmög- l ich mache, während umgekehrt die Labour-Politik
auf die Zusammenarbeit der Völker hinauslaufe, die mit der Abrüstung unlösbar verbunden sei. Auf die Frage nach den möglichen Methoden zur Beseitigung der psychologischen Schwierigkeiten meinte der Premierminister, es sei nötig, in steigendem Masse die finanziellen Mittel der Völker zur internationalen Entlastung zu verwenden, die Handelsablommen zu vermehren und den Protektionismus nieder- jutingen, dessen ileberttcibung die WUt zum Bankerott führen mühte. Henderson fügte auf Zwischenfrage erläuternd hinzu, dass die brittsche Regierung seit zwei (Zähren an der Verwirklichung einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Vereinheitlichung tätig mitwirke und ihren besten Sachverständigen hierfür. u. a. für die Genfer Arbeiten zur Lösung der wirtschaftlichen Fragen der europäischen Union zur Verfügung gestellt habe. Das Hoover-Jahr, so betonte Macdonald, sei ein ausserordentlich wertvoller Beitrag zur Beilegung 'der augenblicklichen Schwierigkeiten. In Bezug auf die Gold- abzüge aus der Bank von England, von der jetzt und auch in Zukunft das Wort gelte: »So gut wie die Dank von England", meinte Macdonald, e8 sprächen dabei viel Propaganda und psychologische Motive mit Eine andere Frage lautete: Der englische Ministerpräsident habe gestern von dem Idealismus der deutschen Jugend gesprochen. Ob er, um sich ein Bild über das Wesen dieses Idealismus in der deutschen Jugend zu machen, nicht auch mit ihrenFührern Fühlungnehmen wolle. Darauf erflärte Macdonald, er habe nicht von dem Idealismus der deutschen Jugend, sondern von dem Idealismus der gegenwärtigen jungen Generation überhaupt gesprochen und fei allerdings überzeugt, dass es schlimm sei, wenn dieser Idealismus durch Furcht oder Feindseligkeit in falsche Richtung gelenkt würde.
Englands Bemühungen um einen französischen Rediskontkredii
London, 28- Juli. (ERD.) Die Derhandlun- ?;en zwischen dem Vertreter der Dank von Eng- and. K i n d e r s l e y, und dem Gouverneur der Dank von Frankreich. Mpret, werden hier mit grosser Zurückhaltung ausgenommen. Es soll ein Uebcreinkommen zwilchen den beiden Rotenbanken getroffen werden, das die Rediskontierung englischer Wechsel durch französische Danken ermöglichen soll, und zwar sollen die Wechsel von beiden Zentralbanken garantiert werden In der City neigt man zu der Ansicht, die Dank von England habe sich zur Einleitung dieser Verhandlungen veranlasst gesehen, weil sie den Londoner Akzept- firmen. die in grösserem Umfange Akzeptkredite in Deutschland stehen haben, durch Hereinnahme von möglichst vielen dieser Wechsel z u m Rediskont helfen will. Um die französischen Gelder, die an sich für Stützungs- mahnahmen in Deutschland nicht zu haben sind, doch für diese Zwecke nutzbar zu machen, soll ein französisches Danllonsorttum oder die Dank von Frankreich einen Teil der von der Bank von England hereingenommenen Wechsel übernehmen. In City-Kreisen hält man es für möglich, dah die Dank von England in Gemeinschaft mit der Dank von Frankreich noch
einen weiteren, mehr erzieherischen Zweck verfolgt. und dah die Uebernahme der englischen Wechsel in den Pariser Geldmarkt den Anfang der Organisation eines Pariser Diskontmarktes nach Londoner Vorbild bedeute. Die Aussichten aus einen Erfolg werden allerdings vielfach nicht als sehr günstig betrachtet. Wan weist auf frühere Erfahrungen mit der Mentalität des französischen Sparers hin. Es wird bezweifelt, dah der befeftigenbe Einfluh, da zweifellos von französischen Käufen weniger Wechsel ausgehen würde, von Dauer sein konnte, es sei denn, dah sich das französische Dankkonsortturn verpflichte, das Gesamtvolumen der Wechsel unter allen Umständen zu verringern. Wehr verspricht man sich von den Verhandlungen Kindersleys bezüglich der G e - Währung eines Bereitschaftskredits in Höhe von 20 bis 25 Millionen Pfund durch d« Dank von Frankreich an die Dank von England. Auf diesen Kredit würde nur dann zurückgegriffen werden, wenn in London stehende französische Guthaben im grohen Umfange zurückgezogen werden.
»Petit Parisien" wllt über eine Besprechung berichten können, die gestern abend in der Dank von Frankreich ftattgesunden habe und an der
die Vertreter der grossen sranzösi- schen Kreditinstitute teilgenommen hätten. Die Besprechung habe den Schwierigkeiten gegolten, mit denen die Dank von England zu kämpfen habe. Die französischen Finanzleute hätten sich einmütig fürei ne finanzielle Zusammenarbeit mit London zur Verteidigung des PfundeS während der deutschen Krise ausgesprochen. ES seien einige technische Massnahmen beschlossen worden. Der .Matin" spricht ebenfalls von Verhandlungen zwischen Frankreich und England, um die Rückwirkungen deS Doldabzuges aus England und der finanziellen Ereignisse in Deutschland wie auch der finanziellen Schwierigkeiten süd- amerikanischer Länder, denen die Dank von England Kredite gewährt habe, auf England vorzubeugen. Die Hilfe Frankreichs sei also nicht nur notwendig, um daS Pfund Sterling ^u stützen, sondern auch um den Londoner Markt in die Lage zu versehen, internationalen Verpflichtungen nachzukoinmen. Der Betrag der in England angelegten französischen Kapitalien sei so beträchtlich, dah eine solche französische Hilfe al* gerechtfertigt angesehen werden könne. Die Verhandlungen mit England seien noch nicht zum Abschluss gebracht worden. Sie würden fortgesetzt werden, und man werde entscheidendere Elemente berücksichtigen müssen a(8 lediglich die freundschaftlichen Deziehungen zwischen den großen E misfionsbanken.
Dem Hooverplan muß die Revision folgen.
Die Krieqskosten können nicht bezahlt werden meint N. M. Butler.
R euy ork. 28. Juli. (WTB.) .2imc8“ bringt eine längere Erklärung deS auf der Rückkehr von seiner Europareise begriffenen Präsidenten der Columbia-Universität und der Carnegie- Friedensstiftung Richolas M. Butler über die Rotwendigkeit, den Hoover-Plan weiter zu entwickeln. Hierin führt Butler auS, dass das KriegS- schuldenproblem einen hoffnungslosen Versuch darstelle, die Kosten des Krieges auf die Teilnehmer zu verteilen, und dah die besiegten Rationen hierbei au weit über ihre Fähig- kei t gehenden Zahlungen gezwungen werden sollen. Tatsächlich könne der Weltkrieg überhaupt nicht bezahlt werden. Er stelle vielmehr eine dauernde Belastung der Grsparnisseund derwirt- schastlichen Tätigkeit der Menschheit dar. Auf das Moratorium müsse daher eine sofortige Ueberprüsung der gesamten gegenwärtigen Lage folgen. Aus dieser Ueberprüsung müssten, um einen noch grösseren Schaden zu vermeiden, neue Anschauungsweisen und neue M e- thoden hervorgehen. Das Moratorium müsse so schnell wie möglich durch ein Programm internationaler Zusammenarbeit ergänzt werden. — Zu einem gleichen Schluss wie Butler kommt auch der Hilfssekretär im HandelSamt Julius Klein, der im Rundfunk betonte, dah angesichts der starken Verbreitung deutscher Dollar- Bonds beim amerikanischen Publikum weite Kreise in Amerika von der deutschen Finanzkrise betroffen seien. Die deutsche Krise sei in letzter Linie eine Krise Europas und berühre daher alle Beziehungen Amerikas zum europäischen Äontinent.
Oie Gründung der Akzept- und Garantiebank
Berlin, 28. Juli. (TU.) In den Räumen der Reichsbank sand am Dienstagnachmittag die Gründungsversammlung zur Akzept- und Garantiebank statt. Die bekanntgegebenen Gründer, ausschließ. I'ch Berliner Firmen, haben zusammen mit dem Reich da s a esamte Kapital übernommen. Zu Mitgliedern des Aufsichts - rates wurden bestellt: Reichsminister a. D. Dem« bürg, Direktor Bieber (Berliner Handelsgesellschaft), Direktor Dr. Boetzkes (Bank für Deutsche Jndustrieobligationen), Kommerzienrat Dr. Frank (Deutsche Bank und Diskonto-Gesellschaft), Geheimer Legationsrat Dr. Frisch (Dresdener Bank), Präsident Klepper (Preußische Zentralgenossen, schaftskasse), Direktor Liop (Deutsche Rentenbankkreditanstalt), Generalkonsul Dr. Paul Kempner (Mendelssohn & Co ), Ministerialdirigent Geheimer Regierungsrat Norden (Reichssinanzministeriurn), Ministerialdirektor Dr. Reichhardt (Reichswirt- schaftsministerium), Direktor Friedrich Reinhart (Commerz, und Privatbank), Direktor Ritscher (Reichskreditgesellschast), Direktor Schlesinger (Deutsche Derkehrskreditbank), Staatsfinanzrat Köbner (Preußische Staatsbank fSeehandlungf), Direktor Ehrhardt (Golddiskontbank).
In die Direktion wurden berufen: Vorbehaltlich einer Ergänzung die Herren Direktor Julian L e i ck und von Heydebrand. Der Aufsichtsrat wird unmittelbar zusammentreten, um die für die Aufnahme des Gefchäftsbetriebes notwendigen Richtlinien zu erlaffcn.
Der Kreis der zugezogenen Firmen ist von vornherein auf Berlin und auch dort nur auf eine kleine Zahl von Firmen beschränkt worden, weil die Behandlung der von der Akzept- und Garanttebank AG. zu erledigenden Geschäfte erforderlich macht, daß die beteiligten Firmen dauernd in enger Fühlung miteinander bleiben. Schon aus rein praktischen Gründen mußte deshalb der Kreis der beteiligten Firmen auf Berlin beschränkt werden, und dürfte auch hier nur eine kleine Zahl derselben in sich vereinen, well sonst von vornherein unmöglich gemacht worden


