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Aus aller Welt.

Da» Schicksal

dec verschollenen Grönlandexpedition Dr. Krüger».

national Tidendo" will nachrichten erhalten haben, wonach das Schicksal der Expedition Dr. Krügers non der Technischen Hochschule in Darmstadt, die von Rordgrönland aus nach Kanada Vordringen wollte, besiegelt zu sein scheine, nachdem eine kanadische Hilfsexpedition in diesen Tagen erfolglos zurückgekehrt sei. Dr. Krüger und sein dänischer Begleiter, der Hundeschlittenführer Axel Bjarra, wollten bereits im Äugust oder September vorigen wah­res bewohnte Plätze in Kanada er­reichen. Der Direktor der Grönlandverwaltung erklärte, es sei für ihn unmöglich, jetzt schon etwas zu sagen. Man dürfe jedoch nicht gleich alle Hoffnungen aufgeben. Es seien grenzenkose Gebiete, um die es sich hier handele. Jagdbares Wild sei so reichlich vorhanden, dah man ein Jahr lang oder auch mehrere Jahre davon leben könne, ohne mit der Umwelt in Verbindung zu treten.

lieber 200 Tote

bei einem Orkan auf den Fidschi-Inseln.

Die Fidschi-Inseln sind in den letzten Tagen von einem Orkan heimgesucht worden, der um­fangreiche Hebe rschwemmungenzur Folge hatte. 3m Gebiet des Flusses Ba (3nfd Diti- Levu) sollen 80 Personen und im Gebiet? des Siga Toka auf derselben Insel sogar 100 Per­sonen ums Leben gekommen sein. Der Sturm tobte mit solcher Gewalt, dah ein Leuchtturm umgeweht wurde. Die Zahl der insgesamt ums Leben gekommenen Personen wird auf 230 ge­schäht.

Lokomotive und Gepäckwagen in den Fluh gestürzt.

Ein eigenartiges Eisenbahnunalück ereignete sich bei Mobile im Staate Alabama (USA.). Don einem Perlonenzug, der auf eine geöffnete Dreh­brücke gefahren war. stürzten die Lokomotive und der Gepäckwagen in einen Fluh. Dabei fanden vier Eifenbahnbeainte den Tod. Das Un­glück hätte leicht größeren Umfang annehmen können, wenn der erste Personenwagen nicht am Ende der Drehbrücke hängen ge blieben wäre.

Hindenburg an Prinz Earl von Schweden.

Der Herr Reichspräsident hat an den Prinzen Carl von Schweden anläßlich seines 70. Ge­burtstages nachfolgendes Telegramm gerichtet: Eure königliche Hoheit begehen heute in aller Frische den 70. Geburtstag. Bei diesem erfreulichen Anlaß ist es mir eine Herzenspflicht, jener edlen Hilfs­bereitschaft zu gedenken, mit der Eure könig- liche Hoheit als Präsident des schwedi­schen Roten Kreuzes während der K r i e g s z e i t sowie auch bei den mannigfaltigsten Gelegenheiten in den folgenden Jahren sich für die Linderung deutscher Rot eingesetzt haben. Ich verbinde mit meinem und des deutschen Volkes wärmsten Dank und der Versicherung meiner hohen Verehrung die herzlichsten und aufrichtigsten Glückwünsche für Eure königliche Hoheit.

(gez.) Reichspräsident von Hindenburg.

Gefahr des Ausschlusses von Grundbuchrechien.

Von der Gießener Ortsgruppe des Hypotheken­gläubiger- und Dparer-Schutzverbandes wird uns geschrieben:

Die Gläubiger von Hypotheken (auch von ®runb- und Rentenschuldcn, sowie Reallasten), die im Grundbuche noch in Papiermark oder einer anderen nicht mehr geltenden Währung (z. D. Taler) eingetragen sind, werden darauf

$ür die bildende Kunst in Hessen.

Eine Aktion des Kultusministers.

2m Zusammenhang mit den Bemühungen, das künstlerische Schaffen in Hessen trotz der Mngunft dc» Zeit zu beleben ein Zweck, dem auch die Deranstaltung »Kunst in Rot" jüngst im Hessischen Staatsministerium diente steht «in weiterer Schritt des Hessischen Kultusministers.

Dr. Adelung macht in einem Schreiben an die hessischen Zentralbehörden daraus aufmerksam, daß durch die Rot der bildenden Künst­ler infolge des Mangels an Aufträgen

unserem kulturellen Leben Schädigungen drohen, die nicht unterschätzt werden dürfen. Letzten En­des werde dadurch die kulturelle Entwicklung un­serer Zeit stärkstens berührt. Dies gelte beson­ders für Hessen, wo die bildende Kunst seit vielen Jahren eine besondere Pflegestätte gefun­den hat.

Der Kultusminister gibt darum die Anregung, ernstlich zu prüfen, welche Maßnahmen noch getroffen werden können, um eine Belebung des künstlerischen Schassens in Hessen herbeizufuhren. Er legt im einzelnen folgendes dar:

Den bildenden Künstlern ist nur mit Aufträgen gedient.

Soweit es die geringen Mittel erlaubten, hat das Ministerium für Kultus und Bildungswelen in Gestalt von Ankäufen und durch Aufträge ge­holfen. Das reicht aber nicht aus. Es ist viel­mehr eine ernste Pflicht aller öffentlichen Kör­perschaften, zu überlegen, inwieweit bei ihnen die Vergebung von Aufträgen an bildende Künstler möglich ist. 2ch verkenne nicht, daß eS oft schwer­fällt, die unerläßliche Pflicht zur Sparsamkeit, die Schwierigkeiten des Haushaltsausgleichs mit

Künstlerausträgen in Einklang zu bringen. Trotz­dem glaube ich, daß immer wieder Fälle Vorkom­men werden, in denen

Ausgaben unbedingt notwendig sind für Arbei­ten, die der künsllerschaft Übelragen werden können.

2ch denke dabei, um einige Beispiele zu erwäh­nen. an die Beschaffung von Ausstattung-gegen­ständen für die Dienst» und Wohnräume, an die Stiftung von Ehrenpreisen und dergleichen, an die Heranziehung von Bildhauern bei QTcubauten, wenn dadurch keine wesentlichen Mehrkosten ent­stehen, und dergleichen mehr."

Mit der Ditte, dieser Frage in den einzelnen Ministerien besondere Aufmerksamkeit zu schen­ken und auch die unterstellten 'Behörden und Kör­perschaften auf die Aotwendigkeit hinzuweisen, jede sich bietende Möglichkeit aus - z u n u tz e n, um dem hessischen Kunstlerstand in seiner Rot zu helfen, verbindet Dr. Adelung die Hoffnung, daß das verständnisvolle Zusam­menarbeiten und der Einsatz aller Kräfte für un­sere Künstler und damit für unsere kulturelle Fort­entwicklung zu einem Erfolg führen werde.

Die Aktton des Kultusministers wird sicherlich die Zustimmung aller Künstler und Kunstfreunde finden. Aber mit den Anregungen, die hier und weiterhin von amtlicher Seite auSgehen, muh sich der Werberuf der Organisationen der Kunst­freunde vereinen, damit auch die

private Auftrags, und kauftatigkeil, ohne die ein wirklicher Erfolg nicht zu erreichen ist, belebt wird.

aufmerksam gemacht, daß solche Rechte er­löschen und von Ämts wegen im Grundbuch gelöscht werden, wenn nicht bis zum 31.März 19 31 bei dem zuständigen Grundbuchamte bean­tragt wird, den Aufwertungsbetrag in Goldmark, oder Reichsmark im GruiHbuche einzutragen. Auch die Wiedereintragung eines gelöschten oder ab­getretenen Rechtes dieser Art, die unter gewissen Voraussetzungen nach dem Aufwertungsgeseh zu­lässig ist, kann nur bis zum genannten Zeige beantragt werden. Es wird dringend empfohlen, den Antrag bald zu stellen und nicht bis zum Ende der Frist zu warten. Keinesfalls darf auf eine Aufforderung des Grundbuchamtes gewartet werden, da das Reichsgeseh über die Bereinigung der Grundbücher eine solche Aufforderung nicht vorschreibt. Der Antrag kann schriftlich oder zu Protokoll des Grundbuchamts gestellt werden, und zwar nicht nur vom Gläubiger, sondern auch vom Grundstückseigentümer, oder von jedem Drit­ten, der an der Eintragung ein rechtliches Interesse hat. Kosten werden für die Ein­tragung nicht erhoben.

Vor allem müssen auch Eltern minderjähriger Kinder oder Vormünder oder Pfleger von mm» derjährigen oder entmündigten Personen sorg­fältig prüfen, ob zu dem ihrer Verwaltung unterliegenden Vermögen solche in nicht mehr geltender Währung eingetragene Grundbuchrschte gehören und nötigenfalls schleunigst die Eintra­gung der Auswertung beantragen. Hierzu sind die Eltern auch dann berechtigt und verpflichtet, wenn die Hypothek oder das sonsttge Recht auf ihrem eigenen Grundstück lastet. Die Hinter­lassung macht die Eltern, Vormünder oder Pfleger schadenersatzpflichtig!

Wettervoraussage.

Mit bem Abzug der Störung haben kalte Lust- massen ihren Weg südwärts genommen und sich be­reits über Deutschland ausgcbreitet. Infolgedessen hat wieder Abkühlung eingesetzt; die heutigen Morgen- temperaturen waren wohl noch über dem Gefrier­punkt, jedoch 4 bis 6 Grad tiefer, als vor 24 ©tun- den. Mit der Kaltluft war ein erneuter Barometer­anstieg verbunden, gleichzeitig dehnte sich das Bis- kayahoch mehr nach dem Festlande aus. Unter dem Einfluß hohen Drucks herrscht vorerst beständigeres und besseres Wetter, welches jedoch nur vorüber­gehend zu sein scheint, denn zwischen Island und Irland sind neue Störungsbildungen zu erkennen.

Aussichten für Samstag: Bewölkt mit Aufheiterung, kühler, leichter Nachtfrost, keine oder nur vereinzelt leichte Schauer.

Aussichten für Sonntag: Anfänglich wenig Aendcrung, dann wieder milderes und mehr bewölktes Wetter wahrscheinlich.

Lufttemperaturen am 26. Februar: mittags 6 Grad Celsius, abends 8,1 Grad; am 27. Februar: morgens 2,1 Grad. Maximum 8,4 Grad, Minimum 1,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. Februar: abends 2,2 Grad; am 27. Februar: morgens 1,2 Grad Celsius. Niederschläge 0,9 mm.

Amtliche winterfportnochrichten.

Vogelsberg. Hoherodskops: Heller, 5 Gr., am Hang 30 Zentimeter, im Walde 70 Zenti­meter Schnee, vereist; Sportmöglichkeit gut bis sehr gut. Herchenhaincr Höhe: Heiter, 1 Dr., 20 Zentimeter Schnee, verharscht; Sportmöglich­keit gut.

Sauerland, Wi: ter berg: Bewölkt. 3 Grad, 70 cm Schnee, verharscht; Sportmöglichkeit gut.

Schwarzwald, Feldberg: Bewölkt, --1 Grad. 230 cm Schnee; Sportmöglich-kit für Ski und Rodel gut.

Alpen, Garmisch-Partenkirchen:1 Dvad, 70 cm Pappschnee; Sportmöglichkeit mäßig.

Die Wetterlage.

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Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bl» 12.33 Uhr, 16 bi» 17 Uhr Samstag nachmittag geschloßen

Anzei^enauslräge sind lediglich an die Geschäft»steile zu richten.

Für unverlangt eingesandle Manuskripte ohne beigefügte» Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

(Schluß des redaktionellen Teil».)

Wenn man alte und moderne Wirtschaftsmethoden miteinander vergleicht, darf sich die Hausfrau von heute wirklich glücklich schätzen! Wie einfach und leicht ist jetzt das Wirtschaften! Da sind die weltbekannten Sunlicht Wasch, und Putzmiltel: die reine Sunlicht Seife zum Einseifen der Wäsche, für die Hände und zur Körperpflege, die milden Lux Seifenflocken für alle Wäsche, Suma für den Waschkessel und Vim zum schonenden Putzen aller Hausacräte. Diele vier Helfer ersparen der Hausfrau viel Arbeit und schonen alles, was sie damit reinigt. 352V

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