bereiterklärt, diesem Ersuchen stattzugeben. Der Nlorrefonbent weist darauf hin, daß bereits eine italienische Marinemission in der Türkei und eine italienische Gendarmeriemission in Griechenland weile, während die Heere der Kleinen Entente auf französische Sachverständige und auf französisches Kriegsmaterial angewiesen seien.
Was will Brüning?
Eine Rede des Abgeordneten Esser.
Landau (Pfalz), 25.Jan. (TU.) Hier sprach Neichstagsabgeordneter Esser über das Thema: „Was will Reichskanzler Brüning?" Für jeden Deutschen sei klar, so führte er u. a. aus, daß die tiefen Ursachen unserer heutigen Rot in den unaufdringlichen Reparationslasten liegen, daß eine Revision des Neuen Planes notwendig sei. Deutschland habe lange Jahre mit einer Aüsgabenfreudigkeit gewirtschaftet, wie sie sich ein Land, das einen solchen Krieg verloren hat, nicht leisten könne. Deutschland sei zu einem Wohlfahrts- und Sozial st a a t geworden Die finanziellen Bedürfnisse der öffentlichen Verwaltung seien übermäßig gestiegen. Den Ausgaben für die öffentliche Verwaltung von 7,2 Milliarden im Jahre 1913 stünden heute 18,8 Milliarden gegenüber. Auch auf dem sozialpolitischem Gebiete habe Deutschland vielleicht den Bogen etwas überspannt insofern, als es die Sozialpolitik nicht so rationell gestaltet habe, wie es notwendig gewesen wäre. Das deutsche Volk müsse zurück zur Sparsamkeit auch im Lebenswandel des einzelnen. Diesen Weg walle auch Brüning mit seinem Programm gehen. Das Arbeitslosenproblem sei mit Geldunterstützungen auf die Dauer nicht zu lösen. Man müsse versuchen, die Wirtschaft wieder gesund zu machen, um so den Arbeitslosen wieder Arbeit geben tzu können.
Parlamentsreform.
Keine Ausgabenanträge ohne Deckungsvorschläge.
Berlin, 27. Ian. (TU.) Zur Vorbereitung des Zusammentritts des Reichstages am 3. Februar wird, wie der „Dörsen-Courier" berichtet, voraussichtlich im Lauf der Woche zwischen den Parteien eine engere Fühlungnahme ftattfinden, bei der die vom Reichstagspräsiden- ten Lobe formulierten Anregungen zur Darlamentsreform erörtert werden sollen. Dabei werde u. a. auch zur Aussprache gestellt, daß ähnlich dem Beispiel in anderen Staaten Anträge, die finanzielle Aufwendungen erfordern, nur dann gestellt werden dürfen, wenn gleichzeitig damit Anträge verbunden sind, die die Deckung dieser Ausgaben vorsehen. Weiter gehen die Pläne dahin, Maßnahmen zu treffen gegen den Mißbrauch der Immunität durch Reichstagsabgeordnete, die gleichzeitig a l s v e r - antwortliche Redakteure zeichnen und auf diese Weise ihre Blätter dem gesetzlichen Zugriff entziehen. In Zukunft soll ein Miß- trauensantrag den Vorrang vor einem Vertrauensvotum haben. Außerdem soll die Regierung, wenn mehrere Vertrauens- oder Mrh- trauensanträge eingebracht worden sind, das Recht haben, zu erklären, für welchen dieser Anträge sie den Vorrang bei der Abstimmung verlangt. In Zukunft sollen Interpellationen nur Fragen enthalten dürfen, aber keine kritischen Ausführungen.
Minister Jricf und die Universität Jena.
Weimar, 26.Jan. (TU.) Bei der Neuwahl des Rektors der Thüringer Landes-Universität 'in Jena sind Schwierigkeiten entstanden. Die j u - ristische Fakultät hat in diesem Jahre tur- nusgemäß den Rektor zu stellen. Sie brachte daher die Professoren Dr. jur. K o e l l r e u t t e r, Dr. jur. Hedemann und Dr. phil. Pape in Vorschlag. Der große Senat entschied sich nun in der Stichwahl, dem Vernehmen nach mit 39:38 Stimmen bei einer Stimmenthaltung, für Professor Pape. Auf Grund eines ihm satzungsgemäß zu- stehenden Einspruchrechtes hat Staatsminister Dr. Frick gegen diese Wahl Einspruch erhoben. Die Universität hat die Rektorwahl nochmals oorzunehmen. Wie verlautet, soll die juristische Fakultät es abgelehnt haben, einen neuen Kandidaten zu bestimmen. Man nimmt an, daß nun ein Mitglied der medizinischen Fakultät zur Wahl kommen wird.
Aus aller Wett.
Drei Studenten auf einer Skitour verschollen.
Drei reichsdeutsche Studenten der Innsbrucker Universität, und zwar Conen aus Rösdorf bei Düren im Rheinland, Klingmüller, der Sohn eines Universitätsprofessors aus Kiel und P r e n z e l aus Berlin, unternahmen am 22. d. M. eine Skitour auf die Lizum im Wattental. Es wurde festgestellt, daß sie die Nacht zum 23. d. M noch auf einer Almhütte verbracht hatten. Seither fehlt jede Spur von ihnen. Die Suche nach den Vermißten wird unter Leitung der Gendarmerie von mehreren Expeditionen durchgeführt. Bisher waren alle Nachforschungen ohne Erfolg. Montag früh sind mehrere Expeditionen, die das Militär in Hall stellt, in das in Betracht kommende Gebiet abgegangen.
Auf der Bühne vom Schlage gerührt.
Der Bariton der Kölner Oper Franz Lindlar wurde während der Aufführung von „Turandot", wo er den König Timur fang, im ersten Akt von einem plötzlichen Unwohlsein befallen, das auf einen Schlaganfall zurückzuführen war. Nach Beendigung der Aufführung verschied der Künstler.
Oer Prozeß gegen den Goldmacher Tausend.
<. In der Verhandlung gegen den Goldmacher Tausend wurde der Fabrikbesitzer Obwurzer aus Dresden bernommen, der betonte, daß er außerordentlich skeptisch gewesen sei. Er habe verschiedenen Versuchen in Frankfurt a. M. bei- gewohnt und dabei bestätigt gefunden, daß Tausend aus Blei, das vorher analytisch untersucht worden sei, Gold gemacht habe. Der Zeuge habe scharf aufgepaßt, damit nichts hineingeschmuggelt werde und nach seinem Dafürhalten sei das auch ganz ausgeschlossen gewesen. Er habe Tausend gebeten, ihn einige Versuche machen zu lassen. Bei diesen Versuchen, die Obwurzer vollkommen selbständig mit einem Mitarbeiter Tausends machte, sei eS ihm gelungen, große ®r-
Hessens Voranschlag für 1931.
Zinanzminister Kirnberger legi einen Etat ohne Defizit vor.
WSR. Darmstadt, 26. Ian. Amtlich wird mitgeteilt: Dem Finanzausschuß des Hessischen Landtages liegt für seine am Dienstag beginnende Etatsberatung die Denkschrift eines Entwurfs zum S t aatsv oranschlag 1931 vor. Entsprechend den Ankündigungen des Finanzministers balancieren die Abschluß- Ziffern in Einnahmen und Ausgaben. Damit ist das Ziel der bekannten Rotmaßnahmen, der Etat ohne Defizit, erreicht. Während im Iahre 1928 noch ein voranschlagsmäßiger Fehlbetrag von 11,4 Mill. Mk., im Iahre 1929 ein solcher von 11,7 Mill. Mk. und 1930 von 7,2 Mill. Mark vorhanden war, balanciert der Etat 1931 mit 132 Mill. M k. Außer der Beseitigung des Defizits ist noch eine Senkung der Gesamte u-s gaben um 7,3 Mill. Mk. erreicht worden (1928 — 139,4 Mill. Mk., 1929 — 142 Mill. Mk., 1930 ----- 139,3 Mill. Mk., 1931 = 132 Mill. Mk.). Damit ist die dauernde Ordnung des staatlichen Finanzwesens eingeleitet. Es bedurfte einschneidender Maßnahmen, zu denen sich die Regierung angesichts der Härten, die damit verbunden sind, nur schweren Herzens entschließen konnte. Wenn die Regierung die Verantwortung dafür übernommen hat, so hat sie es tun können in dem Glaubern mit der Herstellung gesunder und geordneter Staatsfinanzen die beste Grundlage für eine Wiederbelebung der Wirtschaft und damit für eine Hebung der Wohlfahrt des Volkes geschaffen zu haben.
Zur Frage der künftigen Entwicklung — ob denn auch die Umsetzung des Etats für die praktische Wirklichkeit das halten wird, was sein Inhalt verspricht — hat die Regierung die feste Zuversicht, daß das Gleichgewicht auch im Ergebnis des Rechnungsjahres vorl'.egen wird, wenn nicht Ereignisse eintreten, die auch bei vorsichtigster Beurteilung der Lage nicht vorauszu^ehen sind. Rach
den Erklärungen der Reichsregierung sind die R e i ch s st e u e r n auf Grund vorsichtigster Schätzung eingestellt, so daß eine Verschlechterung bei dieser gefährdetsten Stelle des Voranschlags nicht zu erwarten ist. Auch die andern Einnahmen wurden mit gleicher Vorsicht in Ansatz gebracht. Was die Gestaltung der Ausgabenseite b?- trifft, so glaubt sich die Finanzverwaltung wie in der Vergangenheit, so auch im nächsten Iahre stark genug, das Maß der tatsächlichen Ausgaben zum mindesten innerhalb des Rahmens zu halten, den der Voranschlag festsetzt. Auch in den späteren Iahren noch wird der Zwang, finanzieller Rotwendigkeiten in gleicher Weise auf der öffentlichen Finanzverwaltung liegen.
Richt so klar ist der Ausblick für die Entwicklung der Einnahmen. In dem Reformwerk der Reichsregierung ist eine grundsätzliche Umgestaltung des Finanzausgleichs zwischen Reich, Ländern und Gemeinden im Sinne einer anderen Verteilung der Einnahmequellen in Aussicht genommen, die weitestgehend umgestaltet werden soll. Die Gestaltung der finanziellen Kräfte des Landes vom Iahre 1932 kann deswegen heute nicht übersehen werden. Deswegen wurde auch die Geltungsdauer des Gesetzes über den Grundsteuerzuschlag nurauf ein Iahr, für 1931, festgesetzt. Wie sich die Anteile an den Reichs- und Landessteuern dann gestalten werden, wird davon abhängen, welche Entwicklung das Wirtschaftsleben bis dorthin genommen haben wird. Jedenfalls wird man bei der für 1932 notwendigen Reugestaltung des inneren Finanzausgleichs und der Lastenverteilung Wert darauf legen müssen, daß sie möglichst der Regelung der Rachbarländer ange- p a ß t wird.
Das neue Kabinett in Frankreich gebildet.
Laval wird Ministerpräsident. — Eine umgebildete Regierung Tardieu. Unsichere Mehrheitsverhältniffe in der Kammer.
Paris, 27. Ian. (MTV.) Um 1.30 Uhr nachks französischer Zett teilte Laval den Pressevertretern mit, daß das Kabinett gebildet fei, und die offizielle Kabinettsliste folgende Namen enthalte:
Ministerpräsident und Inneres: Laval, Senator, parteilos;
Iuftizmlnister: LLon V L r a r d, , Senator, rep. Union (poincare);
Außenminister: Briand, Sozialrepublikaner: Kriegsminister: Maginot, Abgeordneter, dem.- soz. Aktion:
Marineminister: Dumont, Senator, radikale Fraktion:
Lvstfahrlminister: DutneenH, Abg., ehem. radlk. Partei;
Unlerrichtsminlster: Mario R o n st a n, Senator, radikal:
Finanzminister: Flandln, Abg^ Linksrepubli- kaner: •
Budgetminister: piLtrl, Abg., Llnksrepublikan.; Oeffentliche Arbeiten: Deligne. Abg„ radikale
Linke;
Arbeilsminister: Landry, Abg.» radikale Linke; Handelsminister: Rollin, Abg., Llnksrepublikan.; Ackerbauminister: Tardieu, Abg-, Linksrepublikaner;
Minister für Handelsmarine: de Lhappede- laine, Abg., radikale Linke;
postminisier: (Buernier, Abg., radikale Linke; Kolonialminister: Paul R e y n a u d. Abg.» dem.-
foz. Aktion;
pcnfionsminisier: Champetler de Ribes, Abg., katholischer Demokrat.
Rachdem die Radikalen an den Beschlüssen ihrer Parteitage festhalten und es abgelehnt hab^n, in eine Kombination einzutreten, in der die Maringruppe vertreten ist, blieb Senator Laval nichts anderes übrig, als entweder, wie vor fünf Wochen, auf die Kabinettsbildung zu verzichten, oder das alte Kabinett Tardieu — mit Laval an der Spitze und Tardieu im Kabinett — au bilden. Das hat er getan. Das Kabinett Laval wird nun zu kämpfen haben. Denn es ist mehr als wahrscheinlich, daß die Radikalen zwar nicht die rechtzeitige Verabschiedung des Budgets verhindern werden, daß sie aber eine Kampfstellung einnehmen werden, denn bei ihrem Entschluß dürfte auch wesentlich mitgewirkt haben, daß sie sich für die kommenden Wahlen keine Chancen verderben wollen. Zwei Rachwahlen, die am letzten Sonntag stattfanden und im zweiten Wahlgang zu entscheiden sind, haben ihnen wieder den Beweis geliefert, daß ihnen die Sozialisten stark auf den Fersen sind. Die Radikalen glauben,, sich also nicht ein unsicheres Experiment leisten zu können. Denn ihre Wähler auf dem flachen Lande, die besonders in Laienpolitik und Steuerpolitik empfindlich sind, werden es ihnen nicht verzeihen, wenn sie sich mit Männern verbinden, die als die Feinde der Politik von Emile Combes angesehen werden.
Mit den Radikalen haben sich auch di« Sozialrepublikaner enthalten. Wie groß die Mehrheit sein wird, auf die sich das KabL- nett Laval stützen kann, wird erst zu erweisen sein. Denn im Hurückgetretenen Kabinett war eine ganze Reihe von Linksrepublikanern. also Abgeordnete der Fraktion Tardieus und Anhänger der Radikalen Linken, vertreten. Trotzdem hcüien schon beim letzten Kabinett Tardieu unter Führung von Daniölou und Steeg etwa zehn Mitglieder dieser Gruppe gegen das Kabinett geftimmt oder sich der Stimmabgabe enthalten. 2e nachdem, ob sich auch auf dem linken Flügel der Mittelparteien Absplitterungen vollziehen werden, dürfte die Mehrheit für das neue Ministerium etwa 30 bis 50 Stimmen betragen, vorausgesetzt, daß es sich nicht um Fragen handelt, bei denen einzelne Abgeordnete auf die ländlichen Verhältnisse ihrer Wahlkreise Rücksicht nehmen und sich von ihren Frakttonen trennen müssen.
Betrachtet man das neue Kabinett nach den Personen, die ihm angehören, so findet man d i e führenden Persönlichkeiten des letzten Kabinetts Tardieus, wenn auch mit andererRollenverteilung, wieder, nämlich Paul Rehnaud, Maginot, Flan- din, Francois Poncet, Dumesnil und Pi6tri, außer Tardieu selbst, der sich mit dem Ackerbauministerium begnügt hat. Dem Kabinett gehört, wie fett 1926, ein Elsässer als älnterstaatssekretär an, diesmal der Abgeordnete Charles Frey, Chefredakteur der „Straßburger Reuen Zeitung". Da Briand bleibt, wird sich in der Außenpolitik des neuen Kabinetts nichts ändern. Allerdings muh festgestellt werden, daß in dem zurückgetretenen Kabinett Steeg Briand mehr Ellbogenfreihett hatte, als in dem neuen Kabinett Laval, in dem z. B. der Kriegsminister Maginot durch seine intransigente Einstellung zur Abrüstungsfrage bekannt ist.
Oer neue Mann.
Paris, 27. Ian. (WTD. Funkspruch.) Senator Laval, der zum ersten Male Ministerpräsident ist, stammt aus kleinen Verhältnissen. Er ist der Sohn eines Fleischers und hat sich das Studium nur dadurch ermöglicht, daß er nebenher Stunden gab. Er ist jetzt 47 Iahre alt und war 1914 als sozialistischer Ab - geordnet er eines Pariser Vorortes in die Kammer eingetreten. Schon während des Krieges wollte Clemenceau ihn in sein Kabinett aufnehmen, aber Laval lehnte ab. 1919, bei den Wahlen des Rationalen Blocks, wurde er nicht wiedergewählt. Iahrelang hörte man nichts von ihm, bis er 1924 wieder in die Kammer eintrat, aber diesmal nicht mehr als Mitglied der sozialistischen Partei, sondern ohne Parteizugehörigkeit. 1925/26 gehörte er den Kabinetten Tardieu und Briand als Iustiz- minifter an, 1927 wurde er zum Senator gewählt. Im letzten Kabinett Tardieu zeichnete er sich als Arbeitsminister dadurch aus, daß er die Sozialversicherung gegen starke Widerstände zur Vollendung brachte. Laval gilt als ein Schüler von Briand, der ihm besonders persönliche Sympathie entgegenbringt.
folge zu erzielen, und zwar mit reinem Blei als Ausgangsmaterial. Der Zeuge legte dem Gericht zwei Goldsplitterchen vor, die das Ergebnis seiner Versuche darstellen. Er betonte, daß er diese kleine Goldmenge aus 3 bis 4 Gramm Blei ausgefchmolzen habe. Rach den wissenschaftlichen Erkenntnissen sei es ganz ausgeschlossen, daß in einer so kleinen Menge Blei eine im Verhältnis so große Menge Gold enthalten fein könne. Eine Goldprobe, die von Tausend erzeugt worden sei, habe man einem chemischen Sachverständigen vorgelegt, der erklärte, dieses Gold müsse südafrikanischer Herkunft sein, weil es eine Reinheit von 99,5 fein habe. Der merkwürdigste Versuch fei am 16. Juni 1928 vorgenommen worden, wobei aus allerdings borbereitetem Material im Gewicht von 750 Gramm Gold Im Gewicht von
7 23 Gramm herausgeschmolzen wurde. Der Schmelzprozeh sei in einem Tiegel vorge- nommen worden, der nur 750 Gramm Material faßte. Dieser verblüffende Versuch fei von ihm, dem Zeugen, selbst vorgenommen worden. Rach Beendigung des Prozesses habe sich fast keine Spur von Blei mehr vorgefunden. Es fei unzweifelhaft, daß hier eine UmbUöung von Material borgekommen fei. Taufend habe allerdings ein in mancher Beziehung unverständliches Benehmen gezeigt, oft nicht gearbeitet, ein leichtsinniges Leben geführt und gebummelt, bielleicht unter dem Einfluß feiner grau. Cs fei sehr bedauerlich, eine solche geniale Erfindung mit solchen Geschichten hier in Verbindung zu bringen. Tausend habe gewissermaßen den ersten Buchstaben eines neuen Alphabetes in der Hand, während er sich über die wissenschaftlichen Grnnd-
Die Wetterlage.
zZ ZG- tyaaJuniqM, tyhttifdk- g?
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Owolkenlos. Oneuer. ® nalb bedeckt,^ woixig. ® Deutelet eltege» » Schnee ä Graupeln, «s Nebel K Gewitier,(§)uindsiilie.«O. sehr •eirnter Ost nissiger Südsüdwest. q stürmischer Nordwesl Oie Pfeile fliegen mit dem winde. Die oeiden Stationen-stenenden Zaf» ■en geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichet® *uf nceresnii/eau umgerechnete» Luftdruck
Wettervoraussage.
Durch die Verlagerung des hohen Druckes nach dem Festlande und das dadurch eingetretene Auf- klaren gingen in der letzten Nacht in Deutschland die Temperaturen fast durchweg unter den Gefrierpunkt zurück. Auch lagen die heutigen Morgentemperaturen meist um Null. Wenn auch unser Wetter zunächst noch unter dem Einfluß hohen Druckes bleibt der sich noch mehr ostwärts ausbreitet. so sind doch bereits Anzeichen für einen Witterungsumschlag vorhanden. Von dem Ozean her rückt ein ausgedehntes Tiefdruckgebiet heran und führt an seiner Vorderseite ein verbreitetes Regengebiet mit sich, das sich von Irland über den Kanal bis nach Westfrankreich hin erstreckt. Die Warmluft, die im Westen Irlands bereits lern» peraturwe'rte von über 10 Grad aufweist, wird sich mit der Zeit auch bei uns bemerkbar machen, den hohen Druck abbauen und milderes Wetter mit einzelnen Niederschlägen herbeiführen.
AussichtenfürMittwvch: Zunächst noch neblig-wolkig mit Aufklaren und leichter Rächt- frvstgefahr, dann Liebergang zu milderem Wetter mit einzelnen Riederschlägen.
Aussichten für Donnerstag: Vielfach bewölkt, milder, vereinzelte Riederschläge.
Lufttemperaturen am 26. Januar: mittags 4,8 Grad Celsius, abends 2,3 Grad; am 27. Januar: morgens 0,4 Grad. Maximum 5 Grad, Minimum — 0,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. Januar: abends 1,4 Grad: am 27. Januar: morgens 0,6 Grad Celsius. — Niederschläge 0,1 nun. — Sonnenscheindauer eine Stunde.
den großen, ti liegt die Melancholie Aatur selber hat. C zweifeltes, sie ist ru Seite allen Seins. ? Stunden stehen sie sch einem Tor, wie etwae junges Mädchen bleib lig den warmen $alö - speicht leise Morte, Die Danl'oarkeit In bei ergreifend start, weil sam traurig ist dieser dich an.
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Diesiges Weiter. Die Straße glänzen vor Dusen antreibend, peitschenknallend nebe vagen. Zwei schwarz? in den Strängen. Wi dampfenden Kruppen, smder Muskeln unte Mn schäumen am 1 tat mahlt. Singend stieben über die graue
Sm heroisches Syw Spiel natürlicher Krö
lagen und die technischen Voraussetzungen nidjt recht klar geworden sei.
Fragen des Vorsitzenden betonte der Zeuge Obwurzer, daß Tausend gar nicht in der Lage gewesen sei, Gold in die Schmelztiegel zu schmuggeln. Der Staatsanwalt wies schließlich darauf hin, daß im Kasten Tausends einRöhrchenmitGold- staub gesunden worden sei. Zeuge: Dort befand sich eine Reihe von Röhrchen mit chemischen Substanzen. Als der Staatsanwalt hieraus beantragt, die Röhrchen von dem Sachverständigen untersuchen zu lassen, wandte sich der Verteidiger dagegen, da dies die Preisgabe des Tausend- schen Verfahrens bedeuten würde. Weiter betonte der Zeuge, daß nicht beabsichtigt war, unter dem Deckmantel einer Handelsgesellschaft politische Geschäfte zu betreiben. Jedes Mitglied habe aber die vaterländischen Interessen im Auge behalten, und man hätte die etwaigen Reinerttägnisse auch für vaterländische Zwecke verwend« t. Auf die Fraae, ob die Vereinsmitglieder nicht Schadenersatzansprüche gestellt hätten, wenn sie gewußt hätten, daß sie von Tausend betrogen würden, erwiderte der Zeuge, daß die Mitglieder dazu nicht in der Lage gewesen wären. Sie hätten nur ein Schiedsgericht anrufen können.
Durchs Fenster erschossen.
In dem Dorfe Goyatz am Schwieloch-See wurde der pensionierte Eisenbahnbeamte Hehler in seinem Hause erschossen aufgefunben. Während er Zeitung l e s e n d am Ofen gesesshatte, war die todbringende Kugel durch die Fensterscheibe und ihm durch die Halsschlagader gedrungen. Hehler war 54 Jahre alt und sehr angesehen. Der Tat verdächtig ist sein Sahn, der van der Polizei verhaftet und ins Gefängnis in Lieberose eingeliefert wurde. Der Verhaftete ist ein Sohn des Ermordeten aus erster Ehe. Zwischen ihm und seinem Vater sollen schon seit längerer Zeit Differenzen bestanden haben. Der tödliche Schuß ist aus einem 98er Militärgewehr abgefeuert worden, das inzwischen unter dem Backofen versteckt ausgefunden wurde.
Sensationsprozeß in London.
Unter ungeheurem Andrang, insbesondere beS weiblichen Publikums, begann in London der Sensationsprozeß gegen den Versicherungs- betrüger und Mörder Rouse. der beschuldigt ist, im Rovember auf einer Landstraße bei Rorthampton einen Unbetannten in feinem Wagen ermordet und diesen dann angezündet zu haben. Arbeiter fanden nachts den brennenden Wagen mit der fast vollkommen verkohlten Leiche, die trotz aller Anstrengungen bisher nicht erkannt werden konnte. Rouse, von Beruf Handelsreisender, ein verheirateter Mann, versuchte offenbar sich ter finanziellen Schwierigkeiten, in die er durch feine zahlreichen Beziehungen zu anderen Frauen geraten war, dadurch zu entziehen, daß er seinen Tod vorspiegelte, indem er einen Fremden ermordete. Obwohl die Sachverständigen nachgewiesen haben, daß der Mord mit Vorbedacht ausgeführt worden ist, verharrt Rouse bei seinem Leugnen und behauptet, daß der Passagier ein Opfer seiner eigenen Unvorsichtigkeit geworden sei.
Pferde in der Tu tags endloser Weg i Häuser, durchdröhni vöser Motore. Dor Warten in WinterkL Sommerglut, treue
■, famnie Helfer, Diesen ziehen sie mit n mirakt dröhnender ( ?°eit und abends ei; W des Stalls. i halbvergrabenen Wün Uen Gras sonniger 1 ? ft mir, es sind i IW gaben, du und ich
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