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kehr nach bisherigen Feststellungen 600 000 Ar­beiter für die Dauer von fünf 3abaren beschäf­tigen könnt«.

Nie Außenpolitik des neuen Spaniens.

P a r i s, 21. April. (WTB. Funkspruch.) Der spa­nische Außenminister Lerroux erklärte in einer Unterredung mit dem Madrider Sonderkorrespon­denten desPetit Parisien", Spanien schließe sich vorbehaltlos als freie Republik dem Völker­bunde an. Was die Gerüchte von der Bildung einer iberischen Republik unter Ein. beziehung von Portugal anbetreffe, so dürfe man nicht voreilig urteilen, die Förde­rung eines solchen Gedankens würde vielleicht soä- teren Generationen vorbehalten sein. Die Frage des Korrespondenten, ob die Pressenachrichten über das Vorliegen eines spanisch-italienischen Ge­heim Vertrags richtig seien, verneinte Außenminister Lerroux; es gebe feinen Geheim- oertrag. Wenn ein solcher vorhanden gewesen wäre, dann würde die Republik ihn sofort zerrissen haben. König Alfons besucht London.

Die Familie bleibt in Frankreich.

Paris, 20.April. (WTB.) In den nächsten Tagen wird die spanische Königsfamilie nach Fontainebleau übersiedeln. Der dortige Aufent­halt dürfte von längerer Dauer sein. König Alsons wird seiner Familie erst nachfolgen nach Rückkehr von seiner Londoner Reise, die für morgen angesetzt ist. Der König wird, wie verlautet, mit dem englischen König eine Begeg­nung haben. Als Zweck seiner Reise wird die Unterbringung feines dritten Sohnes, des Infanten Juan, angegeben, der in London feine Marine- offiziersausbildung fortsetzen soll. Die Londoner Geheimpolizei wird für die Dienstag abend bevor­stehende Ankunft des Königs umfassende Si« cherheitsmaßnahmen anwenden. 50 Ge­heimpolizisten, die über die internationalen Anarchi­sten und Sendboten genau unterrichtet sind, werden die Ueberwachung durchführen.

Aus Otter Welt.

Der Asienforscher Crnil Trinkler s.

Der Asienforscher Dr. Emil Trinkler ist in der Nacht zum Montag in Bremen an den Folgen des vor acht Tagen erlittenen Auto- unsalls gestorben. Das Befinden des am Sonntag vor acht Tagen bei einem Autounfall auf der Strecke nach Bremerhaven schwer ver­letzten Asienforschers Dr. Trinkler hatte eine ernste Wendung genommen, da der Forscher schwerere (Beilegungen als man ursprünglich an­nahm, namentlich der inneren Organe, erlitten zu haben scheint. Der Zustand Trinklers wurde bedenklich, als Wundinfektion hrnzutrat. Am Sonntagabend war das Fieber auf 40 Grad gestiegen. Dr. Emil Trinkler ist durch seine bei­den Asienreisen bekannt geworden, die ihn durch Afghani st an und Tibet geführt haben. Sein Tod ist um fo tragischer, als er im Herbst dieses 3ahres eine neue Expedition unternehmen wollte, die ihn wieder durch Persien und Zentral­asien führen sollte, um weitere ungelöste geo­graphische Probleme zu klären. Mit Dr. Trinkler verliert die deutsche geographische Wissenschaft einen ihrer hervorragendsten Vertreter.

Ehrung der deutschen Presse.

Anläßlich des traditionellen Geburtstages der Stadt Rom hat die italienische Regierung drei- zehn ausländischen Pressevertre­tern, darunter drei deutschen, zwei französischen, zwei englischen und einem ameri­kanischen Journalisten Orden verliehen. Die drei deutschen Korrespondenten sind der Vertreter desBerliner Lokalanzeigers" Dr. Eber­lein, den die Leser des Gießener An­zeigers ans zahlreichen, im letzten Jahrzehnt veröffentlichten Berichten aus Dom kennen, ferner Dr. Willis, Vertreter derHamburger Rach­richten", sowie der Senior der deutschen 3ourna- listen Wolfgang Ludwig Stein, Vertreter der Deutschen Tageszeitung", dem die seltene Aus­zeichnung des Kommandeurkreuzes des Mauri­tius- und Lazarus-Ordens zuteil wurde.

Grohfeuer in Göttingen.

3m Hause des Kaufmanns Schleede brach, als die Bewohner noch schliefen, Feuer aus. Die Feuerwehr, die erst eine halbe Stunde später benachrichtigt wurde, konnte eine im zweiten Stockwerk des Hauses eingeschlossene Frau Löbeling nicht mehr retten. Sie kam in den Flammen um. Bei dem Versuch, die Frau aus dem brennenden Hause herauszuholen, brach ein Feuerwehrmann durch das Dach eines Neben­gebäudes und erlitt schwere Verletzungen.

Zwei Kinder in einen Brunnenschacht gestürzt.

Mehrere Kinder spielten in Metternich auf bem Gelände einer Ziegelei, als plötzlich der Boden nachgab und zwei Knaben im Alter von 8 bis 13 Jahren in der Tiefe Verschwcrn- den. An der Unglücksstelle befand sich ein alter Brunnenschacht, dessen morscher Deckel einge­brochen war, so daß die Kinder in die Tiefe gerissen wurden. Die alarmierte Feuerwehr ver­mochte die Kinder nur noch als Leichen zu bergen.

Die Aufhebung der Sonntagsruhe in England.

Die Gesetzesvorlage, die unter Aufhebung einer Verordnung aus dem 18. Jahr­hundert Theater- und Kinovorstellungen sowie sportliche Veranstaltungen an Sonntagen erlaubt, wurde im Unterhaus in zweiter Lesung mit 258 gegen 210 Stimmen angenommen. Sie Parteien hatten ihren Abgeordneten die Abstimmung frei- gegeben. Die Mehrheit der Regierung setzte sich aus Mitgliedern aller drei Parteien zusammen.

Wreslamg des Derkehrsbundes Sbecheffen.

Unter der Leitung des 1. Dundesvorsihenden, Beigeordneten Dr. Hamm (Gießen), hielt gestern der Verkehrsbund Oberhessen im Gie­ßener Stadthause seine ordentliche3ahres- itagung ab. Aus allen Teilen der Provinz waren Vertreter der in dem Bunde zur gemein­samen Wahrung ihrer Derkehrsinteressen zusam­mengeschlossenen Körperschaften (Provinz, Kreise, Städte, Badsverwaltungen, Handelskammern und Verkehrsvereine) erschienen. Als Vertreter des Hessischen Verkehrsverbandes in Darmstadt wohnte dessen 1. Vorsitzender, Kaufmann Stem­mer (Darmstadt), der Tagung bei.

Der 1. Dundesvorsihende, Beigeordneter Dr. Hamm, brachte zunächst den Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 19 30 zur Kenntnis der Versammlung, der von reger und vielseitiger Tätigkeit des Vorstandes Mitteilung machte. Wir werden auf diesen Be­richt noch zurückkommen.

Sodann erstattete der Dundesrechner, Bürger­meister Mengel (Schotten), den Bericht über den Rechnungsabschluß von 1930. Da­nach beliefen sich die Einnahmen des Verkehrs- bundes in dem Berichtsjahre auf 2491,56 Mark, die Ausgaben auf 2431,14 Mark, so daß sich ein. Rest von 60,42 Mark ergibt. Die Abrechnung wurde von den Revisoren in allen Teilen in Ordnung befunden. Dem Vorstand und dem Rech­ner wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Der Voranschlag für das 3 ahr 1931, der in Einnahme und Ausgabe je mit rund 1900 Mark abschließt, wurde einstimmig geneh­migt.

Anschließend beschäftigte man sich in längerer Aussprache mit den Maßnahmen zur F r e m - denverkehrswerbung im 3 ahre 1931, insbesondere mit der Schaffung einer Relief­karte von Oberhessen. Der Vorschlag des Bundesvorstandes, auch im Geschäftsjahr 1931 durch Zeitungsanzeigen für den Fremdenverkehr in Oberhess en au werben, wurde einhellig gutge­heißen. 3m Anschluß an den Bericht des Bundesvorstandes über die bisherigen Schritte zur Schaffung einer ReliefkartevonOber- Hessen, bei denen sich der Hessische Verkehrs- Verband in Darmstadt mit wertvollen Anregun­gen und reicher 3nitiative um die Provinz Oberhessen verdient machte, wurde nach regem Meinungsaustausch über die Finanzierung dieses Projekts und über die Frage der Kartengestal­tung der einstimmige Beschluß gefaßt, eine solche Reliefkarte zu schaffen. Dabei soll mit aller Energie angestrebt werden, die Karte möglich st noch in diesem 3ahre heraus- zubringen. Weiter wurde die vom Bundesvor­stand in die W. ge geleitete He ausgabe eines Ver­zeichnisses der Hotels und anderen Ga st statten in Oberhessen als zweckdien­liches Werbemittel allseitig begrüßt.

Am Schlüsse der Tagesordnung wurden noch Fragen der Landstraßenunterhaltung und des Landstraßenverkehrs, sowie An­gelegenheiten der Werbung durch Rundfahr­ten für Kurfremde in Ober Hessen eingehend erörtert und, soweit erforderlich, entsprechende Beschlüsse einstimmig gefaßt.

Aus der provinzialbouptstadt

Gießen, den 21. April 1931.

Oer erste Schulgang.

Diele tausend kleine Erdenbürger traten am heutigen Tage ihren ersten Schulgang an. Für sie ist es ein Festtag, für uns Eltern sollte es auch ein Tag der Freude und des Dankes sein. Sechs 3ahre lang gehörten die Kinder uns allein. Run kommt der Staat und macht seine Rechte geltend.

Ein neuer Abschnitt im Leben unserer Kinder beginnt. Mit Stolz werden sie den neuen Ranzen tragen. Monatelang haben sie schon davon ge­sprochen, daß sie jetzt in die Schule müssen. Run schauen sie mit großen Augen in die neue Um­gebung. Don ihren Geschwistern und älteren Freunden wissen sie längst, daß es in der Schule gar nicht so schlimm ist. Wenn auch einmal der Vater oder die Mutter zu einem gar zu wild tollenden Knaben sagte:Wart nur, wenn du in die Schule kommst, vergeht dir das!", so wird das heute in den seltensten Fällen für Ernst ge­nommen. Und das ist gut so.

Alle Arbeit, die nur aus Angst vor Strafe getan wird, ist ohne inneren Wert. Rur frei­williges. frohes Tun zeitigt gute Früchte. 3n diesem Sinne will die heutige Schule die Kinder erziehen. Gewiß wird es auch in der neuen Schule nicht ohne Strafe abgehen; denn es gibt immer wieder einige Widerspenstige unter der großen Schar. Aber das sind die Aufnahmen. 3n der Hauptsache sollen Heiterkeit und Frohsinn in der Schule herrschen. An Stelle des vielen Auswendiglernens, des ewigen Liebens von Buch­stabenreihen treten im neuen Unterricht Malen, Spielen, Formen, Sprechen und Singen. Für sie kaum merkbar, werden die Kinder allmählich an ernste Arbeit gewöhnt. Auf diese Art wird nicht nur das gesteckte Ziel erreicht, sondern da­neben und das ist die Hauptsache werden Liebe und Freude zu den Schularbeiten erhalten.

Cs wird immer noch Eltern geben, die für diese neue Llnterrichtsweise nichts übrig haben, besonders solche, die zum erstenmal ein Kind zur Schule schicken. Cs ist nicht mehr so, daß die Kinder schon in den ersten Wochen eine ganze Tafel voll schreiben müssen. Da gehen viele Tage hin, bis solche Ausgaben kommen. Die Eltern werden dann unwillig und meinen gleich, in der heutigen Schule lernen unsere Kinder gar nichts mehr. Diejenigen aber, die ihr zweites oder drittes Kind zur Schule bringen, wissen schon Bescheid. Fragt deshalb solche Eltern, was sie von der Schule halten!

Gerade am ersten Schultag sollten sich die Eltern vornehmen, Vertrauen in die Arbeit der Schule zu haben. Eltern und Schule wollen zu demselben Ziele kommen. Untere Kinder sollen dereinst als gute und tüchtige Menschen in das Leben treten. Dazu will die Schule helfen, und wir Eltern müssen sie soweit es in unseren Kräften steht darin unterstützen. Mr. (Aussichten für Baudarlehen.

Das Kreisamt Gießen teilt uns folgen­des mit:

Rach einer Verfügung des Herrn Ministers für Arbeit und Wirtschaft vom 15. April 1931 hat der Kreis Gießen nur acht Bau­darlehen für 19 31 zu erhalten. Die Ur­sache dieser ungeheueren Verringerung der zur Verfügung stehenden Daudarlehen ist darin zu sehen, daß im Staatsvoranschlag des Rechnungs­jahres 1931 zur Förderung der (Bautätigkeit im 3ahre 1931 zwangsläufig nur 5 Millionen Mark im Gegensatz zu 10 Millionen Mark im Vorjahre vorgesehen sind. Dieser Betrag von 5 Millionen Mark wird für die Instandsetzung und Tilgung der für den Wohnungsbau in den Städten und Landgemeinden in den früheren 3ahren aufgenommenen Anleihen fast voll­ständig verbraucht, so daß nur die Rückflüsse aus Verzinsung und Tilgung der in den früheren 3ahren gewährten Daudarlehen für die Förde­

rung der Neubautätigkeit im 3ahre 1931 ver­fügbar bleiben.

Wie in den Vorjahren, so hat sich auch in diesem 3ahre eine sehr große Anzahl von (Bau* Interessenten bei dem Kreisamt Gießen um die Zuteilung von Baudarlehen beworben. Da nur acht Darlehen zur Verteilung zur Verfügung stehen, von denen wiederum vier für Gemeinden mit besonders großer Wohnungsnot reserviert bleiben müffen, haben schriftliche Gesuche und besonders persönliche Vorstellungen bei dem Kreisamt keinen Zweck. Mit den acht Dau­darlehen werden die dringlichsten Fälle bedacht, alle übrigen müssen leider infolge des durch die Notverordnung des Herrn Reichspräsidenten vom 1. Dezember 1930 erzwungenen Ausfalls an verfügbarer Sondergebäudesteuer für dieses 3ahr unberücksichtigt bleiben.

Daten für Mittwoch 22. April.

1724: der Philosoph 3mmanuel Kant in Königs­berg geboren. 1870: der Gründer des ruffi» schen Sowjetstaates Wladimir 3ljitsch Lenin in Simbirsk geboren.

Gicszencr Wochenmarktpreise.

Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter von 1,10 Mark an; Butter 130 bis 140; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 20 bis 35; Weißkraut 15 bis 20; Rotkraut 25 bis 30; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 25 bis 30; Unter-Kohl­rabi 5 bis 6; Feldsalat 100 bis 120; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 35 bis 40; Rhabarber 35 bis 40; Kartoffeln 5 bis 6; Aepfel 40 bis 50; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 110; Suppenhühner 90 bis 110; Nüsse 60 bis 70; das Stück: Tauben 70 bis 80; Eier 7 bis 8; Blumenkohl 40 bis 70; Salat 20 bis 30; Salat­gurken 60 bis 80; Endivien 15 bis 30; neue Ober-Kohlrabi 25 bis 35; Lauch 5 bis 10; Sellerie 10 bis 50; das Bund: neue Rettich 25 bis 30; Radieschen 15 bis 20 Pfennig; der Zentner: Kar­toffeln 4 bis 5; Weißkraut 10 bis 12; Wirsing 20 bis 25; Rotkraut 20 bis 25 Mark.

Bornotizen.

Tageskalender f ü r Dienstag: Stadttheater:Die Welt, in der man sich lang­weilt", 20 bis 22.30 Llhr. Dildungsverband der Deutschen Buchdrucker: Vorttag von Herrn Oberüber, Berlin, überKampf um die Rechtschreibung", 20 Llhr, Krausmüllersaal des Gewerbehauses, Goethestrahe 7 1. Lichtspiel­haus, Bahnhofstraße:Drei Tage Mittelarrest".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute abend, 20 Llhr, Paillerons LustspielDie Welt, in der man sich langweilt", Spielleitung Peter Fassott. Als Gast Frau Auguste Prasch-Grevenberg in der Rolle der Herzogin. Morgen, Mittwoch, 19.30 Llhr, in völlig neuer 3nszenierung Erstaufführung von Schillers romantischer TragödieDie Jungfrau von Orleans" unter der Spielleitung von 3nten- dant Dr. Prasch. Die Rolle der 3ungsrau spielt (Beatrice Doering. Das Theater bleibt am Freitag geschlossen. Die Abonnementsvorsteilung der Frei­tag-Abonnenten wird auf Samstag, 25. April, verlegt. Zur Ausführung gelangt als Gastspiel des Opern-Ensembles des Mainzer Stadttheaters die OperDie toten Augen" von Eugen d'Albert. Inszenierung: P. Weihleder; Stabführung Adolf Kienzl. Die Aufführung bedeutete in Mainz der Höhepunkt des diesjährigen Opernspielplans. Die 3ntendanz macht darauf aufmerksam, daß die Aufführung pünktlich 20 Llhr beginnt und daß die Saaltüren während des Vorspiels ge­schlossen bleiben müssen. Opernpreise.

Film-Vortrag über b Leuna- (Benzin. 3n den Palast-Lichtspielen wird am Mittwoch, 22. April, 20 Uhr ein Film über das Leuna-Benzin (das deutsche synthetische Benzin), gezeigt. 3m Rahmen dcr Filmveranstaltung wird außerdem als Erstaufführung der FilmDas ßeunatoerf* vorgeführt, der einen Einblick in jenes gigantische 3ndustriewerk der 3.-G.-Farben bei Merseburg gestattet. Näheres in der heu­tigen Anzeige.

* Stadttheater-Abonnement. In einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil wird von der Stadtverwaltung zur Einlösung des achten Abschnitts des Stadttheatcr-Abonnements auf- gefordert. Interessenten seien besonders darauf hin- gewiesen.

* Ehrungen im Hessischen Sänger­bund. Für 40jährige aktive Sangestätigkeit wur­den vom Hessischen Sängerbund mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet: Karl B ö ch e r (Ge­sangverein Loreley) Lltphe, Karl Diehl X. (Gesangverein Liederlranz) Gedern.

** Schulpersonalien. Ernannt wurden: der Studienrat an der Oberrealschule in Grün- berg Heinrich Adam Schott zum Studienrat an der Oberrealschule in Heppenheim, der Stu­dienrat an der Schillerschule (Lyzeum und Frauen- schule) in Friedberg Friedrich Kreutzer zum Studienrat an der Augustinerschule (Gymnasium und Oberrealschule) in Friedberg, der Studienrat an der Augustinerschule in Friedberg Wilhebn Krieb zum Studienrat an der Oberrealschule am Friedrichsplah in Offenbach.

** A u f der Motorradfahrt tödlich verunglückt. Am Sonntag gegen 20 Uhr stürzte in der Nähe des sog.Professorenecks" der Straße GießenRödgen der auf seinem Motorrad von Gießen heimwärts fahrende Installateur Hans Gabriel aus Großen-Buseck infolge Reifenbruchs so unglücklich von seiner Maschine, daß er schwere Schädelverletzungen davontrug. Der Bedauernswerte blieb zwar bei Besinnung und ließ sich mit einem Gießener Privatauto nach seiner Wohnung in Gro- ßen-Buseck verbringen, verstarb aber dort noch in der Nacht zum Montag an den Folgen der schweren Verletzungen.

* Automobilaussdellung BMW. Die hiesige Autohandlung Otto Faber, Mühl- ftrafie 22, veranstaltete im Hotel Schütz als Ver- treter der Firma Bayerische Motoren-Werke eine Ausstellung von Kraftwagen. Die Firma zeigte die Wagen der BMW., jene kleinen Kraftwagen für den Reisenden, für den Geschäftsmann, für die Familie. Man konnte bemerken, daß die deutsche Automobilindustrie unter dem Drucke der amerikanischen Konkurrenz etwas geschaffen hat, das sich neben den ausländischen Produkten gut sehen lassen darf. Die Schau hinterließ, nicht zu­letzt durch ihre geschmackvolle Aufmachung, einen guten Eindruck.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Wenn auch langsam, so verlagert sich doch die zentraleuropäische Störung mehr südöstlich nach den Balkanländern hin. Dadurch gelangen wir in den Bereich ihrer Nordseite, was die Zufuhr aus Nord­osten kommender Luftmassen zur Folge hat. Sie führen zur Fortdauer des sehr kühlen Wetters und bei Aufklaren der Nacht gehen die Temperaturen bis zum Gefrierpunkt zurück. Außerdem gelangt in ihrer Begleitung noch Bewölkung zu uns, und ver­einzelte Schauer treten auf.

Aussichten für Mittwoch: Noch kühles, teils wolkiges, teils aufheiterndes Wetter mit ver­einzelten Niederschlägen.

Lufttemperaturen am 20. April: mittags 12,7 Grad Celsius, abends 6,4 Grad; am 21. April: morgens 5 Grad. Maximum 12,8 Grad, Minimum 3 Grad. Erdtemperaturen in 10 an Tiefe am 20. Avril: abends 10,1 Grad; am 21. Aprel: morgens 5,6 Grad Celsius. Niederschläge 0,7 nun. Sonnenschein­dauer 5% Stunden.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Gesunde Füße.

Die Tatsache, daß kaum 10 v. H. aller Menschen einwandfreie gesunde Füße ihr eigen nennen, dürste Veranlassung geben, der Pflege der Füße die größte Aufmerksamkeit zu widmen. Ein wirksames Mittel, Fuße gesund zu erhalten, ist die seit 25 Jahren aus- probierte EinlageB i r k e n st 0 ck s F u ß b e 11*. Fußbett verhütet am gesunden Fuß jedes schmerz- hafte Gefühl und macht jeden Fabrikschuh zum idealenGesundheits-Schuh", indem es das Körper­gewicht von Ballen und Ferse wegnimmt und natur, gemäß auf die ganze Fußfläche verteilt. 93D

Drei Schönheitsfehler des Mundes

! Der Zahnstein

2. Mißfarbener Zahnbelag

3« übler Mundgeruch

I Chlorodont nicht ersetzen kann.

Chlorodont-Zahnpaste Tube 54 Pf. und 90 Pf. Chlorodont-Zahnbürsten 1 Mark, für Kinder 60 Pf.

kst efn Absatz des Speichels ähnlich wie der Kesselstein des Wasiers. Er hat eine graugrüne, braune bis schwarze Färbung und ist zunächst ein Schönheltsfehler, der den Zähnen ein häßliches ungepflegtes Aussehen gibt und einen üblen, fauligen Geruch aus dem Munde verursacht. Er ist aber auch ein höchst gefährlicher Feind des Eebifles.weil er Zahnfleisch- und Kieferschwund sowie Zahnfleischentzündungen und -eiterungen ver- ursacht. Er ist äußerst sestsihend und hatt; ost umkleidet er in Hatter Kruste den ganzen Zahnhals, entblößt die Wurzel und verursacht ein LoSerwerden der Zähne.

hervorgerufen durch stattes Rauchen von Zigarren und Zigaretten ist weniger schädllch, aber ein um so auffallenderer Schönheitsfehler des Gebißes. Wie entfernt man Zahnstein und Zahnbelag? Weder mit Mundwasser noch mit sogenannten Lösungsmitteln; in dieser Beziehung ähnelt der Zahnstein auch dem Kesselstein, gegen den allerlei Lösungs­mittel sich als wirkungslos erwiesen haben und die rein mechanische Beseitigung sich am besten bewährt. Millionen, die heute Chlorodont täglich im Gebrauch haben und ihre schünen weißen Zähne dieser Zahnpflege verdanken, haben es selbst ausprobiett, daß Mundwafler die mechanische Reinigungskraft der mikroflopisch feinen reinen Kreide im

als Folge mangelhafter Zahnpflege macht sich weniger dem davon DetroffeMi als seiner näheren Umgebung bemettbar. Neutrale Salze im Chlorodont, die eine' vermehrte Speichelbildung und dadurch eine natürliche Mundreinigung beroWcid in Verbindung mit dem herrlich erfrischenden Psefferminzgeschmack beseitigen diesen' markanten Schönheitsfehler unmittelbar. Zeder Tube Chlorodont ist eine genaue Gebrauchsanweisung belgefügt. Chlorodont-Zahupaste und die dafür geeignete Chlorodont-Zahnbürste mit gezahntem Borstenschn " rnb die besten Hilfsmittel gegen den gefürchteten Zahnstein, mißfarbenen :a und den oft damit verbundenen üblen Mundgeruch.

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