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WSR Mainz, 20. März. Die Theaterdcpu- tation hat sich grundsätzlich für die Aufrecht­erhaltung des 2 Heaters mit drei Spielarten ausgesprochen Der Zuschuß, der nach der Vorlage 429 000 Mark betragen sollte, ist erheblich gesenkt worden. Es wurde beschlossen, Len Oberbürgermeister zu ermächtigen, mit den Orchestermitgliedern wegen einer Gehaltssenkung zu verhandeln und im Falle einer Richteinigung den Orchestermitgliedern zum 30. September -u kündigen.

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Aus der Provinzialhauptstadt.

Dießen, den 21.März 1931.

ZubiläumS-pferdemarkt und Werbetage in Gießen.

Am 24., 25. und 26. März, also am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag nächster Woche, findet in Gießen eine große Marktveran st altung mit Werbetaaen statt. Den Anlaß zu dieser Veranstaltung gab das 30jährige Bestehen des Gießener Pferdemarktes, der in diesem Frühjahr als Iubiläumsmarkt besonders ausgestaltet und in Verbindung mit drei preiswerten Einkaufstagen in den Gießener Geschäften gebracht wurde. Wie aus der heutigen Anzeige in unserem Blatte ersichtlich ist haben der Gießener Verkehrs- und Verschöne- ru'ngsverein, die Gießener Kaufmannschaft, die Gast- wirte-Innung und die Stadt Gießen durch ihre Vertreter in einem Ausschuß ein vielseitiges Pro> gromm oufgestellt, das den Besuchern des Iubiläums- Pserdemarktes und der Gießener Einkaufstage an­regende und vorteilhafte Stunden verspricht. Die Gießener Geschäftswelt wird es sich wie uns von dem vorbereitenden Ausschuß der Veranstal- tung geschrieben wird besonders angelegen sein lassen, der Bevölkerung gute Kaufchancen an die Hand zu geben, daneben werden sich das - Stadt­theater, die Lichtspielhäuser und die Gaststätten der verschiedensten Art eifrig bemühen, den Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Der Gießener Pferdemarkt, mit dem sich die Bevölkerung im ganzen Gießener Wirtschaftsbezirk fchon seit vielen Jahren eng verbunden fühlt, wird sicherlich auch diesmal wieder angesichts der großzügigen Aus- gestaltung des Marktes und der Werbetage das be­sondere Interesse der breitesten Oesfentlichkeit finden

Taten für Sonntag, Mar;

Sonnenaufgang 6.01 Uhr, Sonnenuntergang 18.15 Uhr - Mondaufgang 6.53 Uhr. Mond- Untergang 22.04 Uhr.

1599: der Maler Anihonis van Dtzck in Ant­werpen geboren: 1797: Kaiser Wilhelm l. in Berlin geboren; 1832: Johann Wolfgang von Goethe in Weimar gestorben.

Tuten für Montag. 23 März.

Sonnenaufgang 5.58 Uhr, Sonnenuntergang 18.16 Uhr. - Mondaufgang 7.07 Uhr, Mond­untergang 23.21 Uhr.

1918: SelbständigerNärung Litauens.

Gietzcncr Wochcrrmarktprcifc.

ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kvchbutter von 1.00 Mark an; Butter 1.20 bis 1,30: Matle 30 bis 35: Wirsing 20 bis 35; Weiß­kraut 15 bis 20; Rotkraut 20 bis 25: gelbe Rüben 12 bis 15: rote Rüben 12 bis 15; Spinat 40 bis 45; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 50 big 55; Feldsalat 1,50 bis 2.00; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10 bis 12; Meer­rettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 35 bis 40; Kartoffeln 4 bis 5; Aepfel 30 bis 50; Birnen 20 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,10; Suppenhühner 90 bis 1,10; Rüsse 60 bis 70; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben Stück 70 bis 80; Eier 9 bis 10; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 25 bis 35; En­divien 15 bis 35: Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15: Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; Radieschen Bund 20 bis 25; Kartoffeln Zenter 3,00 bis 4.00; Weißkraut 10,00 bis 12,00; Wirsing 20,00 bis 25,00; Rotkraut 12,00 bis 15,00 Mark.

spänner mit einem Wagen pro Tag 14,50 Mark. Hinsichtlich der städtischen Fas elhaltung wurde unter Aushebung eines kürzlich gefaßten Beschlusses beschlossen, eine eigene Eberhal­tung aufzumachen, da die seitherige Regelung sich nicht als im Interesse der Stadt liegend erwiesen hat. Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende be­kannt, daß am Samstag, 11. April, die Mit­gliederversammlung des Provkn - zialverbandes Ober Hessen des Hess. Landgemeindetages i1- A'-°'e*d stattfindet, wöbe der Präs d n de.- Deutschen L ndgeme nde- tages, Landrat a. D Dr Gecete, über »Die Finanznot der Gemeinden" sprechen wird.

Schweres Autounglück bei Buhbach.

WSR. Butzbach, 20. März. Auf der Pro­vinzialstraße nach Bad-Rauheim, auf der sog. Morler Höhe, verunglückte gestern ein auf dem Wege zum Butzbacher Faselmarkt befind­licher Lieferwagen, der zur Personen­beförderung hergerichtet und gut beseht war. Der Wagen kam ins Rutschen, anscheinend beim Ausweichen vor einem andern Geführt, glitt von der Straße ab und überschlug s i ch zweimal. Die Insassen wurden vom Wagen heruntergeschleudert und teilweise schwer ver­letzt. Einer der Insassen liegt in hoff­nungslosem Zustand im Iohanniter- Krankenhaus in Dieder-Weisel, wohin auch die andern Berichten gebracht wurden, die nach ärztlichem Beistand und Anlegung von Verbän­den teils wieder entlassen werden konnten. Das verunglückte Auto kam aus Wernborn bei Usingen.

Hrcis Schotten.

a Laubach, 20. März. DaS Anwesen der hie­sigen in Konkurs befindlichen Firma Säge­werk Gebrüder Schmidt Kommandit-Ge- sellschaft ging zum Preise von 21 000 Mk. in den Besitz der Wilhelm Schmidt V. Ehefrau über.

Der Forstmeister des Forstamts Wahlen, Georg Philipp Iob, ist zum Dorstand des Forstamts Laubach ernannt worden.

4? Freienseen, 20. März. Durch die Er­richtung eines Sägewerkes an der Straße Freienseen-Mücke durch den Zimmermei­ster Karl Keller ist hier für mehrere Leute Ar- beittzmöglichkeit geschaffen worden, die zu­gleich der Gemeinde einige Entlastung bringt.

)( Ruppertsburg, 18. März. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich bei den Holzfällungsarbeiten im Gemeindewald. Der Ar­beiter Otto Willa wurde von einer stürzenden Buche getroffen und ihm der rechte Unterschenkel vollständig zerschmettert. Er wurde nach dem Krankenhaus in Laubach verbracht. Die Schule hatte zu einem Elternabend in den Ge­meindesaal eingeladen. Der Lehrer der 1. Klasse hielt einen Dortrag über dieErziehung zur Sparsamkeit", der in der Aussprache durch Lehrer (Süden und durch den Ortsgeistlichen wertvoll ergänzt wurde. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt ihre diesjährige Haupt­versammlung ab, in der der Dorstand einstimmig wiedergewählt wurde. Auch die üb.igcn ge­schäftlichen Angelegenheiten fanden in (Sinmütig- teit ihre Erledigung. Der Krieg.erverein hatte für den Sonntagabend den Flugzeugführer Keller von Wcrms für einen Dor rag gen ennen. Der Neuner schilderte in eindrucksvoller Weise seine Erlebnisse im Weltkriege und streifte dabei auch die Zeit feiner Ausbildung zum Flugzeug­führer. Eine Reihe zum Teil selbst aufgenomme­ner Lichtbilder unterstützten den Dortrag, der viel Beifall sand. Der Posaunenchor umrahmte mit munteren Weisen die Veranstaltung. Die Gemeindejagd der Gemeinde Ruppertsburg, die bisher der verstorbene Hotelbesitzer ® a u b. Gießen, als Pächter innehatte, wurde nunmehr an den Direktor Hugo Knöll von den I.-G.- Farben zum jährlichen Preis von 1800 Mk. ver­pachtet.

Gro ß-Eichen, 18. Marz. Am Sonntag­abend fand in der Kirche ein Gemeinde­abend anläßlich des 100. Geburtstages Dater Bodelschwinghs statt. Der Ortsgeistliche hielt einen Dortrag überDater Dodelschwingh und sein Lebenswerk". Die Konfirmanden trugen einige passende Gedichte vor. Der Besuch des Abends war recht gut. In diesen Tagen wurde auch hier für dieW interhilfe 1931" ge­sammelt. Dos Ergebnis war: 24,95 Mk. in Groß- Eichen und 10,50 Mk. in Klein-Eichen.

Ober-Schmitten, 19. März. Die Haus- sammlung für die Winterhilfe erbrachte den Betrag von 125 Mark, so daß auf den Kopf der Be­völkerung eine Spende von etwa 25 Pf. entfällt. Der eingegangene Betrag wird den Zwecken der Not- Hilfe dienstbar gemacht.

I Oder-La is, 18. März. Der hiesige Kriegerverein hatte zu einem Vortrags- abenb eingeladen. Als Redner war der frühere Unterseebootsobermaat Kratz aus Freienseen er­schienen. Er verstand es ausgezeichnet, zu eigenen Lichtbildern seine Erlebnisse auf einem Anterser­boste während des Weltkrieges zu schildern und fand dementsprechend herzlichen Beifall. Zur weiteren Durchführung des hiesigen Feld- bereinigungsverfohrens soll nunmehr ein Teil der entstehenden Kosten durch Arbeits­leistung abgegolten werden können. Auch in den zur Durchführung kommenden Bereinigungen der Gemarkungen Glashütten und Steinberg macht man von diefem Mittel zur Herabdrückung der Kosten Gebrauch.

! Gedern, 18. März. Die diesjährige Ge­neralversammlung der hiesigen Ortsgruppe der Deutschen Bau - und Eiedelungsge- meins chaft fand imDeutschen Haus" statt, Der Vorsitzende, Architekt Schröder, erstattete den Jahresbericht. Den Kassenbericht gab Rech­ner Iohs. Rausch. Der seitherige Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt. Der Fuß- ball - KlubAllemannia 1910 brachte am Sonntag ein TheaterstückDie Häuser des Herrn Sartorius" von Depnard Shaw zur Auf­führung. Der Verein hatte keine Mühe gescheut, dein Stück zum Erfolg zu verhelfen. Die Dar­steller leisteten alles, was in ihren Kräften stand und ernteten großen Beifall.

** Die Alice - Schule eröffnet am 13. April die neuen Kurse im Haushalt-, Näh-, Handarbeits- und Bügelunterricht. Näheres in der heutigen An­zeige.

* Wem gehört die Uhr? Bei der Kriminal­polizei ist eine Double Damen-Gliederarmbanduhr mit gelbem Zifferblatt sichcrgestellt. Die Uhr ist an­geblich am Fastnachtsdienstag im Seltersweg ge­funden worden. Eigentumsberechtigte wollen sich auf Zimmer 24 melden.

* Zeichen aus st ellung in der Pesta ° lozzischule. Zum Abschluß des Schuljahres ver­anstalten die Pestalozzischule und die Goetheschule in der Turnhalle der Pestalozzischule eine Ausstel­lung von Schülerzeichnungen, die sicherlich die El­tern der Schüler in hohem Maße interessieren dürfte. Der Ausstellung darf eine besondere Bedeu­tung deshalb beigemessen werden, weil während des vergangenen Schuljahres im Zeichenunterricht nach der Bntfchfchen Theorie gezeichnet wurde, die in erster Linie die Beschäftigung der Kinder nach Maß­gabe des kindlichen Fassungs- und Ausdrucksver­mögens verlangt. Die Kinder werden zunächst mit sehr einfachen Aufgaben betraut, in denen zwar der darzustellende Gegenstand vom Lehrer angegeben, dem Kinde dabei aber eine gewisse Freiheit in der Form und Farbegebung cingcräumt wird. In der Hauptsache sind die Aufgaben für flächliche Darstel­lung bestimmt, denn, da den Kindern bis zur Alters­grenze der Volksschule das Gefühl für den Raum, für die Tiefe, nur in sehr schwachem Maße eigen ist, würden die Kräfte der Kinder über Vermögen hinaus beansprucht, und das Ergebnis wäre zweifel­haft. Den Kindern soll bei dieser Art des Zeichen­unterrichts die Erkenntnis der Grenzen eigener De sähigung gegeben werden, damit zugleich die breite Grundlage, auf der später unter Umständen aufge­baut werden kann. So sah man in dieser Aus­stellung, die sehr übersichtlich ist, zunächst die Dar­stellung des einfachen Papierhelms, den Christbaum in der verschiedensten Form und Auffassung, den St. Nikolaus und die Hexe aus Hänsel und Gretel, später 'Blumenornamente, Blumenkränze usw. Die Ausstellung sei den interessierten Eltern und Päda­gogen zum Besuch empfohlen.

"EineZündapp-Reiseschau, vermittelt durch die hiesige Zündapp-Vertretung W Appel, Kaiserallee 49, wird am Dienstag, 24. März, in der Blockstraße, Westanlage, Oswaldsgarten, Linden- plaß, Bahnhofstraße und Frankfurter Straße ge­zeigt. Interessenten seien auf die heutige Anzeige verwiesen

Dberbeffen.

Gtadivorstand in Alsfeld.

M Alsfeld, 18. März. In der jüngsten Stadtvorstandssihung wurde zunächst über die Festsetzung des Wassergeldes für das Rechnungsjahr 1931 verhandelt. Es wurde be­schlossen, den bereits seit dem Iahre 1926 zur Er­hebung gebrachten Zuschlag von 50 v. H. nach Ein­schätzung und nach Wassermesser auch für das Rechnungsjahr 1931 wieder zu erheben, da infolge der zu erwartenden Einnahmeausfalle auf den Zu­schlag nicht verzichtet werden kann. Die Fuh r- löhne für das Rechnungsjahr 1931 wurden wie folgt festgesetzt: Für einen Zweispänner mit Wcch- felwaqen Pro Tag 16,50 Mar?; für einen Zwei-