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Buntes Allerlei.

Der Lärm von Rom.

Unter den Großstädten, die den zweifelhaften Ruhm des geräuschvollsten Ortes der Welt für sich in Anspruch nehmen könnten, steht Rom mit an erster Stelle. Der Lärm ist so unerträglich, daß jetzt ein römisches Blatt, dasGiomale dltaha, einen neuen Feldzug zur Bekämpfung des unnötigen Ge­töses eröffnet hat. Die Zeitung hat schon vor einem Jahre nachdrücklich auf diesen Uebelstand hin- gewiesen, ober ohne sichtbaren Erfolg. Die Sache wurde einer Sonderkommission übertragen, die wie das so häufig der Fall ist über das Stadium der theoretischen Erwägungen nicht herausgekommen ist. Unterdessen ist Rom eine der geräuschvollsten Städte der Welt geblieben. An dieser Tatsache wird sich nach den Untersuchungen des Blattes nichts ändern, so lange die Chauffeure weiter zu schnell fahren und ihren Weg durch den dichten Straßen­verkehr durch beständiges Lärmen mit der Hupe zu erzwingen suchen. Besonders sündigen in dieser Hin­sicht die Lenker der Omnibusse, die einen ohrenzer- reißenden Spektakel vollführen. Aber fast noch schuldiger als die Fahrer sind die Fußgänger, die augenscheinlich in der ewigen Stadt einen besonders großen Mangel an Disziplin und Rücksicht zeigen. Der Römer lebt immer noch des fremden Glaubens, daß die Straße ihm gehört, wie es in jenen seligen Tagen der Fall war, da Rom nicht viel mehr war, als ein großes Dorf. Wenitzstens wird imGiornale dItalia behauptet, daß die Sufjgänger mit beson­derer Vorliebe über die Straße hmübergehen, ohne sich umzusehen, daß sie an den Kreuzungspunkten des Verkehrs in Klumpen sich zusammenballen, um sich allen möglichen Klatsch mitzuteilen, daß sie sich mitten auf der Straße benehmen, wie wenn sie in ihren vier Wänden wären, und mitten im Gewirr des Großstadtgetriebes eifrig nach dem Himmel blicken, um sich über die zu erwartende Witterung zu unter­richten. Auch suchen sie, noch irri letzten Augenblick über die Straße zu kommen, wenn die Kraftwagen daherbrausen, und trotz der vielen Unglücksfälle herrscht diese glückliche Gleichgültigkeit weiter. Man

kann daher verstehen, daß die Wagenlenker unter Aufgebot des von ihnen zu erzielenden Lärmes die Fußgänger aus dieser Sorglosigkeit und Ruhe auf- zuschrecken suchen, und deshalb wird gefordert, mit einer gründlichen Erziehung des Publikums zu be­ginnen, um das römische Lärmkonzert dämpfen zu können.

Jünf Tage in einer Kiste.

Die Zahl der blinden Passagiere, die in selt­samen Verstecken die Reise über den Ozean ge­macht haben, ist jetzt durch einen neuen ver­mehrt worden. Der französische Dampfer La- fahette meldete dieser Tage drahtlos aus Reu- York, daß ein 20jähriger Pariser, Louis Chiancse, in einer Kiste entdeckt worden sei, in der er un­bemerkt die Llebcrfahrt gemacht hatte. Durch diese Nachricht wurde das angstvolle Suchen der Fa­milie nach dem Ausreißer beendet. Der junge Mann hatte öfters seiner Mutter erklärt, er wolle nach den Vereinigten Staaten gehen und dort sein Glück machen, und er werde das durch­setzen, auf welche Weise sei ihm egal. Der Letzte, der ihn gesehen, war der Portier des Hauses, in dem er wohnte,' dieser teilte mit, Louis hätte mit einem Freunde eine große Kiste heraus­getragen. Sein Onkel, der ein Hutgeschäft betreibt, schickt regelmäßig große Kisten mit Modrllhuten nach Reuyork. Eine dieser Kisten hat sich Chia- nese zum älntcrschlupf gewählt, und auf diesem sonderbaren Frachtstück stand geschrieben:95 Hüte. Für Lord & Taylor, Reuyork. Aufrecht stel­len. Sorgfältig behandeln. Rur an einem kühlen Ort aufzubewahren. Zerbrechlich." infolge dieser Angaben wurde die Kiste so gut behandelt, daß ihr Insasse glücklich in Reuyork anlangte, freilich befand er sich bei der Entdeckung in einem sehr geschwächten Zustande. Sein kühnes Unternehmen nützt ihm nichts, denn er wird als Gefangener auf derLafayette" nach Frankreich zurückge­bracht, und die Familie muß noch die Fracht für die überzählige Kiste bezahlen.

Ein Protest der hessischen Landgemeinden.

3n seiner, zu Anfang dieser Woche stattgehabten Sitzung hatte sich der Vorstand des Hessischen Landgemeindetages mit dem ihm vor einigen Tagen zur umgehenden Stellung­nahme übersandten 2. Teilentwurf einer neuen hessischen Gemeindeordnung zu be­fassen. Rachdem bereits verschiedene Kreisgrup­pen, denen angesichts der Kürze der Zeit eine Stellungnahme unmöglich gemacht war, geaen das Vorgehen der Regierung Verwahrung eingelegt hatten, vertrat auch der Vorstand diese Auffas­sung und faßte einstimmig folgende Entschlie­ßung:

Der Vorstand des Hessischen Landgemeinde­tages stellt mit größtem Befremden fest, daß es ihm die Regierung unmöglich gemacht hat. zu einem Gesetzes werk von so fundamentaler Dedeu- Itung, wie es der 2. Teilentwurf der neuen hessi­schen Gemeindeordnung für die Landgemeinden ist, eingehender Stellung nehmen zu können. Insbesondere war der Landgemeindetag infolge der verspäteten Zustellung des Entwurfs nicht in der Lage, seine gutachtliche Aeußerung dem Gesehgebungsausschuß des Hessischen Landtags vor Beginn der Beratung zugehen zu lassen. Gegen eine solche Ausschaltung der berufenen Vertretung der hessischen Larck>gemeinden legt der Vorstand schärfste Verwahrung ein. Es ist ihm nicht verständlich, daß man die Reform der hessischen Derwaltungsgesetze, mit welcher sich ein Llntercrusschuh jahrelang befaßt hat, plötzlich mit einer solchen, dem genannten Reform­werke wenig nützlichen Eile zur Verabschiedung bringt und die nahezu 1000 hessischen Landge­meinden, für welche das Gesetzeswerk geschaffen wird, bei dem 2. Teil des Entwurfes vor voll­endete Tatsachen stellt. Der Hessische Landge­meindetag muß deshalb schon jetzt jede Ver­antwortung für etwaige, aus der übereilten Verabschiedung der neuen Gemeindeordnung spä­ter für seine Mitglieder erwachsenden nachteiligen Auswirkungen ab lehnen."

Protest gegen die Verlegung des Darmstädter pädagogischen Instituts.

* Darmstadt, 16. April. Die Hessische Evangelische Vereinigung (Friedberger

Konferenz) hat in ihrer Hauptversammlung in Frankfurt folgende Entschließung zur Frage des Pädagogischen Instituts gefaßt:

Die Hessische Evangelische Vereinigung (Fried­berger Konferenz), zu ihrer aus allen Kreisen des Landes zahlreich beschickten Hauptversamm­lung in Frankfurt versammelt, nimmt mit Be­fremden und Bedauern Kenntnis davon, daß trotz der mannigfachen und verschiedenseiti­gen, wohlbegündeten und ernstlich vorgebrachten Einsprüche gegen die Aufhebung des Pä­dagogischen Instituts zu Darmstadt und dessen Zusammenlegung mit dem Institut in Mainz die Durchführung dieser Maßnahme nunmehr durch Verfügung des Ministeriums für Kultus und Bildungswesen auf dem Verwal­tungswege angebahnt sind. Indem die Hessische Evangelische Vereinigung sich demgegenüber die von verschiedenen Seiten an zuständiger Stelle und in der Oeffentlichkeit erhobenen Einwände zu eigen macht, spricht sie gegen die Auf­hebung des Darmstädter Instituts schärfsten Protest aus und fordert ihre Mitglieder und alle Evangelischen, wie andere Kreise des Landes auf, für die Belassung des Pädagogischen Instituts in Darmstadt in Ver­bindung mit der Technischen Hochschule auf das tatkräftigste einzutreten."

Industrie- und Handels­kammer Friedberg.

Friedberg, 16. April. (MSN.) Die In­dustrie- und Handelskammer Fried- berg hielt heute in ihren Räumen eine Voll­versammlung ab, die unter dem Vorsitz von Kommerzienrat Langsdorf tagte. Zunächst er- stattete der Syndikus der Kammex Dr. Göbel einen eingehenden Bericht über die Vollversamm­lung des Deutschen Industrie- und Handelstages am 25. März in Berlin. Dann wurde die derzeitige Wirtschaftslage eingehend besprochen. Die gegen­wärtige schwere Krise habe sich auch auf die Wirt­schaft des Kammerbezirks einschneidend ausgewirkt. Die Vollversammlung nehme insbesondere mit großem Bedauern von den S t i 11 e g u n g s » absichten der Hefrag in Wolfersheim Kennt­nis und gebe der zuversichtlichen Hoffnung Aus­druck, daß dieser so leonswichtige Betrieb dem

Wirtschaftsleben des Kammerbezirks erhalten bleiben möge. Der neue Fahrplan bringe wohl manche Verbesserungen, insbesondere auf der Main-Weser- Strecke, jedoch erscheine es erstrebenswert, daß der Bezirks-Eilverkehr im Rhein-Main-Gebiet noch wei­ter ausgebaut werde, lieber aktuelle Fragen aus dem Sondergebäudesteuerrecht berichtete Syndikus Dr. Göbel ausführlich und behandelte insbesondere die Sondersteuererleichterung für Sai­sonbetriebe. Im Zusammenhang hiermit wurden die für die Einheitsbewertung 1931 zu er­wartenden Durchführungsbestimmungen näher be­sprochen. Für die Eintragung von Betrie­ben ins Handelsregister wurden besondere

Gesichtspunkte ausgestellt. Ebenso befaßte sich bi« Vollversammlung mit den Gebühren für L e g i t i m a t i o n s k a r t e n, die in vielen Fällen zu hoch festgesetzt werden und für die eine einheit­liche Behandlung in den einzelnen Kreisamtsbezirken gefordert wurde. Die Frage der Wirtschafts­treuhänder ist so weit gediehen, daß für die in Frankfurt a. M. zu errichtende Zulassungs- und Prüfungsstelle die notwendigen Beschlüsse gefaßt werden konnten. Die Bestellung von Konkurs­verwaltern und von Vertrauenspersonen und die Besprechung von Mietfragen bildeten den Abschluß der Verhandlungen.

Wirtschaft.

* Felten und Guilleaume Carls- Werk AG. Köln-Mülheim. In der Sitzung des Aufrichtsrats der Felten und Guilleaume Carlswerk AG., Köln-Mülheim, wurde beschlossen, der für den 5. Juni einzuberufenden General­versammlung die Verteilung einer Dividende von 6,5 v. H. vorzuschlagen.

Frankfurter Börse.

F r a n k f u r t a. M., 17. April. Tendenz: beruhigt. Die heutige Börse eröffnete nach den Abschwächungen der letzten Tage in etwas beruhigterer Haltung. Die Grundstimmung war jedoch noch ziemlich unsicher, was auch in den recht schwankenden Kursen zum Ausdruck kam. Bereits vorbörslich konnte man eine bessere Beurteilung der Lage erkennen, da der be­vorstehende Abschluß der Kunstseidekonzerne mit einem 20-v. H.-Kontingent für Auslandbörsen an­regte. Die erneut schwache Haltung der Ausland­börsen, die demgegenüber zwar fast ohne Einfluß blieb bewirkte noch eine stärkere Zurückhaltung der Kulisse am Geschäft. Die Umsatztätigkeit bewegte sich in engen Grenzen. Vereinzelt kam noch etwas Ma­terial an die Märkte, dem anderseits einige Rück­käufe der Spekulation, die in den letzten Tagen Blankoverkäufe vorgenommen hatte, gegenüberstan­den, so daß die Kursgestaltung nicht einheitlich, je­doch überwiegend etwas fester war. Mehr Interesse wandte sich aus dem obenerwähnten Grunde den Kunstseideaktien zu, von denen Aku 1,75 und Bem- berg 1 v. H. gewannen, nachdem schon an der Abend­börse l°v. H.-Erholungen eingetreten waren. Auch der Elektromarkt verzeichnete durchweg Kurserhöhun­gen bis 1,5 v. H. Am Chemiemarkt lagen I.-G.- Farben zunächst um Bruchteile eines Prozents höher, verloren später aber 1,25 v. H. Ferner setzten Deut­sche Erdöl und Goldschmidt 1,75 o. H. niedriger ein. Gut behauptet lagen Montan-, Kali- und Bank­aktien. Schwächer eröffneten noch Zellstoff- und Bau- werte, ferner AG. für Verkehrswesen und Deutsche Linoleum. Am Anleihemarkt lagen deutsche und aus­ländische Renten behauptet. Pfandbriefe ruhig und eher etwas schwächer. Reichsschuldbuchsorderunaen behauptet. Im Verlaufe herrschte wieder große Ge- schäftsstille und infolgedessen bröckelten die Kurse meist etwas ab. Die Aktivität der Außenhandels­bilanz fand günstige Aufnahme, konnte jedoch eine Belebung des Geschäfts nicht herbeiführen, da die Orderlofigkeit überwog. Am Geldmarkt blieb der Satz für Tagesgeld mit 5 v. H. unverändert. Am Devisenmarkt nannte man Madrid recht schwach. Sonst lagen Mark gegen Dollar 4,20, gegen Pfund 20,4040, London gegen Reuyork 4,8584, gegen Paris 124,26. gegen Mailand 92,80, gegen Madrid 48,25, gegen Schweiz 95,2213, gegen Holland 12,1013.

Berliner Börse.

Berlin, 17. April. Es lagen für heute kaum günstige Momente vor, die im Laufe des Vormittags und an der Vorbörse Hoffnungen auf einen festeren Börsenverlauf auslösten. So wurde der gestrige Ab­stimmungserfolg der englischen Regierung mit Be­ruhigung zur Kenntnis genommen' ferner vergrößer­ten sich die Hoffnungen auf eine Verständigung in der Kunstseideindustrie, und von einer Befestigung des Pounganleihekurses ging eine Anregung aus. Zu Beginn wurden dann auch noch die Ausfüh­rungen Direktor Wassermanns auf der heutigen Ge- neraloersammluna der Dedibank bekannt und die schon erwarteten Außenhandelsziffern für März ver­öffentlicht. Die Aktivität von 218 resp. 263 Millionen (in der letzten Ziffer sind Reparationsleistungen ent­halten) übertraf wohl noch die Erwartungen. Der gleichzeitig erschienene Reichsbankausweis für die zweite Aprilwoche fand ferner geteilte Beurteilung, da zwar die Gesamtentlastung um 419 Millionen und die Verringerung des Quotenumlaufs um 504 Millionen befriedigte, anderseits aber die starke De- visenabnahme (51,4 Millionen) ungünstig kommen­tiert wurde. Auch das wieder schwächere Reuyork

blieb nicht ganz ohne Einfluß auf die Tendenz. Die ersten Kurse lagen sehr schwach und meist 1 bis 1,5 v. H. unter gestern. Darüber hinaus verloren All­gemeine Lokal- und Kraft, BEW., Aschersleben, Schlickert, Hugo Schneider, Polyphon bis 3 v. H. und Chade lagen im Zusammenhang, mit der schwa­chen argentinischen Währung 5 Mark niedriger. An­leihen waren ziemlich behauptet. Ausländer wenig verändert. Pfandbriefe eher schwächer. Nur Reichs­schuldbuchforderungen wurden etwas höher genannt. Am Geldmarkt erfuhren die Sätze immer noch keine Erleichterung. Nach den ersten Kursen wurde die Stimmung, ohne daß das Geschäft an Umfang zu­nahm, aus den eingangs erwähnten Gründen freund- kicher. Die meisten Papiere konnten l-o. H.-Besse- rungen aufweisen, Spezialwerte lagen bis 2,5 v. H. erholt. Infolge der Orderlofigkeit traten leichte Kurs­schwankungen auf, der Grundton blieb freundlich.

Schweinemarkt in Friedberg.

WSR. Friedberg, 16. April. Der Iung- schweinemarkt erbrachte einen Auftrieb von 65Z Tieren. Es wurden folgende Preise bezahlt: für 6 Wochen alte Tiere 15 bis 20 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 20 bis 25 Mark, 8 bis 12 Wochen alte 25 bis 30 Mark. Bei sehr lebhaftem Handel verblieb etwas Lieberstand.

Schweinemarkt in Homberg.

-er. Homberg, 16. April. Auf dem gestrigen Schweinemarkte waren 380 Ferkel aufgetrieben. Für sechs bis acht Wochen alte Tiere wurden 15 bis 20 Mk. und für acht bis dreizehn Wochen alte Ferkel 18 bis 33 Mk. gezahlt. Der Geschäfts­gang war lebhaft; es verblieb nur ein geringer Lieberstand.

Schweinemarkt in Marburg.

][ M arburg, 16. April. Dem heutigen Schweinemarkt waren 785 Tiere, darunter 46 Läufer, zugefahren. Bei flottem Handel kosteten 6 Wochen alte Ferkel 18 bis 20, 6 bis 8 Wochen alte 20 bis 24, 8 bis 13 Wochen alte 24 bis 28. und Läufer 35 bis 40 Mark das Stück.

Berliner Produktenmarkt.

Berlin, 16. April. Gegenüber dem festeren Vormittagsverkehr, in dessen Verlauf namentlich Roggen seinen Preisstand erneut hatte bessern können, gestaltete sich die Börseneröffnung ziem­lich enttäuschend, und am handelsrechtlichen Lie­ferungsmarkte ergaben sich gegen den gestrigen Dörfenschluß zumeist nur unbedeutende Preisver­änderungen; lediglich in Iuliroggen kam es auf stärkeres Angebot zu einem Abschlag um 1,25 Mk. Im Promptgeschäft hat sich das ersthändige Offertenmaterial keineswegs verstärkt, dagegen bekundet die zweite Hand bei den gegenwärtigen Preisen vereinzelt etwas mehr Derkaufslust; das Preisniveau war etwa behauptet. Weizenmehl hat nach wie vor stilles Geschäft, während Rog­genmehl, insbesondere 70prozentige Ausmahlung gefragt bleibt. Erhöhte Mühlenofferten waren kaum durchzuholen. Am Hafer- und Gerstenmarkte ist nach den Preissteigerungen der letzten Zeit eine leichte Beruhigung eingetreten; eine Zu­nahme des Angebotes ist zwar nicht zu verzeich­nen. Es notierten für je 1000 Kilo: Weizen, mär­kischer, 290 bis 292 (abgeschwächt), Mai 306,50 bis 305, Juli 300 (Brief), September 254,25 bis 253,75; Roggen, märkischer, 193 bis 195 (still), Mai 207,25 bis 206,50, Juli 201 bis 200, Sep­tember 189 (Brief); Braugerste 241 bis 250 (stetig); Futter- und Industriegerste 224 bis 240 (stetig); Hafer, märkischer, 181 bis 185 (matter), Mai 194,50 bis 192, Juli 200,75 bis 198,50. September 178,50; für je 100 Kilo: Weizenmehl 34,75 bis 40,50 (ruhig); Roggenmehl 27,75 bis 29,75 (stetig); Weizenkleie 13 bis 13,25 (ruhig); Roggenkleie 13,40 bis 13,70 (fester).

Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o H.. Lombardzinsfuß 6 v. H.

Sranttun a. M.

Berlin

ifrranlrurt a. I

Berlin

Schluß- tu re

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Schluß«: für» |

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l'Uflr«' Kurs

Schluß.

Ansang« ftur«

Datum

16.4.

174.

16.4.

174.

Datum

16.4.

17.4

16.4.

17.4

6% Seutlthe Reich« anteihe »cm 1927 ........

7% Deutsche Reichsanleihe von 1029 ........

Deutsche Anl^Abiöi.« Schuld mit Buelol.-Rechten .....

DeSgl. ohne Aullos.-Rechte . .

8% Hess. Boilrliaai vou 1929 (rtdtafilb. 102%)......

CbfTbrffcn Provinz. ttaleHe mb

Deu tickte Komm. Sammelabl.

Anleihe Serie 1 ...

8% firantl. Hnv.-Bank Soldpfe XIII untünobar bi» 1934 . . .

7% Rranlf. Hov-AatU Golbvle unfünbbot bl» 1932 .....

% Rdeinilche Hyp^vartl Liqu. Voldpse. .....

6% Pr. LanbeSptandbriefanstalt Psandbriese R. IG . .

8% Pr L'onbeOrfanobdelanftalt Komm^Lbl. R. 20. . .

7% Pr. £fanbfou*anobrte|anftalt Pioiibbricle RN...

B.E.B abg. younegt-Cbllgatto- nen, rückzahlbar 1932

<% Oesterreichhche Goldrenkr .

4,20% Oestcrreichiiche Silberrente

4% Oesterreichtiche Einheitlich Rente

4% Ungarische Loldrente . . .

4% Ungariiche Staat-rente v. 191

4Vt% desgl. von 1913

1% Ungariiche Kronenrente

4% lürlilche Zollanleihe von 191

4% Türkische Bagdadbahn-Anl Geriet . .

4% detgl. Serie II......

6% Rumänische vereint). Rente von 1903 ...

iyt% Rumänische vereint). Rente von 1918 .........

1% Rumänische vereint». Rente

84,75

100,5

58,4

6,5

95,5

56,5

57,5

101,5

97,5

92,25

93,25

100,5

96,5

23

16,25

4,3

4,4

4,4

8,6

15,2

7

1 1 3". I 1 I I I 1 1 1 1 1 II 1 1 1 1 1 1 II 1 11

84,9

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6,52

96

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96,5

23,6

2,5

18,9

16,4

4,5

8,55

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SI Ci i £2 i 12 i i i i i i i I i i £" i i

Hamvurg-Ämertka Palet . . Hamburg-Südam. Damplichlss Hanta Dampsichifs ... Norddeutscher Lloyd .... Allgemeine TeutscheCreditanft. Barmer Bankverein . . . Berliner HandelSgelellschasi Commerz. und Privat-Bank . Darmstädter und Nationalbank Deutsche Bank und

DiSeonto-Sesellschast, . . . Dresdner Bank......

ReichSbant........

ll.S.G..........

Bergmann........

Eleklr. Lieferungdgelelllchast. Licht und Krall......

gellen & Guilleaume . . . Gesellschaft für Elektrifche

Unternehmungen .... Hamburger ElektrizitätS-Werke Rheinische Elektrizität . . . Sdtlelhtfje Elektrizität. . . . Schuckcki & (io.......

Siemen« Ä Haltke.....

Iranetabb...... .

i'abmeyer L Eo.. .....

Buderus.........

Deutsche Erdvl......

Eiiener Steinkohle ..... Geilenkirchener ...... Harvcncr ....... Hoeich Eilen. ....... 3dc Bergbau.......

Klöcknerwerke . ...... Köln-Neuesten.......

Mannc»munn-R»hre» .

DIanslelder Bergbau .... Oberlchlcl. Eiienbedarf . . Obcrfchlel. ttokswerke.... Phönix Bergbau .... Rhelnstche Braunkohle» . Rheinstahl ......

Riebeck Montan ......

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139

180

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132,25

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82,5 73 67

188

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127

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147

113,4 107,75 169,13

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139,5 181

55

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68,5 73

76,9

78,9 61

183

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Jrantrun a. Ul.

Berlin

Banknoten.

Gch.» tiirö

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Anfang» Kurä

Berlin. 16. April

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Amerikanstche Noten......

Belgische Noten .......

Dänische Noten .......

Englische Noten........

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Holländische Noten.......

Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

Deuiich-Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten.......

Schweizer Noten........

Spanische Noten........

Tschechoslowakische Noten.....

Ungarische Noten ...

Devisenmarkt Berlin

4,18

58,13

111,90

20,337

16,385

168,01

22,01

111,88

58,83

2,482

111,98

80,62

43,01

12,38

72,95

- Frankfurt

4,20

58,37

112,34

20,417

16,445

168,69

22,09

112,32

59,07

2,502

112,42

80,94

43,19

12,44

73,25

a. M.

Datum

16.4.

174.

16.4.

17.4.

Bereinigte Stahlwerke ....

Otavi Minen .... 16'/.

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

I. ®. Narben.Industrie ... 12

Dvnamit Nobel.......6

Scheibeanstalt........9

Goldschmidt ........6

RütgerSwerke........6

Metallgelellichasl.......8

Philipp Holzmann......7

Zementwerk Heidelberg . 10

Eementwerk Karlstadt. ... 10 ®at)6 & ftrenlaa ..... 8

Schultheis Patzenhoser ... 15

Ostwerke...... 12

Aku .........18

Beinberg...... 14

Zellstoff Waldhof .... 18'/.

Zellstoff Aichaf'enburg . . . 12

Charlottenburger Wasser ... 8

Daimler Motoren . . . . . . 0 Deutsche Linoleum ......

Rat. Automobil ...... 0

Orenstein & Koppel.....6

Leonhard Tletz ...... 10

SvenSka .......

frankfurter Maschine» .... 4

G rinnet .........6

Hevligenstaedl...... 0

Iungbans. ..... 6

Lechwerke..........v

Mainkraftwerke Höchst a. M.. . 8

Mia» ..... 10

Gebt. Roeder.......10

Boigt & Haessner......9

Süddeutsche Zucker .... 10

56

161,5

165,5 251

150,4

133

51,25

56

76

99

80

87

35

87,5

97

32

97,5

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41

70

128,25

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56,65

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76

99,5

35

176,5

89,25

98,5 103,75

82

137 32,25 97,25

53,5

119

251

18 40,25

53

31,65 160 167 254

151,4

49,5

56,13

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177,25

73,13 97,75

103,75

135,25

32 96,5

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118,5 254

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16 April

17-April

Amtliche

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Notierung

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Amtliche (Selb

Notierung »rief

Amst.» Rott. Bu.n.-AircS Vrss.-Antw- (Ebriftiania. Kopenhagen Stockholm - HelsingforS. Italien. . . London. . Neunork .. Paris.... Schwei, .. Sva ten - . Japan - - . Rio de Jan. Wien in D-» £?eft abgeft. Prag . . . Belirad . . Buoupest. . tbm arten Lissabon . Danzig . . fionfl urm. Athen Eanuoa Uru uay - 6dro - -

168,38 1,449

58,315 112,17 112,16 112,27

10,55 21,965 20,382 4,0955

16,40 80,82 43,11 2,073 0,303

59,99 12,425

7,378 73,12 3,042 18,85 81,51

1,784

5,44 4,192 2,697

20,905

168,72 1,459

58,335

112,39

112,38

112,49

10,57

22,005 20,422 4,2035

16,44 80,98

43,15 2,077 0,305

59,11

12,445 7,392 73,26 3.048 18,89 81,67 1,799

5,45 4,200 2,703

20,945

168,44 1,391

58,315 112,17 112,18 112,34 10,557

21,97 20,384

4,196 16,401

80,82 42,12 2,071 0,302

58,995 12,427

7,378 73,12 3,042

18,87 81.51

1.784

5,44 4,192 2,627 20,91

168,78 1,395

58,435 112,39 112,40 112,56 10,577

22,01

20,424

4,204

16,441

80,98 42,20

2,075 0,304

59,115 12,447

7,392 75.26 3,048

18,91 81,67

1,789

5,45 4,200 2,633 20,99