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0 Holzheim, 12. Dez. Die dies'ährlgen Holziällungsarb'.ite.! im (Sem i de- unj Mariwald sind oere.U seit 14 Tagen im Gang. Sie werden von Wohljahrt-erteerbälvsen (33 Mann) ausgeführt. Die Verheirateten werden ständig beschäftigt. Es wird erheblich mehr Holz geschlagen als im Vorjahr.

* L i ch, 14. Dez. Frau Margarete Alles von hier kann morgen, 15. Dezember, in geistiger und körperlicher Rüstigkeit ihren 70 Geburtstag begehen.

d S) u n g e n, 13. Dez Aus dem Gemeinde­rat ist zu berichten: Die Hundesteuer für 1932 wurde wie folgt feftgc.eljt für den ersten Hund 8 Mk., den zweiten 20 Mk., den dritten 40 Mk., jeden weite.en 60 Mk. Für Bedürftige wurde je ein Zentner Briketts bete iligt (vom Keers wurden zwei Zentner bewilligt). D.e Erntekosten für Losholz Idas an ver­heiratete Orts^ürger seither grct s geliefert wurde) sollen auf das für 1932 zur Ausgabe ge­langende Holz mit 6,50 Mk. pro Los in An­rechnung gebracht werden, die Abgabe der Los­holzscheine hängt von der vorherigen Bezah- lung ab.

Kreis Schotten.

-4- H ch s 11 e n, 13. Dez. Entgegen der seitheri­gen Ei^logenheit, die Brennholzverstei­gerungen im Februar und März aozuhalten, läßt die Forstbehärde in diesem Jahre in den ver­schiedensten Forstämtern schon vor Weihnach ° t e n Versteigerungen vornehmen. Jedenfalls sollen d e dabei erzielten Preise richtunggebend für die zu schlagende Holzmenge wie für den Holzhauertarif sein, der am 21. d. M. ab- läuft Die erste Hotzversteigerung auf dem H o - herodskopf brachte ci/.en gewaltigen Preissturz. Buchenscheiter erzie.ten einen Durchschnittspreis von 6,10 Mark pro Raummeter (Taxpreis 8,50 Mk.): Fichtenstammholz wurde so niedrig angeboten, daß die Genehmigung nicht er­teilt wurde.

Preußen

Kreis Wetzlar.

0 Lützellinden, 12. Dez. Der Geflügel­züchterverein Lützellinden hielt wie von uns bereits berichtet eine Geflügelaus- fte(lung ab, mit der eine Prämiierung verbun­den war. Bei der Prämiierung gingen folgern e Aussteller als Preisträger hervor: Das beftL Tier der Ausstellung war eine Antwerpencr Bartzwerge Henne von Fritz Schäfer, die nut dem höchsten Ehrenpreis ausgezeichnet wurde. Außerdem erhielten Auszeichnungen Frau Spruck auf gelbe Orpington 1. fg., Ehrenpreis und 3 g.; 9. | Franz auf weiße Wyandotts 1 fg., Ehrenpreis, \ 1 fg. I und 2 g.; Fr. Andermann auf helie Sui.ex 1 fg., Ehrenpreis und 1 g.; W. Müller auf Rhodeländer 1 fg., Ehrenpreis, 1 fg. II urd 2 g.; Fr. Schäfer auf Nhodeländer 4 g. II; Frau Spruck auf schwarze Minorka 1 fg, Ehrenprei, 1 fg. II und 1 g.; Fr. Vogt auf Italiener (rei- huhnfarbig) 1 fg., Ehrenpreis, 1 fg. I, 1 fg. 11 u d 2 g.; H. Arnold auf Italiener (rebhuynfarbi ) 1 g. II, Albert Spengler auf Italiener (silbc - halfig) 1 fg., Ehrenpreis und 2g; R. Heddrih auf schwarze Rheinländer 2 g., Fritz Altenhei - mer auf schwarze Rheinländer 1 fg. und 1 g.; Frau Spruck auf schwarze Rheinländer 1 fg. und Ehre. - preis und 2 fg.; W. Müller auf weiße Lcgho n 1 fg. und Ehren p. eis; SB. Czilinzki auf mel e Leghorn 3 g.; H. Arnold auf schwarze Banta a 1 fg. und 1 g.; Fr. Andermann auf Silbe - Bantam 1 fg., Ehrenpreis und 1 fg. I, Fr. Schä­fer auf Antwerpener Bartzwerge 5 fg., Ehrenprc s und 3 g.; Frau Spruck auf Pecking Enten 1 V, Ehrenpreis und 4 g. Als Preisrichter fungic: e Otta SädIer - Riedergemünden.

0 Hörnsheim, 13. Dez. Am Donner Stag- abend wurde in der Kirche der neue Bethel- film gezeigt, der unter dem Titel ,on den Spuren Vater Bodelschwings, durch Dienst zur Freude", einen Einblick in das große Ardeits.eld oes Be- theler Licbesweries gab

J Groß-Rechtenbach, 10. Dez. Die Samm­lung für die Deutsche Kriegsgräber- f ü r f o r g e hatte in den Gemeinden hes Amtes Rechtenbach folgende Ergeonifse: Do.nholchaufen 11,50 Mk-, Ebersgöns 20 Mk., Groh-Rechtenbach 39,10 Mk., Hochelheim 34 Mk., Hörnsheim 18,85 Mark, Klein-Rechtenbach 2i,40 Mi., Lützellinden 77,80 Mk., Münchholzhausen 27,45 M.., Rieder- kleen 29,85 Ml.. Oberckeen 39,30 Mk., Reis­kirchen 31 Mk., Do.lnkirchen 7,85 Ml., Volperts­hausen 10 Mk. und Weidenhausen 11,00 Mk., zusammen 379,40 Mk.

CO Niederkleen, 13. Dez. Zu dem Groß­feuer in unserer Gemeinde erfahren w.r, daß nach dem Ergebnis der polizeilichen Ermittelungen der Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung besteht. Zwei Knaben im Alter von 7 und 5 Jahren haben an der Brandstelle mit bengalischem Feuerzeug gespielt, wobei der Brand ent­standen sein dürfte.

Gu es Ei-gebn's

der Sranffurfer Do kshüfe-Samm ung.

WER. Frankfurt a. M., 13. Dez. Am Samstag und Sonntag halte die Frankfurter V o l k s h i I f e eine Str atzens ammlung veranstaltet. Das Ergeonis ist für die heutige Zeit sehr erfreulich. Insgesamt gingen nach dem bisherigen Zäh-.ungsErgebnis 9 5 0 0 Mark ein. Einige Sammlerinnen haben ihre Beträge noch nicht abgeliefert, so dah sich der Betrag noch etwas erhöht.

Briefkasten der Keöoftion

(Rcchtsgutachten sind ahne Verbindlichkeit der Schriftleitung.>

Ausgleichsschecks." An mehreren Plätzen find in d.r Form von Genosfen'chaften sog. Ausgleichs­kassen gebildet worde... Diese verfolgen den Zweck, fir ihre Mitglieder Kredite zu beschaffen und ihren Geldverkehr zu erleichtern. Dieses Ziel suchen die (Genossenschaften in der Weise zu erreichen, daß sic in Anrechnung auf den Kredit sog. Ausgleichsschecks auspeben, welche auf vorgedruckte abgerundete Geld­beträge lauten.

In der Verordnung über Notgeld vom 30. Oktober 1931, veröffentlicht im Reichsanzeiger Nr. 255, sind so'che Ausgleichsschecks als Beispiele verbotenen Notgeldes bezeichnet worden.

Aus öem Amtsverkündiqungsblatt

Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 86 vom 11. Dezember enthält: Die Bekämp­fung der Bisamratte. Die Erhebung der Ge- meinde-Biersteuer in Watzenborn-Stei berg und Trohe. Ortssahung über die Erhebung einer Vergnügungssteuer in der Gemeinde Lang-Göns und Lauter. Der Verkehr mit Feuerwerks- kördern. Dienstnachrichten.

Sucher unter dem

Platon, Hauptwerke. Ausgewählt und eingeleitet von Wil^eun Restle. (Kröaers Laichen­ausgabe. 69, Alfred Krö.rer Verlag, Leipzig.) In Leinen 3,75 Mk. (465) Platon tritt in dieser Ausgabe befreit von allem nur Fach- gebundenen, in der ganzen Macht seiner glanz­vollen Erscheinung, als Denker, Führer und Künstler vor den Leser hin. Die ewigen Werke, die Säulen seines Gedankenbaues, öte auch zu Pfeilern unserer Weltansicht und tieferen Bil­dung wurden, sind hier in einem Bande ver­einigt. Wilhelm Rest.e, der hervorragende Ken­ner griech.schen Geistes, besorgte feiniinnig die ilebertragung auf Grund von Schleiermachers deutscher Ausgabe, leitete den Band ein und erläuterte alles der Erklärung Bedürftige, so daß eine gesa-los,ene, wißenfchaftlich zuverlässige und jedermann gugänglicje Ausgabe entstand.

Gedanken über auswärtige Po­litik. Schiedsgericht und Friedenspol.t.k. Von Dr. jur. Rikvlaus Gjelsvik. Autorisierte ileber- setzung vom Herausgeber. 2 Mark. (Oefsentlich- r.chlliche Vorträge und Schriften. Horausgogcbon von ülnivcrsilätsprofester Dr. Ernst Wolgast, Ro­stock i. M.) Gräfe und Linzer, Verlag, Königsberg i. Pr. (468) Zur Beseitigung der Konfliktsstoffe können spezielle Schiedsger.chlsverträge gute Dienste tun. Atz den beiden Beispielen der Grön­land- und der Südtiroler Frage führt Gjelsvik seine Gedanken vor und bietet für die Süd­tiroler Frage einen neuen Lösungsvor'chlag. 2m Ringen um die feg. Generalklausel können die furchtlosen Gedanken des Rorwegers vortreff­liche Dienste tun. Sin Vorwort des Heraus­gebers gibt zum besseren Verständnis einen kur­zen Abriß der Grönlandfrage und, da das Ori­ginal der Schrift in der norwegischen Bauern­sprach:, dem sog. Landsmaal, versaht ist, inter- esfanterweise eine Darstellung der vielbespro­chenen, aber wenig bekannten norwegischen Sprach-, der sog. Lai.dsmaalbewegung.

Karl Weinhausen: Reclams Zim­mergärtnerei. Anleitung zur Dflege und Zucht von Zimmer- und Balkonpflanzen. Reclams Univer- fal-Bibliothek Nr. 7167. Geheftet 40 Pf., gebunden 80 Pf. (541) Wer diefes Buch lieft, wird nicht nur in der Lage fein, Blumen und andere Zier­pflanzen in feinem Zimmer und auf feinem Balkon mit Erfolg zu behandeln, sondern wird auch in das Leben der Pflanzen eindringen und dadurch ein lebendiges Verhältnis zu ihnen gewinnen. Der Ver­fasser weiß die Behandlungsvorschriften und Rat- sch'äge so übe-zeugend zu begründen, daß es dem Leser ein Leichtes sein wird, zu erkennen, worauf seine bisherigen Mißerfolge zurückzuführen sind.

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eihnachtsbaum.

Der Volksdeutsche Kalender 1 9 32, herausgcgeben vom Deutschen Schutzbund für Grenz- und Auslanddeutfchtum, Berlin W 30. (501) Die Erhaltung des Grenz, und Ausland- deutfchtums ist eine Schicksalsfrage für das Deutsche Volk und das Deutsche Reich. Der Volksdeutsche Ka­lender dient dem Zusammengehörigkeitsgefühl aller Deutschen diesseits und jenseits der Reichsgrenzen. Er unterrichtet über Zahl und Lage der Deutschen in allen Siedlungsgebieten, über die Formen ihres Gemeinschaftslebens, ihre Organisationen, ihre Presse. Nach dem neuesten Stand der Statistik und an Hand von Karten ist alles Wissenswerte knapp und einprägsam dargestellt.

Köhlers K o l o n i a l - K a l e n d e r für 1 9 3 2. Wichelm Köhler Verlag, Minden i. Westf. 1,00 Mk. (419.) In dem interessanten Buche we.den u. a. die heutigen Verhältnisse in unseren ehemaligen Kolonien aus berufener Feder ge­schildert, berichtet ein Llrwaldfiedler aus dem innersten argentinischen Chaco über seine mühe­volle koloniale Pionierarbeit, plaudert Balder Olden über das Leben des jungen Handlungs­gehilfen in den Tropen, finden sich interessante Tabellen und Kartenskizzen. Im Vordergrund stehen natürlich die unterhaltenden Beiträge, spannende, reich illustrierte Erzählungen aus ilr- wald und Steppe, aus Busch und Dschungel. Bei einem ilmfang von über 250 Seiten enthält der neue Köhlerfche Kolonial-Kalender mehr als ICO Abbildungen im Text und stellt sich als ein stattliches, schön ausgestattetes, reichhaltiges Buch dar.

Köhlers Deutscher Kalender. Wilhelm Köhler Verlag, Minden i. Westf. Ge­bunden 70 Pf. (420.) Die 50. Ausgabe des Köhlerschen Deutschen Kalenders erschien 240 Sei­ten stark, mit über ICO Abbildungen und einem farbigen Kunstblatt geschmückt, mit einem Wand­kalender als Beilage. Das Buch enthält eine Fülle interessanter Aussätze, amüsante Plaude­reien und eine Reihe spannender, reich illu­strierter Erzählungen bekannter Schriftsteller. Gin besonders interessanter Beitrag zeigt, was An­gehörige der verschiedensten Berufe in den wich­tigsten europäischen Hauptstädten verdienen und was sie für ihren Lebensunterhalt ausgeben müssen. Andere Aufsätze handeln vom Sinn der Träume, von Berlins Soldatenleben einst und jetzt, von der letzten Stunde im Menschenleben, zwölf Bilder illustrieren mit humorvoll Versen Freuden und Leiden des Krastfah.ers usw. Köhlers Deutscher Kalender ist in seiner Jubi­läums-Ausgabe ein Unterhaltung^- und Rach­schlagebuch von bleibendem Wert.

Wirtschaft.

Oie deutschen Sparkassene nlagen.

Ende Oktober beließen sich die SP ar lass en» einlagen bei d e n deutschen Sparkas­sen auf 9^33,32 Mill. Mk., gegenüber 10 219,56 Mill Mk. Ende September. Der Berichtsmonat weist mithin eine Abnahme um 233,24 Mill. Mk., gegenüber einer Abnahme um 205/0 Mill. Mk. im September auf. 3m einzelnen betrugen die Einzahlungen 437,70 (September 363,06) Mill. Mk., davon aus Aufwertung 6,34 (2,61) Mill. Mk. und aus Zinsgutschriften 1,72 (2,33) Mill. Mk. Die Auszahlungen stellten sich auf 720,94 (655,02) Mill. Mk. Die Scheck-, Giro-, Konto-Korrent- und Depositeur nhgen betrugen Ende Oktober 1173,93 (Sept. 121z,?ö) Mill. Mk.

Rach den Feststellungen des Statistis^en Reichs­amts sind die Einzahlungen bei den öffentlichen Sparkassen im Monat Oktober um rund 65 Mill. Mark gestiegen; in dem gleichen Umfang haben sich auch die Auszahlungen erhöht. Der Aus­zahlungsüberschuh ist somit trotz der Verschärfung der Wirtschaftsfchwierigkeiten unverändert geblie­ben. Diese Tendenz kommt auch darin zum Aus­druck, daß der Auszahlungsüberschutz im Monat Oktober überwiegend auf die erste Monatshälfte entfällt; in der zweiten Monatshälfte ist er stark zurückgegangen, in Preußen z. D. von 113 in der ersten Hälfte auf 62 Mill. Mk. in der zweiten Monatshäl/e Oktober. Anfang Rovember hat sich diese Teruhigung fortgesetzt. Trotz des Ablaufs der Kündigungsfristen haben die Auszahlungen in der ersten Hälfte des Monats Rovember wei­ter abgenommen.

* Die Indexziffer der Großhandels­preise. Die vom Statist.fch:n Reich amt für den 9. Dezember berechnete Indexziffer der Groß- ; handel preise ist mit 101,6 gegenüber der Vorwoche um 1,4 v. H. gjfunfen. Dies ist hauptsächlich auf Preisrückgänge für lantro rtfchaftliche Erzeugnisse zurückzuführen. Die Indexziffern für tue Hauptgrup- | pen lauten. Ag arstoffe 94.5 (minus 2 6 o. H ), Kolo- . nialwaren 916 (plus 0 3 v. H.), industrielle Roh- . stoffe und Halbwaren 93,3 (minus 0,1 o. H.), in­dustrielle Fertigwaren 131,1 (minus 0,3 v. H ). Die I Indexziffer für Produktionsmittel stellte sich auf 128,6 (unv) und für Konsumgüter auf 132,9 (133,5). j

* Maschinenbaugeiellfchai t Karls­ruhe, Karlsruhe. In der GD. drr Gesell» . schäft wurde mitgetcilt, dah es trotz aller Be­mühungen nicht möglich gewesen sei, den Betrieb des Werkes auch nur teilweise weiteren,ühr.m. 2n Auswirkung dieser Tatsache, sowie des mit den Gläubigern abgeschlossenen Vergleichs stand das abgelausene Geschäftsjahr ganz im Zeichen der ] Abwicklung. 2m Berichtsjahre ist ein neuer Ver- lust in Höhe von 738 480 Mk. entstanden, zu dessen Verringerung der seitherige Reservefonds > in Höhe von 274 000 Mk. ausgelöst wurde, wo- durch sich der Verlust auf 434 430 Mk. er­mäßigte. Unter Einbeziehung des Dorjahresver- lustes von 1 488 654 Mk. ergibt sich somit einOe- samtverlust von 1 953 134 Mk., der auf neue Rech­nung übernommen worden ist.

* Klöckner-Werke AG. Die Generalvcr- fammlurg genehmigte den dividendenlosen Abschluß (i. 23. 6 Prozent Dividende) und beschloß den Ge- winnrcst von 4916 Mark vorzutragen. Geheimrat Peter Klöckner erklärte u. a.: Es fei der Gesell­schaft bei aller Vorsicht und bei der Durchführung strengster Maßnahmen nicht möglich, die starken Absatz- und Preisrückgänge durch Senkung der Selbstkosten zu kompensieren. Trotz aller Klagen hätten die Steuern, Soziallasten und Frachten bis­her keine Ermäßigung erfahren. Die jetzt veröffent­lichte Notverordnung scheine geeignet zu sein, die Produktionskosten zu senken und eine Basis zur Weiterarbeit zu schaffen. Geheimrat Klöckner be­grüßte insbesondere die Ermäßigung der Frachten. Auch die Erleichterung der Zinsenfrage werde hel­

fen. Zu befürchten sei allerdings, daß diese Maß­nahme d.e Aufnahme neuer Anl.ihen erschweren, wenn nicht urm.glich machen werden. Die Preiser­mäßigungen für Kohlen und Eisen würden auch diesmal wieder durch die angcordnete Senkung der Gestehungskosten nicht ausgeglichen. Außerdem werde der Kohlenbergaau ab 1. Januar schwer be­laßet durch die starken Rückgänge in den Ausfuhr- erlösen des Kohlensyndikats infolge des weiteren Absinkens des Pfundkurses. Nach sorgfältigen Schatzungen seien h.er weitere Verluste von 2 bis 3 Mark je Tonne zu erwarten. Der Durch chnitt aller Erlöse senke sich um 1 Mark je Tonne mehr, als der Rückgang der Selbstkosten. Für das neue Jahr könne keine günstige Prognose gestellt werden.

Berlin ausgesprochen schwach.

Berlin, 14. Dez. (WTB. Funkspruch) Zu be­ginn der neuen Wocye eonzentrieite sich uas Haupt­interesse bei den DisiU||ionen in den Bambureaus auf die inner- und besonoers auf die außenpolitischen Verhandlungen. Während die innerpolitische Situation weiter abwartend beurteilt wird, zu­mal die SPD. die Regierung Brüning zu tolerieren scheint und die Auswirkungen der letzten Notver­ordnung abwarten will, bis sie sich zu einer end- gültigen Stcllungnayme entschndet, find die a u ß e n- politischen Besprechungen durch die ab­lehnende Haltung der Franzosen und neuerdings auch durch das Umfallen des amerikanischen Kon- greifes in bezug auf die Hoover-Botschaft in ein ziemlich kritisches Stadium getaugt. Auch in America nimmt man wohl in erster Linie auf die Wäh.erschaft Rücksicht, die man mcht mit neuen Steuern belasten w»ll. Man findet aoer anderseits keinen Ersatz für die ausfallenden Zahlungen der Kriegsschulden, so dah die Schwicrigccitcn, eine Lo­sung aus dem Dilemma zu finüen, groß seien. Unter jo.chen Eindrücken und Ueberlcgungen war es nicht veiwundernch, daß die Tendenz im hcut.gen Frei- verkehr ausgesprochen schwach wurde. Das Geschäft kam nur sehr zögernd in Gang, wobei wie­der angebliche Seuäufe des Auslandes in den Stan­dardwerten, Reichsbank, Farben, Siemens AEG. usw. unangenehm auffielen. Die Aufnahmefähigkeit des Marktes war gering, so daß selbst gegen die er­mäßigten Schiußkurse des Sams.ag noch 1. bis 2- v. H.-Abschwuchungcn eintraten. Am Bankenmarck hatten außer den Reichsbankanteilen auch die Aktien der D Banken ziemlick; schwache Veranlagung, die Kurse dieser Papiere hegen jetzt schon 7 bis 9 v. H. unter d'M letzten Liquidationscurs. Schiffahrtswerte verloren etwa 1 v. H. von Montanpap.eren lagen Mannesmann und Rheir.stahl ebenfalls 1 bis 1,5 v. H. schwächer, während Rheinische Braunkohlen sich gut behaupteten und gegen die letzte Liquidation immer noch einen Gewinn von 2,5 bis 3 v. H. auf­wiesen. Für Aku wurde am Kunstseidenmarkt ein etwa 2 v. H. niedrigerer Kurs genannt; die Elektro­papiere schwächten sich gegen Samstag gleichfalls im allgemeinen Rahmen von 1 bis 1,5 v. H. ab. Sie liegen damit auch schon wesentlich unter der letzten Liquidation bei Gcsfürel beträgt der Verlust etwa 7 v. H., bei Schlickert sogar 10 v. H. Weitaus am meisten gedrückt sind aber doch wohl JG^ die be­reits über 14 v. H. eingebüßt haben. Wesentlich widerstandsfähiger war der Anlagemarkt. Bei Far­benbonds ist die Kursspanne zu den Aktien auf etwa 8 Punkte zurückgegangen, auch Reichsbahnvorzugs­aktien konnten ihre Samstagkurse fast behaupten. Deutsche Anleihen hatten widerstandsfähige Tendenz, die 8=o. H.-Goldpfandbriefe waren eher sogar noch bis zu 1 v. H. befestigt, da das Interesse der letzten Tage, wenn auch in etwas geringerem Maße anhielt.

Oas Pfund wieder fester.

An den internationalen Devifenmäritrn eröff­nete am Samstagvormittag das englische Pfund etwas fester, um dann gegen Mit­tag kräftig anzuziehen. Gegen den Dollar stellte

es sich auf 3,33, später auf 3,3658, gegen den Gul­den befestigte es sich auf 8,32, gegen Paris auf 85,86 und gegen Zürich auf 17,2050. Der Dollar war wieder etwas schwächer, die Reichs­mark konnte leicht anziehen und stellte sich in London auf 14,1250, in Amsterdam auf 58,70, und in Zürich auf 121,90. Die Rorddevisen konn­ten sich, ebenso wie die'oamerikaner, gut be­haupten. Mailand tendierte schwächer, auch der französische Franc war eher leichter.

Am Rachmittag hat das englische Pfund sich toeiter befeftigen können, während der Dollar wiederum schwächer lag. Ge jen den Dollar zog das Pfund auf 3,4013 an, geg :n den Gulden auf 8 33 gegen Paris auf 83,03 unj gegen Zürich auf 17,35. Der Dollar ging in Amster­dam auf 247,3250, in Zürich auf 513,40 und in Paris auf 25.47 zurück.. Die Reichsmark konnte sich gut behaupten, in Reuyork stellte sie sich auf 23,80, in London aus 14,18, an den anderen Plätzen war sie unverändert. Die Rorddevisen konnten ebenfalls anziehen, dagegen lag der Ven außerordentlich schwach.

iyranfvurtr. Schlachtvichrnarkt.

Frankfurt a. M., 14. Dez. Austrieb: Rinder 1701 Stück; darunter 330 Ochsen, 220 Bullen, 581 Kühe, 496 Färsen. 605 Kälber, 186 Schafe, 5213 Schweine, darunter 270 Litauer. Es notierten: Rinder. Ochsen: vollf.eischige, auögcmäfte'.e, höchsten Schlachtwerts: 1. jüngere 30 bis 33, 2. ältere 26 bis 29, sonstige vollNeifchige (jüngere) 22 bis 25. Dullen: jüngere, voll leifchige, höchsten Schlachtwerts 25 bis 28, sonstige volstleischige Ober ausgemästete 20 bis 24. Kühe: jüngere, voll- fleischige, höchsten Schlachtwerts 23 bis 23, son­stige vollfleischige oder ausgemästete 20 bis 22, fleischige 14 bis 19. Färsen (Kalbinnen, 3urg=» rinber): velifleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 29 bis 32, vollsteischige 25 bis 28, fleischige 22 bis 25. Kälber. Beste Mast- u: d Saugkälber 40 bis 43, mittlere Mast- und Saug­kälber 35 bis 39, geringe Kälber 28 bis 34. Schafe. Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Weidemgst» 24 bis 27, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 18 bis 23. Schweine. Vollfleischige Schweine von etwa 210 bis 300 Pfund L.bendgew cht 44 bis 46, vollfleischige Schweine von etwa 200 bis 210 Pfund Lebendgewicht 43 bis 46, vollfleischige Schweine von etwa 160 bis 200 Pfund Lebend­gewicht 42 bis 45, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 36 bis 42, Sauen 33 bis 38. Maritverlauf: Rinder ruhig, älcberstand..ber, Schafe und Schweine ruhig, ausverkauft.

frankfurter (Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 14. Dez. Der Frankfurter Getreidemarkt zeigte zum Wochcnbeginn ein sehr stilles Bild. Die unsichere politische Lage und die bevorstehenden Feiertage hemmen jede Unterneh­mungslust, zumal auch das Mehlgeschäft weiter sehr scheppenden Absatz aufwies. Das Angebot ist in allen Artikeln ausreichend, aber für die minimale Nachfrage viel zu stark. Am Futtermittelmarkt blieb die Umsatztätigkeit ebenfalls äußerst gering, Hafer und Kleie waren zu billigerem Preise stark offeriert. Die Stimmung neigte allgemein zur schwäche, und die Preise gaben durchweg bei Getreide von 2,50 bis 5 Mark und für Mehle um 0.25 bis 0.50 Mark nach. Es notierten: Weizen 220 Mark, Roggen 220 bis 218,50, Sommergerste für Brauzwecke 170 bis 175, Hafer (inländischer) 152,50 bis 160, Wcizenm hl (süddeutsches, Spezial 0, mit Austauschware) 35 bis 36, Sondermahlung 33,25 bis 34,25, Weizenmehl (niederrheinisches, mit Austauschware) 35 bis 35,75, Sondermahlung 33,25 bis 34, Roggenmehl (60 v. H.) 30,25 bis 31,50, Weizenkleie 8 15 bis 8,25, Roggen- 30 bis 38, Linsen (je nach Qualität für Spcisezwccke) 30 bis 38, Linsen, je nach Qualität für Speisezwecke) 25 bis 56, Heu (süddeutsches gut, gesund, trocken) 5 bis 5.25, Weizen- und Roaffenstroh (drahtgepreßt) 3,75 bis 4, Weizen- und Roggenst oh (pebiinb.lt) 3,75 bis 4. Treber (getrocknet) 12,75 bis 13, Indu- strlekartosseln hiesiger Gegend per 50 Kilogramm 2,65 Mark. Tendenz ruhig.

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Wien

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12 47

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Budapest

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71.07

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Holland

170.23

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170 23

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Colo

76.67

76.83

78.79

79 08

Kopenhagen.

78,02

78.18

80 02

80.18

Stodhulm

78 02

78.18

80 67

80 83

London

14.15

14 19

14 58

14.62

Buenos Aires

1 C48

1.052

1 058

1.062

Neuvarl

4.269

4/217

4.209

4.2,7

Brüssel

58 64

58 76

58.62

58.74

Italien

21 68

21 72

21.68

21.72

Barl,

16 52

16 56

16 52

16 56

Sckwetz

81.97

82 13

82,02

82 18

Spanien

35 06

3514

35,36

25 44

Danzig

81.97

6213

81,97

82.12

.tapan

2.058

2,062

2.058

2.062

Nio de 3an.

0.244

0.246

0 244

0.246

Jugoslawien

7.393

7.407

7 393

7.407

Uiiiabun

12-89

12 91

13 29

13-31

Banknoten

Berlin, 12. Dezember_______

Jlmriitanndir 'Jloten .....

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Däniidir Nölen

Ijnglfidie 91 ulen .traniofiidie Noten vollänvildie Nuien .iialicniidif Noten

Nurmcnüdie Noten ....

Dfuildi-Lcficrrcld), t 1OO Schilling tRnmanifdie Noten ......

Schwedische Noten

Sdimeizer Noten.

Spanische Noten ......

Ungarüche Noten

Reichsbankdiskont 7 v. h.,

Meld

Bries

4,20

4,22

58.48

58,72

77.84

78.16

14.11

14.17

16,48

16.54

169.86

170.54

21,66

21 74

76,50

76.80

2,48

2,50

77,84

78 16

81,79

82,11

34.93

35.07

Lombardzinsfuh 8 v. k).

Frankfurter (Liermarkt.

Frankfurt a. QU., 12. Dez. Das Geschäft im hiesigen Eie.großhandel hat in der abgclcufenen Berichtswoche im Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsgefchäft eine leichte Belebung erfahren, doch ist der Ab, ah im Vergleich für dieselbe Zeit des Vorjahres noch wesentlich darunter, obwohl die Preise fast um die Hälfte billiger sind. Rach- dern sich die Preise in den letzten Wochen ziemlich halten konnten, erfuhren sie in dieser Woche, in­folge des drückenden Angebots an Kühlhaus­eiern, durchweg eine Ermäßigung um rund 1 Pfennig für alle Sorten. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frankfurt a. QU.: Bulgaren 10 bis 10,5 (Kühlhauseier 8 bis 8,5), Rumänen 9,5 bis 10 (7,5 bis 8), Holländer 9 bis 13 (9 bis 9,5).

Entfernung des häßlichen Zahnbelags? C niz einfach: Man putzt die Zähne erst mit der bela .len Chlorodont -Zahnpaste und spsilt dann mit Chlorodont- Mundwasser unter Gurgeln tüchtig nach. Tube 60 Pf. Hüten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen«