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Gießener Mnternothilse 1931/32

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Helft den Aoileidenden! Zede Gabe ist willkommen!

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Sachspenden an das Siädt. Wohlfahrtsamt Gartenstraße 2, Zimmer 9, erbeten,- auf Wunsch erfolgt Abholung. Telephon 2858.

Geldspenden nehmen auch die Äanlen und Sparkassen entgegen,- ferner sind Einzahlungen auf das Win1ernothilfe-Konto Nr.ZZ72 bei der Äezirkssparkasse Gießen möglich.

Amtsgericht Gietzen.

Wiederum hatte das Gericht sich damit

Spielplan der Frankfurter Theater.

Schauspielhaus. Montag, 14. Dez., 20 Ki­nach 23 llfjr: Der Streit um den Sergeanten Grischa. Dienstag, 15. Dezember, 20 bis gegen 22 Uhr: Der Liebestrank. Mittwoch, 16. Dezem­ber, 20 bis 22.30 Uhr: Literatur. Hierauf: Liebe­lei. Donnerstag, 17. Dezember, 20 b:s 22.30 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. Freitag, 18. De­zember, 20 bis gegen 23 Uhr: Der Kaufmann von Venedig. Samstag, 19. Dezember, 16 bis gegen 18 Uhr: Emil und die Detektive. 20 bis 22.30 Uhr: Literatur. Hierauf: Liebelei. Sonntag, 20. Dezember, 16 bis gegen 18 Uhr: Emil und die Detektive. 20 bis nach 23 Uhr: Bobby weint. Bobby lacht.

Opernhaus. Montag, 14. Dez., 20 bis gegen 22.30 Uhr: Falstaff. Dienstag, 15. Dezember. 20 bis 22.45 Uhr: Cavalleria rusticana. Hierauf: Der Bajazzo. Mittwoch. 16. Dezember, 20 bis nach 22.30 Uhr: Der lustige Krieg. Donnerstag, 17. De­zember, 20 bis gegen 23 Uhr: Zar und Zimmer­mann. Freitag, 18. Dezember, 20 bis 23 Uhr: 3m weihen Röhl. Samstag, 19. Dezember, 19.30 bis 22.45 Uhr: Boris Godunow. Sonntag, 20. De­zember, 15 bis 17.15 Uhr: Peterchens Mondfahrt. 19.30 bis gegen 23 Uhr: Die Zauberflcte.

fahrer und andere Weiterungen zu vermeiden; in Wirklichkeit sei er kein Führer der Truppe ge­wesen und habe sich niemand ihm unterzuordnen brauchen. Die Fahrt war nicht von Partei wegen unternommen worden, und ihre TeÜnehmer sind nicht etwa als abgesandte Parteivertreter zu be­trachten gewesen. Auch war die Beteiligung an der Fahrt ins Belieben der Radfahrer gestellt und eine feste Verabredung nicht vorausgegangen. Die Fahrtteilnehmer sind auch in Abständen ge­fahren; an einer geschlossenen Einheit, durch die etwa Aufsehen erregt werden sollte, hat es gefehlt. Schließlich sprach auch die geringe An­zahl der Radfahrer zu ihren Gunsten, wenn auch keineswegs in ausschlagender Weise.

Ein Auto'ührer fuhr beim Cinbiegen aus der Wilhelmstrahe in die Frankfurter Strohe auf der Fahrbahn der letzteren ein anderes Auto an und beschädigte es unerheblich. Strafbar er­schien ersterer, der dem Personenwagen infolge eigener Schuld nicht mehr auszuweichen ver­mochte. Er war, da es sich um eine Straßen- Mündung handelte, zu rasch gefahren und konnte sein Fahrzeug n-cht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Bei gehöriger Aufmerksamkeit hätte er das Auto am Ausgang der Wilhelmstrahe wahr­nehmen und sich nach ihm richten müssen, zumal keine besonders unübersichtliche Stelle in Betracht

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fassen, was unter einem im Sinne der graphen 1 und 2 der Verordnung des _ Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen vom 28. März 1931 verbotenen Auszug zu verstehen sei. Diesmal fuhr eine An­zahl SA.-Radfahrer 8 Mann am 12. April I. 3. in ihrer Dundeskleidung auf der Grün­berger Strahe nach einem Ort der weiteren Um­gebung Giehens zu einer dortigen national­sozialistischen Veranstaltung. Auf der Landstraße wurden sie polizeilich wegen Unternehmung eines verbotenen Auszugs angehalten. Auf Befragen, wer ihr Führer sei, bezeichnete der Angeklagte sich als solchen. Rur er wurde dann unter An­klage gestellt, aber freigesprochen. Rach Ansicht des Gerichts hat ein Auszug im Sinne der er­wähnten Verordnung nicht stattgefunden. Auch war die Führung des Angeklagten nicht nach­weisbar, mochte er sich auch selbst als Führer ausgegeben haben, denn es muhte ihm geglaubt werden, wenn er in der Hauptverhandlung er­klärte, er habe dies lediglich getan, um die zeit­raubende Aufnahme der Personalien seiner Mit-

fahte sich mit der vor einem 3ahre gegründeten Zentral - Warenvermittlungsgenossenschaft für Konsumwaren in Giehen. 2m weiteren Verlauf der Tagung sprach Lehrer G a h, Dutenhofen, zu den Anfragen, während Verbandsrevifor 3 o l k die Verwaltungsorgane auf die besonderen Pflich­ten zum kommenden 3ahresende aufmerksam machte. Dekan Vogel, Duchenbrücken, als Ver­treter der ländlichen Genossenschaften gab der Er­wartung Ausdruck, dah die Derwaltungsmitglie- der ihren Vereinen auch in der augenblicklichen schweren Zeit starke Führer sein möchten.

kam. Seine Anvorsichtigkeit trug ihm «ine nonw hafte Geldstrafe ein.

Zwei Kommunisten suchten am Bahnhof Händel mit zwei nationalsozialistischen Zeitungsvertäu­fern, jedoch ohne Erfolg. Diese gingen ihren Weg nach der Stadt zu. Rachdem ersteren sich noch ein weiterer radfahrender Kommunist zugesellt hatte, verfolgten sie zu dritt die beiden Zeitungs­verkäufer. Der Radfahrer erreichte sie zuerst und schlug aus einen derselben ein. Dann folgten die beiden anderen Kommunisten, die ein Gleiches taten. Die drei Angreifer wurden au je zwei Wochen Gefängnis verurteilt. Alle drei waren nach diesem Vorfall auf dem nationalsozialisti­schen Geschäftsbureau erschienen; sie suchten nach dem Verletzten, trafen ihn aber nicht an. Beim Weggehen äuherte einer der Angeklagten laut, wenn dieser ihn anzeige, schneide er ihm den Hals ab. Für diese Bedrohung erhielt er eine mähige, für ihn immerhin empfindliche Geldstrafe.

Schlamp, Rudolf Schickedanz, Rudolf Hermes, 3o* Hanna Heidt, Mariechen Meyreih, Erika Röhinig, teinz Medenbach, Anni Kompf, Wilma Leipold, äthe Schneller, Frieda Diehl; 2. Preis: Hans

Reidel; 60 Silben: 1. u. E.: Sofie Depler, Anna Siesert, 3rma Ressel, Ludwig Malkomefius; erste Preise: Ernst Port, Willi Wagner, Karl Hof­mann, Werner Schenck, Ernst Keßler, Frieda Schönhals; 2. Preise: Friedrich Schüllermann, Willi 3akob.

* Genossenschaftstagung in Gie­ßen. Sinter der Leitung des Bezirksrevisors 3 o l k, Gießen, hielt der ländliche Genossen­schaftsverband Raiffeisen, Frankfurt a. M., in Gießen einen Duchführungskursus ab, der beson­ders für die Genossenschaften der Kreise Giehen und Wetzlar gedacht war. 17 Vereine hatten Teil­nehmer entsandt. 3m Anschluß an den Kursus fand eine Genossenschaftstagung statt, zu der sich über 50 Vertreter der interessierten Genossenschaf­ten der Kreise Gießen und Wetzlar eingefunden hatten Derbandsgeschäftsführer Deck, Frank­furt a. M., sprach zunächst über die Verhältnisse am Geldmarkt und unterzog dann die allgemei­nen wirtschaftlichen Verhältnisse einer eingehen­den Betrachtung. Eine besondere Aussprache be­

mannt toorben.

Dienstjubiläum. Bureaudirektor Phi- bipp Haller beim Hessischen Hochbauamt in Dießen kann heute auf eine 40jährige Dienstzeit bri der Hessischen Dauverwaltung zurückblicken, Sie er größtenteils in Gießen verbracyt hat. Rach Ablegung der Prüfung für den mittleren Dienst un Baufach wurde er mit W'.rkurg vom 14. De­zember 1891 dem damaligen Kreisbauamt in Gie.

Aus Der Provinzialbauptffabi

Gießen, den 14.Dezember 1931.

Köhlchens Seitensprung.

lieber den Fahrdamm einer unserer Hauptstraßen rrllt ein großer Handwagen, gezogen von einem mürrisch aussehenden Mann. Der Wagen ist voll- tloben mit Wirsingkohlköpfen, die zusammen eine krause, fröhlich gelbgrüne Einheit bilden. Ein Echlaglöchlein mit der Wirkung einesHoppsa" des Gefährts zeigt, daß auch in Gemüsefamilien em einzelner seinen Kohlkopf für sich haben kann. Ge­legenheit verführt. Und so benutzt er den Ruck krirzentschlossen zu einem kühnen Seitensprung. Hoppla fliegt er aus der Menge seiner Artgenossen auf die Straße. Endlich allein! Vergnügt kollert er über den Asphalt. Wie interessant ist das Leben!

Doch darf man Seitensprünge nicht in breiter Oeffentlichkeit unternehmen. Fünf Zuschauer haben ifcn bemerkt. Drei Männer registrieren ihn nur flamm mit abwartenden Blicken. Eine Frau ruft jedoch hinterher, und eine junge Radlerin im Heber- holen:Sie junger Mann, Sie haben was ver­loren!" Der'mürrische junge Mann stutzt, dreht sich itm sieht das entsprungene Kohlhaupt, überlegt: ,Ver Wagen rollt schwer an, und was ist einer von ! jo vielen? Ueberdies ein unbedeutender Kopf. Zählt iricht." Und achselzuckend zieht er seine Straße sowie lein Gefährt weiter.

Einsam und rund liegt der unbedeutende Kopf inmitten des Fahrdammes. Ein Schüler in kecker Mütze nimmt ihn aufs Korn: Einknorker Fußball", d mkt er, und gibt dem Ahnungslosen einen kräftigen Erltt. Wohin rollst du, Köhlchen? Einem kleinen Mädchen vor die Füße. Das bückt sich eilfertig, hebt ! ihn sorglich auf und springt beglückt einer Frau nach:Mutti, ein feiner Wirsingkohl!* Die beiden sehen sich nach allen Seiten fragend um. Herrenloses Gut? Ein Geschenk der gütigen Allmutter Natur? Nachts, und Moralfragen überschatten ihre Ge- : jichter.Du kannst ihn ruhig behalten", greife ich afc improvisierte Rechtsauskunftsstelle nach § 959 BGB. ein, und zufrieden und eilig biegen beide mit ! ihrem rechtmäßig erworbenen Eigentum in eine Seitenstraße ein.

So unbedeutend der Vorfall, so aufschlußreich und anregend sein tieferer Inhalt. Seine psychologischen Momente sind, ganz abgesehen von dem Seiten» i |prung in breiter Oeffentlichkeit, zahllos. Die Ein» stcllung des Wagenziehers. Ueberdies, war er ver- siiqungsberechtigter Eigentümer? Der drei Männer. Warum schwiegen sie, während die Frauen sorgliche ! Hilfsbereitschaft verrieten? Des Knaben. Moderner Sportgeist. Des Mädchens. Häuslich uorforgenber Sparsamkeitstrieb schon im weiblichen Kinde. Der Mutter. Konjunkturausnutzungswille, gehemmt durch ÜSachtsbedenken.

Auf alle Fälle ein großartiges Aufsatzthema mit einem halben Dutzend Unterabteilungen. Ich stelle anheim. E. v. M.

Bornotizen.

Ta.geskalender für Montag. Stadt» Iheater Gießen:Frauen haben das gern .. !" I «geschlossene Vorstellung), 19.30 bis 21.45 Hhr. I Allgemeiner Deutscher Frauenverein: Leseabend ! Isolde Kurz, 20 Uhr, Kunstwissenschaftliches Institut, I Lrdwiastraße 34. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: I3er Fall des Generalstabsoberst Redl".

Aus dem Stadttheaterbureau wird j uns geschrieben: Morgen, Dienstag, 11. Vorstellung | im Dienstag-Abonnement:Ist das nicht nett von I (To(ette? von Max Bertuch. Beginn 20 Uhr, Ende | 22.15 Uhr.

** Der Silberne Sonntag brachte unserer i Stadt, ebenso wie der Kupferne Sonntag, einen sehr starken Käuferzustrom von auswärts. Die Reichs» I'chn mußte die Züge aus der Richtung Nidda Hungen und AlsfeldGrünberg nach Gießen, ebenso i auf der Strecke Marburg-Gießen erheblich verstärkt | fabr-en, wobei auf der Herfahrt mancher Fahrgast t ji d) mit einem Stehplatz begnügen mußte, ebenso ronr der Verkehr von Wetzlar und Butzbach her sehr ansehnlich. Auf der Heimfahrt am Abend muß- | ren die Züge nach allen Richtungen wiederum er» j h chlich verstärkt werd-n, um den Ansprüchen der j weisenden genügen zu können. Trotz des sehr starken Andranges wickelte sich der Verkehr auf der Bahn vollkommen glatt ab. Die Kraftomnibuslinien hatten gleichfalls starken Verkehr nach und von Gießen I a ufzuweifen, aber auch hier ging alles reibungs­los oonftatten. Daß auch gestern wieder stark ge- tauft wurde, anscheinend noch stärker als am- Sonn- I tag vorher, bezeugten die vielen Pakete und Paket­en, die von den auswärtigen Besuchern auf der I Heimfahrt mitgeführt und von den ortsansässigen Laufinteressenten nach Hause getragen wurden. Un- I ferer Geschäftswelt, die sich um die Ausstattung der I Neihnachtsläger in hervorragender Weise bemüht I bot ist der gute Absatz nach der langen Geschafts- sblle der letzten Monate nur zu gönnen. Erfreu- I literweise wickelte sich trotz des starken Andranges | and) der Verkehr in den Straßen reibungslos ab.

" Stadttheater-Personalie. D I Intendanz des Stadttheaters Gießen teilt uns I nr.it: Wolfgang Kühne, der seit dem Weggang | con Dr. Ritter nebenamtlich die Geschäfte des 1 dramaturgischen Bureaus versah, ist von der | Intendanz ab 1. Dezember zum Dramaturgen er»

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* Schnee a Graupeln * MeDel K Gewiper.©windstille.O' sehr leichte» Osi jSnassige» Südsüdwest q stürmische- lordwesl 6le Ptene fliegen mit dem winde Die Beiden Stationen stellenden Zafr len geven die Temperatur an. Die Limen verbinden Orte mi« gleichem tut Meeresniveau um.gtrechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Die milde Ozeanluft ist weiter über Deutschland vorgedrungen und hat die Frostgrenze nach der Schweiz verdrängt. Auch die höchsten Barometer­stände von dem weiterhin über Zentral- und West­europa lagernden Hochdruckgebiet werden dort aus­gezeichnet. Die Zufuhr milder Luft hält noch an, so daß der Witterungscharakter vorerst wenig Ver» anderung erfährt.

Aussichten für Dienstag: Mildes, die» siges und wolkiges Wetter, vereinzelt etwas Sprüh- regen.

Aussichten für Mittwoch: Milder, vor- wiegend wolkig, vereinzelte Niederschläge wahr­scheinlich.

Lufttemperaturen. Am 13. Dezember: mittags 1,3, abends 1,1 Grad Celsius; am 14. Dezember: mor­gens 1,4 Grad Celsius. Maximum 1,4, Minimum 0,7 Grad Celsius. Niederschläge 0,7 Millimeter. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 13. Dezember: abends 0,6; am 14. Dezember: mor­gens 1,0 Grad Celsius.

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hen zugeteilt. Er hat bei der Erbauung der Rer- venklinrk, des Hygienischen 3nstitutS und des Physikalisch-chemischen Instituts mitgewirkt. Von April 1901 bis Ende 1902 war.der 3u6ilar beim Hessischen Hochbauamt Dieburg, von da ab wieder beim Hochbauamt Gießen beschäftigt. Seit 1. Ok­tober 1927 wirkt er als Dureaudirektor bei die­sem Amt. Der pflichttreue Beamte erfreut sich allgemeiner Wertschätzung.

** Sonntagsrückfahrkarten nach Gießen. Die Fahrkartenausgabe O st h e i m bei Butzbach gibt jetzt Sonntagsrückfahrkarten nach Gietzen aus. Preis für die 2. Klasse 1,70 Mark, für die 3. Klasse 1,20 Mark.

** Straßenbahn-Fahrplanünde- rung. 3n einer Bekanntmachung im Anzeigen­teil vorn Samstag wird darauf aufmerksam ge­macht, datz die Stratzenbahnen zum neuen Fried­hof nur noch Mittwochs und Samstags von 13.30 bis 16 älhr und Sonntags von 10.15 bis 16 Ahr bis zum Friedhof durchgeführt wird. Außerhalb dieser Zeit verkehren die Wagen nur noch bis Wiesecker Weg.

**DenVerkehr mitFeuerwerkskör- pern betrifft eine Bekanntmachung des Kreis- amtes Gietzen im neuesten Amtsverkündigungs­blatt. 3n der Bekanntmachung wird darauf hin­gewiesen, datz die Feilhaltung von Feuerwerks­körpern bei der Bürgermeisterei, in der Stadt Gietzen bei dem Polizeiamt anzuzeigen ist. 3m Kaufladen dürfen nicht mehr als 2,5 Kilogramm, im Hause ausserdem nicht mehr als 10 Kilogramm vorrätig gehalten werden. Die Abgabe von Sprengstoffen an Personen, von denen ein Miß­brauch zu befürchten ist, insbesondere an Per­sonen unter 16 3ahren, ist untersagt. Dies gilt namentlich auch von solchen Feuerwerkskörpern, mit deren Verwendung eine erhebliche Gefahr für Personen oder Eigentum verbunden ist (Kanonen­schläge, Frösche u. dgl.). Das Feilhalten von phos­phorhaltigen Sprengstoffen (Radaukörner, Kra­wallsteine, Kracher usw.) ist verboten. An bewohn­ten oder von Menschen besuchten Orten ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern verboten. Zu­widerhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bestraft. Wenn Eltern, Vormünder oder andere Personen, deren Obhut Kinder unter zwölf 3ahren oder sonstige unzu­rechnungsfähige Personen anvertraut sind, es an der erforderlichen Aufsicht haben fehlen lassen und diese Personen während der Zeit, wo sie ohne solche Aufsicht waren, eine derartige Aebertretung begangen haben, so werden die zur Beaufsichti­gung verpflichteten Personen beim ersten Falle po­lizeilich verwarnt, im Wiederholungsfälle mit der im Gesetz vorgesehenen Strafe belegt.

3ugendgruppe des VDA. Dieser Tage fand wie man uns berichtet im Stu­dentenheim die Wiedergründung der 3ugend- gruppe des VDA. statt. Stud. phil. Rordhild Müller sprach kurz von den Aufgaben des VDA Sie wies darauf hin, datz man gerade in der heutigen Zeit das Werk des VDA. nicht untergehen lassen dürfe, da gerade heute die Ausländsdeutschen in ihrem schweren Kampf um ihr Deutschtum unterstützt werden mühten. So sei es auch Mlicht der 3ugend, mitzuarbeiten und die geringen Opfer nicht zu scheuen. Doch der Arbeit für das Deutschtum im Ausland müsse ein« innere Dolkstumsarbeit voraufgehen. Sie diene der Verbreitung des Volkstumsgedankens bei allen Deutschen, dem Hinweis auf Volks- tumsgrundlage und Dolkskultur. Dieser Arbeit sollten die Zusammenkunftsabende der Gruppe gewidmet sein. 2lach der Ermahnung zum Mit- helfen in der Arbeit des VDA. wurden an Hand der Richtlinien für 3ugendgruppen Gestaltung und Ziel der Gruppe festgelegt. Darauf fand die Gründung der Gruppe statt, die bis jetzt 23 Mit­glieder umfaßt. Durch Zuruf wurde zur Beraterin Frl. Clara Birnbaum, zur Führerin Rord­hild Müller, zur Schriftführerin Elsbeth Will, und zum Kassenwart Christel Holstein gewählt. Am die gegenwärtige Rot lindern zu helfen, beschloh die Gruppe, einigen bedürftigen Familien Weihnachtspakete zu schicken. Die nächste Zusammenkunft Mitte 3anuar soll dazu dienen, die Kenntnis über das Detreuungsgebiet des Land^verbandes zu erweitern.

70 3ahre Kurzschriftverein.Der älteste Kurzschriftverein unserer engeren Heimat, der Kurzfchriftverein von 1861, hatte wie man uns berichtet seine aktiven Mitglieder zu einem 3ubiläumswettschreiben anläßlich des 70jährigen Bestehens eingeladen. 73 Wettschreiber fanden sich zu friedlichem Wettkampf zusammen. Bon den Arbeiten wurden 71 als preiswürdig befunden und mit Preisen bzw. Arkunden bedacht. Es er­hielten in der Abteilung 260 Silben: 1. und Eh­renpreis: Paul Dehmer; 220 Silben: : 1. u. E.: Wilhelm Rietz; 200 Silben: 2. Preis: Kurt Lei­pold; 180 Silben: 1. u. E.: Fritz Reh, Helmut Zschunke; 160 Silben: 1. u. E.: Luise Schade, Richard Strauch, Artur Michel, Anni Lanio, Hel­mut Eckhardt; 1. Preise: Friedrich Gorges, Elfe Dikomeit; 140 Silben: 1. u. C.: Ernst Eckhardt; 2. Preis: Ludwig Schon; 120 Silben: 1. u. E.: Maria Derzbach, Martha Seiferth, Lina Hucke, Wilhelm Honig; 1. Pr.: Gertrud Müller, Hein­rich Volk; 100 Silben: 1. u. E.: Willi Drück- mann, Maria Heck, Emil 3ost, Gertrud Lapp; 1. Preise: Else Schützler, Klara Wagner, Minna Zimmermann, Hanni 3acobsohn, Grete Oehler, Otto Wack, Helene Hoffmeister, Meta Amend, Hans Werner; 2. Preise: Robert Rieh, Walter Hallmayer, Heinrich Kratz, Irma Selig; 3. Preise: Käthe Paulus, Ludwig Herbert, Edith Vogt; 80 Silben: 1. u. E.: Franz Koch, Elfriede Feyh, Anm Schmittdiel, Otto Kompf, Elfriede Tenniger, Käthe Kirchner; 1. Preise: Kurt Gorges, Heinrich

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