dtlllld
A Giborbf
Neuen
Almert.
01 der Q[|
Ilern
!
statten
06710
1:
*tta£stisdi
3DnemeDt Mk. 1.10 onne®ent ML 1.35 ODnementML1.75 ^^MLNv immer:
•onnement Mk 0.90
tofft
n der Mode
stleistungen:
ille, in rieh- A Ar .....Perm liZu
eWoüe, in J jr . per m 1.95 li“u
ineWolle,in A 5k braun,p.m livU
re,schwere^ fl£ ।eider,p.m LiLU
iE ....permfciiu ”*:i9Q )iagonalge-A iE elFAp-mUitd me, weich-1 fit :ben..per mlifev
hwereWaie, ......per®1 (Kunstseide 'ire, selbst-। i, per m jetzt'
nicht genannten ntsprechend
isen
nard
* piockstraB® '«
»tfrJedef’ eJfllge
»eine»
lA
Nr. 267 Drittes Blatt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Samstag, H. November 193|
eine Tributkrise, ihr wolltet Deutschland vernicht
Abg. Dr. Goebbels spricht in Gießen
gestorben; — Braunschweig
wenn wir keine Waffen hätten, so besähen wir doch die Waffe des Protestes, der vom gan-
spät!" Es dauere nicht mehr lange, dann stehe das Volk mit seiner ganzen Kraft bei der NSDAP.
Daten für Sonntag, 15 November.
1630: der Astronom Johannes Kepler in Regens-
1910: der Dichter Wilhelm Raabe in gestorben.
Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei trat gestern abend in der Gießener Volkshalle mit einer zweiten großen Wahlkundgebung, die von etwa 5000 Personen besucht war, vor die Oeffentlichkeit. Der Kreisleiter der NSDAP. Gießen,
Bernhard Graf zu SolmS-Laubach,
Nom und lasse Paris links liegen. (Stürmischer Veifall.) Weiter machte der Redner dem Reichskanzler zum Vorwurf, daß er die gegenwärtige Lage, in der die Welt auf den Protestschrel aus Deutschland gegen Versailles warte, nicht aus- nütze, sondern schweige. Niemals sei die Lage für uns so günstig gewesen wie jetzt, vor die
(Langanhaltender stürmischer Veifall.) Es müsse von uns erklärt werden: „Die Weltkrise ist nur
ten und habt ganz Europa in den Ruin hinein- gehetzt." Wenn Deutschland so sprechen würde, geschehe es für das ganze gequälte Abendland. Die NSDAP, werde nichts unterschreiben, was Deutschland nicht erfüllen könne. Für sie gelte
auch in der Politik das Gesetz des Gentleman. Der italienische Ministerpräsident habe kürzlich
in Neapel so gegen Versailles gesprochen, wie die deutschen Vertreter sprechen müßten. Auch
zen Volke getragen werden müßte.
Zum Schluß forderte der Redner, daß alle deut»
schärft werden. *
Wir lenken den Blick einmal auf das Feld der Handelspolitik. Sn einer nicht recht verständlichen Weise hat die Schweiz sich gegen Deutschland gewendet, geradezu ultimativ, hat geglaubt, ihren Standpunkt durchsetzen zu können, hat freilich dann der scharfen deutschen Ablehnung auch schnell nachgegeben. Dabei ist sogar von der Schweiz versucht worden, das Stillhalteabkommen zu ihren Gunsten durch die Forderung zu verändern, daß die deutsche Ausfuhr an die Schweiz nicht an den deutschen Lieferanten, son- bern an die Schweizer Nationalbank bezahlt werden solle. Der Sinn ist ohne weiteres klar. Dieses Beispiel aber zeigt blitzartig, wie verwirrt und wie beinahe hoffnungslos die handelspolitische Lage ist. Selbst ein Staat, in dem sonst der gesunde Menschenverstand regiert und der keinen
erklärte zu Beginn der Kundgebung, in den letzten Tagen sei von gegnerischer Seite behauptet worden, daß in Gießen geheime Sitzungen der unter seinem Vorsitz stattgefunden
ihre Ziele bestimmt werde.
wenn die NSDAP, in allem Ernst vor der Oeffentlichkeit erkläre, ihre Bewegung sei legal, dann sage das nichts über die Absicht des Machl- gebrauchs, sondern nur über die Absicht ihres Macht e r w e r b s. Dje Weimarer Verfassung schreibe nicht vor. was der Besitzer der Macht damit ansangen solle, sondern sie sage nur, wie man die Macht erwerben dürfe. Und) der Verfassung werde die NSDAP, die Macht erobern, aber wie sie dann die Macht gebrauche, das werde nur ihre Sache sein. (Stürm. Beifall.)
Der Versuch Brünings, in Deutschland den inneren Frieden wiederherzustellen, sei gescheitert, uuD dadurch sei auch der Machtbestand des Kabinetts Brüning unmittelbar bedroht. Daraus erkläre sich aber auch der schwere Rückschlag bei Brünings dritter Aufgabe, der Aktivierung der Außenpolitik, weil dabei der Rückhalt im Innern, die nationale Geschlossenheit gefehlt habe. Bei der Zollunion habe sich das verhängnisvoll für uns ausgewirkt, da die aktive Außenpolitik nicht durch eine aktive nationale Innenpolitik hätte untermauert werden können. Der Redner forderte weiter entschiedenste Anstrengungen zur äleber- windung des Diktats von Versailles; wer Versailles zerbrechen wolle, gehe noch London und
Pflanzenrassen. Die Intensivierung der landwirtschaftlichen Erzeugung und namentlich besKörner- baues zählt, seit den Anfängen rationeller Landwirtschaft, zu den wesentlichen Aufgaben der volkswirtschaftlichen Politik. In von Tscher- m a k begrüßt die Wissenschaft eine Persönlichkeit, die durch ihre genialen Arbeiten dazu beigetragen hat, diesem für die Gesamtwirtschaft so wichtigen Ziele näherzukommen. Man darf ihn mit Recht zu den Männern rechnen, die es fertiggebracht haben, zwei Aehren da wachsen zu lassen, wo vorher nur eine stand. Die Alma mater Ludoviciana hat mit Freuden durch ihre Philosophische Fakultät Gelegenheit genommen, alS erste, die höchste zu vergebende akademische Auszeichnung an Erich von Tschermak, den heute Sechzigjährigen, zu verleihen und den verdienstvollen Forscher dadurch eng mit Gießen zu verbinden.
bürg gestorben; — 1730: Friedrich Wilhelm von Steuden in Magdeburg geboren; — 1787: der Kom
ponist Ehr. W. Ritter v. Gluck in Wien
Anlaß zu wirtschaftlicher Verzweiflung hat, handelt so kurzsichtig, vergißt die Verbundenheit mit einem so großen und wirtschaftlich wichtigen Nachbar wie Deutschland, vergißt, daß die Schweizer Banken nicht weniger als 2,6 Milliarden Mark zu fordern haben, die doch wahrhaftig nicht sicherer werden, wenn man der deutschen Ausfuhr die Möglichkeit nimmt, Devisen zu verdienen, um fremde Forderungen zu bezahlen.
Welt hinzutreten und zu schreien:
„Dir können nicht mehr, und deshalb wollen wir nicht mehr!"
unter großem Beifall der Versammlung herzlichen Gruß. Dr. Goebbels, der schon beim Erscheinen in der Volkshalle stürmisch begrüßt worden war, betonte am Anfang seiner zweistündigen Rede, die im Juli für die breiten Volksschichten unvorbereitet sichtbar gewordene, von den Nationalsozialisten schon viel früher vorausgesagte große Krise habe gezeigt, wie es um Deutschland stehe. Der Redner erinnerte sodann an den Kampf um den V o u n g p l a n , bei dem das amtliche Deutschland einen optimistischen Standpunkt eingenommen habe, während die Nationalsozialisten eine Katastrophe durch den Voungplan vorausgesagt hätten. Die Nationalsozialisten hätten recht behalten. Unter diesem Eindruck sei das Ergebnis der Reichs- tagswahl vom September 1930 zustande gekommen, wobei die Wähler nicht nur einen Wechsel der Personen, sondern einen Wechsel des Systems gefordert hätten. Seitdem sei die Opposition gegen das Kabinett Brüning ständig gewachsen, aber seit einem halben Jahr gebe es in Deutschland keinen Radikalismus mehr, denn er sei durch die Notverordnungen vollkommen eingeengt und gefesselt. Was die Opposition heute sage, sei nur ein gelinder Abglanz dessen, was das Volk denke. (Beifall.)
Die Opposition sei bereit, es besser ;u machen, man müsse ihr nur die Macht geben. Die Opposition wolle natürlich die Macht, um zu regieren; sie wolle nicht nur einen Wechsel der Männer, sondern einen Wechsel des Systems einleiten.
Das Kabinett Brüning habe sich drei Aufgaben gestellt: es wollte die Finanzen sanieren, den inneren Frieden wieder her stellen und die deutsche Außenpolitik aktiv i e r e n. — Seien die Finanzen von Brüning saniert? Der Redner wies aus die fortgesetzte Steigerung der Fehlbeträge m den öffentlichen Haushalten hin und betonte, daß heute m öen Etats des Reiches, der Länder und der Gemeinden ein Gesamtminus von rund 5 Milliarden Mark vorhanden sei. Die deutsche Finanz-
schen Kräfte zur nationalen Willensbildung aufgerufen werden müßten. Der von diesem Willen getragene Nationalsozialismus sei überzeugt, daß er die Aufgabe habe, Deutschlands Schicksal zu wenden. Er wolle Deutschland nicht spalten, sondern einigen, um es dadurch zu retten; das sei keine Lieberheblichkeit, sondern der Ausdruck des Vollgefühls seiner Kraft. Die NSDAP, habe bisher gesiegt, und sie werde auch am 15. November in Hessen siegen. (Stürmischer Beifall.) Für das jetzige System gelte das Wort: „ Zu
Außenpolitische Umschau.
Wahlen in England und LüdUawien.
Die handelspolitische Lage.
Don Or. Otto Hoehsch, o. ö. Pros, der Geschichte an der Universität Berlin.
Das Endergebnis der englischen Wahlen steht nun fest mit 472 Konservativen, im ganzen einer Regierungsmehrheit von 558 Stimmen gegen eine Opposition von 57 Stimmen. Da sowohl die Liberalen Sir John Simons, wie die der Richtung Sir Herbert Samuels auf der Regierungsseite steheii, bleiben um Lloyd George ganze — vier Abgeordnete. Man scherzt, daß das im wesentlichen seine Familie ist. Lloyd George hat deshalb auch den Vorsitz in der Liberalen Partei im Unterhaus niedergelegt. Er mißbilligt den Kurs Sir Herbert Samuels durchaus. Aber was will er machen? Wir waren immer der Meinung, daß dieser Mann trotz seiner ungeheueren Wendigkeit seit Jahren schon ausgespielt habe, und sehen auch heute keine rechte Konstellation, in der der nun Achtundsechzigjährige wieder in die Höhe kommen könnte. Das neue Kabinett soll überparteilich und national sein. In ihm überwiegen die Konservativen mit 19, denen vier Nationalliberale (Samuel-Gruppe) vier der Simon-Gruppe gegenüberstehen, sowie fünf aus der sog. Nationalen Arbeiterpartei, also des Teils der früheren Labourpartei, der nicht mehr zu dieser gehört. Am interessantesten sind in diesem Kabinett drei Männer: der neue Schatzkanzler Nevile Chamberlain, der jüngere Bruder von Austen Chamberlain (dieser ist freiwillig zurückgetreten), ein überzeugter Schutzzöllner, bann ber neue Hanbelsminister Walter Runci - man, ein gemäßigter Freihänbler, unb ber neue Außenminister Sir John Simons, der bisher mit ber Außenpolitik nichts zu tun hatte, der ein ganz hervorragender Advokat und bekannt ist durch seinen Bericht über Indien, der seinen Namen trägt. Von großen Fähigkeiten, außerordentlicher Arbeitskraft und Arbeitseifer, wird Simons gewiß für Schwung und Dampf im Außenamt sorgen — in welcher Richtung, ist
von Amerika. ♦
Wenig bekümmert sich die Welt um einen Borgang wie die Wahl n in I u g os l aw i en am 8. November. Es waren auch keine Wahlen, in denen Wille und Stimmung des Volkes zum Ausdruck kam. NurdieListederDiktatur gab es, der sich alle angeschlossen hatten, anschließen mußten und auf der dann je nach dem früheren Parteistand eine Art Verteilung statt- fand Dabei sind die Deutschen (bisher acht Vertreter), so kurz gekommen, daß n u r ein einziger (Dr. Kraft) gewählt wurde. Der Druck ber Regierung war groß genug, um eine erhebliche Wahlbeteiligung zustande zu bringen. Aber durch ihn hindurch war, namentlich m Kroatien, ber Widerstanb beutlich genug zu erkennen. Hatte bie Wahl in biefem Stil überhaupt einen Sinn, so sollte sie ein Referendum fu r die jugoslawische Cinheitslbee fern. Dafür war bie Wahl unb noch mehr ihre Methobe aber ein ungeeignetes Mittel. Durch einen berartigen
Nach einer anberen Richtung (gegenüber Ungarn unb Rumänien) hat bie beutsche Regierung versucht, ben Gebauten bes Vorzugszolles, über ben so viel gesprochen worben ist, einmal praktisch burchzuführen. Die Vorzugszölle sinb für bie beiben Staaten auf bie Ge - treibe mengen beschränkt, bie ihre Normaleinfuhr nach Deutschlanb nicht übersteigen. Ob es möglich ist, bas burchzuführen, ist noch unsicher, weil biesem neuen Hanbelsvertrags- system wegen ber Meistbegünstigung alle interessierten Staaten zustimmen müssen. Das scheint in bezug auf Argentinien, bie Tschechoslowakei unb Rußlanb noch nicht sicher äu sein. Wie schwer ringt sich ein an sich so vernünftiger Gebaute boch burch! Wie schwer ist es, in ber Haubelspolitik von ausgefahreneu Bahnen loszukommeu, auf benen mit alten Schlagworten weitergearbeitet wirb, bie für bie jetzige Wirtschaftslage gar nicht mehr passen. Wieviel Zeit bauert es heutzutage, bis einfache Selbstverstänblichteiteu von ben Regierungen unb ber Oeffentlichkeit ber ßänber nur begriffen, geschweige benn in bie Tat umgesetzt werben! Hat Europa bie Zeit, bie Mac- bonalb so ruhig forbert. Das ist immer toieber bie bange Frage. Die Staatsmänner Englanbs, Frankreichs unb Deutschlaubs kommen nicht bamit aus, wie es kürzlich in ber Brüuiugscheu Rebe vor seiner Partei ober eben von Macbonalb in seiner Dankettrebe geschehen ist, von ben Völkern bloß Zeit zu verlangen unb ruhige Nerven. Die , - - - , ., .
2tol »er wirl,cha,,lichen Krise ist überall in Wer diese heute al« Faschisten bezeichne, werde Europa ungeheuer. Aber beinahe noch gröber und 'ich nm,eben wenn s,e legal die Macht erobert gelährlicher kommt uns dieses langsame Tempo W- S,e lasse sich nicht zu Unbesonnenheiten vor. d i e (e Müdigleit und Lethargie, reizen denn ine Rache se, em ®endjt bat falt in der überlastete perantwortliche Staatsmänner senoNen werde, und dazu habe die RSDAP. d,e die brennenden Fragen des Augenblicks be- Michü vielleicht sei die Smnde schon nahe, wo Knnhofni bas Schicksal fragen werbe: „Wo ist Deutschlaubs
°an0€ln! ______ Die Autwort werbe lauten: „Wo die NSDAP.
__________ steht, ist Deutschland." (Langanhaltender ftürmi- | scher Beifall und Jubel.)
Der Gesang des Horst-Wessel-Liedes unb Heilrufe auf Abolf Hitler beschlossen bie Kundgebung.
Druck können bie Verschiebenheiten im Königreich Jugoslawien, bie ja weiterreichen, als nur burch bie Unterschiebe zwischen Serben, Kroaten unb Slovenen, nicht zur Einheit verbunben werben. Hm so weniger, als betreiben Regierung, bie das versucht, bie schlechte Wirtschaftslage, bie große Krise zum Dorwurf gemacht wirb unb bie Unfähigkeit, einen Ausweg zu finben. Wieviel ist von einer Milliarbeu-Anleihe bei Frankreich gerebet worben unb sie ist bisher nicht zustanbe gekommen!
Mit biesem Versuch ber Diktatur aber hat sich in einer Weise, bie man nicht ganz versteht, bie Dynastie, ber König selbst verbunben, ber nun mit ber Diktatur unb mit ber schlechten Wirtschaftslage auch alle Folgen tragen muß. Das kann für ben jugoslawischen Staat gefährlich werben! Bei leiblichen Wirtschaftsverhältnissen kann, ba Militär unb Genbarmerie gut sinb unb ausreichen, eine solche Lage eine ganze Weile bauern. Aber bie Wirtschaftskrise unterwühlt unb erschüttert bann auch bas Regime unb stellt bie Einheit bes jugoslawischen Staates gerabezu in Frage. So ist bie Wahl vom 8. November kein Erfolg für bas Regime Schifkovitsch; wer bie Macht hat, kann solche „Erfolge" natürlich erzielen. Aber sie beleuchtet für Europa grell eine kritische Lage bieses Staates, beren materielle Grünbe burch bie politische Führung noch Der-
noch nicht zu sehen.
Es scheint, als habe Macbonalb ein Abkommen mit bem König unb mit ben Parteiführern, nach dem er jeberzeit bas Parlament auflösen unb Neuwahlen nach ben alten Parte-Gruppierungen ausschreiben könnte. Damit würbe er bie Konservativen sehr gut an ber Stange halten können. Es sieht aber nicht aus, als wenn biefe, trotz starken Dorbrängens von einzelnen, in ber Frage bes Schutzzolles ihre Macht Überspannen würben. Die Konservativen wibersprechen im ganzen nicht, baß bie Regierung zunächst gar keine Anstalten macht, ben Schutzzoll sofort einzuführen. Alle Schwierigkeiten treten natürlich jetzt hervor, wo bas Problem praktisch werben soll, unb offensichtlich will Macbonalb mit seinem Kabinett ben allgemeinen Schutzzoll ohne Unter-
E nsuhrverdote, Kontingentierung ber Einfuhr hatten uud babei eine Liste vou Gießener ± Ä S*. WÄ
»Sftr-s SE-Äesäte ^Man Ächt aus a ledem^den Schluß, daß man in hatten fie chren Vertrauensleuten au! der Gegen- n i fh t hip äbfiebt bat sehr schnell feite plumpe Fälschungen unterbreitet, ba sie h »inor Dsuudstabilisieruuq auf ber sonst ihres Verdienstes verlustig gegangen waren.
allgemein unb zeigt, baß bas neue Kabinett selbst ReichStagsübg. Ok. Goevbel6 noch feinen Rat weiß, unb bas öffnet all ben 1 Wünschen, Stimmungen, Anreizen unb Versuchungen Tor unb Tür, sich nicht länger ans Golb zu binben unb etwas auf bas Meer ber Inflation hinauszuschwimmen, um Schulben loszuwerben unb billiger verkaufen zu können. Bei bem außerorbentlich engen Zusammenhang aller ßänber in biefer Frage aber haben wir in Deutschlanb also alle Veranlassung, bie Entwicklung bes Psunbes sehr genau zu verfolgen. Die ganze Rebe Macbonalbs, bie burchaus keinen konstruktiven Gebauten enthält, war überhaupt barauf gestimmt: laßt uns Zeit; im Innern ihr englischen Parteien, unb braußen ihr, Deutschlanb unb Frankreich, verstänbigt euch, bamit unter eurer Führung alle Regierungen sich auf einer Konferenz zufammenfinben zur Einigung bar- über, was mit Ablauf bes Stillhalteabkommens unb bes Hoover-Feierjahres werben soll. Das heißt für uns, wie wir immer betonen: Deutschlau b hat in seiner Auseinanbersehung um Repa- rationslasten und Privatschulben von England noch weniger Stützung zu erwarten als
such unternommen, ben widernatürlichen Schein- Gin neuer Gießener Ehrendoktor, sozialismus unb bie Tributpolitik burchzuführen I Erich von Tschermak-Seyssenegg-Mien durch $erpfänt>ung der DermogenSsubstanz des ,5 November begeht Erich ° ° n Ticher -
Do kes. Wenn die Dalanc^rung des Eta^ em mal-Sehls en egg. ordentlicher Proselsor an D°l kzertrummert. se, der Etat nicht em ^geir §o4(4Ie str Dodenkultur in Wien, seinen bang.-das I 6 0.Geburtstag. Die Philosophische Falultät der deutschen QBirt(d)aft an d »er Landesunioersität Gießen hat diesen Tag
halte-Konsortium. Das Shstem suche sich »u Hel- Urlah genommen, ihn zum D r. r e r. p o L sen. indem es die Lohne drucke aber es t»rmm- ° h, rnhalber zu ernennen. Don Tschermak der- damit die Konsumkra». schmaler- dle Por- cnl(tamm( einer Lj-n-r G-lehrt-nsamilie. Aach duktmn. vergröbere dadurch die Ar^itslo .gleit ursprünglich rein naturwissen,chastlichen Studien mrmer mehr und das s-t dann der Kr->slaub D>e ihn seine Neigung zur Landwirt,chast. worin A-g.-rung Drun.ng hab« dte grobt«Macht m » f.$ ^chst praktisch und später theoretisch Händen, ste erlasse Aotverordnungen mch das Scharr von Julius Kuhn und Maerker in Doll werde doch s-stsiellen müssen, daki mari m, Halle betätigte. Aach der Promotion mit einer Aow-rordnung-n und dem § 48 Seither- botanischen Arbeit bei Gregor Kraus kam von
• Tschermak von nun an ganz in das Gebiet der
rer -DeiTanj praktischen Pflanzenzüchtung unb war in großen
Arn ersten Ziel sei die Regierung Brüning vor- V Sarnenzüchtereien Deutschlands unbBelgiens tätig,
beigeschossen, denn sie habe die Finanzen nicht I In Gent begann er bei bem Botaniker Mac ßeoi»
saniert und auch den Produktionsapparat nicht I sich experimentell mit Tenien- unb Dastarbtor-
angeturbelt. Dadurch sei die Regierung auch mit schung zu beschäftigen, bie ihn zu seinen späteren
ihrer zweiten Ausgabe, den inneren Frieden klassischen Kreuzungsversuchen mit Erbsen leiteten,
wi-d-th-rzusi-ll-n. g-schrü-ri. weit diese Aus- 6i,e ^rten zu der Erkenntnis ges-tzmäbig-r st^r-
, ’ 3 a ; erbung nach Bastardierung. Der Zufall wollte
gaben von -inet Sonsolidierung der wirtschast- »iefe bahnbrechende Feststellung gleich-
lichen Verhältnisse abhange. zeitig um die Jahrhundertwende drei Männern
Der innere Frieden sei erst dann wieder herge- I gelang, welche damit den fast in Vergessenheit stellt, wenn das ßeben des Volkes wieder garan- I geratenen Arbeiten des Brünner Abtes Gregor tiert sei. So lange die Gefahr des Dürgerkrie- Mendel die ihnen gebührende Geltung verschaff- ges anwachse, könne von innerem Frieden keine I ten. Neben von Tschermak waren es ber Rebe sein. Der Rebner betonte in biesem Zu- I hollänbische Botan.k^r beDries und ber beutsche sammenhange, bah bie Tätigkeit ber Kommunisten Botaniker Correns. Von Tschermaks Habi- immer eifriger werbe, er wies auf bie Menschen- I litationsschrift über künstliche Kreuzung bei Pisum Opfer ber S. A, ja selbst ber Polizei burch ver- I sativum machte ihn mit einem Schlage in ber brecherische Taten hin. Die Nationalsozialisten I ganzen wissenschaftlichen Welt bekannt.
feien imstanbe, ben Kommunismus zu übertoinben, Von Tschermak war, wie es seiner gärt* weil sie eine bessere Idee als der Kommunismus nerischen und praktischen Schulung entsprach, so- hätten; sie würden ihm als deutsche Sozialisten I fort nach der Wiederentdeckung ber Menbelfchen entgegentreten, unb sie seien auch bereit, bafür Gesetze bestrebt, ben rasch in allen ßänbern er- Machtmittel einzusetzen. Die Nationalsozialisten folgten Ausbau bes Menbelismus auf bie lanb* könnten bie Garantie bafür übernehmen, oaß ba, wirtschaftliche unb gärtnerische Pflanzenzüchtung wo fie stäuben, bie Welle ber bolschewistischen I anzuweuben. Ein ßieblingsgebiet von Tschermaks Springflut zum Verebben komme, (ßebhafter Bei- war schon in seiner Jugenb bie Blumenzüchtung. fall.) Der Rebner polemisierte sobann gegen bie heute bie Züchtung neuer Primeln unb Aurikeln Parteien ber Mitte unb erklärte, biefe hätten ver- I burch Kombination von Kultur- unb Wilbformen. spielt, es werbe von ihnen halb nichts mehr ba I bie auch von größtem gärtnerischen Interesse sein. Die Mitte verschwinbe unb ber Rabikalis- I sinb, besgleichen seine berühmten Weizen- und mus wachse. Es sei auch gut, wenn vor ber Aus- Roggeubastarbierungen.
einanbersetzung zwischen beutscher Volksbewuht- Welcher Wertschätzung sich von Tschermak beit unb internationalem Bolschewismus bas Zwi- I in ber Welt erfreut, zeigt feine Mitgliebschaft schengelänbe ausgeräumt werbe. Der Nationalso- bei zahlreichen Äkabemien verschiebenster Natio- zialismus habe illcht bie Absicht, in Deutschlanb nalitäten.
irgend etwas bestehen zu lassen von dem, was Die Steigerung und Verbesserung der Doden- Deutschlaub in ben Verfall hineingetrieben habe. I ertrüge verdankt bie ßanbwirtschaft neben inten- Der Nationalsozialismus sei und bleibe eine revo- siverer und sachgemäßerer Düngung nicht zuletzt lutionäre Parier, deren revolutionäre Arbeit durch bem Anbau auf züchterischem Wege verebelter


